Foto: Karsten Peterlein
Foto: Karsten Peterlein

Schwalben willkommen in Sachsen

NABU-Projekt wurde auf das ganze Land ausgeweitet

Foto: NABU/Ingrid Marquardt
Foto: NABU/Ingrid Marquardt

Schwalben sind Kulturfolger und nisten in unmittelbarer Nachbarschaft des Menschen. Trotz dieser Anpassung gibt ihr Bestand mittlerweile Anlass zur Sorge. Verantwortlich für ihren Bestandsrückgang sind unbedachte Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden, der Rückgang von Fluginsekten und der Einsatz von Pestiziden in Gärten und in der Landwirtschaft.
Um den eleganten Sommerboten zu helfen, hat der NABU Leipzig 2015 das Projekt „Schwalben willkommen“ gestartet. Menschen werden aufgerufen, Schwalbenbeobachtungen zu melden und sich außerdem aktiv für den Schwalbenschutz einzusetzen. Der Schutz von Schwalbennistplätzen,  die Anlage von Lehmpfützen zum Nestbau oder die Anbringung künstlicher Nisthilfen können dazu gehören. Besonders engagierte Hausbesitzer können mit einer Plakette „Hier sind Schwalben willkommen“ geehrt werden.
Nun wurde das Schwalben-Projekt auf ganz Sachsen ausgeweitet. Am 8. Juni 2016 hat der NABU Sachsen dafür den Startschuss gegeben bei einer Auftaktveranstaltung in Linz bei Meißen.

Weiterlesen

Schwalben willkommen

Helfen Sie den eleganten Frühlingsboten!

Die Schwalben kehren aus ihren Winterquartieren zurück nach Leipzig, aber sind sie hier bei uns auch willkommen? Seit Jahren gehen die Bestände zurück, denn den Frühlingsboten fehlen oftmals geeignete Nistplätze, Nestbaumaterial und Nahrung. Ursachen dafür sind zum Beispiel Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden, die illegale Beseitigung von Nestern, Versiegelung der Landschaft und die Verwendung von Pestiziden in Gärten und in der Landwirtschaft.


Schwalbenschutz in Leipzig

Um Mehl- und Rauchschwalben zu helfen, gibt es einfache Möglichkeiten. So sollte man Einschlupflöcher an Ställen, Garagen, Scheunen und ähnlichen Gebäuden offen lassen, damit Rauchschwalben im Innern ihre Nester bauen können, die aus Lehm und Pflanzenfasern bestehen. Auch einfache Lehmpfützen helfen den Schwalben und sollten vor allem zur Nestbauzeit im Mai und Juni immer feucht gehalten werden. Um Mehlschwalben den Nestbau an glatten Wänden zu erleichtern, kann man Nisthilfen anbringen. Mit einfachen Hilfsmaßnahmen kann man gleichzeitig verhindern, dass die Schwalben die Fassade mit Kot beschmutzen.


Beispiele für Artenschutzmaßnahmen des NABU Leipzig: Aufzucht junger, hilfsbedürftiger Schwalben (links) oder Anbau künstlicher Schwalbennisthilfen (rechts). Fotos: Karsten Peterlein

Im Rahmen des Projekts „Schwalben willkommen“ sollen Rauch- und Mehlschwalben im gesamten Stadtgebiet von Leipzig erfasst werden, und jeder kann dabei mitmachen. Mithilfe der Ergebnisse kann an geeigneten Standorten der praktische Schwalbenschutz verbessert werden.

Der NABU Leipzig möchte auch Bauherren und Hausbesitzer beraten, Lehmpfützen anlegen, Kunstnester und Kotbrettchen anbringen. Im NABU-Naturschutzbüro und bei verschiedenen Aktionen kann man außerdem Nisthilfen und Kunstnester kaufen oder gemeinsam mit den Experten selbst herstellen. Auch entsprechende Bauanleitungen stellt der NABU zur Verfügung.  

 

Am Donnerstag, 7. Mai 2015, lädt der NABU ab 18 Uhr zu einem Beratungstag rund um Schwalbenschutzmaßnahmen ins Naturschutzbüro (Corinthstraße 14) ein. 

Schwalben in unserer Stadt

Hilfe für gefährdete Gebäudebrüter

Foto: Karsten Peterlein
Foto: Karsten Peterlein

Für Mehl- und Rauchschwalben boten unsere Dörfer und Städte mit vielen Nischen und Spalten an und in Gebäuden lange Zeit geeignete Brutplätze. Dadurch haben sich die früheren Felsenbrüter an eine vom Menschen geprägte Umgebung angepasst. Seit Jahren gehen nun aber die Schwalbenbestände zurück, denn den Vorboten der warmen Jahreszeit fehlt es inzwischen oftmals an geeigneten Nistplätzen, Nestbaumaterial und ausreichenden Nahrungsquellen. Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden, Wegfall von Einflugmöglichkeiten, Beseitigung von Nestern, Versiegelung der Landschaft, Intensivierung der Landwirtschaft und die Verwendung von Pestiziden sind hier als Hauptursachen zu nennen.


Im Volksglauben bringen Schwalbennester Glück ins Haus, doch sind sie bei Hausbesitzern leider oftmals nicht gerne gesehen. Hauptärgernis ist fast immer der anfallende Kot an Fassaden und Fensterbrettern. Gerade als Kulturfolger sind die Schwalben stark auf die Unterstützung durch uns Menschen angewiesen. Was viele nicht wissen: Hilfsmaßnahmen stehen nicht unbedingt im Konflikt mit einer sauberen Hausfassade.


Schwalben sind besonders geschützt

Das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) stellt im § 44 Schwalben unter besonderen Schutz. Es ist verboten, ihnen nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten. Während der Fortpflanzungs-, Aufzucht-, Mauser-, Überwinterungs- und Wanderzeiten dürfen Rauch- und Mehlschwalben nicht erheblich gestört werden. Ferner dürfen Fortpflanzungs- oder Ruhestätten der Vögel nicht aus der Natur entnommen, beschädigt oder zerstört werden; insbesondere also ihre Nester! Fortpflanzungs- und Ruhestätten verlieren ihren Schutz auch nicht, wenn sie kurzzeitig oder vorübergehend nicht benutzt werden, z. B. wenn sich die Schwalben auf Nahrungssuche oder im Winterquartier befinden. Das Entfernen von Schwalbennestern während der Brutzeit ist ein Straftatbestand und kann mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro geahndet werden.

Der NABU berät Sie gern, wie Sie die gesetzlichen Vorschriften bei Sanierungen einhalten.

 

So helfen Sie den Schwalben

Gerade weil Mehl- und Rauchschwalben so eng an den Menschen und seine Gebäude gebunden sind, kann man ihnen schon mit einfachen Maßnahmen leicht helfen.


Öffnungen: Für die Rauchschwalbe sollten ab April Fenster und andere Einflugmöglichkeiten an Ställen, Scheunen und Tordurchfahrten offengehalten werden.


Kotbrettchen: Gegen die Verschmutzung durch Schwalbenkot helfen so genannte Kotbretter, die man 60 cm unter den Nestern als Auffangeinrichtung anbringt. Der aufgefangene Kot ist bestens als Blumendünger geeignet.

Foto: Karsten Peterlein
Foto: Karsten Peterlein

Kunstnester: Dort, wo den Schwalben wenig Lehm für ihre Nester zur Verfügung steht, empfiehlt sich der Anbau von Kunstnestern. Bringt man diese in ausreichender Entfernung von der Fassade an, hilft es Verschmutzungen zu vermeiden. An glatten Fassaden haftet das Nistmaterial nicht, hier kann eine kleine Leiste den Nestbau fördern. Bauanleitungen und fertige Kunstnester gibt es im Naturschutzbüro des NABU Leipzig.


Scheibenfolie: Wenn Schwalben in Fensternischen brüten, helfen Klarsichtfolien an den Scheiben, Kotverschmutzung vorzubeugen. Die Folien lassen sich leicht wieder abziehen.


Lehmpfützen: Künstliche Pfützen erleichtern den Tieren den Nestbau. Dazu reicht es meist aus, während der Nestbauzeit im Frühling eine Bodenstelle mit Lehm feucht zu halten.


Naturnaher Lebensraum: Durch die Gestaltung eines naturnahen Gartens mit heimischen Pflanzen sowie den Verzicht auf Spritzmittel kann den Schwalben geholfen werden, ausreichend Nahrung in Form von Insekten zu finden.

Mehlschwalben bei der Suche nach Nestbaumaterial an einer Lehmpfütze. Foto: NABU/Krzysztof Wesolowski
Mehlschwalben bei der Suche nach Nestbaumaterial an einer Lehmpfütze. Foto: NABU/Krzysztof Wesolowski

Hier sind Schwalben willkommen

NABU zeichnet schwalbenfreundliche Hausbesitzer aus

Der NABU möchte auf die Situation der Schwalben in Leipzig aufmerksam machen und die Situation für diese eleganten Vögel verbessern. Dafür hat der NABU das Projekt „Schwalben willkommen“ gestartet. Damit sollen die Menschen besser über die Bedürfnisse der Schwalben informiert werden, es gibt Tipps für einen besseren Schwalbenschutz und eine Erfassung der Schwalbenbestände im gesamten Stadtgebiet. Außerdem werden Naturfreunde, die sich an ihrem Gebäude für den Schwalbenschutz einsetzen, mit der neugeschaffenen Plakette „Hier sind Schwalben willkommen“ ausgezeichnet! Hausbesitzer können sich beim NABU-Regionalverband Leipzig für die Plakette bewerben.

Wie viele Schwalben gibt es noch?

Im Rahmen des Projekts „Schwalben willkommen“ sollen Rauch- und Mehlschwalben im gesamten Stadtgebiet erfasst werden, und jeder kann dabei mitmachen! Mithilfe der Ergebnisse kann an geeigneten Standorten der praktische Schwalbenschutz verbessert werden. Helfen Sie dabei! Den Meldebogen für die Schwalbenbeobachtung gibt es im NABU-Naturschutzbüro in Gohlis (Corinthstraße 14) oder hier als Download.


So hilft der NABU Leipzig den Schwalben

  • Erfassung der Schwalbenbestände und Nistplätze
  • Beratung zur Ansiedlung und zum Erhalt von Schwalbenkolonien
  • Beratung bei Baumaßnahmen
  • Anlage von Lehmpfützen
  • Anbringung von Kunstnestern und Kotbrettchen
  • Bau und Verkauf von Nisthilfen und Kunstnestern
  • Pflegestelle für verunglückte Schwalben

Helfen Sie uns, den Schwalben in Leipzig ein Zuhause zu geben, unterstützen Sie uns mit einer Spende!

NABU-Spendenkonto bei der Sparkasse Leipzig (IBAN): DE88 8605 5592 1100 9119

Rauchschwalben auf einer Freileitung. Foto: Matthias Schrack
Rauchschwalben auf einer Freileitung. Foto: Matthias Schrack

Unsere heimischen Schwalben

Schwalben kommen auf allen Kontinenten vor, abgesehen von der Antarktis. In Deutschland sind Mehlschwalbe, Rauchschwalbe und Uferschwalbe heimisch. Im Frühling kommen sie aus ihren afrikanischen Winterquartieren zur Brut und zur Aufzucht der Jungen hierher zurück. In Sachsen sind die ersten Schwalben meist ab Anfang April zu beobachten.

Mehl- und Rauchschwalben sind Kulturfolger, die über Jahrhunderte in unseren Dörfer und Städten Nistmöglichkeiten fanden. Doch heute fehlen ihnen oftmals geeignete Nistplätze, Nestbaumaterial und Nahrung. Ursachen dafür sind zum Beispiel Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden, die illegale Beseitigung von Nestern, Versiegelung der Landschaft und die Verwendung von Pestiziden.

 

Foto: NABU/Fotonatur
Foto: NABU/Fotonatur

Die Mehlschwalbe (Delichon urbicum) ist oberseits schwarzblau und unterseits weiß gefärbt. Als einzige Schwalbenart hat sie einen weißen Bürzel (Oberseite des Schwanzansatzes). Die Unterseite ist weiß. Ihr Schwanz ist leicht gegabelt. Ihre Nester bauen die Mehlschwalben aus Lehm, gerne in Kolonien an der Außenseite von Gebäuden. Zu finden sind Mehlschwalbennester meist direkt unterhalb eines Dachvorsprungs. Sie sind nach oben geschlossen und haben ein kleines Einflugloch.
Mehlschwalben sind Langstreckenzieher, die jährlich eine Zugstrecke von bis zu 20.000 Kilometern zurück legen. Dabei überqueren sie Mittelmeer und Sahara im Non-Stop-Flug. Die tägliche Flugstrecke kann dabei 1.000 Kilometer oder mehr betragen.

Die Mehlschwalbe, Vogel des Jahres 1974

Foto: NABU/Guenter Lessenich
Foto: NABU/Guenter Lessenich

Die Rauchschwalbe (Hirundo rustica) hat einen tief gegabelten Schwanz. Das Gefieder ist oberseits schwarzblau metallisch glänzend und unterseits weiß. Ihre Kehle ist rotbraun gefärbt. Rauchschwalben bauen ihre Nester im Inneren von Gebäuden wie z.B. Ställen, Scheunen und Garagen. Das Nest hat die Form einer nach oben hin offenen Schale und besteht aus Pflanzenfasern und Lehm. Rauchschwalben sind Langstreckenzieher, die südlich der Sahara überwintern.
Die Rauchschwalbe, Vogel des Jahres 1979

Foto: NABU/Klemens Karkow
Foto: NABU/Klemens Karkow

Die Uferschwalbe (Riparia riparia) ist die kleinste einheimische Schwalbenart. Ihre Oberseite ist stumpf grau bis erdbraun gefärbt, die Unterseite und der Hals sind weiß. Sie brütet in Kolonien, die aus zahlreichen Brutröhren bestehen. Jede Röhre ist bis zu ein Meter lang und wird in sandige oder lehmige Steilufer gebaut. Weil es diese in unserer Landschaft nur noch selten gibt, ist die Uferschwalbe nur in wenigen geeigneten Lebensräumen zu beobachten. Den Winter verbringen Uferschwalben in West-, Zentral- oder Ostafrika, häufig zusammen mit anderen Schwalben- und Seglerarten.

Die Uferschwalbe, Vogel des Jahres 1983

Hier sind Schwalben willkommen

NABU-Regionalverband Leipzig überreicht erste Auszeichnungen

Im Frühjahr hat der NABU Leipzig ein Schwalbenschutzprojekt gestartet. Dazu gehört auch, dass Gebäudebesitzer, die diesen Vögeln ein Zuhause bieten, mit der Plakette "Hier sind Schwalben willkommen!" ausgezeichnet werden. Inzwischen konnten die ersten 10 Preisträger geehrt werden und können nun ihre schwalbenfreundlichen Häuser mit der Ehrenplakette schmücken. Sie gehören damit zu den ersten Ausgezeichneten in Sachsen, nachdem der NABU in anderen Bundesländern auf ähnliche Art bereits für einen besseren Schwalbenschutz wirbt.

Weitere Bürger, die Schwalben willkommen heißen, haben sich bereits beim NABU gemeldet und werden in Kürze ebenfalls mit der Plakette ausgezeichnet.
Wer Schwalbenfreunde kennt, kann diese gern dem NABU Leipzig für die Auszeichnung mit der Plakette „Hier sind Schwalben willkommen!“ vorschlagen. Fleißige Helfer werden auch für Schwalbenkartierung und den Bau von Nisthilfen und Kotbrettchen sowie für die Unterstützung bei der Bewässerung von Lehmpfützen gesucht. |||

Kontakt

Auwaldstation Leipzig

René Sievert (NABU Leipzig) hat Geschäftsführerin Franka Seidel die Plakette „Hier sind Schwalben willkommen“ überreicht. Die Auwaldstation hat selbstgebaute Lehmnester für Mehlschwalben an der Station angebaut. Der NABU Leipzig hat zusätzlich ein Doppelnest für Mehlschwalben zur Verfügung gestellt. Im Ausstellungsraum der Station liegen Schwalbenflyer des NABU aus. Foto: Karsten Peterlein


Metallbaubetrieb Sven Angermann

Frau Angermann freut sich über die Plakette „Hier sind Schwalben willkommen“. Seit Jahrzehnten brütet ein Rauchschwalbenpaar in der Werkstatt. Rechtzeitig ab Ende März sorgt der Betrieb für den Einflug durch ein geöffnetes Fester. In den vergangenen Jahren gab es einige fehlgeschla- gene Nestbauversuche, häufig fanden die Rauchschwalben kein geeignetes Baumaterial.

Der NABU Leipzig hat drei Kunstnester in der Werkstatt angebracht. Foto: Wolfgang Kulick


Familie Krasemann

Herr Krasemann erhielt vom NABU Leipzig die Plakette „Hier sind Schwalben willkommen“. Er sorgte für die Anbringung eines Kotbrettes unter vier Mehlschwalbennestern am Haus. In diesem Jahr waren zwei davon belegt. Andere Nester in der Nachbarschaft werden bedauerlicherweise immer wieder illegal entfernt. Herr Krasemann unterstützt den NABU Leipzig bei der Verteilung von Schwalbenflyern, um Hausbesitzer vom Nutzen eines Kotbretts zu überzeugen. Foto: Karsten Peterlein


Ponyhof „Flotte Hufe“

Karsten Peterlein (NABU Leipzig) hat die Plakette „Hier sind Schwalben willkommen“ an Katja Eisermann, Inhaberin des Ponyhofs, überreicht. Hier brüten seit vielen Jahren immer etwa zehn Rauchschwalbenpaare. Neben vielen Einflug-möglichkeiten wird eine alte ungenutzte Garage ebenfalls für die Bruten der Rauchschwalbe nicht verschlossen. Um interessierte Menschen zu informieren, werden im Ponyhof Schwalbenflyer des NABU ausgelegt. Foto: Wolfgang Kulick


Autowerkstatt Roland Geistert

Wolfgang Kulick (NABU Leipzig) hat die Plakette „Hier sind Schwalben willkommen“ an Roland Geistert, Inhaber des Familienbetriebs, überreicht.

Bei Familie Geistert brüten seit rund 60 Jahren ein Rauchschwalbenpaar. Die Schwalben waren hier schon immer willkommen und man wusste sich zu helfen indem die Autos abgedeckt und nicht in Brutplatznähe abgestellt wurden. Auch wurde immer auf entsprechende Öffnungen für den Einflug ins Gebäudeinnere gesorgt. Familie Geistert verteilt auch NABU-Schwalbenflyer und wirbt für die Schwalbenzählung. Foto: Karsten Peterlein

Haustierfarm im Wildpark Leipzig

Karsten Peterlein (NABU Leipzig) überreicht die Plakette „Hier sind Schwalben willkommen“ an Berndt Bauersfeld, Leiter der Haustierfarm.

In den Ställen von Esel, Pony, Hausrind und Kamelen wird zur Ankunft der Schwalben für Einflugmöglichkeiten gesorgt. Es brüten sieben Paare Rauchschwalben. Der NABU Leipzig stellte der Haustierfarm zehn Kunstnester zur Verfügung die die Ansiedlung weiterer Paare ermöglichen soll. Foto: Wolfgang Kulick


Lotto und Zeitschriftengeschäft Andrea Bunge

Karsten Peterlein (NABU Leipzig) hat die Plakette „Hier sind Schwalben willkommen“ an Inhaberin Andrea Bunge überreicht. Sie setzte sich bei der Hausverwaltung für die Montage von Kotbrettchen ein. Am Gebäude brüten vier Mehlschwalben-paare. Foto: Hans-Jürgen-Raqué


Evangelisch-Lutherische Matthäuskirchgemeinde

Karsten Peterlein (NABU Leipzig) hat die Plakette „Hier sind Schwalben willkommen“ an Gemeinde-mitglied Inghild Effenberger überreicht. Sie setzt sich seit vielen Jahren für den Vogelschutz in der Gemeinde ein. Als in der Tordurchfahrt zum Gemeindehaus immer wieder die Schwalbennester abgeschlagen wurden, hat sie Hilfe beim NABU Leipzig gesucht, der dort Kotbretter unter den Schwalbennestern angebaut hat. Seitdem fühlt sich niemand mehr von Verschmutzung belästigt. Vorbildlich sorgt Frau Effenberger ab Ende März dafür dass die hintere Hoftür geöffnet bleibt und fertigt dafür Aushänge an, durch welche alle Mieter im Haus darüber informiert werden. Foto: Wolfgang Kulick


Heizung Sanitär und Dachklempnerei Ralph Kempe

Karsten Peterlein (NABU Leipzig) hat die Plakette „Hier sind Schwalben willkommen“ an Inhaber Ralph Kempe überreicht. Er hat vor einigen Jahren Mehlschwalbenkunstnester an seinem Firmengebäude angebracht. Der gute Bruterfolg in diesen Nestern hat ihn überzeugt noch in diesem Jahr weitere Nisthilfen für Mehlschwalben anzubringen. In diesem Jahr haben drei Mehl- schwalbenpaare erfolgreich gebrütet. Foto: Wolfgang Kulick


Pferdehof Gundorf

Karsten Peterlein (NABU Leipzig) hat die Plakette „Hier sind Schwalben willkommen“ an Frank Eilenberger, Inhaber des Pferdehofs, überreicht. Er hatte bereits 2014 den NABU eingeladen im Rahmen der Mauersegler- und Schwalbenzählung im Pferdehof über den Brutbestand und über Schutzmaßnahmen zu sprechen. Der Pferdehof beherbergt mit 36 Brutpaaren Leipzigs größtes Vorkommen der Rauchschwalbe. Über dem direkt an den Pferdehof angrenzenden Auwald und großzügige Weidekoppeln gibt es hervorragende Jagdbedingungen für die Schwalben. Damit die Schwalben Nestbaumaterial finden können, sorgen Mitarbeiter des Pferdehofs dafür, dass Pfützen erhalten bleiben und bei Bedarf bewässert werden. Verteilt auf drei Pferdeställe hat der NABU Leipzig zehn Kunstnester angebaut. Im Pferdehof sind auch NABU-Schwalbenflyer erhältlich. Foto: Wolfgang Kulick


Brutplätze und Schwalbenkolonien retten

Während der Schwalbenkartierung im Frühjahr wurden an einem Gebäude acht Schwalbennester erfasst. Bei Kontrollen im Spätsommer wurde festgestellt, dass im Rahmen einer Fassadensanierung einige Nester entfernt und sogar Vergrämungsmaßnahmen installiert wurden. Nach §44 Bundesnaturschutzgesetz sind die Nistplätze der Schwalben aber ganzjährig geschützt. Der NABU Leipzig hat die Naturschutzbehörde informiert, die den Rückbau der Abwehrspikes forderte. Als Kompromiss und um künftige Konflikte durch Schwalbenkot zu vermeiden, hat der NABU empfohlen, die Spikes nur über den Fenstern zu dulden. Die Hausverwaltung hat die Auflage bekommen acht Kunstnester anzubauen. Diese Nester werden glücklicherweise von den Mehlschwalben gut angenommen. |||

Foto: NABU Leipzig
Foto: NABU Leipzig

Hier sind Schwalben willkommen!

Wildvogelhilfe Leipzig bekommt Plakette

Ina Ebert (links) vom NABU Sachsen hat der Wildvogelhilfe Leipzig die Plakette mit Urkunde überreicht. Patricia Seitz, Karsten Peterlein und Luis Schifter (v.l.n.r) vom Team der Wildvogelhilfe freuten sich über die Auszeichnung.  Foto: Carola Bodsch
Ina Ebert (links) vom NABU Sachsen hat der Wildvogelhilfe Leipzig die Plakette mit Urkunde überreicht. Patricia Seitz, Karsten Peterlein und Luis Schifter (v.l.n.r) vom Team der Wildvogelhilfe freuten sich über die Auszeichnung. Foto: Carola Bodsch

Seit diesem Jahr wird in ganz Sachsen vom NABU die Plakette "Hier sind Schwalben willkommen!" an Vogelfreunde verliehen, die sich im Schwalbenschutz stark machen - wie zum Beispiel die Wildvogelhilfe Leipzig. Hier werden verunglückte Schwalben aufgenommen und bis zur Auswilderung gepflegt. Außerdem bietet die Wildvogelhilfe Workshops zum Nisthilfenbau für Schwalben an, legt Lehmpfützen an und berät Gebäudeeigentümer beim Schwalbenschutz oder bei der Ansiedlung von Schwalben.

Für dieses Engagement wurde Anfang August die Wildvogelhilfe des NABU Leipzig mit der Plakette geehrt und bedankt sich herzlich für diese Anerkennung. |||

Suchen

Bild der Woche

von Sascha Stolzke
von Sascha Stolzke

Unterschriften-sammlungen

Für Mensch und Natur

Foto: NABU/Marcus Gloger
Foto: NABU/S. Zibolsky
Foto: NABU/F. Fender

Naturschutz online


Foto: NABU/Rolf Jürgens

Newsletter

Gemeinsam aktiv

Logo von www.tierische-logos.de

Für Biotop- und Artenschutz

Foto: Karsten Peterlein
Lustige Stofftiere, waschbar bis 40°C. Die Einnahmen werden für den Arbeitskreis Vogelschutz verwendet. Jedes Kuscheltier ist ein handgefertigtes Unikat aus Stoffresten und für 3 Euro erhältlich im NABU-Naturschutzbüro.
0,7 l  Bio-zertifizierter Apfelsaft von Streuobstwiesen • Direktsaft ohne Zuckerzusatz • 100 % Fruchtgehalt • 1,10 € + 0,25 € Pfand

Zur Jahreszeit