BatCity Leipzig

Fledermausschutz in der Stadt – Artenschutz zum Mitmachen

Städte bieten Fledermäusen wichtige Lebensräume – doch diese schwinden immer mehr. Mit dem Projekt „BatCities“ möchte der NABU den Fledermausschutz in der Stadt stärken. Den Auftakt machen die Fledermausstädte Berlin, Hamburg und Leipzig. Interessierte, die sich kostenlos zum Fledermausschützer ausbilden lassen wollen, können mitmachen - die Bewerbungsfrist lief bis zum 5. März 2017.

 

 

In unserer Stadt sind wir Menschen nicht allein. Neben uns gibt es noch weitere versteckt lebende Bewohner dieses Ökosystems – Fledermäuse. Hier setzt das BatCities-Projekt an. Es versteht sich als ein Dach, unter dem sich Fledermausschützer und Fledermaus­interessierte gemeinsam für den Fledermausschutz stark machen können. Alle Naturfreunde sind eingeladen, sich aktiv daran zu beteiligen. Denn Fledermäuse, die in der Stadt leben, haben ein Problem: ihre Lebensräume schwinden. Wo vorher Ritzen und Gebäudespalten Unterschlupf geboten haben, wird häufig unbedacht saniert. So gehen den Fledermäusen, die lange unsere Nachbarn waren, ihre Wohnungen verloren. Dabei gibt es einfache Möglichkeiten, diese nachtaktiven fliegenden Insektenjäger zu schützen.

 

Zum Auftakt des Projekts BatCity gab es Seminare zur Ausbildung von Fledermaus­schützern. In Leipzig fand der erste Teil am 1. April statt, der zweite ist am 13. Mai geplant. Anschließend an diese Einführungsveranstaltungen wird die praktische Arbeit für den Fledermausschutz beginnen, indem die neuen Fledermausschützer in die entsprechenden Aktivitäten des NABU Leipzig eingebunden werden.

Fledermausschutz in Leipzig

 

 

Die Städte Berlin, Hamburg, Leipzig sind nur der Anfang. Über die Pilotphase hinaus sollen weitere Fledermausstädte entstehen. Ziel des NABU ist es, Menschen miteinander zu vernetzen, die den Fledermausschutz in Deutschland bekannter machen und voranbringen. Gefördert wird das Projekt „BatCities“ durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

 

Pressemitteilung     Weitere Informationen 

 

Erfolgreiches Auftaktseminar

Foto: Karsten Peterlein
Foto: Karsten Peterlein

Der NABU möchte die Lage für die Fledermäuse verbessern, über ihre Probleme informieren und sich aktiv für ihre Bedürfnisse einsetzen. Dazu wurde das Projekt „BatCities“ gestartet. Ziel ist es, ehrenamtliche Fledermausschützer auszubilden und dann gemeinsam etwas für den Artenschutz in der Stadt zu tun.
Mit Ausbildungseinheiten in Theorie und Praxis werden die Teilnehmer für ihre Aufgaben im aktiven Fledermausschutz vorbereitet. Rechtliche Grundlagen, Tipps zum praktischen Artenschutz, der Umgang mit Pflegetieren, Biologie und Arten­kenntnisse sowie Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit stehen zum Beispiel auf dem „Lehrplan“.
An diesem Projekt beteiligen sich zunächst die BatCities Berlin, Hamburg und Leipzig, wo man am 1. April zum ersten Fledermausseminartag zusammenkam. Veranstaltungsort war die Landesgeschäfts­stelle des NABU Sachsen.

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Praktischer Fledermausschutz

Suche nach Fledermausquartieren und -spuren in einer Leipziger Kirche. Foto: René Sievert
Suche nach Fledermausquartieren und -spuren in einer Leipziger Kirche. Foto: René Sievert

Nachdem es am ersten BatCity-Seminartag im April jede Menge theoretische Informationen zur Welt der Flattertiere gab, folgte am 13. Mai ein Praxistag für die Seminarteilnehmer. Bei einer Exkursion mit PKW steuerten sie zunächst ein Stadtviertel an, in dem verschiedene Artenschutzmaßnahmen an Gebäuden vorgestellt wurden; hier konnte man aber ebenso einige Negativbeispiele kennenlernen. Anschließend wurden Artenschutzmaßnahmen in Kirchen vorgestellt, die im Rahmen des Projekts „Lebensraum Kirchturm“ mit dem NABU Leipzig zusammenarbeiten. Es folgte ein Besuch auf dem Südfriedhof, auf dem der NABU Leipzig im Projekt „Lebendige Friedhöfe“ auch für den Fledermausschutz aktiv ist. Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung konnten die Seminarteilnehmer am Abend bei einer öffentlichen Fledermausführung im Schlosspark Lützschena kennenlernen. Zum eindrucksvollen Abschluss des Tages wurden Fledermäuse mit einem Stellnetz gefangen und untersucht. Beim gemeinsamen Abendessen im Innenhof der Auwaldstation Leipzig gab es Gespräche und Diskussionen und Zukunftspläne für den Fledermausschutz wurden geschmiedet.

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Leipzig schrumpft

 

Leipzig wächst für die Menschen, aber schrumpft für die Wildtiere. Sie verlieren durch den Bauboom ihre Lebensräume.


Wohnungsnot durch Bauboom

 

Bei Gebäudesanierungen werden Nistplätze und Fledermausquartiere zerstört.

Der NABU fordert Einhaltung der Artenschutzgesetze.

 

 


Tipps zum Artenschutz beim Gebäudeneubau

 

Wie man mit geringem Aufwand Vogelnistplätze und Fledermausquartiere in Gebäudeneubauten integrieren kann, zeigt die kleine Broschüre. Sie basiert auf einer Bachelorarbeit an der HTWK.

 

 


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