Foto: Ina Ebert
Foto: Ina Ebert

Wettbewerb „Baum statt Bäumchen“

Gesucht werden Leipzigs lebendigste Obstbäume. Bewerben können sich Besitzer von Obstbäumen in Größe eines Halbstammes, welcher wegen seiner Blüten und Früchte nicht nur erfolgreiche Ernte verspricht, sondern auch Lebensquartier für allerlei Wildtiere ist. Senden Sie ein oder mehrere Fotos mit kurzer Beschreibung, welche Lebewesen sich auf ihrem Baum tummeln per E-Mail. Die drei schönsten wählt der NABU aus. Einsendeschluss ist der 30. September 2019. mehr



Mitmachaktion „Was lebt in meinem Gartenteich?“

Die Aktion soll auf die wichtige ökologische Funktion fischfreier Klein­gewässer für Frösche, Kröten, Molche und Insekten aufmerksam machen. Kleingärtner können Fotos von Tieren, die sich an und in ihrem Teich angesiedelt haben, an den NABU Leipzig schicken. Unter allen Einsen­dungen wird im Dezember 2019 das Buch „Natur für jeden Garten“ von Reinhard Witt verlost. Naturnahe Teiche will der NABU im Internet vorstellen.



Insektenlebensraum

Blühwiese auf dem Friedhof Knauthain

Eine Grundlage der Biologischen Vielfalt sind Lebensräume für Insekten, die eine unverzichtbare Rolle im Ökosystem spielen. Unter anderem sind die Insekten eine wichtige Nahrungsquelle, zum Beispiel für Singvögel oder Fledermäuse. Ein wirkungsvolle und zugleich auch optisch reizvolle Hilfe für Insekten sind Blühflächen. Der NABU Leipzig wirbt für die Schaffung solcher Lebensräume, pflegt selbst mehrere Blühflächen und legt weitere an, zum Beispiel im Rahmen des Projekts „Puppenstuben gesucht“

Am 19. April 2019 waren NABU-Mitglieder im Einsatz auf dem Friedhof Knauthain, um auch hier Insektenlebensraum zu schaffen. Die Schmetterlings- und Wildbienenwiese ist bereits die fünfte, die der NABU Leipzig betreut.

Fotos: NABU Leipzig


Frühjahrsputz in Leipzig

NABU sammelt Müll in Gohlis und Portitz

Foto: Beatrice Jeschke
Foto: Beatrice Jeschke
Der NABU beteiligt sich am „Frühjahrsputz“ der Stadt Leipzig. Ein Wäldchen und eine Brachfläche rund um die Sylter Straße in Gohlis-Nord wurden am 13. April von Müll befreit. Sechs Naturfreunde sammelten in drei Stunden 22 Säcke Müll, sechs Eimer Glas,
einen Herd und einen Autoreifen aus der Natur. Weiterlesen

 

 

Die nächste Müllsammlung findet am 27. April 2019 statt, dann lädt der NABU zum Frühjahrsputz in Portitz ein. Treffpunkt ist um 10 Uhr die Ecke Melker Weg / Eferdinger Straße.

Foto: Karsten Peterlein
Foto: Karsten Peterlein

Leipzigs Artenvielfalt schrumpft

Interview mit der Leipziger Hochschulzeitung "student!"

Am Beispiel der Vogelvielfalt auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz hat der NABU Leipzig die ökologische Bedeutung städtischer Brachflächen dokumentiert. Anlässlich der konkreter werdenden Bebauungspläne hat student!-Autor Benjamin Sasse mit René Sievert vom NABU Leipzig über die Vernachlässigung von Naturschutz und Bürgerbeteiligung gesprochen. Weiterlesen



Fridays For Future

NABU und NAJU demonstrieren mit den Schülern

Foto: Beatrice Jeschke
Foto: Beatrice Jeschke

Jeden Freitag demonstrieren auch in Leipzig Schülerinnen und Schüler unter dem Motto Fridays For Future für den Klimaschutz. Leider wird auch die Stadt Leipzig ihrer Verantwortung für den Schutz des Klimas nicht gerecht. Beispielsweise registriert der NABU seit mehreren Jahren einen zunehmenden Verlust innerstädtischer Lebensräume. Damit geht aber nicht nur Lebensraum für die Tierwelt verloren, das vernichtete Stadtgrün ist auch ein Nachteil für das Stadtklima. Bäume und Sträucher werden ohne Ersatz beseitigt, und tagtäglich werden neue Flächen versiegelt und mit Beton bebaut – das ist das Gegenteil von Klimaschutz!

 

Deshalb unterstützt der NABU Leipzig die Demonstrationen der Schülerinnen und Schüler, viele NAJU-Mitglieder sind selbst unter den Demonstranten und auch andere NABU-Mitglieder schließen sich regelmäßig den Kund­gebungen an. Auch am 12. April 2019  haben wir gemeinsam demonstriert für Zukunft und Klima. Weiterlesen


Frühblüher-Exkursion

Foto: René Sievert
Foto: René Sievert

Der Leipziger Auwald hat zu jeder Jahreszeit seine Besonderheiten, doch besonders beeindruckend ist er im Frühling. Wenn die Bäume noch keine Laubblätter haben, erreicht das helle Sonnenlicht den Waldboden und sorgt dort für sprießende Pflanzen. Der Pflanzenexperte Jens Franke hat sie am 7. April 2019 bei einem botanischen Spaziergang vorgestellt. Die Tour startete bei herrlichem Frühlingswetter am Wildpark und führte von dort aus rund zwei Stunden durch den Auwald. Fast 30 Naturfreunde waren der Einladung des NABU gefolgt. Weiterlesen


Neue Nistkästen für den Abtnaundorfer Park

Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Drogenhilfe

In der Holzwerkstatt im Haus Alt-Schönefeld finden Maßnahmen des Jobcenters Leipzig in Kooperation mit dem Kommunalen Eigenbetrieb Leipzig Engelsdorf statt. Die Teilnehmer arbeiten montags bis freitags täglich vier Stunden unter arbeitsmarktnahen Bedingungen. Sie erlernen unter Anleitung die Arbeit mit Holz und erwerben Grundkenntnisse im Umgang mit holzverarbeitenden Maschinen.

Fotos: NABU Leipzig

 

Seit diesem Jahr gibt es auch eine Kooperation mit dem NABU Leipzig. Im Februar bauten die Mitarbeiter 20 marder- und waschbärsichere Nistkästen nach Wünschen des NABU. Ende Februar ging es dann gemeinsam in den Abtnaundorfer Park, wo sechs neue Nistkästen montiert wurden. Schon nach wenigen Minuten flog eine Blaumeise in einen der neuen Nistkästen. Die übrigen Vogelwohnungen werden auf dem Friedhof Schönefeld und im Volksgarten aufgehängt.

 

Der NABU Leipzig betreut über 700 Nistkästen im Stadtgebiet die meisten in Parkanlagen und auf Friedhöfen. Kooperationen wie mit der Holzwerkstattat sind eine wichtige Unterstützung für die ehrenamtliche Arbeit des NABU. Die Teilnehmer sind auch zum Vogelstimmenspaziergang des NABU am 8. Mai 2019 eingeladen. Gemeinsam geht es dann auf Entdeckungstour, um ihnen die Vogelwelt im Abtnaundorfer Park und die Vielfalt der verschiedenen Tierarten in der Partheaue näher zu bringen.  


SPATZiergang am Weltspatzentag

Rundgang führte durch Sperlingslebensräume in Gohlis

Am 20. März 2019 wurde in Leipzig zum zweiten Mal der Weltspatzentag begangen. Die Tradition aus Indien würdigt den einst so häufigen Vogel, der mittlerweile in Deutschland auf der Vorwarnstufe der Roten Liste steht. Vor allem in Großstädten ist ein rapider Bestandsrückgang zu verzeichnen. In diesem Jahr fand die Exkursion zum Weltspatzentag in Gohlis statt. Zwölf Naturfreunde folgten der Einladung des NABU Leipzig, um mehr über die Lebensweise, die Gefährdung und den Schutz des Haussperlings zu erfahren. Die Route führte zu idealen Sperlingslebensräumen, zeigte aber auch, wie durch Gehölzbeseitigungen und Gebäudesanierungen mehr und mehr Lebensraum verloren geht. Weiterlesen

Fotos: Ludo Van den Bogaert 


Feldlerche gesucht

NABU-Vortrag und Exkursion zum Vogel des Jahres

Exkursion mit dem NABU Leipzig auf der Suche nach dem Vogel des Jahres. Foto: Ludo Van den Bogaert
Exkursion mit dem NABU Leipzig auf der Suche nach dem Vogel des Jahres. Foto: Ludo Van den Bogaert

Die Feldlerche ist Vogel des Jahres 2019. Der NABU möchte mit dieser Wahl auf das Artensterben in der Agrarlandschaft aufmerksam machen, denn der Hauptgrund für den Rückgang der Feldlerche ist die intensive Landwirtschaft.

 

Am 17. März 2019 machte sich der NABU Leipzig auf die Suche nach dem Vogel des Jahres 2019. Dazu fand zunächst ein Vortrag in der Auwaldstation Leipzig statt, bei dem die Feldlerche näher vorgestellt wurde. Nach dem Vortrag folgte eine vogelkundliche Exkursion auf der Suche nach dem Vogel des Jahres, der dabei aber leider nicht gefunden wurde. Daran zeigt sich deutlich des Problem der Feldlerche: Früher geeignete Lebensräume sind heute wegen der fortschreitenden Naturzerstörung vielfach nicht mehr bewohnbar. Der Rundgang brachte dennoch viele Informationen über die Vogelarten im Schlosspark Lützschena, in der umgebenden Auenlandschaft und auf den Gewässern, die man beobachten konnte. Weiterlesen

 

Eine weitere Exkursion zum Vogel des Jahres findet am 19. Mai 2019, 9 Uhr statt. Dann geht der NABU bei Plaußig auf die Suche nach Feldlerchen. Alle Naturfreunde sind herzlich dazu eingeladen! Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich: telefonisch unter 0341 6884477 oder per E-Mail. Der Treffpunkt wird bei Anmeldung bekannt gegeben. 


Amphibienwanderung

NABU sucht Helfer für Krötenrettung

Foto: NABU Leipzig
Foto: NABU Leipzig

Angesichts der milden Temperaturen sind die Amphibien in Paarungsstimmung. Ein wenig Regen sorgte dafür, dass sich die ersten Tiere schon Anfang März auf den Weg zu den Laichgewässern gemacht haben. Leider endet er oft schon an der nächsten Straße, denn der Verkehr ist für die Tiere ein tödliches Risiko. Deshalb bittet der NABU auch in diesem Jahr wieder alle Autofahrer, auf die Tiere Rücksicht zu nehmen. Gefährlich für die wandernden Amphibien sind aber auch Fahrradfahrer und Fußgänger. Um sie auf dieses Problem hinzuweisen, hat der NABU Leipzig an verschiedenen Wald- und Parkwegen Hinweis­schilder aufgehängt. An besonders gefährlichen Stellen werden wieder Naturschutzmacher des NABU Leipzig als Krötenretter im Einsatz sein, um die Tiere im Eimer sicher über die Fahrbahn zu bringen.

 

Für solche Hilfseinsätze suchen die Amphibienretter des NABU Unterstützer. Wer sich abends dafür ein paar Stunden Zeit nehmen kann, ist herzlich dazu eingeladen. Helfer melden sich am besten per E-Mail oder telefonisch unter 0341 6884477.

 

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Foto: Karsten Peterlein
Foto: Karsten Peterlein

Possierlicher Problemfall

NABU-Vortragsabend über Waschbären

 

Der Waschbär gilt den einen als possierliches Tierchen, andere sahen in ihm schon immer einen Eindringling – da er aus Amerika stammt, ist er in unserer Natur nicht heimisch, und immer mehr Probleme zeigen sich. Wie muss man im praktischen Naturschutz darauf reagieren, welche Folgen hat der Waschbär für Brutvögel, kann man Nisthilfen „waschbärsicher“ bauen? Um solche Fragen ging es am 6. März 2019 beim NABU-Vortragsabend im Naturkundemuseum Leipzig. Der NABU informierte über Ideen und Beobachtungen und über ökologische Zusammenhänge.

Rund 60 Teilnehmehmer kamen zu der Veranstaltung, sodass der Raum bis auf den allerletzten Platz gefüllt war. Es zeigte sich, dass viele bereits persönlich auf die eine oder andere Art mit einem "Waschbärproblem" konfrontiert waren. Insofern folgte dem Vortrag noch eine angeregte Diskussion, bei der auch praktische, rechtliche und politische Fragen besprochen wurden.

 

Pressemitteilung     Veranstaltungsplakat     Weitere Informationen


Platz der Biologischen Vielfalt

Lebensraum Wilhelm-Leuschner-Platz ist in Gefahr

Foto: Beatrice Jeschke
Foto: Beatrice Jeschke

Die Leipziger kennen ihn als „Wilhelm-Leuschner-Platz“, seit einiger Zeit ist auch vom „Platz der Friedlichen Revolution“ die Rede, für den NABU Leipzig steht aber fest: Es ist der „Platz der Biologischen Vielfalt“. Die Artenvielfalt bei den Brutvögeln ist auf diesem Areal in der Innenstadt größer als auf vergleichbaren Flächen. Der Wildwuchs auf dem Gelände ist aber auch Heimat für andere Tierarten. Das ist umso wichtiger, je mehr die umliegenden Lebensräume verloren gehen. 

 

Mit großer Sorge beobachten Naturschützer, dass die Oase Wilhelm-Leuschner-Platz in Kürze ebenfalls dem Bauboom geopfert werden soll. Seit Beginn der Planungen für den Wilhelm-Leuschner-Platz hat der NABU Leipzig seine Zusammenarbeit angeboten, um eine möglichst naturverträgliche Nutzung zu erreichen. Es deutet aber nichts darauf hin, dass der Naturschutz bei den Planungen tatsächlich berücksichtigt wird.

 

Der NABU Leipzig hat nun erneut ein Positionspapier verfasst und umfangreiche Beobachtungsdaten zu geschützten Vogelarten an die Ämter der Stadt Leipzig übergeben. Der NABU hat auf die naturschutzrechtlichen Konflikte aufmerksam gemacht, die mit der Zerstörung von Lebensstätten geschützter Arten verbunden sind und hat dringend um Auskunft gebeten, wie der räumliche Zusammenhang der innerstädtischen Lebensräume geschützt werden soll, falls die Baupläne am Wilhelm-Leuschner-Platz realisiert werden.

 

Positionspapier     Pressemitteilung     Petition      Weiterlesen 

 

Demo für Artenvielfalt

Foto: Ludo Van den Bogaert
Foto: Ludo Van den Bogaert

Um dem Anliegen des Naturschutzes Gehör zu verschaffen, ist der NABU Leipzig am 12. Februar 2019 spontan auf die Straße gegangen. Naturschützer versammelten sich zu einer Kundgebung am Wilhelm-Leuschner-Platz. Passanten wurden auf das Problem der Lebensraumzerstörung hingewiesen, und auch im gegenüberliegenden Rathaus sollte man den Protest wahrnehmen.

 

Kundgebung vor dem Neuen Rathaus

 

Am 19. Februar 2019 wurden die Gewinner des Architekturwettbewerbs im Neuen Rathaus vorgestellt. Dass bei diesen Bauplanungen der Artenschutz berücksichtigt wurde, ist nicht zu erkennen. Deshalb hatte der NABU Leipzig am 19. Februar erneut zur Demonstration aufgerufen – direkt vor dem Neuen Rathaus fand eine Kundgebung statt. Weiterlesen

Foto: Karsten Peterlein
Foto: Karsten Peterlein

 

Petition für Mensch und Natur


BUND Regionalgruppe Leipzig e.V., NABU-Regionalverband Leipzig e.V., Ökolöwe – Umweltbund Leipzig e.V. und Ornithologischer Verein zu Leipzig e.V. haben eine Petition gestartet. Sie richtet sich gegen die in Leipzig seit Jahren anhaltende Vernichtung von Grünflächen, die für Mensch und Natur wertvoll sind. Seit 2016 wurden im Stadtgebiet mindestens 250 solche wertvollen Grünflächen mit zusammen rund 100 Hektar durch Gehölzrodung und Bauarbeiten bereits ersatzlos beseitigt. Am schlimmsten trifft es Vögel, Eidechsen, Amphibien, Igel, Fledermäuse und verschiedene Insekten, die keine entsprechenden Ausweichflächen finden. Sogar gesetzlich geschützte Tierarten sind betroffen. Dieser Tatbestand ist laut Bundesnaturschutzgesetz rechtswidrig, das wird jedoch in Leipzig vielfach ignoriert. Die Initiatoren der Petition bitten nun die Bevölkerung um ihre Stimme – der öffentliche Druck wächst, bei der Schließung von Baulücken darf die Stadtverwaltung die Natur und das grüne, lebendige Wohnumfeld nicht vergessen!

 

Petition     Pressemitteilung 

 

Müllsammelaktion

Wilde Ecken in der Stadt sind wertvolle Lebensräume, wichtig für Mensch und Natur. Wilde Ecken sollen aber keine Müllecken sein, der Platz der Biologischen Vielfalt ist kein Müllplatz! Deshalb fand am 8. März 2019 auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz eine Müllsammelaktion statt. 

Der NABU Leipzig hatte zu der Aktion eingeladen, 15 Naturfreunde kamen und haben fleißig Unrat eingesammelt: Etwa 200 Glasflaschen und viele Scherben, ca. 30 Coffee-to-go-Einwegbecher, Zigarettenschachteln, Lebensmittelverpackungen, Plastiktüten, einen Drucker, einen Stuhl, Fahrradteile, Radkappen, Spraydosen und anderen Abfall.  Weiterlesen   


„Leerplan“ für die Bildungslandschaft

NABU protestiert gegen radikale Gehölzbeseitigung im Umfeld von Schulen

Radikale Gehölzbeseitigung im Umfeld Leipziger Schulen. Fotos: NABU Leipzig 

 

Bäume und Sträucher werden in diesen Februarwochen im Eiltempo gefällt, was viele Bürger nicht hinnehmen wollen. Mit Unverständnis beobachten viele insbesondere den Kahlschlag an verschiedenen Schulen. Bäume, Sträucher, singende Vögel, summende Insekten – das wäre doch ein wunderbares Lernumfeld und auch ein möglicher Ort der Umweltbildung und des Naturerlebens an der Schule. Stattdessen wird alles Grün radikal beseitigt. Der NABU Leipzig hat bei den zuständigen Ämtern protestiert und bittet mit einem Offenen Brief um Auskunft, welche Ausgleichsmaßnahmen realisiert werden, um die zerstörten Lebensstätten an den Schulen zu ersetzen und um zu verhindern, dass die lokalen Populationen der betroffenen Singvogelarten noch weiter geschädigt werden.

 

Offener Brief     Pressemitteilung     Weiterlesen


Naturschützer füttern die Regenwürmer

NABU protestiert gegen radikale Beseitigung der Laubschicht

Das auf den Boden gefallene Laub ist ein wichtiger Teil des natürlichen Nährstoffkreislaufs und außerdem Lebensraum für Kleingetier, welches wiederum Nahrung anderer Tiere ist. Das herabgefallene Laub schützt auch den Boden vor Austrocknung sowie viele kleine Pflanzen vor dem Winterfrost. Vollkommen unverständlich ist es daher, dass mitten im Winter in Leipziger Parkanlagen großflächig das Laub beseitigt wird. Der nackte Boden wird dem kalten Wind ausgesetzt, die im Laub überwinternden Tiere werden umgebracht. Im Frühling und Sommer werden die Tiere im Park hier keine Nahrung mehr finden können, dem Boden wird die Nährstoffversorgung vorenthalten und er trocknet aus. 

Die radikale Beseitigung von Strauch- und Laubschicht in den Leipziger Grünanlagen schädigt nachhaltig den Lebensraum geschützter Tierarten.
Die radikale Beseitigung von Strauch- und Laubschicht in den Leipziger Grünanlagen schädigt nachhaltig den Lebensraum geschützter Tierarten.
Um den Regenwürmern ihr Futter wieder zu beschaffen, hat der NABU Leipzig in einem symbolischen Akt der Verzweiflung das Laub wieder zwischen den Sträuchern verteilt. Fotos: NABU Leipzig
Um den Regenwürmern ihr Futter wieder zu beschaffen, hat der NABU Leipzig in einem symbolischen Akt der Verzweiflung das Laub wieder zwischen den Sträuchern verteilt. Fotos: NABU Leipzig

 

Nur wenn Laub verrottet, finden Regenwürmer Nahrung. Nur wenn Vögel Regenwürmer finden, können sie erfolgreich brüten. Wer das Laub beseitigt, verhindert eine erfolgreiche Vogelbrut! Um den Regenwürmern ihr Futter wieder zu beschaffen, hat der NABU Leipzig eingegriffen: In einem symbolischen Akt der Verzweiflung haben Naturschützer in einer Parkanlage das eben zusammengekehrte Laub wieder zwischen den Sträuchern verteilt. 

 

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Foto: Reinhard Rädler
Foto: Reinhard Rädler

Kopfweidenschnitt

 

Am 23. Februar 2019 hatte der NABU wieder zum Kopfweidenschnitt auf den Parthewiesen aufgerufen. 17 fleißige Helfer kamen, um die ökologisch wertvollen Weiden zu pflegen. Nach kurzer Einweisung durch Bernd Hoffmann schwärmte die Helfertruppe aus, bewaffnet mit langen Astscheren, Sägen und Leitern. Schon nach kurzer Zeit waren die Weiden frisch frisiert. Das Schnittmaterial fand reißenden Absatz, denn die biegsamen Ruten eignen sich hervorragend zum Basteln. Weiterlesen


Für naturverträgliche Landwirtschaft

NABU Leipzig und 35.000 bei Großdemo in Berlin

Foto: Ludo Van den Bogaert
Foto: Ludo Van den Bogaert
Foto: Nick Jaussi/wir-haben-es-satt.de
Foto: Nick Jaussi/wir-haben-es-satt.de

Durch die EU-Agrarpolitik sind gutes Essen, eine naturverträgliche Landwirtschaft und der Erhalt der Bauernhöfe gefährdet. 2019 entscheidet die Bundesregierung bei der EU-Agrarreform (GAP) maßgeblich mit, welche Landwirtschaft die EU Jahr für Jahr mit 60 Milliarden Euro unterstützt. Der NABU fordert gemeinsam mit anderen Organisationen und zehntausenden Menschen einen Umbau zu einer bäuerlichen und ökologischeren Landwirtschaft. Es muss Schluss sein mit den Steuermilliarden für die Agrarindustrie! Subventionen darf es nur noch für umwelt- und klimaschonende Landwirtschaft sowie für artgerechte Tierhaltung geben, kleine und mittlere Betriebe, müssen mehr unterstützt werden. Um diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen, fand auch 2019 wieder eine Großdemonstration in Berlin statt. Auch der NABU Leipzig war dabei. Weiterlesen


Die Stunde der Wintervögel

Bundesweite Vogelzählung zum Mitmachen

Weidenmeise
Foto: NABU/Tom Dove

Jedes Jahr im Januar ruft der Naturschutzbund zur großen winterlichen Vogelzählung auf. Bei dieser „Stunde der Wintervögel“ kann jeder mitmachen, der sich eine Stunde Zeit nimmt. Man beobachtet die Tiere in der unmittelbaren Umgebung, notiert die Anzahl und die Vogelarten und meldet alles dem NABU. Dabei kann man Preise gewinnen, lernt etwas über die heimische Vogelwelt und hilft beim Vogelschutz. Denn die zahlreichen Daten aus ganz Deutschland liefern wertvolle Informationen über die Bestandsentwicklung bestimmter Vogelarten. 2019 fand die Stunde der Wintervögel vom 4. bis zum 6. Januar statt.

 

Der NABU Leipzig hat Führungen angeboten, bei denen man sich zusammen mit anderen an der Aktion beteiligen und Informationen über die Vögel bekommen konnte. Am Sonnabend gab es eine Exkursion durch den Robert-Koch-Park Grünau,  am Sonntag durch den Zaubergarten Stötteritz. Zudem hatte die NAJU am Sonnabend zur Stunde der Wintervögel in den Clara-Zetkin-Park eingeladen. Weiterlesen


Für Lebendige Friedhöfe

Kooperation zwischen NABU und inab

NABU und inab im Einsatz auf dem Friedhof Lößnig. Foto: NABU Leipzig
NABU und inab im Einsatz auf dem Friedhof Lößnig. Foto: NABU Leipzig

Im Dienste des Naturschutzes kooperiert der NABU Leipzig mit der inab-Ausbildungs- und Beschäftigungsgesellschaft mbH. Schauplätze der gemeinsamen Aktivitäten, die im September begannen, sind Leipziger Friedhöfe. Im Zuge der Zusammenarbeit entstehen hier Lebensräume, bestehende Nistkästen und Fledermausquartiere werden aufgearbeitet und gepflegt und der Bestand an Nisthilfen wird erweitert.

 

Durch die Kooperation von NABU und inab können weitere Friedhöfe im Projekt "Lebendige Friedhöfe" betreut werden, Artenschutzmaßnahmen sollen die Tierwelt in der Stadt unterstützen. Ermöglicht wird das durch das Jobcenter Leipzig, das die Arbeitsgelegenheit (AGH) „Auf dem Friedhof bewegt sich was – Ausgestaltung der sonst so ruhigen Naturoasen“ finanziert. 20 Personen aus dem ALG-II-Bezug werden in die Arbeit eingebunden.

 

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Mehr Grün am Wegesrand

NABU-Pflanzaktion am Ortsrand von Plaußig

Fotos: René Sievert

 

Die NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz hat es sich zur Aufgaben gemacht, am Ortsrand von Plaußig ein artenreiches Biotop aufzubauen. Bereits im vorigen Jahr wurden Obstbäume einheimischer Sorten, mehr als 200 Büsche sowie über 50 Bäumchen Wildobst gepflanzt. Am 10. November 2018 fand bei herrlichem spätsommerlichem Wetter ein weiterer Arbeitseinsatz statt. Dabei wurden weitere Büsche in die Erde gebracht, außerdem wurde Mahdgut von der Fläche zu einem Komposthaufen gebracht. Auf ihm sollen später spezielle Blühpflanzen für einheimische Schmetterlinge gepflanzt werden. Daneben wird eine Blühwiese angelegt, die im Rahmen des Schmetterlingswiesenprojekts „Puppenstuben gesucht“ gepflegt wird. Die Fläche wird auf diese Weise Heimat und Nahrungsgrundlage für Insekten.

 

In den vier Stunden war es leider nicht möglich, alle erforderlichen Arbeiten zum Abschluss zu bringen, deshalb plant der NABU noch einen weiteren Arbeitseinsatz. Wer dabei helfen möchte, kann sich gerne melden - per E-Mail oder telefonisch unter 0341 6884477. Weiterlesen


Exkursion für Stadträte

Diskussion über Forstwirtschaft und Auenökologie

Foto: Doris Wolst/UFZ
Foto: Doris Wolst/UFZ

Kurz bevor der Stadtrat über den Forstwirtschaftsplan entscheidet, hatte der NABU Leipzig Stadträte und Fachpolitiker zu einer Auwaldexkursion eingeladen. Ziel war es, den Politikern im Vorfeld ihrer Entscheidungen einen Einblick in ökologische Zusammenhänge, naturwissenschaftliche Forschung und naturschutzfachliche Ziele im Leipziger Auenökosystem zu geben. Wissenschaftler und Naturschützer haben die Teilnehmer durch die Burgaue geführt und vor Ort Fragen beantwortet.

 

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Tiermord in der Stadt

Tagtäglich werden in Leipzig bei Bau- oder Gehölzpflegearbeiten Tiere getötet – Fledermäuse werden eingemauert, Vogelnester in den Bauschutt geworfen oder Eidechsen plattgewalzt. Und nicht nur die Nistplätze schwinden, auch Orte für die Nahrungssuche gehen verloren. Zur Verzweiflung vieler Bürger und Naturschützer ist das leider seit Jahren und Jahrzehnten Alltag. In vielen Fällen handelt es sich um Verstöße gegen das Naturschutzrecht, was jedoch oft folgenlos bleibt, oder die Täter nehmen die Strafen in Kauf. Nahezu täglich werden dem NABU mehrere Fälle gemeldet. Bürger verstehen nicht, warum die Behörden nicht einschreiten und warum das Naturschutzrecht offenbar für viele Bauherren und Baumfäller nicht gilt. Auch Bauprojekte oder Gehölzpflegearbeiten im Auftrag der Stadt selbst sind keineswegs vorbildlich.

 

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Dieser Hausspatz hat noch sein Haus. Oft werden aber Nistplätze in Gebäuden bei Sanierungsarbeiten zerstört und zum Teil auch die Nestinsassen getötet. Foto: NABU Leipzig
Dieser Hausspatz hat noch sein Haus. Oft werden aber Nistplätze in Gebäuden bei Sanierungsarbeiten zerstört und zum Teil auch die Nestinsassen getötet. Foto: NABU Leipzig

Tödliche Klebepaste

Bitte melden Sie Einsatzorte und verklebte Vögel!

Mit großer Sorge beobachten Vogelschützer bundesweit den Einsatz einer sogenannten "Vogelabwehrpaste". Dieser silikonartige Kleber wird auf Geländern, Fensterbrettern oder Dächern aufgebracht, um Vögel zu vertreiben. Von den Herstellern wird das Mittel als harmlos angepriesen, doch das ist es nicht. Es hat für die Vögel tödliche Folgen. Der NABU Leipzig fordert deshalb alle auf, dieses Mittel keinesfalls einzusetzen! Die Verwendung ist nach Auffassung des NABU gesetzeswidrig.

 

Wer Stellen kennt, an denen die gefährliche Klebepaste bereits verwendet wurde oder wer Vögel mit verklebtem Gefieder beobachtet, informiert bitte die Wildvogelhilfe des NABU Leipzig telefonisch unter
0341 927 62 027 oder per
E-Mail.

 

An diesem Wohnhaus im Leipziger Zentrum wurde die gefährliche Klebepaste aufgetragen.
An diesem Wohnhaus im Leipziger Zentrum wurde die gefährliche Klebepaste aufgetragen.
Diese Kohlemeise ist an der Abwehrpaste kleben geblieben und qualvoll verendet, weil sie sich nicht mehr befreien konnte. Fotos: NABU Leipzig
Diese Kohlemeise ist an der Abwehrpaste kleben geblieben und qualvoll verendet, weil sie sich nicht mehr befreien konnte. Fotos: NABU Leipzig

Wenn die Tiere mit dem heimtückischen Gel in Kontakt kommen, bleiben sie kleben. Sie verenden qualvoll oder verkleben sich das Gefieder, so dass sie flugunfähig werden. Wenn sie nicht gefunden werden, verhungern diese Vögel. Sie von den Verklebungen zu befreien ist ein sehr aufwändiger Prozess. Leider sind in Leipzig und anderen deutschen Städten bereits Todesopfer zu beklagen, darunter Kohlmeisen und ein Turmfalke. Weiterlesen


Leipzig schrumpft

NABU beklagt Lebensraumverlust in der wachsenden Stadt

Leipzig wächst für die Menschen. Demnächst wird die Stadt wohl mehr als 580.000 Einwohner haben, bis 2030 werden gar 720.000 erwartet. An den vielen Baustellen ist gerade zu sehen, wie sich ein solches Wachstum auswirkt. Neue Wohnungen, Einkaufsmärkte und Gewerbegebiete werden gebaut.

 

Aber Leipzig schrumpft für die Wildtiere! Während die Stadt wächst, haben diese Stadtbewohner immer weniger Platz. Viele Brachflächen und Grünanlagen gibt es nicht mehr, Sträucher und Bäume wurden gerodet. Damit einher geht der Verlust von potenziellen Lebensräumen der Tiere. Immer mehr Menschen fällt auf, dass es beispielsweise weniger Sperlinge und Amseln gibt. Igel, Fledermaus, Schmetterling und Nachtigall, die zum lebendigen Stadtbild von Leipzig gehörten, werden immer seltener.

 

Darauf weist der NABU Leipzig hin, der allein im Jahr 2016 einen Flächenverlust von über 50 Hektar erfasst hat. Das sind Flächen, die lange von unseren tierischen Mitbewohnern genutzt wurden und die nun nicht mehr existieren. Eine Karte gibt einen entsprechenden Überblick über diese vom NABU registrierten Flächen – viele weitere sind in dieser Übersicht noch gar nicht enthalten.

 

Der NABU wirbt für einen verantwortungsvollen Umgang mit vorhanden Flächen. Bei Bauplanungen sollte man Lebensräume für tierische Nachbarn von Anfang an berücksichtigen.

 

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WEITERE THEMEN


Foto: Hans-Joachim Kietz

Buntes Grün

 

Zum Ausgleich für verlorenes Grün, können Blühflächen angelegt und Sträucher gepflanzt werden. Der NABU bietet dabei seine Beratung an. Machen Sie mit: Schaffen Sie Lebensräume in der Stadt!

 

 

 



Natur im Kleingarten

 

Kleingärten sind ein wichtiger Teil der Stadtnatur und können Lebensraum für viele Tiere sein. Tipps und Tricks für naturnahes Gärtnern gibt der NABU in einem Faltblatt, das im NABU-Naturschutzbüro in Gohlis und beim Stadtverband der Kleingärtner in Plagwitz erhältlich ist.

 

 



Beschwerde gegen das Tourismuskonzept

 

Dass das Wassertouristische Nutzungskonzept in der Region Leipzig (WTNK) ohne Umweltverträglichkeits­prüfung und ohne Beteiligung der Öffentlichkeit realisiert wird, obwohl es erhebliche ökologische Auswirkungen hat, hält der NABU Leipzig für rechtswidrig.

 

 



Zukunft des Wilhelm-Leuschner-Platzes

 

Positionspapier von BUND und NABU Leipzig für den Erhalt des innerstädtischen Lebensraums

 

 

 



Tipps zum Artenschutz beim Gebäudeneubau

 

Wie man mit geringem Aufwand Vogelnistplätze und Fledermausquartiere in Gebäudeneubauten integrieren kann, zeigt die kleine Broschüre. Sie basiert auf einer Bachelorarbeit an der HTWK.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Wohnungsnot durch Bauboom

 

Bei Gebäudesanierungen werden Nistplätze zerstört

NABU fordert Einhaltung der Artenschutzgesetze