Foto: NABU/Marcus Gloger
Foto: NABU/Marcus Gloger

Die 2. Leipziger Fahrrad-Auwald-Rallye

Teilnehmer konnten das Ökosystem und seine Leistungen kennen lernen

Mit dem Fahrrad auf Bildungstour im Leipziger Auwald. Foto: René Sievert
Mit dem Fahrrad auf Bildungstour im Leipziger Auwald. Foto: René Sievert

Bei dieser Fahrrad-Schnitzeljagd am 3. September 2016 hatten verschiedene Leipziger Träger von Umweltbildungsveranstaltungen Informationen, Mitmachaktionen, Quiz- und Rätselaufgaben rund um das Thema Auwald vorbereitet. Vom Startpunkt aus führte eine etwa 7 Kilometer lange Strecke zu verschiedenen Stationen. Jeder Stand thematisierte eine Funktion der Auenlandschaft, und die Teilnehmer mussten dazu eine Aufgabe lösen, um den Hinweis auf die nächste Station zu bekommen. Am Stand des NABU Leipzig ging es um das Thema "Biodiversität". Auf Magnettafeln konnten die Quizfreunde die Namen von Vögeln und nutzbaren Pflanzen zuordnen. Im zweiten Teil ging es um die ökologischen Nischen und die Frage, warum an verschiedenen Standorten unterschiedliche Pflanzen wachsen, die auch ganz unterschiedlich aussehen. Viele fahrrad- und naturbegeisterte Leipziger haben bei der Auwald-Rallye mitgemacht, darunter auch viele Familien mit Kindern.

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Die Aue als Grünes Klassenzimmer

Projektwoche mit der Schule am Auwald

Vom 17. bis zum 20. Mai hatte die Schule am Auwald ihre 450 Schülerinnen und Schüler zur Projektwoche zum Thema Auwald eingeladen. Auf Initiative von AULA haben verschiedene Leipziger Naturschutzverbände und Träger von Umweltbildungsaktivitäten die Kinder im Rahmen dieser Projektwoche mit der Auwaldökologie und mit der Tier- und Pflanzenwelt bekannt gemacht. Dafür waren ehrenamtliche und professionelle Naturschützer im Einsatz, um an verschiedenen Orten ihr Wissen weiterzugeben: in der Schule und auf dem Schulgelände, im Naturkundemuseum und in der Ökoschule Markkleeberg und natürlich bei Exkursionen im Leipziger Auwald. Auch zwei von NuKLA produzierte Filme über den Floßgraben wurden gezeigt. Der NABU Leipzig war täglich mit mehreren Schulklassen im Auwald auf Exkursion. Dabei konnte man zum Beispiel die Besonderheiten eines Auwaldes kennenlernen, verschwundene Flüsse, spannende und wickelnde Raupen, hilfreiche Ameisen, Brennnesseln und Taubnessel, verschiedene Bäume und Kräuter, die Geräusche des Waldes und die tollen Jagdmethoden von Fledermäusen. Am letzten Tag der Projektwoche ging es um das Leben am und im Wasser - Kaulquappen, Libellen und sogar einen Eisvogel konnten die Kinder dabei beobachten.

Fotos: Carola Bodsch

 

Den Höhepunkt der Projektwoche bildete am Freitag ab 14 Uhr das Kinderfest. Hier präsentierten alle teilnehmenden Verbände ihre Arbeit und boten diverse Mitmachangebote für die Schüler, ihre Familien und Gäste an. Auch der NABU Leipzig war mit einem Informationsstand dabei, an dem man sich auch Vogelnistkästen basteln konnte. Das Schulfest war gleichzeitig der 2. AULA-Familientag.

AULA ist eine Initiative von NuKLA und NABU-Regionalverband Leipzig, die auch von anderen Vereinen, Institutionen und Fachleuten unterstützt wird. Ihr Ziel ist es, die Auenlandschaft entlang der Weißen Elster naturverträglich und nachhaltig zu entwickeln und auentypische Verhältnisse wiederherzustellen. Akteure aus verschiedenen Bereichen der Gesellschaft sollen dafür länder- und fachübergreifend zusammenarbeiten. Ein besonderes Anliegen ist dabei der Schutz des Leipziger Auenökosystems als Natur- und Kulturerbe der Region.

Der 1. AULA-Familientag fand 2014 statt. Dabei gab es Exkursionen, Informations- und Mitmachangebote mehrerer Vereine und Naturschutzinitiativen.

Am NABU-Infostand waren auch zwei NABU-Mitarbeiter im Einsatz, die im Rahmen des Bundesprograms "Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt" gefördert werden. |||

Einheimische Singvögel

NABU unterstützte Projektwoche in der Heinrich-Mann-Schule in Meusdorf

In einer Projektwoche beschäftigte sich die Heinrich-Mann-Schule in Meusdorf mit einheimischen Singvögeln und bat den NABU Leipzig um Unterstützung. Deshalb besuchte NABU-Mitstreiter Steffen Wagner am 27. April 2016 die Schule, um den Kindern Interessantes und Wissenswertes über unsere einheimischen Vögel näher zu bringen.

Eine Gruppe von 22 Kindern der 1. bis 4. Klasse wartete schon gespannt darauf und war bestens vorbereitet: Die Kinder hatten schon selbst Informationen über den Vogel des Jahres 2016, den Stieglitz, gesammelt und Wandzeitungen mit Bildern vorbereitet.

Von Steffen Wagner gab es dann noch Informationen über verschiedene Vogelarten, wie viele Arten gibt es, was sind Stand- oder Zugvögel, warum fliegen Vögel in den warmen Süden, wie und warum werden Vögel im Winter gefüttert und vieles mehr. Die Kinder hörten zu und hatten viele Fragen an den Naturschützer.

Warum heißt der Zilpzalp eigentlich Zilpzalp? Foto: NABU/Gaby Schröder
Warum heißt der Zilpzalp eigentlich Zilpzalp? Foto: NABU/Gaby Schröder
Bekommt ein Specht beim Klopfen Kopfschmerzen? Foto: NABU/Tom Kanni
Bekommt ein Specht beim Klopfen Kopfschmerzen? Foto: NABU/Tom Kanni

So wollen sie zum Beispiel mehr wissen über Vogelzählungen und über die NABU-Aktionen zur Stunde der Garten- bzw. Wintervögel. Was sind die bei uns am meisten vorkommenden Vögel, bekommt der Specht beim Klopfen Kopfschmerzen, warum heißt der Zilpzalp Zilpzalp und ähnliche Fragen wurden gestellt.

Bei der Aktion „Stunde der Gartenvögel“, die in wenigen Tagen stattfindet, wollen alle Kinder mitmachen und die Zählergebnisse an den NABU schicken. Besonderes Interesse weckte auch die Aktion „bunte Meter für den Stieglitz“. Jedes Kind hat Samentütchen mit nach Hause genommen und wird es im häuslichen Garten oder im Umfeld aussäen und beobachten, welche Pflanzen wachsen, und welche Tiere davon profitieren werden. Vielleicht findet sich auch im Schulgelände ein freies Stück zum Ausbringen der Samen.

Über Vogelwohnungen wussten die kleinen Vogelfreunde schon gut Bescheid und konnten eigene Beobachtungen an Nistkästen zum Besten geben, und gleich wurde der Wunsch geäußert, eine Nistkasten-Bauaktion als nächstes Projekt an der Schule durchzuführen.

Die Kinder bekamen auch noch wichtige Informationen, wie man mit einem kranken oder verletzten Vogel umgeht und wo man in einem solchen Fall Hilfe erhält.

Zum Schluss gab es noch die Top-Ten-Hits der Vogelwelt: die Stimmen der häufigsten 10 Vogelarten. Es war erstaunlich, wie viele Kinder die Vogelstimmen richtig erkannten und zuordnen konnten. Der NABU freut sich über die naturverbundene Schule und auf eine weitere Zusammenarbeit. |||

Welcher Vogel frisst welches Futter?

Ein eigenes Futterhaus zum Beobachten

Am 16. Februar 2016 war der NABU Leipzig wieder zu Gast in der Theodor-Körner-Grundschule. Im Ferienprogramm konnte sich dabei unter Anleitung jedes Kind ein eigenes Futterhäuschen bauen. Daneben gab es viele Informationen zur heimischen Vogelwelt und ein Ratespiel. Die Kinder mussten verschiedene Futtermittel wie Insekten, Sonnenblumenkerne, Rosinen und Brot den Vogelarten zuordnen, die solches Futter fressen. Die meisten Kinder wussten richtig, dass Brot für alle Vögel ungeeignet ist. Auch die Insektenfresserschnäbel und Körnerfresserschnäbel konnten fast immer richtig zugeordnet werden.
Mit Hilfe der Futter- und Beobachtungstipps vom NABU können nun die jungen Naturforscher der AG "Raus aus dem Haus - Der Natur auf der Spur" die Wintergäste im eigenen Garten und auf dem Schulhof beobachten. |||

 

Fotos: Anna Alschner

Der Natur auf der Spur

NABU Leipzig startet Kooperation mit der Theodor-Körner-Grundschule

Nistkastenbau mit der Theodor-Körner-Grundschule. Fotos: Karsten Peterlein
Nistkastenbau mit der Theodor-Körner-Grundschule. Fotos: Karsten Peterlein

"Raus aus dem Haus - der Natur auf der Spur" heißt die AG der jungen Naturforscher in der Theodor-Körner-Grundschule, die der NABU Leipzig ab jetzt mit verschiedenen Aktionen rund um den Naturschutz in Leipzig-Paunsdorf begleitet. Beim ersten Termin am 5. Januar ging es um höhlenbewohnende Vögel und Fragen wie „Warum klopft der Specht eine Höhle in den Baumstamm, und wer wohnt noch in solchen Baumhöhlen?“

Zwölf Schülerinnen und Schüler haben gemeinsam mit Vogelexperten des NABU sechs Nistkästen gebaut, die als Ersatzwohnungen für höhlenbrütende Vögel gedacht sind. Die Nisthilfen werden beim nächsten Treff der Gruppe noch mit Öl gestrichen und dann nach dem trocknen rund um das Schulgelände aufgehängt.
Im Februar gibt es bereits die nächste Bauaktion – dann werden Futterhäuschen gezimmert. Futterstellen sind im Winter eine gute Gelegenheit, die heimischen Vögel zu beobachten und näher kennenzulernen. Für den Schulhof ist auch ein neues Insektenhotel geplant, um beispielsweise Wildbienen Unterschlupf zu bieten. Auch an der NABU-Aktion "Bunte Meter für den Stieglitz" wollen sich die jungen Naturforscher beteiligen. Einige Bereiche auf dem Schulgelände sollen bald für Schmetterlinge, Bienen oder Vögel blühen. Im April ist eine Exkursion zu den blau gefärbten Moorfröschen am Grünen Bogen geplant. Die Schülerinnen und Schüler sind darauf schon sehr gespannt.
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Nistkastenreinigung im Clarapark

Vor drei Jahren hat die AG Naturwissenschaftliche Experimente des Evangelischen Schulzentrums gemeinsam mit dem NABU Nistkästen gebaut und im Clara-Zetkin-Park aufgehängt. Jedes Jahr im Hebst werden sie gereinigt - am 27. Oktober war es wieder soweit. Dabei wird auch kontrolliert ob und von welcher Vogelart die Bruthilfen benutzt wurden. In diesem Jahr wurde dabei das bisher beste Brutergebnis festgestellt: In jedem Nistkasten war ein Nest. Die Kinder haben wieder viele interessante Einblicke in das Familienleben der heimischen Singevögel bekommen und mit Smartphone alles festgehalten. ||| 

Paddeltour mit den Jungen Auwald-Rangern

Die Auwaldstation Leipzig hat das Programm "Junge Auwald-Ranger" mit einer Paddeltour gestartet. Der NABU Leipzig ist neben anderen an dem Projekt als Partner beteiligt. Am Sonnabend war ein NABU-Biologe mit an Bord, ein weiterer NABU-Termin ist im Dezember geplant, wo es um den Lebensraum Auwald geht verbunden mit dem Bau von Nisthilfen. Wir wünschen den Jungen Auwald-Rangern viele tolle Erlebnisse in der Natur. Der erste gemeinsame Tag hat schon viel Spaß gemacht!

Weitere Informationen

Exkursion zur Auenökologie

NABU Leipzig zeigte BFDlern der Diakonie Mitteldeutschland die Natur vom Wasser aus

Foto: René Sievert
Foto: René Sievert

Auf der Suche nach Bänderschnecke und Co.

 „Erlebter Frühling“ der Naturschutzjugend im Schönauer Park

Jedes Jahr veranstaltet die NAJU einen Kinder- und Jugendwettbewerb, den "Erlebten Frühling" unter dem Motto "Raus aus dem Haus, rein in die Natur!". Auch in diesem Jahr hat sich die NAJU Leipzig daran wieder mit einer Frühlingsexkursion beteiligt, um den Frühlingsboten auf die Spur zu kommen. Das sind in diesem Jahr die Bänderschnecke, die Salweide, die Zwergfledermaus und der Vogel des Jahres, der Habicht. Am 26. April führte die der Frühlingsspaziergang durch den Schönauer Park. |||

Weitere Informationen

Fotos: Daniela Dunger

Vogelnestertag mit der Linnéschule

Die Naturpädagogin Anja Hümmer und Karsten Peterlein vom NABU-Regionalverband Leipzig waren im März 2014 in der Carl-von-Linné-Schule, um mit den Schülern einer 2. Klasse einen lehrreichen Tag rund um die Bauweise von Vogelnestern zu erleben. Die Kinder bekamen viele Informationen zur Lebensweise unserer Brutvögel und anhand einer kleinen Nesterausstellung viele Einblicke, welchen Zweck die verschiedenen Nester erfüllen. Die Kinder waren in ihrer Projektwoche mit dem Thema aber schon bestens informiert. Nach einem Spiel im Schulpark haben sich dann alle gemeinsam auf Nestersuche begeben. Dabei wurden Höhlen und Nester von Staren, Amseln und Sperlingen entdeckt. Für besondere Überraschung sorgte ein Stockentenpaar, dass sich gerade in der Fassadenbegrünung einen Nistplatz suchte.

Bei der Exkursion in den Arthur-Bretschneider-Park konnte man am Teich auch noch Nester von Wasservögeln suchen, die im Wasser oder am Ufer zu finden sind. So konnte man sehr gut ein Blässrallenpaar beim Nestbau beobachten. Auch ein Elsterpaar wurde gesichtet sowie ihr typisches rundes Nest mit Dach.

Am Ende sollten alle Kinder mit Hilfe eines zur Nestform gebogenen Drahts ein Nest basteln, welches für den Vogel ihrer Wahl geeignet sein sollte. Es wurde dann fertig ausgepolstert und im Park versteckt. Dabei arbeiteten die Kinder in zwei Gruppen in verschiedenen Teilen des Parks. Anschließend sollten sie die Nester der anderen Gruppe suchen. Es zeigte sich, wie spannend die Aufgabe ist, geeignetes Nistmaterial und einen geeigneten Brutplatz zu finden, der auch vor Feinden geschützt ist.

Zurück an der Schule bedankten sich die Naturschützer bei den Kindern für die rege Mitarbeit und die neugierige Teilnahme, und die Kinder bedankten sich mit einem Vogellied.

Fotos: Karsten Peterlein
Fotos: Karsten Peterlein

Schnäbel, Eisbären und Elefanten

Vogelkundlicher Ausflug mit der Kita „Unter dem Regenbogen“

In der Kita „Unter dem Regenbogen“ hatten sich die Kinder auf verschiedene Arten mit dem Thema Vögel beschäftigt. Doch dann wollten sie die Tiere auch einmal in ihrem Lebensraum beobachten und Interessantes über das Leben der Vögel erfahren. Dafür hatte die Kita den NABU um Unterstützung gebeten. Daraufhin waren am 11. Februar 2014 René Sievert und Sylvia Woche vom NABU Leipzig erst mit den Elefanten (4 bis 5 Jahre) und anschließend mit den „Eisbären“ (5 bis 6 Jahre) im Rosental. Dort gab es lustige Spiele rund um das Leben der Vögel und die Arbeit von Ornithologen, außerdem konnten die Kinder einige Vögel in dem Park beobachten.

René Sievert erklärte auch mit kleinen Experimenten, warum Vögel verschiedene Schnabelformen haben und welches Futter sie damit nutzen können. Etwas von dem mitgebrachten „Vogelfutter“, beispielsweise Früchte und Nüsse, schmeckte auch den kleinen Naturfreunden.

Fotos: Kita „Unter dem Regenbogen“

Unterwegs mit keinen Glühwürmchen

Waldtag mit den „Fireflies“ der Leipzig International School

Die „Fireflies“ (Glühwürmchen) sind eine Vorschulgruppe der Leipzig International School. Um den nahegelegenen Auwald näher kennen zu lernen, hat die Schule den Naturschutzbund um Unterstützung gebeten. Daraufhin waren am 8. Mai 2013 René Sievert, Elisabeth Faulhaber und Martin Lindner vom NABU Leipzig mit den Kindern im Clara-Zetkin-Park, um ihnen die Tier- und Pflanzenwelt zu zeigen.

Dabei wurden die unterschiedlichen „Etagen“ des Waldes mit ihren verschiedenen Bewohnern vorgestellt, die Kinder lernten verschiedene Blätter kennen und konnten die Borke unterschiedlicher Baumarten auf Papier malen. Mit Lupen und kleinen Schaufeln erkundeten die kleinen Forscher, wie aus den herabgefallenen Blättern einmal Humuserde wird und welche Organismen daran beteiligt sind.

Verschiedene duftende Pflanzen, Spinnen und eine Kamelhalsfliege sorgten für besonderes Aufsehen. Still lauschten die Kinder den Geräuschen des Waldes, insbesondere den Vogelstimmen.

Fotos: Leipzig International School

„Erlebter Frühling“ im Bretschneiderpark

Mit dem NABU Leipzig auf der Suche nach den „Frühlingsboten“

„Erlebter Frühling“: Mit Elisabeth Faulhaber und René Sievert vom NABU Leipzig auf der Suche nach Schabockskraut und Brennnesseln. Foto: Karsten Peterlein
„Erlebter Frühling“: Mit Elisabeth Faulhaber und René Sievert vom NABU Leipzig auf der Suche nach Schabockskraut und Brennnesseln. Foto: Karsten Peterlein

Wann kommt der Frühling, wer findet die ersten Tiere und Pflanzen, die im Frühjahr aktiv werden? Um diese Fragen dreht sich der Wettbewerb „Erlebter Frühling“, der jedes Jahr von der Naturschutzjungend NAJU organisiert wird. Die NAJU ist die Jugendorganisation des Naturschutzbundes NABU. In ganz Deutschland sind junge Naturfreunde aufgerufen, nach vier „Frühlingsboten“ zu suchen. In diesem Jahr geht es um Tagpfauenauge, Brennnessel, Grasfrosch und Bekassine, die auch Vogel des Jahres 2013 ist. Man kann rund um die Suche nach diesen Frühlingsboten lustige und lehrreiche Aktionen organisieren, zum Beispiel Bilder malen, Geschichten schreiben oder Videos drehen. Wer die Frühlingsboten findet, kann die Beobachtung im Internet der NAJU melden. Die kreativen Ergebnisse der Suche kann man dann an die Naturschutzjugend schicken und Preise für kleine Frühlingsforscher gewinnen.

Am „Erlebten Frühling“ können sich Kinder oder auch ganze Kindergartengruppen oder Schulklassen beteiligen. Unterstützung gibt gerne der NABU-Regionalverband Leipzig, der auch eigene Veranstaltungen zum „Erlebten Frühling“ organisiert. Am 20. April beispielsweise hatte der NABU zum Familiennachmittag in den Arthur-Bretschneider-Park eingeladen. Große und kleine Naturfreunde waren gemeinsam auf der Suche nach Grasfrosch, Brennnessel und Tagpfauenauge. Angesichts des kühlen, windigen Wetters ist es leider nicht gelungen ein Tagpfauenauge zu beobachten. Doch frische kleine Brennnesseln haben die jungen Naturforscher entdecken können. Außerdem haben die NABU-Experten weitere Pflanzen vorgestellt, wie Schabockskraut und Lerchensporn. Besonders interessant aber fanden die Kinder Feuerwanzen, die man an verschiedenen Baumstämmen entdecken konnte. Auch andere Insekten und Spinnen wurden mit Lupen genau betrachtet, und immer wieder konnte man verschiedene Singvögel hören: Zilpzalp, Amsel, Kleiber und Blau-meise waren darunter, außerdem konnte man auf dem Park-Teich Stockenten und Blässrallen beobachten.

Auch im Mai plant der NABU Leipzig wieder Veranstaltungen für Kinder und Familien; sie werden im Rahmen der „Stunde der Gartenvögel“ stattfinden.

Naturschutz - Lehrreich und mit Spaß

NABU-Regionalverband Leipzig kooperiert mit Umweltschulen

Die Natur erleben, verstehen und schützen lernen: In einigen Leipziger Schulen ist das ein Leitmotiv, und der NABU Leipzig unterstützt das im Rahmen partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den Bildungseinrichtungen.

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Foto: Kathy Lapp
Foto: Kathy Lapp

Umweltbildung in der Leipziger Stadt- und Auenlandschaft

Kinder und Jugendliche unterwegs mit dem NABU

Geometrieunterricht im Wald: Mithilfe eines gleichschenkligen, rechtwinkligen Dreiecks kann die Wuchshöhe von Bäumen bestimmt werden.  Foto: Claudia Tavares
Geometrieunterricht im Wald: Mithilfe eines gleichschenkligen, rechtwinkligen Dreiecks kann die Wuchshöhe von Bäumen bestimmt werden. Foto: Claudia Tavares

Den Menschen, insbesondere Kindern und Jugendlichen, die Natur und die Anliegen des Artenschutzes näher zu bringen, ist eins der wichtigsten Ziele des Naturschutzbundes. Der NABU Leipzig bietet Exkursionen für Jung und Alt an, bei denen auf unterhaltsame und altersgerechte Art Informationen vermittelt werden. Es geht dabei um die Tier- und Pflanzenwelt, um die Auwaldnatur oder Umweltschutz im Alltag.

Im Juni hatte das Leipzig-Kolleg für seine Schüler unter anderem in Zusammenarbeit mit dem NABU-Regionalverband Leipzig Projekttage zum Thema Landschafts- und Alltagsökologie organisiert. Veranstaltungen zu Nisthilfenbau, Naturkosmetik oder Tierhaltung standen auf dem Programm, aber auch ein Tag mit dem NABU Leipzig. Die Biologen Claudia Tavares und René Sievert informierten die Schüler über die Arbeit des Naturschutzbundes und führten eine Exkursion durch die nordwestliche Leipziger Auenlandschaft. Dabei wurden Tiere und Pflanzen am Wegesrand vorgestellt, es ging um die forst- und landwirtschaftliche Nutzung der Aue, um Fließ- und Stillgewässer und die Unterschiede von Weich- und Hartholzaue. 

Höhepunkt einer Schüler-Exkursion: die Entdeckung eines gut getarnten Laubfroschs. Foto: Claudia Tavares
Höhepunkt einer Schüler-Exkursion: die Entdeckung eines gut getarnten Laubfroschs. Foto: Claudia Tavares

Die jungen Erwachsenen hatten Gelegenheit, die Auwaldpflanze des Jahres – die Stiel-Eiche (Quercus robur) – kennenzulernen und dem Froschkonzert an den Papitzer Lachen zu lauschen. Besonders beeindruckend waren dabei die charakteristischen Rufe der Rotbauchunken (Bombina bombina). Die Schüler staunten über die zahlreichen Libellen, die man am Ufer der Weißen Elster beim aufmerksamen Beobachten entdecken konnte, und sie fanden einen Laubfrosch (Hyla arborea), obwohl er im Gebüsch am Wegesrand sehr gut getarnt war – zum Abschluss der Exkursion war das die Sensation des Tages für die jungen Leute.


Keine Angst vor Krabbelspinnen

Für Kinder ist ein Ausflug in den Wald immer spannend; es gibt viel zu entdecken und man kann kleine Abenteuer erleben. Wenn man den Waldausflug zusammen mit dem Naturschutzbund organisiert, dann kann man dabei auch jede Menge lernen – nämlich über die Tier- und Pflanzenwelt. Im Juli hat der NABU Leipzig für eine Kindergartengruppe einen Vormittag im Auwald organisiert. Die Kleinen im Alter von zwei bis sechs Jahren haben erfahren, dass es im Wald verschiedene Stockwerke gibt, in denen Kräuter, Sträucher oder Bäume wohnen, wie man verschiedene Baumarten an Früchten, Blättern oder Borke unterscheiden kann, dass man vor Spinnen keine Angst haben muss, dass manche Pflanzen intensiv riechen und wie Fledermäuse Insekten jagen.

Die Kleinen waren mit Begeisterung bei der Sache, haben im Waldboden nach winzigen Tieren gesucht, Schnecken, Vögel und Federn entdeckt und mit Buntstiften alles aufgezeichnet. Am Ende haben sich die Kinder mit einem Lied für den lehrreichen Vormittag im Wald bedankt.

Schulklassen oder Kindergartengruppen, die Lust auf einen ähnlichen Tag im Grünen haben, können sich gerne in der Geschäftstelle des NABU Leipzig melden.

Foto: René Sievert (Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes wurden die Gesichter unkenntlich gemacht.)

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Für Biotop- und Artenschutz

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