Für naturverträgliche Landwirtschaft

NABU Leipzig und 35.000 bei Großdemo in Berlin

Durch die EU-Agrarpolitik sind gutes Essen, eine naturverträgliche Landwirtschaft und der Erhalt der Bauernhöfe gefährdet. 2019 entscheidet die Bundesregierung bei der EU-Agrarreform (GAP) maßgeblich mit, welche Landwirtschaft die EU Jahr für Jahr mit 60 Milliarden Euro unterstützt. Der NABU fordert gemeinsam mit anderen Organisationen und zehntausenden Menschen einen Umbau zu einer bäuerlichen und ökologischeren Landwirtschaft. Es muss Schluss sein mit den Steuermilliarden für die Agrarindustrie! Subventionen darf es nur noch für umwelt- und klimaschonende Landwirtschaft sowie für artgerechte Tierhaltung geben, kleine und mittlere Betriebe, müssen mehr unterstützt werden. Um diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen, fand auch 2019 wieder eine Großdemonstration in Berlin statt. Auch der NABU Leipzig war dabei. Weiterlesen

 

Foto: Ludo Van den Bogaert
Foto: Ludo Van den Bogaert
Foto: Nick Jaussi/wir-haben-es-satt.de
Foto: Nick Jaussi/wir-haben-es-satt.de

Hambacher Forst muss bleiben!

"Dinosaurier des Jahres" für den Chef von RWE

Weil er versucht hat, mit der Rodung des Hambacher Forstes Tatsachen zu schaffen ohne Rücksicht auf die gesellschaftliche Stimmungslage, die laufenden Verhandlungen in der Kohlekommission und die Folgen für Natur und Umwelt hat der NABU im Dezember den Negativ-Preis "Dinosaurier des Jahres 2018" an den Vorstandsvorsitzenden der RWE AG, Rolf Martin Schmitz, vergeben. Bevor im Oktober ein Gericht die Abholzung vorläufig gestoppt hat, gab es deutschlandweit Proteste gegen die Tagebaupläne von RWE, darunter auch in Leipzig.

 

NABU Leipzig bei Demonstration gegen Braunkohletagebau

Fotos: Ludo Van den Bogaert

 

Am 1. Oktober 2018 haben auf dem Augustusplatz rund 250 Menschen gegen die geplante Rodung des Hambacher Forstes demonstriert. Der Energiekonzern RWE will den Wald für die weitere Erschließung eines Braunkohletagebaus in Nordrhein-Westfalen abbaggern. Dieser Wald ist nicht nur ein wertvoller Lebensraum, er dient auch den Menschen für die Erholung in der Natur und dem Klimaschutz. Ihn ausgerechnet für die extrem klimaschädigende Braunkohle zu opfern, ist anachronistisch! Der Kampf für den Erhalt des Hambacher Forstes ist deshalb ein Symbol geworden für den Kampf gegen Braunkohleabbau und für Klimaschutz. Auch der NABU Leipzig hat sich dem Protest angeschlossen und beteiligte sich mit 15 Teilnehmern an der Kundgebung auf dem Augustusplatz. Weiterlesen

NABU Sachsen kritisiert Tagebauvorhaben Nochten

Energiekonzern LEAG will 200 Menschen umsiedeln

Während in Berlin die Kohlekommission über einem konkreten Zeitplan für einen sozial verträglichen Ausstieg aus der Kohleverstromung tagt, hat die Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG) in der vergangenen Woche einen obligatorischen Rahmenbetriebsplan zum Änderungsvorhaben Teilfeld Mühlrose im ostsächsischen Tagebau Nochten vorgelegt. Konkret geht es dabei um die geplante Weiterführung des Tagebaus Nochten im Örtchen Mühlrose – und die damit verbundene Umsiedlung von 200 Menschen. Mit der Vorfeldberäumung, also dem Freimachen des Abbaugebiets, will der Energiekonzern im Jahr 2026 beginnen.

 

Der NABU Sachsen hat diese Pläne kritisiert. Der Landesvorsitzende, Bernd Heinitz, sagte: „Es scheint, als hätte die LEAG noch nie etwas vom Pariser Klimaschutzabkommen gehört. Darin haben sich 195 Länder, darunter die Bundesrepublik Deutschland, zu einen globalen Aktionsplan verpflichtet, der die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad begrenzen soll, um einem gefährlichen Klimawandel entgegenzuwirken. Diesem verbindlichen Abkommen kann sich die LEAG nicht entziehen. Wir müssen nicht nur umdenken, sondern schnellstmöglich umlenken, im Interesse kommender Generationen, unserer Natur, Landschaft und Heimat!“ Pressemitteilung

Ein Signal für den Klimaschutz

Earth Hour 2018 in Leipzig

NABU bittet um Energiesparen und fordert weniger Lichtverschmutzung

Der Klimaschutz ist ein wichtiges Anliegen, er ist in aller Munde, doch getan wird viel zu wenig, obwohl die Probleme durch den Klimawandel immer größer werden. Energiesparen ist dabei eine Möglichkeit, um den CO2-Ausstoß zu verringern und Ressourcen zu schonen. Um darauf aufmerksam zu machen und einw eltweit sichtbarens Zeichen zu setzen, hat der WWF 2007 die "Earth Hour" ins Leben gerufen. Weltweit gehen seitdem an einem bestimmten Tag für eine Stunde die Lichter aus. Diese eine Stunde Stromsparen ist nur ein geringer Beitrag zum Klimaschutz, aber ein sehr deutlich wahrnehmbares Zeichen. Es sollte ein Appell an alle sein, nicht nur zur Earth Hour Energie zu sparen.

 

Insbesondere muss es darum gehen, sinnlose Energieverschwendung zu beenden. Warum müssen mitten in der Nacht Gebäude und Geschäfte hell erleuchtet sein? Für den NABU Leipzig ist die Earth Hour auch ein Anlass, auf die allgemeine Lichtverschmutzung hinzuweisen. Die sinnlose und oft vollkommen uneffektive nächtliche Kunstbeleuchtung ist nicht nur Energieverschwendung, sondern auch ein ernsthaftes Problem für viele Tierarten. Ihr Biorhythmus kommt aus dem Takt, ihr Orientierungsinn wird vollkommen gestört, zum Teil mit tödlichen Folgen. Viele Vogelarten und vor allem Insekten sind davon betroffen. Deshalb gilt so oft wie möglich: Licht aus!

An der Earth Hour hat sich auch die Stadt Leipzig beteiligt, zahlreiche prominente Gebäude haben am 24. März 2018 das Licht um 20.30 Uhr für eine Stunde abgeschaltet. Doch selbst dabei konnte man nicht wirklich von Dunkelheit sprechen. Das zeigt eindrucksvoll das Zuviel an Lichtquellen in unserer Stadt.

 

Licht an

Licht aus


Vorher- und Nachheraufnahmen von Leipziger Gebäuden, die zur Earth Hour 2018 das Licht für eine Stunde ausgeschaltet haben. Fotos: NAJU Leipzig

Wir haben es satt!

Großdemonstration für eine Agrarwende

Fotos: NAJU Leipzig

 

Am 20. Januar 2018 demonstrierten rund 33.000 Menschen in Berlin für eine naturverträgliche Landwirtschaft. Viele NABU-Mitglieder haben sich daran beteiligt, auch eine Gruppe aus Leipzig war nach Berlin gefahren. NABU-Präsident Olaf Tschimpke sprach zu den Demonstrationsteilnehmern und forderte in seiner Rede eine neue Agrarpolitik. Mehr als 100 Organisationen, darunter der NABU, hatten zu der Demonstration aufgerufen. Weiterlesen

Wohin mit Küchen- und Gartenabfällen?

NABU-Tipps für die Biotonne

Foto: Hartmut910/pixelio.de
Foto: Hartmut910/pixelio.de

Seit Anfang 2015 müssen Städte und Gemeinden die Möglichkeit bieten, Küchen- und Grünabfälle getrennt vom Restmüll zu sammeln. Man kann die Bioabfälle kompostieren oder daraus Energie gewinnen - darin liegen große Potenziale, die noch nicht ausreichend genutzt werden.

Was darf in die Biotonne und warum sind kompostierbare Plastiktüten keine gute Alternative? Der NABU gibt Antworten und Tipps zum Thema Bioabfall.

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Kein neuer Tagebau

Petition für sauberes Wasser

Foto: NABU/Dr. Henner Kinder
Foto: NABU/Dr. Henner Kinder

Die Versalzung der Spree und andere Langzeitfolgen des Kohlebergbaus sind schon heute kaum zu beherrschen und für Jahrzehnte mit hohen Kosten verbunden. Die Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG) strebt trotzdem an, noch einen neuen Braunkohletagebau zu eröffnen. Es ist notwendig weitere Tagebaue verbindlich auszuschließen. Der Schutz des Trinkwassers muss außerdem vom Bergbaukonzern als Hauptverursacher der Sulfatbelastung bezahlt werden.

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18.000 gegen Agrar-Industrie

NABU Leipzig war bei der Großdemonstration in Berlin dabei

 

Am 21. Januar haben in Berlin 18.000 Menschen für gesundes Essen, eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft, artgerechte Tierhaltung und fairen Handel demonstriert. Getragen wurde die Aktion von einem breiten gesellschaftlichen Bündnis aus mehr als 45 Organisationen, zu denen auch der NABU gehört. Das Motto in diesem Jahr: „Agrarkonzerne: Finger weg von unserem Essen!“

Auch der NABU Leipzig hat mitdemonstriert.

 

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Klimaziele voranbringen und Energiewende naturverträglich umsetzen

Forderungen der NABU-Bundesvertreterversammlung in Essen

Foto: NABU/Eric Neuling
Foto: NABU/Eric Neuling

Im November 2016 fand in Essen die Bundesvertreterversammlung des NABU statt. 250 Delegierte aller Landesverbände trafen sich, um die Weichen für die weitere Naturschutzarbeit zu stellen. Eins der vieldiskutierten Themen dabei war die naturverträgliche Nutzung der Windenergie an Land und auf See. Der NABU forderte die Bundesregierung auf, die international vereinbarten Klimaziele voranzutreiben und den Ausbau erneuerbarer Energien naturverträglich umzusetzen.

 

 

Bei Windenergieanlagen können aus NABU-Sicht viele Konflikte vermieden werden durch eine sorgfältige Standortwahl sowie Qualitätssicherung bei der Planungspraxis. Naturverträglichkeit müsse integraler Bestandteil der Energiewende werden, damit sie nicht die Artenvielfalt bedroht. Für eine erfolgreiche naturverträgliche Energiewende ist es zu aller erst notwendig, dass Ressourcen- und Energieverbrauch reduziert und Effizienzpotentiale gesteigert und genutzt werden, betonte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

 

Schließlich beschloss die Bundesvertreterversammlung Kernforderungen zur Integration von Natur- und Artenschutzbelangen bei der Realisierung der deutschen Energie- und Klimaschutzziele bis 2050.

Kernforderungen zur Windenergie

Palmöl landet immer häufiger im Tank

Naturzerstörung für Biodiesel ist der falsche Weg

Urwaldabholzung für Palmöl. Foto: Holz von Hier
Urwaldabholzung für Palmöl. Foto: Holz von Hier

Durch eine neue Studie der Umweltorganisation Transport & Environment sieht der NABU seine grundlegende Kritik an der Verwendung von Palmöl in Biokraftstoffen bestätigt. Demzufolge landet erstmals der größte Anteil europäischer Palmöl-Importe im Tank – noch vor Lebensmitteln und Kosmetik. Im vergangenen Jahr stieg die Verwendung von Palmöl in Biodiesel noch einmal um drei Prozent auf insgesamt 3,35 Millionen Tonnen an. Zudem wiesen die Autoren der Studie nach, dass Biodiesel auf Basis von Palmöl keineswegs sauber ist: Er verursacht dreimal mehr CO2-Emissionen als fossiler Diesel.

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Biomasse

Anbau von Energiepflanzen ist meist nicht naturverträglich

Der Anbau von Energiepflanzen hat eine negative Öko-Bilanz. Er führt unter anderem zum Verlust wertvoller Lebensräume und schadet dem Klima. Besonders dramatisch ist der Zuwachs an Maisäckern für die Biogasproduktion. Foto: NABU/Marco Sommerfeld
Der Anbau von Energiepflanzen hat eine negative Öko-Bilanz. Er führt unter anderem zum Verlust wertvoller Lebensräume und schadet dem Klima. Besonders dramatisch ist der Zuwachs an Maisäckern für die Biogasproduktion. Foto: NABU/Marco Sommerfeld

Die Anbauflächen für die Produktion von Nachwachsenden Rohstoffen sind begrenzt. Ihre energetische Nutzung konkurriert zum Teil mit der Erzeugung von Nahrungsmitteln, aber auch mit Belangen des Naturschutzes. Der Einsatz von Biomasse zur Energieerzeugung muss daher mit den konkurrierenden Zielen und Nutzungen vereinbar sein. Außerdem ist die maximale Vermeidung von Treibhausgas-Emissionen und die effiziente Nutzung des Energiegehalts von Energiepflanzen entscheidend. Besonders wichtig wäre außerdem die Verwertung biogener Rest- und Abfallstoffe.

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Großdemo und StadtNaturErleben

Vielfältiges Veranstaltungswochenende vom 16. bis zum 18. September

Der NABU-Regionalverband Leipzig lädt vom 16. bis zum 18. September 2016 zu einem ereignisreichen und vielfältigen Veranstaltungswochenende ein.
Zum Internationalen Küstenreinigungstag am 17. September 2016 werden die Flussufer und Küsten weltweit mit symbolischen Aktionen vom Zivilisationsmüll befreit. Der NABU Leipzig beteiligt sich daran mit einer Müllsammlung am Elsterbecken. Tatkräftige Helfer sind dazu herzlich willkommen.

Am selben Tag findet in Leipzig auch eine von bundesweit sieben dezentralen Großdemonstrationen statt. Sie richtet sich gegen die Freihandelsabkommen CETA und TTIP. Alle Leipziger sind aufgerufen, sich daran zu beteiligen. Die Demonstrationsteilnehmer des NABU Leipzig und der NAJU treffen sich bereits 11.45 Uhr vor dem Eingang der Stadtbibliothek.

An dem Wochenende lädt der NABU Leipzig außerdem zu seiner Veranstaltung „StadtNaturErleben“ ein, die 2016 zum dritten Mal stattfindet. Das Thema in diesem Jahr sind „Schutzgebiete in der Stadt“. Sie werden bei einem Vortrag am Freitag sowie bei einer Fahrradexkursion am Sonntag näher vorgestellt. Auch dazu sind alle Naturfreunde herzlich eingeladen.

Veranstaltungsplakat     Pressemitteilung     Weiterlesen

Für eine naturverträgliche Energiewende

Foto: NABU/Eric Neuling
Foto: NABU/Eric Neuling

Der NABU setzt sich für den Ausbau der Erneuerbaren Energien im Einklang mit den Zielen des Naturschutzes ein, die leider bei den Planungen oft nicht oder nicht rechtzeitig beachtet werden. Naturschutzfachliche Belange sollten generell schon bei Flächenausweisungen und den einzelnen Projektentwicklungen integriert werden. So wird gleichzeitig eine erhöhte Planungs- und Rechtssicherheit für die Betreiber von Erneuerbaren Energien geschaffen, sonst steigen die Kosten für die Betreiber, und sie verlieren Zeit. Das gilt besonders, wenn es zu Klagen kommt, beispielsweise des NABU, was dazu führen kann, das Vorhaben mit einem Gerichtsurteil beendet werden.

Dazu sollte es nicht kommen, denn es geht ja darum, die Energiewende voranzubringen. Dafür fehlen oft fachlich fundierte ökologische Verträglichkeitsprüfungen, vor allem im Bereich der Windenergie. Der NABU fordert deshalb eine verbesserte Planungspraxis, Qualitätsmanagement und eine bessere Öffentlichkeitsbeteiligung.  

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Kohleverstromung

Schlechteste Bilanzen aller Energieträger

Mit über 1000 Gramm Kohlendioxid (CO2) bei der Bereitstellung einer Kilowattstunde (kWh) Strom entsteht bei der Verbrennung von Braunkohle mit Abstand am meisten CO2 im Vergleich zu klimafreundlicheren Alternativen wie Solar- und Windenergie. Der Anteil der Kohleverstromung am Energiemix muss daher stark gedrosselt werden, um das Klima zu schützen. Bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe werden neben CO2 unter anderem auch  Schwefeldioxid, Stickoxide, Feinstaub sowie die toxischen Metalle Blei, Arsen, Cadmium und Quecksilber freigesetzt. Mensch und Natur leiden in hohem Maße unter diesen freigesetzten Schadstoffen.
Zudem zerstören Braunkohle-Tagebaue komplette Ökosysteme und stören langfristig Fließ- und Stillgewässer sowie die Trinkwassergewinnung.

Baumwolle statt Plastiktüte

Tragetaschen mit dem Auwaldtier des Jahres

Foto: René Sievert
Foto: René Sievert

Es ist praktisch, wenn man an der Kasse im Kaufhaus oder im Supermarkt eine Einkaufstasche aus Kunststoff bekommt. Doch zuhause landet dieses Tüte im Müll. Das lässt die Abfallberge wachsen und ist eine erhebliche Verschwendung von Energie und Rohstoffen.


Außerdem sind diese Plastiktüten eine enorme Umweltgefahr, denn viele davon landen letztendlich in der Landschaft oder sie treiben im Meer. Dort können sie zu tödlichen Tierfallen werden. Auch wenn Tiere sie in ihre Behausungen verbauen oder gar verschlucken, kann das tödlich enden.


Deshalb ist es am besten, solche Einkaufstaschen gar nicht zu benutzen. Stattdessen kann man zum Beispiel Baumwolltaschen nehmen. Besonders schöne hat der NABU Leipzig auf Lager: Sie zeigen den Ulmen-Zipfelfalter, das Leipziger Auwaldtier des Jahres 2016. Holen Sie sich eine Auwaldtasche, solange der Vorrat reicht!

 

Abfall vermeiden     Abfälle richtig trennen

TTIP, CETA & Co. stoppen

Mehr als 1.000 Menschen bei Demonstration für gerechten Welthandel

Am 28. Mai hat das Netzwerk "Vorsicht Freihandel" mit einer Demonstration in Leipzig ein weiteres Zeichen gesetzt gegen die umstrittenen Freihandelsabkommen CETA, TTIP und Co, die unter anderem Umweltschutzvorschriften und Verbraucherrechte einschränken würden. Mehr als 1.000 Menschen beteiligten sich am Demonstrationszug vom Naturkundemuseum durch die Innenstadt, darunter auch Mitglieder des NABU Leipzig sowie anlässlich des Katholikentags auch Teilnehmer, die nicht aus Leipzig kamen.

In den Redebeiträgen wurde fundierte Kritik laut. Die dabei angesprochenen Themen waren so vielschichtig, wie es die Probleme sind, die mit Freihandelsabkommen verbunden sind. Es ging unter anderem um Arbeitnehmerrechte, demokratische Mitbestimmung sowie Verbraucher-, Umwelt- und Klimaschutz.

Die nächste Demonstration für einen gerechten Welthandel wird bereits geplant. Sie soll am 17. September 2016 stattfinden. Leipzig ist dann eine von sieben Städten in Deutschland, die am dezentralen Demonstrationstag gegen CETA mitwirken. Es soll eine große, überregionale Demonstration werden!

 

Weitere Informationen: www.vorsicht-freihandel.de

"Wir haben Agrarindustrie satt!"

Demonstration für naturverträgliche Landwirtschaft

Foto: Karsten Peterlein
Foto: Karsten Peterlein

Am Sonnabend (16. Januar 2016) haben in Berlin rund 23.000 Menschen demonstriert. Unter dem Motto „Wir haben Agrarindustrie satt! Keine Zukunft ohne Bäuerinnen und Bauern“ zogen sie zum Bundeskanzleramt und forderten von der Bundesregierung die Weichen für eine naturverträgliche, bäuerliche Landwirtschaft zu stellen. Auch einige Aktive vom NABU-Regionalverband Leipzig zählten zu den Demonstrationsteilnehmern.

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Aktionstag "Vorsicht Freihandel"

Auch in Leipzig wurde gegen TTIP und Co. lautstark protestiert

Am 18. April 2015 wurde in Leipzig wie auch in vielen anderen Städten Deutschlands und Europas gegen die Freihandelsabkommen TTIP, CETA und TISA demonstriert. Der NABU Leipzig war mit einigen Demonstraten und einem Infostand dabei.

Fotos: Daniela Dunger

Demo „Wir haben es satt“

50.000 Menschen forderten in Berlin den Stopp von Tierfabriken, Gentechnik und TTIP

Mitglieder des NABU Leipzig waren auch unter den Demonstranten

Unter dem Motto „Wir haben es satt“ demonstrierten am 17. Januar 2015 in Berlin 50.000 Menschen für eine umweltverträglichere Landwirtschaft. Wie schon in den Vorjahren war bei dieser Großdemo parallel zur „Grünen Woche“ auch der NABU wieder gut vertreten.


„Eine zukunftsfähige Agrarpolitik ist heute keine Politik mehr von Bauern für Bauern, sondern muss in erster Linie die Anliegen des Umwelt- und Verbraucherschutzes im Sinne einer echten Gesellschaftspolitik berücksichtigen“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke auf der Auftaktkundgebung der Demonstration am Potsdamer Platz. Immer mehr Menschen hätten es satt, dass die Brüsseler Agrarmilliarden gießkannenartig in die Landwirtschaft fließen und damit immer noch Betriebe gefördert würden, die durch großflächigen Maisanbau, Pestizideinsatz und Massentierhaltung der Umwelt schaden.

 

Fotos: Karsten Peterlein

Unter dem Motto „Naturschätze retten statt Landschaften plätten“ beteiligte sich der NABU mit einem bunt geschmückten Trecker, gesteuert von Bundesgeschäftsführer und Nebenerwerbslandwirt Leif Miller, sowie mit Aktiven aus dem gesamten Bundesgebiet, darunter NABU-Mitglieder aus Leipzig, an dem Protestzug. Damit wies der NABU darauf hin, dass die Intensivierung und Monotonisierung der Agrarlandschaften sowie der Verlust von artenreichem Grünland in den letzten Jahrzehnten zu einem dramatischen Artensterben geführt haben.

Demonstration gegen Agrarindustrie

Auch NABU und NAJU aus Leipzig waren in Dresden dabei

 

Am 5. Juli 2014 demonstrierten rund 3.000 Menschen in Dresdens Innenstadt für eine umweltverträgliche und artgerechte Landwirtschaft.

 

Mit zahllosen Bannern, Plakaten, Trommeln, Pfeifen und Musik ging es gemeinsam vom Bahnhof Neustadt zur Hauptkundgebung bei der Frauenkirche. Hier gab es verschiedenste Infostände und Ansprachen. Die Menschen protestierten gegen die unhaltbaren Verhältnisse in der konventionellen Landwirtschaft, gegen Massentierhaltung sowie gegen den Einsatz von Pestiziden und Gentechnik.

 

Mit Spaß und guter Laune haben alle gemeinsam ein Zeichen gesetzt.

 

Demonstranten aus Leipzig bei der Kundgebung in Dresden. Foto: NAJU Dresden
Demonstranten aus Leipzig bei der Kundgebung in Dresden. Foto: NAJU Dresden

Alte Handys für die Havel

Foto: Karsten Peterlein
Foto: Karsten Peterlein

Nach Angaben des Digitalverbands Bitkom schlummern mehr als 100 Millionen Althandys in deutschen Schubladen. Ausgediente Handys in den Hausmüll zu werfen, schadet der Umwelt und ist auch gesetzlich verboten. Zu viele seltene Rohstoffe gehen für eine Wiederverwertung verloren und unnötig viele Ressourcen werden weiter abgebaut. Im Vordergrund steht für den NABU daher die Wiederaufbereitung und - falls erforderlich - Reparatur von Mobilgeräten, um die Nutzungsdauer eines Handys zu erhöhen.

 

Der Naturschutzbund Deutschland sammelt deshalb gebrauchte Handys und arbeitet dabei seit 2011 mit dem Mobilfunkunternehmen E-Plus zusammen, das seit 2014 zur Telefónica Deutschland Group gehört. Für jedes abgegebene Alt-Handy erhält der NABU 1,60 Euro von Telefónica in Deutschland.

 

Dieses Geld fließt in das Naturschutzgroßprojekt Untere Havel. Diese Flussniederung ist das größte und bedeutsamste Feuchtgebiet im Binnenland des westlichen Mitteleuropas. Mehr als 1.000 stark gefährdete und vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten haben hier einen Lebensraum, und der NABU arbeitet daran, den Fluss wieder naturnah zu gestalten. Ein Naturparadies soll an der Unteren Havel entstehen.

 

Bundesweit gibt es verschiedenen Sammelstellen, die alte Handys diesem guten Zweck zuführen. Auch der NABU Leipzig beteiligt sich an der Aktion: Bringen Sie Ihr altes Mobiltelefon ins Naturschutzbüro des NABU Leipzig! Sie finden uns in Gohlis in der Corinthstraße 14. Hier steht die Sammelbox, die schon mehrfach gut gefüllt war.

 

Weitere Informationen

Baumwolle statt Plastiktüte

Tragetaschen mit dem Auwaldtier des Jahres

Foto: René Sievert
Foto: René Sievert

Es ist praktisch, wenn man an der Kasse im Kaufhaus oder im Supermarkt eine Einkaufstasche aus Kunststoff bekommt. Doch zuhause landet dieses Tüte im Müll. Das lässt die Abfallberge wachsen und ist eine erhebliche Verschwendung von Energie und Rohstoffen.
Außerdem sind diese Plastiktüten eine enorme Umweltgefahr, denn viele davon landen letztendlich in der Landschaft oder sie treiben im Meer. Dort können sie zu tödlichen Tierfallen werden. Auch wenn Tiere sie in ihre Behausungen verbauen oder gar verschlucken, kann das tödlich enden.
Deshalb ist es am besten, solche Einkaufstaschen gar nicht zu benutzen. Stattdessen kann man zum Beispiel Baumwolltaschen nehmen. Besonders schöne hat der NABU Leipzig auf Lager; sie zeigen die Uferlaubschnecke, das Leipziger Auwaldtier des Jahres 2013, und wir geben sie gegen eine kleine Spende gerne ab. Holen Sie sich eine Auwaldtasche, solange der Vorrat reicht!

 

Abfall vermeiden

Abfälle richtig trennen

Und was essen Sie?

Was Fleischkonsum mit dem Klimawandel zu tun hat

NABU Leipzig hat sich am bundesweiten Klima-Aktionstag beteiligt

Vielen gilt der Klimawandel nur als beliebtes Diskussionsthema, er ist jedoch längst Realität, Folgen für die Tier- und Pflanzenwelt sind teilweise bereits deutlich sichtbar. Deshalb hat sich auch der Naturschutzbund am Klima-Aktionstag am 22. September 2012 beteiligt. Verschiedene Gruppen haben bundesweit auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam gemacht und über Möglichkeiten des Klimaschutzes informieren.

 

Unter dem Motto „Und was essen Sie?“ hat der im NABU-Regionalverband Leipzig neugegründete Arbeitskreis „Klima und Energie“ den Menschen in der Leipziger Innenstadt gezeigt, dass ein zu hoher Fleischkonsum schädlich für das Klima ist. Indem man seine Ernährungsgewohnheiten ändert, kann man al-so auch selbst etwas gegen den Klimawandel unternehmen.

 

Seit 1950 hat sich die weltweite Fleischproduktion verfünffacht. Wächst unser Fleischkonsum weiter wie bisher, wird er sich bis 2050 auf 465 Millionen Tonnen Fleisch pro Jahr verdoppeln. Schon heute isst der Bundesbürger im Durchschnitt 61 Kilogramm Fleisch pro Jahr. Das sind im Einzelnen:

39,0 kg Schweinefleisch
9,0 kg Rind- und Kalbsfleisch
1,2 kg Geflügelfleisch
0,7 kg
Schaf- und Ziegenfleisch
0,2 kg Innereien
1,0 kg
sonstiges Fleisch
  Quelle: Statistisches Bundesamt
CO2-Äquivalente bei Lebensmitteln in Deutschland. (Nach Uwe R. Fritsche und Ulrike Eberle (2007): Treibhausgasemissionen durch Erzeugung und Verarbeitung von Lebensmitteln.)
CO2-Äquivalente bei Lebensmitteln in Deutschland. (Nach Uwe R. Fritsche und Ulrike Eberle (2007): Treibhausgasemissionen durch Erzeugung und Verarbeitung von Lebensmitteln.)

Für die Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch werden 15.000 Liter Wasser benötigt. Ein Großteil davon wird zur Bewässerung der Ackerflächen für die Futterproduktion verwendet.

 

Durch die industrielle Massentierhaltung werden Unmengen an Urin und Kot erzeugt, was eine starke Belastung für die Umwelt darstellt. 27,7 Millionen Schweine und Ferkel, 12,4 Millionen Rinder und Kälber sowie 1,6 Millionen Schafe waren im Mai 2012 laut dem Statistischen Bundesamt in Deutschland registriert. Ein Rind scheidet täglich 50 bis 60 Liter Gülle aus. Das entspricht bei 12,4 Millionen Rindern einer Menge von etwa 744 Millionen Litern Kot und Urin. Das daraus entstehende Lachgas hat starke Folgen für das Klima, denn es trägt in hohem Maß zum sogenannten „Treibhauseffekt“ in der Atmosphäre bei. Die Treibhauswirksamkeit von Lachgas ist 310-mal stärker als die von Kohlendioxid. Durch Wiederkäuen wird zusätzlich noch klimaschädliches Methan ausgestoßen, welches 21-mal stärker auf den Treibhauseffekt wirkt als Kohlendioxid.

 

Der hohe Fleischkonsum in den Industrienationen steht auch in einem engen Zusammenhang zu Hungersnöten in Entwicklungsländern. Denn Getreide, das für die Ernährung der Menschen genutzt werden könnte, wird stattdessen an Tiere verfüttert. Um ein Kilogramm Fleisch zu erzeugen, werden abhängig von Tierart und Haltungsform zwischen 6 und 16 Kilogramm Getreide benötigt.

 

Die Rinderzucht ist weltweit für mindestens 18 Prozent der Treibhausgase verantwortlich. Damit ist der weltweite Fleischkonsum klimaschädlicher als der gesamte Autoverkehr. Ein Kilogramm Rindfleisch ist so klimaschädlich wie eine 1600 Kilometer lange Autofahrt. Rinderzucht ist weltweit für mindestens 18 Prozent der Treibhausgase verantwortlich, pflanzliche Produkte dagegen nur für 8 Prozent.

 

Eine bewusste Ernährung mit weniger Fleisch und mehr Obst und Gemüse för-dert also nicht nur die Gesundheit, sondern schont auch das Klima.


RATGEBER

 

Umweltbewusst leben