Willkommen beim NABU Leipzig!

Wir sind aktiv für Mensch und Natur in Leipzig und Umgebung

Foto: Karsten Peterlein

Vogel des Jahres 2017

Der Waldkauz ist Botschafter für den Schutz von Höhlenbäumen

Foto: Beatrice Jeschke

Tag des Mauerseglers

Stadtweite Vogelzählung und interessante Exkursionen

StadtNaturErleben

Veranstaltungswochenende mit Müllsammlung und Großdemo


Foto: NABU/Klemens Karkow
Foto: NABU/Klemens Karkow

Der Feuersalamander - Lurch des Jahres 2016

NABU-Vortragsabend im Naturkundemuseum am 7. Dezember, 19 bis 21 Uhr

Intensiv schwarz-gelb gemustert ist der Feuersalamander – eine Warnung an Fressfeinde, denn Feuersalamander sondern ein Hautgift ab, das für Feinde beim Verschlucken tödlich wirken kann. Zugleich schützt es die Lurche vor Infektionen.

Während er sich gegen seine Fressfeinde also recht erfolgreich wehren kann, bedroht der Mensch den Feuersalamander durch die Zerstörung seiner Lebensräume, aber auch ein neuerdings auftretender Hautpilz bedroht den Lurch des Jahres 2016, der wie alle Amphibien zu den gesetzlich besonders geschützten Arten gehört.
Um den Feuersalamander in den Fokus des Arten- und Naturschutzes zu rücken, hat die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) ihn zum Lurch des Jahres 2016 ernannt.

Die deutsche Bezeichnung der Art geht auf den Aberglauben zurück, dass dieser Lurch Feuer überleben und sein Hautsekret die Glut löschen würde. Die alten Römer hatten davor gewarnt, dass der Feuersalamander mit seinem Gift „ganze Völker vernichten“ könne, im Mittelalter glaubte man, „der bloße Hauch seines Atems“ könne Menschen töten. In Wahrheit ist sein Hautsekret nur für Fressfeinde gefährlich giftig. Foto: DGHT/Andreas Nöllert

 

Um den Feuersalamander näher vorzustellen, lädt der NABU-Regionalverband Leipzig zum Vortragsabend im Naturkundemuseum Leipzig (Lortzingstraße 3) ein: Am 7. Dezember 2016, 19 bis 21 Uhr wird Daniela Dick von der DGHT-Arbeitsgruppe Feldherpetologie und Artenschutz über den Lurch und seine Lebensweise informieren.

Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt kostenfrei. Alle Amphibien- und Naturfreunde sind herzlich dazu eingeladen!

Veranstaltungsplakat     Pressemitteilung

 

Vögel retten durch Katzenkastration

NABU Leipzig bittet um Spenden für den Tierschutz

Von Jahr zu Jahr werden es mehr Vögel, die schwer verletzt in der Wildvogelhilfe des NABU Leipzig abgegeben werden. Im Jahr 2016 wurden 175 Vögel gemeldet, die durch Katzen verletzt oder getötet wurden. Der NABU Leipzig klärt seit Jahren auf, welchen Einfluss freilebende Hauskatzen auf heimische Wildtiere haben. Dabei gibt es zwar häufig, aber nicht nur, unvernünftige Katzenhalter, die ihren Katzen vollkommen unbesorgt Freilauf gewähren. Freilaufende und verwilderte Katzen können sich unkontrolliert vermehren, wodurch die Probleme weiter wachsen. Es gibt aber engagierte tierliebe Menschen, die sich um die Kastration verwilderter Hauskatzen kümmern, so auch einen Leipziger Straßenkatzen-Verein. Dieses Engagement möchte der NABU Leipzig unterstützen. In


Zusammenarbeit mit dem Straßenkatzen-Verein will der NABU Tierarztkosten für Kastrationen übernehmen. Wenn sich die Katzen nicht mehr unkontrolliert vermehren können, ist das auch ein Beitrag für den Vogelschutz. Dafür bitten wir um Spenden.

 

Weitere Informationen

Begehrter Wohnraum an den Papitzer Lachen

Quartiere für Bilche und Fledermäuse wurden gut angenommen

An den Papitzer Lehmlachen hat der NABU Leipzig im vorigen Jahr sowie im Frühjahr 2016 Fledermauskästen und Bilchkästen angebaut. Wie Kontrollen jetzt ergeben haben, sind diese Sommerquartiere bereits in diesem Jahr von den Tieren angenommen worden. In den Bilchkästen hatten es sich Haselmaus und Siebenschläfer gemütlich gemacht und auch die Mehrzahl der Fledermauskästen ist benutzt worden, was Kotspuren belegen. In zwei Kästen wurden sogar noch im November Fledermäuse nachgewiesen.

 Das sind erfreuliche Information, die zeigen, dass sich die jahrelangen Bemühungen des NABU Leipzig für Biotopschutz und Artenschutzmaßnahmen an den Papitzer Lachen auch bei diesen Tiergruppen bezahlt machen.  

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Fledermäuse in einem Fledermauskasten und benutzte Bilchkästen an den Papitzer Lachen. Fotos: NABU Leipzig

Wohnungssuche für den Vogel des Jahres

NABU Leipzig will Waldkauz-Höhlen schützen


Fotos: Ludo Van den Bogaert

 

Als Vogel des Jahres 2017 ist der Waldkauz auch Botschafter für den Schutz alter, höhlenreicher Bäume, denn in Baumhöhlen findet der Kauz Unterschlupf- und Nistplätze. Leider werden Höhlenbäume oft entfernt. Gründe sind Maßnahmen zur Wegesicherung, Forstarbeiten oder Baumsanierungen. dadurch verringert sich das Höhlenangebot immer weiter, worunter nicht nur der Waldkauz leidet, denn auch viele andere Tierarten sind auf diese Unterschlupfmöglichkeiten angewiesen.

Um Bäume mit potenziellen oder tatsächlich besetzten Waldkauz-Höhlen zu schützen, setzt der NABU Leipzig die bereits 2014 gestartete Höhlenbaumkartierung fort. Den Auftakt zur neuen Kartiersaison bildete am 12. November 2016 eine Aktion im Abtnaundorfer Park. Nach diesem Auftakttreffen werden verschiedene Arbeitsgruppen in den kommenden Wochen und Monaten weitere Grünflächen nach Höhlenbäumen absuchen. Wer dabei helfen möchte, meldet sich per E-Mail oder telefonisch beim NABU Leipzig: 0341 6884477.

 

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Neues Wasser auf alten Wegen – Schon im Fluss?

Fachtagung Fluss- und Auenrenaturierung

Das Projekt „Lebendige Luppe" sieht eine Wiederbelebung ehemaliger Flussläufe im Auensystem der Städte Leipzig und Schkeuditz vor, die von einem umfangreichen wissenschaftlichen Monitoring und einer breiten Öffentlichkeits- und Umweltbildungsarbeit begleitet wird. Am 10. und 11. November 2016 hatten die Projektpartner zum Fachaustausch eingeladen. Unter dem Titel „Neues Wasser auf alten Wegen – Schon im Fluss?“ wurde eine Zwischenbilanz nach vierjähriger Projektlaufzeit präsentiert. Der aktuelle Arbeitsstand in den verschiedenen Projektbereichen wurde vorgestellt.

Die Fachtagung gab auch anderen Akteuren im Auenschutz Raum, über ihre Erfahrungen und Projekte zu berichten. Die Vortragsthemen reichten vom wissenschaftlichen Auenmonitoring bis zur praktischen Umsetzung von Renaturierungsprojekten auch außerhalb Leipzigs.

Der gut gefüllte Veranstaltungssaal spiegelte das Interesse am Projekt wieder. Das Publikum setzte sich aus Behördenvertretern, Wissenschaftlern und ehrenamtlichen Naturschützern sowie Vertretern des Projektes und interessierten Bürgern zusammen. Auch Mitstreiter des NABU Leipzig waren dabei

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Mehr Grün am Wegesrand

Erfolgreiche Pflanzaktion der NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz

Foto: Steffen Wagner
Foto: Steffen Wagner

2013 hatte die NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz erstmals zu einer Pflanzaktion eingeladen. An einem Feldweg wurden heimische Bäume und Sträucher gepflanzt, so dass hier ein artenreicher Gehölzstreifen entstehen kann, der die Landschaft bereichert. Seitdem versammelten sich jährlich im Herbst fleißige Helfer, um die Arbeit fortzusetzen. Am 5. November 2016 war es erneut soweit, und mit diesem Arbeitseinsatz wurde nun die vor Jahren begonnene Bepflanzung des Fedrains entlang des Gülleweges bis zum Hügel in Hohenheida abgeschlossen. Die Aktion ist ein wertvoller Beitrag für Natur und Landschaft, für Vögel und andere Tiere, die auf Feldgehölze angewiesen sind.

Der NABU bedankt sich bei allen Spendern und bei allen fleißigen Helfern aus Hohenheida und Portitz ganz herzlich!

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Herbstlaub einfach liegen lassen

Auf Laubbläser und Laubsauger sollte man verzichten!

Foto: Hans Braxmeier / Public Domain

Im Herbst erfreut uns die Natur mit bunten Blättern. Sie sind aber nicht nur schön anzusehen, das fallende Laub ist auch ein wichtiger Teil des natürlichen Nährstoffkreislaufs. Die Laubschicht ist Lebensraum, Winterquartier und Nährstoffspender für den Boden. Auf Beeten sowie unter Sträuchern und Hecken kann es ruhig liegenbleiben. Es besteht kein Grund, es aus Parkanlagen und Gärten restlos zu beseitigen. Dieser falsch verstandene Ordnungssinn ist für Tiere, die in der Laubschicht Nahrung oder Unterschlupf suchen verheerend. Besonders schädlich ist der Einsatz von Laubbläsern und Laubsaugern, die nicht nur das Laub restlos beseitigen, sondern auch alle Lebewesen darin. Hinzu kommt der für Mensch und Tier belastende Lärm, darüber hinaus stoßen die Verbrennungsmotoren der Geräte gesundheitsschädliche Abgase aus.

Der NABU bittet alle, auf Laubbläser und Laubsauger gänzlich zu verzichten! Auf Rasenflächen und Gehwegen kann man Besen und Rechen einsetzen und im Übrigen das Laub einfach liegen lassen.

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Mehr als 2.000 Unterstützer!

NABU Leipzig freut sich über Mitgliederzuwachs

Jedes Jahr im März und im Oktober kann der NABU seine aktuellen Mitgliederzahlen bekannt geben. Bundesweit hat der Naturschutzbund inzwischen rund 590.000 Unterstützer. 2.035 davon sind gegenwärtig Mitglied im NABU-Regionalverband Leipzig e.V. Damit hat der NABU Leipzig erstmals mehr als 2.000 Mitglieder! Der Vorstand freut sich außerordentlich über diese Anerkennung der geleisteten Arbeit und über die große Unterstützung, die mit der Mitgliedschaft verbunden ist.

Der NABU existiert nicht ohne seine Mitglieder. Sie sind die Naturschutzmacher, indem sie sich selbst für den Biotop- und Artenschutz oder in der Umweltbildung engagieren oder indem sie mit ihrem Mitgliedsbeitrag eine wichtige finanzielle Basis für die Naturschutzarbeit schaffen. Nicht zuletzt ist die große Zahl der Mitglieder auch ein politisches Signal, das zeigt, wie viele Menschen die Anliegen des NABU unterstützen.

Das jüngste Mitglied des NABU Leipzig ist 7 Monate, das älteste fast 95 Jahre alt. Der Durchschnitt liegt bei 46,8 Jahren. Auch die Naturschutzjugend Leipzig kann sich über weitere Unterstützung freuen, konnte seit März 133 neue Mitglieder gewinnen und zählt jetzt 280 NAJUs.

Der NABU Leipzig hofft auf weitere Mitstreiter und Unterstützer: Am besten gleich NABU-Mitglied werden oder neue Mitglieder werben, denn es gibt viel zu tun für Mensch und Natur in der Region Leipzig!

Der Waldkauz - Vogel des Jahres 2017

Botschafter für den Schutz von Höhlenbäumen

Der Waldkauz (Strix aluco) ist „Vogel des Jahres 2017“. Er wurde stellvertretend für alle Eulen gewählt. Der Naturschutzbund NABU und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) wollen damit für den Erhalt alter Bäume mit Höhlen im Wald oder in Parks werben und die Menschen für die Bedürfnisse höhlenbewohnender Tiere sensibilisieren.

Foto: Oliver Richter
Foto: Oliver Richter

Der NABU-Regionalverband Leipzig wird 2017 verschiedene Informations- und Mitmachaktionen zum Vogel des Jahres anbieten. So sind eine abendliche Führung in den Lebensraum des Kauzes geplant sowie verschiedene Veranstaltungen zum Thema "Natur nach Sonnenuntergang". Bereits am Mittwoch, 2. November 2016, 19 bis 21 Uhr, wird der Vogel des Jahres beim NABU-Vortragsabend im Naturkundemuseum (Lortzingstraße 3) ausführlich vorgestellt. Auch der "Vorgänger" wird dann noch einmal Thema sein: der Stieglitz, Vogel des Jahres 2016. Der NABU Leipzig wird über das Projekt „Bunte Meter für den Stieglitz“ informieren, das im Vorjahr für den Vogel des Jahres gestartet wurde. Für den Waldkauz wird der NABU Leipzig die bereits 2014 gestartete Höhlenbaumkartierung fortsetzen. Helfer sind dabei herzlich willkommen!

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Wiesenmahd an den Papitzer Lachen

Pflege einer ökologisch wertvollen Feuchtwiese

Fotos: René Sievert

 

Seit vielen Jahren kümmert sich der NABU Leipzig aktiv auf vielfältige Weise um den Erhalt der Papitzer Lachen, die ein ökologisch besonders wertvoller Teil der Leipziger Auenlandschaft sind. Dazu gehört auch die Pflege einer Feuchtwiese, die vom NABU jedes Jahr gemäht wird. Am 15. und 16. Oktober fand der diesjährige Arbeitseinsatz statt. Sieben Naturfreunde waren am Sonnabend im Einsatz, elf am Sonntag. Mit diesen fleißigen Arbeitern und dank guter Wetterbedingungen ist es gelungen, die Fläche an zwei Tagen zu mähen. Bisher waren dafür immer drei oder vier Tage nötig. Der NABU bedankt sich bei allen Helfern und würde sich freuen, wenn sich auch 2017 wieder tatkräftige Naturfreunde an der Feuchtwiesenmahd beteiligen.

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Aktionstage auf der Streuobstwiese

Wiesenmahd, Sensenkurs und Obstsortenbestimmung

Die NABU-Streuobstwiese in Knauthain wird im Rahmen des NABU-Tagfalterprojekts "Puppenstuben gesucht" gepflegt. Dazu gehört eine insektenfreundliche Mahd, wozu sich Sensen hervorragend eignen. Der NABU Leipzig hatte am 8. Oktober zum gemeinsamen Arbeitseinsatz auf der Wiese eingeladen. Dabei wurde nicht nur gemäht, man konnte auch vom Experten den Umgang mit Sensen erlernen. Eine Woche zuvor wurde bereits bei einer gemeinsamen Obstsortenbestimmung geklärt, welche Bäume eigentlich auf der Wiese wachsen.

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Foto: René Sievert
Foto: René Sievert
Foto: Beate Kahl
Foto: Beate Kahl

Apfelernte im Partheland

Am 14. Oktober 2016 hat die NAJU-Kindergruppe „Parthefrösche“ bei der Apfelernte der NABU-Regionalgruppe Partheland geholfen. Fünf große Säcke konnten gefüllt werden und fanden auf einem Anhänger Platz. Die Äpfel wurden am nächsten Tag zu einer mobilen Presse geschafft und zu Saft gepresst.

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Nistkastenkontrollen im Winterhalbjahr

Der Arbeitskreis Vogelschutz lädt zum Mitmachen ein

Seit 2008 betreut der NABU Leipzig mehr als 600 Nistkästen auf Friedhöfen, in Parkanlagen und im Auwald. Jedes Jahr im Winter werden alle Nisthilfen kontrolliert, gesäubert und bei Bedarf repariert. Anhand von Spuren und Nestern kann man feststellen, welche Vögel die Bruthilfen angenommen haben. Dabei entdeckt man auch immer wieder Überraschungen in den Nistkästen. Für Gäste gibt es viele Informationen über Nistkästen und heimische Vögel. Neugierige und aktive Helfer sind herzlich eingeladen.

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Amselsterben

Usutu-Virus hat offenbar Region Leipzig erreicht

Helfen Sie bei der Untersuchung der Todesfälle!

Foto: T. Jensen, Public Domain

Gegenwärtig werden immer wieder tote Amseln aufgefunden. Der NABU möchte zusammen mit Veterinärmedizinern dazu beitragen, die Todesursachen aufzuklären und bittet deshalb alle Naturfreunde um Unterstützung: Bitte melden Sie den Fund toter Vögel mit Datum, den genauen Umständen, Beobachtungen und dem genauen Fundort.

Ziel ist es, einen Überblick über das Sterbegeschehen zu bekommen. Wenn es der Zustand des toten Vogels zulässt, kann er einem Labor übergeben werden, das die Todesursache und mögliche Krankheiten untersuchen kann.

Die bisherigen Untersuchungen haben ergeben, dass für viele der Todesfälle das berüchtigte Usutu-Virus verantwortlich ist. Es hatte vor einigen Jahren in Teilen Deutschlands zu einem regelrechten Amselsterben geführt. Es befällt aber auch andere Vogelarten und kann zu ihrem Tod führen. Übertragen wird das Virus durch infizierte Stechmücken.

In diesem Jahr gibt es offenbar Usutu-Fälle auch in Regionen, die bisher nicht betroffen waren, wie beispielsweise Leipzig, Halle oder Berlin.  

Kontakt zum NABU Leipzig     Tote Amsel melden

Zwischenergebnis der Meldeaktion     Weitere Informationen

Großdemo und StadtNaturErleben

Vielfältiges Veranstaltungswochenende vom 16. bis zum 18. September

Deutschlandweit demonstrierten bei sieben Kundgebungen rund 320.000 Menschen gegen CETA und TTIP, in Leipzig waren es etwa 15.000.
Deutschlandweit demonstrierten bei sieben Kundgebungen rund 320.000 Menschen gegen CETA und TTIP, in Leipzig waren es etwa 15.000.

Der NABU-Regionalverband Leipzig möchte den Menschen die Natur ihrer Stadt näherbringen und lädt deshalb jedes Jahr zum Veranstaltungswochenende „StadtNaturErleben“ ein. 2016 ging es vom 16. bis zum 18. September um die "Schutzgebiete in der Stadt". Es gab einen Vortrag, der die verschiedenen Arten von Schutzgebieten vorstellte, außerdem konnte man einige dieser wertvollen Lebensräume bei einer Fahrradexkursion ansteuern. Um der Natur ganz praktisch zu helfen, hatte der NABU Leipzig zum Internationalen Küstenreinigungstag am 17. September eine Müllsammelaktion am Elsterbecken organisiert.

Am Aktionswochenende fand zudem in Leipzig eine der großen dezentralen Demonstrationen gegen die Freihandelsabkommen CETA und TTIP statt.

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Giftzwerge auf dem Teller

Vortragsabend über heimische Giftpilze und ihre Wirkung

Der Fliegenpilz ist vermutlich der bekannteste Giftpilz. Andere sind wesentlich schwerer von essbaren zu unterscheiden und werden leider oft verwechselt. Foto: NABU/Lutz Wolfram
Der Fliegenpilz ist vermutlich der bekannteste Giftpilz. Andere sind wesentlich schwerer von essbaren zu unterscheiden und werden leider oft verwechselt. Foto: NABU/Lutz Wolfram

"Habe ich Ihnen jetzt die Lust am Pilzesammeln verdorben?", fragte die Pilzsachverständige Heike Bunk am Ende ihres Vortrags im Naturkundemuseum. Das sicherlich nicht, aber man kommt schon ins Grübeln, wenn von Nierenversagen, Lebertransplantation, Muskelzersetzung, Kreislaufkollaps, Orientierungslosigkeit oder gar Todesfällen die Rede ist.

Beim NABU-Vortragsabend am 7. September 2016 informierte Heike Bunk über heimische Giftpilze sowie über ihre Inhaltsstoffe und deren Wirkung. Dabei wurde einmal mehr deutlich, dass man nur solche Pilze essen sollte, die man auch wirklich sicher als Speisepilz identifizieren kann. Darüber hinaus sollte man sich lieber an die Pilzberatungsstelle wenden, sonst kann ein kulinarisches Experiment in der Intensivstation enden.

Besprochen wurden auch Pilzarten, die lange Zeit als essbar galten, aufgrund neuer Erkenntnisse nun aber als giftig eingestuft werden. Bei weiteren Arten gab es Hinweise zur richtigen Zubereitung, denn auch sie kann darüber entscheiden, ob eine Pilzmahlzeit bekömmlich ist, oder ob der Verzehr unangenehme Folgen hat.

Vorgestellt wurden auch einige beliebte Speisepilze, die aber giftige "Doppelgänger" haben. Heike Bunk hatte in den meisten Fällen praktische Tipps parat, wie man diese ähnlichen Arten voneinander unterscheiden kann.

Das Publikum zeigte sich sehr sachkundig und hatte viele Fragen aus der eigenen Erfahrung als Pilzsammler. Der NABU Leipzig bedankt sich bei Heike Bunk und allen Gästen für den informativen Abend rund um Knollenblätterpilz, Pantherpilz, Fliegenpilz und Co.  

Die 2. Leipziger Fahrrad-Auwald-Rallye

Teilnehmer konnten das Ökosystem und seine Leistungen kennen lernen

Mit dem Fahrrad auf Bildungstour im Leipziger Auwald. Foto: René Sievert
Mit dem Fahrrad auf Bildungstour im Leipziger Auwald. Foto: René Sievert

Bei dieser Fahrrad-Schnitzeljagd am 3. September 2016 hatten verschiedene Leipziger Träger von Umweltbildungsveranstaltungen Informationen, Mitmachaktionen, Quiz- und Rätselaufgaben rund um das Thema Auwald vorbereitet. Vom Startpunkt aus führte eine etwa 7 Kilometer lange Strecke zu verschiedenen Stationen. Jeder Stand thematisierte eine Funktion der Auenlandschaft, und die Teilnehmer mussten dazu eine Aufgabe lösen, um den Hinweis auf die nächste Station zu bekommen. Am Stand des NABU Leipzig ging es um das Thema "Biodiversität". Auf Magnettafeln konnten die Quizfreunde die Namen von Vögeln und nutzbaren Pflanzen zuordnen. Im zweiten Teil ging es um die ökologischen Nischen und die Frage, warum an verschiedenen Standorten unterschiedliche Pflanzen wachsen, die auch ganz unterschiedlich aussehen. Viele fahrrad- und naturbegeisterte Leipziger haben bei der Auwald-Rallye mitgemacht, darunter auch viele Familien mit Kindern.

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Tipps zum Artenschutz beim Gebäudeneubau

Neue Broschüre des NABU Leipzig basierend auf einer Bachelorarbeit an der HTWK

Gebäudebewohnende Vogel- und Fledermausarten sind Kulturfolger. Das heißt, ihre natürlichen Lebensräume sind heutzutage weitgehend verschwunden, sie sind auf den Menschen angewiesen, nisten und schlafen in Nischen, Hohlräumen und Spalten von Gebäuden. Allerdings werden Altbauten saniert oder abgerissen, sodass diese Unterschlupfmöglichkeiten verschwinden. In vielen Fällen könnte man den Tieren bei Sanierungsarbeiten oder beim Gebäudeneubau mit einfachen Mitteln helfen, meist aber denkt man nicht an diese Mitbewohner, obwohl sie von europäischen und bundesdeutschen Artenschutzvorschriften geschützt sind.

Wie man mit geringem Aufwand Vogelnistplätze und Fledermausquartiere in Gebäudeneubauten integrieren kann, zeigt jetzt die kleine Broschüre „Konstruktive Lösungsansätze für den Schutz gebäudebewohnender Vogel- und Fledermausarten im Gebäudeneubau“. Sie wurde vom NABU Leipzig zusammengestellt und gestaltet, und sie basiert auf der Bachelorarbeit von Jule Hinkel, die im September 2014 an der HTWK Leipzig eingereicht wurde.

Der NABU möchte damit Gebäudeplaner und Bauherren auf die Problematik aufmerksam machen und einfache konstruktive Lösungsansätze aufzeigen und steht als Ansprechpartner für Fragen zum baulichen Artenschutz gerne zur Verfügung.

Zur Integration in Ausführungsplanungen können die in der Broschüre dargestellten Konstruktionszeichnungen im .dwg-Format von der Internetseite www.NABU-Leipzig.de/Gebaeudeneubau kostenfrei heruntergeladen werden.

 

Pressemitteilung     Weitere Informationen

Zukunft des Wilhelm-Leuschner-Platzes

Positionspapier von BUND und NABU für den Erhalt des innerstädtischen Lebensraums

Der Wilhelm-Leuschner-Platz ist als Freifläche interessant für die Stadtentwicklung und Bebauung. Man darf aber nicht vergessen, dass er mit seinen Bäumen und Hecken auch ein wertvoller innerstädtischer Lebensraum ist, beispielsweise für geschützte Vogelarten. Die Tiere finden hier nicht nur Nistplätze, sondern auch Nahrung. Vergleichbare Flächen, die als Ersatz dienen könnten, sind in der Nachbarschaft nicht vorhanden, vielmehr sind in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche andere innerstädtische Vogellebensräume durch Bebauung oder zu intensive Gehölzpflege verloren gegangen. Um einen Ausgleich zwischen den Interessen des Artenschutzes und der Stadtentwicklung herbei zu führen, haben sich BUND Regionalgruppe Leipzig und NABU-Regionalverband Leipzig mit einem gemeinsamen Positionspapier an die Stadtverwaltung gewandt. Darin werden Informationen zum gegenwärtigen Zustand zur Verfügung gestellt, beispielsweise zu den vorhandenen Brutvögeln und Hecken. Außerdem werden Vorschläge skizziert, wie ein Erhalt der wertvollen Lebensräume möglich sein könnte. BUND und NABU hoffen, dass mit der Stadtverwaltung ein konstruktiver Dialog zu diesen Fragen zustande kommt.

Positionspapier     Weiterlesen

Wohnungsnot durch Bauboom 

Bei Gebäudesanierungen werden Nistplätze zerstört

NABU fordert Einhaltung der Artenschutzgesetze

In Leipzig wird gebaut und saniert – die Menschen in der Stadt brauchen bezahlbaren Wohnraum. Leider denken dabei viele nicht an die tierischen Mitbewohner, die in unseren Gebäuden ebenfalls zuhause sind: Mauersegler, Turmfalken, Haussperlinge, Fledermäuse und viele andere.

Obwohl es gesetzlich verboten ist, werden in vielen Fällen ihre Nistplätze absichtlich beseitigt, oder es wird nach Baumaßnahmen kein Ersatz für die tierischen Nachbarn angeboten. Der NABU bemüht sich darum, Nistplätze zu ermitteln und bei Störungen rechtzeitig die zuständige Behörde zu informieren. Dabei ist der NABU auch auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen.

Um auf das Problem aufmerksam zu machen, hat der NABU-Regionalverband Leipzig ein Informationspapier veröffentlicht.

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Informationspapier     Pressemitteilung

 

Baugerüste versperren Elternvögeln den Weg zum Nistplatz, die Jungen werden hinter Dämmplatten eingemauert – trauriger Alltag auf Leipziger Baustellen. Foto NABU Leipzig
Baugerüste versperren Elternvögeln den Weg zum Nistplatz, die Jungen werden hinter Dämmplatten eingemauert – trauriger Alltag auf Leipziger Baustellen. Foto NABU Leipzig

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von Beatrice Jeschke
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Für Biotop- und Artenschutz

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Lustige Stofftiere, waschbar bis 40°C. Die Einnahmen werden für den Arbeitskreis Vogelschutz verwendet. Jedes Kuscheltier ist ein handgefertigtes Unikat aus Stoffresten und für 3 Euro erhältlich im NABU-Naturschutzbüro.

Neue Ernte 2016:

0,7 l  Bio-zertifizierter Apfelsaft von Streuobstwiesen • Direktsaft ohne Zuckerzusatz • 100 % Fruchtgehalt • 1,10 € + 0,25 € Pfand

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