#NeustartKlima

Großdemo für wirksamen Klimaschutz

Der NABU beim Demostart auf dem Simsonplatz. Foto: Frank Bartelt
Der NABU beim Demostart auf dem Simsonplatz. Foto: Frank Bartelt

Kurz vor dem Beginn der 25. Weltklimakonferenz in Madrid am 2. Dezember 2019 hatte die Klimaschutzbewegung Fridays for Future am 29. November erneut zum globalen Klimastreik aufgerufen. Deutschlandweit gingen 630.000 Menschen auf die Straßen, in Leipzig waren es bis zu 10.000. Getragen wurden die Demonstrationen von einem breiten zivilgesellschaftlichen Bündnis. Der NABU hat gemeinsam mit anderen Organisationen bei der Demo in Leipzig den Umweltbewegungsblock organisiert. Der NABU fordert, dass in Leipzig der Klima- und Biotopschutz endlich in der Stadtentwicklung oberste Priorität bekommen, der Verlust von Stadtgrün und die Versiegelung immer neuer Flächen muss gestoppt werden. Weiterlesen


Klimanotstand in Leipzig

NABU beteiligte sich an Demo vor der Stadtratssitzung

Foto: Karsten Peterlein
Foto: Karsten Peterlein

Die Städte werden immer heißer, Dürresommer, Starkregen, Stürme, Bäume vertrocknen, Lebensräume gehen verloren. Wie in vielen deutschen Städten ist auch in Leipzig der Klimawandel unübersehbar. Das hat negative Folgen für die Menschen, aber auch für Tier- und Pflanzenwelt. Ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz wäre der Schutz des Stadtgrüns – Bäume, Sträucher, Wiesen. Leider sieht die Realität anders aus: Bäume werden rücksichtslos gefällt, Sträucher gerodet. Der NABU hat deshalb am 30. Oktober 2019 vom neugewählten Landtag einen wirksamen Gehölzschutz  gefordert. Weiterlesen

 

Fotos: Ludo Van den Bogaert

  

Foto: Karsten Peterlein
Foto: Karsten Peterlein

Bäume sind ein wichtiger Beitrag zum Schutz des Stadtklimas. Biotopschutz ist Klimaschutz, Klimaschutz ist Artenschutz. Deshalb hat sich der NABU Leipzig ebenfalls am 30. Oktober auch an der Demonstration vor dem Neuen Rathaus beteiligt. Drinnen tagte der Stadtrat, draußen demonstrierten Fridays for Future, BUND, Ökolöwe und andere für Klimaschutz. Der Stadtrat soll den Klimanotstand ausrufen, ist die zentrale Forderung. Alle Entscheidungen sollen künftig auf ihre Klimaverträglichkeit geprüft werden. Der NABU fordert zudem, dass bei allen Entscheidungen auch der Artenschutz beachtet wird. Klimakrise und Artensterben sind die wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit. 

 

Nach langer und kontroverser Debatte hat der Stadtrat dann tatsächlich den Klimanotstand ausgerufen. Der NABU hofft, dass es sich dabei nicht nur um ein Lippenbekenntnis handelt. Dem Klimaschutz dient der Erhalt der Stadtnatur und die Schaffung unversiegelter Flächen. Diese Ziele müssen nun verfolgt werden, fordert der NABU Leipzig.  


Alle fürs Klima

NABU Leipzig war bei der Großdemo dabei

Der NABU Sachsen​ führte in der Demonstration den "Landwirtschaftsblock" an und forderte eine Agrarwende für Klimaschutz und Artenvielfalt. Foto: René Sievert
Der NABU Sachsen​ führte in der Demonstration den "Landwirtschaftsblock" an und forderte eine Agrarwende für Klimaschutz und Artenvielfalt. Foto: René Sievert

Unter dem Motto „Alle fürs Klima“ fand am 20. September 2019 die globale Großdemo für den Klimaschutz statt, organisiert von einem breiten zivilgesellschaftlichen Bündnis der Klimaschutz­bewegung „Fridays für Future“ mit über 50 NGOs und Partnern, darunter der NABU. Demonstriert wurde auch in Leipzig: Die Demo begann gegen 15 Uhr auf dem Augustusplatz, wo sich tausende Menschen versammelten und anschließend über den Innenstadtring zogen.  Am Ende gab es ein großes Gratis-Konzert.

Der NABU Leipzig hat sich bei der Großdemo im „Landwirtschaftsblock“ beteiligt und forderte eine Agrarwende für Klimaschutz und Artenvielfalt. Weiterlesen


Fridays For Future

NABU- und NAJU-Mitglieder demonstrieren mit

Jeden Freitag demonstrieren auch in Leipzig Schülerinnen und Schüler unter dem Motto Fridays For Future für den Klimaschutz. Leider wird auch die Stadt Leipzig ihrer Verantwortung für den Schutz des Klimas nicht gerecht. Beispielsweise registriert der NABU seit mehreren Jahren einen zunehmenden Verlust innerstädtischer Lebensräume. Damit geht aber nicht nur Lebensraum für die Tierwelt verloren, das vernichtete Stadtgrün ist auch ein Nachteil für das Stadtklima. Bäume und Sträucher werden ohne Ersatz


beseitigt, und tagtäglich werden neue Flächen versiegelt und mit Beton bebaut – das ist das Gegenteil von Klimaschutz!

 

Deshalb unterstützt der NABU Leipzig die Demonstrationen der Schülerinnen und Schüler, viele NAJU-Mitglieder sind selbst unter den Demonstranten und auch andere NABU-Mitglieder schließen sich regelmäßig den Kund­gebungen an. Auch am 12. April 2019  haben wir gemeinsam demonstriert für Zukunft und Klima.

Fotos: Beatrice Jeschke

 

Schützt das Klima und die Lebensräume!

Am 25. April ist der Internationale Tag des Baumes. An diesem Tag ruft der NABU alle Leipzigerinnen und Leipziger zur Kundgebung und Demonstration gegen den Grünschwund und das Artensterben in Leipzig auf!

AUFTAKT

25. April 2019 - 16.30 Uhr - Wilhelm-Leuschner-Platz

DEMO

ABSCHLUSSKUNDGEBUNG

ab 18.00 Uhr - Richard-Wagner-Platz.


Außerdem bittet der NABU alle, die Petition gegen das Artensterben in unserer Stadt zu unterschreiben. Petition

 

Schüler für Natur und Umwelt

Die 5. Klasse der Nachbarschaftsschule Leipzig hat bei einem Kuchenbasar Geld eingenommen und gemeinsam überlegt, wofür es verwendet werden kann. Jeder Schüler konnte Vorschläge unterbreiten und am Ende entschied die Klasse, dass sie das eingenommene Geld dem NABU Leipzig spenden will. Dafür bedankt sich der NABU sehr! Die Schülerinnen und Schüler sind sehr engagiert für den Umweltschutz und so ist es nicht überraschend, dass sie auch bei der Demo am 12. April dabei waren. Hier konnten sich NABU-Mitglieder gleich persönlich bedanken und die jungen Klimaschützer kennenlernen. 

Schülerinnen und Schüler der Nachbarschaftsschule demonstrieren für Zukunft und Klimaschutz. Fotos: Beatrice Jeschke


Für naturverträgliche Landwirtschaft

NABU Leipzig und 35.000 bei Großdemo in Berlin

Durch die EU-Agrarpolitik sind gutes Essen, eine naturverträgliche Landwirtschaft und der Erhalt der Bauernhöfe gefährdet. 2019 entscheidet die Bundesregierung bei der EU-Agrarreform (GAP) maßgeblich mit, welche Landwirtschaft die EU Jahr für Jahr mit 60 Milliarden Euro unterstützt. Der NABU fordert gemeinsam mit anderen Organisationen und zehntausenden Menschen einen Umbau zu einer bäuerlichen und ökologischeren Landwirtschaft. Es muss Schluss sein mit den Steuermilliarden für die Agrarindustrie! Subventionen darf es nur noch für umwelt- und klimaschonende Landwirtschaft sowie für artgerechte Tierhaltung geben, kleine und mittlere Betriebe, müssen mehr unterstützt werden. Um diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen, fand auch 2019 wieder eine Großdemonstration in Berlin statt. Auch der NABU Leipzig war dabei. Weiterlesen

 

Foto: Ludo Van den Bogaert
Foto: Ludo Van den Bogaert
Foto: Nick Jaussi/wir-haben-es-satt.de
Foto: Nick Jaussi/wir-haben-es-satt.de


Hambacher Forst muss bleiben!

"Dinosaurier des Jahres" für den Chef von RWE

Weil er versucht hat, mit der Rodung des Hambacher Forstes Tatsachen zu schaffen ohne Rücksicht auf die gesellschaftliche Stimmungslage, die laufenden Verhandlungen in der Kohlekommission und die Folgen für Natur und Umwelt hat der NABU im Dezember den Negativ-Preis "Dinosaurier des Jahres 2018" an den Vorstandsvorsitzenden der RWE AG, Rolf Martin Schmitz, vergeben. Bevor im Oktober ein Gericht die Abholzung vorläufig gestoppt hat, gab es deutschlandweit Proteste gegen die Tagebaupläne von RWE, darunter auch in Leipzig.

 

NABU Leipzig bei Demonstration gegen Braunkohletagebau

Fotos: Ludo Van den Bogaert

 

Am 1. Oktober 2018 haben auf dem Augustusplatz rund 250 Menschen gegen die geplante Rodung des Hambacher Forstes demonstriert. Der Energiekonzern RWE will den Wald für die weitere Erschließung eines Braunkohletagebaus in Nordrhein-Westfalen abbaggern. Dieser Wald ist nicht nur ein wertvoller Lebensraum, er dient auch den Menschen für die Erholung in der Natur und dem Klimaschutz. Ihn ausgerechnet für die extrem klimaschädigende Braunkohle zu opfern, ist anachronistisch! Der Kampf für den Erhalt des Hambacher Forstes ist deshalb ein Symbol geworden für den Kampf gegen Braunkohleabbau und für Klimaschutz. Auch der NABU Leipzig hat sich dem Protest angeschlossen und beteiligte sich mit 15 Teilnehmern an der Kundgebung auf dem Augustusplatz. Weiterlesen


NABU Sachsen kritisiert Tagebauvorhaben Nochten

Energiekonzern LEAG will 200 Menschen umsiedeln

Während in Berlin die Kohlekommission über einem konkreten Zeitplan für einen sozial verträglichen Ausstieg aus der Kohleverstromung tagt, hat die Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG) in der vergangenen Woche einen obligatorischen Rahmenbetriebsplan zum Änderungsvorhaben Teilfeld Mühlrose im ostsächsischen Tagebau Nochten vorgelegt. Konkret geht es dabei um die geplante Weiterführung des Tagebaus Nochten im Örtchen Mühlrose – und die damit verbundene Umsiedlung von 200 Menschen. Mit der Vorfeldberäumung, also dem Freimachen des Abbaugebiets, will der Energiekonzern im Jahr 2026 beginnen.

 

Der NABU Sachsen hat diese Pläne kritisiert. Der Landesvorsitzende, Bernd Heinitz, sagte: „Es scheint, als hätte die LEAG noch nie etwas vom Pariser Klimaschutzabkommen gehört. Darin haben sich 195 Länder, darunter die Bundesrepublik Deutschland, zu einen globalen Aktionsplan verpflichtet, der die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad begrenzen soll, um einem gefährlichen Klimawandel entgegenzuwirken. Diesem verbindlichen Abkommen kann sich die LEAG nicht entziehen. Wir müssen nicht nur umdenken, sondern schnellstmöglich umlenken, im Interesse kommender Generationen, unserer Natur, Landschaft und Heimat!“ Pressemitteilung


Ein Signal für den Klimaschutz

Earth Hour 2018 in Leipzig

NABU bittet um Energiesparen und fordert weniger Lichtverschmutzung

Der Klimaschutz ist ein wichtiges Anliegen, er ist in aller Munde, doch getan wird viel zu wenig, obwohl die Probleme durch den Klimawandel immer größer werden. Energiesparen ist dabei eine Möglichkeit, um den CO2-Ausstoß zu verringern und Ressourcen zu schonen. Um darauf aufmerksam zu machen und einw eltweit sichtbarens Zeichen zu setzen, hat der WWF 2007 die "Earth Hour" ins Leben gerufen. Weltweit gehen seitdem an einem bestimmten Tag für eine Stunde die Lichter aus. Diese eine Stunde Stromsparen ist nur ein geringer Beitrag zum Klimaschutz, aber ein sehr deutlich wahrnehmbares Zeichen. Es sollte ein Appell an alle sein, nicht nur zur Earth Hour Energie zu sparen.

 

Insbesondere muss es darum gehen, sinnlose Energieverschwendung zu beenden. Warum müssen mitten in der Nacht Gebäude und Geschäfte hell erleuchtet sein? Für den NABU Leipzig ist die Earth Hour auch ein Anlass, auf die allgemeine Lichtverschmutzung hinzuweisen. Die sinnlose und oft vollkommen uneffektive nächtliche Kunstbeleuchtung ist nicht nur Energieverschwendung, sondern auch ein ernsthaftes Problem für viele Tierarten. Ihr Biorhythmus kommt aus dem Takt, ihr Orientierungsinn wird vollkommen gestört, zum Teil mit tödlichen Folgen. Viele Vogelarten und vor allem Insekten sind davon betroffen. Deshalb gilt so oft wie möglich: Licht aus!

An der Earth Hour hat sich auch die Stadt Leipzig beteiligt, zahlreiche prominente Gebäude haben am 24. März 2018 das Licht um 20.30 Uhr für eine Stunde abgeschaltet. Doch selbst dabei konnte man nicht wirklich von Dunkelheit sprechen. Das zeigt eindrucksvoll das Zuviel an Lichtquellen in unserer Stadt.

 

Licht an

Licht aus


Vorher- und Nachheraufnahmen von Leipziger Gebäuden, die zur Earth Hour 2018 das Licht für eine Stunde ausgeschaltet haben. Fotos: NAJU Leipzig


Wohin mit Küchen- und Gartenabfällen?

NABU-Tipps für die Biotonne

Foto: Hartmut910/pixelio.de
Foto: Hartmut910/pixelio.de

Seit Anfang 2015 müssen Städte und Gemeinden die Möglichkeit bieten, Küchen- und Grünabfälle getrennt vom Restmüll zu sammeln. Man kann die Bioabfälle kompostieren oder daraus Energie gewinnen - darin liegen große Potenziale, die noch nicht ausreichend genutzt werden.

Was darf in die Biotonne und warum sind kompostierbare Plastiktüten keine gute Alternative? Der NABU gibt Antworten und Tipps zum Thema Bioabfall.

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Kein neuer Tagebau

Petition für sauberes Wasser

Foto: NABU/Dr. Henner Kinder
Foto: NABU/Dr. Henner Kinder

Die Versalzung der Spree und andere Langzeitfolgen des Kohlebergbaus sind schon heute kaum zu beherrschen und für Jahrzehnte mit hohen Kosten verbunden. Die Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG) strebt trotzdem an, noch einen neuen Braunkohletagebau zu eröffnen. Es ist notwendig weitere Tagebaue verbindlich auszuschließen. Der Schutz des Trinkwassers muss außerdem vom Bergbaukonzern als Hauptverursacher der Sulfatbelastung bezahlt werden.

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Klimaziele voranbringen und Energiewende naturverträglich umsetzen

Forderungen der NABU-Bundesvertreterversammlung in Essen

Foto: NABU/Eric Neuling
Foto: NABU/Eric Neuling

Im November 2016 fand in Essen die Bundesvertreterversammlung des NABU statt. 250 Delegierte aller Landesverbände trafen sich, um die Weichen für die weitere Naturschutzarbeit zu stellen. Eins der vieldiskutierten Themen dabei war die naturverträgliche Nutzung der Windenergie an Land und auf See. Der NABU forderte die Bundesregierung auf, die international vereinbarten Klimaziele voranzutreiben und den Ausbau erneuerbarer Energien naturverträglich umzusetzen.

 

 

Bei Windenergieanlagen können aus NABU-Sicht viele Konflikte vermieden werden durch eine sorgfältige Standortwahl sowie Qualitätssicherung bei der Planungspraxis. Naturverträglichkeit müsse integraler Bestandteil der Energiewende werden, damit sie nicht die Artenvielfalt bedroht. Für eine erfolgreiche naturverträgliche Energiewende ist es zu aller erst notwendig, dass Ressourcen- und Energieverbrauch reduziert und Effizienzpotentiale gesteigert und genutzt werden, betonte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

 

Schließlich beschloss die Bundesvertreterversammlung Kernforderungen zur Integration von Natur- und Artenschutzbelangen bei der Realisierung der deutschen Energie- und Klimaschutzziele bis 2050.

Kernforderungen zur Windenergie


Palmöl landet immer häufiger im Tank

Naturzerstörung für Biodiesel ist der falsche Weg

Urwaldabholzung für Palmöl. Foto: Holz von Hier
Urwaldabholzung für Palmöl. Foto: Holz von Hier

Durch eine neue Studie der Umweltorganisation Transport & Environment sieht der NABU seine grundlegende Kritik an der Verwendung von Palmöl in Biokraftstoffen bestätigt. Demzufolge landet erstmals der größte Anteil europäischer Palmöl-Importe im Tank – noch vor Lebensmitteln und Kosmetik. Im vergangenen Jahr stieg die Verwendung von Palmöl in Biodiesel noch einmal um drei Prozent auf insgesamt 3,35 Millionen Tonnen an. Zudem wiesen die Autoren der Studie nach, dass Biodiesel auf Basis von Palmöl keineswegs sauber ist: Er verursacht dreimal mehr CO2-Emissionen als fossiler Diesel.

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Biomasse

Anbau von Energiepflanzen ist meist nicht naturverträglich

Der Anbau von Energiepflanzen hat eine negative Öko-Bilanz. Er führt unter anderem zum Verlust wertvoller Lebensräume und schadet dem Klima. Besonders dramatisch ist der Zuwachs an Maisäckern für die Biogasproduktion. Foto: NABU/Marco Sommerfeld
Der Anbau von Energiepflanzen hat eine negative Öko-Bilanz. Er führt unter anderem zum Verlust wertvoller Lebensräume und schadet dem Klima. Besonders dramatisch ist der Zuwachs an Maisäckern für die Biogasproduktion. Foto: NABU/Marco Sommerfeld

Die Anbauflächen für die Produktion von Nachwachsenden Rohstoffen sind begrenzt. Ihre energetische Nutzung konkurriert zum Teil mit der Erzeugung von Nahrungsmitteln, aber auch mit Belangen des Naturschutzes. Der Einsatz von Biomasse zur Energieerzeugung muss daher mit den konkurrierenden Zielen und Nutzungen vereinbar sein. Außerdem ist die maximale Vermeidung von Treibhausgas-Emissionen und die effiziente Nutzung des Energiegehalts von Energiepflanzen entscheidend. Besonders wichtig wäre außerdem die Verwertung biogener Rest- und Abfallstoffe.

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Für eine naturverträgliche Energiewende

Foto: NABU/Eric Neuling
Foto: NABU/Eric Neuling

Der NABU setzt sich für den Ausbau der Erneuerbaren Energien im Einklang mit den Zielen des Naturschutzes ein, die leider bei den Planungen oft nicht oder nicht rechtzeitig beachtet werden. Naturschutzfachliche Belange sollten generell schon bei Flächenausweisungen und den einzelnen Projektentwicklungen integriert werden. So wird gleichzeitig eine erhöhte Planungs- und Rechtssicherheit für die Betreiber von Erneuerbaren Energien geschaffen, sonst steigen die Kosten für die Betreiber, und sie verlieren Zeit. Das gilt besonders, wenn es zu Klagen kommt, beispielsweise des NABU, was dazu führen kann, das Vorhaben mit einem Gerichtsurteil beendet werden.

Dazu sollte es nicht kommen, denn es geht ja darum, die Energiewende voranzubringen. Dafür fehlen oft fachlich fundierte ökologische Verträglichkeitsprüfungen, vor allem im Bereich der Windenergie. Der NABU fordert deshalb eine verbesserte Planungspraxis, Qualitätsmanagement und eine bessere Öffentlichkeitsbeteiligung.  

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Kohleverstromung

Schlechteste Bilanzen aller Energieträger

Mit über 1000 Gramm Kohlendioxid (CO2) bei der Bereitstellung einer Kilowattstunde (kWh) Strom entsteht bei der Verbrennung von Braunkohle mit Abstand am meisten CO2 im Vergleich zu klimafreundlicheren Alternativen wie Solar- und Windenergie. Der Anteil der Kohleverstromung am Energiemix muss daher stark gedrosselt werden, um das Klima zu schützen. Bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe werden neben CO2 unter anderem auch  Schwefeldioxid, Stickoxide, Feinstaub sowie die toxischen Metalle Blei, Arsen, Cadmium und Quecksilber freigesetzt. Mensch und Natur leiden in hohem Maße unter diesen freigesetzten Schadstoffen.
Zudem zerstören Braunkohle-Tagebaue komplette Ökosysteme und stören langfristig Fließ- und Stillgewässer sowie die Trinkwassergewinnung.


Alte Handys für die Havel

Foto: Karsten Peterlein
Foto: Karsten Peterlein

Nach Angaben des Digitalverbands Bitkom schlummern mehr als 100 Millionen Althandys in deutschen Schubladen. Ausgediente Handys in den Hausmüll zu werfen, schadet der Umwelt und ist auch gesetzlich verboten. Zu viele seltene Rohstoffe gehen für eine Wiederverwertung verloren und unnötig viele Ressourcen werden weiter abgebaut. Im Vordergrund steht für den NABU daher die Wiederaufbereitung und - falls erforderlich - Reparatur von Mobilgeräten, um die Nutzungsdauer eines Handys zu erhöhen.

 

Der Naturschutzbund Deutschland sammelt deshalb gebrauchte Handys und arbeitet dabei seit 2011 mit dem Mobilfunkunternehmen E-Plus zusammen, das seit 2014 zur Telefónica Deutschland Group gehört. Für jedes abgegebene Alt-Handy erhält der NABU 1,60 Euro von Telefónica in Deutschland.

 

Dieses Geld fließt in das Naturschutzgroßprojekt Untere Havel. Diese Flussniederung ist das größte und bedeutsamste Feuchtgebiet im Binnenland des westlichen Mitteleuropas. Mehr als 1.000 stark gefährdete und vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten haben hier einen Lebensraum, und der NABU arbeitet daran, den Fluss wieder naturnah zu gestalten. Ein Naturparadies soll an der Unteren Havel entstehen.

 

Bundesweit gibt es verschiedenen Sammelstellen, die alte Handys diesem guten Zweck zuführen. Auch der NABU Leipzig beteiligt sich an der Aktion: Bringen Sie Ihr altes Mobiltelefon ins Naturschutzbüro des NABU Leipzig! Sie finden uns in Gohlis in der Corinthstraße 14. Hier steht die Sammelbox, die schon mehrfach gut gefüllt war.

 

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RATGEBER

 

Umweltbewusst leben