Foto: NABU/Dietmar Nill
Foto: NABU/Dietmar Nill

Leipzigs Fledermäuse schützen

Foto: René Sievert
Foto: René Sievert

Fledermäuse sind faszinierende Tiere, fliegende Säugetiere, die nachts Insekten jagen und sich dabei mit Ultraschalllauten orientieren. In Deutschland gibt es 25 Fledermausarten, die alle zunehmend bedroht sind und auf der Roten Liste stehen. Sie leiden unter dem Verlust ihrer natürlichen Lebensräume, insbesondere unter Quartier- und Nahrungsmangel. Rücksichtslose Gebäudesanierungen in den Städten, Altholzmangel in den Forsten sowie die industrielle Landwirtschaft und Insektizide machen sich negativ bemerkbar, viele Fledermäuse werden auch Opfer des Straßenverkehrs.

Zum Schutz der Fledermäuse sind der Erhalt ihrer Quartiere in Höhlen, Stollen, Kellern, Dachstühlen und Baumhöhlen sowie der Erhalt einer vielfältigen, strukturreichen Landschaft wichtige Voraussetzungen. Damit profitieren vom Fledermausschutz auch andere Tier- und Pflanzenarten.

Der NABU Leipzig setzt sich dafür ein! Wir suchen Fledermausquartiere und versuchen sie vor Zerstörungen zu schützen oder für Ausgleich zu sorgen. Wir schaffen Unterschlupfmöglichkeiten durch Bau und Pflege von Fledermauskästen. Wir engagieren uns für eine naturverträgliche Landwirtschaft und für Gärten ohne Gift. Alle sind eingeladen, diese Arbeit des NABU zu unterstützen: Melden Sie Fledermausquartiere, insbesondere bei bevorstehenden Sanierungsarbeiten oder ähnlichen Eingriffen! Unterstützen Sie den Bau von Fledermauskästen durch Spenden oder aktive Mitarbeit bei Einsätzen des NABU! Jeder kann zum Fledermausschutz etwas beitragen.

Weitere Informationen

Fledermäuse beim Wave-Gotik-Treffen

NABU-Abendexkursion auf dem Südfriedhof

Fotos: Carola Bodsch

 

Beim Wave-Gotik-Treffen 2017 hatte der NABU Leipzig wieder zur Abendexkursion auf dem Südfriedhof eingeladen, zu der in diesem Jahr rund 250 Teilnehmer kamen. Im Mittelpunkt standen die Fledermäuse, aber es gab auch Informationen zum Friedhofsgelände, zum Artenschutz in der Stadt und zum NABU-Projekt „Lebendige Friedhöfe“.

Startpunkt war der Westeingang des Südfriedhofs, es folgte ein Rundgang, der hinter dem Krematorium endete. Dort hatten Fledermausexperten der Ökologischen Station Borna-Birkenhain und vom NABU-Naturschutzinstitut Leipzig verschiedene Info-Stationen aufgestellt: Man konnte sich über die Pflege hilfsbedürftiger Fledermäuse informieren, über verschiedene Fledermauskästen, Fangtechnik für wissenschaftliche Untersuchungen und über Fledermausdetektoren, mit denen dann auch die vorbeifliegenden Tiere erfasst werden konnten. Außerdem wurden in kleinen Gruppen Führungen ins Fledermaus-Winterquartier angeboten, das der NABU Leipzig vor rund einem Jahr unter den Freitreppen im Columbarium eingerichtet hatte. Am Infostand des NABU gab es außerdem zahlreiche nützliche Broschüren und Faltblätter.  

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NABU-NachtnaTOUR am 20. Mai

Abendexkursion am Grünen Bogen

Den nachtaktiven Fledermäusen kann man am besten mit einem Fledermausdetektor, der ihre Ultraschalllaute hörbar macht, auf die Spur kommen. Fotos: Carola Bodsch
Den nachtaktiven Fledermäusen kann man am besten mit einem Fledermausdetektor, der ihre Ultraschalllaute hörbar macht, auf die Spur kommen. Fotos: Carola Bodsch

Der Waldkauz ist Vogel des Jahres 2017. Wie lebt dieser nachtaktive Vogel, wie sieht die Natur nach Sonnenuntergang aus? Um sich damit genauer zu beschäftigen, lädt der NABU in diesem Jahr zur NachtnaTOUR ein. Geplant sind deutschlandweit verschiedene Veranstaltungen, insbesondere am bundesweiten Tag der NachtnaTOUR, am 20. Mai. Auch der NABU Leipzig beteiligt sich mit mehreren Veranstaltungen an der NABU-NachtnaTOUR.

Am 20. Mai hatte der NABU Leipzig zum Beispiel zur Abendexkursion am Grünen Bogen Paunsdorf eingeladen, rund 20 Naturfreunde kamen und konnten beim Dunkelwerden Interessantes über die Tierwelt, über das Gebiet und die Arbeit des NABU erfahren. Zum Beispiel konnten die "Nachtschwärmer" gleichzeitig drei verschiedene Fledermausarten beobachten.

An der Veranstaltung waren zwei Mitarbeiter beteiligt, die im Rahmen des Bundespro­gramms "Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt" gefördert werden.

Fotos: Carola Bodsch

Praktischer Fledermausschutz

Spurensuche in der BatCity Leipzig

Suche nach Fledermausquartieren und -spuren in einer Leipziger Kirche. Foto: René Sievert
Suche nach Fledermausquartieren und -spuren in einer Leipziger Kirche. Foto: René Sievert

Nachdem es am ersten BatCity-Seminartag im April jede Menge theoretische Informationen zur Welt der Flattertiere gab, folgte am 13. Mai ein Praxistag für die Seminarteilnehmer. Bei einer Exkursion mit PKW steuerten sie zunächst ein Stadtviertel an, in dem verschiedene Artenschutzmaßnahmen an Gebäuden vorgestellt wurden; hier konnte man aber ebenso einige Negativbeispiele kennenlernen. Anschließend wurden Artenschutzmaßnahmen in Kirchen vorgestellt, die im Rahmen des Projekts „Lebensraum Kirchturm“ mit dem NABU Leipzig zusammenarbeiten. Es folgte ein Besuch auf dem Südfriedhof, auf dem der NABU Leipzig im Projekt „Lebendige Friedhöfe“ auch für den Fledermausschutz aktiv ist. Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung konnten die Seminarteilnehmer am Abend bei einer öffentlichen Fledermausführung im Schlosspark Lützschena kennenlernen. Zum eindrucksvollen Abschluss des Tages wurden Fledermäuse mit einem Stellnetz gefangen und untersucht. Beim gemeinsamen Abendessen im Innenhof der Auwaldstation Leipzig gab es Gespräche und Diskussionen und Zukunftspläne für den Fledermausschutz wurden geschmiedet.

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Den Fledermäusen geht die Nahrung aus

Dramatischer Rückgang der Insekten

Wasserfledermaus bei der Insektenjagd. Foto: NABU/Dietmar Nill
Wasserfledermaus bei der Insektenjagd. Foto: NABU/Dietmar Nill

Fledermäuse fressen ausschließlich Insekten, vor allem Mücken und Nachtfalter. Um zu überleben, muss eine Fledermaus täglich bis zu einem Drittel ihres eigenen Körpergewichts fressen. Das entspricht bis zu zehn Gramm, allein in den Sommermonaten kommt so rund ein Kilogramm Insekten-Nahrung zusammen.

 

Doch die Nahrungssuche wird für Fledermäuse immer schwieriger. Fledermausforscher des NABU haben jetzt bei einer Tagung in Wetzlar vor einem drohenden starken Rückgang der Fledermäuse gewarnt. Grund ist der gravierende Rückgang bei den Insekten, von denen sich die Fledermäuse, aber auch viel andere Tierarten ernähren. Das sind fatale Aussichten für die gesamte Nahrungskette. Sterben die Insekten, werden viele Pflanzen nicht mehr bestäubt, das gesamte Ökosystem steht mit dem Zustand der Insektenwelt auf der Kippe.

 

Bislang existieren nur einzelne punktuelle Untersuchungen zum Rückgang der Insekten, deshalb fordert der NABU ein bundesweites Monitoring, das dauerhaft den Zustand der Insektenwelt erfasst. Untersuchungen in Nordrhein-Westfalen haben unlängst belegt, dass die Gesamtbiomasse der Insekten hier in den vergangenen 15 Jahren um bis zu 80 Prozent zurückgegangen ist.

Immer öfter findet auch der NABU Leipzig unterernährte Fledermäuse, die auf menschliche Hilfe angewiesen sind. Schuld am Rückgang der Nahrungsinsekten ist vor allem der Einsatz von Insektiziden in einer immer monotoneren intensiven Landwirtschaft. Dabei 

 

leiden die Fledermäuse nicht nur unter Nahrungsmangel, sondern auch direkt unter den Pestiziden. Mit der Nahrung nehmen sie die Gifte auf, die sich im Körper anreichern. Sie schwächen die Fledermäuse und ihren Nachwuchs.

 

Abstimmen für eine naturfreundlichere Landwirtschaft

Derzeit befragt die EU-Kommission die Bürger zu ihren Erwartungen an die zukünftige Landwirtschaftspolitik. Noch bis zum 2. Mai können verschiedene Fragen beantwortet werden, unter anderem zum Einsatz von Pestiziden und zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Die Ergebnisse fließen in den Entscheidungsprozess der EU ein, wie die Agrarpolitik ab 2021 ausgestaltet wird. Machen Sie mit bei der Online-Befragung – es ist eine einzigartige Chance, den Ausverkauf der Natur zu stoppen!

Jetzt abstimmen!

Wissen für Fledermausschützer

Auftaktseminar im Projekt BatCity Leipzig

Foto: Karsten Peterlein
Foto: Karsten Peterlein

Der NABU möchte die Lage für die Fledermäuse verbessern, über ihre Probleme informieren und sich aktiv für ihre Bedürfnisse einsetzen. Dazu wurde das Projekt „BatCities“ gestartet. Ziel ist es, ehrenamtliche Fledermausschützer auszubilden und dann gemeinsam etwas für den Artenschutz in der Stadt zu tun.
Mit Ausbildungseinheiten in Theorie und Praxis werden die Teilnehmer für ihre Aufgaben im aktiven Fledermausschutz vorbereitet. Rechtliche Grundlagen, Tipps zum praktischen Artenschutz, der Umgang mit Pflegetieren, Biologie und Arten­kenntnisse sowie Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit stehen zum Beispiel auf dem „Lehrplan“.
An diesem Projekt beteiligen sich zunächst die BatCities Berlin, Hamburg und Leipzig, wo man am 1. April zum ersten Fledermausseminartag zusammenkam. Veranstaltungsort war die Landesgeschäfts­stelle des NABU Sachsen.

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NABU sucht Fledermausschützer

Leipzig gehört zu den ersten BatCities

Städte bieten Fledermäusen wichtige Lebensräume – doch diese schwinden immer mehr. Mit dem Projekt „BatCities“ möchte der NABU den Fledermausschutz in der Stadt stärken. Den Auftakt machen die Fledermausstädte Berlin, Hamburg und Leipzig. Hier bietet der NABU Seminare an und lädt anschließend dazu ein, die ehrenamtlichen Aktivitäten zum Fledermausschutz dauerhaft zu unterstützen.

Interessierte, die sich kostenlos zum Fledermausschützer ausbilden lassen wollen, konnten sich bis zum 5. März 2017 bewerben.

 

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Neue Fledermauswohnungen im Wildpark

Fotos: Wolfgang Kulick, Karsten Peterlein, Ronny Beck

 

Am Freitag, dem 17. Februar 2017, hat der NABU Leipzig im Wildpark zwölf Vogelbruthilfen gereinigt. Es war die letzte Nistkastenaktion in diesem Winterhalbjahr. Die Nisthilfen des NABU Leipzig im gesamten Stadtgebiet sind nun pünktlich zum Beginn der Brutsaison bezugsfertig. Seit Oktober wurden insgesamt 600 Vogelkästen gewartet - wie oft es dafür die Leiter hoch und runter ging, kann man kaum zählen.

Bei dieser Gelegenheit hat der NABU gleich drei neue Fledermauskästen im Wildpark angebracht. Auch sie stehen nun pünktlich vor Saisonbeginn bereit und warten auf Fledermäuse, die hier einziehen möchten.

An der Aktion war ein Mitarbeiter beteiligt, der im Rahmen des Bundesprogramms "Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt" vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert wird.

 

Hier kann man Fledermausschützer werden

Begehrter Wohnraum

Neue Fledermauskästen des NABU Leipzig werden bereits benutzt

Die Papitzer Lehmlachen sind ein ökologisch besonders wertvoller Teil der Leipziger Auenlandschaft und auch für Fledermäuse ein gutes Jagdrevier. Um hier die Wohnungssituation für die nachtaktiven Insektenjäger zu verbessern, hat der NABU Leipzig am 3. März 2016 16 neue Fledermauskästen rund um die Lachen installiert.

Im August hatte der NABU Leipzig die neuen Fledermausquartiere überprüft. Dabei konnten dort leider keine Tiere festgestellt werden, auch Kotspuren waren nicht vorhanden. Es ist aber nicht ungewöhnlich, dass neue Fledermausquartiere erst nach Jahren angenommen werden.

Umso erfreulicher ist nun eine Beobachtung vom 19. November, als die Kästen erneut kontrolliert wurden: Die Mehrzahl wurde genutzt, was an Fledermaus-Kotspuren gut zu erkennen war. In zwei Kästen saßen sogar Fledermäuse - in einem vier und in einem anderen neun. Der NABU Leipzig freut sich sehr, dass die durch RWE-Spenden finanzierte Aktion an den Papitzer Lachen sich als so erfolgreich erweist.

Der NABU bittet alle Fledermausfreunde, die Arbeit weiterhin mit Spenden zu unterstützen.

Foto: NABU Leipzig
Foto: NABU Leipzig

Fotos: NABU Leipzig

 

 

 

 

Auch auf dem Südfriedhof hat der NABU Leipzig mehrere Fledermauskästen angebracht, die ebenfalls angenommen werden. So konnte jetzt in einem Holzbetonflachkasten, der erst im vergangenen Winter aufgehängt wurde, eine Fledermaus nachgewiesen werden.

 

12. Sächsische Fledermaustagung

Umfangreiches Vortragsprogramm mit 86 Teilnehmern

Am 5. November hatte der NABU Sachsen zu einer landesweiten Fachtagung zum Thema Fledermausschutz nach Nossen eingeladen. Auch Fledermausschützer des NABU Leipzig waren dabei.

Die Veranstaltung sollte dazu dienen, neue Impulse für die Fledermausarbeit in Sachsen zu geben, deshalb gab es auch Zeit für einen allgemeinen Gedankenaustausch, um die gemeinsame Arbeit zu verabreden und Ideen zu entwickeln.

Im Programm wurden aktuelle Ergebnisse aus Fledermausschutz und -forschung vorgestellt. Bei vielen Vorträgen ging es um einen Einblick in laufende Projekte. Sebastian Kolberg vom NABU-Bundesverband stellte das Projekt BatCities vor. Neben Berlin und Hamburg gehört auch Leipzig zu den Projektstädten, und im kommenden Jahr sind hier rund um die Fledermäuse zahlreiche Angebote geplant.

Im Vortrag über Öffentlichkeitsarbeit wurde unter anderem die Abendexkursion des NABU Leipzig zum Wave-Gotik-Treffen vorgestellt, die nun schon im zweiten Jahr hunderte Teilnehmer hatte. |||

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NABU freut sich über Fledermausdetektor

Erfolgreiche Spendensammlung im Internet

Für die Arbeit zum Schutz von Fledermäusen und ihrer Wohnstätten benötigt der NABU Leipzig einen neuen Fledermausdetektor und hat dafür am 1. Oktober eine Spendenaktion gestartet. Am 31. Oktober konnte sie erfolgreich beendet werden. Vielen Dank an alle Spender, die den Kauf des neuen Fledermausdetektors ermöglicht haben!

Bei Sanierungen von Gebäuden wird der gesetzliche Artenschutz häufig nicht ausreichend beachtet. In vielen Fällen geschieht das offenbar aus Unkenntnis, es gibt aber auch immer wieder Hinweise darauf, dass die Vorschriften vorsätzlich aus wirtschaftlichen Gründen umgangen werden. Die Quartiere der Fledermäuse sind jedoch nach Bundesnaturschutzgesetz geschützt und das ist immer zu beachten!


Die bekannt gewordenen Fälle von Zerstörung der Tierwohnungen deuten auf eine hohe Dunkelziffer hin, viele rechtswidrige Arbeiten finden statt, ohne dass die Naturschutzbehörde davon rechtzeitig erfährt. Das führt oftmals zum Verlust der Fledermausquartiere, in manchen Fällen werden auch die lebenden Tiere in ihren Quartieren eingeschlossen und müssen qualvoll sterben.

Um vor dem Baubeginn das Vorkommen von Fledermäusen an Gebäuden festzustellen, sind Fledermausschützer des NABU Leipzig unterwegs, um die Tiere mithilfe eines Fledermausdetektors nachzuweisen. Da die Sanierungen alter Gebäude in Leipzig schnell voranschreiten, gibt es viel Arbeit und ein neuer Detektor war dafür nötig. Der NABU Leipzig bedankt sich bei allen Unterstützern!

Tipps zum Artenschutz beim Gebäudeneubau

Broschüre des NABU Leipzig basierend auf einer Bachelorarbeit an der HTWK

Foto: NABU/Eberhard Menz
Foto: NABU/Eberhard Menz

Gebäudebewohnende Vogel- und Fledermausarten sind Kulturfolger. Das heißt, ihre natürlichen Lebensräume sind heutzutage weitgehend verschwunden, sie sind auf den Menschen angewiesen, nisten und schlafen in Nischen, Hohlräumen und Spalten von Gebäuden. Allerdings werden Altbauten saniert oder abgerissen, sodass diese Unterschlupfmöglichkeiten verschwinden. In vielen Fällen könnte man den Tieren bei Sanierungsarbeiten oder beim Gebäudeneubau mit einfachen Mitteln helfen, meist aber denkt man nicht an diese Mitbewohner, obwohl sie von europäischen und bundesdeutschen Artenschutzvorschriften geschützt sind.

Wie man mit geringem Aufwand Vogelnistplätze und Fledermausquartiere in Gebäudeneubauten integrieren kann, zeigt jetzt die kleine Broschüre „Konstruktive Lösungsansätze für den Schutz gebäudebewohnender Vogel- und Fledermausarten im Gebäudeneubau“. Sie wurde vom NABU Leipzig zusammengestellt und gestaltet, und sie basiert auf der Bachelorarbeit von Jule Hinkel, die im September 2014 an der HTWK Leipzig eingereicht wurde.

Der NABU möchte damit Gebäudeplaner und Bauherren auf die Problematik aufmerksam machen und einfache konstruktive Lösungsansätze aufzeigen und steht als Ansprechpartner für Fragen zum baulichen Artenschutz gerne zur Verfügung.

Zur Integration in Ausführungsplanungen können die in der Broschüre dargestellten Konstruktionszeichnungen im .dwg-Format von der Internetseite www.NABU-Leipzig.de/Gebaeudeneubau kostenfrei heruntergeladen werden. |||

 

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Neue Fledermauswohnungen an den Papitzer Lachen

Die Papitzer Lehmlachen bei Schkeuditz sind ein guter Lebensraum für verschiedene Fledermausarten, die hier ihre Jagdreviere haben. Um auch die Wohnungssituation für die nachtaktiven Insektenjäger zu verbessern, hat der NABU Leipzig hier neue Fledermauskästen installiert. Eine Spende von RWE hat den Kauf dieser künstlichen Höhlen möglich gemacht. Bei dem Arbeitseinsatz wurden verschiedene Typen von Fledermauskästen angebracht, um den Tieren ein möglichst abwechslungsreiches Angebot zu machen und den Ansprüchen verschiedener Fledermausarten gerecht zu werden. |||

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Verschiedene Kunsthöhlen an einem für Fledermäuse attraktiven Baum am Ufer einer Lache. Foto: Karsten Peterlein
Verschiedene Kunsthöhlen an einem für Fledermäuse attraktiven Baum am Ufer einer Lache. Foto: Karsten Peterlein

NABU-Exkursion beim Wave-Gotik-Treffen 2016

Die Schwarze Szene besucht den grünen Südfriedhof

Fotos: Carola Bodsch

 

Am 13. Mai hatte der NABU Leipzig zur Abendexkursion auf den Südfriedhof eingeladen. Diese Veranstaltung fand im Rahmenprogramm des Wave-Gotik-Treffens statt. Rund 300 Gäste folgten der Einladung. Zunächst wurden sie bei einem Rundgang über den Südfriedhof über das NABU-Projekt „Lebendige Friedhöfe“ informiert sowie über Artenschutzmaßnahmen des NABU auf dem Leipziger Südfriedhof, dessen Natur und Geschichte bei dem Rundgang vorgestellt wurden.

Nach Sonnenuntergang drehte sich dann alles um Leben und Schutz der Fledermäuse. Es gab interessante Gespräche, Anschauungsmaterial und eine kleine Ausstellung. Die Gäste konnten auch die Fütterung und Auswilderung von Fledermaus-Pflegekindern verfolgen. Ein weiterer Höhepunkt war die Besichtigung der Fledermaus-Winterquartiere, die der NABU Leipzig erst wenige Wochen zuvor eingerichtet hatte.

Der NABU bedankt sich bei der Friedhofsverwaltung der Stadt Leipzig für diese außergewöhnliche Möglichkeit der Umweltbildung!

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Winterquartiere für Fledermäuse auf dem Südfriedhof

Fotos: Carola Bodsch

 

Die Hohlräume unter den Treppen an der Rückseite des Krematoriums waren bisher ungenutzt. Im Winter sind sie frostfrei und bieten durch die hohe Luftfeuchtigkeit ideale Bedingungen für überwinternde Fledermäuse. Deshalb wurden sie jetzt für diese Tiere zugänglich und bezugsfertig gemacht. Fledermausschützer des NABU Leipzig waren dafür im Einsatz. |||

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