Bild der Woche 2020

Die Natur in Leipzig und Umgebung hat viele Fotomotive zu bieten. Wenn Sie mit der Kamera unterwegs sind und Landschaft, Tiere oder Pflanzen ablichten, dann schicken Sie uns doch Ihr schönstes Bild zusammen mit einer kurzen Beschreibung. Vielleicht wird Ihre Aufnahme dann unser „Bild der Woche“.

Sie können uns das Digitalfoto und den Text per E-Mail zukommen lassen und erteilen uns damit die Erlaubnis, das Foto abzudrucken oder im Internet zu veröffentlichen. Bitte beachten Sie dazu unsere Datenschutzerklärung. Das Bild sollte zur Jahreszeit passen und mindestens eine Größe von 800 × 600 Bildpunkten haben.


von Evelyn Kirsche
von Evelyn Kirsche


Kalenderwoche 23/2020
Die Brückenspinne baut ein Radnetz, das sich fast immer an Brücken oder anderen Bauwerken in der Nähe von Gewässern befindet, auch an Wohngebäuden. Nachts sitzt sie in der Mitte des Netzes, tagsüber hält sie sich normalerweise in einem Versteck auf, beispielsweise in einer Mauerspalte oder in einem selbstgewebten Gespinst. Sie ist etwas kleiner als die bekannte Gartenkreuzspinne. Zu erkennen ist sie an einer V-förmigen Zeichnung am Vorderende des Hinterleibs, außerdem ist der Rand des Vorderkörpers stets hell behaart und dadurch farblich abgesetzt. Diese Spinnenart ist weit verbreitet und kommt oft in großer Individuenzahl vor.


von Beatrice Jeschke
von Beatrice Jeschke


Kalenderwoche 22/2020
Der Pirol ist in der heimischen Vogelwelt nahezu unverwechselbar. Er ist etwa so groß wie eine Amsel, die Weibchen sind grünlich gefärbt, die Männchen gelb. Besonders charakteristisch ist der laut flötende Gesang, er klingt wie „Lo-ri-o“ oder „Bü-lo“. Er bewohnt vorwiegend die Kronenschicht hoher Bäume in gewässernahen Gehölzen aber auch in großen Park- oder Gartenanlagen. Damit findet er in Leipzig, insbesondere in der Auwaldlandschaft, eigentlich eine Heimat, leidet aber hier und in ganz Europa unter dem zunehmenden Verlust geeigneter Lebensräume, unter Insektensterben und Pestizideinsatz. Auch seine Überwinterungsgebiete in Afrika sind von Lebensraumzerstörung betroffen. Der Zugvogel beginnt seine Reise dorthin bereits Ende Juli, für gewöhnlich kehrt er im Mai wieder in die Brutgebiete zurück. Mit einigem Glück kann man ihn dann auch in Leipzig hören oder sogar einmal sehen.


von Hansjürgen Gerstner
von Hansjürgen Gerstner


Kalenderwoche 21/2020
Wer einen weißen Schmetterling sieht, hält ihn oft für einen „Kohlweißling“. Doch man muss in einem solchen Fall genauer hinsehen, denn es gibt mehrere Arten, die man verwechseln kann. Der bekannteste ist vermutlich der Große Kohl-Weißling, zur Verwandtschaft gehört aber beispielsweise auch dieser Grünader-Weißling. Seine Raupen sind auch nicht am Kohl zu finden, sie ernähren sich von Schaumkraut, Kresse, Senf und anderen möglichen Futterpflanzen. Die Falter kann man etwa von April bis September beobachten, es gibt jährlich zwei bis drei Generationen. Sie leben in eher feuchten und teils schattigen Lebensräumen, wie Fettwiesen und Waldrändern in Flusstälern.


von Konrad Girke
von Konrad Girke

Kalenderwoche 20/2020
Wenn ein Beutegreifer zuschnappt, können Zauneidechsen an einer „Sollbruchstelle“ ein Stück ihres Schwanzes abwerfen. Der Schwanz wächst dann wieder nach. Das kann den Eidechsen das Leben retten. Wenn der Schwanz nicht vollständig abbricht, kann es passieren, dass an der Sollbruchstelle trotzdem ein neuer Schwanz wächst. Solche Eidechsen können dann zwei Schwänze haben. Wenn das mehrfach passiert, kann es sogar mehrschwänzige Exemplare geben. Diese Tiere werden durch den aufgespaltenen Schwanz behindert und dadurch leichter von Fressfeinden erbeutet, oder der Schwanz bricht an einem Hindernis so ab, dass er wieder einfach nachwächst. Diese männliche Zauneidechse sonnte sich gemeinsam mit einem Weibchen (rechts) in einem Leipziger Kleingarten. Mit einer naturnahen Gartengestaltung kann man den Tieren einen geeigneten Lebensraum schaffen und sie wunderbar beobachten.


von Ludo Van den Bogaert
von Ludo Van den Bogaert


Kalenderwoche 19/2020
Vielerorts sind die Storchenester wieder besetzt, auch in und um Leipzig. Die Zugvögel sind zurückgekehrt, finden sich in Paaren zusammen, und dann darf man auf Nachwuchs hoffen. Dieses Paar hat sich in Plaußig niedergelassen. Mitentscheidend für den Bruterfolg ist das Wetter. Ein nasser Sommer kann dazu führen, dass Jungtiere an Unterkühlung sterben. In den Vorjahren war allerdings die Dürre das größere Problem, die für Nahrungsmangel sorgte. Auch die letzten Feuchtgebiete drohen aufgrund des Klimawandels zu vertrocknen, auf ähnliche Probleme treffen die Störche auch in ihren Winterquartieren.


von Nick Rößle
von Nick Rößle


Kalenderwoche 18/2020
Mauereidechsen leben in Fels- und Geröllflächen, als Kulturfolger aber auch in Hohlräumen von Mauern, in Weinbergen, an Bahn- und Straßenböschungen und sogar an Gebäuden in Städten. Sie benötigen Fugen und Spalten und ein Mosaik aus bewachsenen und vegetationsfreien Flächen, wo sie sich sonnen können. Sie können sehr gut klettern und ernähren sich von Insekten. Das natürliche Verbreitungsgebiet liegt vorwiegend in Südosteuropa, reicht aber bis Frankreich und Nordspanien. In Deutschland besiedeln die Mauereidechsen vor allem klimatisch begünstige Hanglagen in Südwestdeutschland, insbesondere Weinberge. Nördlich der Alpen lebt ein Großteil der Population auf Eisenbahngelände. Die Art ist nach EU-Recht streng zu schützen, dennoch sind ihre Lebensräume bedroht, beispielsweise durch veränderte Nutzung oder durch Baumaßnahmen. Innerhalb und außerhalb des natürlichen Verbreitungsgebietes wurden Mauereidechsen vielerorts angesiedelt, auch in Leipzig sind seit etwa 1917 mehrere Funde bekannt geworden.


von Hansjürgen Gerstner
von Hansjürgen Gerstner


Kalenderwoche 17/2020

Am 25. April ist Tag des Baumes. Es ist ein Anlass auf die Schönheit der Bäume aufmerksam zu machen und für ihren Schutz zu werben. Gerade jetzt, wo das frische Grün austreibt und junge Bäume zum Licht streben, zeigt sich die Energie dieser Lebewesen. Aber in unseren Städten haben sie auch zu leiden, sind oft in schlechtem Zustand und werden viel zu oft rücksichtslos gefällt. Auch darauf macht der NABU Leipzig aufmerksam, nicht nur zum
Tag des Baumes


von Angelika Graupeter
von Angelika Graupeter


Kalenderwoche 16/2020

Zwischen März und Mai ist die komplizierte Larvenentwicklung des Ölkäfers abgeschlossen und die ungewöhnlich aussehenden erwachsenen Tiere tauchen plötzlich auf. Das hat ihnen den Beinamen „Maiwurm“ eingebracht. Der Ölkäfer ernährt sich von Pflanzenteilen, gegen Fressfeinde schützt ihn eine giftige Körperflüssigkeit. Bei Gefahr wird sie an den Beingelenken abgegeben, weshalb die Tiere Ölkäfer heißen. Die Larven leben als Parasiten in den Nestern von Wildbienen, wo sie den Nahrungsvorrat und das Wildbienenei verspeisen. Der Schwarzblaue Ölkäfer ist Insekt des Jahres 2020. Lebensraumverlust und Straßenverkehr gefährden das Überleben dieser Art, und auch die Wirtstiere, die Wildbienen, auf die der Käfer für seine Fortpflanzung angewiesen ist, sind durch Naturzerstörung immer seltener.


von Johannes Schmidt
von Johannes Schmidt


Kalenderwoche 15/2020
Die Kohlmeise sucht für den Nestbau nach Baumaterial. Leider hat sie hier Kunststofffasern erwischt. Daran kann man die Verschmutzung der Landschaften mit Plastik auch im eigenen Garten sehen. Für die Jungvögel ist dieses Baumaterial gefährlich, weil sie sich darin verfangen können.


von Hansjürgen Gerstner
von Hansjürgen Gerstner


Kalenderwoche 14/2020
Tagpfauenaugen gehören zu den bekanntesten Schmetterlingen, und sie sind echte Frühlingsboten, schon im März kann man sie fliegen sehen. Denn sie überwintern nicht als Puppe oder Ei, sondern als erwachsene Falter an frostfreien Stellen.


von Hansjürgen Gerstner
von Hansjürgen Gerstner


Kalenderwoche 13/2020
Viele Leipziger Parkanlagen sind intensiv gepflegt und damit ökologisch wenig wertvoll. Tier- und Pflanzenarten finden kaum eine Rückzugsmöglichkeit, was sehr schade ist, da Parkanlage einen wichtigen Beitrag zum Arten- und Klimaschutz in der Stadt leisten könnten. Dass es auch besser geht, zeigt der Abtnaundorfer Park, der in weiten Teilen der Natur Raum gibt. Ähnlich wie im Leipziger Auwald erblühen hier im Frühling am Boden zahlreiche Pflanzen, bevor das Laub der Bäume austreibt und das Licht wegnimmt.


von Beatrice Jeschke
von Beatrice Jeschke


Kalenderwoche 12/2020
In Leipzig sieht man auf den Straßen ab und an die sogenannten Stadttauben, das sind ausgesetzte und verwilderte Haustauben und ihre Nachkommen. In der Stadt gibt es aber auch Wildtauben, die großen Ringeltauben zum Beispiel, die in vielen Parkanlagen, aber auch in Innenhöfen brüten. Eine kleinere und seltenere Verwandte ist die Türkentaube. Sie ist einheitlich hell gefärbt und hat einen schwarzen, weiß umrahmten Nackenstreifen.


von Kirstin Hesse
von Kirstin Hesse


Kalenderwoche 11/2020
Die Amphibien sind wieder auf Wanderschaft zu ihren Laichgewässern, so auch diese Erdkröte. Leider gibt es immer weniger. Der Hauptgrund sind Lebensraumverluste. Negativ bemerkbar machen sich aber auch die ungünstigen Wetterverhältnisse in den letzten Jahren, insbesondere die Trockenheit. Dadurch sind vielerorts Laichgewässer und Amphibienlebensräume ausgetrocknet.


von Steffen Ettrich
von Steffen Ettrich

Kalenderwoche 10/2020
Eisvögel benötigen steile Ufer, um Brutröhren zu bauen und klares Wasser für die Jagd sowie Sitzwarten, von denen sie das Wasser beobachten und dann zum Beutefang starten. Das alles zusammen gibt es nur noch an wenigen Plätzen. Und selbst dort sieht man die scheuen Tiere meist nur als bunten Pfeil davonfliegen. An der Parthe bei Taucha lauerte dieser Eisvogel auf Beute.


von Beatrice Jeschke
von Beatrice Jeschke

Kalenderwoche 09/2020

Wenn der Frühling beginnt, beginnt die Brutsaison für die Vogelwelt. Zu den ersten, die in Paarungsstimmung kommen, gehören in jedem Jahr die Stare. Sie haben ihr glänzendes Prachtkleid und die Männchen lassen ihre Stimme hören. Man kann die Laute zwar eindeutig einem Star zuordnen, aber sie bauen auch Alltagsgeräusche oder den Gesang anderer Vögel ein. In diesem milden Winter sind die Stare schon recht zeitig als Frühlingsboten im Einsatz.


von Petra Radtke
von Petra Radtke



Kalenderwoche 08/2020
In diesem Jahr hatten die Schneeglöckchen nicht mit Schnee und Eis zu kämpfen, plötzlich waren sie da und schmücken auch die Wiesen am Silbersee in Lößnig.


von Brigitte Rausch
von Brigitte Rausch

Kalenderwoche 07/2020
Meist unbemerkt leben recht viele Wildtiere in unserer Stadt, dazu gehören auch Rehe, die man mit etwas Glück an teilweise unerwarteten Orten sehen kann, wie zum Beispiel am frühen Morgen im eigenen Garten.


von Hansjürgen Gerstner
von Hansjürgen Gerstner


Kalenderwoche 06/2020
Winterwetter bleibt aus, bei milden Temperaturen sind bereits im Februar in der Sonne Schmetterlinge und Honigbienen unterwegs, die ersten Blüten sorgen für bunte Farbtupfer.


von Susanne Lupica
von Susanne Lupica

Kalenderwoche 05/2020

Einstmals fast ausgerottet, hat sich der Biber an Elbe und Mulde wieder erholt und ist seit einigen Jahren auch in Leipzig wieder heimisch. 2018 wurde er als „Auwaldtier des Jahres“ gewürdigt, nach dem Bundesnaturschutzgesetz handelt es sich um eine besonders geschützte Art. Der Biber führt ein eher heimliches Leben, hinterlässt aber unübersehbare „Spuren“ an den Ufergehölzen, so wie hier an der Weißen Elster.


von Petra Radtke

Kalenderwoche 04/2020
Der Gimpel ist ein recht großer Fink, dennoch leben sie zur Brutzeit eher heimlich. Im Winter sind sie leichter zu entdecken, vor allem die Männchen, die durch ihre leuchtend rote Brust auffallen. Die Weibchen sind unscheinbarer gefärbt, und man kann daran beide Geschlechter leicht unterscheiden. Meist sind sie paarweise unterwegs, in der kalten Jahreszeit aber auch in größeren Gruppen anzutreffen.


von Petra Radtke
von Petra Radtke

Kalenderwoche 03/2020
Kohlmeisen kommen meist sehr gut durch den Winter. Sie sind bei der Nahrungssuche sehr anpassungsfähig, insbesondere profitieren sie aber auch von der Vogelfütterung der Menschen.


von Beatrice Jeschke
von Beatrice Jeschke

Kalenderwoche 02/2020
Baumläufer machen ihrem Namen alle Ehre. Sie laufen eifrig an Baumstämmen hoch, wobei sie nach Insekten, Spinnen und ähnlichen Beutetieren suchen, die sich in der Borke versteckt haben. Wenn sie den Baum abgesucht haben, fliegen sie zum nächsten, wobei sie meist unten am Stamm landen und dann wieder nach oben „laufen“. Dort angekommen, fliegen sie erneut zum nächsten Baum und so geht das weiter und weiter – vorausgesetzt, der Vogel findet überhaupt noch geeignete alte Bäume. leider gibt es davon immer weniger in der Stadt. Grund sind rücksichtslose Baumschnitt- und Fällmaßnahmen an Straßenrändern, in Parks und auf Privatgrundstücken.


von Beatrice Jeschke
von Beatrice Jeschke

Kalenderwoche 01/2020

In Leipzig gab es bis vor wenigen Jahren noch Brutkolonien von Saatkrähen. Die Vögel wurden jedoch von Anwohnern vergrämt und hatten auch unter anderen Widrigkeiten zu leiden, weshalb diese Kolonien inzwischen verwaist sind. Dessen ungeachtet kamen Saatkrähen immer wieder im Winter zu tausenden nach Leipzig. Dabei handelt es sich um Wintergäste aus Nordosteuropa. Doch auch diese Schwärme sind immer kleiner geworden. Nun sieht man die schwarz-glänzenden Vögel im Winter zwar noch häufig, aber in viel geringerer Anzahl.