Obst ernten im öffentlichen Raum?

NABU-Vortragsabend am 5. April im Naturkundemuseum

Foto: NABU/Helge May
Foto: NABU/Helge May

Bäume und Sträucher in der Stadt sind wertvoller Lebensraum für die Tierwelt, sie sind aber auch für den Menschen wertvoll. Das Stadtgrün verbessert die Lebensqualität und das Stadtklima. Zudem sind manche Früchte nicht nur für Vögel oder andere Tiere eine Nahrungsquelle, sondern auch für Menschen ein Genuss. Viele Obstbäume und Sträucher stehen ungenutzt herum, oftmals vergammeln die Früchte, dabei könnte man sie nutzen. Das wäre auch gleichzeitig ein Anreiz, diese Gehölze zu erhalten, die oft unbedacht beseitigt werden, wenn sie niemand nutzt.

Aber darf man eigentlich einfach so Obst ernten oder Beeren pflücken? Was muss man beachten? Rund um diese Fragen gibt es einige Regeln und Vorschriften, aber auch einige nützliche Tipps und Tricks.

Gehölze zu erhalten als Lebensraum, ist ein wichtiges Anliegen des NABU Leipzig, der deshalb auf diesem und einigen anderen Gebieten mit der Mitmachplattform „erleb-bar“ zusammenarbeitet. Die erleb-bar hat auch die Initiative „Dein Obst für Leipzig“ ins Leben gerufen. Auf der Internetkarte dieser Initiative sind Orte zu finden, an denen jedermann Obst ernten kann. Aber im Rahmen dieser Initiative werden auch immer wieder neue Gehölze gepflanzt und Beerensträucher verschenkt.

Über „Obst ernten im öffentlichen Raum – was geht und was geht nicht?“ hat Sebastian Homburg von der erleb-bar am 5. April 2017 im Naturkundemuseum informiert. Der NABU Leipzig hatte ihn zu dem Vortragsabend im Rahmen seiner Veranstaltungsreihe „Der Natur zuliebe“ eingeladen. Obst- und Naturfreunde kamen, um Erfahrungen auszutauschen und mit Sebastian Homburg ins Gespräch zu kommen.

Veränderungen in der Leipziger Schmetterlingswelt

NABU-Vortragsabend im Naturkundemuseum

Foto: NABU/Marco Frank
Foto: NABU/Marco Frank

Schmetterlinge gelten als die Edelsteine der Luft, ihr Anblick erfreut viele Naturfreunde, doch der Mensch behandelt die Schmetterlinge nicht entsprechend. Den Insekten gehen immer mehr Lebensräume verloren. Klimawandel, Pestizide, Landschaftszerstörung sorgen dafür, dass viele Arten bedroht sind. Und für die Schmetterlinge sind die Probleme oft doppelt groß, denn die erwachsenen Falter und ihre Larven haben unterschiedliche Ansprüche an die Lebensräume.

Schmetterlingsexperte Ronald Schiller beim NABU-Vortragsabend im Naturkundemuseum. Foto: Ludo Van den Bogaert
Schmetterlingsexperte Ronald Schiller beim NABU-Vortragsabend im Naturkundemuseum. Foto: Ludo Van den Bogaert

Wenn man in die Vergangenheit blickt, stellt man fest, dass die Schmetterlingsfauna auch in Leipzig früher anders aussah als heute. Nicht für alle Arten sind die Veränderungen negativ, einige profitieren sogar davon. Am 1. März 2017 standen die Schmetterlinge im Mittelpunkt eines NABU-Vortragsabends im Naturkundemuseum. Der Leipziger Schmetterlingsexperte Ronald Schiller gab einen Einblick in „Die Leipziger Schmetterlingswelt und die Veränderungen in den letzten 200 Jahren“. zahlreiche Schmetterlings- und Naturfreunde waren zu dem Veranstaltungsabend gekommen und diskutierten auch über das Für und Wider von Naturschutzmaßnahmen, die nicht immer auch für die Schmetterlinge von Vorteil sind.

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Keine Frösche mehr?

Vortragsabend über das weltweite Amphibiensterben

Ein Grasfrosch - erfreulicherweise noch gesund. Foto: Karsten Peterlein
Ein Grasfrosch - erfreulicherweise noch gesund. Foto: Karsten Peterlein

Frösche, Kröten, Unken, Molche, Salamander – unzählige Arten tummeln sich vom tropischen Regenwald bis zum Dorfteich in Sachsen. Doch alle stehen vor dem Aus. Wissenschaftler beobachten ein weltweites Amphibiensterben. Und das kann verheerende Folgen haben. Hier droht nicht nur ein Verlust für die Biodiversität, vielmehr sind die Amphibien auch wichtiger Teil der Ökosysteme, beispielsweise als Teil der Nahrungskette. Und sie sind ein Bioindikator: Ihr Verschwinden ist ein Alarmzeichen für den Zustand der Natur insgesamt.

Eine weitere, neue Bedrohung ist der Chytridpilz. Eine Infektion mit diesem Hautpilz führt bei Amphibien zum Tod. Diese Krankheit breitet sich weltweit aus und wurde auch in Deutschland bereits nachgewiesen.

Dr. Dirk Schmeller beim NABU-Vortragsabend im Naturkundemuseum. Fotos: Ludo Van den Bogaert

 

Am 1. Februar 2017 hat der Amphibienexperten Dr. Dirk Schmeller mit dem Vortrag „Der weltweite Amphibienrückgang – Ursachen und Risiken“ die Probleme vorgestellt. Dazu eingeladen hatte der NABU Leipzig ins Naturkundemuseum. Zahlreiche Natur- und Amphinbienfreunde waren gekommen, so dass kaum ein Sitzplatz frei blieb. Mit dem Experten entwickelte sich nach dem Vortrag eine informative Diskussion über die Gefahren und mögliche Hilfsmaßnahmen. Vor allem appellierte Dr. Schmeller an alle, die an Amphibiengewässern oder mit Amphibien im Feld arbeiten, strikt auf Hygiene zu achten. Das gilt auch bei Hilfseinsätzen zur Zeit der Amphibienwanderung im Frühjahr. In einem Hygieneprotokoll sind die nötigen Maßhnahmen zusammengefasst, mit denen eine weitere Ausbreitung des Chytridpilzes eingedämmt werden kann. "Es sollten sich alle daran halten, die Zeit dafür muss man sich bei der Feldarbeit unbedingt nehmen", mahnte Dr. Schmeller.

 

Hygiene-Protokoll     Veranstaltungsplakat     Pressemitteilung

Rotmilan – Land zum Leben

NABU-Vortragsabend am 4. Januar 2017 im Naturkundemuseum

Am gegabelten, rötlichen Schwanz ist der Rotmilan im Flugbild gut  zu erkennen. Foto: NABU/Marco Frank
Am gegabelten, rötlichen Schwanz ist der Rotmilan im Flugbild gut zu erkennen. Foto: NABU/Marco Frank

Der Rotmilan gehört zu den bekanntesten und beeindruckendsten heimischen Greifvögeln. Zu erkennen ist der recht große Vogel vor allem am rötlichen, gegabelten Schwanz. Häufig ist er in der offenen Landschaft zu beobachten, aber auch über Ortschaften, selbst in Teilen Leipzigs hat man in der warmen Jahreszeit gute Chancen, ihn einmal zu entdecken. Die Zeit zwischen Oktober und März verbringen diese Vögel hingegen meist in wärmeren Regionen, beispielsweise in Spanien.

Der Rotmilan ist ein geschickter Jäger, der sich vor allem von Kleintieren ernährt, zum Beispiel von Mäusen. Das größte Problem für ihn ist der Verlust seiner Lebensräume in der offenen Landschaft. Industrielle Landwirtschaft hat hier zu einem großen Artensterben geführt, und das gefährdet die Nahrungsgrundlage des Rotmilans. Weitere Gefahrenquellen für ihn sind zum Beispiel Straßenverkehr und Windkraftanlagen. Zudem wurden auch seine Horste schon illegal beseitigt, wenn die gesetzlich geschützten Niststätten Bauprojekte behindern. Das ist zwar ein krimineller Akt, dennoch werden solche Fälle oft nicht aufgeklärt. Dabei hat Deutschland eine besondere Verantwortung für diese Vogelart, denn mehr als die Hälfte der Rotmilane weltweit lebt bei uns.

Der weltweite Bestand des Rotmilans ist in den letzten 20 Jahren um ein Drittel gesunken. Um dem etwas entgegen zu setzen, wurde das Projekt „Rotmilan – Land zum Leben“ initiiert, das im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt vom Bundesamt für Naturschutz gefördert wird. Landschaftspflegeverbände, Wissenschaftler und Naturschützer arbeiten im Rahmen des Projektes zusammen, um Landwirte zu beraten. Ziel ist es, in neun Modellregionen die Agrarlandschaft so zu gestalten, dass der Rotmilan eine gute Lebensgrundlage hat. Das ist auch für den Naturschutzbund NABU ein wichtiges Anliegen, weshalb der NABU bereits 2000 den Rotmilan zum „Vogel des Jahres“ gekürt hatte.

Der NABU-Regionalverband Leipzig hatte Peter Solluntsch vom Landschaftspflegeverband Nordwestsachsen eingeladen, der beim Vortragsabend am 4. Januar 2017 im Naturkundemuseum das Projekt „Rotmilan – Land zum Leben“ vorstellte.

45 Zuhörer waren gekommen, so dass der Veranstaltungsraum bis zum letzten Sitzplatz gefüllt war. Mit großem Interesse verfolgten die Gäste den Vortrag; anschließend gab es eine Diskussion mit dem zum teil sehr fach- und ortskundigen Publikum.

Der NABU Leipzig bedankt sich bei allen für den angenehmen Abend!

 

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Der Natur zuliebe

Dieser Vortrag am 4. Januar 2017 war die erste öffentliche Veranstaltung des NABU Leipzig im neuen Jahr. Es werden viele weitere folgen. Das Veranstaltungsprogramm mit mehr als 100 Veranstaltungen wurde gerade gedruckt und ist ab jetzt an verschiedenen Stellen in der Stadt ausgelegt sowie im NABU-Naturschutzbüro in Gohlis erhältlich (Corinthstraße 14). Außerdem sind die Termine online zu finden.

In der traditionsreichen NABU-Veranstaltungsreihe „Der Natur zuliebe“ sind 2017 noch folgende Themen geplant:

Mittwoch, 1. Februar 2017, 19 – 21 Uhr

Der weltweite Amphibienrückgang – Ursachen und Risiken.

Ein Vortrag von Dr. Dirk Schmeller.

Im Naturkundemuseum, Lortzingstraße 3.

 

Mittwoch, 1. März 2017, 19 – 21 Uhr

Die Leipziger Schmetterlingswelt und die Veränderungen in den letzten 200 Jahren.

Ein Vortrag von Ronald Schiller.

Im Naturkundemuseum, Lortzingstraße 3.

 

Mittwoch, 5. April 2017, 19 – 21 Uhr

Obst ernten im öffentlichen Raum. Was geht und was geht nicht?

Ein Vortrag von Sebastian Homburg (erleb-bar).

Im Naturkundemuseum, Lortzingstraße 3.

 

Mittwoch, 3. Mai 2017, 19 – 21 Uhr

Ein Orchideenjahr in den Toten Tälern und Umgebung.

Ein Vortrag von Dr. Rainer Hoyer.

Im Naturkundemuseum, Lortzingstraße 3.

 

Mittwoch, 7. Juni 2017, 19 – 21 Uhr

Besuch der Vogelschutzlehrstätte in der Kleingartenanlage „Am Kärrnerweg“.

Mit Peter Schädlich.

Treffpunkt: Kärrnerweg 12.

 

Mittwoch, 5. Juli 2017, 19 – 21 Uhr

Ein Jahr mit der Wildvogelhilfe Leipzig.

Im Naturkundemuseum, Lortzingstraße 3.

 

Mittwoch, 6. September 2017, 19 – 21 Uhr

Leipziger Insektenvielfalt.

Ein Vortrag von Marcus Held.

Im Naturkundemuseum, Lortzingstraße 3.

 

Mittwoch, 4. Oktober 2017, 19 – 21 Uhr

„Leipziger Fließgewässer“ – ein Vortrag des Projekts „Lebendige Luppe“.

Im Naturkundemuseum, Lortzingstraße 3.

 

Mittwoch, 1. November 2017, 19 – 21 Uhr

Vogel des Jahres.

Im Naturkundemuseum, Lortzingstraße 3.

 

Mittwoch, 6. Dezember 2017, 19 – 21 Uhr

Schnecken in und um Leipzig, früher und heute.

Ein Vortrag von Frank Borleis.

Im Naturkundemuseum, Lortzingstraße 3.

 


Der Feuersalamander - Lurch des Jahres 2016

NABU-Vortragsabend im Naturkundemuseum

Intensiv schwarz-gelb gemustert ist der Feuersalamander – eine Warnung an Fressfeinde, denn Feuersalamander sondern ein Hautgift ab, das für Feinde beim Verschlucken tödlich wirken kann. Zugleich schützt es die Lurche vor Infektionen.

Während er sich gegen seine Fressfeinde also recht erfolgreich wehren kann, bedroht der Mensch den Feuersalamander durch die Zerstörung seiner Lebensräume, aber auch ein neuerdings auftretender Hautpilz bedroht den Lurch des Jahres 2016, der wie alle Amphibien zu den gesetzlich besonders geschützten Arten gehört.
Um den Feuersalamander in den Fokus des Arten- und Naturschutzes zu rücken, hat die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) ihn zum Lurch des Jahres 2016 ernannt.

Die deutsche Bezeichnung der Art geht auf den Aberglauben zurück, dass dieser Lurch Feuer überleben und sein Hautsekret die Glut löschen würde. Die alten Römer hatten davor gewarnt, dass der Feuersalamander mit seinem Gift „ganze Völker vernichten“ könne, im Mittelalter glaubte man, „der bloße Hauch seines Atems“ könne Menschen töten. In Wahrheit ist sein Hautsekret nur für Fressfeinde gefährlich giftig. Foto: DGHT/Andreas Nöllert

 

Am 7. Dezember 2016 hatte der NABU-Regionalverband Leipzig zum Vortragsabend ins Naturkundemuseum Leipzig eingeladen, um den Feuersalamander näher vorzustellen. Daniela Dick von der DGHT-Arbeitsgruppe Feldherpetologie und Artenschutz informierte über den Lurch und seine Lebensweise.

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Stieglitz und Waldkauz

Vortragsabend zum Vogel des Jahres

Fotos: NABU/Peter Kühn, Klaus Weber

Der Waldkauz wurde zum „Vogel des Jahres 2017“ gewählt. Der Naturschutzbund NABU und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) wollen damit für den Erhalt alter Bäume mit Höhlen im Wald oder in Parks werben und die Menschen für die Bedürfnisse höhlenbewohnender Tiere sensibilisieren.

Der NABU Leipzig wird 2017 verschiedene Informations- und Mitmachaktionen zum Vogel des Jahres anbieten. Bereits am 2. November 2016 wurde der Vogel des Jahres beim NABU-Vortragsabend im Naturkundemuseum ausführlich vorgestellt. Auch der „Vorgänger“ war noch einmal Thema: der Stieglitz, Vogel des Jahres 2016. Der NABU Leipzig informierte über das Projekt „Bunte Meter für den Stieglitz“, das im Vorjahr für den Vogel des Jahres gestartet wurde.

Rund 30 Naturfreunde kamen zu der Veranstaltung ins Naturkundemuseum. Nach dem Vortrag gab es Diskussionen über den Schutz von Höhlenbäumen und über Vogelbeobachtungsmöglichkeiten, einige Gästen berichteten von eigenen Waldkauzsichtungen.

Fotos: Ludo van den Bogaert

Giftzwerge auf dem Teller

Vortragsabend über heimische Giftpilze und ihre Wirkung

Der Fliegenpilz ist vermutlich der bekannteste Giftpilz. Andere sind wesentlich schwerer von essbaren zu unterscheiden und werden leider oft verwechselt. Foto: NABU/Lutz Wolfram
Der Fliegenpilz ist vermutlich der bekannteste Giftpilz. Andere sind wesentlich schwerer von essbaren zu unterscheiden und werden leider oft verwechselt. Foto: NABU/Lutz Wolfram

"Habe ich Ihnen jetzt die Lust am Pilzesammeln verdorben?", fragte die Pilzsachverständige Heike Bunk am Ende ihres Vortrags im Naturkundemuseum. Das sicherlich nicht, aber man kommt schon ins Grübeln, wenn von Nierenversagen, Lebertransplantation, Muskelzersetzung, Kreislaufkollaps, Orientierungslosigkeit oder gar Todesfällen die Rede ist.

Beim NABU-Vortragsabend am 7. September 2016 informierte Heike Bunk über heimische Giftpilze sowie über ihre Inhaltsstoffe und deren Wirkung. Dabei wurde einmal mehr deutlich, dass man nur solche Pilze essen sollte, die man auch wirklich sicher als Speisepilz identifizieren kann. Darüber hinaus sollte man sich lieber an die Pilzberatungsstelle wenden, sonst kann ein kulinarisches Experiment in der Intensivstation enden.

Besprochen wurden auch Pilzarten, die lange Zeit als essbar galten, aufgrund neuer Erkenntnisse nun aber als giftig eingestuft werden. Bei weiteren Arten gab es Hinweise zur richtigen Zubereitung, denn auch sie kann darüber entscheiden, ob eine Pilzmahlzeit bekömmlich ist, oder ob der Verzehr unangenehme Folgen hat.

Vorgestellt wurden auch einige beliebte Speisepilze, die aber giftige "Doppelgänger" haben. Heike Bunk hatte in den meisten Fällen praktische Tipps parat, wie man diese ähnlichen Arten voneinander unterscheiden kann.

Das Publikum zeigte sich sehr sachkundig und hatte viele Fragen aus der eigenen Erfahrung als Pilzsammler. Der NABU Leipzig bedankt sich bei Heike Bunk und allen Gästen für den informativen Abend rund um Knollenblätterpilz, Pantherpilz, Fliegenpilz und Co. ||| 

Natur vor der Haustür

Vortragsabend über Wildtiere im Leipziger Osten

In der Stadt übersieht man leicht die vielfältige Natur - nicht so Klaus Weber. Der Leipziger Naturliebhaber und Fotograf hat ein Buch über die urbane Natur geschaffen: „Meine Wildtiere im Leipziger Osten“. Darin werden Tiere dargestellt, die man direkt vor der Haustür gar nicht vermutet.

Auf Einladung des NABU Leipzig hat Klaus Weber am 1. Juni 2016 im Naturkundemuseum Leipzig bei einem Vortragsabend in der Reihe "Der Natur zuliebe" sein Buch vorgestellt.Dabei berichtete er auch über seine Naturbeobachtungen im Grünen Bogen Paunsdorf und zeigte Fotografien von Tieren und Pflanzen. Er gab auch Beobachtungstipps und stellte seine Fotoausrüstung vor. Dazu gehören eine einfache Digitalkamera ebenso wie Tarnzelt und Teleobjektiv. Vor allem braucht man Geduld und Ortskenntnisse, erklärte der Fotograf.

Über die Veranstaltung berichtete auch info TV Leipzig.

Leben in Bergbaufolgelandschaften

Vortragsabend über Kiesgruben, Kupferbergbau und Torfstiche am 4. Mai im Naturkundemuseum

Sonnentau besiedelt nährstoffarme, sonnige und feuchte Standorte, wie Moore oder ehemalige Torfstiche.  Foto: Dr. Rainer Hoyer
Sonnentau besiedelt nährstoffarme, sonnige und feuchte Standorte, wie Moore oder ehemalige Torfstiche. Foto: Dr. Rainer Hoyer

Der Bergbau gilt als großer Umweltzerstörer, doch es gibt eine zweite Seite dieser Medaille: Nach der Nutzung für den Abbau können wertvolle Refugien für Flora und Fauna entstehen, wenn man der Natur ihren Lauf lässt. In dieser interessanten und abwechslungsreichen Landschaft erkundet der Naturliebhaber Dr. Rainer Hoyer seit Jahrzehnten die Entwicklung und dokumentiert sie mit beeindruckenden Fotos. Der NABU Leipzig hat ihn eingeladen, über seine Beobachtungen zu berichten. Dr. Hoyer wird am Mittwoch, dem 4. Mai 2016, zwischen 19 und 21 Uhr die Entwicklung von Flora und Fauna in ehemaligen Kiesgruben, Torfstichen und Stätten des Kupferbergbaus vorstellen, die Lebensraum besonders spezialisierter Bewohner, wie Orchideen oder Sonnentau, sein können. Diese Organismen sind an die extremen Standortbedingungen angepasst.

Der Vortrag findet im Rahmen der NABU-Veranstaltungsreihe „Der Natur zuliebe“ im Naturkundemuseum Leipzig (Lortzingstraße 3) statt. Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenlos; alle Naturfreunde sind herzlich dazu eingeladen.

Diese Veranstaltung ist Teil 4 einer Vortragsreihe, mit der Dr. Hoyer bereits andere Lebensräume der Bergbaufolgelandschaften vorgestellt hat. So berichtete er bei NABU-Veranstaltungen bereits über das Leben in ehemaligen Braunkohletagebauen sowie in Steinbrüchen und Lehmstichen. |||

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Artenschutzprojekte des Zoo Leipzig

NABU-Vortragsabend im Naturkundemuseum am 6. April 2016

Foto: Zoo Leipzig
Foto: Zoo Leipzig

Der NABU setzt sich für Biotop- und Artenschutz hauptsächlich in Deutschland ein, aber hat auch internationale Projekte, zum Beispiel in Tansania, Kasachstan, Neuseeland, Kirgistan, Kenia, Indien und Äthiopien. Im internationalen Artenschutz engagiert ist auch der Zoo Leipzig. Dessen Artenschutzprojekte werden am Mittwoch, 6. April 2016, von 19 bis 21 Uhr im Naturkundemuseum Leipzig (Lortzingstraße 3) näher vorgestellt, wenn der NABU-Regionalverband Leipzig wieder zu einer Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Der Natur zuliebe“ einlädt.

Der Zoo Leipzig unterstützt im Rahmen seines Engagements für den Artenschutz neben der Erhaltungszucht für bedrohte Arten auch verschiedene Projekte in ihren natürlichen Lebensräumen. Perspektivisch soll für jeden der sechs Themenbereiche des Zoos ein passendes Artenschutzprojekt vor Ort gefördert werden. Frank Oberwemmer, Referent für Artenschutz und Umweltmanagement im Zoo Leipzig, wird bei seinem Vortrag die Entstehung und Organisation der bislang schon vorhandenen Projekte in Westafrika, Chile, Vietnam und Sabah vorstellen. Außerdem wird er die derzeit aktuellen Themen in der Zoowelt ansprechen.

Im Zoo leben aber nicht nur exotische Arten, und nicht nur internationale Artenschutzprojekte werden realisiert – auch der Schutz heimischer Arten spielt hier eine Rolle. Dieses Thema wird im zweiten Teil des Vortragsabends ebenfalls kurz erläutert.

Zu der Veranstaltung im Naturkundemuseum sind alle Natur- und Zoofreunde herzlich eingeladen, sie ist öffentlich, und der Eintritt ist kostenfrei. |||

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Wie vogelfreundlich sind Solarparks?

NABU lädt zum Vortragsabend ein

Foto: Thomas Krönert
Foto: Thomas Krönert

Mit der Energiewende sind auch viele großflächige Solaranlagen entstanden, auf ehemaligen Industrie-, Brach- oder Ackerflächen. Aber wenn eine Solaranlage plötzlich auf einer Wiese steht, welche Folgen hat das dann für Flora und Fauna, beispielsweise für die Vogelwelt? Sind Solaranlagen ornithologische Wüsten?
Es gibt bereits einige Untersuchungen und Erkenntnisse zu dieser Frage, worüber der NABU Leipzig informieren möchte. Thomas Krönert vom NABU-Naturschutzinstitut (NSI) wird bei einem Vortragsabend am 2. März 2016, 19 bis 21 Uhr, über die Auswirkungen von Solarparks auf die Vogelwelt berichten. Dabei wird es auch um die Frage gehen, welche Möglichkeiten es gibt, einen Solarpark „vogelfreundlich“ zu gestalten und was die Solarbranche dazu sagt. Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenlos und findet im NABU-Naturschutzinstitut Leipzig in der Bertolt-Brecht-Straße 9 statt. Alle Naturfreunde sind herzlich dazu eingeladen.

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Kleine Adler in großer Not

Filmabend über die stark gefährdeten Schreiadler am 3. Februar im Naturkundemuseum

Ein junger Schreiadler im Horst. In der Regel wird bei diesen Greifvögeln nur ein Jungvogel flügge.  Foto: Frank Koschewski
Ein junger Schreiadler im Horst. In der Regel wird bei diesen Greifvögeln nur ein Jungvogel flügge. Foto: Frank Koschewski

In Deutschland haben sich die Bestände von Greifvogelarten, die schon fast ausgestorben waren, erholt. Fischadler oder Wanderfalke zählen zum Beispiel dazu. Anders ist es mit dem Schreiadler. Es gibt nur noch wenige Brutpaare in Nordostdeutschland. Umweltveränderungen und die Zerstörung seiner Lebensräume machen es ihm schwer. Intensive Forstwirtschaft, Entwässerung der Landschaft und das Verschwinden naturnaher Grünlandflächen führen dazu, dass Schreiadler immer weniger geeignete Lebensräume finden.

Der Schreiadler ist kaum größer als ein Mäusebussard, er ernährt sich von Mäusen, anderen kleinen Tieren oder auch Insekten. Zur Jagd benötigt er Wiesen, die möglichst dicht an sein Brutrevier angrenzen. Er brütet in größeren zusammenhängenden Laub- und Mischwäldern auf alten Bäumen in ungestörter Umgebung. Wiesen, naturnahe Wälder, alte Bäume und Ruhe sind aber immer seltener zu finden, weshalb der Schreiadler stark gefährdet ist. Weitere Gefahren drohen auf dem Zugweg und im Winterquartier in Südostafrika, wo die Vögel oft der Jagd zum Opfer fallen.

Seit vielen Jahren engagiert sich der Naturschutzbund NABU für den Schutz der kleinen Adler. Mit Landkauf wird versucht, Lebensräume für diese Vögel zu erhalten. Unter dem Motto „Land für den Schreiadler“ bittet der NABU um Spenden.

Der NABU-Regionalverband Leipzig möchte den kleinen, seltenen Greifvogel und seine Probleme näher vorstellen und hat dazu den erfahrenen Tierfilmer Frank Koschewski eingeladen. Der Filmemacher war drei Jahre lang dem seltenen Adler auf der Spur. Hunderte Stunden verbrachte er getarnt in Filmverstecken. So gelang es ihm, die scheuen Vögel intensiv zu beobachten und ihre Fortpflanzungsbiologie zu dokumentieren. Darüber wird er beim NABU-Vortragsabend am Mittwoch, dem 3. Februar 2016, 19 bis 21 Uhr im Naturkundemuseum (Lortzingstraße 3) berichten und seinen Film zeigen. Alle Naturfreunde sind herzlich dazu eingeladen, der Eintritt ist kostenfrei.

Veranstaltungsplakat     Pressemitteilung     Weitere Informationen

Ein Schreiadlerpärchen ist ein seltener Anblick. Diese kleinen Adler sind in Deutschland stark gefährdet und finden immer weniger geeignete Lebensräume. Foto: Frank Koschewski
Ein Schreiadlerpärchen ist ein seltener Anblick. Diese kleinen Adler sind in Deutschland stark gefährdet und finden immer weniger geeignete Lebensräume. Foto: Frank Koschewski
Naturfilmer Frank Koschewski bei der Arbeit. Foto: telekine
Naturfilmer Frank Koschewski bei der Arbeit. Foto: telekine

Menschen und Natur brauchen Wasser   

NABU-Vortragsabend am 6. Januar 2016 über die komplexen Probleme in Kenia  

Foto: Dr. Fabian Haas
Foto: Dr. Fabian Haas

Kenias Landschaft ist vielfältig wie kaum eine zweite in Afrika. Sie erstreckt sich von der heiß-feuchten Küste am Indischen Ozean im Osten, über das trockene Hochland im Zentrum bis zu den extrem trocken-heißen Wüsten des Nordens am Rande des Turkanasee. Im Westen, am Viktoriasee, gibt es tropisch-kühle Regenwälder. Auch die Höhenunterschiede sind beeindruckend: Sie reichen von der Meereshöhe bis knapp 5.000 Meter am Gipfel des Mt. Kenya. Viele der bekannten Seen, wie der Viktoriasee oder Naivaschasee, liegen auf 1.000 bis 2.000 Metern Höhe.

Die Tierwelt wetteifert mit der Landschaft in der Vielgestaltigkeit. Neben den bekannten großen Tieren, den „Big Five“, Elefant, Büffel, Nashorn, Löwe und Leopard, ist die Vogelwelt mehr als nur ein Geheimtipp: In Kenia sind etwa 1.100 Vogelarten heimisch. Das sind etwa dreimal so viele wie in ganz Europa – und das auf einer Fläche, die etwa 1,5-mal so groß ist wie Deutschland. Und es leben Menschen in Kenia, viele Menschen. Derzeit sind es etwa 40 Millionen. Tendenz steil steigend.

Aus Fotografien und Erlebnissen in Kenia ist auch ein Buch entstanden: „Wasser  Natur Mensch Kenia“, das Dr. Fabian Haas beim NABU-Vortragsabend ebenfalls vorstellen wird.
Aus Fotografien und Erlebnissen in Kenia ist auch ein Buch entstanden: „Wasser Natur Mensch Kenia“, das Dr. Fabian Haas beim NABU-Vortragsabend ebenfalls vorstellen wird.

Tiere und Menschen brauchen etwas, ohne dass sie nur wenige Tage überleben können: Wasser, klares, trinkbares, frisches Wasser. Doch gerade dieses Wasser gibt es in Kenia nur an wenigen Orten. Und auch dort ist oft zu wenig für alle da. In die komplexen Probleme, die sich aus der Verteilung des Wassers in Kenia ergeben, möchte der NABU-Regionalverband Leipzig einen Einblick geben. Beim NABU-Vortragsabend am 6. Januar 2016, 19 bis 21 Uhr im Naturkundemuseum Leipzig (Lortzingstraße 3), wird der Biologe und Fotograf Dr. Fabian Haas, der mehrere Jahre in Kenia lebte, mit seinen Fotografien zeigen, wie Natur und Mensch mit den geringen Mengen an Wasser umgehen.

Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist kostenfrei. Alle Naturfreunde sind herzlich dazu eingeladen! |||

 

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Der Stieglitz – Vogel des Jahres 2016

NABU-Vortragsabend im Naturkundemuseum und „bunte“ Mitmachaktionen

Foto: NABU/Peter Kühn
Foto: NABU/Peter Kühn

Der Stieglitz (Carduelis carduelis) ist Vogel des Jahres 2016. Der Naturschutzbund NABU und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) haben den bunten Finken zum Botschafter für bunte Landschaften ernannt. Distelfink wird der kleine Vogel auch genannt, denn er ernährt sich von Pflanzensamen, beispielsweise von Distelsamen – aber wo kann er solche Pflanzen überhaupt noch finden? In monotonen, industriell genutzten Agrarlandschaften kann der Stieglitz nicht überleben, ein Schicksal, dass er mit vielen anderen Tierarten teilt. Maßnahmen zum Schutz des Stieglitz‘ kommen also auch anderen Tier- und Pflanzenarten zugute.

Darauf möchte der NABU mit dem Vogel des Jahres aufmerksam machen. Außerdem sind alle Menschen aufgerufen, etwas für den Schutz der bunten Lebensräume zu tun. Man kann beispielsweise Blumenwiesen sähen oder samentragende Stauden erhalten und so beim Artenschutz helfen.

Bei einem Vortragsabend am 2. Dezember 2015, 19 bis 21 Uhr, im Naturkunde­museum Leipzig (Lortzingstraße 3) wird der NABU-Regionalverband Leipzig den Vogel des Jahres 2016 vorstellen. Dabei gibt es Informationen zur Lebensweise des Distelfinken und zu Vogelschutzaktionen in Leipzig. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist kostenfrei. Alle Natur- und Vogelfreunde sind herzlich dazu eingeladen.

 

Mitmachaktion „Bunte Meter für den Stieglitz“

Der NABU setzt sich für eine naturnahe Pflege von Kleingärten, Parkanlagen und Grünflächen ein. Davon können viele Vogelarten, aber auch Insekten oder Igel profitieren. Außerdem ruft der NABU Leipzig wieder zu Mitmachaktionen auf: Die Leipziger werden gebeten, alle Stieglitz-Beobachtungen mit Angabe von Ort, Datum und Anzahl der Vögel zu melden. So wollen die Naturschützer feststellen, wie viele Distelfinken es in Leipzig überhaupt gibt, wie viele hier im Frühling brüten und wie viele den Winter in Leipzig und Umgebung verbringen. Außerdem hat der NABU die Aktion „Bunte Meter für den Stieglitz“ gestartet. Garten- und Grundstücksbesitzer sind aufgerufen, Blumenwiesen anzulegen und zu erhalten, auf denen Vögel Nahrung finden können. Dafür sind kleine oder größere Flächen im eigenen Garten geeignet, aber auch ein Pflanzkübel mit bunten Blüten und nahrhaften Sämereien auf der Terrasse können eine wertvolle Nahrungsquelle sein. Um neue vogel- und insektenfreundliche Flächen entstehen zu lassen, verteilt der NABU Leipzig kleine Samentütchen mit den passenden Pflanzenarten – natürlich sind auch Distelsamen dabei. Der Inhalt reicht für etwa einen bunten Quadratmeter.

Jeder kann seinen „bunten Meter“ fotografieren und bei einem kleinen Preisausschreiben mitmachen. Diese Wiesenfotos sowie Informationen über Distelfink-Beobachtungen kann man per Post an den NABU Leipzig schicken (Corinthstraße 14, 04157 Leipzig) oder als E-Mail an Stieglitz@NABU-Leipzig.de. |||

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Wasser für die Aue

Neuigkeiten aus dem Projekt „Lebendige Luppe“ werden bei einem Infoabend vorgestellt

Nach intensiven Vorplanungen gibt es im Revitalisierungsprojekt „Lebendige Luppe“ Neuigkeiten, die Projektmitarbeiter bei einem Infoabend vorstellen wollen: Zum einen beginnen Bauarbeiten im nördlichen Teilgebiet der Lebendigen Luppe, für das der Naturschutzbund NABU Sachsen im Rahmen des Projekts verantwortlich ist. Zum anderen gibt es nach intensiven Voruntersuchungen im südlichen Projektgebiet, für das die Stadt Leipzig verantwortlich ist, nun genaue Festlegungen zum künftigen Verlauf des geplanten Fließgewässers.

Auf Einladung des NABU-Regionalverbands Leipzig findet der Infoabend im Rahmen der NABU-Veranstaltungsreihe „Der Natur zuliebe“ am 4. November 2015, 19 bis 21 Uhr im Naturkundemuseum Leipzig (Lortzingstraße 3) statt. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei. Aufgrund der begrenzten Anzahl von Sitzplätzen ist für die Teilnahme eine Anmeldung bis zum 3. November 2015 per E-Mail an info@Lebendige-Luppe.de oder telefonisch unter 0341 86967550 erforderlich. 

In der Leipziger Aue kann man zahlreiche trockengefallene, ehemalige Flussbetten finden. Im Projekt „Lebendige Luppe“ sollen solche Relikte genutzt werden, um ein neues Fließgewässer entstehen zu lassen und das Auenökosystem mit Wasser zu versorgen. Foto: NABU Sachsen

Bei den Bauarbeiten im nördlichen Projektteil handelt es sich um den Ersatzneubau eines Auslassbauwerks aus den 1990er-Jahren, mit dem Wasser aus der Weißen Elster in die Papitzer Lachen bei Schkeuditz geleitet wird. Im südlichen Projektteil steht nun fest, woher eigentlich das Wasser für die Wiederbelebung ehemaliger Flussläufe in der Burgaue stammen soll, und welche Arbeiten notwendig sind, um hier ein Fließgewässer wieder entstehen zu lassen. Ziel der Aktivitäten ist die Verbesserung der Wasserverhältnisse in dem von Austrocknung bedrohten Auenökosystem zwischen Leipzig und Schkeuditz. Die hier lebenden, geschützten Tier- und 


Pflanzenarten sind auf auentypische, wechselnde Wasserstände angewiesen. Durch menschliche Eingriffe, wie Flussregulierungen, Deichbau und Tagebau fehlt jedoch diese natürliche Auendynamik, so dass die Zukunft dieses Lebensraums bedroht ist, der nach der FFH-Richtlinie der Europäischen Union geschützt ist und erhalten werden muss. Bei diesen Schutzbemühungen ist das Projekt Lebendige Luppe ein wichtiger Baustein, dem weitere Anstrengungen folgen sollen.

Im Projekt „Lebendige Luppe“ arbeiten die Städte Leipzig und Schkeuditz, der NABU Sachsen, die Universität Leipzig und das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ gemeinsam an der Wiederherstellung trockener, ehemaliger Flussläufe, um eine bessere Wasserversorgung in der Auenlandschaft zu gewährleisten. 

Wegen der montäglichen Demonstrationen in der Leipziger Innenstand finden die Veranstaltungen der NABU-Reihe „Der Natur zuliebe“ nicht mehr am ersten Montag, sondern am ersten Mittwoch im Monat statt, weil das Naturkundemuseum am Montagabend geschlossen bleibt. Deshalb kommt es auch inhaltlich zu Veränderungen bei den Veranstaltungen im November und Dezember. Der nächste Termin am 2. Dezember 2015 ist dem „Vogel des Jahres“ gewidmet, dem Stieglitz. NABU und LBV (Landesbund für Vogelschutz in Bayern) haben diesen Fink zum Botschafter für bunte Landschaften und für Artenvielfalt gewählt. ||| 

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25 Jahre NABU Leipzig

Naturschutzbund lädt zum Gesprächsabend ein

Terminverschiebung wegen der montäglichen Demonstrationen

2015 kann der NABU Leipzig seinen 25. Geburtstag feiern. Aus diesem Anlass fand bereits im März ein „Tag der offenen Tür“ im Naturschutzbüro in Gohlis statt. Am Mittwoch, dem 7. Oktober 2015, soll das Jubiläum noch einmal gewürdigt werden: Der NABU-Regionalverband Leipzig lädt zum Gesprächsabend über Natur und Naturschutz in Leipzig und Umgebung ein. Zwischen 19 und 21 Uhr ist dabei ein Blick auf die vergangenen Jahre geplant, aber auch über Gegenwart und Zukunft des Naturschutzes in Leipzig möchte der NABU mit den Gästen ins Gespräch kommen. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei. Veranstaltungsort ist das Naturkundemuseum Leipzig (Lortzingstraße 3).
Bereits vor der Gründung des NABU war das Naturkundemuseum Treffpunkt für Leipzigs Naturschützer und der traditionelle Termin ist seit langem der erste Montag im Monat. Ausgerechnet zum 25. NABU-Jubiläum müssen sich nun aber alle von diesem Termin verabschieden. Die regelmäßigen Demonstrationen am Montag in der Leipziger Innenstadt und die damit verbundene unabsehbare Lage im Umfeld des Museums haben die Stadtverwaltung veranlasst, das Naturkundemuseum am Montagabend zu schließen. Deshalb werden die NABU-Veranstaltungen in der Reihe „Der Natur zuliebe“ in Zukunft immer am ersten Mittwoch im Monat stattfinden. (Dass der erste derartige Termin auch noch auf den 7. Oktober fällt, früher Nationalfeiertag der DDR, ist dabei eine weitere Kuriosität der Geschichte.)

Kurz nach den „echten“ Montagsdemos, als das Ende der DDR eingeläutet wurde, stellten sich die Naturschützer darauf ein, im wiedervereinigten Deutschland unter völlig veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ihre Arbeit fortzusetzen. 1990 wurde der Naturschutzbund der DDR gegründet, schon kurze Zeit später erfolgte der Zusammenschluss mit dem in der damaligen BRD aktiven Deutschen Bund für Vogelschutz und die Umbenennung in Naturschutzbund Deutschland.

Für Leipzig und Umgebung wurde im September 1990 die Naturschutzarbeit auf neue Beine gestellt: „Die aktuellen Probleme beim Schutz der natürlichen Umwelt stellen uns vor neue und große Herausforderungen. Aus diesem Grund wollen wir am Montag, d. 17. Sept. 90 von 18.00 bis 20.00 Uhr im Klub der Intelligenz einen Kreisverband für Leipzig Stadt und Land gründen.“ Mit diesen Worten wurde zur Gründung einer neuen Gruppe im Naturschutzbund eingeladen. Daraus entstand der NABU-Kreisverband Leipzig, der heute als NABU-Regionalverband die lange Naturschutztradition fortsetzt. Dabei kann sich der NABU Leipzig über eine immer weiter steigende Zahl von Unterstützern freuen, darunter gegenwärtig mehr als 1.700 Mitglieder. |||

 

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Orang-Utans in Not

Vortragsabend über das globale Problem der naturvernichtenden Palmölproduktion

Der großflächige Anbau von Ölpalmen zerstört den Lebensraum zahlreicher Tier- und Pflanzenarten. Auch die Orang-Utans verlieren ihre Heimat. Foto: Dirk Röttgen/pixelio.de
Der großflächige Anbau von Ölpalmen zerstört den Lebensraum zahlreicher Tier- und Pflanzenarten. Auch die Orang-Utans verlieren ihre Heimat. Foto: Dirk Röttgen/pixelio.de

Palmöl wird aus den Früchten der Ölpalme gewonnen, die in nahezu allen Tropenregionen der Erde, vor allem aber in Indonesien und Malaysia, kultiviert wird. Die Pflanze ist extrem produktiv, und Palmöl wird in den verschiedensten Bereichen eingesetzt. Für den Anbau werden riesige Flächen entwaldet, und wo früher Regenwald stand, erstrecken sich kilometerlange Ölpalmenplantagen. Das hat gravierende Folgen für das Klima, die Böden trocknen aus und artenreiche Lebensräume gehen verloren. Viele Tier- und Pflanzenarten, darunter Hornvögel, Orang-Utans oder Koboldmakis, verlieren ihr Zuhause. Außerdem werden synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel eingesetzt, die in anderen Teilen der Welt längst verboten sind. Nach nur einem Anbauzyklus sind die Böden oft soweit geschädigt, dass sie für Landwirtschaft nicht mehr geeignet sind, aber auch der Regenwald kann sich hier nicht wieder entwickeln.
Laut dem WWF ist in jedem zweiten Produkt im deutschen Supermarkt Palmöl enthalten. So steckt Palmöl beispielsweise in Schokolade, Chips, Pizza, Tütensuppe, Brot, Margarine, Kosmetika, Wasch- und Spülmittel. Doch fast immer gibt es auch palmölfreie Alternativen. Mit dem Kauf solcher Produkte kann also jeder einzelne etwas gegen die Regenwald-vernichtung tun. Allerdings sollte man auch bei diesen Ölen darauf achten, dass sie aus nachhaltiger Produktion stammen, und nicht aus großflächigen Monokulturen.

Wo früher Regenwald wuchs, erstrecken sich heute industriell bewirtschaftete kilometerlange Ölpalmenplantagen. Wertvolle Lebensräume werden für die Palmölproduktion zerstört. Foto: sarangib
Wo früher Regenwald wuchs, erstrecken sich heute industriell bewirtschaftete kilometerlange Ölpalmenplantagen. Wertvolle Lebensräume werden für die Palmölproduktion zerstört. Foto: sarangib

Über das globale Problem Palmöl wird der NABU am Montag, dem 7. September 2015, 19 bis 21 Uhr, bei einem Vortragsabend im Naturkundemuseum Leipzig (Lortzingstr. 3) informieren. Der NABU-Regionalverband Leipzig hat dazu Cindy Höll vom Verein „Orang-Utans in Not“ eingeladen.
Der Verein setzt sich für Erhalt und Schutz der letzten frei lebenden Orang-Utans ein und ist Mitinitiator des Bündnisses „Regenwald statt Palmöl“. Cindy Höll wird bei ihrem Vortrag diese Arbeit vorstellen. Außerdem wird über Vor- und Nachteile des Rohstoffs Palmöl informiert, aktuelle Forschungsergebnisse werden vorgestellt, und es kann über Alternativen und Perspektiven diskutiert werden.
Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist kostenfrei. Alle Natur- und Regenwaldfreunde sind herzlich dazu eingeladen. ||| 


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Natur nach dem Bergbau

NABU-Vortragsabend über das Leben in Steinbrüchen und Lehmstichen

am 1. Juni 2015 im Naturkundemuseum Leipzig

Der Bergbau gilt als großer Umweltzerstörer, doch es gibt eine zweite Seite dieser Medaille: Nach der Nutzung für den Abbau können wertvolle Refugien für Flora und Fauna entstehen, wenn man der Natur ihren Lauf lässt. Wenn der Mensch nach dem Abbau nicht weiterhin zu sehr eingreift, kann sich eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt ansiedeln.
Gerade im Umland von Leipzig finden sich dafür zahlreiche Beispiele. In dieser interessanten und abwechslungsreichen Landschaft erkundet der Naturliebhaber Dr. Rainer Hoyer seit Jahrzehnten die Entwicklung und dokumentiert sie mit beeindruckenden Fotos. Der Naturschutzbund NABU Leipzig hat ihn eingeladen, über seine Beobachtungen zu berichten. Dr. Hoyer wird am Montag, dem 1. Juni 2015, zwischen 19 und 21 Uhr die Entwicklung von Flora und Fauna in ehemaligen Steinbrüchen und Lehmstichen vorstellen.
Der Vortrag findet im Rahmen der NABU-Veranstaltungsreihe „Der Natur zuliebe“ im Naturkundemuseum Leipzig (Lortzingstraße 3) statt. Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenlos; alle Naturfreunde sind herzlich dazu eingeladen. |||

Pressemitteilung

In früheren Lehmstichen entstehen oft ökologisch wertvolle Kleingewässer, die auch der besonders geschützte Laubfrosch zur Fortpflanzung nutzt. Fotos: Dr. Rainer Hoyer
In früheren Lehmstichen entstehen oft ökologisch wertvolle Kleingewässer, die auch der besonders geschützte Laubfrosch zur Fortpflanzung nutzt. Fotos: Dr. Rainer Hoyer
Zur Befruchtung bilden Männchen und Weibchen der Hufeisen-Azurjungfer ein „Paarungsrad“. Die Eier werden in Gewässern abgelegt, wo sich dann die Larven dieser Libellen entwickeln.
Zur Befruchtung bilden Männchen und Weibchen der Hufeisen-Azurjungfer ein „Paarungsrad“. Die Eier werden in Gewässern abgelegt, wo sich dann die Larven dieser Libellen entwickeln.

Naturerlebnis mit Smartphone-App

Wie kann man Menschen für den Auwaldschutz begeistern?

Umweltbildung bei jedem Wetter - Auwaldexkursion mit Franka Seidel. Foto: René Sievert
Umweltbildung bei jedem Wetter - Auwaldexkursion mit Franka Seidel. Foto: René Sievert

Um die Vielfalt der Auenlandschaft zu entdecken, lohnt es sich, sein Smartphone einmal abzuschalten und die Natur zu genießen. Andererseits kann man aber gerade mit diesem Mini-Computer die Natur besonders unterhaltsam erkunden: Die Auwaldstation Leipzig bietet virtuelle Auwalderlebnispfade als App an. Damit wird das Smartphone zum Auwaldführer mit Hörgeschichten, Fotos, Videos und Quizfragen.

Ob mit solchen innovativen oder mit klassischen Methoden – wichtig ist es, den Menschen die Zusammenhänge in der Natur näher zu bringen, damit sie mehr Verständnis für den Schutz eines gesunden Auenökosystems aufbringen.

Bei einem Informationsabend am 4. Mai 2015, 19 bis 21 Uhr, wird Franka Seidel, die Leiterin der Auwaldstation, Bildungs- und Naturerlebnisangebote vorstellen. Dazu eingeladen hat der Naturschutzbund NABU Leipzig, mit dem die Auwaldstation bei einigen Aktionen auch zusammenarbeitet. Der Infoabend wird im Rahmen der NABU-Veranstaltungsreihe „Der Natur zuliebe“ im Naturkundemuseum Leipzig (Lortzingstraße 3) stattfinden.

Warum ist der Schutz des Auenökosystems ein so wichtiges Anliegen, wie kann man am besten für dieses Ziel werben und die Zusammenhänge vermitteln? Sind moderne Medien und Smartphone-Apps ein geeigneter Weg, Menschen für die Natur zu begeistern? Auch über solche Fragen kann man bei dem Infoabend diskutieren.

Die Veranstaltung ist öffentlich und der Eintritt kostenlos. Alle Naturfreunde sind herzlich dazu eingeladen! |||

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Schon mal eine Schildkröte in Sachsen gesehen?

NABU-Vortragsabend über das Reptil des Jahres 2015

Foto: DGHT/Andreas Nöllert
Foto: DGHT/Andreas Nöllert

Schildkröten sind den meisten Menschen bekannt, allerdings nicht aus der heimischen Natur. Denn die hier eigentlich beheimatete Europäische Sumpfschildkröte ist aus Deutschland fast vollständig verschwunden. Früher haben die Menschen ihr nachgestellt, weil sie gegessen wurde, heute sind viele ihrer natürlichen Lebensräume zerstört. Immer wieder melden Naturfreunde Schildkrötenbeobachtungen auch aus dem Raum Leipzig, doch dabei handelt es sich meist um exotische Terrarientiere oder „Urlaubsmitbringsel“, die rücksichtslose Tierhalter einfach in der Natur ausgesetzt haben.

Die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) hat die Europäische Sumpfschildkröte zum „Reptil des Jahres 2015“ gekürt. Das ungewöhnliche, selten gewordene Tier soll dadurch bekannter gemacht und auf sein Schicksal hingewiesen werden. Der Schutz seiner Lebensräume ist eine wichtige Aufgabe. Außerdem soll auch darüber aufgeklärt werden, welche negativen Folgen es hat, wenn man nichtheimische Schildkröten aussetzt.

Der Naturschutzbund NABU ist Partner der Aktion „Reptil des Jahres“ und engagiert sich ebenfalls für den Schutz dieser Tierart. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Der Natur zuliebe“ wird der NABU-Regionalverband Leipzig am Montag, 13. April 2015, von 19 bis 21 Uhr die Europäische Sumpfschildkröte vorstellen. Die Biologin Daniela Dick, die im DGHT-Arbeitskreis Feldherpetologie und Artenschutz aktiv ist, wird zunächst Reptilien im Allgemeinen vorstellen und dann das Reptil des Jahres, seine Lebensweise und Programme für den Schutz der Sumpfschildkröten. Dabei möchte sie auch mit den Gästen über praktischen Artenschutz ins Gespräch kommen. Alle Natur- und Reptilienfreunde sind herzlich dazu eingeladen.

Der Infoabend findet im Naturkundemuseum Leipzig (Lortzingstraße 3) statt. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist kostenfrei. |||

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Von Ochsenaugen, Kälberaugen und Landkärtchen

NABU-Vortragsabend über Schmetterlinge

Bald ist es wieder soweit: Wenn die Sonnenstrahlen wärmen, werden die heimischen Schmetterlinge durch die Luft gaukeln, sie werden an Blüten Nektar suchen, und ihre Raupen werden das große Fressen beginnen. Die Schmetterlinge sind beliebte Zeitgenossen, ihre Raupen sind schon weniger gerne gesehen, dabei spielen beide im Naturhaushalt eine wichtige Rolle. Gleichzeitig sind sie wertvolle Bioindikatoren, die uns viel über den Zustand unserer Umwelt verraten können. Denn oftmals sind sie Spezialisten und auf ganz bestimmte Lebensräume angewiesen. Wenn diese nicht mehr existieren, können auch die Falter nicht überleben. Dabei haben die erwachsenen Schmetterlinge auch noch andere Lebensraumansprüche als die Raupen, das macht den Schutz ihrer Lebensräume doppelt schwer macht. Zusätzlich zu leiden haben die Schmetterlinge unter dem Einsatz von Insektengiften, unter Umweltveränderungen und Monokulturen in der Land- und Forstwirtschaft. Andere allerdings profitieren von Umweltveränderungen.

Das Landkärtchen ist ein Bewohner der Leipziger Auenlandschaft, wo der Falter auf feuchte Staudenfluren mit Blüten und Brennnesseln angewiesen ist. Foto: Mario Graul (Naturkundemuseum)
Das Landkärtchen ist ein Bewohner der Leipziger Auenlandschaft, wo der Falter auf feuchte Staudenfluren mit Blüten und Brennnesseln angewiesen ist. Foto: Mario Graul (Naturkundemuseum)

Die Stadt Leipzig und ihre Umgebung hat sehr viele verschiedene Lebensraumtypen zu bieten, und dementsprechend kann man hier viele Schmetterlingsarten beobachten. Sie haben zum Teil lustige Namen, wie Schornsteinfeger oder Eschenscheckenfalter. Sie zu erkennen und richtig zu bestimmen, ist aber oft nur Experten möglich – Experten wie Ronald Schiller vom Naturkundemuseum. Der Naturschutzbund NABU hat ihn eingeladen, sein Wissen weiterzugeben:
Im Rahmen der NABU-Vortragsreihe „Der Natur zuliebe“ wird er am Montag, dem 2. März 2015 von 19 bis 21 Uhr verschiedene Tagfalterarten vorstellen. Es gibt Beobachtungs- und Bestimmungstipps. Dazu werden auch Bücher und Internetseiten vorgestellt, die für die Tagfalterbestimmung verwendet werden können. Außerdem wird der Experte darüber informieren, wie man den heimischen Tagfalterarten beim Überleben helfen kann.


Wie unterscheidet man eigentlich das Große Ochsenauge vom Kälberauge? – Tipps dazu gibt es beim NABU-Vortragsabend im Naturkundemuseum. Fotos: Mario Graul (Naturkundemuseum)

Auch der NABU Leipzig engagiert sich für den Schutz der Schmetterlingslebensräume. In diesem Jahr wird dazu ein spezielles Tagfalterprojekt gestartet, mit dem der NABU die Gestaltung von schmetterlingsfreundlichen Wiesenflächen in der Stadt erreichen möchte. Außerdem werden die Menschen aufgerufen, Schmetterlingsbeobachtungen zu melden und so beim Schutz dieser bunten Insekten zu helfen.
Der Vortragsabend „Heimische Tagfalter – Beobachten und Bestimmen“ findet am 2. März von 19 bis 21 Uhr im Naturkundemuseum Leipzig (Lortzingstraße 3) statt. Alle Natur- und Schmetterlingsfreunde sind herzlich dazu eingeladen. Der Eintritt ist frei. |||

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Ein Naturjuwel braucht Wasser

NABU-Vortragsabend im Naturkundemuseum: Wie die Papitzer Lachen vom Projekt „Lebendige Luppe“ profitieren

Die Papitzer Lachen südlich von Schkeuditz gehören zu den ökologisch wertvollsten Gebieten in der Region Leipzig. Bis in die 1970er Jahre wurde hier Lehm für die ansässigen Ziegeleien abgebaut, wovon auch heute noch Spuren zeugen. Heute steht das Gebiet unter Naturschutz, denn die Lachen haben sich zu Lebensräumen für Amphibien und andere Tier- und Pflanzenarten entwickelt, die als gefährdet auf der Roten Liste geführt werden.

Weil die als Hochwasserschutz gebaute Neue Luppe die ganze Gegend entwässert, sind aber auch die Lachen selbst bedroht. Durch Biotoppflege und gezielte Bewässerung gelingt es dem Naturschutzbund NABU, sie durch intensive Betreuung zu erhalten. Ein künstlich geschaffener Zufluss aus der Weißen Elster speist die alten Lehmstiche seit Mitte der 1990er Jahre mit Wasser und verhindert so deren Austrocknung.

Im Projekt „Lebendige Luppe“ soll dieser Zufluss verbessert werden. Dafür wird ein Einlassbauwerk erneuert, mit dem das Wasser aus der Weißen Elster entnommen wird. Außerdem ist geplant, alte, heute weitgehend ausgetrocknete Flussläufe im Gebiet zwischen Weißer Elster und Neuer Luppe wieder zu beleben und mit Wasser zu versorgen. So soll die Auenlandschaft hier erhalten bleiben.

Die Papitzer Lachen sind insbesondere für Amphibien ein wertvoller Lebensraum. Hier laichen beispielsweise jedes Jahr Moorfrösche. Zu dieser Zeit färben sich die sonst braunen Männchen für wenige Tage blau. Foto: Karsten Peterlein

Die Papitzer Lachen gehören zu den ökologisch wertvollsten Gebieten der Leipziger Auenland-schaft. Wegen der vom Menschen verursachten zunehmenden Austrocknung dieses Lebens-
raums können die kleinen Gewässer nur durch gezielte Bewässerung erhalten bleiben. Foto: René Sievert


Über den aktuellen Stand dieses Vorhabens berichten Mitarbeiterinnen des Projekts „Lebendige Luppe“ am 2. Februar 2015, 19 bis 21 Uhr, bei einem Infoabend im Naturkundemuseum Leipzig (Lortzingstraße 3). Dazu eingeladen hat der NABU-Regionalverband Leipzig im Rahmen seiner Veranstaltungsreihe „Der Natur zuliebe“. Alle Naturfreunde sind herzlich willkommen.

 

In dem Flussrevitalisierungsprojekt „Lebendige Luppe“ arbeitet der NABU Sachsen mit den Städten Schkeuditz und Leipzig sowie mit dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und der Universität Leipzig zusammen. Ein Ziel dieser Initiative ist es, das Leipziger Auenökosystem zu erhalten und die Situation durch die Wiederbelebung alter Flussläufe zu verbessern, die neue Lebensadern der Aue werden sollen. |||

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