Foto: Ina Ebert
Foto: Ina Ebert

Wettbewerb „Baum statt Bäumchen“

Gesucht werden Leipzigs lebendigste Obstbäume. Bewerben können sich Besitzer von Obstbäumen in Größe eines Halbstammes, welcher wegen seiner Blüten und Früchte nicht nur erfolgreiche Ernte verspricht, sondern auch Lebensquartier für allerlei Wildtiere ist. Senden Sie ein oder mehrere Fotos mit kurzer Beschreibung, welche Lebewesen sich auf ihrem Baum tummeln per E-Mail. Die drei schönsten wählt der NABU aus. Einsendeschluss ist der 30. September 2019. mehr



Mitmachaktion „Was lebt in meinem Gartenteich?“

Die Aktion soll auf die wichtige ökologische Funktion fischfreier Klein­gewässer für Frösche, Kröten, Molche und Insekten aufmerksam machen. Kleingärtner können Fotos von Tieren, die sich an und in ihrem Teich angesiedelt haben, an den NABU Leipzig schicken. Unter allen Einsen­dungen wird im Dezember 2019 das Buch „Natur für jeden Garten“ von Reinhard Witt verlost. Naturnahe Teiche will der NABU im Internet vorstellen.



Bäume und Sträucher

14. Juni: Exkursion im Eutritzscher Park

Foto: Beatrice Jeschke
Foto: Beatrice Jeschke

Am Freitag, 14. Juni 2019, findet im Eutritzscher Park ein gehölzkundlicher Rundgang mit Manfred Reichertz statt.

Er wird verschiedene Bäume und Sträucher vorstellen und gibt interessante Informationen zu den Gehölzen.

Treffpunkt ist um 15 Uhr der Park-Teich am Park-Eingang Coppistraße.

Die Veranstaltung ist öffentlich und die Teilnahme kostenfrei. Alle Naturfreunde sind herzlich dazu eingeladen. 

 

Bäume und Sträucher haben eine große Bedeutung für das Ökosystem Stadt. Die Gehölze sind wichtig für das Stadtklima, für das Wohlbefinden der Menschen, und sie bieten vielen Tieren Unterschlupf und Nahrung. Leider fallen viele Gehölze dem Bauboom zum Opfer – Leipzig schrumpft! Damit geht ihre wertvolle ökologische Funktion verloren – zum Nachteil für Mensch und Natur. Der NABU setzt sich daher für ihren Erhalt ein sowie für eine naturverträgliche Gehölzpflege. Petition

 


Mondschein über dem Südfriedhof

NABU-Abendveranstaltung zum Wave-Gotik-Treffen 2019

Foto: Ludo Van den Bogaert
Foto: Ludo Van den Bogaert

Am Pfingstwochenende fand in Leipzig wieder das Wave-Gotik-Treffen statt. Nach Angaben der Veranstalter kamen in diesem Jahr rund 21.000 Teilnehmer nach Leipzig. Eine feste Größe im Rahmenprogramm des WGT ist inzwischen die Abendexkursion des NABU Leipzig auf dem Südfriedhof. Sie fand 2019 zum fünften Mal statt und lockte fast 200 Teilnehmer an. Auf dem Rundgang gab es Informationen zur Natur auf dem Südfriedhof und zum NABU-Projekt „Lebendige Friedhöfe“. Pünktlich zum Sonnenuntergang erreichte die Gruppe das Krematorium, wo der zweite Teil der NABU-Veranstaltung eingeläutet wurde – der Fledermausabend.  Weiterlesen


Insektensommer

NABU ruft zum Insektenzählen auf

Unter dem Motto „Zählen, was zählt“ startet der NABU vom 31. Mai bis zum 9. Juni die erste Zählphase der diesjährigen Aktion Insektensommer. Naturfreunde sind auch im zweiten Jahr der Aktion aufgerufen, die Summer, Brummer und Krabbler in ihrer Umgebung zu beobachten und online zu melden. Ziel des Insektensommers ist es, auf die enorme Bedeutung der Insekten aufmerksam zu machen und für den Schutz dieser Tiergruppe zu sensibilisieren. Jeder kann mithelfen, Daten zur Artenvielfalt und Häufigkeit der Insekten zu sammeln. Beobachten und zählen kann man fast überall, das Beobachtungsgebiet sollte jedoch nicht größer sein als etwa zehn mal zehn Meter. Gezählt wird eine Stunde lang.

 

Der NABU Leipzig lädt Insektenfreunde zu gemeinsamen Zählaktionen ein. Dafür gibt es Veranstaltungen in den beiden Zählperioden im Juni und August. Dabei stellt der NABU Leipzig seine Aktivitäten für den Schutz von Insektenlebensräumen vor. Die erste gemeinsame Zählung fand am 6. Juni statt, die nächste ist am 10. August und für Kinder am 6. August.  Weiterlesen 


Vogelmord für schöne Fassaden

NABU dokumentiert erneut Straftaten bei Bauarbeiten in Leipzig

Vögel, wie dieser Star, konnten nicht mehr zu den Nistplätzen. Die Bruthöhlen waren verschlossen. Fotos: NABU Leipzig
Vögel, wie dieser Star, konnten nicht mehr zu den Nistplätzen. Die Bruthöhlen waren verschlossen. Fotos: NABU Leipzig
Einsatz von NABU und Feuerwehr zur Öffnung der verschlossenen Nisthöhlen und Rettung der eingeschlossenen Tiere.
Einsatz von NABU und Feuerwehr zur Öffnung der verschlossenen Nisthöhlen und Rettung der eingeschlossenen Tiere.

Jedes Jahr zu Vogelbrutzeit ereignen sich dieselben Dramen: Bauleute verschließen Löcher in Fassaden und zerstören damit Nistplätze gesetzlich geschützter Tierarten. Aber damit nicht genug: Oftmals werden die darin nistenden Vögel und ihre Jungtiere bei lebendigem Leib eingemauert, sodass sie qualvoll sterben. Immer wieder wird in solchen Fällen von verzweifelten Anwohnern der NABU informiert, weil die Bürger zuvor nirgendwo Gehör fanden. Oftmals kommt dann jede Hilfe zu spät oder es kommt zu einer Rettung in letzter Minute. In solchen Fällen kann das mit hohen Kosten für die Täter verbunden sein. In einem besonders dramatischen Fall hat der NABU jetzt in Grünau Vögel mithilfe der Feuerwehr befreit, und die Tierquälerei wurde bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Die zuständige Wohnungsgenossenschaft hatte Nisthöhlen in der Fassade verschlossen, um die dort brütenden Vögel zu töten und zu vertreiben.

 

Für diese vier Vogelküken kam die Hilfe leider zu spät.
Für diese vier Vogelküken kam die Hilfe leider zu spät.

Der NABU Leipzig bedankt sich bei Polizei, Feuerwehr und Polizeibehörde für die Zusammenarbeit in diesem Notfall! Der NABU fordert alle Bauherren und Genehmigungsbehörden auf, die Gesetze zum Tier- und Naturschutz einzuhalten und zudem sensibel vorzugehen, um Leib und Leben unserer tierischen Mitbürger zu schützen. Zudem sollten Hinweise von Bürgern ernst genommen werden. Singvögel sind keine Schädlinge, sondern nach EU-Gesetzen geschützte Tierarten! Ihr Schutz und schnelles Eingreifen bei Gesetzesverstößen sind dringend geboten! Zudem verweist der NABU Leipzig erneut auf seine Petition „Bauen und Natur erhalten“: Natur- und Artenschutz muss grundsätzlich bei allen Bauarbeiten und Planungen von Anfang an berücksichtigt werden!

 

Pressemitteilung     Weiterlesen


Festakt auf der NABU-Wiese

Sächsische Schmetterlingswiesensaison 2019 wurde eingeläutet

Offizieller Start der Schmetterlingswiesensaison auf dem Biotop Plaußig. Fotos: Ina Ebert

 

Im Projekt „Puppenstuben gesucht“ gibt es inzwischen sachsenweit 300 Schmetterlingswiesen, die insektenfreundlich gepflegt werden. Am 22. Mai 2019 startete das Projekt offiziell in sein fünftes Jahr: Die Schmetterlingswiesensaison wurde mit einem Festakt eingeläutet. Dazu waren in diesem Jahr die Projektpartner aus ganz Sachsen beim NABU Leipzig auf dem Biotop Plaußig zu Gast. Nach der Begrüßung und einleitenden Worten waren alle zur Entdeckungstour eingeladen. Dabei wurden die verschiedenen Naturschutzmaßnahmen vorgestellt. Anschließend demonstrierten NABU-Mitglieder mit Sensen die insektenfreundliche Wiesenmahd. Es gab viele interessante Gespräche und fachlichen Informations- und Meinungsaustausch, und alle freuten sich sehr über den Imbiss, den NABU-Mitglieder vorbereitet hatten. Weiterlesen


10. bis 12. Mai 2019

Stunde der Gartenvögel

Vom 10. bis zum 12. Mai findet wieder die „Stunde der Gartenvögel“ statt. Menschen in ganz Deutschland sind aufgerufen, eine Stunde lang Vögel in der unmittelbaren Umgebung zu beobachten und die Ergebnisse dem NABU zu melden. So werden wertvolle Informationen für den Vogelschutz gesammelt. In diesem Jahr findet die Stunde der Gartenvögel zum 15. Mal statt. Das erlaubt den NABU-Experten interessante Aussagen zu Bestandsentwicklung von Vogelarten im Siedlungsraum. 

 

Der NABU-Regionalverband Leipzig bietet am Aktionswochenende auch wieder Exkursionen zur Stunde der Gartenvögel an, die für Kinder und Erwachsene geeignet sind, so am 11. Mai in der Kleingartenanlage „Südvorstadt“ und am 12. Mai im Palmengarten. Weiterlesen 



„Der frühe Vogel singt nicht mehr!“

Demonstration für Baumschutz, Stadtgrün, Klimaschutz

Am 25. April 2019 war der Internationale Tag des Baumes. Der NABU Leipzig hat diesen Tag genutzt, um auf den Schwund des Stadtgrüns und den ersatzlosen Verlust von Bäumen aufmerksam zu machen. Zudiesem Zweck hat der NABU Leipzig gemeinsam mit Bündnis 90 / Die Grünen Leipzig, Querbeet e.V., Ökolöwe - Umweltbund Leipzig e.V., Grüne Jugend, Michael Berninger von LeipzigGrün - Netzwerk für Stadtnatur und Landschaftskultur, Jürgen Kasek von der Initiative Ökologisches Leipzig sowie weiteren Initiativen und interessierten Bürgern in der Leipziger Innenstadt demonstriert.

Der NABU bedankt sich bei allen Demonstrationsteilnehmern für die großartige Unterstützung!

Zudem bittet der NABU Leipzig, die Petition zu unterzeichnen, mit der den Forderungen weiter Nachdruck verliehen werden soll. Weitere Informationen

Foto: NABU Leipzig
Foto: NABU Leipzig

Insektenlebensraum

Blühwiese auf dem Friedhof Knauthain

Eine Grundlage der Biologischen Vielfalt sind Lebensräume für Insekten, die eine unverzichtbare Rolle im Ökosystem spielen. Unter anderem sind die Insekten eine wichtige Nahrungsquelle, zum Beispiel für Singvögel oder Fledermäuse. Ein wirkungsvolle und zugleich auch optisch reizvolle Hilfe für Insekten sind Blühflächen. Der NABU Leipzig wirbt für die Schaffung solcher Lebensräume, pflegt selbst mehrere Blühflächen und legt weitere an, zum Beispiel im Rahmen des Projekts „Puppenstuben gesucht“

Am 19. April 2019 waren NABU-Mitglieder im Einsatz auf dem Friedhof Knauthain, um auch hier Insektenlebensraum zu schaffen. Die Schmetterlings- und Wildbienenwiese ist bereits die fünfte, die der NABU Leipzig betreut.

Fotos: NABU Leipzig


Frühjahrsputz in Leipzig

NABU sammelt Müll in Gohlis und Portitz

Foto: Beatrice Jeschke
Foto: Beatrice Jeschke

Der NABU beteiligt sich am „Frühjahrsputz“ der Stadt Leipzig. Ein Wäldchen und eine Brachfläche rund um die Sylter Straße in Gohlis-Nord wurden am 13. April von Müll befreit. Sechs Naturfreunde sammelten in drei Stunden 22 Säcke Müll, sechs Eimer Glas,
einen Herd und einen Autoreifen aus der Natur.

 

Die nächste Müllsammlung fand am 27. April 2019 in der Krätzbergsiedlung statt. Die NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz hatte dazu eingeladen. Fleißige Helfer fanden sich wie jedes Jahr am Treffpunkt ein, selbst NABU-Freunde aus anderen Stadtteilen wollten helfen und wurden natürlich freundlich begrüßt, dann wurden die Müllsäcke verteilt und es begann die Sammlung in verschiedenen Revieren in kleinen Teams. Schwerpunkt war der Straßengraben an der Tauchaer Straße. In diesem Jahr kamen nur knapp vier Säcke Abfall zusammen, was ein Positiv-Rekord der letzten Jahre darstellt. Das ist sehr erfreulich und vielleicht hat sich das Umweltbewusstsein verbessert. Weiterlesen


Foto: Karsten Peterlein
Foto: Karsten Peterlein

Leipzigs Artenvielfalt schrumpft

Interview mit der Leipziger Hochschulzeitung "student!"

Am Beispiel der Vogelvielfalt auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz hat der NABU Leipzig die ökologische Bedeutung städtischer Brachflächen dokumentiert. Anlässlich der konkreter werdenden Bebauungspläne hat student!-Autor Benjamin Sasse mit René Sievert vom NABU Leipzig über die Vernachlässigung von Naturschutz und Bürgerbeteiligung gesprochen. Weiterlesen



Fridays For Future

NABU und NAJU demonstrieren mit den Schülern

Foto: Beatrice Jeschke
Foto: Beatrice Jeschke

Jeden Freitag demonstrieren auch in Leipzig Schülerinnen und Schüler unter dem Motto Fridays For Future für den Klimaschutz. Leider wird auch die Stadt Leipzig ihrer Verantwortung für den Schutz des Klimas nicht gerecht. Beispielsweise registriert der NABU seit mehreren Jahren einen zunehmenden Verlust innerstädtischer Lebensräume. Damit geht aber nicht nur Lebensraum für die Tierwelt verloren, das vernichtete Stadtgrün ist auch ein Nachteil für das Stadtklima. Bäume und Sträucher werden ohne Ersatz beseitigt, und tagtäglich werden neue Flächen versiegelt und mit Beton bebaut – das ist das Gegenteil von Klimaschutz!

 

Deshalb unterstützt der NABU Leipzig die Demonstrationen der Schülerinnen und Schüler, viele NAJU-Mitglieder sind selbst unter den Demonstranten und auch andere NABU-Mitglieder schließen sich regelmäßig den Kund­gebungen an. Auch am 12. April 2019  haben wir gemeinsam demonstriert für Zukunft und Klima. Weiterlesen


Neue Nistkästen für den Abtnaundorfer Park

Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Drogenhilfe

In der Holzwerkstatt im Haus Alt-Schönefeld finden Maßnahmen des Jobcenters Leipzig in Kooperation mit dem Kommunalen Eigenbetrieb Leipzig Engelsdorf statt. Die Teilnehmer arbeiten montags bis freitags täglich vier Stunden unter arbeitsmarktnahen Bedingungen. Sie erlernen unter Anleitung die Arbeit mit Holz und erwerben Grundkenntnisse im Umgang mit holzverarbeitenden Maschinen.

Fotos: NABU Leipzig

 

Seit diesem Jahr gibt es auch eine Kooperation mit dem NABU Leipzig. Im Februar bauten die Mitarbeiter 20 marder- und waschbärsichere Nistkästen nach Wünschen des NABU. Ende Februar ging es dann gemeinsam in den Abtnaundorfer Park, wo sechs neue Nistkästen montiert wurden. Schon nach wenigen Minuten flog eine Blaumeise in einen der neuen Nistkästen. Die übrigen Vogelwohnungen werden auf dem Friedhof Schönefeld und im Volksgarten aufgehängt.

 

Der NABU Leipzig betreut über 700 Nistkästen im Stadtgebiet die meisten in Parkanlagen und auf Friedhöfen. Kooperationen wie mit der Holzwerkstattat sind eine wichtige Unterstützung für die ehrenamtliche Arbeit des NABU. Die Teilnehmer sind auch zum Vogelstimmenspaziergang des NABU am 8. Mai 2019 eingeladen. Gemeinsam geht es dann auf Entdeckungstour, um ihnen die Vogelwelt im Abtnaundorfer Park und die Vielfalt der verschiedenen Tierarten in der Partheaue näher zu bringen.  


SPATZiergang am Weltspatzentag

Rundgang führte durch Sperlingslebensräume in Gohlis

Am 20. März 2019 wurde in Leipzig zum zweiten Mal der Weltspatzentag begangen. Die Tradition aus Indien würdigt den einst so häufigen Vogel, der mittlerweile in Deutschland auf der Vorwarnstufe der Roten Liste steht. Vor allem in Großstädten ist ein rapider Bestandsrückgang zu verzeichnen. In diesem Jahr fand die Exkursion zum Weltspatzentag in Gohlis statt. Zwölf Naturfreunde folgten der Einladung des NABU Leipzig, um mehr über die Lebensweise, die Gefährdung und den Schutz des Haussperlings zu erfahren. Die Route führte zu idealen Sperlingslebensräumen, zeigte aber auch, wie durch Gehölzbeseitigungen und Gebäudesanierungen mehr und mehr Lebensraum verloren geht. Weiterlesen

Fotos: Ludo Van den Bogaert 


Feldlerche gesucht

NABU-Vortrag und Exkursion zum Vogel des Jahres

Exkursion mit dem NABU Leipzig auf der Suche nach dem Vogel des Jahres. Foto: Ludo Van den Bogaert
Exkursion mit dem NABU Leipzig auf der Suche nach dem Vogel des Jahres. Foto: Ludo Van den Bogaert

Die Feldlerche ist Vogel des Jahres 2019. Der NABU möchte mit dieser Wahl auf das Artensterben in der Agrarlandschaft aufmerksam machen, denn der Hauptgrund für den Rückgang der Feldlerche ist die intensive Landwirtschaft.

 

Am 17. März 2019 machte sich der NABU Leipzig auf die Suche nach dem Vogel des Jahres 2019. Dazu fand zunächst ein Vortrag in der Auwaldstation Leipzig statt, bei dem die Feldlerche näher vorgestellt wurde. Nach dem Vortrag folgte eine vogelkundliche Exkursion auf der Suche nach dem Vogel des Jahres, der dabei aber leider nicht gefunden wurde. Daran zeigt sich deutlich des Problem der Feldlerche: Früher geeignete Lebensräume sind heute wegen der fortschreitenden Naturzerstörung vielfach nicht mehr bewohnbar. Der Rundgang brachte dennoch viele Informationen über die Vogelarten im Schlosspark Lützschena, in der umgebenden Auenlandschaft und auf den Gewässern, die man beobachten konnte. Weiterlesen

 

Eine weitere Exkursion zum Vogel des Jahres findet am 19. Mai 2019, 9 Uhr statt. Dann geht der NABU bei Plaußig auf die Suche nach Feldlerchen. Alle Naturfreunde sind herzlich dazu eingeladen! Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich: telefonisch unter 0341 6884477 oder per E-Mail. Der Treffpunkt wird bei Anmeldung bekannt gegeben. 


Platz der Biologischen Vielfalt

Lebensraum Wilhelm-Leuschner-Platz ist in Gefahr

Foto: Beatrice Jeschke
Foto: Beatrice Jeschke

Die Leipziger kennen ihn als „Wilhelm-Leuschner-Platz“, seit einiger Zeit ist auch vom „Platz der Friedlichen Revolution“ die Rede, für den NABU Leipzig steht aber fest: Es ist der „Platz der Biologischen Vielfalt“. Die Artenvielfalt bei den Brutvögeln ist auf diesem Areal in der Innenstadt größer als auf vergleichbaren Flächen. Der Wildwuchs auf dem Gelände ist aber auch Heimat für andere Tierarten. Das ist umso wichtiger, je mehr die umliegenden Lebensräume verloren gehen. 

 

Mit großer Sorge beobachten Naturschützer, dass die Oase Wilhelm-Leuschner-Platz in Kürze ebenfalls dem Bauboom geopfert werden soll. Seit Beginn der Planungen für den Wilhelm-Leuschner-Platz hat der NABU Leipzig seine Zusammenarbeit angeboten, um eine möglichst naturverträgliche Nutzung zu erreichen. Es deutet aber nichts darauf hin, dass der Naturschutz bei den Planungen tatsächlich berücksichtigt wird.

 

Der NABU Leipzig hat nun erneut ein Positionspapier verfasst und umfangreiche Beobachtungsdaten zu geschützten Vogelarten an die Ämter der Stadt Leipzig übergeben. Der NABU hat auf die naturschutzrechtlichen Konflikte aufmerksam gemacht, die mit der Zerstörung von Lebensstätten geschützter Arten verbunden sind und hat dringend um Auskunft gebeten, wie der räumliche Zusammenhang der innerstädtischen Lebensräume geschützt werden soll, falls die Baupläne am Wilhelm-Leuschner-Platz realisiert werden.

 

Positionspapier     Pressemitteilung     Petition      Weiterlesen 

 

Demo für Artenvielfalt

Foto: Ludo Van den Bogaert
Foto: Ludo Van den Bogaert

Um dem Anliegen des Naturschutzes Gehör zu verschaffen, ist der NABU Leipzig am 12. Februar 2019 spontan auf die Straße gegangen. Naturschützer versammelten sich zu einer Kundgebung am Wilhelm-Leuschner-Platz. Passanten wurden auf das Problem der Lebensraumzerstörung hingewiesen, und auch im gegenüberliegenden Rathaus sollte man den Protest wahrnehmen.

 

Kundgebung vor dem Neuen Rathaus

 

Am 19. Februar 2019 wurden die Gewinner des Architekturwettbewerbs im Neuen Rathaus vorgestellt. Dass bei diesen Bauplanungen der Artenschutz berücksichtigt wurde, ist nicht zu erkennen. Deshalb hatte der NABU Leipzig am 19. Februar erneut zur Demonstration aufgerufen – direkt vor dem Neuen Rathaus fand eine Kundgebung statt. Weiterlesen

Foto: Karsten Peterlein
Foto: Karsten Peterlein

 

Petition für Mensch und Natur


BUND Regionalgruppe Leipzig e.V., NABU-Regionalverband Leipzig e.V., Ökolöwe – Umweltbund Leipzig e.V. und Ornithologischer Verein zu Leipzig e.V. haben eine Petition gestartet. Sie richtet sich gegen die in Leipzig seit Jahren anhaltende Vernichtung von Grünflächen, die für Mensch und Natur wertvoll sind. Seit 2016 wurden im Stadtgebiet mindestens 250 solche wertvollen Grünflächen mit zusammen rund 100 Hektar durch Gehölzrodung und Bauarbeiten bereits ersatzlos beseitigt. Am schlimmsten trifft es Vögel, Eidechsen, Amphibien, Igel, Fledermäuse und verschiedene Insekten, die keine entsprechenden Ausweichflächen finden. Sogar gesetzlich geschützte Tierarten sind betroffen. Dieser Tatbestand ist laut Bundesnaturschutzgesetz rechtswidrig, das wird jedoch in Leipzig vielfach ignoriert. Die Initiatoren der Petition bitten nun die Bevölkerung um ihre Stimme – der öffentliche Druck wächst, bei der Schließung von Baulücken darf die Stadtverwaltung die Natur und das grüne, lebendige Wohnumfeld nicht vergessen!

 

Petition     Pressemitteilung 

 

Müllsammelaktion

Wilde Ecken in der Stadt sind wertvolle Lebensräume, wichtig für Mensch und Natur. Wilde Ecken sollen aber keine Müllecken sein, der Platz der Biologischen Vielfalt ist kein Müllplatz! Deshalb fand am 8. März 2019 auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz eine Müllsammelaktion statt. 

Der NABU Leipzig hatte zu der Aktion eingeladen, 15 Naturfreunde kamen und haben fleißig Unrat eingesammelt: Etwa 200 Glasflaschen und viele Scherben, ca. 30 Coffee-to-go-Einwegbecher, Zigarettenschachteln, Lebensmittelverpackungen, Plastiktüten, einen Drucker, einen Stuhl, Fahrradteile, Radkappen, Spraydosen und anderen Abfall.  Weiterlesen   


„Leerplan“ für die Bildungslandschaft

NABU protestiert gegen radikale Gehölzbeseitigung im Umfeld von Schulen

Radikale Gehölzbeseitigung im Umfeld Leipziger Schulen. Fotos: NABU Leipzig 

 

Bäume und Sträucher werden in diesen Februarwochen im Eiltempo gefällt, was viele Bürger nicht hinnehmen wollen. Mit Unverständnis beobachten viele insbesondere den Kahlschlag an verschiedenen Schulen. Bäume, Sträucher, singende Vögel, summende Insekten – das wäre doch ein wunderbares Lernumfeld und auch ein möglicher Ort der Umweltbildung und des Naturerlebens an der Schule. Stattdessen wird alles Grün radikal beseitigt. Der NABU Leipzig hat bei den zuständigen Ämtern protestiert und bittet mit einem Offenen Brief um Auskunft, welche Ausgleichsmaßnahmen realisiert werden, um die zerstörten Lebensstätten an den Schulen zu ersetzen und um zu verhindern, dass die lokalen Populationen der betroffenen Singvogelarten noch weiter geschädigt werden.

 

Offener Brief     Pressemitteilung     Weiterlesen


Naturschützer füttern die Regenwürmer

NABU protestiert gegen radikale Beseitigung der Laubschicht

Das auf den Boden gefallene Laub ist ein wichtiger Teil des natürlichen Nährstoffkreislaufs und außerdem Lebensraum für Kleingetier, welches wiederum Nahrung anderer Tiere ist. Das herabgefallene Laub schützt auch den Boden vor Austrocknung sowie viele kleine Pflanzen vor dem Winterfrost. Vollkommen unverständlich ist es daher, dass mitten im Winter in Leipziger Parkanlagen großflächig das Laub beseitigt wird. Der nackte Boden wird dem kalten Wind ausgesetzt, die im Laub überwinternden Tiere werden umgebracht. Im Frühling und Sommer werden die Tiere im Park hier keine Nahrung mehr finden können, dem Boden wird die Nährstoffversorgung vorenthalten und er trocknet aus. 

Die radikale Beseitigung von Strauch- und Laubschicht in den Leipziger Grünanlagen schädigt nachhaltig den Lebensraum geschützter Tierarten.
Die radikale Beseitigung von Strauch- und Laubschicht in den Leipziger Grünanlagen schädigt nachhaltig den Lebensraum geschützter Tierarten.
Um den Regenwürmern ihr Futter wieder zu beschaffen, hat der NABU Leipzig in einem symbolischen Akt der Verzweiflung das Laub wieder zwischen den Sträuchern verteilt. Fotos: NABU Leipzig
Um den Regenwürmern ihr Futter wieder zu beschaffen, hat der NABU Leipzig in einem symbolischen Akt der Verzweiflung das Laub wieder zwischen den Sträuchern verteilt. Fotos: NABU Leipzig

 

Nur wenn Laub verrottet, finden Regenwürmer Nahrung. Nur wenn Vögel Regenwürmer finden, können sie erfolgreich brüten. Wer das Laub beseitigt, verhindert eine erfolgreiche Vogelbrut! Um den Regenwürmern ihr Futter wieder zu beschaffen, hat der NABU Leipzig eingegriffen: In einem symbolischen Akt der Verzweiflung haben Naturschützer in einer Parkanlage das eben zusammengekehrte Laub wieder zwischen den Sträuchern verteilt. 

 

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Für Lebendige Friedhöfe

Kooperation zwischen NABU und inab

NABU und inab im Einsatz auf dem Friedhof Lößnig. Foto: NABU Leipzig
NABU und inab im Einsatz auf dem Friedhof Lößnig. Foto: NABU Leipzig

Im Dienste des Naturschutzes kooperiert der NABU Leipzig mit der inab-Ausbildungs- und Beschäftigungsgesellschaft mbH. Schauplätze der gemeinsamen Aktivitäten, die im September begannen, sind Leipziger Friedhöfe. Im Zuge der Zusammenarbeit entstehen hier Lebensräume, bestehende Nistkästen und Fledermausquartiere werden aufgearbeitet und gepflegt und der Bestand an Nisthilfen wird erweitert.

 

Durch die Kooperation von NABU und inab können weitere Friedhöfe im Projekt "Lebendige Friedhöfe" betreut werden, Artenschutzmaßnahmen sollen die Tierwelt in der Stadt unterstützen. Ermöglicht wird das durch das Jobcenter Leipzig, das die Arbeitsgelegenheit (AGH) „Auf dem Friedhof bewegt sich was – Ausgestaltung der sonst so ruhigen Naturoasen“ finanziert. 20 Personen aus dem ALG-II-Bezug werden in die Arbeit eingebunden.

 

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Tiermord in der Stadt

Tagtäglich werden in Leipzig bei Bau- oder Gehölzpflegearbeiten Tiere getötet – Fledermäuse werden eingemauert, Vogelnester in den Bauschutt geworfen oder Eidechsen plattgewalzt. Und nicht nur die Nistplätze schwinden, auch Orte für die Nahrungssuche gehen verloren. Zur Verzweiflung vieler Bürger und Naturschützer ist das leider seit Jahren und Jahrzehnten Alltag. In vielen Fällen handelt es sich um Verstöße gegen das Naturschutzrecht, was jedoch oft folgenlos bleibt, oder die Täter nehmen die Strafen in Kauf. Nahezu täglich werden dem NABU mehrere Fälle gemeldet. Bürger verstehen nicht, warum die Behörden nicht einschreiten und warum das Naturschutzrecht offenbar für viele Bauherren und Baumfäller nicht gilt. Auch Bauprojekte oder Gehölzpflegearbeiten im Auftrag der Stadt selbst sind keineswegs vorbildlich.

 

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Dieser Hausspatz hat noch sein Haus. Oft werden aber Nistplätze in Gebäuden bei Sanierungsarbeiten zerstört und zum Teil auch die Nestinsassen getötet. Foto: NABU Leipzig
Dieser Hausspatz hat noch sein Haus. Oft werden aber Nistplätze in Gebäuden bei Sanierungsarbeiten zerstört und zum Teil auch die Nestinsassen getötet. Foto: NABU Leipzig

Tödliche Klebepaste

Bitte melden Sie Einsatzorte und verklebte Vögel!

Mit großer Sorge beobachten Vogelschützer bundesweit den Einsatz einer sogenannten "Vogelabwehrpaste". Dieser silikonartige Kleber wird auf Geländern, Fensterbrettern oder Dächern aufgebracht, um Vögel zu vertreiben. Von den Herstellern wird das Mittel als harmlos angepriesen, doch das ist es nicht. Es hat für die Vögel tödliche Folgen. Der NABU Leipzig fordert deshalb alle auf, dieses Mittel keinesfalls einzusetzen! Die Verwendung ist nach Auffassung des NABU gesetzeswidrig.

 

Wer Stellen kennt, an denen die gefährliche Klebepaste bereits verwendet wurde oder wer Vögel mit verklebtem Gefieder beobachtet, informiert bitte die Wildvogelhilfe des NABU Leipzig telefonisch unter
0341 927 62 027 oder per
E-Mail.

 

An diesem Wohnhaus im Leipziger Zentrum wurde die gefährliche Klebepaste aufgetragen.
An diesem Wohnhaus im Leipziger Zentrum wurde die gefährliche Klebepaste aufgetragen.
Diese Kohlemeise ist an der Abwehrpaste kleben geblieben und qualvoll verendet, weil sie sich nicht mehr befreien konnte. Fotos: NABU Leipzig
Diese Kohlemeise ist an der Abwehrpaste kleben geblieben und qualvoll verendet, weil sie sich nicht mehr befreien konnte. Fotos: NABU Leipzig

Wenn die Tiere mit dem heimtückischen Gel in Kontakt kommen, bleiben sie kleben. Sie verenden qualvoll oder verkleben sich das Gefieder, so dass sie flugunfähig werden. Wenn sie nicht gefunden werden, verhungern diese Vögel. Sie von den Verklebungen zu befreien ist ein sehr aufwändiger Prozess. Leider sind in Leipzig und anderen deutschen Städten bereits Todesopfer zu beklagen, darunter Kohlmeisen und ein Turmfalke. Weiterlesen


Leipzig schrumpft

NABU beklagt Lebensraumverlust in der wachsenden Stadt

Leipzig wächst für die Menschen. Demnächst wird die Stadt wohl mehr als 580.000 Einwohner haben, bis 2030 werden gar 720.000 erwartet. An den vielen Baustellen ist gerade zu sehen, wie sich ein solches Wachstum auswirkt. Neue Wohnungen, Einkaufsmärkte und Gewerbegebiete werden gebaut.

 

Aber Leipzig schrumpft für die Wildtiere! Während die Stadt wächst, haben diese Stadtbewohner immer weniger Platz. Viele Brachflächen und Grünanlagen gibt es nicht mehr, Sträucher und Bäume wurden gerodet. Damit einher geht der Verlust von potenziellen Lebensräumen der Tiere. Immer mehr Menschen fällt auf, dass es beispielsweise weniger Sperlinge und Amseln gibt. Igel, Fledermaus, Schmetterling und Nachtigall, die zum lebendigen Stadtbild von Leipzig gehörten, werden immer seltener.

 

Darauf weist der NABU Leipzig hin, der allein im Jahr 2016 einen Flächenverlust von über 50 Hektar erfasst hat. Das sind Flächen, die lange von unseren tierischen Mitbewohnern genutzt wurden und die nun nicht mehr existieren. Eine Karte gibt einen entsprechenden Überblick über diese vom NABU registrierten Flächen – viele weitere sind in dieser Übersicht noch gar nicht enthalten.

 

Der NABU wirbt für einen verantwortungsvollen Umgang mit vorhanden Flächen. Bei Bauplanungen sollte man Lebensräume für tierische Nachbarn von Anfang an berücksichtigen.

 

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WEITERE THEMEN


Foto: Hans-Joachim Kietz

Buntes Grün

 

Zum Ausgleich für verlorenes Grün, können Blühflächen angelegt und Sträucher gepflanzt werden. Der NABU bietet dabei seine Beratung an. Machen Sie mit: Schaffen Sie Lebensräume in der Stadt!

 

 

 



Natur im Kleingarten

 

Kleingärten sind ein wichtiger Teil der Stadtnatur und können Lebensraum für viele Tiere sein. Tipps und Tricks für naturnahes Gärtnern gibt der NABU in einem Faltblatt, das im NABU-Naturschutzbüro in Gohlis und beim Stadtverband der Kleingärtner in Plagwitz erhältlich ist.

 

 



Beschwerde gegen das Tourismuskonzept

 

Dass das Wassertouristische Nutzungskonzept in der Region Leipzig (WTNK) ohne Umweltverträglichkeits­prüfung und ohne Beteiligung der Öffentlichkeit realisiert wird, obwohl es erhebliche ökologische Auswirkungen hat, hält der NABU Leipzig für rechtswidrig.

 

 



Zukunft des Wilhelm-Leuschner-Platzes

 

Positionspapier von BUND und NABU Leipzig für den Erhalt des innerstädtischen Lebensraums

 

 

 



Tipps zum Artenschutz beim Gebäudeneubau

 

Wie man mit geringem Aufwand Vogelnistplätze und Fledermausquartiere in Gebäudeneubauten integrieren kann, zeigt die kleine Broschüre. Sie basiert auf einer Bachelorarbeit an der HTWK.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Wohnungsnot durch Bauboom

 

Bei Gebäudesanierungen werden Nistplätze zerstört

NABU fordert Einhaltung der Artenschutzgesetze