Nistkastenreinigung im Winterhalbjahr

Zwischen Oktober und Februar organisiert der NABU Leipzig Arbeitseinsätze zur Reparatur und Reinigung der Nistkästen. Rund 600 werden in Parkanlagen und auf Friedhöfen kontrolliert. Für die Teilnehmer gibt es interessante Informationen, unter anderem kann man anhand von Spuren und Nestern feststellen, welche Vögel gebrütet haben. Mithelfende und Gäste sind herzlich willkommen!

Mitmachen beim Vogelschutz



Foto: NABU/Sebastian Hennigs
Foto: NABU/Sebastian Hennigs

Beratung für naturnahe Kleingärten

Kleingärten können Naturoasen sein, wertvoller Lebensraum in der Stadt. Häufig werden die Vorschriften zur kleingärtnerischen Nutzung jedoch als Hindernis gesehen. Im Rahmen der Gesetze gibt es aber durchaus viele Möglichkeiten, einen Naturgarten zu gestalten. Der NABU Leipzig berät Kleingärtner gerne bei einem Vororttermin im Winterhalbjahr. Terminabsprache am besten per E-Mail



Naturschutzmacher gesucht

Beim NABU Leipzig ist ab Februar eine BFD-Stelle zu besetzen. Die Freiwilligen unterstützen die ehrenamtliche Arbeit des NABU im Naturschutz, im Artenschutz, bei der Biotoppflege und Umweltbildung sowie in der Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungs­organisation und im Naturschutzbüro. mehr



Die Feldlerche ist Vogel des Jahres 2019

NABU-Vortragsabend am 7. November im Naturkundemuseum

Der Naturschutzbund NABU und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) haben die Feldlerche zum „Vogel des Jahres 2019“ gekürt. An diese Wahl knüpfen sie die Forderung nach einer grundlegenden Änderung der EU-Agrarpolitik.

 

Die immer intensivere Landwirtschaft ist zum Hauptgrund für das Artensterben in Europa geworden. Die Feldlerche steht daher stellvertretend für andere Feldvögel wie Kiebitz und Rebhuhn, denen es zum Teil sogar noch schlechter geht. NABU und LBV fordern deshalb in der EU-Agrarpolitik ein radikales Umsteuern!

Ein Drittel der Feldlerchen sind in den vergangenen 25 Jahren verschwunden. Mit der Feldlerche folgt dem Star, der Vogel des Jahres 2018 war, erneut ein Vogel der Agrarlandschaft. Damit wollen NABU und LBV darauf aufmerksam machen, dass besonders die Arten dieses Lebensraums unter einem dramatischen Bestands­rückgang zu leiden haben. Angesichts der anhaltend negativen Entwicklung wurde die Feldlerche nach 1998 nun sogar schon zum zweiten Mal zum Vogel des Jahres gekürt. Trotz aller Anstrengungen war die erste Wahl leider nicht genug, um die Art zu retten.

 

Bei einem Vortragsabend am 7. November 2018 hat der NABU Leipzig den Vogel des Jahres 2019 vorgestellt. Außerdem wurde über Aktionen berichtet, die zum Vogel des Jahres 2018 in Leipzig stattfanden.

 

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Mehr Grün am Wegesrand

NABU-Pflanzaktion am Ortsrand von Plaußig

Fotos: René Sievert

 

Die NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz hat es sich zur Aufgaben gemacht, am Ortsrand von Plaußig ein artenreiches Biotop aufzubauen. Bereits im vorigen Jahr wurden Obstbäume einheimischer Sorten, mehr als 200 Büsche sowie über 50 Bäumchen Wildobst gepflanzt. Am 10. November 2018 fand bei herrlichem spätsommerlichem Wetter ein weiterer Arbeitseinsatz statt. Dabei wurden weitere Büsche in die Erde gebracht, außerdem wurde Mahdgut von der Fläche zu einem Komposthaufen gebracht. Auf ihm sollen später spezielle Blühpflanzen für einheimische Schmetterlinge gepflanzt werden. Daneben wird eine Blühwiese angelegt, die im Rahmen des Schmetterlingswiesenprojekts „Puppenstuben gesucht“ gepflegt wird. Die Fläche wird auf diese Weise Heimat und Nahrungsgrundlage für Insekten.

 

In den vier Stunden war es leider nicht möglich, alle erforderlichen Arbeiten zum Abschluss zu bringen, deshalb plant der NABU noch einen weiteren Arbeitseinsatz. Wer dabei helfen möchte, kann sich gerne melden - per E-Mail oder telefonisch unter 0341 6884477. Weiterlesen


Exkursion für Stadträte

Diskussion über Forstwirtschaft und Auenökologie

Foto: Doris Wolst/UFZ
Foto: Doris Wolst/UFZ

Kurz bevor der Stadtrat über den Forstwirtschaftsplan entscheidet, hatte der NABU Leipzig Stadträte und Fachpolitiker zu einer Auwaldexkursion eingeladen. Ziel war es, den Politikern im Vorfeld ihrer Entscheidungen einen Einblick in ökologische Zusammenhänge, naturwissenschaftliche Forschung und naturschutzfachliche Ziele im Leipziger Auenökosystem zu geben. Wissenschaftler und Naturschützer haben die Teilnehmer durch die Burgaue geführt und vor Ort Fragen beantwortet.

 

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Outdoorprofi sucht Unterschlupf

Wie man eine einfache Igelbude bauen kann

Igel im Herbstlaub
Foto: NABU/Bernd Kunz

Wenn die Tage kälter werden, machen sich Igel auf die Suche nach einem sicheren Unterschlupf. Oft suchen sie vergeblich, da die Menschen Herbstlaub und Zweige gründlich weggeräumt haben. Doch man kann leicht ein Häuschen bauen, um den Stacheltieren durch den Winter zu helfen. Der NABU Leipzig gibt Tipps zum Bau einer "Igelbude". Weiterlesen


Feuchtwiesenmahd an den Papitzer Lachen

Fotos: Beatrice Jeschke

 

Die Papitzer Lachen sind wertvoller Lebensraum, nicht nur die Stillgewässer, sondern auch die umgebenden Wiesenflächen, die durch regelmäßige Mahd erhalten werden müssen. Deshalb lädt der NABU Leipzig jedes Jahr zur Biotoppflegeaktion ein. Am 20. und 21. Oktober beteiligten sich in diesem Jahr rund 20 freiwillige Helfer an diesem Arbeitseinsatz. Weiterlesen


Müllsammlung am Elsterbecken

Aktion zum Internationalen Küstenreinigungstag

Fotos: René Sievert

 

Am 15. September 2018 hat sich der NABU Leipzig wieder am Internationalen Küstenreinigungstag (ICCD) beteiligt. Dazu fand eine Müllsammlung am Elsterbecken statt, mehr als 400 Kilogramm Abfall wurden dabei zusammengetragen, ein kleiner Teil der riesigen Müllmenge, die von der Menschheit produziert wird. Leider landet ein Großteil des Mülls am Ende in den Ozeanen, wo er zu einem gigantischen Umweltproblem geworden ist. Um darauf aufmerksam zu machen, findet alljährlich der Internationale Küstenreinigungstag statt. Weltweit sind Menschen aufgerufen, Unrat an Stränden und Flussufern einzusammeln. In Leipzig beteiligten sich diesmal mehr als 50 Gewässerretter an der Müllsammlung. Weiterlesen

 

Aktionstag am Burgauenbach

Foto: NAJU Leipzig
Foto: NAJU Leipzig

Eine weitere Müllsammlung fand bereits am 11. September statt. Der NABU Leipzig sammelte Müll am Burgauenbach. Die Naturschutzjugend hat eine Patenschaft für dieses Fließgewässer und kontrolliert regelmäßig seinen Zustand. Äste wurden entfernt, die Durchflussstellen verstopften, außerdem wurde Unrat eingesammelt. Am Ende waren zwei große Müllsäcke je zur Hälfte gefüllt - einer mit Glas und der andere mit sonstigem Abfall, vor allem aber mit Plastikmüll. Die veranschlag­ten zwei Stunden reichten für die Aktion nicht aus - der Arbeits­einsatz am Burgauenbach dauerte doppelt so lange wie geplant. Weiterlesen


Heilpflanzen auf der Streuobstwiese

Nützliche Kräuter zwischen den Obstbäumen

Foto: Maria Vlaic
Foto: Maria Vlaic

Am 26. August 2018 standen auf der NABU-Streuobstwiese Knauthain nicht die Obstbäume im Mittelpunkt, sondern die Kräuter. Zwölf Pflanzen, die durch ihre Heilwirkung bekannt sind, hat Exkursionsleiter Jens Franke bei einem kurzen Gang über die Wiese gefunden. Sechs davon zeigte er auf der Führung. Dabei waren die vorgestellten Pflanzen keine Exoten, sondern sind auf einer Wiese durchaus häufiger zu finden. Weiterlesen

Wiesenpflege mit Sensenkurs

Die NABU-Streuobstwiese in Knauthain wird im Rahmen des NABU-Tagfalterprojekts „Puppenstuben gesucht“ insektenfreundlich gepflegt. Dazu gehört auch eine insektenfreundliche Mahd, die in diesem Jahr am 23. September stattfinden wird. Zu diesem Arbeitseinsatz sind alle Naturfreunde ebenfalls herzlich eingeladen. Treffpunkt dafür ist um 9 Uhr an der Srreuobstwiese (Ritter-Pflugk-Straße 26). Nach einem Sensenkurs wird ein Teil der Wiese gemeinsam mit Handsensen gemäht, um sie für die Tier- und Pflanzenwelt zu erhalten.


Tiere, Fotos, Kamera

Die Natur in Leipzig und Umgebung ist beeindruckend, was viele schöne Naturfotos beweisen. Aber wie gelingen perfekte Aufnahmen, wie kann man Tiere optimal ablichten? Das vermittelte der Biologe und Fotograf Dr. Fabian Haas am 1. September im NABU-Naturfotokurs, zu dem er jedes Jahr einlädt. Auch in diesem Jahr trafen sich die Teilnehmer dafür im Leipziger Wildpark, wo sie einige Tiere vor die Linse bekamen.

Fotos: Fabian Haas


Fledermäuse kennenlernen und beobachten

Batnight 2018 mit dem NABU Leipzig

Zum 22. Mal fand in diesem Jahr die Internationale Batnight statt, um über Fledermäuse zu informieren und für ihren Schutz zu werben. In Deutschland organisiert der Naturschutzbund zu dieser Aktion verschiedene Veranstaltungen, woran sich auch der NABU Leipzig wieder beteiligte. Man konnte sich über die bedrohten Nachtlebewesen und über die Naturschutzprojekte des NABU informieren.

 

Am 25. August 2018 hatte der NABU eine Fledermausnacht im Schloss Schönefeld organisiert, zu der mehr als 60 Fledermausfreunde kamen, darunter viele Kinder. Eine Woche später, am 31. August, lud die NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz zur Fledermausnacht der Parthefrösche ein, woran 12 Kinder und ihre Eltern teilnahmen. In der Vortragsreihe „Der Natur zuliebe“ hatte der NABU Leipzig dann schließlich noch am 5. September zu einem weiteren Fledermausvortrag eingeladen. Unter dem Titel „Von Zwergen und Nymphen – Vielfalt und Lebensraum heimischer Fledermäuse“ fand er im Naturkundemuseum Leipzig statt. 

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Insektensommer

Insektenzählung mit dem NABU Leipzig

Der NABU hat ein neues Mitmachprojekt gestartet, die erste bundesweite Insektenzählung. Naturfreunde sind aufgerufen, in ihrer Umgebung Insekten zu beobachten und online zu melden. Mit dieser Aktion will der NABU auf die enorme Bedeutung der Insekten im Naturhaushalt aufmerksam machen. Nachdem Berichte über das Insektensterben für Aufsehen sorgten, ist es dringend notwendig, auf die Situation aufmerksam zu machen und zu zählen, was zählt - nämlich die Insekten. Jeder kann mithelfen, um Daten zur Artenvielfalt und Häufigkeit der Insekten zu sammeln.

 

In diesem Jahr ist die Aktion, die in zwei Etappen im Juni und im August stattfand, beendet, sie wird aber 2019 fortgesetzt. Der NABU Leipzig hat sich mit gemeinsamen Insektenzählungen auf der Streuobstwiese Knauthain an der Mitmachaktion beteiligt. Weiterlesen

 

Tag der offenen Schmetterlingswiese

Eine weitere Aktion fand am 19. August auf der Streuobstwiese statt - der NABU Leipzig hatte zum "Tag der offenen Schmetterlingswiese" eingeladen. Dabei wurde das Projekt vorgestellt, das zum Ziel hat, Lebensraum für Falter und Raupen zu schaffen, wovon auch zahlreiche andere Tier- und Pflanzenarten auf der Wiese profitieren. Die Aktion fand im Rahmen des sachsenweiten Schmetterlingswiesenprojekts "Puppenstuben gesucht" statt. Beim Aktionswochenende haben sich beteiligte Wiesenprojekte im ganzen Land vorgestellt, auch der NABU Leipzig hat über seine Arbeit im Biotop- und Artenschutz informiert. Außerdem konnten Schmetterlinge und andere Tiere auf der Wiese beobachtet werden. Weiterlesen

 

Ausstellungseröffnung mit Vorträgen zur Biologischen Vielfalt

Gibt es das Insektensterben auch im Boden und was können wir zum Schutz der Artenvielfalt tun? Darum ging es am 27. August in der Bio City Leipzig in zwei öffentlichen Vorträgen. Sie waren der Startschuss für eine Wanderausstellung der UN-Dekade Biologische Vielfalt, die bis zum 5. Oktober im Forum der Bio City zu ist.

 

Springschwänze leben oft im Boden.  Foto: iDiv/Andy Murray
Springschwänze leben oft im Boden. Foto: iDiv/Andy Murray

Was passiert, wenn Ökosysteme gestört werden, weil zum Beispiel die Insekten sterben? Welche Folgen hat dies für den Boden, jenen wenig beachteten Lebensraum, in dem zahlreiche Insekten als Larven leben? Prof. Nico Eisenhauer vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) widmete sich in seinem Vortrag diesen Fragen. Im Anschluss erklärte René Sievert vom NABU Leipzig, was jeder Einzelne konkret für den Schutz der biologischen Vielfalt tun kann, vom insektenfreundlichen Gärtnern bis zum Schutz von Vogelnistplätzen.

 

Danach hatten alle Besucher die Möglichkeit, die neue Wanderausstellung anzusehen. Sie zeigt die unterschiedlichen Facetten der biologischen Vielfalt, macht Bezüge zu unserem Leben und Wirtschaften deutlich und wie die biologische Vielfalt unseren Alltag bereichert zudem zeigt sie Beispiele auf, wie man sich für ihren Erhalt engagieren kann. Weitere Informationen


Rettung von Nistplätzen in letzter Minute

Ersatzquartiere bei Schulsanierung entstanden erst nach Eingreifen des NABU

Ersatzquartiere für Mauersegler, Haussperlinge und Fledermäuse wurden an der Fassade der Plattenbauschule angebracht. Foto: NABU Leipzig
Ersatzquartiere für Mauersegler, Haussperlinge und Fledermäuse wurden an der Fassade der Plattenbauschule angebracht. Foto: NABU Leipzig

Der NABU Leipzig hatte Sanierungs­arbeiten an einer Plattenbauschule in Mockau beobachtet und auf Nachfrage stellt sich heraus, dass der Bauherr, die Stadt Leipzig, vorher kein artenschutz­fachliches Gutachten in Auftrag gegeben hatte. Mit Leichtigkeit hat der NABU Nistplätze von Haussperlingen sowie Fledermausquartiere in dem Gebäudeteil gefunden, in dem die Fassaden­sanierung noch nicht beendet war. Was im übrigen, bereits gedämmten Gebäudeteil inzwischen vernichtet und ermordet wurde, bleibt unklar. Da es sich um ein Gebäude der Stadt Leipzig handelt, sind solche Versäumnisse unverständlich, öffentliche Auftraggeber müssten eine Vorbildfunktion bei der Einhaltung von Naturschutzgesetzen haben, die bei Sanierungsarbeiten aber oftmals vollkommen ignoriert werden.


Durch das Eingreifen des NABU Leipzig ist es in letzter Minute gelungen, zumindest Ersatzniststätten an diesem Gebäude zu schaffen. 28 Nistplätze für Haussperlinge und Mauersegler sowie 14 Fledermausquartiere sind nun als Ersatz entstanden. Weiterlesen


Der 5. Leipziger Mauerseglertag

Bei der Mauerseglerexkursion konnten die Teilnehmer mehr als 150 Mauersegler am Himmel zählen.  Fotos: Marina Ide
Bei der Mauerseglerexkursion konnten die Teilnehmer mehr als 150 Mauersegler am Himmel zählen. Fotos: Marina Ide
Beim Besuch der Wildvogelhilfe des NABU Leipzig gab es Informationen zur aufwändigen Pflege in Not geratener Mauersegler.
Beim Besuch der Wildvogelhilfe des NABU Leipzig gab es Informationen zur aufwändigen Pflege in Not geratener Mauersegler.

Jedes Jahr am 7.7. lädt der NABU Leipzig zum Tag des Mauerseglers ein. Ziel ist es, über die Lebensweise und Bedürfnisse der Mauersegler aufzuklären und ihre Brutstätten besser zu schützen. Dazu findet jährlich eine Zählung statt, an der sich alle Leipziger beteiligen können. 2018 fand der Mauerseglertag bereits zum 5. Mal statt. Dabei konnte man eine Pflegestelle für in Not geratene Mauersegler besichtigen, außerdem hat der NABU eine Exkursion zu einer Mauerseglerbrutkolonie angeboten. Dort konnte man die Tiere am Nistplatz zählen und auch andere spannende Beobachtungen machen.

 

Mauerseglerbeobachtungen und -nistplätze kann man dem NABU Leipzig noch bis Ende August melden. Für die Pflege in Not geratener Mauersegler bittet der NABU Leipzig um Spenden (Stichwort: "Wildvogelhilfe").

 

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Tiermord in der Stadt

Tagtäglich werden in Leipzig bei Bau- oder Gehölzpflegearbeiten Tiere getötet – Fledermäuse werden eingemauert, Vogelnester in den Bauschutt geworfen oder Eidechsen plattgewalzt. Und nicht nur die Nistplätze schwinden, auch Orte für die Nahrungssuche gehen verloren. Zur Verzweiflung vieler Bürger und Naturschützer ist das leider seit Jahren und Jahrzehnten Alltag. In vielen Fällen handelt es sich um Verstöße gegen das Naturschutzrecht, was jedoch oft folgenlos bleibt, oder die Täter nehmen die Strafen in Kauf. Nahezu täglich werden dem NABU mehrere Fälle gemeldet. Bürger verstehen nicht, warum die Behörden nicht einschreiten und warum das Naturschutzrecht offenbar für viele Bauherren und Baumfäller nicht gilt. Auch Bauprojekte oder Gehölzpflegearbeiten im Auftrag der Stadt selbst sind keineswegs vorbildlich.

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Dieser Hausspatz hat noch sein Haus. Oft werden aber Nistplätze in Gebäuden bei Sanierungsarbeiten zerstört und zum Teil auch die Nestinsassen getötet. Foto: NABU Leipzig
Dieser Hausspatz hat noch sein Haus. Oft werden aber Nistplätze in Gebäuden bei Sanierungsarbeiten zerstört und zum Teil auch die Nestinsassen getötet. Foto: NABU Leipzig

Bäume und Sträucher im Jahresverlauf

Exkursionen im Palmengarten

Der NABU Leipzig lädt auch 2018 wieder zum StadtNaturErleben ein. In diesem Jahr sind Exkursionen zu verschiedenen Jahreszeiten geplant, bei denen man heimische Gehölze kennenlernen kann. Unter dem Titel „Bäume und Sträucher im Jahresverlauf“ möchte der Naturschutzbund die verschiedenen Pflanzen vorstellen, die man zum Beispiel anhand von Knospen, Blüten, Blättern und Früchten unterscheiden kann. Dabei will der NABU auch über die Bedeutung der Gehölze im Ökosystem Stadt informieren und für ihren Schutz werben. Denn leider werden mehr und mehr Bäume und Sträucher beseitigt. Sie fallen Bauprojekten oder Verkehrssicherungs­maßnahmen zum Opfer, oder sie werden aus Bequemlichkeit oder falsch verstandenem Ordnungssinn entfernt. Bäume werden als störend oder gar als gefährlich betrachtet, und Sträucher werden als „Gestrüpp“ verkannt. Dabei sind die Gehölze wichtig für ein gesundes Stadtklima und für das Wohlbefinden der Menschen, und sie bieten vielen Tieren Unterschlupf und Nahrung.

 

Um darüber zu informieren, sind drei Exkursionen mit dem Baumexperten Markus Drappatz geplant. Die erste fand bereits am 17. Februar 2018 statt; dabei wurden die Knospen der Bäume und Sträucher vorgestellt. Die nächste Exkursion war am 5. Mai 2018 zum Thema „Blüten und Blätter“.  Eine dritte Exkursion folgte am 22. September 2018 zum Thema „Früchte“.  

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Leipzig schrumpft weiter

Gehölzbeseitigung am Gelände der Bereitschaftspolizei

Für immer neue Bauprojekte geht Stück für Stück die Stadtnatur verloren, die für das Wohlbefinden der Menschen, für das Stadtklima und für die Tier- und Pflanzenwelt notwendig ist. Vielfach wird für verlorene Lebensstätten geschützter Tierarten keinerlei Ersatz geschaffen. Es gibt oft sinnvolle Begründungen für Fällungen und Rodungen, doch in der Summe verschwindet das grüne Wohnumfeld der Bürger. Zudem verstößt nach Auffassung des NABU das Ausmaß der Zerstörung von Lebensstätten gegen das Bundesnaturschutzgesetz. Die Stadtverwaltung muss den grenzenlosen Lebensraumverlust stoppen!

 

Vollständige Beseitigung von Bäumen und Sträuchern im Gebiet der Delitzscher Landstraße / Essener Straße / Dübener Landstraße rund um das Polizeigelände. Fotos: NABU Leipzig

 

Im Umfeld des Polizeireviers Nord bzw. am Gelände der Bereitschaftspolizei wurden Ende Februar zahllose Bäume und Sträucher entfernt. Der NABU ist sehr besorgt über diesen massiven Lebensraumverlust. Vielen Tieren sind damit die Unterschlupf- und Nahrungsmöglichkeiten entzogen worden, außerdem fehlen jetzt Nistmöglichkeiten für die lokale Vogelpopulation. Wegen der fehlenden Deckung sind bereits mehrere ortsansässige Vögel und ein Fuchs dem Straßenverkehr zum Opfer gefallen.

 

Freie Sicht ohne gefährliche Sträucher, verdächtige Bäume und ruhestörende Vögel. Fotos: NABU Leipzig

 

Mit großer Sorge hat der NABU bei den zuständigen Behörden nachgefragt und erfahren, dass durch die Lebensraumvernichtung die Sicherheit des Polizeigeländes erhöht werden soll. Nach Auskunft der Baumschutzbehörde hat das Land Sachsen der Stadt Leipzig dafür Ausgleichszahlungen zugesagt. Der NABU wird nachfragen, ob und wofür das Geld verwendet wird. Ein Ausgleich für den vernichteten Lebensraum ist in unmittelbarer Umgebung dringend erforderlich. Dazu würde insbesondere die Pflanzung neuer Sträucher gehören, außerdem müssen auch die Bäume ersetzt und Nahrungshabitate in Form von Rasen- und Blühflächen wieder angelegt werden.

 

Beseitigt wurden rund 100 Bäume und mehrere hundert Meter Strauchhecke. Weitere Informationen

 

Der Leopoldpark verschwindet

Der Leopoldpark vor und nach der Gehölzbeseitigung. Fotos: Sabrina Rötsch

 

Erst wenige Tage zuvor spielte sich ein ähnliches Drama im Leopoldpark ab. Für geplanten Wohnungsbau wurde auch hier Lebensraum vernichtet, nicht zu erkennen ist, welcher Ausgleich dafür vorgesehen ist.

 

Am 12. Februar 2018 wurden fast alle Bäume und Hecken auf dem Gelände des Leopoldparks beseitigt und vor Ort gehäckselt. Das gesamte Gelände zeichnet(e) sich durch einen hohen Altbaumbestand mit zahlreichen Höhlenbäumen aus. Kartierungen vom Juli 2016 ergaben 13 Brutvögel, 340 Quadratmeter Hecke über 4 Meter Höhe sowie 26 Bäume mit Stammumfang über 1 Meter. Außerdem wurden höhlenreiche Einzelbäume auf dem gegenüberliegenden Grundstück gefällt und ebenfalls gehäckselt. Weitere Fällungen von Einzelbäumen fanden noch in den Abendstunden statt. Der gesamte Wilde Wein an der Fassade einer Ruine wurde ebenfalls vollständig entfernt. Weitere Informationen


Der grüne Grüne Bogen

NABU Leipzig beteiligt sich an naturnaher Gestaltung

Fotos: NABU Leipzig

 

Grüne Inseln in der Großstadt sind wichtig für das Wohlbefinden der Menschen und für das Stadtklima. Sie können auch Lebensraum von Wildtieren sein. Doch dafür ist es notwendig, dass die Inseln miteinander verbunden sind. Nur dann ist es den tierischen Stadtbewohnern möglich, hier dauerhaft zu überleben. Daher begrüßt der NABU Leipzig alle Projekte, die den Verbund und die Weiterentwicklung von Naturraum in der Stadt fördern. Dazu gehört auch der Grüne Bogen Paunsdorf. Weiterlesen


Illegale Vogelabwehr

NABU hat Gesetzesverstöße bei der Staatsanwaltschaft angezeigt

Mit verklebtem Gefieder verendete der Haussperling als Opfer der Vogelabwehrpaste.
Mit verklebtem Gefieder verendete der Haussperling als Opfer der Vogelabwehrpaste.

In der Nähe eines Leipziger Baumarkts wurde ein toter Haussperling gefunden und dem NABU übergeben. Er hatte ein vollkommen verklebtes Gefieder. Der Verdacht fiel auf Vogelabwehrpaste, die durch ihre Klebewirkung immer wieder zum qualvollen Tod verklebter Tiere führt. Der Einsatz solcher Klebepasten ist rechtswidrig! Dennoch wird sie von Gebäudebesitzern und Schädlingsbekämpfern verwendet. Der Baumarkt stand im Verdacht, und Nachforschungen des NABU haben ergeben, dass tatsächlich dort die illegale Klebepaste zum Einsatz kam. Außerdem gab es dort weitere tödliche Tierfallen. Weiterlesen

Die aufgebrachte Paste ist extrem klebrig. Fotos: NABU Leipzig
Die aufgebrachte Paste ist extrem klebrig. Fotos: NABU Leipzig

Tierschutzwidrige Vogelabwehrpaste kam ebenfalls in einer Passage in der Georg-Schumann-Straße zum Einsatz. In Nischen und auf Säulen wurden Dosen mit der Substanz zum Teil direkt neben bestehende Nester von Haussperlingen geklebt. Der NABU hat die mutmaßlichen Verstöße gegen das Tierschutzgesetz, gegen das Bundesnaturschutzgesetz und gegen die Bundesartenschutzverordnung bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Weiterlesen


Tödliche Klebepaste

Bitte melden Sie Einsatzorte und verklebte Vögel!

Mit großer Sorge beobachten Vogelschützer bundesweit den Einsatz einer sogenannten "Vogelabwehrpaste". Dieser silikonartige Kleber wird auf Geländern, Fensterbrettern oder Dächern aufgebracht, um Vögel zu vertreiben. Von den Herstellern wird das Mittel als harmlos angepriesen, doch das ist es nicht. Es hat für die Vögel tödliche Folgen. Der NABU Leipzig fordert deshalb alle auf, dieses Mittel keinesfalls einzusetzen! Die Verwendung ist nach Auffassung des NABU gesetzeswidrig.

 

Wer Stellen kennt, an denen die gefährliche Klebepaste bereits verwendet wurde oder wer Vögel mit verklebtem Gefieder beobachtet, informiert bitte die Wildvogelhilfe des NABU Leipzig telefonisch unter 03212 32 52 706 oder per E-Mail.

 

An diesem Wohnhaus im Leipziger Zentrum wurde die gefährliche Klebepaste aufgetragen.
An diesem Wohnhaus im Leipziger Zentrum wurde die gefährliche Klebepaste aufgetragen.
Diese Kohlemeise ist an der Abwehrpaste kleben geblieben und qualvoll verendet, weil sie sich nicht mehr befreien konnte. Fotos: NABU Leipzig
Diese Kohlemeise ist an der Abwehrpaste kleben geblieben und qualvoll verendet, weil sie sich nicht mehr befreien konnte. Fotos: NABU Leipzig

Wenn die Tiere mit dem heimtückischen Gel in Kontakt kommen, bleiben sie kleben. Sie verenden qualvoll oder verkleben sich das Gefieder, so dass sie flugunfähig werden. Wenn sie nicht gefunden werden, verhungern diese Vögel. Sie von den Verklebungen zu befreien ist ein sehr aufwändiger Prozess. Leider sind in Leipzig und anderen deutschen Städten bereits Todesopfer zu beklagen, darunter Kohlmeisen und ein Turmfalke. Weiterlesen


Leipzig schrumpft

NABU beklagt Lebensraumverlust in der wachsenden Stadt

Leipzig wächst für die Menschen. Demnächst wird die Stadt wohl mehr als 580.000 Einwohner haben, bis 2030 werden gar 720.000 erwartet. An den vielen Baustellen ist gerade zu sehen, wie sich ein solches Wachstum auswirkt. Neue Wohnungen, Einkaufsmärkte und Gewerbegebiete werden gebaut.

 

Aber Leipzig schrumpft für die Wildtiere! Während die Stadt wächst, haben diese Stadtbewohner immer weniger Platz. Viele Brachflächen und Grünanlagen gibt es nicht mehr, Sträucher und Bäume wurden gerodet. Damit einher geht der Verlust von potenziellen Lebensräumen der Tiere. Immer mehr Menschen fällt auf, dass es beispielsweise weniger Sperlinge und Amseln gibt. Igel, Fledermaus, Schmetterling und Nachtigall, die zum lebendigen Stadtbild von Leipzig gehörten, werden immer seltener.

 

Darauf weist der NABU Leipzig hin, der allein im Jahr 2016 einen Flächenverlust von über 50 Hektar erfasst hat. Das sind Flächen, die lange von unseren tierischen Mitbewohnern genutzt wurden und die nun nicht mehr existieren. Eine Karte gibt einen entsprechenden Überblick über diese vom NABU registrierten Flächen – viele weitere sind in dieser Übersicht noch gar nicht enthalten.

 

Der NABU wirbt für einen verantwortungsvollen Umgang mit vorhanden Flächen. Bei Bauplanungen sollte man Lebensräume für tierische Nachbarn von Anfang an berücksichtigen.

 

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WEITERE THEMEN


Foto: Hans-Joachim Kietz

Buntes Grün

 

Zum Ausgleich für verlorenes Grün, können Blühflächen angelegt und Sträucher gepflanzt werden. Der NABU bietet dabei seine Beratung an. Machen Sie mit: Schaffen Sie Lebensräume in der Stadt!

 

 

 



Natur im Kleingarten

 

Kleingärten sind ein wichtiger Teil der Stadtnatur und können Lebensraum für viele Tiere sein. Tipps und Tricks für naturnahes Gärtnern gibt der NABU in einem Faltblatt, das im NABU-Naturschutzbüro in Gohlis und beim Stadtverband der Kleingärtner in Plagwitz erhältlich ist.

 

 



Beschwerde gegen das Tourismuskonzept

 

Dass das Wassertouristische Nutzungskonzept in der Region Leipzig (WTNK) ohne Umweltverträglichkeits­prüfung und ohne Beteiligung der Öffentlichkeit realisiert wird, obwohl es erhebliche ökologische Auswirkungen hat, hält der NABU Leipzig für rechtswidrig.

 

 



Zukunft des Wilhelm-Leuschner-Platzes

 

Positionspapier von BUND und NABU Leipzig für den Erhalt des innerstädtischen Lebensraums

 

 

 



Tipps zum Artenschutz beim Gebäudeneubau

 

Wie man mit geringem Aufwand Vogelnistplätze und Fledermausquartiere in Gebäudeneubauten integrieren kann, zeigt die kleine Broschüre. Sie basiert auf einer Bachelorarbeit an der HTWK.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Wohnungsnot durch Bauboom

 

Bei Gebäudesanierungen werden Nistplätze zerstört

NABU fordert Einhaltung der Artenschutzgesetze