SARS-CoV-2. Illustration: CDC / Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAMS

Infektions-Vorsorge

 

Als Reaktion auf die Corona-Epidemie hat der NABU Leipzig derzeit bis Ende Mai sämtliche Veranstaltungen und Zusammenkünfte abgesagt. Das betrifft auch die Mitgliederversammlung. Die NABU-Naturschutz­station ist für Besucher geschlossen. Sie erreichen uns in dringenden Fällen telefonisch 0341 6884477 (Anrufbeantworter) oder per E-Mail

 

Informationen der Stadtverwaltung 



Foto: René Sievert

Natur & Co(rona)

 

Um sich und andere zu schützen, müssen alle in nächster Zeit zuhause bleiben und Kontakte zu anderen Menschen unterlassen. Der NABU hat für diese Zeit einige Tipps für Garten, Haushalt und Naturbeobachtung zusammengestellt. Auf das gemeinsame Naturerleben müssen wir zwar verzichten, aber Freude an der Natur kann durch die Corona-Krise helfen. mehr 



Petition: Lernen aus der Corona-Krise

 

Als Antwort auf die Corona-Pandemie soll die Wirtschaft angekurbelt werden. Aber wie? Eine repräsentative Umfrage zeigt, dass sich die Mehrheit der Bevölkerung eine umweltverträgliche Wirtschaft wünscht – der NABU hat dazu Forderungen und konkrete Vorschläge zusammengestellt und hat eine Petition gestartet. Der Mensch muss im Mittelpunkt der Rettungspläne stehen, gleichzeitig muss die Zukunft des Planeten geschützt werden. Petition



Klimaschutzdemo am 2. Juni

 

Konjunkturhilfen wegen der Corona-Krise müssen sich an Klimaschutz und Nachhaltigkeit orientieren. Mit Millardenhilfe für die besonders klimaschädliche Luftfahrt und mit einer geplanten Kaufprämie für umweltschädliche Autos zeigt die Bundesregierung, dass die Politik nicht zukunfsgewandt ist. Fridays for Future hat dagegen zur Demo „Keine #Abfckprämie!“ aufgerufen: 2. Juni 2020, ab 15 Uhr. mehr



Insektensommer 2020

In diesem Jahr stehen Marienkäfer im Mittelpunkt

Foto: Ina Ebert
Foto: Ina Ebert

Zweimal im Jahr ruft der NABU zur großen Insektenzählung auf, bei der jeder mitmachen kann. Beobachten und zählen kann man fast überall, gezählt wird eine Stunde lang. Das Beobachtungsgebiet soll etwa 10 mal 10 Meter groß sein, aber eine Erkundungstour in die Insektenwelt ist auch schon auf kleinstem Raum möglich, zum Beispiel beim Blick in die Blumentöpfe auf dem Balkon. Ein warmer, trockener und windstiller Tag ist zum Insektenzählen am besten geeignet. Melden kann man die Beobachtungen dann online oder mit der kostenlosen App NABU-Insektenwelt.

 

Der Insektensommer mit seinen zwei Zählphasen findet dieses Jahr zum dritten Mal statt: die erste Zählphase ist im Frühsommer vom 29. Mai bis 7. Juni, die zweite folgt im Hochsommer vom 31. Juli bis 9. August.

 

Bei der Frühsommerzählung werden in diesem Jahr die Marienkäfer eine besondere Rolle spielen. Die Teilnehmer sollen melden, wie oft sie den Asiatischen Marienkäfer und wie oft sie den heimischen Siebenpunktmarienkäfer entdecken konnten. Weiterlesen


„Verwaiste“ Vogelkinder und „aggressive“ Eltern?

Jedes Jahr gibt es Missverständnisse zwischen Mensch und Krähe

Junge Krähe in der Wildvogelhilfe des NABU Leipzig. Foto: NABU Leipzig
Junge Krähe in der Wildvogelhilfe des NABU Leipzig. Foto: NABU Leipzig

Wenn junge Krähen das Nest verlassen, unternehmen sie noch unsicher ihre ersten Schritte und Flugversuche. Es ist ganz normal, dass sie eine Zeit am Boden leben und erst nach einigen Tagen Flugübungen in der Lage sind, sicher Äste auf Bäumen anzusteuern. Deshalb werden sie von ihren Eltern auch außerhalb des Nests versorgt und beschützt. Infolgedessen gibt es Jahr für Jahr für wenige Wochen Aufregung: Wenn die Vogeleltern Passanten als Bedrohung für die Jungvögel wahrnehmen, kann es zu Scheinangriffen kommen. Einige fühlen sich an Gruselfilme erinnert, obwohl das Verhalten der Kräheneltern keine ernsthafte Bedrohung für Menschen darstellt. Andere Menschen entdecken die scheinbar verwaisten Jungtiere und nehmen sie mit nach Hause, was schwerwiegende Folgen für die Vogelkinder hat. Der NABU Leipzig möchte über die Hintergründe informieren, um zu einem guten Miteinander von Mensch und Tier beizutragen.  Die zunehmende Zerstörung der Stadtnatur verschärft die Probleme. Weiterlesen

 

Pressemitteilung    


Naturjuwel auf dem Acker

NABU Leipzig bemüht sich um Schutz der „Gärnitzer Lache“

Kiebitznest an der Gärnitzer Lache. Foto: NABU Leipzig
Kiebitznest an der Gärnitzer Lache. Foto: NABU Leipzig

Der Kiebitz ist vom Aussterben bedroht, in Sachsen gibt es nur noch rund 100 Brutpaare. Einer der wenigen Nistplätze befindet sich südlich von Markranstädt an der Gärnitzer Lache. Bereits im Winter hatte der NABU Leipzig die Naturschutzbehörde des Landkreises informiert und die nötigen Schutzmaßnahmen schon vor Beginn der Brutzeit abgestimmt. Für den Fall des Brutnachweises wurde ein Fahrplan aufgestellt, der nun wirksam werden kann. Die Gärnitzer Lache ist darüber hinaus Lebensraum für den nach EU-Recht streng geschützten Kammmolch, außerdem konnten hier rund 100 Rast- und Brutvogelarten festgestellt werden. Leider gibt es Pläne zur Entwässerung der Lache, weshalb der NABU das Gebiet intensiv untersucht hat und sich nun für den Erhalt dieses Naturjuwels einsetzt. Nach Ansicht des NABU Leipzig müsste die Gärnitzer Lache schnellstmöglich dem benachbarten FFH-Schutzgebiet Kulkwitzer Lachen zugeordnet werden. Weiterlesen


Vogelzählung zum Mitmachen

Stunde der Gartenvögel vom
8. bis 10. Mai 2020

Jedes Jahr im Mai lädt der NABU zur großen Vogelzählung ein. Menschen in ganz Deutschland sind dann aufgerufen, eine Stunde lang Vögel in der unmittelbaren Umgebung zu beobachten und die Ergebnisse dem NABU zu melden. So werden wertvolle Informationen für den Vogelschutz gesammelt.

 

Der NABU-Regionalverband Leipzig bietet alljährlich am Aktionswochenende Exkursionen zur Stunde der Gartenvögel an, leider müssen aufgrund der Corona-Epidemie in diesem Jahr diese Veranstaltungen ausfallen. Dennoch kann sich jeder selbst an der Aktion beteiligen, die sich auch in Corona-Zeiten bestens zum Mitmachen eignet. Weiterlesen



30 Jahre NABU Sachsen

Biotopverbundprojekt des NABU Leipzig gewinnt Ideenwettbewerb

Wenn 2020 der NABU Sachsen 30. Geburtstag feiert, sollte das „ein Fest für die Natur“ werden. Darum hatte der Landesvorstand einen Ideenwettbewerb unter den sächsischen NABU-Gruppen ausgerufen – und nun den NABU Leipzig zum Gewinner gekürt.  Ausgezeichnet wurde der Biotopverbund Leipzig Nord (BVLN), zu dem sich bedeutende Akteure zusammengeschlossen haben. Gemeinsam haben sie sich nicht nur der Bio­toppflege verschrieben, es geht auch darum, die Kompetenz der unterschiedlichen Bereiche – Industrie und Umweltschutz, Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Naturschutz, Imkerei und Flächenpflege – zusam­menzubringen, Synergien zu nutzen und pragmatisch gemeinsame Lösungen zu finden. Ökonomie und Ökologie sollen Hand in Hand gehen. Orientiert auf Nachhaltigkeit, Biodiversität und Klimaschutz könnte das Bündnis zeigen, wie eine gesamtgesellschaftliche Kooperation aussehen kann. Weiterlesen

Foto: Steffen Wagner
Foto: Steffen Wagner


Trinkstelle für Vögel

Hilft bei Trockenheit auch Insekten, Igeln und Co.

Foto: NABU Leipzig
Foto: NABU Leipzig

Nach zwei Dürresommern gibt es auch jetzt schon wieder ein Niederschlagsdefizit. Negativ machen sich Flächenversiegelung und Klimawandel bemerkbar. Unter der Trockenheit leiden Wildtiere, denen man mit einer Trinkhilfe Wasser anbieten kann. Dabei sollte man aber zum Schutz der Tiere einige Regeln beachten. Oberstes Gebot ist Hygiene, wichtig ist außerdem die Sicherheit vor Beutegreifern, und man muss verhindern, dass Tiere im angebotenen Wasser ertrinken. Empfehlenswert sind flache Wasserschalen, die man im Garten oder Park oder auf dem Balkon leicht aufstellen kann. Weiterlesen

 

Auch Bäume brauchen Wasser

Foto: Sabrina Rötsch
Foto: Sabrina Rötsch

Die Städte werden immer heißer, Dürresommer, Starkregen, Stürme, Bäume vertrocknen, Lebensräume gehen verloren. Wie in vielen deutschen Städten ist auch in Leipzig der Klimawandel unübersehbar. Aber nicht nur Hitze und Dürre machen den Stadtbäumen zu schaffen, sie leben unter schlechten Rahmenbe­din­gungen. Angesichts dessen ist es fast schon eine Verzweiflungstat, wenn man versucht, einzelne Bäume vor dem Vertrocknen zu retten. Gießen kann helfen, aber man muss es richtig machen, damit das kostbare Nass auch wirklich die Wurzeln erreicht und damit man kein Wasser verschwen­det. Weiterlesen


Für Klima- und Baumschutz

Online-Demos am 24. und 25. April

Die Corona-Pandemie zeigt: Um Krisen zu bewältigen ist es entscheidend, auf die Wissenschaft zu hören und entschlossen zu handeln. Das gillt auch für die Klimakrise! Deshalb wird am 24. April 2020 wieder ein globaler Klimastreik stattfinden. Gemeinsam mit Fridays For Future wären auch NABU und NAJU auf die Straße gegangen, um zum konsequenten Kampf gegen die Klimakrise aufzurufen. Wegen der Corona-Beschränkungen wird diese Großdemonstration ins Netz verlagert. Alle werden von zu Hause aus und doch alle gemeinsam laut fürs Klima! Weiterlesen

 

Einen wichtigen Beitrag zum Schutz des Stadtklimas leisten Bäume. Leider werden sie dessen ungeachtet und allen Lippenbekenntnissen zum Klima- und Artenschutz zum Trotz nach wie vor rücksichtslos gefällt, sogar in der gesetzlich vorgeschriebenen Gehölzschutzzeit von März bis September. Der NABU Leipzig fordert einen wirksamen Gehölzschutz und unterstützt deshalb auch einen Aufruf zur Online-Demonstration am 25. April, dem Tag des Baumes. Weiterlesen


Gefährliche Angelhaken

Immer wieder Rettungsaktionen für verfangene Vögel

Der Schwan konnte eingefangen und der Angelhaken entfernt werden. Foto: NABU Leipzig
Der Schwan konnte eingefangen und der Angelhaken entfernt werden. Foto: NABU Leipzig

Von Anglern achtlos liegen gelassene oder ins Wasser geworfene Angelschnüre sind eine ernste Gefahr für Wasservögel. Wenn sich Haken und Schnur am Körper verfangen, endet der Überlebenskampf mit Verletzungen, manchmal auch tödlich. Leider werden dem NABU Leipzig immer wieder solche Fälle gemeldet, nicht immer kann die Wildvogelhilfe den Tieren noch helfen. Tiere die nicht rechtzeitig gefangen werden, können sich tödlich verletzen. Der NABU appelliert an Angler, sämtlichen Unrat von Gewässern wieder mitzunehmen und insbesondere keine Haken und Schnüre zurückzulassen! Am 3. April 2020 wurde der NABU zu einem Schwan in Delitzsch gerufen. Bei ihm steckte der Angelhaken tief im Schnabelrand und die Schnur war um die Zunge gewickelt. Die Wildvogelhilfe Leipzig konnte den Haken erfolgreich entfernen. Weiterlesen      Pressemitteilung

 

Zurückgelassene Angelhaken und Schnüre sind lebensgefährlich für Wasservögel, die sich darin verfangen können. Wer solche Hinterlassenschaften findet, sollte versuchen, sie aus dem Geäst zu entfernen und zu entsorgen oder den NABU Leipzig zu benachrichtigen


Endlich wieder Wasser am Grünen Bogen

Erfolg der jahrelangen Bemühungen des NABU Leipzig

Foto: NABU Leipzig
Foto: NABU Leipzig

Seit 2013 berichtet der NABU Leipzig über Wasser­mangel in den Amphibienlaichgewässern am Grünen Bogen Paunsdorf und hatte auch einen Lösungs­vorschlag: Bei Regenereignissen steht Wasser im Waldkerbelgraben zur Verfügung, das man in die Lachen leiten kann. Erst 2019 kam es gemeinsam mit der Stadverwaltung zu einem Vororttermin und nun, 2020, wurde die Idee endlich in die Tat umgesetzt. Leider ist seit Bekanntwerden der Probleme sehr viel Zeit verstrichen. Es ist fraglich, ob überhaupt noch Amphibien existieren, die sich hier nun wieder fortpflanzen könnten. 2017 bis 2019 gab es vom Moorfrosch bereits keine Reproduktionsnachweise mehr, 2018 wurde der letzte Moorfrosch gesichtet. Nun kann man nur hoffen, dass sich noch ein paar Tiere einfinden. Der NABU wird das Geschehen weiter beob­achten. Weiterlesen


Amphibienwanderung 2020

NABU Leipzig bedankt sich bei allen Krötenrettern!

Auch dieser kleine Frosch wurde sicher zum Laichgewässer gelotst. Foto: Tina Frank
Auch dieser kleine Frosch wurde sicher zum Laichgewässer gelotst. Foto: Tina Frank

In den vergangenen Jahren hatten die Amphibien keine guten Fortpflanzungsbedingungen, auch 2020 verlief die Wanderung zu den Laichgewässern nicht optimal, immer wieder gab es kühle Phasen, sodass die Wanderung pausieren musste. Unterstützer des NABU Leipzig waren dennoch an allen wichtigen Stellen im Einsatz, verteilt auf das gesamte Stadtgebiet. Sie halfen den Tieren sicher über die Straße, bis die Corona-Pandemie diese Einsätze nahezu unmöglich gemacht hat. Die Wanderung zu den Laichgewässern war jedoch weitgehend abgeschlossen, und weniger Verkehr auf den Straßen bedeutet auch weniger Verkehrsopfer unter den Tieren. Weiterlesen

Ein Blick in die Kinderstube

Ein Wanderschwerpunkt der Amphibien befindet sich in Plaußig, wo die Tiere ihr Winterquartier im Plaußiger Wäldchen haben und zum Laichen zu einem Regenrückhaltebecken an der Autobahn wandern. Das Umfeld dieses Laichgewässers will der NABU Leipzig im Rahmen des Projektes Biotopverbund Leipzig Nord aufwerten, unter Wasser aber herrscht schon jetzt reges Leben. Mithilfe einer Unterwasserkamera konnte der NABU einen Blick in die Kinderstube der Kröten werfen.

Videoaufnahmen: Jürgen Schumann


Das Naturschutzdiplom

NABU Leipzig startet Veranstaltungsreihe für Kinder

Erdkröten auf Wanderschaft am gefährlichen Straßenrand. Foto: Wolf-Rüdiger Große
Erdkröten auf Wanderschaft am gefährlichen Straßenrand. Foto: Wolf-Rüdiger Große

In diesem Jahr geht es für interessierte Kinder regelmäßig auf Entdeckungstour. Zu jahreszeitlich unterschiedlichen Themen vermittelt der NABU Leipzig Interessantes über die Natur in Leipzig und was man für ihren Schutz tun kann. Auf dem Programm stehen Informationen über Fledermäuse, Insekten und Vögel, es geht aber auch um das Leben im Boden oder um die Lebensräume, die leider mehr und mehr verschwinden. Am Ende jeder Veranstaltung gibt es ein „Zertifikat“ für die Teilnehmer und am Ende aller Veranstaltungen das „Naturschutzdiplom“. Die jungen Experten sollen damit direkt an die Arbeit des NABU im Biotop- und Artenschutz herangeführt werden, oder sie werden anschließend selbst in der Naturschutzjugend aktiv. Damit erlebt auch die traditionsreiche NAJU-Kindergruppe „Parthefrösche“ einen Neustart.

Anmelden können sich Kinder ab 8 Jahren, aber auch Eltern und andere Interessenten sind herzlich willkommen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Organisiert wird die Veranstaltungsreihe von Birgit Peil, Umweltpädagogin der NABU-Naturschutzstation Stadt und Aue Leipzig, teilweise in Kooperation mit der Naturschutzstation Parthenaue.

 

Führerschein für Parthefrösche

 

Die Veranstaltungsreihe startete am 15. März 2020 mit dem „Krötenführerschein“. Dabei wurden auch die Aktivitäten des NABU zum Amphibienschutz vorgestellt. Weiterlesen 


Wildbienen

Tipps zur Förderung der fleißigen Insekten

Hosenbiene. Foto: NABU/Hans-Jürgen Sessner
Hosenbiene. Foto: NABU/Hans-Jürgen Sessner

Mehr als 500 Wildbienenarten gibt es in Deutschland, aber ihre Lebensräume werden mehr und mehr vernichtet, womit sich der Mensch selbst schadet, denn die fleißigen Bienen sind für die Bestäubung unzähliger Kultur- und Wildpflanzen unverzichtbar. Um sie zu schützen, ist an vielen Stellen ein Umsteuern nötig, denn die Bienen finden nicht genug Nahrung und kaum noch geeignete Nistplätze, zudem leiden sie unter Umweltgiften. 

 

Am 4. März 2020 hat der NABU Leipzig darüber informiert, welche Bienenarten bei uns leben und wie man sie schützen und fördern kann. Sabrina Rötsch, Sachverständige für Hautflüglerarten, hat mit ihrem Vortrag Vertreter der Hohlraum-, Markstängel-, Steilwand- und Morscholzbewohner sowie Erdnister und Hummeln vorgestellt, sie hat über die Bedürfnisse dieser Insekten informiert, über Probleme und Hilfsmöglichkeiten. Dabei gab es viele Praxistipps, beispielsweise zur Anlage von Blühflächen, Insektennisthilfen oder zur naturnahen Gartengestaltung. Die Veranstaltung im Naturkundemuseum Leipzig war außerordentlich gut besucht, die Teilnehmer hatten viele Fragen und im Anschluss an den Vortrag gab es noch lange Diskussionen. Weiterlesen 


Wahlplakate und Glasscherben

Müllsammlung auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz

Am 29. Februar 2020 hatte der NABU Leipzig zur Müllsammlung auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz eingeladen. 20 Personen waren zwei Stunden im Einsatz, es kamen 10 Säcke mit Glasflaschen und Scherben und etwa doppelt so viele Säcke mit anderem Müll zusammen. Andere nutzten den Tag vor der entscheidenden Runde der Oberbürgermeisterwahl noch für Wahlkampf, der NABU warb mit der Aktion für den Schutz der Natur und sammelte auch noch einmal Unterschriften für die Petition „Bauen und Natur erhalten“, die unter anderem den Schutz des Wilhelm-Leuschner-Platzes zum Inhalt hat, denn er ist ein Platz der Biologischen Vielfalt. So wie viele andere Flächen in Leipzig ist auch er von rücksichtsloser Bebauung bedroht. Weiterlesen

Ergebnis der zweistündigen Müllsammelaktion auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz. Foto: René Bauer
Ergebnis der zweistündigen Müllsammelaktion auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz. Foto: René Bauer

Fledermausrettung im Auwald

Der Sturm im Februar 2020 hat auch im Leipziger Auwald einige Quartiere seltener Tiere zerstört. In der Nonne sind Bäume umgestürzt, in einem lebten Mückenfledermäuse. Eine aufmerksame Spaziergängerin informierte den NABU Leipzig, nachdem sie einen hohlen Ast auf einem Weg sah, aus dem vier kleine Fledermäuse rausgefallen waren. Ehrenamtliche Fledermausschützer des NABU Leipzig sind zum Unglücksort gefahren und haben nach weiteren Tieren gesucht, es blieb bei den vier Mäuschen. Sie erholen sich von dem Schreck in einer Pflegestation und werden bald wieder frei gelassen. Fledermausschutz

Fotos: NABU Leipzig


Leipzig schrumpft weiter

Lebensraum wird Parkplätzen geopfert

Vorher.
Vorher.
Nachher.
Nachher.

Am 22. Januar 2020 gab es eine Informationsveranstaltung zu Baumaßnahmen in der Bornaischen Straße. Mitstreiter des NABU Leipzig nahmen teil und haben am Tag danach ein Informationsschreiben verfasst. Es sollte den Verantwortlichen Hinweise geben zu den betroffenen Tier- und Pflanzenarten und zu den ökologisch wertvollen Lebensräumen. Und es wurde gefragt: Ist es wirklich verhältnismäßig, in der „Kommune der Biologischen Vielfalt“ vor dem Hintergrund von Verkehrswende, Klimaschutz und Artensterben ein wertvolles Stück Stadtnatur für einige wenige temporäre Parkplätze zu vernichten?
Doch die Hinweise den NABU und anderer Bürger interessierten nicht, Einwendungen wurden gar nicht abgewartet – unverzüglich nach der Informationsveranstaltung fand die Rodung des Geländes statt. Warum wurden die Bürger dann überhaupt gefragt? Wie erfolgt der gesetzlich vorgeschriebene Ausgleich für die Zerstörung geschützter Lebensstätten? Weiterlesen


Die Turteltaube ist „Vogel des Jahres 2020“

NABU Leipzig lädt zum Vortragsabend ein

Die Turteltaube - Vogel des Jahres 2020. Foto: NABU/Tom Dove
Die Turteltaube - Vogel des Jahres 2020. Foto: NABU/Tom Dove

Mit der Wahl der Turteltaube zum „Vogel des Jahres 2020“ wollen NABU und LBV (Landesbund für Vogelschutz in Bayern) darauf aufmerksam machen, dass diese Vogelart stark gefährdet ist. Sie ist ein Symbol für die Liebe, ihre Lebensbedingungen sind aber wenig romantisch: Seit 1980 sind fast 90 Prozent des Bestandes in Deutschland verschwunden, ganze Landstriche sind „turteltaubenfrei“, denn der Vogel findet kaum noch geeignete Lebensräume. Der NABU setzt sich daher für eine Reform der EU-Agrarpolitik ein. Zudem ist die Turteltaube durch legale und illegale Jagd im Mittelmeerraum bedroht.  Der NABU hat deshalb eine Petition gestartet, um einen Jagdstopp für Turteltauben zu erwirken. Weitere Informationen

 

Am 6. November 2019 wurde der Vogel des Jahres 2020 bei einem Vortragsabend im Naturkundemuseum Leipzig näher vorgestellt. Dabei konnte man die kleinste heimische Taube und ihre heimliche Lebensweise kennenlernen. Obwohl die Turteltaube als Symbol der Liebe gilt, sind ihre Lebensbedingungen wenig romantisch, für die dramatischen Bestandseinbrüche ist insbesondere die intensivierte Landwirtschaft verantwortlich. Darunter haben wie die Turteltaube auch andere Arten der Agrarlandschaft zu leiden, zum Beispiel die Feldlerche, Vogel des Jahres 2019. Auch sie war bei dem Vortragsabend noch einmal Thema, bevor das „Jahr der Feldlerche“ zu Ende geht. Ornithologe Alexander Eilers sprach unter anderem über Schutzmaßnahmen für Feldlerchen, wie das sogenannte Lerchenfenster. Weitere Informationen 

 

Pressemitteilung      Veranstaltungsplakat


„Parkstadt“ Dösen

NABU kritisiert zerstörerische Baupläne

Die Zauneidechse und ihre Lebensräume sind nach EU-Recht streng geschützt. Das wurde bei den Planungen für die Parkstadt Dösen nicht berücksichtigt. Symbolfoto: NABU Leipzig
Die Zauneidechse und ihre Lebensräume sind nach EU-Recht streng geschützt. Das wurde bei den Planungen für die Parkstadt Dösen nicht berücksichtigt. Symbolfoto: NABU Leipzig

Angesichts verdorrender Bäume, austrocknender Gewässer und aufgeheizter Städte müsste Leipzig dringend jedes Stück Grün so gut wie möglich bewahren. Baumfällungen und Flächenversiegelung sind absolut kontraproduktiv. Weiterer Naturfrevel steht jedoch unmittelbar bevor, dazu zählt als besonders negatives Beispiel das geplante Baugebiet „Parkstadt“ Dösen. In einer umfangreichen naturschutzfachlichen Stellungnahme hat sich der NABU zu der Planung geäußert, die unter anderem die Beseitigung von 300 Bäumen vorsieht, die Bebauung eines Teiles einer Streuobstwiese, die Zerstörung artenreicher Wiesen und die Versiegelung wertvoller Böden, die im Moment noch als Klimaregulator und Wasserspeicher dienen. Eigentlich sind Erhalt und Förderung dieser Funktionen auch im Flächennutzungsplan der Stadt für das Areal vorgesehen – dessen ungeachtet sollen diese Ziele nun den Bauplänen geopfert werden. Der NABU hat daher in seiner Stellungnahme die Planungen abgelehnt. Außerdem hat der NABU beobachtet, dass bereits Tatsachen geschaffen werden. Dabei wurden wertvolle Lebensräume der nach EU-Recht streng geschützten Zauneidechse zerstört. Der NABU Leipzig hat diese Ordnungswidrigkeit bei der Naturschutzbehörde angezeigt. Weiterlesen

 

Stellungnahme     Pressemitteilung  


Wassertouristisches Nutzungskonzept

Umweltverbände verlassen den Runden Tisch zum WTNK

Die Umweltverbände NABU Leipzig, BUND Leipzig und Ökolöwe sowie der Bürgerverein Pro Leipzig haben ihren Rücktritt vom sogenannten Runden Tisch zur Fortschreibung des Wassertouristischen Nutzungs­konzepts (WTNK) erklärt. Die Verbände kritisieren, dass Verwaltung und Politik die Gewässer ausschließlich aus dem Blickwinkel betrachten, Boots- und Schiffsverkehr zu verstärken. Weder der Gesamtplan noch Abschnitte oder Einzelprojekte sowie Folgen der Umsetzung stehen wirklich zur Debatte. Da andere Entwicklungslinien gar nicht betrachtet werden, ist konstruktives Arbeiten an gemeinsamen Lösungen unmöglich. Unter diesen Umständen sehen die Verbände es als nicht zielführend an, weiterhin am Runden Tisch teilzunehmen.  Weiterlesen  

 

Rücktrittserklärung der Verbände     Pressemitteilung 


Foto: Karsten Peterlein
Foto: Karsten Peterlein

Leipzigs Artenvielfalt schrumpft

Interview mit der Leipziger Hochschulzeitung "student!"

Am Beispiel der Vogelvielfalt auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz hat der NABU Leipzig die ökologische Bedeutung städtischer Brachflächen dokumentiert. Anlässlich der konkreter werdenden Bebauungspläne hat student!-Autor Benjamin Sasse mit René Sievert vom NABU Leipzig über die Vernachlässigung von Naturschutz und Bürgerbeteiligung gesprochen. Weiterlesen



Leipzig schrumpft

NABU beklagt Lebensraumverlust in der wachsenden Stadt

Leipzig wächst für die Menschen. Demnächst wird die Stadt wohl mehr als 580.000 Einwohner haben, bis 2030 werden gar 720.000 erwartet. An den vielen Baustellen ist gerade zu sehen, wie sich ein solches Wachstum auswirkt. Neue Wohnungen, Einkaufsmärkte und Gewerbegebiete werden gebaut.

 

Aber Leipzig schrumpft für die Wildtiere! Während die Stadt wächst, haben diese Stadtbewohner immer weniger Platz. Viele Brachflächen und Grünanlagen gibt es nicht mehr, Sträucher und Bäume wurden gerodet. Damit einher geht der Verlust von potenziellen Lebensräumen der Tiere. Immer mehr Menschen fällt auf, dass es beispielsweise weniger Sperlinge und Amseln gibt. Igel, Fledermaus, Schmetterling und Nachtigall, die zum lebendigen Stadtbild von Leipzig gehörten, werden immer seltener.

 

Darauf weist der NABU Leipzig hin, der allein im Jahr 2016 einen Flächenverlust von über 50 Hektar erfasst hat. Das sind Flächen, die lange von unseren tierischen Mitbewohnern genutzt wurden und die nun nicht mehr existieren. Eine Karte gibt einen entsprechenden Überblick über diese vom NABU registrierten Flächen – viele weitere sind in dieser Übersicht noch gar nicht enthalten.

 

Der NABU wirbt für einen verantwortungsvollen Umgang mit vorhanden Flächen. Bei Bauplanungen sollte man Lebensräume für tierische Nachbarn von Anfang an berücksichtigen.

 

Pressemitteilung     Weiterlesen

WEITERE THEMEN


Foto: Beatrice Jeschke

Platz der Biologischen Vielfalt in Gefahr

 

Der Wilhelm-Leuschner-Platz hat eine größere Artenvielfalt als umliegende Parkflächen. Mit großer Sorge beobachtet der NABU, dass auch diese Oase dem Bauboom geopfert werden soll. Es deutet nichts darauf hin, dass der Naturschutz bei den Planungen berücksichtigt wird, obwohl der NABU Leipzig dazu frühzeitig Hinweise gegeben hat. mehr

 



Tödliche Klebepaste

 

Bundesweit kommt ein silikonartiger Kleber zum Einsatz, um Vögel von Gebäuden zu vertreiben. Diese Abwehrpaste wird als harmlos angepriesen, doch sie hat für Vögel und andere Tiere tödliche Folgen. Die Verwendung ist nach Auffassung des NABU gesetzeswidrig. Der NABU Leipzig fordert deshalb alle auf, dieses Mittel keinesfalls einzusetzen und Einsatzorte des Klebers zu melden. mehr



Tiermord in der Stadt

 

Tagtäglich werden in Leipzig bei Bau- oder Gehölzpflegearbeiten Tiere getötet, Nistplätze schwinden, Orte für die Nahrungssuche gehen verloren. In vielen Fällen handelt es sich um Verstöße gegen das Naturschutz­recht, was jedoch oft folgenlos bleibt. Bürger verstehen nicht, warum die Behörden nicht einschreiten. Auch Arbeiten im Auftrag der Stadt selbst sind keineswegs vorbildlich. mehr  



Wohnungsnot durch Bauboom

 

Bei Gebäudesanierungen werden Nistplätze zerstört, der gesetzliche Artenschutz wird aus Unkenntnis oder vorsätzlich missachtet. Das führt zum Verlust von Nistplätzen, in manchen Fällen auch zum Tod von Tieren. Auf Leipziger Baustellen! Der NABU fordert Einhaltung der Artenschutzgesetze! mehr

  



Tipps zum Artenschutz beim Gebäudeneubau

 

Wie man mit geringem Aufwand Vogelnistplätze und Fledermausquartiere in Gebäudeneubauten integrieren kann, zeigt die kleine Broschüre. Sie basiert auf einer Bachelorarbeit an der HTWK. mehr

 

 

 



Foto: Hans-Joachim Kietz

Buntes Grün

 

Der NABU setzt sich für eine naturnahe Pflege von Kleingärten, Parkanlagen und Grünflächen ein, unterstützt Garten- und Grundstücks­besitzer, Inhaber von Firmengeländen oder von Wohnanlagen, Sträucher zu pflanzen oder Blumenwiesen anzulegen und zu erhalten. Machen Sie mit: Schaffen Sie Lebensräume in der Stadt! mehr

 



Natur im Kleingarten

 

Kleingärten sind ein wichtiger Teil der Stadtnatur und können Lebensraum für viele Tiere sein. Tipps und Tricks für naturnahes Gärtnern gibt der NABU in einem Faltblatt, das im NABU-Naturschutzbüro in Gohlis und beim Stadtverband der Kleingärtner in Plagwitz erhältlich ist.

 

 



Foto: Ina Ebert
Foto: Ina Ebert

Kleingarteninitiative „Baum statt Bäumchen“

Die leider verbrei­tete Meinung, es dürfen in Kleingärten nur kleine Obst­bäume gepflanzt werden, ist nicht richtig und hat dazu geführt, dass in vielen Gartenanlagen das Leben auf und in Obst­bäumen auf rasantem Rückgang ist. Besser sind Halbstämme, die eine Höhe von etwa 5 Metern erreichen und laut Bundeskleingartengesetzt erlaubt sind. Natürliche Bruthöhlen entstehen erst bei größeren und älteren Bäumen, die zudem mit ihren Blüten zahlreichen Insekten Nektar und Pollen bieten. mehr



Beschwerde gegen das Tourismuskonzept

 

Dass das Wassertouristische Nutzungskonzept in der Region Leipzig (WTNK) ohne Umweltverträglichkeits­prüfung und ohne Beteiligung der Öffentlichkeit realisiert wird, obwohl es erhebliche ökologische Auswirkungen hat, hält der NABU Leipzig für rechtswidrig. mehr

 

 

 



Foto: Doris Wolst/UFZ

Schutz der artenreichen Auenlandschaft

Das Auenökosystem ist auf periodische Hochwasserer­eignisse angewie­sen, sie wieder zu ermöglichen, ist deshalb eins der wichtigsten Natur­schutzziele. Neben dieser Auenrevitalisierung gilt es, den Auwald als artenreiche Kulturlandschaft zu erhalten. Ihre große Biodiversi­tät verdankt sie auch einer naturverträg­lichen Forstbewirtschaftung. Der NABU setzt sich dafür ein, dass dabei ökologische Zusam­menhänge und der Artenschutz beachtet werden. mehr