Nistkastenreinigung im Winterhalbjahr

Zwischen Oktober und Februar organisiert der NABU Leipzig Arbeitseinsätze zur Reparatur und Reinigung der Nistkästen. Rund 600 werden in Parkanlagen und auf Friedhöfen kontrolliert. Für die Teilnehmer gibt es interessante Informationen, unter anderem kann man anhand von Spuren und Nestern feststellen, welche Vögel gebrütet haben. Mithelfende und Gäste sind herzlich willkommen!

Mitmachen beim Vogelschutz



Foto: NABU/Sebastian Hennigs
Foto: NABU/Sebastian Hennigs

Beratung für naturnahe Kleingärten

Kleingärten können Naturoasen sein, wertvoller Lebensraum in der Stadt. Häufig werden die Vorschriften zur kleingärtnerischen Nutzung jedoch als Hindernis gesehen. Im Rahmen der Gesetze gibt es aber durchaus viele Möglichkeiten, einen Naturgarten zu gestalten. Der NABU Leipzig berät Kleingärtner gerne bei einem Vororttermin im Winterhalbjahr. Terminabsprache am besten per E-Mail



Platz der Biologischen Vielfalt

Lebensraum Wilhelm-Leuschner-Platz ist in Gefahr

Foto: Beatrice Jeschke
Foto: Beatrice Jeschke

Die Leipziger kennen ihn als „Wilhelm-Leuschner-Platz“, seit einiger Zeit ist auch vom „Platz der Friedlichen Revolution“ die Rede, für den NABU Leipzig steht aber fest: Es ist der „Platz der Biologischen Vielfalt“. Die Artenvielfalt bei den Brutvögeln ist auf diesem Areal in der Innenstadt größer als auf vergleichbaren Flächen. Der Wildwuchs auf dem Gelände ist aber auch Heimat für andere Tierarten. Das ist umso wichtiger, je mehr die umliegenden Lebensräume verloren gehen. 

 

Mit großer Sorge beobachten Naturschützer, dass die Oase Wilhelm-Leuschner-Platz in Kürze ebenfalls dem Bauboom geopfert werden soll. Seit Beginn der Planungen für den Wilhelm-Leuschner-Platz hat der NABU Leipzig seine Zusammenarbeit angeboten, um eine möglichst naturverträgliche Nutzung zu erreichen. Es deutet aber nichts darauf hin, dass der Naturschutz bei den Planungen tatsächlich berücksichtigt wird.

 

Der NABU Leipzig hat nun erneut ein Positionspapier verfasst und umfangreiche Beobachtungsdaten zu geschützten Vogelarten an die Ämter der Stadt Leipzig übergeben. Der NABU hat auf die naturschutzrechtlichen Konflikte aufmerksam gemacht, die mit der Zerstörung von Lebensstätten geschützter Arten verbunden sind und hat dringend um Auskunft gebeten, wie der räumliche Zusammenhang der innerstädtischen Lebensräume geschützt werden soll, falls die Baupläne am Wilhelm-Leuschner-Platz realisiert werden.

 

Positionspapier     Pressemitteilung     Weiterlesen  


Artenvielfalt und Kaffee

NABU-Vortragsabend über Natur und Menschen in Äthiopien

Fotos: Fabian Haas

 

Zu den internationalen Projekten des NABU gehört auch das Engagement in Äthiopien in den Reservaten Sheka und Kafa. Dort ist nicht nur eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt zuhause, es handelt sich auch um die ursprüngliche Heimat des Arabica-Kaffees. Am 6. Februar 2019 entführt der NABU Leipzig in diese beeindruckende Landschaft. Beim Vortragsabend 19 bis 21 Uhr im Naturkundemuseum (Lortzingstraße 3) wird der Leipziger Biologe und Fotograf Dr. Fabian Haas über seine Reise nach Äthiopien und über die NABU-Projekte dort berichten. 

Alle Naturfreunde sind herzlich eingeladen. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist kostenfrei. 

 

Pressemitteilung     Veranstaltungsplakat


Treffen der Fachgruppe Botanik

Mitmachen beim Schutz der Pflanzenwelt

Foto: NABU/Christoph Buchen
Foto: NABU/Christoph Buchen

Während Leipzig wächst, schrumpft die Stadt für die Tier- und Pflanzenwelt. Lebensräume gehen tagtäglich verloren, oftmals ohne jeden Ausgleich, obwohl er gesetzlich vorgeschrieben ist. Damit verliert Leipzig auch mehr und mehr Lebensqualität. Außerdem haben die Ökosysteme wichtige Funktionen, zum Beispiel für das Stadtklima.

Viele Pflanzen, ja ganze Biotope, verschwinden unbemerkt, deshalb möchte der NABU Leipzig seine Aktivitäten für den Schutz der Pflanzenwelt verstärken und lädt ein zur Mitarbeit in der Fachgruppe Botanik. Alle Interessierten - egal ob mit Fachwissen oder ohne Vorkenntisse - können sich beteiligen. Gemeinsam können wir für Leipzigs buntes Grün aktiv werden, über die Naturschutzprobleme informieren und praktisch am Biotopschutz arbeiten oder einfach nur die Pflanzenwelt erkunden. 

 

Das nächste Gruppentrefffen
Montag, 4. März 2019, 17.30 Uhr in der NABU-Naturschutzstation (Corinthstraße 14).


Für naturverträgliche Landwirtschaft

NABU Leipzig und 35.000 bei Großdemo in Berlin

Foto: Ludo Van den Bogaert
Foto: Ludo Van den Bogaert
Foto: Nick Jaussi/wir-haben-es-satt.de
Foto: Nick Jaussi/wir-haben-es-satt.de

Durch die EU-Agrarpolitik sind gutes Essen, eine naturverträgliche Landwirtschaft und der Erhalt der Bauernhöfe gefährdet. 2019 entscheidet die Bundesregierung bei der EU-Agrarreform (GAP) maßgeblich mit, welche Landwirtschaft die EU Jahr für Jahr mit 60 Milliarden Euro unterstützt. Der NABU fordert gemeinsam mit anderen Organisationen und zehntausenden Menschen einen Umbau zu einer bäuerlichen und ökologischeren Landwirtschaft. Es muss Schluss sein mit den Steuermilliarden für die Agrarindustrie! Subventionen darf es nur noch für umwelt- und klimaschonende Landwirtschaft sowie für artgerechte Tierhaltung geben, kleine und mittlere Betriebe, müssen mehr unterstützt werden. Um diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen, fand auch 2019 wieder eine Großdemonstration in Berlin statt. Auch der NABU Leipzig war dabei. Weiterlesen


Die Stunde der Wintervögel

Bundesweite Vogelzählung zum Mitmachen

Weidenmeise
Foto: NABU/Tom Dove

Jedes Jahr im Januar ruft der Naturschutzbund zur großen winterlichen Vogelzählung auf. Bei dieser „Stunde der Wintervögel“ kann jeder mitmachen, der sich eine Stunde Zeit nimmt. Man beobachtet die Tiere in der unmittelbaren Umgebung, notiert die Anzahl und die Vogelarten und meldet alles dem NABU. Dabei kann man Preise gewinnen, lernt etwas über die heimische Vogelwelt und hilft beim Vogelschutz. Denn die zahlreichen Daten aus ganz Deutschland liefern wertvolle Informationen über die Bestandsentwicklung bestimmter Vogelarten. 2019 fand die Stunde der Wintervögel vom 4. bis zum 6. Januar statt.

 

Der NABU Leipzig hat Führungen angeboten, bei denen man sich zusammen mit anderen an der Aktion beteiligen und Informationen über die Vögel bekommen konnte. Am Sonnabend gab es eine Exkursion durch den Robert-Koch-Park Grünau,  am Sonntag durch den Zaubergarten Stötteritz. Zudem hatte die NAJU am Sonnabend zur Stunde der Wintervögel in den Clara-Zetkin-Park eingeladen. Weiterlesen


Guter Vorsatz für Silvester:

Rücksicht auf Natur und Umwelt

Solche Hinweisschilder hat der NABU Leipzig in verschiedenen Parkanlagen in der Stadt aufgehängt. Hier sollte man auf Silvester-Lärm verzichten.
Solche Hinweisschilder hat der NABU Leipzig in verschiedenen Parkanlagen in der Stadt aufgehängt. Hier sollte man auf Silvester-Lärm verzichten.

Der NABU Leipzig bittet darum, beim Silvesterfeiern Rücksicht zu nehmen auf Mitmenschen, aber auch auf Natur und Umwelt. Im besten Fall verzichtet man auf jegliches Feuerwerk, denn bei Tieren löst die ungewohnte nächtliche Silvesterknallerei Panik aus. Deshalb bittet der NABU Leipzig darum, Feuerwerk zumindest in allen Schutzgebieten sowie auf Grünflächen und in Gartenanlagen zu unterlassen. Außerdem sollten sich alle bemühen, Grünflächen und Gewässer nicht in Abfallplätze zu verwandeln. Neujahr werden leider jedes Jahr tote und verletzte Tiere gefunden – Opfer menschlicher Rücksichts­losigkeit. Verbrennungen, Schockzustände, geschädigte Hörorgane und andere Verletzungen werden bei Tieren nach Silvester festgestellt. Das Feuerwerk sorgt nicht nur für Abfall und Lärm, es ist auch eine extreme Feinstaub­belastung und damit gesundheitsgefährdend. Jede Silvesterrakete, die nicht gezündet wird, ist ein Gewinn für die Umwelt!

 

Um auf die Probleme hinzuweisen und die Menschen zu informieren, hat der NABU auch in diesem Jahr wieder in verschiedenen Parkanlagen Hinweisschilder aufgehängt. Außerdem findet am 2. Januar 2019, ein Diskussionsabend statt:

 

 

 

Mittwoch, 2. Januar 2019, 19 bis 21 Uhr
Freiluftpartys, Feuerwerk und Lärm – wilde Partys, wilde Tiere, gestresste Anwohner.
Diskussionsabend über Feuerwerk, nächtlichen Lärm und illegale Freiluftfeste. 
Im Naturkundemuseum, Lortzingstraße 3.

 

Der NABU-Regionalverband Leipzig wünscht allen ein gesundes neues Jahr!

 

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Für Lebendige Friedhöfe

Kooperation zwischen NABU und inab

NABU und inab im Einsatz auf dem Friedhof Lößnig. Foto: NABU Leipzig
NABU und inab im Einsatz auf dem Friedhof Lößnig. Foto: NABU Leipzig

Im Dienste des Naturschutzes kooperiert der NABU Leipzig mit der inab-Ausbildungs- und Beschäftigungsgesellschaft mbH. Schauplätze der gemeinsamen Aktivitäten, die im September begannen, sind Leipziger Friedhöfe. Im Zuge der Zusammenarbeit entstehen hier Lebensräume, bestehende Nistkästen und Fledermausquartiere werden aufgearbeitet und gepflegt und der Bestand an Nisthilfen wird erweitert.

 

Durch die Kooperation von NABU und inab können weitere Friedhöfe im Projekt "Lebendige Friedhöfe" betreut werden, Artenschutzmaßnahmen sollen die Tierwelt in der Stadt unterstützen. Ermöglicht wird das durch das Jobcenter Leipzig, das die Arbeitsgelegenheit (AGH) „Auf dem Friedhof bewegt sich was – Ausgestaltung der sonst so ruhigen Naturoasen“ finanziert. 20 Personen aus dem ALG-II-Bezug werden in die Arbeit eingebunden.

 

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Die Feldlerche ist Vogel des Jahres 2019

NABU-Vortragsabend am 7. November im Naturkundemuseum

Der Naturschutzbund NABU und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) haben die Feldlerche zum „Vogel des Jahres 2019“ gekürt. An diese Wahl knüpfen sie die Forderung nach einer grundlegenden Änderung der EU-Agrarpolitik.

 

Die immer intensivere Landwirtschaft ist zum Hauptgrund für das Artensterben in Europa geworden. Die Feldlerche steht daher stellvertretend für andere Feldvögel wie Kiebitz und Rebhuhn, denen es zum Teil sogar noch schlechter geht. NABU und LBV fordern deshalb in der EU-Agrarpolitik ein radikales Umsteuern!

Ein Drittel der Feldlerchen sind in den vergangenen 25 Jahren verschwunden. Mit der Feldlerche folgt dem Star, der Vogel des Jahres 2018 war, erneut ein Vogel der Agrarlandschaft. Damit wollen NABU und LBV darauf aufmerksam machen, dass besonders die Arten dieses Lebensraums unter einem dramatischen Bestands­rückgang zu leiden haben. Angesichts der anhaltend negativen Entwicklung wurde die Feldlerche nach 1998 nun sogar schon zum zweiten Mal zum Vogel des Jahres gekürt. Trotz aller Anstrengungen war die erste Wahl leider nicht genug, um die Art zu retten.

 

Bei einem Vortragsabend am 7. November 2018 hat der NABU Leipzig den Vogel des Jahres 2019 vorgestellt. Außerdem wurde über Aktionen berichtet, die zum Vogel des Jahres 2018 in Leipzig stattfanden.

 

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Mehr Grün am Wegesrand

NABU-Pflanzaktion am Ortsrand von Plaußig

Fotos: René Sievert

 

Die NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz hat es sich zur Aufgaben gemacht, am Ortsrand von Plaußig ein artenreiches Biotop aufzubauen. Bereits im vorigen Jahr wurden Obstbäume einheimischer Sorten, mehr als 200 Büsche sowie über 50 Bäumchen Wildobst gepflanzt. Am 10. November 2018 fand bei herrlichem spätsommerlichem Wetter ein weiterer Arbeitseinsatz statt. Dabei wurden weitere Büsche in die Erde gebracht, außerdem wurde Mahdgut von der Fläche zu einem Komposthaufen gebracht. Auf ihm sollen später spezielle Blühpflanzen für einheimische Schmetterlinge gepflanzt werden. Daneben wird eine Blühwiese angelegt, die im Rahmen des Schmetterlingswiesenprojekts „Puppenstuben gesucht“ gepflegt wird. Die Fläche wird auf diese Weise Heimat und Nahrungsgrundlage für Insekten.

 

In den vier Stunden war es leider nicht möglich, alle erforderlichen Arbeiten zum Abschluss zu bringen, deshalb plant der NABU noch einen weiteren Arbeitseinsatz. Wer dabei helfen möchte, kann sich gerne melden - per E-Mail oder telefonisch unter 0341 6884477. Weiterlesen


Exkursion für Stadträte

Diskussion über Forstwirtschaft und Auenökologie

Foto: Doris Wolst/UFZ
Foto: Doris Wolst/UFZ

Kurz bevor der Stadtrat über den Forstwirtschaftsplan entscheidet, hatte der NABU Leipzig Stadträte und Fachpolitiker zu einer Auwaldexkursion eingeladen. Ziel war es, den Politikern im Vorfeld ihrer Entscheidungen einen Einblick in ökologische Zusammenhänge, naturwissenschaftliche Forschung und naturschutzfachliche Ziele im Leipziger Auenökosystem zu geben. Wissenschaftler und Naturschützer haben die Teilnehmer durch die Burgaue geführt und vor Ort Fragen beantwortet.

 

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Feuchtwiesenmahd an den Papitzer Lachen

Fotos: Beatrice Jeschke

 

Die Papitzer Lachen sind wertvoller Lebensraum, nicht nur die Stillgewässer, sondern auch die umgebenden Wiesenflächen, die durch regelmäßige Mahd erhalten werden müssen. Deshalb lädt der NABU Leipzig jedes Jahr zur Biotoppflegeaktion ein. Am 20. und 21. Oktober beteiligten sich in diesem Jahr rund 20 freiwillige Helfer an diesem Arbeitseinsatz. Weiterlesen


Hambacher Forst muss bleiben!

NABU Leipzig bei Demonstration gegen Braunkohletagebau

Fotos: Ludo Van den Bogaert

 

Am 1. Oktober 2018 haben auf dem Augustusplatz rund 250 Menschen gegen die geplante Rodung des Hambacher Forstes demonstriert. Der Energiekonzern RWE will den Wald für die weitere Erschließung eines Braunkohletagebaus in Nordrhein-Westfalen abbaggern. Dieser Wald ist nicht nur ein wertvoller Lebensraum, er dient auch den Menschen für die Erholung in der Natur und dem Klimaschutz. Ihn ausgerechnet für die extrem klimaschädigende Braunkohle zu opfern, ist anachronistisch! Der Kampf für den Erhalt des Hambacher Forstes ist deshalb ein Symbol geworden für den Kampf gegen Braunkohleabbau und für Klimaschutz. Auch der NABU Leipzig hat sich dem Protest angeschlossen und beteiligte sich mit 15 Teilnehmern an der Kundgebung auf dem Augustusplatz. Weiterlesen


Wiesenpflege mit Sensenkurs

Mahd der NABU-Streuobstwiese Knauthain

Foto: Beatrice Jeschke
Foto: Beatrice Jeschke

Die NABU-Streuobstwiese in Knauthain wird im Rahmen des NABU-Tagfalterprojekts „Puppenstuben gesucht“ insektenfreundlich gepflegt. Dazu gehört auch eine insektenfreundliche Mahd, die in diesem Jahr am 30. September stattfand. Nach einem Sensenkurs wurde ein Teil der Wiese mit Handsensen gemäht, um sie für die Tier- und Pflanzenwelt zu erhalten. Zehn Sensenmänner und -frauen kamen zum Arbeitseinsatz, auch ein Admiral, zwei Zitronenfalter, eine Gammaeule und Kleine Kohlweißlige sowie mehrere Libellen und Hornissen waren dabei, Äpfel, auf deren Ernte sich die Teilnehmer gefreut hatten, waren allerdings nicht mehr an den Bäumen. Weiterlesen


Müllsammlung am Elsterbecken

Aktion zum Internationalen Küstenreinigungstag

Fotos: René Sievert

 

Am 15. September 2018 hat sich der NABU Leipzig wieder am Internationalen Küstenreinigungstag (ICCD) beteiligt. Dazu fand eine Müllsammlung am Elsterbecken statt, mehr als 400 Kilogramm Abfall wurden dabei zusammengetragen, ein kleiner Teil der riesigen Müllmenge, die von der Menschheit produziert wird. Leider landet ein Großteil des Mülls am Ende in den Ozeanen, wo er zu einem gigantischen Umweltproblem geworden ist. Um darauf aufmerksam zu machen, findet alljährlich der Internationale Küstenreinigungstag statt. Weltweit sind Menschen aufgerufen, Unrat an Stränden und Flussufern einzusammeln. In Leipzig beteiligten sich diesmal mehr als 50 Gewässerretter an der Müllsammlung. Weiterlesen

 

Aktionstag am Burgauenbach

Foto: NAJU Leipzig
Foto: NAJU Leipzig

Eine weitere Müllsammlung fand bereits am 11. September statt. Der NABU Leipzig sammelte Müll am Burgauenbach. Die Naturschutzjugend hat eine Patenschaft für dieses Fließgewässer und kontrolliert regelmäßig seinen Zustand. Äste wurden entfernt, die Durchflussstellen verstopften, außerdem wurde Unrat eingesammelt. Am Ende waren zwei große Müllsäcke je zur Hälfte gefüllt - einer mit Glas und der andere mit sonstigem Abfall, vor allem aber mit Plastikmüll. Die veranschlag­ten zwei Stunden reichten für die Aktion nicht aus - der Arbeits­einsatz am Burgauenbach dauerte doppelt so lange wie geplant. Weiterlesen


Tiere, Fotos, Kamera

Die Natur in Leipzig und Umgebung ist beeindruckend, was viele schöne Naturfotos beweisen. Aber wie gelingen perfekte Aufnahmen, wie kann man Tiere optimal ablichten? Das vermittelte der Biologe und Fotograf Dr. Fabian Haas am 1. September im NABU-Naturfotokurs, zu dem er jedes Jahr einlädt. Auch in diesem Jahr trafen sich die Teilnehmer dafür im Leipziger Wildpark, wo sie einige Tiere vor die Linse bekamen.

Fotos: Fabian Haas


Heilpflanzen auf der Streuobstwiese

Nützliche Kräuter zwischen den Obstbäumen

Am 26. August 2018 standen auf der NABU-Streuobstwiese Knauthain nicht die Obstbäume im Mittelpunkt, sondern die Kräuter. Zwölf Pflanzen, die durch ihre Heilwirkung bekannt sind, hat Exkursionsleiter Jens Franke bei einem kurzen Gang über die Wiese gefunden. Sechs davon zeigte er auf der Führung. Dabei waren die vorgestellten Pflanzen keine Exoten, sondern sind auf einer Wiese durchaus häufiger zu finden. Weiterlesen

Foto: Maria Vlaic
Foto: Maria Vlaic


Fledermäuse kennenlernen und beobachten

Batnight 2018 mit dem NABU Leipzig

Zum 22. Mal fand in diesem Jahr die Internationale Batnight statt, um über Fledermäuse zu informieren und für ihren Schutz zu werben. In Deutschland organisiert der Naturschutzbund zu dieser Aktion verschiedene Veranstaltungen, woran sich auch der NABU Leipzig wieder beteiligte. Man konnte sich über die bedrohten Nachtlebewesen und über die Naturschutzprojekte des NABU informieren.

 

Am 25. August 2018 hatte der NABU eine Fledermausnacht im Schloss Schönefeld organisiert, zu der mehr als 60 Fledermausfreunde kamen, darunter viele Kinder. Eine Woche später, am 31. August, lud die NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz zur Fledermausnacht der Parthefrösche ein, woran 12 Kinder und ihre Eltern teilnahmen. In der Vortragsreihe „Der Natur zuliebe“ hatte der NABU Leipzig dann schließlich noch am 5. September zu einem weiteren Fledermausvortrag eingeladen. Unter dem Titel „Von Zwergen und Nymphen – Vielfalt und Lebensraum heimischer Fledermäuse“ fand er im Naturkundemuseum Leipzig statt. 

 

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Insektensommer

Insektenzählung mit dem NABU Leipzig

Der NABU hat ein neues Mitmachprojekt gestartet, die erste bundesweite Insektenzählung. Naturfreunde sind aufgerufen, in ihrer Umgebung Insekten zu beobachten und online zu melden. Mit dieser Aktion will der NABU auf die enorme Bedeutung der Insekten im Naturhaushalt aufmerksam machen. Nachdem Berichte über das Insektensterben für Aufsehen sorgten, ist es dringend notwendig, auf die Situation aufmerksam zu machen und zu zählen, was zählt - nämlich die Insekten. Jeder kann mithelfen, um Daten zur Artenvielfalt und Häufigkeit der Insekten zu sammeln.

 

In diesem Jahr ist die Aktion, die in zwei Etappen im Juni und im August stattfand, beendet, sie wird aber 2019 fortgesetzt. Der NABU Leipzig hat sich mit gemeinsamen Insektenzählungen auf der Streuobstwiese Knauthain an der Mitmachaktion beteiligt. Weiterlesen

 

Tag der offenen Schmetterlingswiese

Eine weitere Aktion fand am 19. August auf der Streuobstwiese statt - der NABU Leipzig hatte zum "Tag der offenen Schmetterlingswiese" eingeladen. Dabei wurde das Projekt vorgestellt, das zum Ziel hat, Lebensraum für Falter und Raupen zu schaffen, wovon auch zahlreiche andere Tier- und Pflanzenarten auf der Wiese profitieren. Die Aktion fand im Rahmen des sachsenweiten Schmetterlingswiesenprojekts "Puppenstuben gesucht" statt. Beim Aktionswochenende haben sich beteiligte Wiesenprojekte im ganzen Land vorgestellt, auch der NABU Leipzig hat über seine Arbeit im Biotop- und Artenschutz informiert. Außerdem konnten Schmetterlinge und andere Tiere auf der Wiese beobachtet werden. Weiterlesen

 

Ausstellungseröffnung mit Vorträgen zur Biologischen Vielfalt

Gibt es das Insektensterben auch im Boden und was können wir zum Schutz der Artenvielfalt tun? Darum ging es am 27. August in der Bio City Leipzig in zwei öffentlichen Vorträgen. Sie waren der Startschuss für eine Wanderausstellung der UN-Dekade Biologische Vielfalt, die bis zum 5. Oktober im Forum der Bio City zu ist.

 

Springschwänze leben oft im Boden.  Foto: iDiv/Andy Murray
Springschwänze leben oft im Boden. Foto: iDiv/Andy Murray

Was passiert, wenn Ökosysteme gestört werden, weil zum Beispiel die Insekten sterben? Welche Folgen hat dies für den Boden, jenen wenig beachteten Lebensraum, in dem zahlreiche Insekten als Larven leben? Prof. Nico Eisenhauer vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) widmete sich in seinem Vortrag diesen Fragen. Im Anschluss erklärte René Sievert vom NABU Leipzig, was jeder Einzelne konkret für den Schutz der biologischen Vielfalt tun kann, vom insektenfreundlichen Gärtnern bis zum Schutz von Vogelnistplätzen.

 

Danach hatten alle Besucher die Möglichkeit, die neue Wanderausstellung anzusehen. Sie zeigt die unterschiedlichen Facetten der biologischen Vielfalt, macht Bezüge zu unserem Leben und Wirtschaften deutlich und wie die biologische Vielfalt unseren Alltag bereichert zudem zeigt sie Beispiele auf, wie man sich für ihren Erhalt engagieren kann. Weitere Informationen


Rettung von Nistplätzen in letzter Minute

Ersatzquartiere bei Schulsanierung entstanden erst nach Eingreifen des NABU

Ersatzquartiere für Mauersegler, Haussperlinge und Fledermäuse wurden an der Fassade der Plattenbauschule angebracht. Foto: NABU Leipzig
Ersatzquartiere für Mauersegler, Haussperlinge und Fledermäuse wurden an der Fassade der Plattenbauschule angebracht. Foto: NABU Leipzig

Der NABU Leipzig hatte Sanierungs­arbeiten an einer Plattenbauschule in Mockau beobachtet und auf Nachfrage stellt sich heraus, dass der Bauherr, die Stadt Leipzig, vorher kein artenschutz­fachliches Gutachten in Auftrag gegeben hatte. Mit Leichtigkeit hat der NABU Nistplätze von Haussperlingen sowie Fledermausquartiere in dem Gebäudeteil gefunden, in dem die Fassaden­sanierung noch nicht beendet war. Was im übrigen, bereits gedämmten Gebäudeteil inzwischen vernichtet und ermordet wurde, bleibt unklar. Da es sich um ein Gebäude der Stadt Leipzig handelt, sind solche Versäumnisse unverständlich, öffentliche Auftraggeber müssten eine Vorbildfunktion bei der Einhaltung von Naturschutzgesetzen haben, die bei Sanierungsarbeiten aber oftmals vollkommen ignoriert werden.


Durch das Eingreifen des NABU Leipzig ist es in letzter Minute gelungen, zumindest Ersatzniststätten an diesem Gebäude zu schaffen. 28 Nistplätze für Haussperlinge und Mauersegler sowie 14 Fledermausquartiere sind nun als Ersatz entstanden. Weiterlesen


Tiermord in der Stadt

Tagtäglich werden in Leipzig bei Bau- oder Gehölzpflegearbeiten Tiere getötet – Fledermäuse werden eingemauert, Vogelnester in den Bauschutt geworfen oder Eidechsen plattgewalzt. Und nicht nur die Nistplätze schwinden, auch Orte für die Nahrungssuche gehen verloren. Zur Verzweiflung vieler Bürger und Naturschützer ist das leider seit Jahren und Jahrzehnten Alltag. In vielen Fällen handelt es sich um Verstöße gegen das Naturschutzrecht, was jedoch oft folgenlos bleibt, oder die Täter nehmen die Strafen in Kauf. Nahezu täglich werden dem NABU mehrere Fälle gemeldet. Bürger verstehen nicht, warum die Behörden nicht einschreiten und warum das Naturschutzrecht offenbar für viele Bauherren und Baumfäller nicht gilt. Auch Bauprojekte oder Gehölzpflegearbeiten im Auftrag der Stadt selbst sind keineswegs vorbildlich.

 

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Dieser Hausspatz hat noch sein Haus. Oft werden aber Nistplätze in Gebäuden bei Sanierungsarbeiten zerstört und zum Teil auch die Nestinsassen getötet. Foto: NABU Leipzig
Dieser Hausspatz hat noch sein Haus. Oft werden aber Nistplätze in Gebäuden bei Sanierungsarbeiten zerstört und zum Teil auch die Nestinsassen getötet. Foto: NABU Leipzig

Tödliche Klebepaste

Bitte melden Sie Einsatzorte und verklebte Vögel!

Mit großer Sorge beobachten Vogelschützer bundesweit den Einsatz einer sogenannten "Vogelabwehrpaste". Dieser silikonartige Kleber wird auf Geländern, Fensterbrettern oder Dächern aufgebracht, um Vögel zu vertreiben. Von den Herstellern wird das Mittel als harmlos angepriesen, doch das ist es nicht. Es hat für die Vögel tödliche Folgen. Der NABU Leipzig fordert deshalb alle auf, dieses Mittel keinesfalls einzusetzen! Die Verwendung ist nach Auffassung des NABU gesetzeswidrig.

 

Wer Stellen kennt, an denen die gefährliche Klebepaste bereits verwendet wurde oder wer Vögel mit verklebtem Gefieder beobachtet, informiert bitte die Wildvogelhilfe des NABU Leipzig telefonisch unter
0341 927 62 027 oder per
E-Mail.

 

An diesem Wohnhaus im Leipziger Zentrum wurde die gefährliche Klebepaste aufgetragen.
An diesem Wohnhaus im Leipziger Zentrum wurde die gefährliche Klebepaste aufgetragen.
Diese Kohlemeise ist an der Abwehrpaste kleben geblieben und qualvoll verendet, weil sie sich nicht mehr befreien konnte. Fotos: NABU Leipzig
Diese Kohlemeise ist an der Abwehrpaste kleben geblieben und qualvoll verendet, weil sie sich nicht mehr befreien konnte. Fotos: NABU Leipzig

Wenn die Tiere mit dem heimtückischen Gel in Kontakt kommen, bleiben sie kleben. Sie verenden qualvoll oder verkleben sich das Gefieder, so dass sie flugunfähig werden. Wenn sie nicht gefunden werden, verhungern diese Vögel. Sie von den Verklebungen zu befreien ist ein sehr aufwändiger Prozess. Leider sind in Leipzig und anderen deutschen Städten bereits Todesopfer zu beklagen, darunter Kohlmeisen und ein Turmfalke. Weiterlesen


Leipzig schrumpft

NABU beklagt Lebensraumverlust in der wachsenden Stadt

Leipzig wächst für die Menschen. Demnächst wird die Stadt wohl mehr als 580.000 Einwohner haben, bis 2030 werden gar 720.000 erwartet. An den vielen Baustellen ist gerade zu sehen, wie sich ein solches Wachstum auswirkt. Neue Wohnungen, Einkaufsmärkte und Gewerbegebiete werden gebaut.

 

Aber Leipzig schrumpft für die Wildtiere! Während die Stadt wächst, haben diese Stadtbewohner immer weniger Platz. Viele Brachflächen und Grünanlagen gibt es nicht mehr, Sträucher und Bäume wurden gerodet. Damit einher geht der Verlust von potenziellen Lebensräumen der Tiere. Immer mehr Menschen fällt auf, dass es beispielsweise weniger Sperlinge und Amseln gibt. Igel, Fledermaus, Schmetterling und Nachtigall, die zum lebendigen Stadtbild von Leipzig gehörten, werden immer seltener.

 

Darauf weist der NABU Leipzig hin, der allein im Jahr 2016 einen Flächenverlust von über 50 Hektar erfasst hat. Das sind Flächen, die lange von unseren tierischen Mitbewohnern genutzt wurden und die nun nicht mehr existieren. Eine Karte gibt einen entsprechenden Überblick über diese vom NABU registrierten Flächen – viele weitere sind in dieser Übersicht noch gar nicht enthalten.

 

Der NABU wirbt für einen verantwortungsvollen Umgang mit vorhanden Flächen. Bei Bauplanungen sollte man Lebensräume für tierische Nachbarn von Anfang an berücksichtigen.

 

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WEITERE THEMEN


Foto: Hans-Joachim Kietz

Buntes Grün

 

Zum Ausgleich für verlorenes Grün, können Blühflächen angelegt und Sträucher gepflanzt werden. Der NABU bietet dabei seine Beratung an. Machen Sie mit: Schaffen Sie Lebensräume in der Stadt!

 

 

 



Natur im Kleingarten

 

Kleingärten sind ein wichtiger Teil der Stadtnatur und können Lebensraum für viele Tiere sein. Tipps und Tricks für naturnahes Gärtnern gibt der NABU in einem Faltblatt, das im NABU-Naturschutzbüro in Gohlis und beim Stadtverband der Kleingärtner in Plagwitz erhältlich ist.

 

 



Beschwerde gegen das Tourismuskonzept

 

Dass das Wassertouristische Nutzungskonzept in der Region Leipzig (WTNK) ohne Umweltverträglichkeits­prüfung und ohne Beteiligung der Öffentlichkeit realisiert wird, obwohl es erhebliche ökologische Auswirkungen hat, hält der NABU Leipzig für rechtswidrig.

 

 



Zukunft des Wilhelm-Leuschner-Platzes

 

Positionspapier von BUND und NABU Leipzig für den Erhalt des innerstädtischen Lebensraums

 

 

 



Tipps zum Artenschutz beim Gebäudeneubau

 

Wie man mit geringem Aufwand Vogelnistplätze und Fledermausquartiere in Gebäudeneubauten integrieren kann, zeigt die kleine Broschüre. Sie basiert auf einer Bachelorarbeit an der HTWK.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Wohnungsnot durch Bauboom

 

Bei Gebäudesanierungen werden Nistplätze zerstört

NABU fordert Einhaltung der Artenschutzgesetze