SARS-CoV-2. Illustration: CDC / Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAMS

Infektions-Vorsorge

 

Aufgrund der Corona-Vorsorge arbeitet die NABU-Naturschutzstation vorerst eingeschränkt, einige Veranstaltungen können nicht stattfinden. Bitte melden Sie Ihren Besuch oder Ihre Teilnahme an, tragen Sie einen Mund-Nasen-Schutz und halten Sie Abstand zu anderen Personen. Zutritt und Teilnehmeranzahl sind begrenzt. Für die Rückverfolgung möglicher Ansteckungen nehmen wir Ihre Kontaktdaten auf, die nur für diesen Zweck der DSGVO entsprechend verwendet werden. 

 

Informationen der Stadtverwaltung 



Feuchtwiesenmahd an den Papitzer Lachen

Foto: Ludo Van den Bogaert
Foto: Ludo Van den Bogaert

Um sie vor Verbuschung zu schützen und als Sommerlebensraum für Amphibien, Reptilien und Insekten zu erhalten, wird eine Feuchtwiese des NABU Leipzig an den Papitzer Lachen jedes Jahr gemäht. 2020 fand der Arbeitseinsatz am 17. und 18. Oktober statt. Insgesamt 17 fleißige Naturschutzmacher waren dafür an den beiden Tagen im Einsatz. Das Wetter meinte es gut mit den ehrenamtlichen Helfern, sodass die Arbeit schnell voranging. Nach regnerischen Tagen war aber das Mahdgut feucht und schwerer als in den trockenen Vorjahren. Mitten im Naturschutzgebiet Luppeaue ist der Arbeitseinsatz auch immer ein schönes Naturerlebnis. In diesem Jahr konnten beispielsweise in einer Arbeitspause Kraniche beobachtet werden. Weiterlesen

 

Schutz des Leipziger Auenökosystems

 

Die Papitzer Lachen sind ein besonders wertvoller Teil der Leipziger Auenlandschaft, für die sich der NABU Leipzig aber auch insgesamt auf vielfältige Weise engagiert, um das artenreiches Ökosystem zu erhalten. Es muss jetzt gehandelt werden, um es vor dem Ver­schwinden zu schützen! Naturnahe Hochwasserereig­nisse sind dafür ein entscheidender Faktor, aber der NABU hat Forderungen formuliert, die über das Wasserregime hinausgehen. Denn in einer urbanen Auenlandschaft spielen auch Faktoren wie Infrastruk­tur, Besiedlung, Tourismus und wirtschaftliche Nutzung eine große Rolle. mehr


Defizite beim Schutz häufiger Vogelarten

Positionspapier des NABU Leipzig

Foto: Beatrice Jeschke
Foto: Beatrice Jeschke

Viele Lebensräume in Leipzig gehen im Zusammenhang mit Baumaßnahmen ersatzlos verloren. Die Folge sind unter anderem Bestandseinbrüche bei Vogelarten, obwohl alle europäischen Vogelarten nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders oder streng geschützte sind. Auch bei einstmals oder gegenwärtig noch häufigen Arten ist der Lebensraumverlust dramatisch, sodass sie schon bald im Bestand gefährdet sein könnten. Um diesen bedenklichen Entwicklungen entgegenzutreten, hat der NABU Leipzig ein Positionspapier verfasst, in dem am Beispiel der geschützten Lebensstätten des Haussperlings die Rechtslage und die ökologischen Zusammenhänge erläutert werden. Ziel ist ein Dialog über die in Leipzig vorliegenden Umsetzungsdefizite des Naturschutzrechts. Aus diesem Grund wurde das Positionspapier vom NABU jetzt an die Naturschutzbehörde übergeben. Weiterlesen


Stadtrat demonstriert Gleichgültigkeit

Naturschutz-Petition wurde wortlos zu den Akten gelegt

Abbildung: Gerd Altmann/Pixabay/NABU Leipzig
Leipzig schrumpft!

In der Sitzung am 14. Oktober 2020 sollte sich der Leipziger Stadtrat mit der unter anderem vom NABU Leipzig eingebrachten Petition „Bauen und Natur erhalten“ beschäftigen. Unmittelbar nach einer Sitzungspause, als ein Großteil der Stadträte noch vor dem Sitzungssaal beim Imbiss war, wurde der Tagesordnungspunkt abgehandelt. Die wenigen im Sitzungssaal überhaupt anwesenden Stadträte brauchten nur 30 Sekunden, um das Anliegen eines besseren Naturschutzes in der Stadt in den Papierkorb zu werfen. Ohne ein weiteres Wort wurde die Beschlussvorlage der Stadtverwaltung angenommen, die auf die Forderungen der Petition aber gar nicht eingeht. Der Stadtrat hat sich dieser Ignoranz angeschlossen und in einer erschreckenden Art und Weise die Meinung der Bürger und das Engagement der beteiligten Vereine für irrelevant erklärt. Weiterlesen


Schutz der Stadtnatur mangelhaft

NABU Leipzig weist Stellungnahme der Stadtverwaltung zur Petition „Bauen und Natur erhalten!“ zurück

Am 14. Oktober 2020 wird der Stadtrat über die Petition „Bauen und Natur erhalten!", die von mehr als 6.000 Bürgern unterzeichnet wurde, beraten und auf Basis der Beschlussvorlage der Stadtverwaltung darüber entscheiden. Die Gegenüberstellung dieser Beschlussvorlage und der Petition zeigt jedoch, dass die Stadtverwaltung in keiner Weise auf die Forderungen der Petition eingeht. Der NABU Leipzig reagiert darauf mit einer ausführlichen Stellungnahme. Weiterlesen

 

Stellungnahme     Pressemitteilung


Für naturverträgliche Stadtplanung

Demonstration vor dem Neuen Rathaus

Artensterben und Klimakrise erfordern ein Umsteuern! Um für einen grünen Leuschnerplatz zu demonstrieren, fand am 7. Oktober 2020 eine Demonstration vor dem Neuen Rathaus statt, an der sich auch der NABU Leipzig beteiligte. Obwohl die Demonstration innerhalb weniger Tage organisiert werden musste und an einem Wochentag um 13 Uhr begann, fanden sich rund 40 Teilnnehmerinnen und Teilnehmer ein.

 

Im Vorfeld der Stadtratssitzung hatten sich rund 200 Bürger an einer Mailaktion des NABU Leipzig beteiligt: Sie hatten den Stadträten E-Mails mit ihren Forderungen nach einer naturverträglichen Stadtplanung geschickt. Einige Fraktionen formulierten daraufhin Stellungnahmen zu den Forderungen des NABU, die nun eine Grundlage für weitere Gespräche bilden können. Mailaktion und Protestdemonstration machen daher Hoffnung und zeigen, dass viele Bürger den weiteren Verlust ihrer Stadtnatur nicht hinnehmen wollen. Weiterlesen


Mehr Biodiversität im Park

Gemeinsamer Arbeitseinsatz von NABU und Stadtreinigung

Gemeinsame Pflanzaktion von Stadtreinigung und NABU auf der Grünanlage Freiligrathplatz. Fotos: Ludo Van den Bogaert

 

Die Parkanlagen in Leipzig sind ein wichtiger Teil der innerstädtischen Lebensräume für die Tier- und Pflanzenwelt, sie dienen der Erholung und auch dem Stadtklima. Wie eine naturnahe Parkanlage aussehen kann, wird jetzt auf der Grünfläche Freiligrathplatz demonstriert. Dieser Park wird von der Stadtreinigung in Zusammenarbeit mit dem NABU umgestaltet, um die Biodiversität zu fördern. Am 10. Oktober 2020 fand ein Arbeitseinsatz statt, an dem auch Anwohner teilnahmen. Mehr als 230 heimische Gehölze wurden im Park gepflanzt, außerdem wurde eine Blumenwiese mit einer regionalen Saatgutmischung als Nahrungsquelle für Insekten eingesät. Weiterlesen


EuroBirdWatch

Zugvogelbeobachtung mit dem NABU Leipzig

Foto: René Bauer
Foto: René Bauer

Am 4. Oktober 2020 hatte der NABU Leipzig zur Zugvogelbeobachtung an den Schönauer Lachen eingeladen. Rund 20 Vogelfreunde kamen und konnten bei schönem Herbstwetter viele Zugvogel­arten beobachten und dazu Interessantes erfahren. Anlass war der „EuroBirdWatch“, denn zum Höhe­punkt des Vogelzugs finden in ganz Europa Veranstal­tungen zur Vogelbeobachtung statt, in Deutschland ruft der NABU jedes Jahr dazu auf. An den Schönauer Lachen gibt es ein Mosaik von Gewässern, Offenland, Gebüsch und Gärten, sodass hier viele Vogelarten Ruheplätze und Nahrungsmöglichkeiten finden. Weiterlesen


Wiesenmahd auf dem NABU-Biotop Plaußig

Arbeitseinsatz auf dem NABU-Biotop Plaußig. Fotos: Ludo Van den Bogaert, Beatrice Jeschke.

 

Um Insektenlebensräume zu schaffen, pflegt der NABU Leipzig mehrere Flächen im Rahmen des sachsenweiten Projekts „Puppenstuben gesucht – Blühende Wiesen für Sachsens Schmetterlinge“. Dazu zählt auch das NABU-Biotop Plaußig. Auf dieser Fläche fand jetzt an zwei Tagen die Herbstmahd statt. Weiterlesen


Gewässerretter in Aktion

Internationaler Küstenreinigungstag

 

Die Menschheit produziert riesige Mengen Kunststoff­müll, ein Großteil davon landet in den Ozeanen und ist hier zu einem gigantischen Umwelt­problem geworden. Um darauf aufmerksam zu machen, findet alljährlich der Internationale Küsten­reinigungstag (ICCD) statt. Weltweit sind Menschen aufgerufen, Unrat an Stränden aber auch an Flussufern einzusammeln. Am 19. September 2020 beteiligte sich auch der NABU Leipzig wieder am ICCD mit einer Müllsammlung am Elster­becken. Weiterlesen

 

31 fleißige Gewässerretter waren beim ICCD 2020 im Müllsammeleinsatz am Elsterbecken. Foto: Ludo Van den Bogaert
31 fleißige Gewässerretter waren beim ICCD 2020 im Müllsammeleinsatz am Elsterbecken. Foto: Ludo Van den Bogaert

Müllsammlung in Stötteritz und am Burgauenbach

Zu wenig Wasser und zu viel Müll – darunter leiden viele Leipziger Stadtgewässer. Um dagegen ein Zeichen zu setzen und einige wertvolle Gewässer von Müll zu befreien, lädt der NABU Leipzig immer wieder zu Mitmachaktionen ein. Am 5. September 2020 wurde auf diese Weise der Teich im Stötteritzer Wäldchen weitgehend von Unrat befreit. Zur gleichen Zeit war die Naturschutzjugend NAJU ebenfalls im Müllsammeleinsatz entlang des Burgauenbachs. Das Gewässer wird von der NAJU regemäßig kontrolliert und im Rahmen einer Gewässerpatenschaft betreut. Weiterlesen

Unter anderem wurden Glasflaschen, Scherben, Zigarettenstummel und rund 100 Plastikstäbchen mühsam eingesammelt. Fotos: NABU Leipzig


Wie geht es dem Wald?

Exkursion im Oberholz

An markanten Punkten im Wald gab es Informationen zu unterschiedlichen Themenfeldern. Foto: NABU Leipzig
An markanten Punkten im Wald gab es Informationen zu unterschiedlichen Themenfeldern. Foto: NABU Leipzig

Die Wälder leiden unter der Klimakrise, in deren Folge es heftige Stürme, neuartige Baumkrankheiten und Schädlinge, vor allem aber Dürre und Hitze gibt. Rund um Leipzig kommen teilweise weitere menschgemachte Probleme hinzu: Flächenfraß und -versiegelung durch Verkehrs- und Siedlungsprojekte, naturferne, eingedeichte Fließgewässer, die Folgen des Braunkohletagebaus und eine hohe Nutzung durch Freizeitaktivitäten. Es gibt aber zugleich auch verschiedene Naturschutzgebiete.

Wie geht es dem Wald in der Region Leipzig angesichts dieser Herausforderungen? Wie reagiert die Forstwirtschaft auf die aktuelle Situation, und wie wird der Wald in Zukunft aussehen? Der NABU Leipzig wollte solche Fragen gemeinsam mit dem Staatsbetrieb Sachsenforst erörtern und hatte dazu Andreas Padberg, den Leiter des Forstbezirks Leipzig, zu einer Veranstaltung am 2. September 2020 eingeladen. Der Rundgang durch den Wald zusammen mit Revierleiter Christoph Seifert führte rund zwei Stunden durch das Waldgebiet Oberholz. Weiterlesen


Nacht der Fledermäuse

Batnight 2020 auf dem Friedhof Sellerhausen

Am 28. August 2020 hatte der NABU Leipzig zur Fledermausnacht auf dem Friedhof Sellerhausen eingeladen. Um 19 Uhr begann die "Batnight" mit einem Informationsvortrag über die heimischen Fledermäuse, ihre Gefährdung und Schutzmöglichkeiten, anschließend stellte der NABU an verschiedenen Informationspunkten auf dem Friedhofsgelände die praktische Arbeit vor und die ehrenamtlichen Fledermausschützer beantworteten Fragen. Man konnte sich beispielsweise über die Ortung der Ultraschalllaute der Fledermäuse informieren, über den Fang für die wissenschaftliche Untersuchung der Fledermausbestände oder über die Pflege und Wiederauswilderung hilfsbedürftiger Exemplare. Nach Sonnenuntergang konnte man gemeinsam mit den NABU-Experten versuchen, die Fledermäuse auf dem Friedhofsgelände zu beobachten und ihre Ultraschallrufe zu belauschen. Dabei wurden mehrere unterschiedliche Fledermausarten auf dem Friedhof gefunden. Weiterlesen


Heilkräuter vor der Haustür

Exkursion auf der NABU-Streuobstwiese Knauthain

Heilkräuter auf der NABU-Streuobstwiese Knauthain wurden vorgestellt. Foto: Birgit Peil
Heilkräuter auf der NABU-Streuobstwiese Knauthain wurden vorgestellt. Foto: Birgit Peil

Am 23. August 2020 hatte der NABU Leipzig zu einer Heilpflanzenführung auf der NABU-Streuobstwiese Knauthain eingeladen. Infolge der schmetterlingsfreundlichen Pflege dieser Fläche hat sich nicht nur eine vielfältige Insektenwelt eingestellt, sondern auch eine Vielfalt von Kräutern, über deren teils erstaunliche Nutzungsmöglichkeiten Pflanzenkenner Jens Franke bei der Wiesenexkursion informierte. Anwendungsbereiche, Inhaltsstoffe, Wirkungen und Zubereitungsarten einiger Pflanzen wurden besprochen. Zudem ließ er auch Informationen über alte Gebräuche und Mythen mit einfließen. Weiterlesen


Trinkstelle für Vögel

Hilft bei Trockenheit auch Insekten, Igeln und Co.

Foto: NABU Leipzig
Foto: NABU Leipzig

Nach zwei Dürresommern gibt es auch 2020 wieder ein Niederschlagsdefizit. Negativ machen sich Flächenversiegelung und Klimawandel bemerkbar. Unter der Trockenheit leiden Wildtiere, denen man mit einer Trinkhilfe Wasser anbieten kann. Dabei sollte man aber zum Schutz der Tiere einige Regeln beachten. Oberstes Gebot ist Hygiene, wichtig ist außerdem die Sicherheit vor Beutegreifern, und man muss verhindern, dass Tiere im angebotenen Wasser ertrinken. Empfehlenswert sind flache Wasserschalen, die man im Garten oder Park oder auf dem Balkon leicht aufstellen kann. Weiterlesen

 

Trinkhilfe des NABU in der Leipziger Innenstadt. Foto: NABU Leipzig
Trinkhilfe des NABU in der Leipziger Innenstadt. Foto: NABU Leipzig

Wassermangel in der Innenstadt

 

Zeiten in denen Spatzen in Pfützen baden können sind selten geworden. Durch fortschreitende Flächenversiegelung läuft Regenwasser in die Kanalisation. Der Überlebenskampf für die Vögel und andere Tiere in der Stadt wird immer härter. 2020, im dritten Dürrejahr in Folge, ist die Suche nach Trinkwasser für Vögel in der Stadt immer schwieriger. Einige Spatzen sind bei ihren Trinkversuchen in Springbrunnen ertrunken.

 

Der NABU will in Grünanlagen im Leipziger Zentrum, wo es durch lange Regenpausen kaum noch Wasser gibt, Vogeltränken aufhängen. Die ersten vier wurden im August 2020 installiert. Sie werden täglich gereinigt und frisch befüllt. Wer diese Trinkstellen betreuen möchte, kann sich per E-Mail beim  NABU Leipzig melden. Wenn sich mehr Helfer finden, kann der NABU weitere Trinkstellen einrichten. Aber es kann auch jeder selbst aktiv werden und Trinkstellen für durstige Wildtiere anbieten.

 

Auch Bäume brauchen Wasser

Foto: Sabrina Rötsch
Foto: Sabrina Rötsch

Die Städte werden immer heißer, Dürresommer, Starkregen, Stürme, Bäume vertrocknen, Lebensräume gehen verloren. Wie in vielen deutschen Städten ist auch in Leipzig der Klimawandel unübersehbar. Aber nicht nur Hitze und Dürre machen den Stadtbäumen zu schaffen, sie leben unter schlechten Rahmenbe­din­gungen. Angesichts dessen ist es fast schon eine Verzweiflungstat, wenn man versucht, einzelne Bäume vor dem Vertrocknen zu retten. Gießen kann helfen, aber man muss es richtig machen, damit das kostbare Nass auch wirklich die Wurzeln erreicht und damit man kein Wasser verschwen­det. Weiterlesen


Mauersegler-Küken verhungert wegen Bauarbeiten

NABU Leipzig fordert artenschutzfachliche Gutachten vor Baubeginn

Der Nistplatz befand sich in der Dämmung des Nachbarhauses. Der Neubau verhinderte, dass die Eltern zum Nest gelangen konnten. Foto: NABU Leipzig
Der Nistplatz befand sich in der Dämmung des Nachbarhauses. Der Neubau verhinderte, dass die Eltern zum Nest gelangen konnten. Foto: NABU Leipzig

Am 19. August 2020 hat die Wildvogelhilfe des NABU Leipzig in Anger-Crottendorf zwei junge Mauersegler geborgen, die mehrere Tage nicht versorgt wurden. Direkt am Einflugloch zum Nistplatz wurde gerade Wand an Wand ein neues Haus gebaut. Ein Arbeiter auf der Baustelle war überrascht, als er beim Entfernen der Fassadendämmung des benachbarten Gebäudes plötzlich zwei nestjunge Mauersegler fand. Er informierte den NABU Leipzig und hat um Aufnahme der Vögel gebeten. Beim Eintreffen der Vogelretter war der Schaden unübersehbar: Die Dämmung, in der sich der Nistplatz befand, war großflächig entfernt, eine Rekonstruktion der Niststätte ist nicht möglich gewesen. Die beiden Jungvögel waren mangelernährt, der kleinere extrem untergewichtig und unterkühlt. Er ist kurz nach der Meldung gestorben – der Jungvogel musste qualvoll verhungern. Der größere wird in der Wildvogelhilfe von Hand aufgezogen.

 

Die Mauersegler-Eltern mussten tagelanges Hungern der eigenen Jungvögel ansehen. Der Anflug zu ihrem Nest wird durch den fortschreitenden Gebäudeneubau versperrt.

 

Ein weiteres Mal zeigt sich: Wir haben zwar das Bundesnaturschutzgesetz, welches Mauersegler und ihre Nistplätze ganzjährig unter Schutz stellt, dieses Gesetz wird jedoch in Leipzig tagtäglich missachtet. Weiterlesen


Bauarbeiten ohne Rücksicht auf Verluste

Turmfalkennistplätze und Jagdreviere gehen verloren

Dieser Turmfalke wurde nur wenige Wochen alt. Foto: Beatrice Jeschke
Dieser Turmfalke wurde nur wenige Wochen alt. Foto: Beatrice Jeschke

Die Wildvogelhilfe des NABU Leipzig bekommt immer öfter Meldungen, dass junge Falken halb verhungert auf den Straßen und Wegen sitzen. Die Vögel prallen gegen Glasscheiben oder Autos und werden überrollt. Vogeleltern trauen sich im dichten Verkehrsraum nicht zum Boden, somit sind die Jungtiere zum Verhungern verurteilt. Die Situation für Turmfalken verschlechtert sich in Leipzig seit Jahren. Obwohl das Artensterben und der Klimanotstand ein sofortiges Umsteuern erfordern, ist die Stadtplanung von Beton, Grünverlust, Lebensstättenzerstörung  und Flächenversiegelung geprägt. Der fortschreitende Verlust geschützter Lebensstätten und der verschlechterte Erhaltungszustand geschützter Arten ist gesetzeswidrig. Turmfalken sind gesetzlich streng geschützt, wiederkehrend genutzte Lebensstätten sind ebenfalls geschützt.

 

In Leipzig Connewitz ist ein Schulneubau geplant, der den Anflug zu einem etablierten Turmfalkennistplatz verbaut. Dadurch wird ein weiterer Brutplatz der Falken zerstört und Nahrungsflächen werden überbaut, das Bundesnaturschutzgesetz wird irgnoriert. Wohin sollen die Vögel ausweichen, wenn die Schule gebaut wird? Eine Anfrage beim Amt für Umweltschutz blieb unbeantwortet. Der NABU Leipzig fordert, dass Bauprojekte endlich so geplant werden, dass Lebensräume unserer Mitgeschöpfe erhalten oder neu geschaffen werden. Weiterlesen


Insektensommer 2020

Die Zählaktion geht weiter

Foto: Ina Ebert
Foto: Ina Ebert

Zweimal im Jahr ruft der NABU zur großen Insektenzählung auf, bei der jeder mitmachen kann. Beobachten und zählen kann man fast überall, gezählt wird eine Stunde lang. Ein warmer, trockener und windstiller Tag ist zum Insektenzählen am besten geeignet. Melden kann man die Beobachtungen dann online oder mit der kostenlosen App NABU-Insektenwelt.

Bei der Zählung spielen in diesem Jahr die Marienkäfer eine besondere Rolle. Die Teilnehmer sollen melden, wie oft sie den Asiatischen Marienkäfer und wie oft sie den heimischen Siebenpunktmarienkäfer entdecken können. 

Der Insektensommer mit seinen zwei Zählphasen findet dieses Jahr zum dritten Mal statt: die erste Zählphase war vom 29. Mai bis 7. Juni, nun folgt die zweite Zählphase vom 31. Juli bis 9. August. Weiterlesen

 

Um gemeinsam auf Entdeckungstour zu gehen, lädt der NABU Leipzig anlässlich des Insektensommers wieder zu Veranstaltungen ein:

Freitag, 31. Juli 2020, 10 bis 11 Uhr

Insektensommer auf der Blühwiese des Kleingärtnermuseums

Samstag, 1. August 2020, 10 bis 11.30 Uhr
Insektensommer im Golfpark Seehausen

 

Für die Teilnahme ist aufgrund der Corona-Beschränkungen eine Anmeldung und die Erfassung der Kontaktdaten der Teilnehmer notwendig. Außerdem ist bei der Veranstaltung auf die Einhaltung der Hygienemaßnahmen und auf die Einhaltung des Mindestabstandes untereinander zu achten, der NABU Leipzig bittet um das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.

 

Anmeldung telefonisch unter 0341 6884477 oder per E-Mail


Sommerliche Müllsammlung

Arbeitseinsatz auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz

19 Naturfreunde haben zwei Stunden lang Müll gesammelt. Foto: NABU Leipzig
19 Naturfreunde haben zwei Stunden lang Müll gesammelt. Foto: NABU Leipzig

Der Wilhelm-Leuschner-Platz ist der „Platz der Biologischen Vielfalt“. Auf den rund drei Hektar hat der NABU siebzehn Brutvogelarten nachgewiesen, das ist eine größere Artenvielfalt als auf anderen vergleichbar großen Grünflächen in Leipzig. Die alten Bäume und großen Strauchgruppen hier spenden Schatten und sind wichtig für das Stadtklima, und sie machen den Platz zu einem der letzten Vogellebensräume in der Innenstadt. Dennoch sollen die Gehölze beseitigt und der Platz rücksichtslos bebaut werden. Der NABU Leipzig setzt sich für den Artenschutz auf dem Platz ein, und rückt auch immer wieder aus, um ihn von Müll zu befreien. Am 30. Juli 2020 hatten sich dazu 19 Naturschutzmacher von NABU und NAJU versammelt. Innerhalb von 2 Stunden sammelten sie 4 Säcke Glas und 30 Säcke Müll. Weiterlesen


Erfolg der Naturschutzverbände:

Staatsregierung will Baumschutz in Sachsen verbessern

Achtlos gefällter Höhlenbaum, in dem ein Buntspecht brütete. Foto: Beatrice Jeschke
Achtlos gefällter Höhlenbaum, in dem ein Buntspecht brütete. Foto: Beatrice Jeschke

Im Landtagswahlkampf 2019 hatte der NABU unter anderem gefordert, dass die neue Staatsregierung den Baumschutz in Sachsen dringend verbessern muss. Tatsächlich fand dieses Vorhaben daraufhin Eingang in den Koalitionsvertrag, und am 21. Juli 2020 beschloss nun das Kabinett die entsprechende Novelle des Sächsischen Naturschutzgesetzes zur Anhörung freizugeben. Der Entwurf sieht vor, dass es den Kommunen künftig wieder ermöglicht wird, umfassende Baumschutzsatzungen zu erlassen. Im Herbst befasst sich der Sächsische Landtag mit dem Gesetz, das noch in diesem Jahr in Kraft treten soll. Der NABU Leipzig begrüßt diese Entscheidung der Staatsregierung und hofft, dass diese Gesetzesänderung tatsächlich so beschlossen wird, dass der Baumschutz verbessert wird. Gleichzeitig appelliert der NABU an die Stadt Leipzig, die Möglichkeit des verbesserten Baumschutzes dann auch konsequent zu nutzen! Weiterlesen


Tag der Schmetterligswiesen

NABU Leipzig stellt Insektenlebensräume vor

Kleiner Perlmutterfalter (Issoria lathonia). Foto: Reinhard Lehne/naturgucker.de
Foto: Reinhard Lehne/naturgucker.de

Schmetterlinge sind seltener geworden, so wie alle Insekten! Um ihnen zu helfen wurde das sachsenweite Projekt „Puppenstuben gesucht - Blühende Wiesen für Sachsens Schmetterlinge“ gestartet. Im Blickpunkt stehen dabei acht Tagfalterarten, die durch eine angepasste Pflege von Wiesen gefördert werden, wovon aber auch andere Tierarten profitieren. Auch der NABU Leipzig beteiligt sich an diesem Projekt und hat für mehrere Wiesen die insektenfreundliche Pflege übernommen und hat in den letzten Jahren auch einige weitere Blühflächen angelegt. Vom 19. bis zum 21. Juni 2020 fand sachsenweit der „Tag der Schmetterlingswiesen“ statt – einige dieser Flächen wurden dabei vorgestellt. Auch der NABU Leipzig hatte zu Veranstaltungen eingeladen. Weiterlesen


Ein Hektar Lebensraum

Ehemaliges Erdbeerfeld dient jetzt dem Artenschutz

Foto: Christian Kunze
Foto: Christian Kunze

Der NABU Oschatz hat im Juni 2020 eine Fläche umgestaltet, die nun Insekten, Reptilien und Kleinsäugern Unterschlupf und Nahrung bietet. Zuvor war hier ein Erdbeerfeld, jetzt soll die Natur Vorrang haben. Das Areal liegt direkt am Mulde-Elbe-Radweg und ist etwa ein Hektar groß. Die Aktion fand in Zusammenarbeit mit der Agrargenossenschaft Altoschatz-Merkwitz statt, die auch die Fläche zur Verfügung stellt. Der NABU Oschatz übernimmt nun die insektenfreundliche Pflege der Blühflächen. Weiterlesen


Naturjuwel auf dem Acker

NABU Leipzig bemüht sich um Schutz der „Gärnitzer Lache“

Kiebitznest an der Gärnitzer Lache. Foto: NABU Leipzig
Kiebitznest an der Gärnitzer Lache. Foto: NABU Leipzig

Der Kiebitz ist vom Aussterben bedroht, in Sachsen gibt es nur noch rund 100 Brutpaare. Einer der wenigen Nistplätze befindet sich südlich von Markranstädt an der Gärnitzer Lache. Bereits im Winter hatte der NABU Leipzig die Naturschutzbehörde des Landkreises informiert und die nötigen Schutzmaßnahmen schon vor Beginn der Brutzeit abgestimmt. Für den Fall des Brutnachweises wurde ein Fahrplan aufgestellt, der nun wirksam werden kann. Die Gärnitzer Lache ist darüber hinaus Lebensraum für den nach EU-Recht streng geschützten Kammmolch, außerdem konnten hier rund 100 Rast- und Brutvogelarten festgestellt werden. Leider gibt es Pläne zur Entwässerung der Lache, weshalb der NABU das Gebiet intensiv untersucht hat und sich nun für den Erhalt dieses Naturjuwels einsetzt. Nach Ansicht des NABU Leipzig müsste die Gärnitzer Lache schnellstmöglich dem benachbarten FFH-Schutzgebiet Kulkwitzer Lachen zugeordnet werden. Weiterlesen


30 Jahre NABU Sachsen

Biotopverbundprojekt des NABU Leipzig gewinnt Ideenwettbewerb

Wenn 2020 der NABU Sachsen 30. Geburtstag feiert, sollte das „ein Fest für die Natur“ werden. Darum hatte der Landesvorstand einen Ideenwettbewerb unter den sächsischen NABU-Gruppen ausgerufen – und nun den NABU Leipzig zum Gewinner gekürt.  Ausgezeichnet wurde der Biotopverbund Leipzig Nord (BVLN), zu dem sich bedeutende Akteure zusammengeschlossen haben. Gemeinsam haben sie sich nicht nur der Bio­toppflege verschrieben, es geht auch darum, die Kompetenz der unterschiedlichen Bereiche – Industrie und Umweltschutz, Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Naturschutz, Imkerei und Flächenpflege – zusam­menzubringen, Synergien zu nutzen und pragmatisch gemeinsame Lösungen zu finden. Ökonomie und Ökologie sollen Hand in Hand gehen. Orientiert auf Nachhaltigkeit, Biodiversität und Klimaschutz könnte das Bündnis zeigen, wie eine gesamtgesellschaftliche Kooperation aussehen kann. Weiterlesen

Foto: Steffen Wagner
Foto: Steffen Wagner


Gefährliche Angelhaken

Immer wieder Rettungsaktionen für verfangene Vögel

Der Schwan konnte eingefangen und der Angelhaken entfernt werden. Foto: NABU Leipzig
Der Schwan konnte eingefangen und der Angelhaken entfernt werden. Foto: NABU Leipzig

Von Anglern achtlos liegen gelassene oder ins Wasser geworfene Angelschnüre sind eine ernste Gefahr für Wasservögel. Wenn sich Haken und Schnur am Körper verfangen, endet der Überlebenskampf mit Verletzungen, manchmal auch tödlich. Leider werden dem NABU Leipzig immer wieder solche Fälle gemeldet, nicht immer kann die Wildvogelhilfe den Tieren noch helfen. Tiere die nicht rechtzeitig gefangen werden, können sich tödlich verletzen. Der NABU appelliert an Angler, sämtlichen Unrat von Gewässern wieder mitzunehmen und insbesondere keine Haken und Schnüre zurückzulassen! Am 3. April 2020 wurde der NABU zu einem Schwan in Delitzsch gerufen. Bei ihm steckte der Angelhaken tief im Schnabelrand und die Schnur war um die Zunge gewickelt. Die Wildvogelhilfe Leipzig konnte den Haken erfolgreich entfernen. Weiterlesen      Pressemitteilung

 

Zurückgelassene Angelhaken und Schnüre sind lebensgefährlich für Wasservögel, die sich darin verfangen können. Wer solche Hinterlassenschaften findet, sollte versuchen, sie aus dem Geäst zu entfernen und zu entsorgen oder den NABU Leipzig zu benachrichtigen


Das Naturschutzdiplom

NABU Leipzig startet Veranstaltungsreihe für Kinder

Erdkröten auf Wanderschaft am gefährlichen Straßenrand. Foto: Wolf-Rüdiger Große
Erdkröten auf Wanderschaft am gefährlichen Straßenrand. Foto: Wolf-Rüdiger Große

In diesem Jahr geht es für interessierte Kinder regelmäßig auf Entdeckungstour. Zu jahreszeitlich unterschiedlichen Themen vermittelt der NABU Leipzig Interessantes über die Natur in Leipzig und was man für ihren Schutz tun kann. Auf dem Programm stehen Informationen über Fledermäuse, Insekten und Vögel, es geht aber auch um das Leben im Boden oder um die Lebensräume, die leider mehr und mehr verschwinden. Am Ende jeder Veranstaltung gibt es ein „Zertifikat“ für die Teilnehmer und am Ende aller Veranstaltungen das „Naturschutzdiplom“. Die jungen Experten sollen damit direkt an die Arbeit des NABU im Biotop- und Artenschutz herangeführt werden, oder sie werden anschließend selbst in der Naturschutzjugend aktiv. Damit erlebt auch die traditionsreiche NAJU-Kindergruppe „Parthefrösche“ einen Neustart.

Anmelden können sich Kinder ab 8 Jahren, aber auch Eltern und andere Interessenten sind herzlich willkommen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Organisiert wird die Veranstaltungsreihe von Birgit Peil, Umweltpädagogin der NABU-Naturschutzstation Stadt und Aue Leipzig, teilweise in Kooperation mit der Naturschutzstation Parthenaue.

 

Führerschein für Parthefrösche

 

Die Veranstaltungsreihe startete am 15. März 2020 mit dem „Krötenführerschein“. Dabei wurden auch die Aktivitäten des NABU zum Amphibienschutz vorgestellt. Weiterlesen 


Wassertouristisches Nutzungskonzept

Umweltverbände verlassen den Runden Tisch zum WTNK

Die Umweltverbände NABU Leipzig, BUND Leipzig und Ökolöwe sowie der Bürgerverein Pro Leipzig haben ihren Rücktritt vom sogenannten Runden Tisch zur Fortschreibung des Wassertouristischen Nutzungs­konzepts (WTNK) erklärt. Die Verbände kritisieren, dass Verwaltung und Politik die Gewässer ausschließlich aus dem Blickwinkel betrachten, Boots- und Schiffsverkehr zu verstärken. Weder der Gesamtplan noch Abschnitte oder Einzelprojekte sowie Folgen der Umsetzung stehen wirklich zur Debatte. Da andere Entwicklungslinien gar nicht betrachtet werden, ist konstruktives Arbeiten an gemeinsamen Lösungen unmöglich. Unter diesen Umständen sehen die Verbände es als nicht zielführend an, weiterhin am Runden Tisch teilzunehmen.  Weiterlesen  

 

Rücktrittserklärung der Verbände     Pressemitteilung 


Leipzig schrumpft

NABU beklagt Lebensraumverlust in der wachsenden Stadt

Leipzig wächst für die Menschen. Demnächst wird die Stadt wohl mehr als 580.000 Einwohner haben, bis 2030 werden gar 720.000 erwartet. An den vielen Baustellen ist gerade zu sehen, wie sich ein solches Wachstum auswirkt. Neue Wohnungen, Einkaufsmärkte und Gewerbegebiete werden gebaut.

 

Aber Leipzig schrumpft für die Wildtiere! Während die Stadt wächst, haben diese Stadtbewohner immer weniger Platz. Viele Brachflächen und Grünanlagen gibt es nicht mehr, Sträucher und Bäume wurden gerodet. Damit einher geht der Verlust von potenziellen Lebensräumen der Tiere. Immer mehr Menschen fällt auf, dass es beispielsweise weniger Sperlinge und Amseln gibt. Igel, Fledermaus, Schmetterling und Nachtigall, die zum lebendigen Stadtbild von Leipzig gehörten, werden immer seltener.

 

Darauf weist der NABU Leipzig hin, der allein im Jahr 2016 einen Flächenverlust von über 50 Hektar erfasst hat. Das sind Flächen, die lange von unseren tierischen Mitbewohnern genutzt wurden und die nun nicht mehr existieren. Eine Karte gibt einen entsprechenden Überblick über diese vom NABU registrierten Flächen – viele weitere sind in dieser Übersicht noch gar nicht enthalten.

 

Der NABU wirbt für einen verantwortungsvollen Umgang mit vorhanden Flächen. Bei Bauplanungen sollte man Lebensräume für tierische Nachbarn von Anfang an berücksichtigen.

 

Pressemitteilung     Weiterlesen

WEITERE THEMEN


Foto: Beatrice Jeschke

Platz der Biologischen Vielfalt in Gefahr

 

Der Wilhelm-Leuschner-Platz hat eine größere Artenvielfalt als umliegende Parkflächen. Mit großer Sorge beobachtet der NABU, dass auch diese Oase dem Bauboom geopfert werden soll. Es deutet nichts darauf hin, dass der Naturschutz bei den Planungen berücksichtigt wird, obwohl der NABU Leipzig dazu frühzeitig Hinweise gegeben hat. mehr

 



Tödliche Klebepaste

 

Bundesweit kommt ein silikonartiger Kleber zum Einsatz, um Vögel von Gebäuden zu vertreiben. Diese Abwehrpaste wird als harmlos angepriesen, doch sie hat für Vögel und andere Tiere tödliche Folgen. Die Verwendung ist nach Auffassung des NABU gesetzeswidrig. Der NABU Leipzig fordert deshalb alle auf, dieses Mittel keinesfalls einzusetzen und Einsatzorte des Klebers zu melden. mehr



Tiermord in der Stadt

 

Tagtäglich werden in Leipzig bei Bau- oder Gehölzpflegearbeiten Tiere getötet, Nistplätze schwinden, Orte für die Nahrungssuche gehen verloren. In vielen Fällen handelt es sich um Verstöße gegen das Naturschutz­recht, was jedoch oft folgenlos bleibt. Bürger verstehen nicht, warum die Behörden nicht einschreiten. Auch Arbeiten im Auftrag der Stadt selbst sind keineswegs vorbildlich. mehr  



Wohnungsnot durch Bauboom

 

Bei Gebäudesanierungen werden Nistplätze zerstört, der gesetzliche Artenschutz wird aus Unkenntnis oder vorsätzlich missachtet. Das führt zum Verlust von Nistplätzen, in manchen Fällen auch zum Tod von Tieren. Auf Leipziger Baustellen! Der NABU fordert Einhaltung der Artenschutzgesetze! mehr

  



Tipps zum Artenschutz beim Gebäudeneubau

 

Wie man mit geringem Aufwand Vogelnistplätze und Fledermausquartiere in Gebäudeneubauten integrieren kann, zeigt die kleine Broschüre. Sie basiert auf einer Bachelorarbeit an der HTWK. mehr

 

 

 



Foto: Hans-Joachim Kietz

Buntes Grün

 

Der NABU setzt sich für eine naturnahe Pflege von Kleingärten, Parkanlagen und Grünflächen ein, unterstützt Garten- und Grundstücks­besitzer, Inhaber von Firmengeländen oder von Wohnanlagen, Sträucher zu pflanzen oder Blumenwiesen anzulegen und zu erhalten. Machen Sie mit: Schaffen Sie Lebensräume in der Stadt! mehr

 



Natur im Kleingarten

 

Kleingärten sind ein wichtiger Teil der Stadtnatur und können Lebensraum für viele Tiere sein. Tipps und Tricks für naturnahes Gärtnern gibt der NABU in einem Faltblatt, das im NABU-Naturschutzbüro in Gohlis und beim Stadtverband der Kleingärtner in Plagwitz erhältlich ist.

 

 



Foto: Ina Ebert
Foto: Ina Ebert

Kleingarteninitiative „Baum statt Bäumchen“

Die leider verbrei­tete Meinung, es dürfen in Kleingärten nur kleine Obst­bäume gepflanzt werden, ist nicht richtig und hat dazu geführt, dass in vielen Gartenanlagen das Leben auf und in Obst­bäumen auf rasantem Rückgang ist. Besser sind Halbstämme, die eine Höhe von etwa 5 Metern erreichen und laut Bundeskleingartengesetzt erlaubt sind. Natürliche Bruthöhlen entstehen erst bei größeren und älteren Bäumen, die zudem mit ihren Blüten zahlreichen Insekten Nektar und Pollen bieten. mehr



Beschwerde gegen das Tourismuskonzept

 

Dass das Wassertouristische Nutzungskonzept in der Region Leipzig (WTNK) ohne Umweltverträglichkeits­prüfung und ohne Beteiligung der Öffentlichkeit realisiert wird, obwohl es erhebliche ökologische Auswirkungen hat, hält der NABU Leipzig für rechtswidrig. mehr

 

 

 



Foto: Doris Wolst/UFZ

Schutz der artenreichen Auenlandschaft

Das Auenökosystem ist auf periodische Hochwasserer­eignisse angewie­sen, sie wieder zu ermöglichen, ist deshalb eins der wichtigsten Natur­schutzziele. Neben dieser Auenrevitalisierung gilt es, den Auwald als artenreiche Kulturlandschaft zu erhalten. Ihre große Biodiversi­tät verdankt sie auch einer naturverträg­lichen Forstbewirtschaftung. Der NABU setzt sich dafür ein, dass dabei ökologische Zusam­menhänge und der Artenschutz beachtet werden. mehr