Willkommen beim NABU Leipzig!

Wir sind aktiv für Mensch und Natur in Leipzig und Umgebung

Foto: Karsten Peterlein

Vogel des Jahres 2017

Der Waldkauz ist Botschafter für den Schutz von Höhlenbäumen

Foto: Uwe Schroeder

Stunde der Gartenvögel

Vogelzählung zum Mitmachen vom 12. bis 14. Mai 2017

Public Domain

Leipzig schrumpft

Dramatischer Lebensraumverlust in der Stadt


Raus aus dem Haus – rein in den Frühling

Natur erleben mit dem NABU Leipzig

Am kommenden Wochenende bietet der NABU verschiedene Veranstaltungen in der Leipziger Frühlingsnatur an. Dazu gehört ein Ausflug ins Biotop Schladitz, zu dem die NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz am Sonnabend, 22. April 2017, einlädt. Diese frühere Klärschlammdeponie hat sich zu einem weitläufigen Feuchtbiotop mit Teichen und einer vielfältigen Pflanzen- und Tierwelt entwickelt, die man bei der Exkursion kennenlernen kann.

Treffpunkt ist um 10 Uhr der Parkplatz am Biotop (Delitzscher Landstraße, Gemeinde Rackwitz, OT Podelwitz).

Der Apfelbaum, ein Frühlingsbote. Abbildung: NAJU/Ulrike Suckow
Der Apfelbaum, ein Frühlingsbote. Abbildung: NAJU/Ulrike Suckow

Der NABU Leipzig beteiligt sich auch wieder an der bundesweiten Aktion der Naturschutzjugend NAJU, die jedes Jahr Kinder einlädt, die „Frühlingsboten“ zu suchen. In diesem Jahr sind das die Bänderschnecke, die Salweide und der Igel sowie der Waldkauz, der vom NABU zum Vogel des Jahres 2017 gewählt wurde. Die Frühlingsboten des Jahres 2017 sind aber nicht die einzigen Lebewesen, die man in der Frühlingsnatur entdecken kann. Dazu gehören auch weitere Tiere und Pflanzen, die vom Beginn der warmen Jahreszeit künden. Blühende Obstbäume zum Beispiel oder Frösche und Kröten, die gerade mit ihrem Laich in Gewässern für Nachwuchs sorgen, oder Singvögel, die ihre Nester bauen und uns mit ihrem Reviergesang erfreuen.

Der NABU Leipzig lädt Familien mit Kindern – und auch alle anderen Naturfreunde – zum Erlebten Frühling auf der NABU-Streuobstwiese Knauthain ein. Diese Fläche wird im Rahmen eines sachsenweiten Schmetterlingsprojekts insektenfreundlich gepflegt und verspricht einige spannende Naturbeobachtungen. Treffpunkt ist am Sonntag, 23. April 2017, 10 Uhr, die NABU-Streuobstwiese Knauthain, Ritter-Pflugk-Straße 26.

Nach dem Sehen kommt dann noch das Säen: Im Anschluss an die Exkursion werden Sämereien für weitere schmetterlings- und vogelfreundliche Pflanzen auf einer kleinen Teilfläche ausgebracht. Dabei können die Exkursionsteilnehmer mitmachen und in den kommenden Monaten dann die weitere Entwicklung „ihrer“ Blühpflanzen beobachten.

Eine dritte Veranstaltung bietet der NABU Sachsen im Rahmen des Projekts „Lebendige Luppe“ an: eine Exkursion zu den Papitzer Lachen. Dieses Gebiet ist ein besonderer Teil der heimischen Aue. Die Exkursion führt durch Flora, Fauna und Geschichte und zeigt die schützenswerten Besonderheiten. Informationen zur Anmeldung findet man im Internet: www.Lebendige-Luppe.de.

Samstag, 22. April 2017, 10 Uhr

Exkursion ins Biotop Schladitz

Von der Klärschlammdeponie zum geschützten Lebensraum

Treffpunkt: Parkplatz am Biotop, Delitzscher Landstraße, Gemeinde Rackwitz, OT Podelwitz.

 

Samstag, 22. April 2017, 14 – 17.30 Uhr

Exkursion zu den Papitzer Lachen

Anmeldung ist erforderlich:

Telefon 0341 86967550 oder E-Mail info@Lebendige-Luppe.de

Der Treffpunkt wird bei Anmeldung bekannt gegeben.

Sonntag, 23. April 2017, 10 – 12 Uhr

„Erlebter Frühling“ auf der Streuobstwiese

Mit dem NABU Leipzig auf der Suche nach den Frühlingsboten – eine Familienexkursion im Rahmen der bundesweiten NAJU-Aktion für kleine Naturforscher. Außerdem werden neue Sämereien für mehr Vielfalt auf dem Gelände ausgesät.

Treffpunkt: NABU-Streuobstwiese Knauthain, Ritter-Pflugk-Straße 26.

 

 

 

 

Pressemitteilung


Osterküken im Stress

Junge Waldkäuze bitte nicht nach Hause mitnehmen!

Unternehmungslustige Waldkauz-Ästlinge. Fotos: NABU Leipzig

 

Ästlinge sind Jungvögel die gerade das Nest verlassen haben, noch nicht richtig fliegen können und außerhalb des Nestes noch einige Zeit von ihren Eltern versorgt werden. Häufig denken hilfsbereite Menschen, dass diese Tiere verwaist sind, nur weil sie am Boden oder in Sträuchern sitzen. Oft werden sie dann aus falsch verstandener Tierliebe ihren Eltern weggenommen. Bitte nehmen Sie Jungvögel nicht mit nach Hause! Beobachten Sie die Situation mit großem Abstand, meist kümmern sich die Vogeleltern um die Jungtiere. Im Zweifelsfall benachrichtigen Sie bitte die Wildvogelhilfe Leipzig: 01577 3252706! Der NABU berät Sie gerne und kümmert sich um das Tier, wenn es wirklich nötig ist. Hilfreich beim Fund eines Wildvogels ist auch eine Infografik, die der NABU Leipzig gestaltet hat.

Am Osterwochenende wurden gleich vier junge Waldkäuze von Spaziergängern mit nach Hause genommen. Gut, dass sich die Finder in allen Fällen schnell bei der Wildvogelhilfe des NABU Leipzig gemeldet haben, so dass eine Rückführung in die Natur immer zeitnah möglich war.

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Frühblüherexkursion auf der NABU-Streuobstwiese

Foto: Beate Kahl
Foto: Beate Kahl

Überall sind die Frühblüher zu sehen und künden vom Beginn der warmen Jahreszeit. Oft sind sie auffällige Farbtupfer, an anderen Stellen muss man genauer hinsehen, um die Frühblüher zu entdecken. So ist das auch auf der NABU-Streuobstwiese Knauthain, die im Rahmen des sachsenweiten Tagfalterprojekts „Puppenstuben gesucht“ insektenfreundlich gepflegt wird. Der NABU Leipzig hatte am 1. April 2017 zur Frühblüherexkursion eingeladen.

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Buntes Grün

NABU Leipzig startet Projekt für Lebensräume in der Stadt


Während Leipzig wächst, schrumpft der Lebensraum in der Stadt für Tiere und Pflanzen. Die Stadtnatur wird dem Bauboom geopfert – das hat auch negative Folgen für das Stadtklima und das Wohlbefinden der Menschen. Deshalb appelliert der NABU Leipzig an Garten- und Grundstücksbesitzer, Inhaber von Firmengeländen oder von Wohnanlagen, an Stadtplaner, Bauherren und Architekten, auch an die tierischen Nachbarn und an die Stadtnatur zu denken. Gehölze oder Brachflächen sollten so weit wie möglich erhalten bleiben, bei Neubauprojekten sollte man auch die Schaffung neuer Biotope einplanen. Eine naturverträgliche Pflege von Grünanlagen sollte nicht nur verkündet, sondern tatsächlich praktiziert werden. Zum Ausgleich für verlorenes Grün, können an geeigneten Stellen Blühflächen und neue Gehölzgruppen angelegt werden. Der NABU bietet dabei seine Beratung und Mitarbeit an.

Um für mehr Grün und für den Schutz der Lebensräume in der Stadt zu werben und aktiv dabei mitzuhelfen, hat der NABU Leipzig das Projekt „Buntes Grün“ gestartet. Machen Sie mit: Schaffen Sie Lebensräume in der Stadt und informieren Sie den NABU, wenn Stadtgrün verloren geht!

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Wissen für Fledermausschützer

Auftaktseminar im Projekt BatCity Leipzig

Foto: Karsten Peterlein
Foto: Karsten Peterlein

Fledermäuse sind faszinierende Tiere, die jedoch durch Lebensraumverlust, Klimawandel, Nahrungs- und Quartier­mangel bedroht sind. Hinzu kommen Gefahren durch Straßenverkehr oder Windkraftanlagen. Der NABU möchte die Lage für die Fledermäuse verbessern, über ihre Probleme informieren und sich aktiv für ihre Bedürfnisse einsetzen. Dazu wurde das Projekt „BatCities“ gestartet. Ziel ist es, ehrenamtliche Fledermausschützer auszubilden und dann gemeinsam etwas für den Artenschutz in der Stadt zu tun.
Mit Ausbildungseinheiten in Theorie und Praxis werden die Teilnehmer für ihre Aufgaben im aktiven Fledermausschutz vorbereitet. Rechtliche Grundlagen, Tipps zum praktischen Artenschutz, der Umgang mit Pflegetieren, Biologie und Arten­kenntnisse sowie Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit stehen zum Beispiel auf dem „Lehrplan“.
An diesem Projekt beteiligen sich zunächst die BatCities Berlin, Hamburg und Leipzig, wo man am 1. April zum ersten Fledermausseminartag zusammenkam. Veranstaltungsort war die Landesgeschäfts­stelle des NABU Sachsen.

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Doppelköpfiger Mäusebussard

Ein lebender Wappenvogel?

Foto: Steffen Ettrich
Foto: Steffen Ettrich

Auf verschiedenen Wappen ist ein doppelköpfiger Adler abgebildet, zum Beispiel auf dem Staatswappen Russlands, er war aber auch auf dem Wappen des Heiligen Römischen Reiches zu sehen und fand schon vor mehr als 4000 Jahren im Byzantinischen Reich Verwendung. Man geht davon aus, dass es sich bei dem „Doppeladler“ um ein Symbol handelt, das noch mehr bedeutet als ein „einfacher“ Adler. Oder kann man doppelköpfige Greifvögel tatsächlich beobachten? Nördlich von Leipzig wurde am 1. April ein doppelköpfiger Mäusebussard fotografiert. Er könnte ein Beleg dafür sein, dass der „Doppeladler“ ein Vorbild in der Natur gehabt haben könnte.

Bei dem doppelköpfigen Mäusebussard könnte es sich nach Ansicht des NABU aber auch um eine besondere Anpassung an eine veränderte Umwelt handeln. Da die intensiv genutzte Agrarlandschaft ihre Artenvielfalt mehr und mehr verliert, bekommen viele Tierarten Probleme, Lebensräume und Nahrung zu finden. Vielleicht kann der doppelköpfige Mäusebussard einfach wesentlich erfolgreicher jagen und so die Verluste im Nahrungsspektrum ausgleichen.

NABU lehnt Motorbootpläne im Floßgraben ab

Die Stadtverwaltung plant offenbar, im Floßgraben wieder Motorboote fahren zu lassen. Der NABU Leipzig lehnt diese Pläne ab. Ruhe und klares Wasser im Floßgraben will nicht nur der Eisvogel. Motorboote würden das Gewässer trüben und damit unter anderem den Jagderfolg der Eisvögel verringern. Der Floßgraben ist für Motorboote ungeeignet.
Zudem darf der gegenwärtig gute Bruterfolg der Eisvögel nicht als Rechtfertigung dafür dienen, seinen Schutz zu verringern und zusätzliche Störungen herbeizuführen. Vielmehr sind weitere Schutzbemühungen notwendig, um den erfolgreichen Eisvogelschutz weiter zu garantieren oder sogar noch zu auszuweiten. Dieses Ziel sollte man im Europäischen Vogelschutzgebiet Leipziger Auwald anstreben; eine Förderung des Motorbootverkehrs dient hingegen nicht den Schutzzielen und auch nicht den Interessen einer naturverträglichen Auwaldnutzung.  

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Die Bunte Mischung

Jetzt aussäen und Lebensraum schaffen!

Der NABU setzt sich für eine naturnahe Pflege von Kleingärten, Parkanlagen und Grünflächen ein. Davon können viele Vogelarten, aber auch Insekten oder Igel profitieren. Garten- und Grundstücks­besitzer, Inhaber von Firmengeländen oder von Wohnanlagen sind aufgerufen, Blumenwiesen anzulegen und zu erhalten, auf denen diese Tiere Nahrung finden können. Dafür sind kleine oder größere Flächen geeignet, aber auch ein Pflanzkübel mit bunten Blüten und nahrhaften Sämereien auf der Terrasse können eine wertvolle Nahrungsquelle sein. Um neue vogel- und insektenfreundliche Flächen entstehen zu lassen, verteilt der NABU Leipzig auch in diesem Jahr wieder kleine Samentütchen mit den passenden Pflanzenarten. Der Inhalt reicht für etwa einen bunten Quadratmeter Lebensraum in der Stadt.  

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Veränderungen in der Leipziger Schmetterlingswelt

NABU-Vortragsabend im Naturkundemuseum

Foto: NABU/Marco Frank
Foto: NABU/Marco Frank

Schmetterlinge gelten als die Edelsteine der Luft, ihr Anblick erfreut viele Naturfreunde, doch der Mensch behandelt die Schmetterlinge nicht entsprechend. Den Insekten gehen immer mehr Lebensräume verloren. Klimawandel, Pestizide, Landschaftszerstörung sorgen dafür, dass viele Arten bedroht sind. Und für die Schmetterlinge sind die Probleme oft doppelt groß, denn die erwachsenen Falter und ihre Larven haben unterschiedliche Ansprüche an die Lebensräume.

Schmetterlingsexperte Ronald Schiller beim NABU-Vortragsabend im Naturkundemuseum. Foto: Ludo Van den Bogaert
Schmetterlingsexperte Ronald Schiller beim NABU-Vortragsabend im Naturkundemuseum. Foto: Ludo Van den Bogaert

Wenn man in die Vergangenheit blickt, stellt man fest, dass die Schmetterlingsfauna auch in Leipzig früher anders aussah als heute. Nicht für alle Arten sind die Veränderungen negativ, einige profitieren sogar davon. Am 1. März 2017 standen die Schmetterlinge im Mittelpunkt eines NABU-Vortragsabends im Naturkundemuseum. Der Leipziger Schmetterlingsexperte Ronald Schiller gab einen Einblick in „Die Leipziger Schmetterlingswelt und die Veränderungen in den letzten 200 Jahren“. zahlreiche Schmetterlings- und Naturfreunde waren zu dem Veranstaltungsabend gekommen und diskutierten auch über das Für und Wider von Naturschutzmaßnahmen, die nicht immer auch für die Schmetterlinge von Vorteil sind.

Veranstaltungsplakat     Pressemitteilung

Tödliche Klebepaste

Bitte melden Sie Einsatzorte und verklebte Vögel!

Mit großer Sorge beobachten Vogelschützer bundesweit den Einsatz einer sogenannten "Vogelabwehrpaste". Dieser silikonartige Kleber wird auf Geländern, Fensterbrettern oder Dächern aufgebracht, um Vögel zu vertreiben. Von den Herstellern wird das Mittel als harmlos angepriesen, doch das ist es nicht. Es hat für die Vögel tödliche Folgen. Der NABU Leipzig fordert deshalb alle auf, dieses Mittel keinesfalls einzusetzen! Die Verwendung ist nach Auffassung des NABU gesetzeswidrig.

Wer Stellen kennt, an denen die gefährliche Klebepaste bereits verwendet wurde oder wer Vögel mit verklebtem Gefieder beobachtet, informiert bitte die Wildvogelhilfe des NABU Leipzig telefonisch unter 01577 32 52 706 oder per E-Mail.

An diesem Wohnhaus im Leipziger Zentrum wurde die gefährliche Klebepaste aufgetragen.
An diesem Wohnhaus im Leipziger Zentrum wurde die gefährliche Klebepaste aufgetragen.
Diese Kohlemeise ist an der Abwehrpaste kleben geblieben und qualvoll verendet, weil sie sich nicht mehr befreien konnte. Fotos: NABU Leipzig
Diese Kohlemeise ist an der Abwehrpaste kleben geblieben und qualvoll verendet, weil sie sich nicht mehr befreien konnte. Fotos: NABU Leipzig

Wenn die Tiere mit dem heimtückischen Gel in Kontakt kommen, bleiben sie kleben. Sie verenden qualvoll oder verkleben sich das Gefieder, so dass sie flugunfähig werden. Wenn sie nicht gefunden werden, verhungern diese Vögel. Sie von den Verklebungen zu befreien ist ein sehr aufwändiger Prozess. Leider sind in Leipzig und anderen deutschen Städten bereits Todesopfer zu beklagen, darunter Kohlmeisen und ein Turmfalke.

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Vogelwohnungen bereit für die Brutsaison

Arbeitseinsätze zur Nistkastenkontrolle beendet

Foto: NABU Leipzig
Foto: NABU Leipzig

Seit 2008 betreut der NABU Leipzig mehr als 600 Nistkästen auf Friedhöfen, in Parkanlagen und im Auwald. Jedes Jahr im Winter werden alle Nisthilfen kontrolliert, gesäubert und bei Bedarf repariert. Anhand von Spuren und Nestern kann man feststellen, welche Vögel die Bruthilfen angenommen haben. Dabei entdeckt man auch immer wieder Überraschungen in den Nistkästen. Für Gäste gibt es viele Informationen über Nistkästen und heimische Vögel.

Am Freitag, dem 17. Februar 2017, haben Vogelschützer des NABU Leipzig im Wildpark 12 Bruthilfen greinigt. Das war die letzte Nistkastenaktion in diesem Winterhalbjahr. Die Nisthilfen des NABU Leipzig im gesamten Stadtgebiet sind nun pünktlich zum Beginn der Brutsaison bezugsfertig.

Der Arbeitskreis Vogelschutz bedankt sich bei allen fleißigen Naturfreunden, die bei der Nistkastenwartung mitgemacht haben! Ein Dank gilt auch allen Spendern, die Bau und Reparatur der Nistkästen finanziell unterstützt haben. Weitere Spenden sind herzlich willkommen: Stichwort "Vogelschutz".

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Unterschriftensammlungen für Mensch und Natur

Europäische Bürgerinitiative

Stopp Glyphosat!

Petition an den Landtag


Mehr Grün für Leipzig

Leipzig wächst und überall werden Bäume und Sträucher gerodet, um Häuser und Parkplätze zu bauen. Dadurch verschwinden grüne Inseln und Lebensräume für Tiere und Pflanzen.

Um das zu ändern, hat der Umwetlbund Ökolöwe einen Appell an den Stadtrat verfasst. Der NABU Leipzig unterstützt diese Initiative: Helfen Sie mit und unterschreiben Sie jetzt den Appell für mehr Grün in Leipzig!

Tourismus-Konzept im Leipziger Auwald

Gemeinsame Beschwerde der Naturschutzverbände

Der NABU Leipzig hat gemeinsam mit den Naturschutzverbänden BUND Sachsen, NuKLA und Ökolöwe bei der Landesdirektion Sachsen Beschwerde gegen das Wassertouristische Nutzungskonzept in der Region Leipzig (WTNK) eingelegt. Dass es ohne Umweltverträglichkeitsprüfung und ohne die notwendige Beteiligung der Öffentlichkeit realisiert wird, obwohl es erhebliche ökologische Auswirkungen hat, halten die Verbände für rechtswidrig.

Für das Leipziger Auenökosystem ist nur eine naturverträgliche Nutzung möglich, um es in seiner einzigartigen Bedeutung für Mensch und Natur zu erhalten. Das WTNK ist ohne Umweltverträglichkeitsprüfung entstanden, der fachliche und gesellschaftliche Diskurs fand nicht ausreichend statt. Angesichts der vorwiegend wirtschaftlichen Ziele bringt das WTNK die ohnehin bedrohte Artenvielfalt im Leipziger Auwald noch weiter in Bedrängnis. Damit diese Vorhaben unsere Auenlandschaft nicht zerstören und die grüne Vielfalt erhalten bleibt, haben die Naturschutzverbände die Landesdirektion Sachsen darum gebeten, die Rechtmäßigkeit des WTNK zu prüfen.

Der Leipziger Auwald als grünes Juwel in der wachsenden Großstadt ist für viele Leipzigerinnen und Leipziger ein Ort der Ruhe und Erholung. Gerade deswegen erfordert das WTNK eine angemessene Öffentlichkeitsbeteiligung. Daran fehlt es bislang.  

 

Prüfantrag     Pressemitteilung

Leipzig schrumpft

NABU beklagt Lebensraumverlust in der wachsenden Stadt

Leipzig wächst für die Menschen. Demnächst wird die Stadt wohl mehr als 580.000 Einwohner haben, bis 2030 werden gar 720.000 erwartet. An den vielen Baustellen ist gerade zu sehen, wie sich ein solches Wachstum auswirkt. Neue Wohnungen, Einkaufsmärkte und Gewerbegebiete werden gebaut.

Aber Leipzig schrumpft für die Wildtiere! Während die Stadt wächst, haben diese Stadtbewohner immer weniger Platz. Viele Brachflächen und Grünanlagen gibt es nicht mehr, Sträucher und Bäume wurden gerodet. Damit einher geht der Verlust von potenziellen Lebensräumen der Tiere. Immer mehr Menschen fällt auf, dass es beispielsweise weniger Sperlinge und Amseln gibt. Igel, Fledermaus, Schmetterling und Nachtigall, die zum lebendigen Stadtbild von Leipzig gehörten, werden immer seltener.

Darauf weist der NABU Leipzig hin, der allein im Jahr 2016 einen Flächenverlust von über 50 Hektar erfasst hat. Das sind Flächen, die lange von unseren tierischen Mitbewohnern genutzt wurden und die nun nicht mehr existieren. Eine Karte gibt einen entsprechenden Überblick über diese vom NABU registrierten Flächen – viele weitere sind in dieser Übersicht noch gar nicht enthalten.

Der NABU wirbt für einen verantwortungsvollen Umgang mit vorhanden Flächen. Bei Bauplanungen sollte man Lebensräume für tierische Nachbarn von Anfang an berücksichtigen.

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Vögel retten durch Katzenkastration

NABU Leipzig bedankt sich für die Spenden!

Von Jahr zu Jahr werden es mehr Vögel, die schwer verletzt in der Wildvogelhilfe des NABU Leipzig abgegeben werden. Im Jahr 2016 wurden 175 Vögel gemeldet, die durch Katzen verletzt oder getötet wurden. Der NABU Leipzig klärt seit Jahren auf, welchen Einfluss freilebende Hauskatzen auf heimische Wildtiere haben. Dabei gibt es zwar häufig, aber nicht nur, unvernünftige Katzenhalter, die ihren Katzen vollkommen unbesorgt Freilauf gewähren. Freilaufende und verwilderte Katzen können sich unkontrolliert vermehren, wodurch die Probleme weiter wachsen. Es gibt aber engagierte tierliebe Menschen, die sich um die Kastration verwilderter Hauskatzen kümmern, so auch einen Leipziger Straßenkatzen-Verein. Dieses Engagement möchte der NABU Leipzig unterstützen. In


Zusammenarbeit mit dem Straßenkatzen-Verein will der NABU Tierarztkosten für Kastrationen übernehmen. Wenn sich die Katzen nicht mehr unkontrolliert vermehren können, ist das auch ein Beitrag für den Vogelschutz. Dafür hatte der NABU Leipzig Ende November um Spenden gebeten. Bereits nach vier Wochen ist die Spendensumme zusammengekommen, die nun für das Projekt verwendet werden kann. Der NABU bedankt sich bei allen Spendern sehr herzlich für die Unterstützung!

Weitere Informationen

Begehrter Wohnraum an den Papitzer Lachen

Quartiere für Bilche und Fledermäuse wurden gut angenommen

An den Papitzer Lehmlachen hat der NABU Leipzig im vorigen Jahr sowie im Frühjahr 2016 Fledermauskästen und Bilchkästen angebaut. Wie Kontrollen jetzt ergeben haben, sind diese Sommerquartiere bereits in diesem Jahr von den Tieren angenommen worden. In den Bilchkästen hatten es sich Haselmaus und Siebenschläfer gemütlich gemacht und auch die Mehrzahl der Fledermauskästen ist benutzt worden, was Kotspuren belegen. In zwei Kästen wurden sogar noch im November Fledermäuse nachgewiesen.

 Das sind erfreuliche Information, die zeigen, dass sich die jahrelangen Bemühungen des NABU Leipzig für Biotopschutz und Artenschutzmaßnahmen an den Papitzer Lachen auch bei diesen Tiergruppen bezahlt machen.  

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Fledermäuse in einem Fledermauskasten und benutzte Bilchkästen an den Papitzer Lachen. Fotos: NABU Leipzig

Wohnungssuche für den Vogel des Jahres

NABU Leipzig will Waldkauz-Höhlen schützen


Fotos: Ludo Van den Bogaert

 

Als Vogel des Jahres 2017 ist der Waldkauz auch Botschafter für den Schutz alter, höhlenreicher Bäume, denn in Baumhöhlen findet der Kauz Unterschlupf- und Nistplätze. Leider werden Höhlenbäume oft entfernt. Gründe sind Maßnahmen zur Wegesicherung, Forstarbeiten oder Baumsanierungen. dadurch verringert sich das Höhlenangebot immer weiter, worunter nicht nur der Waldkauz leidet, denn auch viele andere Tierarten sind auf diese Unterschlupfmöglichkeiten angewiesen.

Um Bäume mit potenziellen oder tatsächlich besetzten Waldkauz-Höhlen zu schützen, setzt der NABU Leipzig die bereits 2014 gestartete Höhlenbaumkartierung fort. Den Auftakt zur neuen Kartiersaison bildete am 12. November 2016 eine Aktion im Abtnaundorfer Park. Nach diesem Auftakttreffen werden verschiedene Arbeitsgruppen in den kommenden Wochen und Monaten weitere Grünflächen nach Höhlenbäumen absuchen. Wer dabei helfen möchte, meldet sich per E-Mail oder telefonisch beim NABU Leipzig: 0341 6884477.

 

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Neues Wasser auf alten Wegen – Schon im Fluss?

Fachtagung Fluss- und Auenrenaturierung

Das Projekt „Lebendige Luppe" sieht eine Wiederbelebung ehemaliger Flussläufe im Auensystem der Städte Leipzig und Schkeuditz vor, die von einem umfangreichen wissenschaftlichen Monitoring und einer breiten Öffentlichkeits- und Umweltbildungsarbeit begleitet wird. Am 10. und 11. November 2016 hatten die Projektpartner zum Fachaustausch eingeladen. Unter dem Titel „Neues Wasser auf alten Wegen – Schon im Fluss?“ wurde eine Zwischenbilanz nach vierjähriger Projektlaufzeit präsentiert. Der aktuelle Arbeitsstand in den verschiedenen Projektbereichen wurde vorgestellt.

Die Fachtagung gab auch anderen Akteuren im Auenschutz Raum, über ihre Erfahrungen und Projekte zu berichten. Die Vortragsthemen reichten vom wissenschaftlichen Auenmonitoring bis zur praktischen Umsetzung von Renaturierungsprojekten auch außerhalb Leipzigs.

Der gut gefüllte Veranstaltungssaal spiegelte das Interesse am Projekt wieder. Das Publikum setzte sich aus Behördenvertretern, Wissenschaftlern und ehrenamtlichen Naturschützern sowie Vertretern des Projektes und interessierten Bürgern zusammen. Auch Mitstreiter des NABU Leipzig waren dabei

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Mehr Grün am Wegesrand

Erfolgreiche Pflanzaktion der NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz

Foto: Steffen Wagner
Foto: Steffen Wagner

2013 hatte die NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz erstmals zu einer Pflanzaktion eingeladen. An einem Feldweg wurden heimische Bäume und Sträucher gepflanzt, so dass hier ein artenreicher Gehölzstreifen entstehen kann, der die Landschaft bereichert. Seitdem versammelten sich jährlich im Herbst fleißige Helfer, um die Arbeit fortzusetzen. Am 5. November 2016 war es erneut soweit, und mit diesem Arbeitseinsatz wurde nun die vor Jahren begonnene Bepflanzung des Fedrains entlang des Gülleweges bis zum Hügel in Hohenheida abgeschlossen. Die Aktion ist ein wertvoller Beitrag für Natur und Landschaft, für Vögel und andere Tiere, die auf Feldgehölze angewiesen sind.

Der NABU bedankt sich bei allen Spendern und bei allen fleißigen Helfern aus Hohenheida und Portitz ganz herzlich!

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Mehr als 2.000 Unterstützer!

NABU Leipzig freut sich über Mitgliederzuwachs

Jedes Jahr im März und im Oktober kann der NABU seine aktuellen Mitgliederzahlen bekannt geben. Bundesweit hat der Naturschutzbund inzwischen rund 590.000 Unterstützer. 2.035 davon sind gegenwärtig Mitglied im NABU-Regionalverband Leipzig e.V. Damit hat der NABU Leipzig erstmals mehr als 2.000 Mitglieder! Der Vorstand freut sich außerordentlich über diese Anerkennung der geleisteten Arbeit und über die große Unterstützung, die mit der Mitgliedschaft verbunden ist.

Der NABU existiert nicht ohne seine Mitglieder. Sie sind die Naturschutzmacher, indem sie sich selbst für den Biotop- und Artenschutz oder in der Umweltbildung engagieren oder indem sie mit ihrem Mitgliedsbeitrag eine wichtige finanzielle Basis für die Naturschutzarbeit schaffen. Nicht zuletzt ist die große Zahl der Mitglieder auch ein politisches Signal, das zeigt, wie viele Menschen die Anliegen des NABU unterstützen.

Das jüngste Mitglied des NABU Leipzig ist 7 Monate, das älteste fast 95 Jahre alt. Der Durchschnitt liegt bei 46,8 Jahren. Auch die Naturschutzjugend Leipzig kann sich über weitere Unterstützung freuen, konnte seit März 133 neue Mitglieder gewinnen und zählt jetzt 280 NAJUs.

Der NABU Leipzig hofft auf weitere Mitstreiter und Unterstützer: Am besten gleich NABU-Mitglied werden oder neue Mitglieder werben, denn es gibt viel zu tun für Mensch und Natur in der Region Leipzig!

Tipps zum Artenschutz beim Gebäudeneubau

Neue Broschüre des NABU Leipzig basierend auf einer Bachelorarbeit an der HTWK

Gebäudebewohnende Vogel- und Fledermausarten sind Kulturfolger. Das heißt, ihre natürlichen Lebensräume sind heutzutage weitgehend verschwunden, sie sind auf den Menschen angewiesen, nisten und schlafen in Nischen, Hohlräumen und Spalten von Gebäuden. Allerdings werden Altbauten saniert oder abgerissen, sodass diese Unterschlupfmöglichkeiten verschwinden. In vielen Fällen könnte man den Tieren bei Sanierungsarbeiten oder beim Gebäudeneubau mit einfachen Mitteln helfen, meist aber denkt man nicht an diese Mitbewohner, obwohl sie von europäischen und bundesdeutschen Artenschutzvorschriften geschützt sind.

Wie man mit geringem Aufwand Vogelnistplätze und Fledermausquartiere in Gebäudeneubauten integrieren kann, zeigt jetzt die kleine Broschüre „Konstruktive Lösungsansätze für den Schutz gebäudebewohnender Vogel- und Fledermausarten im Gebäudeneubau“. Sie wurde vom NABU Leipzig zusammengestellt und gestaltet, und sie basiert auf der Bachelorarbeit von Jule Hinkel, die im September 2014 an der HTWK Leipzig eingereicht wurde.

Der NABU möchte damit Gebäudeplaner und Bauherren auf die Problematik aufmerksam machen und einfache konstruktive Lösungsansätze aufzeigen und steht als Ansprechpartner für Fragen zum baulichen Artenschutz gerne zur Verfügung.

Zur Integration in Ausführungsplanungen können die in der Broschüre dargestellten Konstruktionszeichnungen im .dwg-Format von der Internetseite www.NABU-Leipzig.de/Gebaeudeneubau kostenfrei heruntergeladen werden.

 

Pressemitteilung     Weitere Informationen

Zukunft des Wilhelm-Leuschner-Platzes

Positionspapier von BUND und NABU für den Erhalt des innerstädtischen Lebensraums

Der Wilhelm-Leuschner-Platz ist als Freifläche interessant für die Stadtentwicklung und Bebauung. Man darf aber nicht vergessen, dass er mit seinen Bäumen und Hecken auch ein wertvoller innerstädtischer Lebensraum ist, beispielsweise für geschützte Vogelarten. Die Tiere finden hier nicht nur Nistplätze, sondern auch Nahrung. Vergleichbare Flächen, die als Ersatz dienen könnten, sind in der Nachbarschaft nicht vorhanden, vielmehr sind in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche andere innerstädtische Vogellebensräume durch Bebauung oder zu intensive Gehölzpflege verloren gegangen. Um einen Ausgleich zwischen den Interessen des Artenschutzes und der Stadtentwicklung herbei zu führen, haben sich BUND Regionalgruppe Leipzig und NABU-Regionalverband Leipzig mit einem gemeinsamen Positionspapier an die Stadtverwaltung gewandt. Darin werden Informationen zum gegenwärtigen Zustand zur Verfügung gestellt, beispielsweise zu den vorhandenen Brutvögeln und Hecken. Außerdem werden Vorschläge skizziert, wie ein Erhalt der wertvollen Lebensräume möglich sein könnte. BUND und NABU hoffen, dass mit der Stadtverwaltung ein konstruktiver Dialog zu diesen Fragen zustande kommt.

Positionspapier     Weiterlesen

Wohnungsnot durch Bauboom 

Bei Gebäudesanierungen werden Nistplätze zerstört

NABU fordert Einhaltung der Artenschutzgesetze

In Leipzig wird gebaut und saniert – die Menschen in der Stadt brauchen bezahlbaren Wohnraum. Leider denken dabei viele nicht an die tierischen Mitbewohner, die in unseren Gebäuden ebenfalls zuhause sind: Mauersegler, Turmfalken, Haussperlinge, Fledermäuse und viele andere.

Obwohl es gesetzlich verboten ist, werden in vielen Fällen ihre Nistplätze absichtlich beseitigt, oder es wird nach Baumaßnahmen kein Ersatz für die tierischen Nachbarn angeboten. Der NABU bemüht sich darum, Nistplätze zu ermitteln und bei Störungen rechtzeitig die zuständige Behörde zu informieren. Dabei ist der NABU auch auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen.

Um auf das Problem aufmerksam zu machen, hat der NABU-Regionalverband Leipzig ein Informationspapier veröffentlicht.

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Informationspapier     Pressemitteilung

 

Baugerüste versperren Elternvögeln den Weg zum Nistplatz, die Jungen werden hinter Dämmplatten eingemauert – trauriger Alltag auf Leipziger Baustellen. Foto NABU Leipzig
Baugerüste versperren Elternvögeln den Weg zum Nistplatz, die Jungen werden hinter Dämmplatten eingemauert – trauriger Alltag auf Leipziger Baustellen. Foto NABU Leipzig

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Für Biotop- und Artenschutz

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Lustige Stofftiere, waschbar bis 40°C. Die Einnahmen werden für den Arbeitskreis Vogelschutz verwendet. Jedes Kuscheltier ist ein handgefertigtes Unikat aus Stoffresten und für 3 Euro erhältlich im NABU-Naturschutzbüro.
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