Bild der Woche 2021

Die Natur in Leipzig und Umgebung hat viele Fotomotive zu bieten. Wenn Sie mit der Kamera unterwegs sind und Landschaft, Tiere oder Pflanzen ablichten, dann schicken Sie uns doch Ihr schönstes Bild zusammen mit einer kurzen Beschreibung. Vielleicht wird Ihre Aufnahme dann unser „Bild der Woche“.

Sie können uns das Digitalfoto und den Text per E-Mail zukommen lassen und erteilen uns damit die Erlaubnis, das Foto abzudrucken oder im Internet zu veröffentlichen. Bitte beachten Sie dazu unsere Datenschutzerklärung. Das Bild sollte zur Jahreszeit passen und mindestens eine Größe von 800 × 600 Bildpunkten haben.


von Gabriele Hoffmann
von Gabriele Hoffmann

Kalenderwoche 34/2021
Die Wespenspinne ist groß und am Hinterleib gelb-schwarz gestreift. Daher ist sie unverwechselbar in der heimischen Fauna. Sogar die Netze sind unverwechselbar, man kann sie an einem zickzackförmigen Gespinnst erkennen. Aufgrund der Klimaerwärmung breitet sich die Wespenspinne in Deutschland aus und wird im Sommer inzwischen regelmäßig beobachtet, diese hier in einem Leipziger Kleingarten. Sie baut ihre Netze an sonnigen Standorten mit niedriger bis halbhoher Vegetation, wo sie vor allem Heuschrecken, aber auch andere große Insekten erbeutet.


von Hansjürgen Gerstner
von Hansjürgen Gerstner


Kalenderwoche 33/2021

Die Zauneidechse ist eine nach EU-Recht streng zu schützende Art. Das bedeutet in der Praxis leider nicht, dass ihre Lebensräume vor Zerstörung bewahrt werden – sie werden in Leipzig immer wieder Flächenfraß und Bauboom geopfert. Falls überhaupt zuvor kontrolliert wird, ob dort Eidechsen leben, werden sie gefangen und umgesiedelt. Viele Lebensräume gehen unbemerkt verloren. Man kann den Tieren aber Lebensraum schaffen – in einem naturnahen Garten können sie ein Zuhause haben. Tipps zur Biotopgestaltung hat der NABU Leipzig im Internet zusammengestellt: www.mein-Biotop.de


von Klaus Beck
von Klaus Beck


Kalenderwoche 32/2021

Der Segelfalter ist ein großer Schmetterling, der mit dem Schwalbenschwanz verwandt ist. Er fliegt in Sachsen in zwei Generationen ab Mai bzw. ab Juli. Einzelne Falter kann man bis zum September beobachten. Die Larven Leben auf Obstgehölzen wie Schlehen, Kirschen und Pflaumen. Die Larven der zweiten Generation überwintern als Puppe. Der Segelfalter lebt in Sachsen an wärmebegünstigen Stellen, wie trockenen Südhängen, Obstwiesen oder Weinbergen. Nachdem er in Sachsen fast ausgestorben war, befindet er sich wieder in Ausbreitung, profitiert auch von Lebensräumen in der Bergbaufolgelandschaft. Dieser Falter wurde im Waldbad Bad Düben fotografiert.


von Beatrice Jeschke
von Beatrice Jeschke

Kalenderwoche 31/2021
Das Schwarzkehlchen ist mit Rot- und Braunkehlchen verwandt. Der kleine Singvogel bewohnt offene Landschaften mit einzelnen Büschen – in menschlichen Siedlungen ist das Schwarzkehlchen eher nicht zu finden. Umso erfreulicher ist es, dass die Großstadt Leipzig Flächen zu bieten hat, wo man diesen Vogel treffen kann. Traurig ist allerdings, dass solche Flächen nicht geschützt, sondern rücksichtslosen Bauprojekten geopfert werden. Die Biodiversität geht verloren – Leipzig schrumpft!


von Petra Schulze
von Petra Schulze

Kalenderwoche 30/2021
Feldwespen sind schwarz-gelb gestreift und sie bauen Nester aus papierartigem Material, in denen ein Wespenvolk lebt. Damit erinnern Feldwespen an die Echten Wespen, die im Sommer manchmal lästig werden und am Essenstisch „zu Gast“ sind. Gemeinsam zählt man sie zu den sozialen Faltenwespen. Feldwespen sind allerdings an menschlichen Lebensmitteln nicht interessiert, meist bauen sie ihre Nester auch nicht in der Nähe der Menschen, und ihre Völker sind kleiner. Auch ein Feldwespennest ist manchmal Anlass für besorgte Fragen an den NABU Leipzig, der gerne dazu berät


von Beatrice Jeschke
von Beatrice Jeschke


Kalenderwoche 29/2021

Bei Wespen denken viele an die ungeliebten schwarz-gelb gestreiften Arten, die am Kaffeetisch lästig werden. Es gibt jedoch zahlreiche weitere Arten. Sie alle haben wichtige Rollen im Naturhaushalt. Allein von den Goldwespen gibt es in Deutschland etwa 120 Arten. Sie sind auffallend metallisch-glänzend gefärbt, aber meist nur einige Millimeter groß. Goldwespen leben brutparasitisch: Sie legen ihre Eier in Nester anderer Wespen oder Bienen, dort ernähren sich ihre Larven dann vom fremden Futtervorrat oder von der Wirtslarve. Goldwespen kann man dort antreffen, wo solche Wirtsinsekten leben – diese hier zum Beispiel auf einem Leipziger Balkon.


von Rob Gittins
von Rob Gittins


Kalenderwoche 28/2021

Rauchschwalben waren früher in Ortschaften allgegenwärtig und gern gesehen. Inzwischen leiden sie unter Nistplatz- und Nahrungsmangel. Sie finden zum Nestbau kaum noch geeignete Stellen, aufgrund von Flächenversiegelung fehlen auch Lehmpfützen mit dem nötigen Nestbaumaterial. Ställe und Schuppen, in denen die Rauchschwalben ihre Nester bauen, sind heute oft modernisiert und verschlossen. Um aufzuklären und die Schwalben zu unterstützen, hat der NABU das Projekt „Schwalben willkommen“ gestartet.


von Hansjürgen Gerstner
von Hansjürgen Gerstner


Kalenderwoche 27/2021

Libellen sind als Flugkünstler bekannt – Prachtlibellen sind dabei allerdings eine Besonderheit: Ihr flatternder Flug erinnert oftmals an Schmetterlinge, zudem sind sie an den gefärbten Flügeln zu erkennen. Bei der gebänderten Prachtlibelle haben die Weibchen grünlich getönte Flügel, ihre Körper sind metallisch grün. Noch prächtiger zeigen sich die metallisch blau gefärbten Männchen, deren Flügel eine auffällige schwarzblaue Binde haben. Die Gebänderte Prachtlibelle bewohnt pflanzenreiche Ufer langsam fließender, sonniger, verkrauteter Gewässer. Durch Gewässerregulierung, Gewässerunterhalt und Verschmutzung sowie durch Eintrag von Pestiziden gehen geeignete Lebensräume verloren.


von Ludger Mende
von Ludger Mende


Kalenderwoche 26/2021

Widderchen sind Schmetterlinge, die mit kontrastreichen Warnfarben Fressfeinde warnen, denn sie sind giftig. Dieses Weißfleck-Widderchen macht sich das zunutze: Es imitiert das Aussehen des giftigen Veränderlichen Rotwidderchens. Das Weißfleck-Widderchen hingegen ist nicht giftig, es ist nicht einmal ein Widderchen, sondern ein Bärenfalter. Das Weißfleck-Widderchen bevorzugt lichte, trockene Lebensräume und ist vorwiegend in Südeuropa heimisch. Der Falter fliegt von Mai bis Juli. Die Larven ernähren sich von verschiedenen krautigen Pflanzen und sie überwintern gemeinschaftlich in einem Gespinst.


von Beatrice Jeschke
von Beatrice Jeschke


Kalenderwoche 25/2021

Die Ringelnatter ist die häufigste und wohl auch bekannteste Schlange in Deutschland. Sie lebt meist in der Nähe von Gewässern und ernährt sich vorwiegend von Amphibien. Gut erkennbar ist die Art an den zwei gelblichen Flecken am Hinterkopf. Auch in Gärten sind die Schlangen manchmal zuhause, und den NABU Leipzig erreichen häufig Anfragen, ob man Ringelnattern umsiedeln kann. Dazu gibt es keinen Grund. Die Schlangen sind für Menschen ungefährlich und eher ein erfreulicher Hinweis auf eine naturnahe Umgebung. Sie benötigen ein Mosaik an Lebensräumen, die für Jagd, Fortpflanzung und Überwinterung geeignet sind.


von Uwe Müller
von Uwe Müller


Kalenderwoche 24/2021

Der Buchfink ist ein sehr häufiger Vogel. Sein schmetternder Gesang ist an vielen Stellen auch in Leipzig zu hören, darunter im Auwald, in Parks und Innenhöfen, aber auch auf Friedhöfen. Dieser hier hat sein Revier auf dem Südfriedhof. Buchfinken suchen ihre Nahrung – z.B. Beeren, Samen, Insekten, Spinnen – vorwiegend am Boden. Ihre Nester befinden sich hoch in Baumkronen oder Sträuchern.


von Silke Hasenauer
von Silke Hasenauer


Kalenderwoche 23/2021
Rot mit schwarzen Punkten – Marienkäfer sind allgemein bekannt. Es gibt in Deutschland allerdings mehr als 70 Arten und noch mehr Farbkombinationen. Dieser kleine schwarze Marienkäfer hat zwei rote Flecken auf den Flügeldecken. Es handelt sich um den Nierenfleckigen Schildlaus-Marienkäfer. Larven und erwachsene Tiere ernähren sich von Schild- und Blattläusen.


von Beatrice Jeschke
von Beatrice Jeschke


Kalenderwoche 22/2021
Der Turmfalke ist ein Kulturfolger, der auch in unseren Städten zuhause ist und hier auf hohen Gebäuden seine Nistplätze hat. Doch wie nahezu alle gebäudebewohnenden Tierarten haben Turmfalken zunehmend Probleme. Der Bauboom gefährdet ihre Nistplätze. Vielfach werden die Höhlen und Nischen einfach wegsaniert, zudem fallen dem Bauboom leider auch viele Grün- und Brachflächen in der Stadt zum Opfer, sodass den Falken die Nahrungsflächen verloren gehen. Turmfalken jagen bevorzugt Mäuse und andere kleine Tiere, wie Heuschrecken und Eidechsen, aber auch kleine Vögel, vor allem Hausspatzen.


von Uwe Müller
von Uwe Müller


Kalenderwoche 21/2021
Pelzbienen erinnern an kleine Hummeln, sind aber im Flug wesentlich agiler. Ihr Körper ist stark behaart, worauf der Name Pelzbiene zurückzuführen ist. Die Frühlings-Pelzbienen nisten bevorzugt in Steilwänden, Abbruchkanten, Trockenmauern und unverputzten Wänden. An geeigneten Stellen bauen oft mehrere Weibchen ihre Brutnester, sodass man die Ansammlungen für einen Bienenstaat halten könnte, die Tiere leben aber solitär. Sie sind nicht auf eine spezielle Nahrungspflanze angewiesen, bereits eine kleine Fläche mit Taubnesseln kann zum wertvollen Wildbienen-Revier werden. Leider werden solche Flächen oft einem falsch verstandenen Ordnungssinn geopfert und abgemäht.


von Beatrice Jeschke

Kalenderwoche 20/2021
Die etwa 4 bis 7 Millimeter kleine Zebra-Springspinne verdankt ihren Namen ihrer hell-dunkel gestreiften Körperfärbung. Sie hat auch Spinnenseide, baut damit aber keine Netze, sondern nutzt den Faden, um sich selbst abzusichern, bevor sie auf ihre Beute springt, wobei die Sprungdistanz das Zwanzigfache ihrer Körpergröße betragen kann. Sie schleicht sich an ihre Beute an, bevor sie auf sie springt und sie mit einem Giftbiss tötet. Mit ihren riesigen Augen kann sie im Nahbereich hervorragend sehen. Der ursprüngliche Lebensraum sind trockene steinige Habitate, sie fühlt sich auch in der Nähe des Menschen wohl und ist an Mauern und Hauswänden zu finden.


von Richard Hinek
von Richard Hinek


Kalenderwoche 19/2021
Grünspechte markieren ihre Reviere durch charakteristische Rufe, die wie „Glück-Glück-Glück“ klingen. Bereits im Winter kann man sie hören, die Reviere werden aber erst im März oder April festgelegt und dann kommt es auch zur Paarbildung und zum Liebesakt, der hier fotografiert werden konnte. Nach der Paarung werden etwa im April oder bis Mitte Mai die Eier in eine Nisthöhle gelegt und rund zwei Wochen bebrütet. Nach weiteren vier Wochen fliegen dann die Jungvögel aus.


von Uwe Müller
von Uwe Müller


Kalenderwoche 18/2021
Der Eisvogel ist eine der wichtigsten Arten des Europäischen Vogelschutzgebietes „Leipziger Auwald“. Hier findet er noch geeignete Lebensbedingungen, was an vielen anderen Stellen in Europa nicht mehr der Fall ist. Der Vogel benötigt, fischreiche Gewässer, Ansitzmöglichkeiten am Ufer sowie Steilufer, in die er seine Niströhren graben kann. Zudem benötigt er die nötige Ruhe für Jagd und Jungenaufzucht. In der Auenlandschaft von Leipzig und Schkeuditz gibt es mehrere Brutreviere, auch an der Weißen Elster. Mit etwas Glück kann man die Vögel hier beobachten.


von Sabrina Rötsch
von Sabrina Rötsch


Kalenderwoche 17/2021
Sehr viele Bienen-Arten gehören zur Gattung der Sandbienen, allein in Deutschland sind mehr als 100 bekannt. Sie graben Niströhren in den Erdboden, in jeder Röhre wird ein Ei abgelegt, zudem wird Pollen eingelagert, um den Nachwuchs zu versorgen. Sandbienen besuchen verschiedene Pflanzen, sind also weniger spezialisiert als viele andere Wildbienenarten. Sie sind wichtige Bestäuber. Innerhalb der Sandbienen werden mehrere Arten zu den Zwergsandbienen gezählt. Sie sind kaum größer als 5 mm und können nur mit großem Aufwand näher bestimmt werden. Beim fotografierten Tier könnte es sich um Andrena minutula handeln. Diese Zwergsandbiene ist weit verbreitet und eine der häufigsten Sandbienenarten.


von Beatrice Jeschke
von Beatrice Jeschke


Kalenderwoche 16/2021
Bei uns sind Hausrotschwanz und Gartenrotschwanz heimisch. Bei diesen nahe verwandten Arten kann man zumindest die Männchen recht leicht am Aussehen und auch am unterschiedlichen Gesang unterscheiden, auch die Lebensräume sind verschieden. Es gibt allerdings zwischen beiden Arten Kreuzungen, Rückkreuzungen und Mischsänger. Deshalb kommt es gelegentlich vor, dass man einen Rotschwanz nicht eindeutig einer der beiden heimischen Arten zuordnen kann.
Vom Hausrotschwanz gibt es von Westeuropa bis Zentralasien zudem verschiedene Unterarten, die Vertreter der östlichen sehen Gartenrotschwänzen recht ähnlich, etwas weiter westlich sehen sie unserem Hausrotschwanz ähnlich, haben aber einen rötlichen Bauch. Auch dieser in Leipzig fotografierte Hausrotschwanz hat einen rötlichen Bauch. Es ist möglich, dass es sich um eine Farbvariation handelt, die an die östlichen Unterarten erinnert. Gelegentlich werden solche Hausrotschwänze beobachtet. Denkbar ist aber auch, dass es sich um eine Rückkreuzung handelt. Der Vogel wäre dann der Nachkomme eines Hausrotschwanzes und eines Hybridrotschwanzes.


von Beatrice Jeschke
von Beatrice Jeschke


Kalenderwoche 15/2021
Der Moorfrosch gehört zu den Braunfröschen. Die Männchen sind allerdings nicht immer braun, sondern sie zeigen sich zur Laichzeit für wenige Tage himmelblau. Dieses Phänomen kann man auch in Laichgewässern in und um Leipzig beobachten, wenn man den richtigen Zeitpunkt dafür erwischt. Bei diesem Moorfrosch ist die Blaufärbung nur noch wenig ausgeprägt, die Laichsaison für ihn vermutlich gerade beendet. An seinen Lautäußerungen war er aber eindeutig als Moorfrosch erkennbar. Leider gibt es immer weniger Moorfrösche, denn sie verlieren mehr und mehr ihre Laichgewässer, aber auch ihre Landlebensräume, obwohl sie zu den gesetzlich streng geschützten Arten gehören. Ihre Lebensräume sind auch nach EU-Recht geschützt und dürfen nicht zerstört werden.


von Hansjürgen Gerstner
von Hansjürgen Gerstner


Kalenderwoche 14/2021
Stare sind auf den ersten Blick schlichte schwarze Vögel, doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich das schillernde Gefieder. Zudem sind sie hervorragende Gesangskünstler, denn sie können andere Vögel nachahmen. Noch im Winter, sobald die Tage länger werden, bekommen die Stare Frühlingsgefühle und die Männchen beginnen mit dem Gesang, um Weibchen und männliche Konkurrenten zu beeindrucken. Wenn sich ein geeigneter Nistplatz finden lässt, ist bald mit Nachwuchs zu rechnen, und dann fliegen die fleißigen Eltern unermüdlich hin und her, um Nahrung herbeizuschaffen. Leider herrscht vielerorts inzwischen Nahrungsmangel, in Folge von Insektensterben und Flächenversiegelungen. Auch Nistplätze sind rar, weil höhlenreiche Bäume oft der Säge zum Opfer fallen. In unseren Städten suchen sich die Stare häufig Ersatz in Mauernischen und Fassadenlöchern, doch auch die sind immer seltener zu finden und sie werden schnell beseitigt. Wenn es sich um einen Nistplatz handelt, darf man die Löcher aber nicht einfach verschließen.


von Detlef Nowarre
von Detlef Nowarre


Kalenderwoche 13/2021
Winterlinge gehören zu den ersten Nektar- und Pollenlieferanten im Jahr. Die leuchtend gelben Blüten werden eifrig besucht – hier von einer Honigbiene. Die Blüte daneben hat ebenfalls Besuch – von einer Blauen Holzbiene. Sie ist die größte heimische Wildbiene, was man im Vergleich zur Honigbiene gut sehen kann. Winterlinge blühen bereits im Vorfrühling, das kommt der Holzbiene zugute, die ebenfalls schon früh im Jahr unterwegs ist, wenn die Tage warm genug sind. Die Holzbiene ist aus Südeuropa bei uns eingewandert, auch die Winterlinge stammen von dort, sie wurden bei uns als Zierpflanze eingeführt, wachsen aber auch verwildert in der Landschaft.


von Hansjürgen Gerstner
von Hansjürgen Gerstner


Kalenderwoche 12/2021
Nun steht es fest: Das Rotkehlchen ist Vogel des Jahres 2021. Damit hat der kleine Vogel die bundesweite Wahl gewonnen, an der sich jeder beteiligen konnte. Der Sieger wurde aus allen 307 heimischen Vogelarten gewählt. Das Rotkehlchen ist der 50. Vogel des Jahres seit Beginn der Aktion und der erste Jahresvogel, der in einem zweistufigen öffentlichen Verfahren bestimmt wurde. Das Rotkehlchen ist nun ein Jahr lang Botschafter für ein Naturschutzanliegen – „für Gartenvielfalt“, denn das war sein „Wahlkampfslogan“. Auch in der Kleingartenanlage „Alt-Schönefeld“, wo dieses Foto gelang, ist der bekannte Vogel zuhause. „Wilde Ecken“ in den Gärten und Parks braucht das Rotkehlchen für Nestbau und Nahrungssuche. Vom Schutz der Rotkehlchenlebensräume profitieren auch andere Tierarten.


von Reinhard Rudolf
von Reinhard Rudolf


Kalenderwoche 11/2021
Am 20. März ist Welttag des Spatzen, um auf diesen Vogel aufmerksam zu machen, der in unmittelbarer Nachbarschaft des Menschen lebt, aber auch unter dem Menschen zu leiden hat. In Leipzig gehen durch Bauboom und Ignoranz zunehmend Nist-, Ruhe- und Nahrungsstätten der Spatzen verloren. Noch aber kann man sie leicht beobachten, insbesondere wenn sie im Winter das Futterhäuschen besucht. Gerade an solchen Futterplätzen sitzen dann manchmal so wie hier beide heimische Arten direkt nebeneinander – oben ein Haussperling (das Männchen ist an der grauen Kappe erkennbar) und unten ein Feldsperling (an der braunen Kappe erkennbar).


von Néo Koslowski

 

Kalenderwoche 10/2021
Der Schwarzspecht ist der größte heimische Specht. Er ist auch im Leipziger Auwald zuhause, es ist aber nicht leicht, einen zu entdecken. Häufiger noch ist er zu hören. Der Schwarzspecht hat unterschiedliche weit hörbare Rufe. Weit hörbar ist auch das „Trommeln“, das der Specht erzeugt, indem er mit seinem Schnabel in sehr schneller Folge auf Holz einschlägt. Wesentlich gemächlicher benutzt der Specht seinen Schnabel hingegen bei der Nahrungssuche oder wenn er seine Spechthöhle meißelt.


von Néo Koslowski

 

Kalenderwoche 09/2021
Wenn Krähen einen Greifvogel entdecken, dann machen sie lautstark Artgenossen, aber auch andere Tierarten darauf aufmerksam, und teilweise wird der Beutegreifer sogar angegriffen, um ihn zu vertreiben. Besonders ausgeprägt kann man das zur Brutzeit beobachten, aber reflexartig gehen viele Vögel, vor allem Krähen und Möwen, auch außerhalb der Brutzeit auf ihre Gegner los. Man bezeichnet dieses Verhalten als „Hassen“. In solchen Fällen wird der Jäger zum Gejagten. Hier „hassen“ Krähen am Himmel über Leipzig einen Mäusebussard und einen Wanderfalken, der zudem just eine Taube erbeutet hat und sie mit sich trägt. Der Bussard ist der häufigste heimische Greifvogel, einen Wanderfalken zu beobachten ist hingegen eine Seltenheit.


von René Sievert
von René Sievert


Kalenderwoche 08/2021
Kaum ist der Schnee getaut, sorgen Frühblüher für Frühlingsstimmung. In Vorgärten und Parks blühen Schneeglöckchen, Krokusse und Co. und bieten auch blütenbesuchenden Insekten erste Nahrung.


von Hansjürgen Gerstner
von Hansjürgen Gerstner


Kalenderwoche 07/2021
Beerentragende Sträucher, Sämereien an Stauden, Insekten, die sich im Laub verstecken oder zwischen herabgefallenen Zweigen – hier finden Vögel normalerweise im Winter Nahrung. Doch der Mensch beseitigt diese natürlichen Nahrungsquellen aus falsch verstandenem Ordnungssinn oder aus Ignoranz. Wenn auch noch Schnee alles bedeckt, zieht es die Vögel in naturnahe Gärten oder zu den Futterstellen in unseren Ortschaften. Besonders eifrige Futterhausbesucher sind die Spatzen. Gut genährt schützt sie ihr Federkleid auch vor der Kälte, dennoch brauchen sie Unterschlupf, zum Beispiel in Form von Sträuchern oder immergrünen Gehölzen. Dankbar sind die Vögel für das Futter, doch das allein hilft ihnen nicht, wir müssen ihre Lebensräume schützen.


von Hansjürgen Gerstner
von Hansjürgen Gerstner


Kalenderwoche 06/2021
Auch wenn der Winter mit Frost und Schnee noch dominiert, die Tage werden länger, die Sonne lässt den Schnee schmelzen und der Frühling naht. Auch die Pflanzen suchen sich einen Weg zum Licht.


von Hansjürgen Gerstner
von Hansjürgen Gerstner


Kalenderwoche 05/2021
Der Eichelhäher ist als „Waldpolizist“ bekannt, der lautstark rufend andere Tiere alarmiert, zum Beispiel wenn ein Spaziergänger naht. Im Winter ist der neugierige Rabenvogel auch immer wieder Gast an Futterhäuschen und ohnehin ist der Eichelhäher zunehmend in unseren Städten zuhause. Er bewohnt Parkanlagen und Leipziger Hinterhöfe. Auch hier kann er seinen Schnabel nicht halten, sondern bleibt ein aufmerksamer Schreihals.


von Christina Wagner
von Christina Wagner

Kalenderwoche 04/2021
Elbe und Mulde haben sich die Biber schon seit längerer Zeit wieder erobert, seit einigen Jahren gibt es auch mehr und mehr Reviere an der Weißen Elster, sogar im Stadtgebiet von Leipzig, weshalb er 2018 auch zum Leipziger Auwaldtier des Jahres gekürt wurde. Immer wieder entdecken Spaziergänger Fraßspuren des großen Nagetiers – vor allem im Dezember und Januar werden sie alljährlich dem NABU gemeldet.


von Christina Gauglitz
von Christina Gauglitz


Kalenderwoche 03/2021
Wenn man in den Leipziger Parkanlagen etwas genauer hinsieht, kann man meist nach kurzer Zeit einen Kleiber entdecken. Oft klettern die flinken kleinen Vögel an den Baumstämmen und Ästen herum und suchen Nahrung – wie kleine Spechte, weshalb man sie auch Spechtmeise nennt. Als Nistplatz benötigen sie passende Baumhöhlen, in denen sie sich aber nicht nur zur Brutzeit aufhalten, wie dieser Kleiber im Clara-Zetkin-Park beweist, der auch im Winter im Astloch Unterschlupf sucht.


von Martin Grimm
von Martin Grimm


Kalenderwoche 02/2021
Die meisten Fließgewässer in Leipzig sind nicht in einem naturnahen Zustand, sie sind kanalisiert, verlaufen teilweise in Steinbetten, sind nicht in einem ökologisch guten Zustand. Dennoch sind sie Lebensadern in der Landschaft und teilweise auch von Fischen besiedelt. So kann man in einem kleinen Stück Elstermühlgraben regelmäßig mehrere Fischarten beobachten, beispielsweise Karausche, Rotfeder, Schleie und Flussbarsch. Es gibt auch erstaunlich viele Hechte, die recht dicht beieinander stehen.


von Christel Thiele
von Christel Thiele


Kalenderwoche 01/2021
Der Kernbeißer führt im Sommer ein zurückgezogenes Leben in den oberen Baumkronen, im Winter aber kann man ihn bei der Nahrungssuche auch am Boden oder sogar am Futterhäuschen beobachten. Gut erkennbar ist der Fink an seinem kräftigen Schnabel, mit dem er sogar Kirsch- oder Pflaumenkerne knacken kann. Hier sitzt er neben einem Feldsperling in Böhlen.