Bild der Woche 2022

Die Natur in Leipzig und Umgebung hat viele Fotomotive zu bieten. Wenn Sie mit der Kamera unterwegs sind und Landschaft, Tiere oder Pflanzen ablichten, dann schicken Sie uns doch Ihr schönstes Bild zusammen mit einer kurzen Beschreibung. Vielleicht wird Ihre Aufnahme dann unser „Bild der Woche“.


Sie können uns das Digitalfoto und den Text per E-Mail zukommen lassen und erteilen uns damit die Erlaubnis, das Foto abzudrucken oder im Internet zu veröffentlichen. Bitte beachten Sie dazu unsere Datenschutzerklärung. Das Bild sollte zur Jahreszeit passen und mindestens eine Größe von 800 × 600 Bildpunkten haben.


von Beatrice Jeschke
von Beatrice Jeschke


Kalenderwoche 24/2022

In vielen Nestern ziehen die Weißstörche jetzt ihre Jungen groß. Es ist die Zeit gekommen, wo beide Eltern nach Nahrung suchen und die Jungen zeitweise allein im Nest bleiben, so wie diese Jungtiere in Schkeuditz. Leider haben die aufeinanderfolgenden Dürrejahre und auch die aktuelle Trockenheit zu einem begrenzten Nahrungsangebot geführt. In einigen Nestern überleben daher nur die stärksten und gesündesten Jungtiere, die schwächeren Geschwister leider nicht. Es besteht aber keine vertretbare Möglichkeit für die Menschen, hier helfend einzugreifen. Es ist ein natürlicher Vorgang, allerdings macht es auch deutlich, wie wichtig Klima- und Lebensraumschutz sind – nur damit können wir den Tieren langfristig ein Überleben sichern.


von René Sievert
von René Sievert


Kalenderwoche 23/2022

Das Tagpfauenauge gehört als bunter Falter zu den bekanntesten und beliebtesten Insekten, weniger bekannt sind seine Nachkommen, die als schwarze Raupen an Brennnesseln fressen. Die Falter legen ihre Eier bevorzugt an älteren Pflanzen ab, die im Halbschatten wachsen. Dort kann man die Larven etwa von Mai bis September finden, sie fressen rund vier Wochen lang, bevor sie sich verpuppen. Junge Larven bleiben zusammen und schützen sich mit Gespinsten vor Fressfeinden.


von Hansjürgen Gerstner
von Hansjürgen Gerstner


Kalenderwoche 22/2022
Die Männchen der Gebänderten Prachtlibelle sind leicht an den Flügeln zu erkennen, die eine auffällige schwarzblaue Binde haben. Ihr flatternder Flug erinnert an Schmetterlinge. Diese Libellenart bewohnt pflanzenreiche Ufer langsam fließender, sonniger, verkrauteter Gewässer. Durch Gewässerregulierung, Gewässerunterhalt und Verschmutzung sowie durch Eintrag von Pestiziden gehen geeignete Lebensräume verloren. An vielen Stellen kann man die Prachtlibellen aber noch bewundern. Die Weibchen sind etwas unscheinbarer metallisch grün mit grünlich getönten Flügeln.


von René Sievert
von René Sievert


Kalenderwoche 21/2022
Der Goldglänzende Rosenkäfer mag vermoderndes Holz, denn dort legt er seine Eier ab. Die daraus schlüpfenden Engerlinge leben zwei Jahre in Holzfasern und Erdreich, im dritten Jahr kommt im Frühling der erwachsene Käfer heraus und besucht gerne Rosenblüten, aber auch Obstblüten, Holunder und Doldenblüten.


von Beatrice Jeschke
von Beatrice Jeschke


Kalenderwoche 20/2022
Wenn es irgendwo ein Gewässer gibt, sind meist auch Grünfrösche darin zu finden. Gerne lassen sie ihr lautes Quaken hören, was nicht bei allen menschlichen Nachbarn beliebt ist. Doch man darf sich durchaus freuen, wenn ein solches Stück Natur vor der eigenen Haustür zu finden ist. Angesichts von Flächenversiegelung und Dürresommern haben auch die Wasserfrösche immer weniger Lebensraum.


von Hansjürgen Gerstner
von Hansjürgen Gerstner


Kalenderwoche 19/2022

Wohl jeder kennt die „Pusteblume“. Es handelt sich um den Fruchtstand des Gewöhnlichen Löwenzahns. Die Pflanze blüht schon früh im Jahr und oftmals bis in den Herbst hinein, daher ist sie eine wichtige Nahrungsquelle für blütenbesuchende Insekten. Die Samen hängen an kleinen Fallschirmen und werden vom Wind verbreitet. Wo sie landen, ist fast egal, denn Löwenzahn kann unter verschiedenen Standortbedingungen wachsen.


von René Sievert
von René Sievert


Kalenderwoche 18/2022

Die Obstblüte ist ein wichtiges Ereignis im Frühling, denn die Blütenpracht ist eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten, die die Blüten bestäuben und damit auch für eine reiche Obsternte sorgen. Die Früchte sind später im Jahr aber wiederum wichtige Nahrung für die Tierwelt. Wenn die Obstbäume in die Höhe wachsen dürfen, bieten sie nicht nur Nahrung, sondern auch Unterschlupf in Spalten, Ritzen und Höhlen. Diese Kirsche blüht im Zaubergarten Stötteritz.


von Beatrice Jeschke
von Beatrice Jeschke


Kalenderwoche 17/2022
Die Mönchsgrasmücke verdankt ihren Namen der Kappe auf dem Kopf – diese Gefiederzeichnung erinnert an die Kopfbedeckung von Mönchen. Der kleine Vogel ist ein eifriger Sänger und ist an vielen Stellen auch in Leipzig zu hören, denn die Mönchsgrasmücke gehört zu den häufigsten Vogelarten in Deutschland. Zur Brut ist sie auf Sträucher angewiesen, in denen das Nest gebaut wird. Leider führt der Verlust von dichten Sträuchern in Leipzig auch zum Lebensraumschwund für die Mönchsgrasmücke.


von Beatrice Jeschke
von Beatrice Jeschke

Kalenderwoche 16/2022
Wenn die Stare im Frühling in Hochzeitsstimmung kommen, dann tragen die Männchen ihr glänzendes Prachtkleid und lassen ihren Gesang hören, in dem sie auch Geräusche oder Gesänge anderer Vogelarten nachahmen. Außerdem beginnt er, in einer Höhle ein Nest zu bauen. Wenn ein Brutpaar zusammenfindet, zieht auch die Dame ein und baut das Nest fertig. Weil alte Bäume mit Höhlen in der Stadt immer seltener werden, nutzen Stare zunehmend auch Gebäudenischen als Brutplatz.


von Philipp Drosky
von Philipp Drosky


Kalenderwoche 15/2022
Der Frühjahrs-Kiemenfuß ist ein Feenkrebs (Anostraca), der meist übersehen wird, weshalb sein Lebensraum dann leicht zerstört wird. Um darauf aufmerksam zu machen war das Tier Leipziger Auwaldart 2001. Der kleine Krebs schwimmt unter Wasser mit der Bauchseite nach oben. Er hat 11 blattförmige Beinpaare, die ihm nicht nur zur Fortbewegung dienen, sondern auch zur Atmung, was ihm den Namen „Kiemenfuß“ einbrachte. Es handelt sich um sogenannte Urzeitkrebse, die bereits seit etwa 200 Millionen Jahren auf der Erde leben. Sie besiedeln kleine temporäre Gewässer in der Auenlandschaft. Wenn sie im Frühjahr Wasser führen, schlüpfen die Krebse und pflanzen sich fort. Wenn das Gewässer nach kurzer Zeit wieder austrocknet, können die Eier viele Jahre Trockenheit überdauern, bis es wieder geeignete Lebensbedingungen gibt. Es ist möglich, dass solche Gewässer nur wenige Tage vorhanden sind, weshalb ein Vorkommen des kleinen Krebses oft übersehen wird.


von Hansjürgen Gerstner
von Hansjürgen Gerstner


Kalenderwoche 14/2022
Das Tagpfauenauge (Inachis io) ist einer der bekanntesten heimischen Schmetterlinge. Man kann ihn nahezu das ganze Jahr über beobachten. Die erste Faltergeneration fliegt von Juni bis Oktober, die zweite etwa von August bis Oktober, dann suchen diese Falter ein frostfreies Quartier, wo sie als erwachsene Falter überwintern und so bereits zeitig im Frühjahr wieder umherfliegen.


von Beatrice Jeschke
von Beatrice Jeschke


Kalenderwoche 13/2022

Gewässer in und um Leipzig waren einst bekannte Laichgewässer der Moorfrösche, doch der Bestand geht mehr und mehr zurück. Teilweise sind Gewässer ausgetrocknet, teilweise sind die Landlebensräume zerstört worden, aber auch Wasserverschmutzung und andere Umwelteinflüsse machen sich negativ bemerkbar. Mit etwas Glück findet man aber noch Moorfroschlaich oder sogar balzende Moorfrösche. Die sonst braun gefärbten Männchen sind zu dieser Zeit für wenige Tage himmelblau und sie lassen ihre blubbernden Paarungsrufe hören.


von Hansjürgen Gerstner
von Hansjürgen Gerstner


Kalenderwoche 12/2022
Die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) gehört zu den Wildbienen, die bereits sehr früh im Jahr ausfliegen und die man auch in Ortschaften relativ häufig beobachten kann. Die Männchen schlüpfen bereits Ende Februar, die Weibchen etwas später. Die Männchen sind kleiner als die Weibchen und sie sind an der weißen Gesichtsbehaarung zu erkennen. Wenn die Weibchen schlüpfen, erfolgt die Paarung, danach sterben die Männchen. Die Weibchen kümmern sich dann um Nestbau und Eiablage und tragen Futter für den Nachwuchs heran, wobei sie eine wichtige Aufgabe als Bestäuber von Blüten übernehmen.


von Beatrice Jeschke
von Beatrice Jeschke


Kalenderwoche 11/2022
So langsam hält der Frühling Einzug und für die Vogelwelt beginnt die Brutsaison. Auch der Grünspecht gerät in Hochzeitsstimmung. Während viele heimische Spechte auf Holz trommeln, um ihr Revier zu markieren, lässt der Grünspecht seinen lachenden Gesang hören, der wie „Glück, Glück, Glück“ klingt. Der Grünspecht ist an vielen Stellen in Leipzig zuhause. Obwohl er zu den gesetzlich streng geschützten Arten gehört, verliert er aber mehr und mehr Lebensraum. Er benötigt für seine Bruthöhlen alte Bäume und in der Nähe Flächen, auf denen er am Boden Insekten erbeuten kann, vor allem Ameisen. Mehr und mehr werden jedoch solche Freiflächen und alte Bäume achtlos dem Bauboom geopfert.


von Hansjürgen Gerstner
von Hansjürgen Gerstner


Kalenderwoche 10/2022
Der Rotmilan gilt als Frühlingsbote, denn diese Greifvögel verlassen im Spätherbst ihre Brutgebiete und ziehen nach Südwesteuropa oder sogar bis Afrika. Etwa im März kehren sie in die Brutgebiete zurück, was ein schönes Zeichen für den beginnenden Frühling darstellt. Aufgrund des Klimawandels überwintert aber eine wachsende Zahl der Rotmilane in den Brutgebieten und beginnt schon im Februar mit der Balz. Schneearme Winter machen es möglich, dass sie auch in der kalten Jahreszeit Beute finden. Nicht nur im Leipziger Umland, sondern sogar über der Stadt sieht man die Vögel kreisen, im Flugbild sind sie am gegabelten Schwanz gut zu erkennen.


von Beatrice Jeschke
von Beatrice Jeschke


Kalenderwoche 09/2022
Der Eisvogel ist ein Symboltier für den Naturschutz in Leipzig. Das Europäische Vogelschutzgebiet Leipziger Auwald soll unter anderem seinen Lebensraum schützen. Eisvögel nutzen die zahlreichen Leipziger Gewässer für die Jagd. Sie benötigen aber nicht nur fischreiche Gewässer, sondern auch ruhig gelegene Steilufer, in denen sie ihre Bruthöhlen anlegen können, sowie störungsfreie Sitzwarten an den Gewässern, auf denen sie Ausschau halten und dann zum Beutefang starten, wenn sie unter Wasser ein Ziel erspäht haben. Harte Winter mit zugefrorenen Gewässern können den Bestand des Eisvogels stark reduzieren. Wenn die Gewässer eisfrei sind, kann man Eisvögel aber auch im Winter auf Sitzwarten beobachten.


von Hansjürgen Gerstner
von Hansjürgen Gerstner


Kalenderwoche 08/2022

Zitronenfalter können 12 Monate alt werden, das gilt als Rekord in der heimischen Schmetterlingswelt. Sie überwintern als erwachsene Falter einfach so in der Vegetation ruhend oder zwischen trockenem Laub auf dem Boden. Ein körpereigenes Frostschutzmittel macht es möglich. Wenn die Temperaturen im zeitigen Frühjahr steigen, gehören sie somit zu den allerersten Schmetterlingen, die wieder aktiv werden. Auch an warmen Wintertagen flattern sie gelegentlich schon umher. Die gelben Männchen kann man ebenso wie die grünlich-weiß gefärbten Weibchen an der charakteristischen Form der Flügel gut erkennen.


von Hansjürgen Gerstner

 

Kalenderwoche 07/2022

Nach dem Winter erwacht die Natur, mehr und mehr Frühblüher locken die ersten Insekten an und sind für sie eine wertvolle Nahrungsquelle und für die Menschen ein Vorzeichen auf den nahenden Frühling.


von Hansjürgen Gerstner
von Hansjürgen Gerstner


Kalenderwoche 06/2022

Trinkstellen sind für Vögel das ganze Jahr hindurch wichtig. In der heißen Jahreszeit kann man mit Trinkschalen nicht nur den Vögeln, sondern auch anderen Tieren helfen. Vor allem in der stark versiegelten Stadt haben die Tiere in niederschlagsarmen Zeiten oft wenig Möglichkeiten, Wasser zu finden, das ihnen gefahrlos zugänglich ist.
Wichtig sind Trinkstellen aber auch in der kalten Jahreszeit. Wenn das Wasser gefroren ist, steht es den Tieren auch nicht zur Verfügung. Dieser weibliche Buchfink nutzt eine Trinkmöglichkeit im Abtnaundorfer Park.


von Néo Koslowski
von Néo Koslowski

Kalenderwoche 05/2022

Bei den Schellenten sind die Männchen schwarz-weiß gefärbt und haben außerdem leuchtend goldgelbe Augen. Die Weibchen sind unauffälliger gefärbt mit einem grauen Körper und braunem Kopf. Schellenten brüten in Höhlen alter Bäume und sind auch an Leipziger Gewässern zuhause, aber vergleichsweise selten zu sehen. Anders im Winter – dann machen Schellenten Rast auf eisfreien Leipziger Gewässern, auch auf Flüssen, sodass man sie hier oft beobachten kann.


von Beatrice Jeschke
von Beatrice Jeschke


Kalenderwoche 04/2022

Haussperlinge sind das ganze Jahr hindurch in unmittelbarer Nachbarschaft der Menschen zuhause. Ihre Nistplätze nutzen sie oft auch außerhalb der Brutzeit als Schlafplatz. Wichtig ist, dass in der unmittelbaren Umgebung der Nistplätze auch Bäume und Sträucher zu finden sind, in denen die Tiere ruhen können. Besonders wertvoll sind dichte Sträucher, in denen sie sich verstecken oder auch vor schlechtem Wetter schützen können sowie beerentragende Sträucher, die den Vögeln auch in der kalten Jahreszeit Nahrung bieten. Diese Spatzendame hat sich einen Wildrosenstrauch mit Hagebutten als Sitzplatz ausgesucht.


von Hansjürgen Gerstner
von Hansjürgen Gerstner

Kalenderwoche 03/2022

Die Hasel wächst als Strauch an vielen Stellen in Parks und Gärten und auch im Auwald. Bereits früh im Jahr kann man ihre Blüten sehen – früher ab Februar, aufgrund des Klimawandels blüht sie heute aber bereits im Januar. Die männlichen Blüten sind eine wichtige Nahrungsquelle für die ersten Insekten. Die Bestäubung erfolgt allerdings durch den Wind, der die Pollen zu den weiblichen Blüten trägt.


von Hansjürgen Gerstner
von Hansjürgen Gerstner


Kalenderwoche 02/2022

Diese Kohlmeise hat sich ein Körnchen geschnappt und hat sich damit in einen Strauch im Mariannenpark zurückgezogen, um es in Ruhe zu verspeisen. Da das Körnchen zu groß ist, um es im Ganzen zu verschlucken, hält der kleine Vogel es geschickt mit den Krallen fest und pickt mit dem Schnabel kleine Häppchen heraus.


von Detlef Nowarre
von Detlef Nowarre


Kalenderwoche 01/2022
Der Winter-Jasmin (Jasminum nudiflorum) ist ein sogenannter „Winterblüher“. Im Dezember oder Januar kommen die leuchtend gelben Blüten hervor und sind noch vor dem Frühling eine erste Anlaufstelle für Insekten auf Nahrungssuche. Bis zum April bleibt die Blütenpracht erhalten. Winter-Jasmin ist eigentlich in China zuhause, wächst bei uns in Gärten und Parks als Zierstrauch. Obwohl er ein Exot ist, bieten seine Blüten Bestäubern wie Hummeln und Bienen Nahrung. Winterjasmin kann an Mauern oder Kletterhilfen emporranken und eignet sich auch als Fassadenbegrünung.