Foto: Ina Ebert
Foto: Ina Ebert

Kleingarteninitiative „Baum statt Bäumchen“

Die leider verbrei­tete Meinung, es dürfen in Kleingärten nur kleine Obst­bäume gepflanzt werden, ist nicht richtig und hat dazu geführt, dass in vielen Gartenanlagen das Leben auf und in Obst­bäumen auf rasantem Rückgang ist. Besser sind Halbstämme, die eine Höhe von etwa 5 Metern erreichen und laut Bundeskleingartengesetzt erlaubt sind. Natürliche Bruthöhlen entstehen erst bei größeren und älteren Bäumen, die zudem mit ihren Blüten zahlreichen Insekten Nektar und Pollen bieten. mehr



Mitmachaktion „Was lebt in meinem Gartenteich?“

Die Aktion soll auf die wichtige ökologische Funktion fischfreier Klein­gewässer für Frösche, Kröten, Molche und Insekten aufmerksam machen. Kleingärtner können Fotos von Tieren, die sich an und in ihrem Teich angesiedelt haben, an den NABU Leipzig schicken. Unter allen Einsen­dungen wird im Dezember 2019 das Buch „Natur für jeden Garten“ von Reinhard Witt verlost. Naturnahe Teiche will der NABU im Internet vorstellen.



10. bis 12. Januar 2020: Stunde der Wintervögel

Die Menschen in ganz Deutschland sind wieder aufgerufen, eine Stunde lang Vögel zu zählen und die Ergebnisse dem NABU zu melden. Dabei kann man Preise gewinnen, lernt etwas über die heimische Vogelwelt und hilft beim Vogelschutz. Der NABU Leipzig bietet Führungen an, bei denen man sich zusammen mit anderen an der Aktion beteiligen und Informationen über die Vögel bekommen kann. mehr



Orang-Utans, unsere rothaarigen Verwandten

NABU lädt zum Vortragsabend ein: 4. Dezember, 19 bis 21 Uhr

Die vom Menschen verursachte Naturzerstörung macht leider auch vor unseren Verwandten nicht halt: Die Orang-Utans sind vom Aussterben bedroht, denn sie verlieren ihren Lebensraum, den Regenwald der Inseln Borneo und Sumatra. Schuld ist zum größten Teil unsere  Konsumgesellschaft.

Orang-Utan-Mutter mit Kind. Foto: Sumatran Orangutan Conservation Programme
Orang-Utan-Mutter mit Kind. Foto: Sumatran Orangutan Conservation Programme

Um darauf aufmerksam zu machen, lädt der NABU Leipzig am 4. Dezember 2019, 19 bis 21 Uhr zum Vortragsabend ins Naturkundemuseum Leipzig (Lortzingstraße 3) ein. Julia Cissewski, Vorsitzende des Orang-Utans in Not e.V., wird die faszinierenden Menschenaffen näher vorstellen. Der Vortrag beleuchtet die beeindruckenden kognitiven und sozialen Fähigkeiten der Orang-Utans sowie die Gründe für die Regenwaldabholzung. Außerdem gibt es Anregungen, wie man mit nachhaltigem Handeln im Alltag einen Beitrag zum Regenwaldschutz leisten kann. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei. Alle Natur- und Regenwaldfreunde sind herzlich dazu eingeladen! Pressemitteilung


#NeustartKlima

Großdemo für wirksamen Klimaschutz

Der NABU beim Demostart auf dem Simsonplatz. Foto: Frank Bartelt
Der NABU beim Demostart auf dem Simsonplatz. Foto: Frank Bartelt

Kurz vor dem Beginn der 25. Weltklimakonferenz in Madrid am 2. Dezember 2019 hatte die Klimaschutzbewegung Fridays for Future am 29. November erneut zum globalen Klimastreik aufgerufen. Deutschlandweit gingen 630.000 Menschen auf die Straßen, in Leipzig waren es bis zu 10.000. Getragen wurden die Demonstrationen von einem breiten zivilgesellschaftlichen Bündnis. Der NABU hat gemeinsam mit anderen Organisationen bei der Demo in Leipzig den Umweltbewegungsblock organisiert. Der NABU fordert, dass in Leipzig der Klima- und Biotopschutz endlich in der Stadtentwicklung oberste Priorität bekommen, der Verlust von Stadtgrün und die Versiegelung immer neuer Flächen muss gestoppt werden. Weiterlesen


Pflanzaktion bei Gottscheina

Foto: Ludo Van den Bogaert
Foto: Ludo Van den Bogaert

Seit inzwischen fünf Jahren findet Anfang November die Pflanzaktion der NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz statt. Nach Pflanzungen in Hohenheida und Plaußig wurde am 9. November am Feldweg zwischen Gottscheina und der Alten Salzstraße gepflanzt. Alte Apfelsorten wie Goldparmäne und Boskop, hochstämmige Pflaumenbäume, Rotdorn und Eichen kamen in die Erde. Begrünte und wiederbelebte Wegränder bieten vielen bedrohten Tierarten Schutz- und Wanderungsmöglichkeiten, schützen die Felder vor Winderrosion und sichern somit die Bodenqualität. Weiterlesen


Bau einer „Igelbude“

NABU-Workshop im Deutschen Kleingärtnermuseum

Bezugsfertige Igelwohnung. Foto: Babett Hüther
Bezugsfertige Igelwohnung. Foto: Babett Hüther

Am 9. November war der NABU Leipzig zu Gast im Entdeckergarten des Deutschen Kleingärtner­museums und gab Informationen zum Bau einer „Igelbude“ . Ein solcher Tierwohnungsbau ist immer nur eine Notmaßnahme, das wichtigste Anliegen ist der Erhalt der natürlichen Lebensräume, die leider knapp werden. Grund dafür ist Rücksichtslosigkeit, denn oft wären die Lebensraumverluste vermeidbar. Viele Interessierte, kleine und große Naturfreunde, sind gekommen, um gemeinsam ein Igelquartier zu bauen. Dabei hat der NABU über die Lebensweise der Igel informiert und seine Ansprüche an ein Ganzjahres­quartier erläutert. Nun kann ein Igel in die sichere, gut isolierte neue Wohnung einziehen. Weiterlesen


Gemeinsamer Arbeitseinsatz für ein Laichgewässer

Schulteich des Gustav-Hertz-Gymnasiums gerettet

Fotos: NABU Leipzig

 

Im 1997 angelegten Teich im Schulhof des Gustav-Hertz-Gymnasiums in Paunsdorf hatte sich im Laufe der Jahre viel Faulschlamm abgelagert, der Teich drohte umzukippen und zuzuwachsen. Deswegen wandte sich die Schulleitung an den NABU mit der Bitte, das etwa 100 Quadratmeter große Biotop zu retten. Weil sich niemand für die Sanierung verantwortlich fühlte, sollte der Teich zuletzt sogar verfüllt werden. Am Reformationstag trafen sich 20 Schüler, Eltern, Lehrer und NABU-Aktive zur Teichsanierung. Durch die große Anzahl der Helfer und die gute Planung und Vorbereitung der Aktion konnte die Arbeit in 5 Stunden geschafft werden. Der nächste anhaltende Regen wird den Teich wieder füllen. Damit ist ein Amphibienlaichgewässer in Paunsdorf gerettet. Weiterlesen


Klimanotstand

Baumschutz, Artenschutz, Klimaschutz

Foto: Beatrice Jeschke
Foto: Beatrice Jeschke

NABU fordert wirksamen Gehölzschutz

Die Städte werden immer heißer, Dürresommer, Starkregen, Stürme, Bäume vertrocknen, Lebensräume gehen verloren. Wie in vielen deutschen Städten ist auch in Leipzig der Klimawandel unübersehbar. Das hat negative Folgen für die Menschen, aber auch für Tier- und Pflanzenwelt. Ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz wäre der Schutz des Stadtgrüns – Bäume, Sträucher, Wiesen. Leider sieht die Realität anders aus: Bäume werden rücksichtslos gefällt, Sträucher gerodet. Der NABU hat deshalb am 30. Oktober 2019 vom neugewählten Landtag einen wirksamen Gehölzschutz  gefordert. Weiterlesen

 

Foto: Ludo Van den Bogaert
Foto: Ludo Van den Bogaert

NABU demonstriert für Klimaschutz

Bäume sind ein wichtiger Beitrag zum Schutz des Stadtklimas. Biotopschutz ist Klimaschutz, Klimaschutz ist Artenschutz. Deshalb hat sich der NABU Leipzig ebenfalls am 30. Oktober auch an der Demonstration vor dem Neuen Rathaus beteiligt. Drinnen tagte der Stadtrat, draußen demonstrierten Fridays for Future, BUND, Ökolöwe und andere für Klimaschutz. Der Stadtrat soll den Klimanotstand ausrufen, ist die zentrale Forderung. Alle Entschei­dungen sollen künftig auf ihre Klimaverträglichkeit geprüft werden. Der NABU fordert zudem, dass bei allen Entscheidungen auch der Artenschutz beachtet wird.  Nach langer und kontroverser Debatte hat der Stadtrat dann tatsächlich den Klimanotstand ausgerufen. Der NABU hofft, dass es sich dabei nicht nur um ein Lippenbekenntnis handelt. Dem Klimaschutz dient der Erhalt der Stadtnatur und die Schaffung unversiegelter Flächen. Diese Ziele müssen nun verfolgt werden, fordert der NABU Leipzig. Weiterlesen 


Nistkastenreinigung

Arbeitseinsatz der NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz

Foto: Ludo Van den Bogaert
Foto: Ludo Van den Bogaert

Am 29. Oktober 2019 hat der NABU Plaußig-Portitz zur Nistkastenreinigung eingeladen. Generell war festzustellen, dass etwa 70 Prozent der Kästen belegt waren, aber in einigen wurden auch tote Jungvögel entdeckt – vermutlich Opfer von Hitze, Trockenheit und Nahrungsmangel. Jedes Jahr kann man feststellen, dass die NABU-Nisthilfen von den Tieren sehr gut angenommen werden, sie sind daher ein wichtiger Beitrag zum Vogelschutz. Die Vögel sind vielfach darauf angewiesen, weil die Menschen ihre natürlichen Nistmöglichkeiten, beispielsweise in Höhlen alter Bäume, mehr und mehr zerstören und beseitigen. Ein wichtiges Anliegen des NABU ist daher der Schutz der natürlichen Lebensräume und die Schaffung neuer Biotope. Weiterlesen


Für Rotbauchunke und Co.

Feuchtwiesenmahd an den Papitzer Lachen

Eine Rotbauchunke wollte es sich im Schnittgut gemütlich machen. Foto: Ludo Van den Bogaert
Eine Rotbauchunke wollte es sich im Schnittgut gemütlich machen. Foto: Ludo Van den Bogaert

Am 19. und 20. Oktober versammelten sich fleißige Naturschutzmacher, um mit Motorsense und Rechen eine Feuchtwiese an den Papitzer Lachen zu pflegen. Durch die Mahd wird die Fläche vor Verbuschung geschützt, zugleich werden mit dem Mahdgut auch Nährstoffe entfernt. Das trockene Jahr und die kontinuierliche Pflege sorgten dafür, dass die Arbeit recht schnell voran ging. Beinahe hätten die neun Helfer trotz Nieselregens alles schon am ersten Arbeitstag geschafft, ließen dann aber für die elf Einsatzkräfte am zweiten Arbeitstag doch noch rund ein Drittel stehen. Die Vegetation erwies sich als weniger hoch, verfilzt und nass als in manchen Vorjahren. Für besonderes Aufsehen sorgte eine Rotbauchunke, die am Rande der Wiese gefunden wurde, wo Mahdgut mehrerer Jahre einen Komposthaufen bildet. Den hatte sich der Lurch offenbar als Winterquartier auserkoren. Der NABU Leipzig bedankt sich bei allen fleißigen Helfern und Unterstützern! Weiterlesen 


Fledermäuse im Kleingärtnermuseum

NABU-Angebot für Ferienkinder

Foto: Ludo Van den Bogaert
Foto: Ludo Van den Bogaert

Am 15. und 18. Oktober war der NABU Leipzig zu Gast im Deutschen Kleingärtnermuseum. In den Herbstferien wurde dort den Kindern die Welt der Fledermäuse vorgestellt.  Die meisten Kinder waren beeindruckt von den kleinen Tierchen und trauten sich trotz anfänglicher Scheu ganz vorsichtig an sie heran. Der NABU informierte auch über die Gefahren, denen Fledermäuse heutzutage ausgesetzt sind. So macht sich beispielsweise das Insektensterben bemerkbar – zunehmend leiden die Fledermäuse unter Nahrungsmangel. Weiterlesen 


Die Turteltaube ist „Vogel des Jahres 2020“

NABU Leipzig lädt zum Vortragsabend ein

Die Turteltaube - Vogel des Jahres 2020. Foto: NABU/Tom Dove
Die Turteltaube - Vogel des Jahres 2020. Foto: NABU/Tom Dove

Mit der Wahl der Turteltaube zum „Vogel des Jahres 2020“ wollen NABU und LBV (Landesbund für Vogelschutz in Bayern) darauf aufmerksam machen, dass diese Vogelart stark gefährdet ist. Sie ist ein Symbol für die Liebe, ihre Lebensbedingungen sind aber wenig romantisch: Seit 1980 sind fast 90 Prozent des Bestandes in Deutschland verschwunden, ganze Landstriche sind „turteltaubenfrei“, denn der Vogel findet kaum noch geeignete Lebensräume. Der NABU setzt sich daher für eine Reform der EU-Agrarpolitik ein. Zudem ist die Turteltaube durch legale und illegale Jagd im Mittelmeerraum bedroht.  Der NABU hat deshalb eine Petition gestartet, um einen Jagdstopp für Turteltauben zu erwirken. Weitere Informationen

 

Am 6. November 2019 wurde der Vogel des Jahres 2020 bei einem Vortragsabend im Naturkundemuseum Leipzig näher vorgestellt. Dabei konnte man die kleinste heimische Taube und ihre heimliche Lebensweise kennenlernen. Obwohl die Turteltaube als Symbol der Liebe gilt, sind ihre Lebensbedingungen wenig romantisch, für die dramatischen Bestandseinbrüche ist insbesondere die intensivierte Landwirtschaft verantwortlich. Darunter haben wie die Turteltaube auch andere Arten der Agrarlandschaft zu leiden, zum Beispiel die Feldlerche, Vogel des Jahres 2019. Auch sie war bei dem Vortragsabend noch einmal Thema, bevor das „Jahr der Feldlerche“ zu Ende geht. Ornithologe Alexander Eilers sprach unter anderem über Schutzmaßnahmen für Feldlerchen, wie das sogenannte Lerchenfenster. Weitere Informationen 

 

Pressemitteilung      Veranstaltungsplakat


EuroBirdwatch

Zugvogelbeobachtung mit dem NABU Leipzig

Vogelbeobachtung an den Schönauer Lachen. Fotos: Beatrice Jeschke

 

Zum Höhepunkt des Vogelzuges über Deutschland ruft der NABU jedes Jahr zur Vogelbeobachtung auf. Im Rahmen des „EuroBirdwatch“ kann man dann vielerorts gemeinsam mit Experten die Vögel beobachten, die in Schwärmen ziehen oder auf dem Zug rasten. Auch der NABU Leipzig hat sich daran beteiligt – Naturfreunde waren am 6. Oktober 2019 zur Vogelbeobachtung an den Schönauer Lachen eingeladen. Eine kleine Gruppe von sechs Vogelfreunden fand sich am nebligen Morgen ein. Doch der Dunst verzog sich bald und das goldene Oktoberwetter war bestens für die Vogelbeobachtung geeignet. Weiterlesen


Saison der Nistkastenreinigung beginnt

Helfer sind herzlich willkommen!

Die Saison der Nistkastenreinigung wurde am 26. September 2019 mit einem Arbeitseinsatz im Eutritzscher Park eröffnet, am 4. Oktober fand ein Arbeitseinsatz auf dem Nordfriedhof statt. Weiterlesen

Foto: Beatrice Jeschke
Foto: Beatrice Jeschke

Im Winterhalbjahr ist der Arbeitskreis Vogelschutz mit vielen Helfern im Einsatz, um die Vogelnistkästen zu reinigen und für die neue Brutsaison vorzubereiten. Insgesamt betreut der NABU Leipzig über 800 Nist­kästen auf 16 Friedhöfen und 28 anderen Flächen. Aus den Nistkästen wird das alte Nistmaterial ent­fernt, damit keine Parasiten darin überleben. Wenn auf dem alten Nest neu gebaut würde, käme es außerdem immer näher zum Einflugloch, wo es leicht von Nesträubern erreicht werden könnte.

In den kommenden Wochen werden weitere Arbeitseinsätze zur Nistkastenreinigung folgen – Helfer sind herzlich willkommen! 



Mehr Menschen unterstützen den NABU

Der NABU freut sich über weiter wachsende Mitgliederzahlen. Bundesweit unterstützen inzwischen rund 700.000 Menschen den Naturschutzbund. Auch der NABU Leipzig kann sich über weiteren Zuwachs freuen. Im September 2018 hatte er rund 2.800 Mitglieder, ein Jahr später sind es bereits 3.400. Das zeigt die enorme Unterstützung der Menschen für die Anliegen des NABU Leipzig, der sich für den Naturschutz in der Stadt und in der Auenlandschaft stark macht.

 

Der NABU-Regionalverband Leipzig hat aber noch weiteren Zuwachs bekommen. Durch eine Neuorganisation der Mitgliederverwaltung in Sachsen gehören jetzt auch die Mitglieder in Schkeuditz, Rackwitz, 


Markkleeberg und Markranstädt zum NABU Leipzig. Außerdem wurden die NABU-Fachgruppe Oschatz und die NABU-Regionalgruppe Torgau dem NABU-Regionalverband Leipzig zugeordnet. Daher hat der NABU Leipzig insgesamt nun sogar mehr als 4.400 Mitglieder. Weiterlesen


Vogelsterben an Futterstellen

Gefahr durch Usutu- und West-Nil-Virus

Foto: NABU Leipzig
Foto: NABU Leipzig

In den Monaten August und September 2019 bekam der NABU Leipzig nahezu täglich Berichte über tote Vögel an Futterstellen. Es ist zu vermuten, dass sich die Tiere durch enge Kontakte an den Fütterungen anstecken. Wer tote Vögel am Futterhaus findet, sollte die Fütterung sofort einstellen. Es könnte sich um Infektionen mit Usutu- oder West-Nil-Virus handeln, eine weitere Gefährdung besteht durch Trichomonaden. Es gibt keine Behandlung gegen diese Infektionen. Zum Schutz der Vögel sollten größere Konzentrationen von Vögeln an Futterstellen vermieden werden. Weiterlesen


„Parkstadt“ Dösen

NABU kritisiert zerstörerische Baupläne

Die Zauneidechse und ihre Lebensräume sind nach EU-Recht streng geschützt. Das wurde bei den Planungen für die Parkstadt Dösen nicht berücksichtigt. Symbolfoto: NABU Leipzig
Die Zauneidechse und ihre Lebensräume sind nach EU-Recht streng geschützt. Das wurde bei den Planungen für die Parkstadt Dösen nicht berücksichtigt. Symbolfoto: NABU Leipzig

Angesichts verdorrender Bäume, austrocknender Gewässer und aufgeheizter Städte müsste Leipzig dringend jedes Stück Grün so gut wie möglich bewahren. Baumfällungen und Flächenversiegelung sind absolut kontraproduktiv. Weiterer Naturfrevel steht jedoch unmittelbar bevor, dazu zählt als besonders negatives Beispiel das geplante Baugebiet „Parkstadt“ Dösen. In einer umfangreichen naturschutzfachlichen Stellungnahme hat sich der NABU zu der Planung geäußert, die unter anderem die Beseitigung von 300 Bäumen vorsieht, die Bebauung eines Teiles einer Streuobstwiese, die Zerstörung artenreicher Wiesen und die Versiegelung wertvoller Böden, die im Moment noch als Klimaregulator und Wasserspeicher dienen. Eigentlich sind Erhalt und Förderung dieser Funktionen auch im Flächennutzungsplan der Stadt für das Areal vorgesehen – dessen ungeachtet sollen diese Ziele nun den Bauplänen geopfert werden. Der NABU hat daher in seiner Stellungnahme die Planungen abgelehnt. Außerdem hat der NABU beobachtet, dass bereits Tatsachen geschaffen werden. Dabei wurden wertvolle Lebensräume der nach EU-Recht streng geschützten Zauneidechse zerstört. Der NABU Leipzig hat diese Ordnungswidrigkeit bei der Naturschutzbehörde angezeigt. Weiterlesen

 

Stellungnahme     Pressemitteilung  


Wassertouristisches Nutzungskonzept

Umweltverbände verlassen den Runden Tisch zum WTNK

Die Umweltverbände NABU Leipzig, BUND Leipzig und Ökolöwe sowie der Bürgerverein Pro Leipzig haben ihren Rücktritt vom sogenannten Runden Tisch zur Fortschreibung des Wassertouristischen Nutzungs­konzepts (WTNK) erklärt. Die Verbände kritisieren, dass Verwaltung und Politik die Gewässer ausschließlich aus dem Blickwinkel betrachten, Boots- und Schiffsverkehr zu verstärken. Weder der Gesamtplan noch Abschnitte oder Einzelprojekte sowie Folgen der Umsetzung stehen wirklich zur Debatte. Da andere Entwicklungslinien gar nicht betrachtet werden, ist konstruktives Arbeiten an gemeinsamen Lösungen unmöglich. Unter diesen Umständen sehen die Verbände es als nicht zielführend an, weiterhin am Runden Tisch teilzunehmen.  Weiterlesen  

 

Rücktrittserklärung der Verbände     Pressemitteilung 


Foto: Karsten Peterlein
Foto: Karsten Peterlein

Leipzigs Artenvielfalt schrumpft

Interview mit der Leipziger Hochschulzeitung "student!"

Am Beispiel der Vogelvielfalt auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz hat der NABU Leipzig die ökologische Bedeutung städtischer Brachflächen dokumentiert. Anlässlich der konkreter werdenden Bebauungspläne hat student!-Autor Benjamin Sasse mit René Sievert vom NABU Leipzig über die Vernachlässigung von Naturschutz und Bürgerbeteiligung gesprochen. Weiterlesen



Platz der Biologischen Vielfalt

Lebensraum Wilhelm-Leuschner-Platz ist in Gefahr

Foto: Beatrice Jeschke
Foto: Beatrice Jeschke

Die Leipziger kennen ihn als „Wilhelm-Leuschner-Platz“, seit einiger Zeit ist auch vom „Platz der Friedlichen Revolution“ die Rede, für den NABU Leipzig steht aber fest: Es ist der „Platz der Biologischen Vielfalt“. Die Artenvielfalt bei den Brutvögeln ist auf diesem Areal in der Innenstadt größer als auf vergleichbaren Flächen. Der Wildwuchs auf dem Gelände ist aber auch Heimat für andere Tierarten. Das ist umso wichtiger, je mehr die umliegenden Lebensräume verloren gehen. 

 

Mit großer Sorge beobachten Naturschützer, dass die Oase Wilhelm-Leuschner-Platz in Kürze ebenfalls dem Bauboom geopfert werden soll. Seit Beginn der Planungen für den Wilhelm-Leuschner-Platz hat der NABU Leipzig seine Zusammenarbeit angeboten, um eine möglichst naturverträgliche Nutzung zu erreichen. Es deutet aber nichts darauf hin, dass der Naturschutz bei den Planungen tatsächlich berücksichtigt wird.

 

Der NABU Leipzig hat nun erneut ein Positionspapier verfasst und umfangreiche Beobachtungsdaten zu geschützten Vogelarten an die Ämter der Stadt Leipzig übergeben. Der NABU hat auf die naturschutzrechtlichen Konflikte aufmerksam gemacht, die mit der Zerstörung von Lebensstätten geschützter Arten verbunden sind und hat dringend um Auskunft gebeten, wie der räumliche Zusammenhang der innerstädtischen Lebensräume geschützt werden soll, falls die Baupläne am Wilhelm-Leuschner-Platz realisiert werden.

 

Positionspapier     Pressemitteilung     Petition      Weiterlesen 

 

Demo für Artenvielfalt

Foto: Ludo Van den Bogaert
Foto: Ludo Van den Bogaert

Um dem Anliegen des Naturschutzes Gehör zu verschaffen, ist der NABU Leipzig am 12. Februar 2019 spontan auf die Straße gegangen. Naturschützer versammelten sich zu einer Kundgebung am Wilhelm-Leuschner-Platz. Passanten wurden auf das Problem der Lebensraumzerstörung hingewiesen, und auch im gegenüberliegenden Rathaus sollte man den Protest wahrnehmen.

 

Kundgebung vor dem Neuen Rathaus

 

Am 19. Februar 2019 wurden die Gewinner des Architekturwettbewerbs im Neuen Rathaus vorgestellt. Dass bei diesen Bauplanungen der Artenschutz berücksichtigt wurde, ist nicht zu erkennen. Deshalb hatte der NABU Leipzig am 19. Februar erneut zur Demonstration aufgerufen – direkt vor dem Neuen Rathaus fand eine Kundgebung statt. Weiterlesen

Foto: Karsten Peterlein
Foto: Karsten Peterlein

 

Petition für Mensch und Natur


BUND Regionalgruppe Leipzig e.V., NABU-Regionalverband Leipzig e.V., Ökolöwe – Umweltbund Leipzig e.V. und Ornithologischer Verein zu Leipzig e.V. haben eine Petition gestartet. Sie richtet sich gegen die in Leipzig seit Jahren anhaltende Vernichtung von Grünflächen, die für Mensch und Natur wertvoll sind. Seit 2016 wurden im Stadtgebiet mindestens 250 solche wertvollen Grünflächen mit zusammen rund 100 Hektar durch Gehölzrodung und Bauarbeiten bereits ersatzlos beseitigt. Am schlimmsten trifft es Vögel, Eidechsen, Amphibien, Igel, Fledermäuse und verschiedene Insekten, die keine entsprechenden Ausweichflächen finden. Sogar gesetzlich geschützte Tierarten sind betroffen. Dieser Tatbestand ist laut Bundesnaturschutzgesetz rechtswidrig, das wird jedoch in Leipzig vielfach ignoriert. Die Initiatoren der Petition bitten nun die Bevölkerung um ihre Stimme – der öffentliche Druck wächst, bei der Schließung von Baulücken darf die Stadtverwaltung die Natur und das grüne, lebendige Wohnumfeld nicht vergessen!

 

Petition     Pressemitteilung 

 

Müllsammelaktion

Wilde Ecken in der Stadt sind wertvolle Lebensräume, wichtig für Mensch und Natur. Wilde Ecken sollen aber keine Müllecken sein, der Platz der Biologischen Vielfalt ist kein Müllplatz! Deshalb fand am 8. März 2019 auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz eine Müllsammelaktion statt. 

Der NABU Leipzig hatte zu der Aktion eingeladen, 15 Naturfreunde kamen und haben fleißig Unrat eingesammelt: Etwa 200 Glasflaschen und viele Scherben, ca. 30 Coffee-to-go-Einwegbecher, Zigarettenschachteln, Lebensmittelverpackungen, Plastiktüten, einen Drucker, einen Stuhl, Fahrradteile, Radkappen, Spraydosen und anderen Abfall.  Weiterlesen   


Leipzig schrumpft

NABU beklagt Lebensraumverlust in der wachsenden Stadt

Leipzig wächst für die Menschen. Demnächst wird die Stadt wohl mehr als 580.000 Einwohner haben, bis 2030 werden gar 720.000 erwartet. An den vielen Baustellen ist gerade zu sehen, wie sich ein solches Wachstum auswirkt. Neue Wohnungen, Einkaufsmärkte und Gewerbegebiete werden gebaut.

 

Aber Leipzig schrumpft für die Wildtiere! Während die Stadt wächst, haben diese Stadtbewohner immer weniger Platz. Viele Brachflächen und Grünanlagen gibt es nicht mehr, Sträucher und Bäume wurden gerodet. Damit einher geht der Verlust von potenziellen Lebensräumen der Tiere. Immer mehr Menschen fällt auf, dass es beispielsweise weniger Sperlinge und Amseln gibt. Igel, Fledermaus, Schmetterling und Nachtigall, die zum lebendigen Stadtbild von Leipzig gehörten, werden immer seltener.

 

Darauf weist der NABU Leipzig hin, der allein im Jahr 2016 einen Flächenverlust von über 50 Hektar erfasst hat. Das sind Flächen, die lange von unseren tierischen Mitbewohnern genutzt wurden und die nun nicht mehr existieren. Eine Karte gibt einen entsprechenden Überblick über diese vom NABU registrierten Flächen – viele weitere sind in dieser Übersicht noch gar nicht enthalten.

 

Der NABU wirbt für einen verantwortungsvollen Umgang mit vorhanden Flächen. Bei Bauplanungen sollte man Lebensräume für tierische Nachbarn von Anfang an berücksichtigen.

 

Pressemitteilung     Weiterlesen

WEITERE THEMEN


Tödliche Klebepaste

 

Bundesweit kommt ein silikonartiger Kleber zum Einsatz, um Vögel von Gebäuden zu vertreiben. Diese Abwehrpaste wird als harmlos angepriesen, doch sie hat für Vögel und andere Tiere tödliche Folgen. Die Verwendung ist nach Auffassung des NABU gesetzeswidrig. Der NABU Leipzig fordert deshalb alle auf, dieses Mittel keinesfalls einzusetzen und Einsatzorte des Klebers zu melden. mehr



Tiermord in der Stadt

 

Tagtäglich werden in Leipzig bei Bau- oder Gehölzpflegearbeiten Tiere getötet, Nistplätze schwinden, Orte für die Nahrungssuche gehen verloren. In vielen Fällen handelt es sich um Verstöße gegen das Naturschutz­recht, was jedoch oft folgenlos bleibt. Bürger verstehen nicht, warum die Behörden nicht einschreiten. Auch Arbeiten im Auftrag der Stadt selbst sind keineswegs vorbildlich. mehr  



Wohnungsnot durch Bauboom

 

Bei Gebäudesanierungen werden Nistplätze zerstört, der gesetzliche Artenschutz wird aus Unkenntnis oder vorsätzlich missachtet. Das führt zum Verlust von Nistplätzen, in manchen Fällen auch zum Tod von Tieren. Auf Leipziger Baustellen! Der NABU fordert Einhaltung der Artenschutzgesetze! mehr

  



Tipps zum Artenschutz beim Gebäudeneubau

 

Wie man mit geringem Aufwand Vogelnistplätze und Fledermausquartiere in Gebäudeneubauten integrieren kann, zeigt die kleine Broschüre. Sie basiert auf einer Bachelorarbeit an der HTWK. mehr

 

 

 



Foto: Hans-Joachim Kietz

Buntes Grün

 

Der NABU setzt sich für eine naturnahe Pflege von Kleingärten, Parkanlagen und Grünflächen ein, unterstützt Garten- und Grundstücks­besitzer, Inhaber von Firmengeländen oder von Wohnanlagen, Sträucher zu pflanzen oder Blumenwiesen anzulegen und zu erhalten. Machen Sie mit: Schaffen Sie Lebensräume in der Stadt! mehr

 



Natur im Kleingarten

 

Kleingärten sind ein wichtiger Teil der Stadtnatur und können Lebensraum für viele Tiere sein. Tipps und Tricks für naturnahes Gärtnern gibt der NABU in einem Faltblatt, das im NABU-Naturschutzbüro in Gohlis und beim Stadtverband der Kleingärtner in Plagwitz erhältlich ist.

 

 



Beschwerde gegen das Tourismuskonzept

 

Dass das Wassertouristische Nutzungskonzept in der Region Leipzig (WTNK) ohne Umweltverträglichkeits­prüfung und ohne Beteiligung der Öffentlichkeit realisiert wird, obwohl es erhebliche ökologische Auswirkungen hat, hält der NABU Leipzig für rechtswidrig. mehr

 

 

 



Foto: Doris Wolst/UFZ

Schutz der artenreichen Auenlandschaft

Das Auenökosystem ist auf periodische Hochwasserer­eignisse angewie­sen, sie wieder zu ermöglichen, ist deshalb eins der wichtigsten Natur­schutzziele. Neben dieser Auenrevitalisierung gilt es, den Auwald als artenreiche Kulturlandschaft zu erhalten. Ihre große Biodiversi­tät verdankt sie auch einer naturverträg­lichen Forstbewirtschaftung. Der NABU setzt sich dafür ein, dass dabei ökologische Zusam­menhänge und der Artenschutz beachtet werden. mehr