SARS-CoV-2. Illustration: CDC / Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAMS

Infektions-Vorsorge

 

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation ist die NABU-Naturschutzstation nur eingeschränkt geöffnet, Veranstaltungen und Aktionen finden eingeschränkt statt. In dringenden Fällen erreichen Sie den NABU Leipzig telefonisch unter 0341 6884477 (Anrufbeantworter) oder per E-Mail.

 

Informationen der Stadtverwaltung 



Stunde der Gartenvögel 2022

Vogelbeobachtungen mit dem NABU Leipzig

Exkursion zur „Stunde der Gartenvögel“ mit dem NABU Leipzig. Foto: NABU Leipzig
Exkursion zur „Stunde der Gartenvögel“ mit dem NABU Leipzig. Foto: NABU Leipzig

Vom 13. bis zum 15. Mai 2022 fand die 18. „Stunde der Gartenvögel“ statt. Der NABU hatte wieder zur deutschlandweiten Vogelzählung aufgerufen. Die Beobachtungen können dem NABU noch bis zum 23. Mai 2022 gemeldet  werden, erst danach erfolgt eine Endauswertung und bis dahin sind alle Auswertungen nur Momentaufnahmen.Die Daten aus ganz Deutschland können von Jahr zu Jahr verglichen werden, das erlaubt Rückschlüsse auf die Entwicklung der Vogelbestände und auf notwendige Schutzmaßnahmen. Weil die „Stunde der Gartenvögel“ bereits seit 2006 stattfindet, können die Ornithologen beim NABU bereits auf einen umfangreichen Datenschatz zurückgreifen.

 

Ein besonderes Augenmerk galt in diesem Jahr den Schwalben. Ihr Bestand hat in den vergangenen Jahrzehnten stark abgenommen. Sie leiden unter Klimawandel, Insektensterben, Flächenversiegelung und Nistplatzmangel. Wichtig ist es Insekten zu fördern und Brutmöglichkeiten an Gebäuden zu schaffen.

 

Nachdem der NABU Leipzig in den vergangenen Jahren aufgrund der Corona-Pandemie keine Exkursionen zur gemeinsamen Vogelbeobachtung anbieten konnte, waren 2022 Vogelfreunde wieder herzlich dazu eingeladen. NABU-Vogelzählungen fanden unter anderem auf einer Brachfläche an der Max-Liebermann-Straße, in der Kleingartenanlage „Schönauer Lachen“ sowie im Park an der Emmauskirche statt. Weiterlesen


Hörspaziergang durch die Stadtnatur

Angebot des NABU Leipzig während der Naturschutzwoche
Auftaktveranstaltung am 15. Mai, 14 Uhr

Foto: Simedblack/pixabay.com

Zur Leipziger Naturschutzwoche 2022 bietet der Naturschutzbund NABU Leipzig einen „Hörspaziergang zur Stadtnatur“ an. Er soll interessante Fakten und kritische Blicke auf die Stadtentwicklung und Stadtgestaltung sowie deren Auswirkungen auf unsere heimischen Wildtiere aufzeigen. Denn leider findet aus Sicht des NABU Leipzig die Stadtnatur noch immer viel zu wenig Beachtung. Wer selbst aktiv werden möchte, findet in den jeweiligen Hörbeiträgen konkrete Mitmachangebote. Der Hörspaziergang umfasst 7 Stationen im Innenstadtbereich zwischen dem Bayerischen Bahnhof und dem Johannapark, er dauert etwa eine Stunde. In dieser Zeit erfahren Interessierte beispielsweise etwas zum Verlust von Freiflächen oder zur Situation der Vogelwelt. Die Audiodateien zu den einzelnen Stationen können vorab heruntergeladen werden oder direkt vor Ort abgerufen werden. Während der Leipziger Naturschutzwoche 2022 kann dafür an den einzelnen Stationen ein QR-Code gescannt werden. Die Leipziger Naturschutzwoche 2022 findet statt vom 16. bis zum 22. Mai unter dem Titel „Bürgerbeteiligung und Citizen Science im Naturschutz – Wie Prozesse gemeinsam gestaltet werden können“. Weiterlesen

Bevor das Angebot für alle freigeschaltet wird, soll der erste Hörspaziergang vor der Eröffnung der Naturschutzwoche öffentlich und gemeinsam stattfinden.
Der NABU Leipzig lädt dazu herzlich ein. Der Spaziergang beginnt am 15. Mai 2022, 14 Uhr auf dem Bayrischen Platz vor dem Eingang zum Bahnhof (Straße des 18. Oktober / Ecke Arthur-Hoffmann-Straße). Alle Naturfreunde sind dazu herzlich eingeladen!
Pressemitteilung


„Die schönste Baumscheibe Leipzigs“

NABU Leipzig startet Wettbewerb

Lange Zeit war es Praxis in Leipzig, den Bewuchs von Baumscheiben rigoros zu entfernen. Dadurch gehen wertvolle kleine Lebensräume und damit Biodiversität in der Stadt verloren. 2021 hatte der NABU Leipzig deshalb ein Positionspapier zum Thema veröffentlicht, andere Umweltverbände schlossen sich an und der Stadtrat das Thema aufgegriffen. Im Oktober 2021 wurde dann endlich beschlossen, dass Pflanzen auf Baumscheiben bleiben dürfen.

Nun ruft der NABU Leipzig dazu auf, Baumscheiben zu bepflanzen und zu pflegen. Mit seinem eigenen kleinen Biotop kann man dann an einem Wettbewerb teilnehmen, den der NABU Leipzig zum „Tag des Baumes“ am 25. April 2022 initiiert hat. Gesucht wird „Die schönste Baumscheibe Leipzigs“! Weitere Informationen

Um Baumscheiben zu beleben, kann man auch die Saatgutmischung mit heimischen Wildkräutern verwenden, die der NABU Leipzig kostenfrei ausgibt. Zudem bietet die Naturschutzjugend des NABU Leipzig ein Schild an, das man verwenden kann, um eine Baumscheibe in Pflege zu kennzeichnen. Weiterlesen

 

Pressemitteilung


Jobangebot der Wildvogelhilfe Leipzig

 

Der NABU Leipzig sucht für die Wildvogelhilfe engagierte Unterstützung auf 450-Euro-Basis.

Arbeitstage sind Dienstag und Donnerstag, PKW-Führerschein erforderlich. Dank einer Spende ist die Schaffung dieser Stelle möglich, sie ist befristet bis zum Jahresende 2022.

Nach Einarbeitung sind selbständig durchzuführende Tätigkeiten:

  • Hilfe bei der Vogelrettung
  • Fahrten für Vogeltransporte, beispielsweise zum Tierarzt oder zur Pflegestelle
  • Reinigung und Instandhaltung von Nistkästen
  • Beobachtung und Dokumentation von Vogelvorkommen in verschiedenen Stadtteilen
  • nach Bedarf Mitarbeit in der Pflegestelle für in Not geratene Wildvögel

Jetzt bewerben



Jetzt online: Wildbienen in Leipzig

NABU Leipzig untersucht Insektenvielfalt im Botanischen Garten und startet Internetangebot

www.Wildbienen-Leipzig.de heißt die neue Webseite, die der NABU Leipzig pünktlich zum Frühjahr startet, um für Wildbienen zu sensibilisieren. Denn diese Insekten zählen zu den gefährdeten Arten und spielen eine zentrale Rolle für das Funktionieren unserer Ökosysteme. Mit der Webseite wird ein leicht verständlicher Zugang zum Thema bereitgestellt, denn Wildbienen sind Sympathieträger für das Anliegen des Insektenschutzes. Für den Schutz von Insektenlebensräumen und damit für den Biotopschutz insgesamt können Wildbienen als Schirmart dienen: Geht es ihnen gut, profitieren davon auch viele andere Arten. Durch die leicht verständliche und spielerisch zu entdeckende Internetseite mit anschaulichen Bildern soll ein Zugang zu ökologischen Zusammenhängen zwischen Wildbienen und Nahrungspflanzen aufgezeigt werden.

Zugleich veröffentlicht der NABU Leipzig die Broschüre „Artenvielfalt im Botanischen Garten“. Darin sind die Ergebnisse einer Insektenerhebung im Jahr 2021 dokumentiert. Insgesamt wurden 653 verschiedene Insektenindividuen aus 9 Artengruppen gefunden. Inmitten der immer dichter bebauten Stadt ist der Botanische Garten Leipzig also ein Ort der Artenvielfalt. Weiterlesen

 

Pressemitteilung

 

Wildbienen in Leipzig. Video: MDR um 4, Sendung vom 31.03.2022


Für Bäume in der Bildungslandschaft

Protest gegen Kahlschlag auf dem Schulhof

Protest gegen Kahlschlag auf dem Schulhof. Foto: NABU Leipzig
Protest gegen Kahlschlag auf dem Schulhof. Foto: NABU Leipzig

Am 21. März 2022 kam es zum spontanen Protest von Anwohnern und NABU-Mitgliedern vor der Astrid-Lindgren-Schule in Leipzig-Schönefeld. Nur drei Tage zuvor hatte die Stadtverwaltung in einer Medieninformation mitgeteilt, dass es im Rahmen von Sanierungen des Doppelschulstandortes Volksgartenstraße 16 und Löbauer Straße 46 nötig sei, am 21. März Bäume zu fällen und Gehölze zu roden. Das wäre jedoch mitten in der beginnenden Vogelbrutzeit, kritisiert der NABU Leipzig, denn seit 1. März gilt die Gehölzschutzzeit nach dem Bundesnaturschutzgesetz. Für die Fällungen sind somit Ausnahmegenehmigungen nötig, aber warum werden überhaupt so viele Bäume gefällt? Kinder brauchen Natur! Unser Klima braucht Bäume!

 

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Rücksichtsloser Kahlschlag

 

Das Amt für Schule hatte das Gesprächs- und Beratungsangebot des NABU Leipzig angenommen. Doch bevor der Termin zustande kam, wurden am 29. März leider einmal mehr Fakten geschaffen. Rücksichtslos wurden mitten in der gesetzlichen Gehölzschutzzeit Bäume gefällt und Sträucher gerodet. Die Vogelbrutsaison hat bereits begonnen, Igel können noch in den Hecken schlafen, durch Baggerschaufeln können sie zerquetscht werden. Die Lebensräume sind mal wieder ersatzlos beseitigt worden – vollkommen unverständlich angesichts von Klimanotstand und Artensterben!

Baumfällungen in der gesetzlichen Gehölzschutzzeit.

Strauchrodungen in der gesetzlichen Gehölzschutzzeit. Videos: NABU Leipzig



Förderung der Biodiversität

Pflanzaktionen im Johannapark und in Plaußig

Gemeinsame Pflanzaktion im Johannapark. Fotos: Stadtreinigung Leipzig

 

Am 26. März 2022 hat der NABU Leipzig gemeinsam mit der Stadtreinigung sowie dem Amt für Stadtgrün und Gewässer eine Gehölzfläche im Johannapark im Sinne der Biodiversität gestaltet. Die überalterten Gehölze wurden fachgerecht und schonend zurückgeschnitten, um so Platz für ergänzende Pflanzungen mit heimischen Gehölzen zu schaffen und so die Biodiversität zu erhöhen. Gepflanzt wurden über 50 Gehölze, ergänzend wurde in der Gehölzfläche auch Totholz integriert.

Eine zweite Pflanzaktion fand ebenfalls am 26. März 2022 statt. 18 Erwachsene und 12 Kinder trafen sich dafür an der Alten Schäferei in Thekla/Plaußig. Ziel ist es, eine Hecke an einem Feldrain anzulegen. Hier wurden insgesamt 305 Büsche gepflanz. Weiterlesen

Heckenpflanzung im Leipziger Nordosten. Foto: Steffen Wagner
Heckenpflanzung im Leipziger Nordosten. Foto: Steffen Wagner

Biotop- und Klimaschutz

 

Die Klimakrise ist eine Bedrohung für unser aller Überleben. Aus diesem Grunde fand am 25. März 2022 ein globaler Klimastreik statt. Gemeinsam mit Fridays For Future beteiligte sich auch der NABU am weltweiten Klimastreik. 

 

Ende Februar hatte der Weltklimarat IPCC einen weiteren Bericht zur Klimakrise vorgelegt. Dabei lag der Fokus stärker als bisher auf dem Zusammenhang zwischen Klimakrise und Biodiversitätskrise. Im Bericht wird die Bedeutung natürlicher Ökosysteme für die Klimaanpassung betont. In Leipzig sind Folgen des Klimawandels schon jetzt spürbar, Strategien dagegen sucht man aber mit der Lupe. Eine Abkehr von Beton und Asphalt ist zwingend notwendig. Der NABU Leipzig fordert schon lange eine zeitgemäße Stadtplanung mit gezielter Entsiegelung, ökologisch funktionaler Begrünung und dem Erhalt bestehender Lebensräume. Das Zeitfenster zum Handeln schließt sich laut IPCC-Bericht bis 2030 – ein Weiter-so ist daher keine Option! Klimakrise und Artensterben müssen gemeinsam bekämpft werden. Auch deshalb unterstützte der NABU Leipzig den Klimastreik am 25. März 2022. Weiterlesen


Spatzen brauchen Vielfalt!

SPATZiergang zum Weltspatzentag 2022

Zum Spatzenlebensraum gehören Sträucher und Fassadengrün. Fotos: NABU Leipzig

 

Nachdem in den Vorjahren pandemiebedingt die Exkursionen zum Welttag der Spatzen am 20. März ausfallen mussten, konnte 2022 wieder ein SPATZiergang stattfinden. Treffpunkt war Rudolphstraße / Ecke Martin-Luther-Ring in der Leipziger Innenstadt. Von dort aus führte Beatrice Jeschke vom NABU Leipzig die Interessierten zu verschiedenen Nistplätzen und erläuterte Konflikte, die bei Sanierungsarbeiten an Gebäuden entstehen können, die man aber stets zum Wohle der Vögel auch lösen kann. Man konnte Spatzen beobachten, wobei klar wurde: Sie benötigen nicht nur Spalten und Löcher, sondern in der Nähe des Nistplatzes auch Sträucher als Versteck- und Ruheplatz sowie einen attraktiven Lebensraum, der ihnen Nahrung bietet. Auch den Wert von Fassadengrün konnte man an einigen Gebäuden erkennen, die von Efeu berankt sind, der Nahrung und Versteckmöglichkeiten bietet. Solche Efeufassaden sind ökologisch sehr wertvoll, leider werden auch diese Pflanzen häufig unbedacht und rechtswidrig entfernt. Weiterlesen

SPATZiergang 2022. Fotos: NABU Leipzig


Müllsammelaktion

Frühjahrsputz im Wäldchen an der Kleinmesse

Ergebnis der Müllsammelaktion waren am Ende zwei große Abfallhaufen, die anschließend von der Stadtreinigung abgeholt wurden. Fotos: Beatrice Jeschke

 

Bei Kartierarbeiten im Wäldchen an der Kleinmesse haben NABU-Mitglieder festgestellt, dass hier vergleichsweise viel Müll herumliegt. Deshalb hatte sich der NABU entschlossen, eine Müllsammelaktion zu organisieren. Sie fand am 5. März 2022 statt. 14 Aktive haben mitgemacht, der gesammelte Unrat füllte am Ende 20 Säcke, hinzu kamen 250 Glasflaschen und einige sperrige Gegenstände, wie zum Beispiel alte Fahrradrahmen. Weiterlesen


#DURCHBLICKFÖRDERN

Mitmachen bei der Umweltbildung

Foto: NABU/Peter Kühn
Foto: NABU/Peter Kühn

Der NABU Leipzig bietet für Menschen unterschiedlichen Alters Umweltbildungsveranstaltungen zu den verschiedensten Themen an – wie zum Beispiel den SPATZiergang zum Weltspatzentag.  Das Interesse von Schulen, Kindergärten, Jugend- und Erwachsenengruppen ist groß – die personelle Kapazität dagegen nicht. Deshalb hat der NABU Leipzig eine ehrenamtliche Arbeitsgruppe „AG Umweltbildung“ gegründet. Interessierte können bei der Umweltbildung unterstützen, Spiele austesten und anderen die Schätze der Natur nahebringen. Es gibt die Möglichkeit sich selbst, je nach Kapazitäten, aktiv einzubringen und eigene Konzepte zu entwickeln. Mitstreiter lernen dabei auch selbst immer weiter hinzu. Weiterlesen


Innenstadt bald vogelfrei?

Kampf des NABU gegen Rodungen auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz

Lebensraumvernichtung geht weiter - Eilantrag des NABU Sachsen gegen Baumfällgenehmigung weitgehend erfolglos. Foto: NABU Leipzig
Lebensraumvernichtung geht weiter - Eilantrag des NABU Sachsen gegen Baumfällgenehmigung weitgehend erfolglos. Foto: NABU Leipzig

Mit Beschluss vom 2.02.2022 hat das Verwaltungsgericht Leipzig einen Eilantrag des NABU Sachsen gegen die auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz geplanten Baumfällarbeiten weitgehend abgelehnt.
Dies betrifft jedoch nicht das eigentliche Klageverfahren gegen die Fällgenehmigung, sondern nur den Eilantrag des NABU Sachsen vom 22.12.2021.
In dem noch ausstehenden Hauptverfahren geht es dem NABU vor allem um eine grundsätzliche Klärung der fragwürdigen Genehmigungsverfahren, die den Biotop- und Artenschutz nicht ausreichend oder gar nicht berücksichtigen. Denn der Wilhelm-Leuschner-Platz ist nur ein Beispiel von vielen vergleichbaren Genehmigungsverfahren, für die eine solche Klärung wünschenswert wäre. Diese Aspekte wurden und konnten im Eilverfahren leider nicht ausreichend berücksichtigt werden. Pressemitteilung

 

Jetzt Spenden! Das Spendenformular wird von betterplace.org bereit gestellt.Die Beauftragung eines Rechtsanwalts und mögliche Gerichtsverfahren sind mit erheblichen Kosten verbunden. Der NABU ist für solche Ausgaben auf Spenden angewiesen. Bitte unterstützen Sie den Kampf für den Erhalt der Stadtnatur mit einer Spende – Herzlichen Dank!

 

 

Jenseits der rechtlichen Fragen findet es der NABU allerdings sehr bedauerlich, mit welchem Nachdruck in der Stadt Leipzig die Fällung von Bäumen, die Rodung von Hecken und die Versiegelung von Freiflächen vorangetrieben wird. Diese Flächen verlieren damit nicht nur (ohne den gesetzlich erforderlichen Ausgleich!) ihre Funktion als Lebensräume, sondern auch ihre Rolle für den Klimaschutz und für die Gesundheit der Menschen. Dies widerspricht der Notwendigkeit, auf Klimakrise und Artensterben mit einer zeitgemäßen Stadtplanung zu reagieren. Hier passiert leider genau das Gegenteil! Weiterlesen

 

Baumfällarbeiten auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz gehen weiter

Nachdem der Eilantrag des NABU Sachsen weitgehend erfolglos war, gingen am 11. Februar 2022 die Baumfällungen auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz weiter. Der NABU Leipzig war vor Ort, um zu protestieren und um die Arbeiten zu dokumentieren. Weitere Informationen

 

Unterschriftensammlung für ein Bürgerbegehren

Foto: NABU Leipzig
Foto: NABU Leipzig

Angesichts der Rodungsarbeiten auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz haben sich Anwohner und die Bürgerinitiative Leipziger Stadtnatur an die Öffentlichkeit gewandt. Sie bitten darum, ihr Bürgerbegehren zu unterstützen. Unterschriftenlisten liegen an vielen Stellen in Leipzig aus, beispielsweise in Geschäften und Cafés. Zudem sind die Unterschriftenlisten online abrufbar, man kann sie ausdrucken und selbst Unterschriften sammeln. Ziel sind mindestens 25.000 Unterschriften; 5.000 sind bereits gesammelt. Mit dem Bürgerbegehren soll die massive Bebauung des Wilhelm-Leuschner-Platzes und die Rodung der Gehölze aufgehalten werden. Dieser Platz mitten in Leipzig steht auch stellvertretend für viele andere Baumbestände in der Stadt, die für eine nicht mehr zeitgemäße Stadtentwicklung überplant und gerodet werden. Es geht – auch angesichts des Klimawandels – um die Frage, wie die Menschen in Leipzig künftig leben wollen. Weitere Informationen

 

Mahnwache für die Stadtnatur

Glas und Beton statt Bäume und Sträucher – Mahnwache des NABU Leipzig am 17. Februar 2022. Foto: Karsten Peterlein
Glas und Beton statt Bäume und Sträucher – Mahnwache des NABU Leipzig am 17. Februar 2022. Foto: Karsten Peterlein

Um gegen die Rodungen auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz zu protestieren, auf den Verlust der Stadtnatur an vielen Stellen in Leipzig aufmerksam zu machen und um eine natur- und klimaschutzverträgliche Stadtplanung einzufordern, versammelten sich am 17. Februar 2022 Mitglieder von NABU und NAJU, Anwohner und andere Naturfreunde zur Mahnwache. Symbolträchtig fand sie vor der Glas- und Betonfassade des Bahnhofs Wilhelm-Leuschner-Platz statt. Die Baupläne sehen vor, auch den Rest des Platzes auf ähnliche Art zu gestalten. Bäume, Sträucher, Versickerungsflächen, Lebensräume für Mensch und Natur werden dafür achtlos und ohne den gesetzlich geforderten Ersatz geopfert.

Über den Verlauf der Kundgebung informiert auch die Leipziger Zeitung. mehr

Eine weitere Mahnwache ist am 24. Februar an gleicher Stelle geplant. mehr

 

Redebeiträge bei der Mahnwache des NABU Leipzig am 17. Februar 2022. Video: LZ


Das Nest im Netz

Webcam schaut den Weißstörchen in Plaußig in die Kinderstube

Mit viel Mühe und unterstützt von der Freiwilligen Feuerwehr Plaußig wurde die Webcam am Storchennest installiert. Fotos: Steffen Ettrich

 

Wenn die Weißstörche in Plaußig im Frühling aus dem Winterquartier heimkehren, landen sie direkt im Internet: Man kann ihnen jetzt mit Hilfe einer Webcam ins Nest schauen. Der Blick von unten hinauf zur hohen Esse war schon immer interessant, nur was drin passierte, blieb bisher unerkannt, bis die Jungvögel über den Nestrand schauten. Jetzt ist das komfortabler und in vielerlei Hinsicht vorteilhaft: Das gesamte Brutgeschehen kann von Beginn an in Echtzeit verfolgt werden. Dafür hat der NABU Leipzig in Kooperation mit Experten und Unterstützern im Januar 2022 mit viel Mühe eine Webcam am Storchennest installiert. Wer Lust und Muße hat, kann sich nun von zu Hause aus über das Internet einklinken und die Plaußiger Störche im Livestream beobachten. Weiterlesen


Grün statt Beton!

NABU Leipzig unterstützt Petition zum Plagwitzer Bahnhof

Der BUND Leipzig hat die Petition „Grün statt Beton am Plagwitzer Bürgerbahnhof“ gestartet, die vom NABU Leipzig und vom Umweltbund Ökolöwe mitgetragen wird. Ziel ist, die Bebauung der Fläche zwischen Ladestraße West und Radweg am Plagwitzer Bürgerbahnhof zu verhindern. Stattdessen soll die Fläche entsiegelt, begrünt und als öffentliche Parkanlage an die vorhandene zentrale Grünachse angegliedert werden. Weiterlesen


NABU Leipzig sucht Vogelbeobachter

Gebäudebrüterprojekt rettet Nistplätze – 965 Beobachtungsorte sind bereits erfasst

Foto: Beatrice Jeschke
Foto: Beatrice Jeschke

In Leipzig wird gebaut – oft ohne Rücksicht auf die heimische Tierwelt. Viele Sanierungsmaßnahmen werden den Behörden nicht bekannt, weshalb der gesetzliche Schutz für die betroffenen Lebensstätten oft nicht durchgesetzt wird. Um dem wenigstens ein Stück weit vorzubeugen, erfasst der NABU Leipzig jedes Jahr Vogel-Nistplätze an Gebäuden. Die Daten werden regelmäßig an die Naturschutzbehörde und das Amt für Bauordnung und Denkmalpflege geschickt. Bei Baumaßnahmen sollen die zuständigen Behörden ein Artenschutzgutachten beauftragen und bei Verlust der Nistplätze den Anbau von Ersatznistkästen fordern. Zum Ende des Jahres 2021 hat sich die Zahl der ehrenamtlich erfassten Beobachtungsorte auf 965 erhöht. Das ist ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz in der Stadt; beispielsweise konnte Leipzigs größte Mauerseglerkolonie aufgrund der NABU-Initiative gerettet werden. In einigen Stadtteilen gibt es vergleichsweise wenige nachgewiesene Nistplätze. Daher startet der NABU Leipzig einen Aufruf: Von Ende März bis Ende Juni sollen Vogelfreunde die Gebäude im eigenen Stadtteil beobachten, ob Vögel in Nischen an der Fassade, unter Fensterbrettern, hinter Dachrinnen oder irgendwo am Dach einfliegen und vielleicht auch Nistmaterial eintragen. Die Beobachtungen kann man dann per E-Mail an den NABU melden. Weiterlesen

 

Pressemitteilung


NABU Leipzig kritisiert „Energieberg“ Seehausen

Keine Photovoltaik auf ökologisch wertvollen Flächen!

Foto: andreas160578/pixabay
(Symbolfoto)

Am 28. April wurde entgegen der Ablehnung des Ortschaftsrates Seehausen die Bebauung der ehemaligen Deponie mit Photovoltaik im Stadtrat beschlossen. Der NABU Leipzig kritisiert diese Entscheidung und hat ein Positionspapier verfasst.

Artensterben und Klimawandel sind eine Doppelkrise, die uns vor große Herausforderungen stellt. Bei allen Planungen und Bebauungen sollten Arten- und Klimaschutz stets besonders berück­sichtigt werden. Der Ausbau von Photovoltaik gehört zu den essenziellen Pfeilern bei der Umsetzung der Klimaziele. Ein Ausbau von Solarenergie ist daher auch im Interesse des Natur- und Artenschutzes, denn der Klimawandel zählt zu den größten Bedrohungen für Mensch und Natur. Es ist jedoch kontraproduktiv, wenn ein Ausbau von Photovoltaik so erfolgt, dass Natur- und Artenschutz ignoriert werden. Deshalb sollten Photovoltaikanlagen möglichst auf bereits versiegelten Flächen oder auf Dächern errichtet werden, nicht jedoch auf ökologisch wertvollen Flächen. Positionspapier

 

MEDIENECHO

 

Leipziger Internetzeitung


Leipzig schrumpft

NABU beklagt Lebensraumverlust in der wachsenden Stadt

Leipzig wächst für die Menschen. Demnächst wird die Stadt wohl mehr als 580.000 Einwohner haben, bis 2030 werden gar 720.000 erwartet. An den vielen Baustellen ist gerade zu sehen, wie sich ein solches Wachstum auswirkt. Neue Wohnungen, Einkaufsmärkte und Gewerbegebiete werden gebaut.

 

Aber Leipzig schrumpft für die Wildtiere! Während die Stadt wächst, haben diese Stadtbewohner immer weniger Platz. Viele Brachflächen und Grünanlagen gibt es nicht mehr, Sträucher und Bäume wurden gerodet. Damit einher geht der Verlust von potenziellen Lebensräumen der Tiere. Immer mehr Menschen fällt auf, dass es beispielsweise weniger Sperlinge und Amseln gibt. Igel, Fledermaus, Schmetterling und Nachtigall, die zum lebendigen Stadtbild von Leipzig gehörten, werden immer seltener.

 

Darauf weist der NABU Leipzig hin, der allein im Jahr 2016 einen Flächenverlust von über 50 Hektar erfasst hat. Das sind Flächen, die lange von unseren tierischen Mitbewohnern genutzt wurden und die nun nicht mehr existieren. Eine Karte gibt einen entsprechenden Überblick über diese vom NABU registrierten Flächen – viele weitere sind in dieser Übersicht noch gar nicht enthalten.

 

Der NABU wirbt für einen verantwortungsvollen Umgang mit vorhanden Flächen. Bei Bauplanungen sollte man Lebensräume für tierische Nachbarn von Anfang an berücksichtigen.

 

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WEITERE THEMEN


Foto: scholacantorum/Pixabay

Was macht der NABU Leipzig eigentlich?

 

Im November 2020 sprach die Initiative HYBRID ART LAB für den Oikos-Umweltpodcast „Natur für Städter“ mit René Sievert vom NABU Leipzig über die Arbeit des NABU für Mensch und Natur in Leipzig und Umgebung. Dabei ging es um Biotop-, Arten- und Klimaschutz. Die gemeinnützige Arbeit für diese Lebensgrundlagen des Menschen ist wichtig, aber auch recht mühsam. Jetzt anhören



Foto: Beatrice Jeschke

Platz der Biologischen Vielfalt in Gefahr

 

Der Wilhelm-Leuschner-Platz hat eine größere Artenvielfalt als umliegende Parkflächen. Mit großer Sorge beobachtet der NABU, dass auch diese Oase dem Bauboom geopfert werden soll. Es deutet nichts darauf hin, dass der Naturschutz bei den Planungen berücksichtigt wird, obwohl der NABU Leipzig dazu frühzeitig Hinweise gegeben hat. mehr

 



Foto: René Sievert
Foto: René Sievert

Defizite beim Schutz häufiger Vogelarten

 

Viele Lebensräume in Leipzig gehen im Zusammenhang mit Baumaßnahmen ersatzlos verloren. Die Folge sind unter anderem Bestandseinbrüche bei Vogelarten, obwohl sie nach dem Bundesnaturschutzgesetz geschützte sind. Der NABU Leipzig hat ein Positionspapier verfasst, in dem am Beispiel der geschützten Lebensstätten des Haussperlings die Rechtslage und die ökologischen Zusammenhänge erläutert werden. mehr


Tiermord in der Stadt

 

Tagtäglich werden in Leipzig bei Bau- oder Gehölzpflegearbeiten Tiere getötet, Nistplätze schwinden, Orte für die Nahrungssuche gehen verloren. In vielen Fällen handelt es sich um Verstöße gegen das Naturschutz­recht, was jedoch oft folgenlos bleibt. Bürger verstehen nicht, warum die Behörden nicht einschreiten. Auch Arbeiten im Auftrag der Stadt selbst sind keineswegs vorbildlich. mehr  



Wohnungsnot durch Bauboom

 

Bei Gebäudesanierungen werden Nistplätze zerstört, der gesetzliche Artenschutz wird aus Unkenntnis oder vorsätzlich missachtet. Das führt zum Verlust von Nistplätzen, in manchen Fällen auch zum Tod von Tieren. Auf Leipziger Baustellen! Der NABU fordert Einhaltung der Artenschutzgesetze! mehr

  



Tipps zum Artenschutz beim Gebäudeneubau

 

Wie man mit geringem Aufwand Vogelnistplätze und Fledermausquartiere in Gebäudeneubauten integrieren kann, zeigt die kleine Broschüre. Sie basiert auf einer Bachelorarbeit an der HTWK. mehr

 

 

 



Tödliche Klebepaste

 

Bundesweit kommt ein silikonartiger Kleber zum Einsatz, um Vögel von Gebäuden zu vertreiben. Diese Abwehrpaste wird als harmlos angepriesen, doch sie hat für Vögel und andere Tiere tödliche Folgen. Die Verwendung ist nach Auffassung des NABU gesetzeswidrig. Der NABU Leipzig fordert deshalb alle auf, dieses Mittel keinesfalls einzusetzen und Einsatzorte des Klebers zu melden. mehr



Gefährliche Angelhaken

 

Von Anglern achtlos liegen gelassene oder ins Wasser geworfene Angelschnüre sind eine ernste Gefahr für Wasservögel. Wenn sie sich am Körper verfangen, endet der Überlebenskampf mit Verletzungen, manchmal auch tödlich. Leider werden dem NABU Leipzig immer wieder solche Fälle gemeldet. Bitte keine Haken und Schnüre am Gewässer zurückzulassen! mehr  



Foto: Hans-Joachim Kietz

Buntes Grün

 

Der NABU setzt sich für eine naturnahe Pflege von Kleingärten, Parkanlagen und Grünflächen ein, unterstützt Garten- und Grundstücks­besitzer, Inhaber von Firmengeländen oder von Wohnanlagen, Sträucher zu pflanzen oder Blumenwiesen anzulegen und zu erhalten. Machen Sie mit: Schaffen Sie Lebensräume in der Stadt! mehr

 



Foto: Beatrice Jeschke
Foto: Beatrice Jeschke

„mein Biotop“

 

Die Mitmachaktion „mein Biotop“ soll dem Verlust natürlicher Lebensräume etwas entgegensetzen, jeder kann einen praktischen Beitrag für den Erhalt der Biodiversität leisten. Mit dem Projekt soll gezeigt werden, wie bereits mit einfachen Mitteln wichtige Biotope entstehen können. Jeder kann mitmachen und so können sich an vielen Stellen in Leipzig Lebensräume und Biotoptrittsteine entwickeln. mehr



Foto: Ina Ebert
Foto: Ina Ebert

Kleingarteninitiative „Baum statt Bäumchen“

 

Die leider verbrei­tete Meinung, es dürfen in Kleingärten nur kleine Obst­bäume gepflanzt werden, ist nicht richtig und hat dazu geführt, dass in vielen Gartenanlagen das Leben auf und in Obst­bäumen auf rasantem Rückgang ist. Besser sind Halbstämme, die eine Höhe von etwa 5 Metern erreichen und laut Bundeskleingartengesetzt erlaubt sind. Natürliche Bruthöhlen entstehen erst bei größeren und älteren Bäumen, die zudem mit ihren Blüten zahlreichen Insekten Nektar und Pollen bieten. mehr



 Foto: André Künzelmann/UFZ

Rettungsplan für die Aue

 

Fachleute und Vertreter aus Umweltverbänden, Behörden und der Wissenschaft haben ein gemeinsames Positionspapier mit einer Vision für den Schutz des Leipziger Auenökosystems entwickelt. Das Papier betont vor allem die überragende und alle anderen Ziele befördernde Rolle des Wasserdargebots und der Wasserdynamik und es werden Leitlinien vorgestellt, auf deren Grundlage Konzepte für die Wiederbelebung der Auen erarbeitet werden können mehr



Foto: Doris Wolst/UFZ

Schutz der artenreichen Auenlandschaft

 

Das Auenökosystem ist auf periodische Hochwasserer­eignisse angewie­sen, sie wieder zu ermöglichen, ist deshalb eins der wichtigsten Natur­schutzziele. Neben dieser Auenrevitalisierung gilt es, den Auwald als artenreiche Kulturlandschaft zu erhalten. Ihre große Biodiversi­tät verdankt sie auch einer naturverträg­lichen Forstbewirtschaftung. Der NABU setzt sich dafür ein, dass dabei ökologische Zusam­menhänge und der Artenschutz beachtet werden. mehr