SARS-CoV-2. Illustration: CDC / Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAMS

Infektions-Vorsorge

 

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation bleibt die NABU-Naturschutzstation vorerst für Besucher geschlossen, gegenwärtig sind alle Veranstaltungen und Aktionen abgesagt. In dringenden Fällen erreichen Sie den NABU Leipzig telefonisch unter 0341 6884477 (Anrufbeantworter) oder per E-Mail.

 

Informationen der Stadtverwaltung 



Frühlingsgefühle im Abtnaundorfer Park: Tagpfauenauge.
Foto: O. Ritthaler

Natur & Co(rona)

 

Um sich und andere zu schützen, müssen weiterhin alle zuhause bleiben und Kontakte zu anderen Menschen unterlassen. Der NABU Leipzig hat seit Beginn der Pandemie einige Tipps und Informationen zu Naturerleben und Naturschutz im Internet zusammengestellt – die Rubrik wird weiter ergänzt. Auf das gemeinsame Naturerleben müssen wir zwar verzichten, aber Freude an der Natur kann durch die Corona-Krise hindurch helfen. mehr 



Insektensommer 2021

Sechsbeiner zählen vom 4. bis 13. Juni und vom 6. bis 15. August

Zweimal im Jahr ruft der NABU daher zur großen Insektenzählung auf, bei der jeder mitmachen kann. Beobachten und zählen kann man fast überall: Garten, Balkon, Park, Wiese, Wald, Feld, Teich, Bach oder Fluss. Gezählt wird eine Stunde lang. Ein warmer, trockener und windstiller Tag ist zum Insektenzählen am besten geeignet. Der Insektensommer findet in diesem Jahr zum vierten Mal statt. Es gibt zwei Zählphasen: Die erste ist im Frühsommer vom 4. bis 13. Juni, die zweite folgt im Hochsommer vom 6. bis 15. August. Gezählt werden alle Insekten, auf einigen Arten liegt aber ein besonderes Augenmerk. Weiterlesen


Graugans gerettet

Not-Operation nach Hundeangriff

Am Leipziger Silbersee wurde eine Graugans von einem Hund angegriffen und schwer am Flügel verletzt. Die Wildvogelhilfe des NABU Leipzig konnte das Tier einfangen. Es zeigte sich, dass der Flügel so schwer verletzt war, dass er amputiert werden muss. Durch die Verletzung hat sich zusätzlich eine Entzündung gebildet, die vorher noch medikamentös behandelt werden und ausheilen muss. Weiterlesen


Für alle notwendigen Medikamente und die benötigte Operation bittet der NABU Leipzig dringend um Spenden (Verwendungszweck: „Graugans Silbersee“).

 

Der NABU Leipzig bittet alle Hundehalter, ihre Hunde an Gewässern anzuleinen!
Viele Wasservögel sind zur Brut und Nahrungssuche auf ungestörte Uferbereiche angewiesen.
Tierschutz hört nicht beim eigenen Haustier auf, man muss auch an die Wildtiere denken!


Schwanenrettung

Drei Angelhaken hatten sich an dem Tier verfangen

Auf einem Teich in Jesewitz wurde am Pfingstwochenende von Spaziergängern ein Schwan mit auffälliger Beinhaltung beobachtet. Die Wildvogelhilfe des NABU Leipzig wurde gerufen und konnte das Tier einfangen. An Bein und Flügel waren drei Angelhaken, die entfernt werden konnten.

Angelschnüre und Köderhaken sind für Wasservögel eine lebensbedrohliche Gefahr, sie schnappen Angelköder, die sich im Schnabel und Hals verfangen können. Von Anglern achtlos liegen gelassene oder abgeschnittene Haken und Schnüre am Gewässerufer führen immer wieder zu verletzten Tieren. Immer wieder muss die Wildvogelhilfe derart verletzten Schwänen helfen. Weiterlesen



Stunde der Gartenvögel 2021

Vogelzählung am Himmelfahrtswochenende

Gartenrotschwanz in Gohlis. Foto: Beatrice Jeschke
Gartenrotschwanz in Gohlis. Foto: Beatrice Jeschke

Das zweite Wochenende im Mai ist jedes Jahr die Zeit der großen Vogelzählung, denn dann ruft der NABU bundesweit zur Stunde der Gartenvögel auf. 2021 war es das Himmelfahrtwochenende, weshalb nicht nur von Freitag bis Sonntag gezählt wurde, sondern auch schon am Donnerstag, dem Feiertag. Besonders im Blickpunkt standt der Vogel des Jahres, das Rotkehlchen. Daneben galt der Blaumeise besondere Aufmerksamkeit. Im Vorjahr waren die Bestände zurückgegangen, ein Grund dafür war das sogenannte Blaumeisensterben, eine neuartige bakterielle Infektionskrankheit. In diesem Jahr sollte sich zeigen, ob sich die Bestände wieder erholt haben.

 

Aufgrund der Corona-Pandemie konnte der NAB U Leipzig auch 2021 keine öffentlichen Exkursionen anbieten, NABU-Mitstreiter haben aber an den ursprünglich geplanten Exkursionsorten dennoch gezählt und zwar in Gohlis, Lützschena und auf dem Ostfriedhof. Weiterlesen

 

Weitere Informationen     Zählhilfe     Beobachtungen melden     Pressemitteilung


Arbeitseinsatz für Wiesenknopf und Bläuling

Feuchtwiesenmahd an den Papitzer Lachen

Wiesenmahd für den Dunklen Ameisenbläuling. Fotos: Beatrice Jeschke (l.), Eric Fischer/naturgucker.de (r.)

 

Seit vielen Jahren mähen Freiwillige des NABU Leipzig einmal im Jahr eine Feuchtwiese an den Papitzer Lachen. Vor Kurzem wurde festgestellt, dass es auf der Fläche Bestände des Großen Wiesenknopfs gibt, das ist die Futterpflanze für die Raupen des Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläulings, die sich ausschließlich von den Blütenköpfen dieser Pflanze ernähren. Um zu erreichen, dass sie zur Flugzeit des Falters blühen und nicht von anderen Wiesenpflanzen überwuchert werden, ist eine Mahd vor dem 1. Juni notwendig. Dadurch bekommt der Wiesenknopf gegenüber den anderen Pflanzen einen Entwicklungsvorteil. 2021 setzte der NABU Leipzig das daran angepasste Mahdregime erstmals um. Zusätzlich zur im Herbst geplanten Spätmahd, fand am Himmelfahrtswochenende eine Frühmahd statt. Angesichts der Corona-Epidemie wurden dabei die nötigen Schutzmaßnahmen beachtet, zudem war nur eine vergleichsweise kleine Zahl von Helfern im Einsatz. Dennoch war die Aktion ein schönes gemeinsames Naturerlebnis. Weiterlesen


Wildkräuter für Biodiversität und Stadtklima

Tag des Baumes: NABU Leipzig wirbt für den Lebensraum Baumscheibe

Auf Baumscheiben finden ökologisch wertvolle Wildkräuter einen Lebensraum – ein wichtiger Beitrag zum Schutz der Biodiversität in der Stadt. Foto: Sabrina Rötsch
Auf Baumscheiben finden ökologisch wertvolle Wildkräuter einen Lebensraum – ein wichtiger Beitrag zum Schutz der Biodiversität in der Stadt. Foto: Sabrina Rötsch

Am 25. April ist Tag des Baumes. Der NABU Leipzig macht zu diesem Anlass einmal mehr auf die Bedeutung der Bäume für Ökosystem und Klima aufmerksam. Zur Förderung der Biodiversität können aber nicht nur die Bäume selbst einen Beitrag leisten, sondern auch Baumscheiben. Leider ist es in Leipzig Praxis, dass von der Stadtreinigung oder von Fremdfirmen regelmäßig Vegetation von Baumschei­ben entfernt wird – oftmals vollständig, sodass der Boden austrocknet und die ökologisch wertvollen Pflanzen verloren gehen. Es ist dringend erforderlich, diese Praxis zu ändern. Eine vollständige Entfernung der Vegetation als Ausdruck von Sauberkeit ist angesichts von Klimanotstand und Artensterben unzeitgemäß. Wildkräuter spielen im Ökosystem eine grundlegende Rolle, insbesondere für spezialisierte Insekten. Wenn sie beseitigt werden, gehen essenzielle Nahrungsquellen verloren – die gegenwärtige Praxis der Baumscheiben-„Pflege“ ist ein vermeidbarer Beitrag zum Artensterben. Deshalb fordert der NABU Leipzig in einem Positionspapier, das zum Tag des Baumes 2021 veröffentlicht wurde, dringend einen Paradigmenwechsel. In Zeiten von Artensterben und Klimakrise werden ohne rechtliche Notwendigkeit und ohne nachvollziehbare Begründung Wildpflanzen entfernt, ökologische Belange werden nicht bedacht, Biodiversität und Klimaschutz bleiben unberücksichtigt. Weiterlesen

 

Positionspapier     Pressemitteilung


Molche im Gartenteich

Foto: Beatrice Jeschke
Foto: Beatrice Jeschke

Sobald die Wassertemperatur über 8 Grad steigt, starten Teichmolche ihre Wanderung zum Laichgewässer. Es ist durchaus möglich, dass sie sich dabei für einen naturnahen Gartenteich entscheiden. Wird ein neuer Teich angelegt, besiedeln Teichmolche ihn oft innerhalb weniger Jahre, aber auch andere Tiere wie Frösche, Insekten und Schnecken fühlen sich hier wohl. Mit etwas Geduld kann man die Molche gut beobachten. Immer wieder müssen sie an die Oberfläche schwimmen, um Luft zu holen. Wer Molche im Gartenteich hat, sollte auch auf eine molch­freundliche Umgebung an Land achten, wo die Tiere den Rest des Jahres verbringen. Weiterlesen


Leimringe sind gefährlich für Vögel

In einer Leipziger Kleingartenanlage wurden an einem Leimring zwei Blaumeisen und eine Kohlmeise verklebt gefunden und in die Wildvogelhilfe des NABU Leipzig gebracht. Leider kommt das immer wieder vor, denn solche

Verklebte Meisen am Leimring. Fotos: NABU Leipzig
Verklebte Meisen am Leimring. Fotos: NABU Leipzig

und ähnliche Leimfallen sind gefährlich für Vögel und andere Tiere, wie beispielsweise Fledermäuse. Dennoch werden Leimringe in Bau- und Gartenmärk­ten als umweltfreundliche Methode zur Schädlingsbe­kämpfung an Obstbäumen verkauft. Wenn diese Art der „Schädlingsbekämpfung“ unvermeidlich ist, können die Klebefallen aber mit einer Drahtman­schette ummantelt werden, damit sich Vögel nicht an dem harzartigen Kleber verfangen. Weiterlesen

Leimring mit schützender Drahtmanschette.
Leimring mit schützender Drahtmanschette.


Gehörnte Mauerbienen bitte melden

NABU Leipzig sammelt Daten für den Insektenschutz

Männchen und Weibchen der Gehörnten Mauerbiene bei der Paarung. Foto: Sabrina Rötsch
Männchen und Weibchen der Gehörnten Mauerbiene bei der Paarung. Foto: Sabrina Rötsch

Zu den früh im Jahr fliegenden Wildbienen gehört die Gehörnte Mauerbiene. Die Weibchen sind rund 1,5 cm groß und erinnern an eine kleine Hummel. Der Körper ist schwarz, der Hinterleib rostrot behaart, am Vorderkopf haben sie zwei kleine „Hörner“, worauf sich der Name dieser Bienenart bezieht. Die Männchen sind etwas kleiner und an ihrer weißen Gesichtsbehaarung zu erkennen. Aufgrund des Lebensraumverlustes sind viele Wildbienenarten gefährdet, die Gehörnte Mauerbiene kann man aber noch relativ leicht beobachten. Daher bittet der NABU Leipzig darum, Beobachtungen der Gehörnten Mauerbiene zu melden, am besten per E-Mail, gerne auch mit einem Foto oder mit einem Video von den interessanten Insekten. Mit der Aktion will der NABU auf die Insekten aufmerksam machen, für die Bedürfnisse der Wildbienen sensibilisieren und Daten für den Insektenschutz sammeln. Weiterlesen

 

Pressemitteilung


Wilhelm-Leuschner-Platz erneut Thema im Stadtrat

Bebauungsplan ignoriert weiterhin Arten- und Klimaschutz

Am 24. März 2021 sollte für den Wilhelm-Leuschner-Platz ein überarbeiteter Entwurf des Bebauungsplans im Stadtrat beschlossen werden. Aus diesem Anlass hat der NABU Leipzig erneut eine Stellungnahme verfasst und an die Ratsfraktionen geschickt, denn bedauerlicherweise entspricht der überarbeitete Entwurf noch immer nicht den Anforderungen an Arten-, Biotop- und Klimaschutz. Das große Innenstadtareal Wilhelm-Leuschner-Platz bietet die Chance, auf innovative Weise zu zeigen, wie eine moderne Stadtentwicklung mit dem Schutz von Biodiversität und Klima in Einklang gebracht werden kann. Der NABU hofft, dass der Stadtrat diese Chance nutzt. Weiterlesen

 

Pressemitteilung     Stellungnahme

 

Entscheidung verschoben

 

Der Stadtrat hat die Entscheidung über die Bebauung des Wilhelm-Leuschner-Platzes bereits mehrfach verschoben, nun ist das Thema am 21. April 2021 wieder auf der Tagesordnung. Der NABU hofft, dass die Stadträte die Möglichkeit nutzen, die Pläne zu verbessern, sodass Klima- und Artenschutz berücksichtigt werden. Bis zum erneuten Abstimmungstermin gehen deshalb auch die Mahnwachen vor dem Bahnhof Wilhelm-Leuschner-Platz weiter – immer donnerstags 16 bis 17 Uhr. Leipziger Natur- und Klimaschutzgruppen appellieren hier Woche für Woche an die Verantwortlichen, ihren Bekenntnissen zu Klimaschutz und Biodiversität auch Taten folgen zu lassen. Weitere Informationen

Ansprache des NABU Leipzig bei der Mahnwache am 1. April 2021. Video: NAJU Leipzig


Viel Abfall und viel Abstand

Müllsammelaktion unter Coronabedingungen

Paradoxe Umweltverschmutzung: Sogar eine Mülltonne war unter dem Müll. Foto: Beatrice Jeschke
Paradoxe Umweltverschmutzung: Sogar eine Mülltonne war unter dem Müll. Foto: Beatrice Jeschke

Müll in der Landschaft ist ein Problem für die Umwelt und eine Gefahr für die Tierwelt. Der NABU appelliert daher an alle, Müll zu nicht illegal in der Natur abzuladen, es stehen Wertstoffhöfe und Müllsammelbehälter zur Verfügung, die man für eine zivilisierte Entsorgung nutzen kann. Das Wichtigste ist zudem Müllvermeidung. Leider folgen viele Zeitgenossen diesem Appell nicht. Gerade in Coronazeiten hat das Müllproblem sogar noch zugenommen. Um auf das Problem aufmerksam zu machen und wenigstens einen Teil des gefährlichen Abfalls wieder aus der Natur zu entfernen, ruft der NABU Leipzig regelmäßig zu Müllsammelaktionen auf. Wegen der Coronabeschränkungen sind gemeinsame, öffentliche Arbeitseinsätze leider nicht möglich, dennoch machen sich NABU-Mitglieder hier und da ans Werk. So hätte der NABU Leipzig am 27. März 2021 zu einer Müllsammlung nach Gohlis eingeladen. Das war aufgrund der Coronasituation zwar nicht möglich, aber Mitglieder von NABU und NAJU waren dennoch einzeln und mit großem Abstand zum Müllsammeln auf dem Areal unterwegs. Weiterlesen


Ungebremste Baumfällungen

Fledermäuse werden obdachlos

Im Abtnaundorfer Park wurden Anfang März ökologisch wertvolle alte Bäume gefällt. Foto: NABU Leipzig
Im Abtnaundorfer Park wurden Anfang März ökologisch wertvolle alte Bäume gefällt. Foto: NABU Leipzig

Vom 1. März bis zum 30. September gilt die gesetzliche Gehölzschutzzeit, dennoch gehen in Leipzig Baumfällungen ungebremst weiter. Viele Bürger sind darüber empört und wenden sich hilfesuchend an den NABU. Bei den Fällarbeiten werden immer wieder Lebensstätten übersehen, Tiere werden verletzt oder getötet. Auf diese Art werden auch Fledermäuse obdachlos. Die Fleder­maushilfe hat seit Wochen alle Hände voll zu tun, noch nie wurden so viele Opfer gleichzeitig betreut. Es ist davon auszugehen, dass die baumbewohnen­den Tiere durch Gehölzarbeiten in ihrem Winter­quartier gestört wurden, oder dass sie es durch die Fällungen verloren haben. Der NABU Leipzig appelliert an die Stadtverwaltung, bei der Erteilung von Fällgenehmigungen alle Belange abzuwägen und dabei Arten- und Klimaschutz zu berücksichtigen. Zu den rücksichtslosen Fällungen gibt es oftmals ökologisch sinnvolle Alternativen. Weiterlesen

 

Pressemitteilung


Kinder fordern Schutz der Natur

Tagtäglich erreichen den NABU Leipzig Meldungen verzweifelter Menschen, die nicht verstehen, warum die Natur vor ihrer Haustür vernichtet wird. Es gibt einen gesellschaftlichen Wunsch nach umweltverträglicher und klimagerechter Stadtentwicklung, es gibt den Wunsch, vorhandene Natur zu erhalten und sie wertzuschätzen, doch dieser Wunsch wird meist nicht erhört, Stadtnatur wird geopfert, Leipzig schrumpft. Dagegen protestieren gemeinsam mit dem NABU oft auch Anwohner, und auch Kinder schicken verzweifelte Post an NABU und Rathaus. Weiterlesen


NABU stoppt Naturfrevel auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz

Baumfällungen und Gehölzrodungen in der Leipziger Innenstadt

Im Eiltempo wurden 500 m² wertvolle Hecken gerodet und 12 Bäume gefällt, bevor der NABU eingreifen konnte. Foto: NABU Leipzig
Im Eiltempo wurden 500 m² wertvolle Hecken gerodet und 12 Bäume gefällt, bevor der NABU eingreifen konnte. Foto: NABU Leipzig

Um Baumfällungen auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz in Leipzig zu stoppen, ist der NABU aktiv geworden und hat einen Anwalt sowie die Polizei eingeschaltet. NABU-Mitglieder waren am 21. Januar 2021 im Einsatz, um zu verhindern, dass gesetzlich geschützte Lebensstätten auf dem Areal zerstört werden. Die Gefahr ist noch nicht gebannt – während der NABU weitere juristische Schritte vorbereitet, prüft die Stadt Leipzig die rechtliche Lage, um die Rodungen fortzusetzen. Um das dem Fällstopp zugrunde liegende Schreiben an die Arbeiter vor Ort zu überreichen, war die Hilfe der Polizei notwendig. Falls für die Arbeiten die erforderlichen Ausnahmege­nehmigungen tatsächlich erteilt wurden, ist die naturschutzfachliche und rechtliche Grundlage dafür fraglich. Zudem versuchte man hier offenbar mit einer „Hauruck-Aktion“ innerhalb weniger Stunden naturzerstörerische Fakten zu schaffen. Ein solches Vorgehen verhöhnt das Engagement des ehrenamtlichen Naturschutzes und die Beteiligungsrechte der Bürger. Weiterlesen

 

Jetzt Spenden! Das Spendenformular wird von betterplace.org bereit gestellt.Die Beauftragung eines Rechtsanwalts und mögliche Gerichtsverfahren sind mit erheblichen Kosten verbunden. Der NABU ist für solche Ausgaben auf Spenden angewiesen. Bitte unterstützen Sie den Kampf für den Erhalt der Stadtnatur mit einer Spende – Herzlichen Dank!

 


Arbeitseinsatz für Biodiversität im Park

Pflanzaktion auf dem Buddeplatz

Gemeinsame Pflanzaktion. Foto: Stadtreinigung Leipzig
Gemeinsame Pflanzaktion. Foto: Stadtreinigung Leipzig

Parkanlagen können wertvolle Rückzugsgebiete für Mensch und Natur in der Stadt sein, sie sind aber meist durch intensive Pflege in einem naturfernen Zustand. Anliegen des NABU Leipzig ist es, durch eine naturnahe Parkgestaltung die ökologische Funktion zu verbessern und mit dem Denkmalschutz in Einklang zu bringen. Dass dies gelingen kann, zeigt eine Initiative im Buddepark in Gohlis-Mitte. Am 16. März 2021 fand hier gemeinsam mit der Stadt­reinigung Leipzig eine Pflanzaktion für mehr Biodiver­sität statt. Auch die Denkmalpflege wurde einbezogen und dadurch war es möglich, einen Kompromiss zwischen Denkmalschutz und Naturschutz zu finden und umzusetzen. Der NABU hofft, dass nach diesem Vorbild weitere Kompromisse in den Leipziger Parkanlagen möglich sein werden. Weiterlesen


Haarige Frühlingsboten

Ein Blick in die Kinderstube der Märzmücken

Märzmücken sind Frühlingsboten. Man kann sie von März bis Mai, vor allem Ende April, beobachten. Am 25. April ist Markustag, deshalb nennt man sie auch Markusfliege. Bei der Paarung tanzen die geselligen Insekten in der Luft und bilden Schwärme. Blut saugen diese Mücken nicht, sie ernähren sich von Pflanzensäften und Nektar und bestäuben dabei Blütenpflanzen. Die Larven leben im Boden und ernähren sich von pflanzlichen Abfällen. Im Herbst gibt es Massenvorkommen der Larven an der Erdoberfläche. Weiterlesen

Larven der Märzmücke. Foto: Sabrina Rötsch
Larven der Märzmücke. Foto: Sabrina Rötsch
Weibliche Märzmücke. Foto: Birgit Emig/naturgucker.de
Weibliche Märzmücke. Foto: Birgit Emig/naturgucker.de


Holzbienen sind Frühaufsteher

Bei der Blauschwarzen Holzbiene überwintern die erwachsenen Männchen und Weibchen, deshalb sind sie bereits früh im Jahr mobil, sobald die Tage warm genug sind. Dann bauen die Weibchen Niströhren und sammeln Pollen für den Nachwuchs. Dafür benötigen sie geeignete Blütenpflanzen und altes Holz. Die fleißigen Insekten achten übrigens auf die Abstands­regeln: Sie leben solitär. Die laut brummenden großen Insekten sorgen für Aufmerksamkeit. Weiterlesen



Weltspatzentag

Der „Allerweltsvogel“ braucht mehr Schutz

Im Waldstraßenviertel steht eine  Containerschule. In den Containern gibt es viele Ritzen und Nischen,  die Haussperlinge als Nistplatz nutzen. Foto: Beatrice Jeschke
Im Waldstraßenviertel steht eine Containerschule. In den Containern gibt es viele Ritzen und Nischen, die Haussperlinge als Nistplatz nutzen. Foto: Beatrice Jeschke

Am 20. März ist Welttag der Spatzen. Er soll darauf aufmerksam machen, dass der einstmals allgegenwärtige Haussperling seltener wird. Auch in Leipzig führt der Bauboom, der auf die Bedürfnisse der Stadtnatur und der Wildtiere in der Stadt zu wenig Rücksicht nimmt, dazu, dass dem Sperling Nistplätze und Nahrung verloren gehen. Betroffen sind davon auch andere gebäudebewohnende Tierarten wie Fledermäuse und Mauersegler.
Mit verschiedenen Aktionen wirbt der NABU Leipzig für den Schutz von Gebäudebrütern und engagiert sich für den Erhalt ihrer Lebensräume und Nistplätze. Wer Spatzennistplätze entdeckt, wird gebeten, sie dem NABU Leipzig zu melden, damit sie besser geschützt werden können. Zudem hat der NABU Leipzig eine Checkliste für den besseren Schutz gebäudebewohnender Tierarten bei Bauarbeiten veröffentlicht.

 

Pressemitteilung     Checkliste

 

Eine gemeinsame Vogelbeobachtung beim SPATZiergang konnte 2021 aufgrund der Coronapandemie nicht stattfinden, eine NABU-Mitarbeiterin war deshalb allein unterwegs und hat Beobachtungen in Bild und Ton festgehalten. Weiterlesen


Das Rotkehlchen ist Vogel des Jahres 2021

Das Rotkehlchen ist der erste öffentlich gewählte „Vogel des Jahres“. Foto: Reimund Francke
Das Rotkehlchen ist der erste öffentlich gewählte „Vogel des Jahres“. Foto: Reimund Francke

Zum 50. Mal wurde in diesem Jahr ein Vogel des Jahres gekürt, zum Jubiläum gab es eine Premiere: Der Vogel des Jahres wurde in einem zweistufigen Verfahren gewählt. Zur Auswahl standen alle heimischen Arten und jeder in Deutschland konnte sich an der Abstimmung beteiligen – rund 450.000 Menschen haben mitgemacht. Nach dem ersten Wahlgang blieben 10 Spitzenkandidaten übrig – gewonnen hat am Ende das Rotkehlchen. Auch in Leipzig ist es an vielen Stellen zuhause und begeistert die Menschen mit seinem feinen Gesang und dem prächtigen Anblick. Leider gehen auch diesem Vogel mehr und mehr Lebensräume verloren und aufgrund des Insektensterbens droht Nahrungsmangel.


Im weiteren Verlauf des Jahres wird der NABU Leipzig weiter über das Rotkehlchen in unserer Stadt informieren, sofern es möglich ist, sind auch Vortrag und Exkursion geplant. Weiterlesen


Rettungsplan für die Leipziger Aue

Gemeinsames Positionspapier von Umweltverbänden, Behörden und Wissenschaft

Ein Hauptproblem des Auwalds ist die Neue Luppe. Der künstlich angelegte Kanal sorgt für eine Entwässerung der Auenlandschaft. Foto: André Künzelmann/UFZ
Ein Hauptproblem des Auwalds ist die Neue Luppe. Der künstlich angelegte Kanal sorgt für eine Entwässerung der Auenlandschaft. Foto: André Künzelmann/UFZ

Maßgeblich auf Initiative von Prof. Dr. Christian Wirth vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) hat der NABU Sachsen zusammen mit anderen Verbänden sowie Vertretern aus zuständigen Kommunal- und Fachbehörden eine „Vision“ als naturschutzfachliches Leitbild für die Auenentwicklung in und um Leipzig entwickelt. Das Ergebnis ist ein 63-seitiges Diskussionspapier mit dem Titel „Dynamik als Leitprinzip zur Revitalisierung des Leipziger Auensystems“. Sachsens Umweltminister Günther würdigte das Papier als fundierte Grundlage und kündigte weitere Schritte an. In zehn Thesen stellen die Autoren Leitlinien vor, auf deren Grundlage detaillierte Konzepte für die Wiederbelebung der Auen erarbeitet werden können. Denn das Auensystem entlang der Weißen Elster, Pleiße und Luppe ist seit Jahrzehnten von seinem wichtigsten Element abgeschnitten: dem Wasser. Der Wald trocknet buchstäblich aus, verliert seine charakteristischen Baumarten und deren Bewohner. Weiterlesen


Leipzig schrumpft

NABU beklagt Lebensraumverlust in der wachsenden Stadt

Leipzig wächst für die Menschen. Demnächst wird die Stadt wohl mehr als 580.000 Einwohner haben, bis 2030 werden gar 720.000 erwartet. An den vielen Baustellen ist gerade zu sehen, wie sich ein solches Wachstum auswirkt. Neue Wohnungen, Einkaufsmärkte und Gewerbegebiete werden gebaut.

 

Aber Leipzig schrumpft für die Wildtiere! Während die Stadt wächst, haben diese Stadtbewohner immer weniger Platz. Viele Brachflächen und Grünanlagen gibt es nicht mehr, Sträucher und Bäume wurden gerodet. Damit einher geht der Verlust von potenziellen Lebensräumen der Tiere. Immer mehr Menschen fällt auf, dass es beispielsweise weniger Sperlinge und Amseln gibt. Igel, Fledermaus, Schmetterling und Nachtigall, die zum lebendigen Stadtbild von Leipzig gehörten, werden immer seltener.

 

Darauf weist der NABU Leipzig hin, der allein im Jahr 2016 einen Flächenverlust von über 50 Hektar erfasst hat. Das sind Flächen, die lange von unseren tierischen Mitbewohnern genutzt wurden und die nun nicht mehr existieren. Eine Karte gibt einen entsprechenden Überblick über diese vom NABU registrierten Flächen – viele weitere sind in dieser Übersicht noch gar nicht enthalten.

 

Der NABU wirbt für einen verantwortungsvollen Umgang mit vorhanden Flächen. Bei Bauplanungen sollte man Lebensräume für tierische Nachbarn von Anfang an berücksichtigen.

 

Pressemitteilung     Weiterlesen

WEITERE THEMEN


Foto: scholacantorum/Pixabay

Was macht der NABU Leipzig eigentlich?

 

Im November 2020 sprach die Initiative HYBRID ART LAB für den Oikos-Umweltpodcast „Natur für Städter“ mit René Sievert vom NABU Leipzig über die Arbeit des NABU für Mensch und Natur in Leipzig und Umgebung. Dabei ging es um Biotop-, Arten- und Klimaschutz. Die gemeinnützige Arbeit für diese Lebensgrundlagen des Menschen ist wichtig, aber auch recht mühsam. Jetzt anhören



Foto: Beatrice Jeschke

Platz der Biologischen Vielfalt in Gefahr

 

Der Wilhelm-Leuschner-Platz hat eine größere Artenvielfalt als umliegende Parkflächen. Mit großer Sorge beobachtet der NABU, dass auch diese Oase dem Bauboom geopfert werden soll. Es deutet nichts darauf hin, dass der Naturschutz bei den Planungen berücksichtigt wird, obwohl der NABU Leipzig dazu frühzeitig Hinweise gegeben hat. mehr

 



Foto: René Sievert
Foto: René Sievert

Defizite beim Schutz häufiger Vogelarten

 

Viele Lebensräume in Leipzig gehen im Zusammenhang mit Baumaßnahmen ersatzlos verloren. Die Folge sind unter anderem Bestandseinbrüche bei Vogelarten, obwohl sie nach dem Bundesnaturschutzgesetz geschützte sind. Der NABU Leipzig hat ein Positionspapier verfasst, in dem am Beispiel der geschützten Lebensstätten des Haussperlings die Rechtslage und die ökologischen Zusammenhänge erläutert werden. mehr


Tiermord in der Stadt

 

Tagtäglich werden in Leipzig bei Bau- oder Gehölzpflegearbeiten Tiere getötet, Nistplätze schwinden, Orte für die Nahrungssuche gehen verloren. In vielen Fällen handelt es sich um Verstöße gegen das Naturschutz­recht, was jedoch oft folgenlos bleibt. Bürger verstehen nicht, warum die Behörden nicht einschreiten. Auch Arbeiten im Auftrag der Stadt selbst sind keineswegs vorbildlich. mehr  



Wohnungsnot durch Bauboom

 

Bei Gebäudesanierungen werden Nistplätze zerstört, der gesetzliche Artenschutz wird aus Unkenntnis oder vorsätzlich missachtet. Das führt zum Verlust von Nistplätzen, in manchen Fällen auch zum Tod von Tieren. Auf Leipziger Baustellen! Der NABU fordert Einhaltung der Artenschutzgesetze! mehr

  



Tipps zum Artenschutz beim Gebäudeneubau

 

Wie man mit geringem Aufwand Vogelnistplätze und Fledermausquartiere in Gebäudeneubauten integrieren kann, zeigt die kleine Broschüre. Sie basiert auf einer Bachelorarbeit an der HTWK. mehr

 

 

 



Tödliche Klebepaste

 

Bundesweit kommt ein silikonartiger Kleber zum Einsatz, um Vögel von Gebäuden zu vertreiben. Diese Abwehrpaste wird als harmlos angepriesen, doch sie hat für Vögel und andere Tiere tödliche Folgen. Die Verwendung ist nach Auffassung des NABU gesetzeswidrig. Der NABU Leipzig fordert deshalb alle auf, dieses Mittel keinesfalls einzusetzen und Einsatzorte des Klebers zu melden. mehr



Gefährliche Angelhaken

 

Von Anglern achtlos liegen gelassene oder ins Wasser geworfene Angelschnüre sind eine ernste Gefahr für Wasservögel. Wenn sie sich am Körper verfangen, endet der Überlebenskampf mit Verletzungen, manchmal auch tödlich. Leider werden dem NABU Leipzig immer wieder solche Fälle gemeldet. Bitte keine Haken und Schnüre am Gewässer zurückzulassen! mehr  



Foto: Hans-Joachim Kietz

Buntes Grün

 

Der NABU setzt sich für eine naturnahe Pflege von Kleingärten, Parkanlagen und Grünflächen ein, unterstützt Garten- und Grundstücks­besitzer, Inhaber von Firmengeländen oder von Wohnanlagen, Sträucher zu pflanzen oder Blumenwiesen anzulegen und zu erhalten. Machen Sie mit: Schaffen Sie Lebensräume in der Stadt! mehr

 



Natur im Kleingarten

 

Kleingärten sind ein wichtiger Teil der Stadtnatur und können Lebensraum für viele Tiere sein. Tipps und Tricks für naturnahes Gärtnern gibt der NABU in einem Faltblatt, das im NABU-Naturschutzbüro in Gohlis und beim Stadtverband der Kleingärtner in Plagwitz erhältlich ist.

 

 



Foto: Ina Ebert
Foto: Ina Ebert

Kleingarteninitiative „Baum statt Bäumchen“

 

Die leider verbrei­tete Meinung, es dürfen in Kleingärten nur kleine Obst­bäume gepflanzt werden, ist nicht richtig und hat dazu geführt, dass in vielen Gartenanlagen das Leben auf und in Obst­bäumen auf rasantem Rückgang ist. Besser sind Halbstämme, die eine Höhe von etwa 5 Metern erreichen und laut Bundeskleingartengesetzt erlaubt sind. Natürliche Bruthöhlen entstehen erst bei größeren und älteren Bäumen, die zudem mit ihren Blüten zahlreichen Insekten Nektar und Pollen bieten. mehr



Beschwerde gegen das Tourismuskonzept

 

Dass das Wassertouristische Nutzungskonzept in der Region Leipzig (WTNK) ohne Umweltverträglichkeits­prüfung und ohne Beteiligung der Öffentlichkeit realisiert wird, obwohl es erhebliche ökologische Auswirkungen hat, hält der NABU Leipzig für rechtswidrig. mehr

 

 

 



Foto: Doris Wolst/UFZ

Schutz der artenreichen Auenlandschaft

 

Das Auenökosystem ist auf periodische Hochwasserer­eignisse angewie­sen, sie wieder zu ermöglichen, ist deshalb eins der wichtigsten Natur­schutzziele. Neben dieser Auenrevitalisierung gilt es, den Auwald als artenreiche Kulturlandschaft zu erhalten. Ihre große Biodiversi­tät verdankt sie auch einer naturverträg­lichen Forstbewirtschaftung. Der NABU setzt sich dafür ein, dass dabei ökologische Zusam­menhänge und der Artenschutz beachtet werden. mehr