Willkommen beim NABU Leipzig!

Wir sind aktiv für Mensch und Natur in Leipzig und Umgebung

Stunde der Wintervögel 2018

5. bis 7. Januar: Die Vogelzählung zum Mitmachen

Jedes Jahr im Januar ruft der Natur­schutzbund zur großen winterlichen Vogelzählung auf. Bei dieser „Stunde der Wintervögel“ kann jeder mitmachen, der sich eine Stunde Zeit nimmt. Man beobachtet die Tiere in der unmittelbaren Umgebung, notiert die Anzahl und die Vogelarten und meldet alles dem NABU. Dabei kann man Preise gewinnen, lernt etwas über die heimische Vogelwelt und hilft beim Vogelschutz. Denn die zahlreichen Daten aus ganz Deutschland liefern wertvolle Informationen über die Bestandsentwicklung bestimmter Vogelarten. 2018 findet die Stunde der Wintervögel vom 5. bis zum 7. Januar statt.

Der NABU Leipzig bietet Führungen an, bei denen man sich zusammen mit anderen an der Aktion beteiligen und Informationen über die Vögel bekommen kann. Sie finden am Samstag auf dem Südfriedhof sowie am Sonntag im Botanischen Garten und in Plaußig statt. Die Veranstaltungen sind für Kinder und Erwachsene geeignet.

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Mehlschwalben sind willkommen in Grünau

Kooperation des NABU mit der Immeo Wohnen Service GmbH

Seit Anfang 2017 verwaltet die Immeo Wohnen Service GmbH die Gebäude in der Mannheimer Straße in Grünau. Der Komplex ist gleichzeitig einer der letzten Hotspots der Mehlschwalbenkolonien im Westen von Leipzig. Bereits nach dem ersten Treffen mit dem

Ein sanierter Wohnblock der Wohnungsbaugenossenschaft Zwickau-Land e.G. mit künstlichen Nisthilfen für Mehlschwalben. Foto: Heiko Goldberg
Ein sanierter Wohnblock der Wohnungsbaugenossenschaft Zwickau-Land e.G. mit künstlichen Nisthilfen für Mehlschwalben. Foto: Heiko Goldberg

NABU stand fest: Immeo wird verschiedene Standorte an ihren Gebäuden für Schwalbennisthilfen zur Verfügung stellen. Im Ergebnis des zweiten Treffens wird die Immeo dazu den Bau von insgesamt elf Nisthilfen beauftragen.

Der NABU Leipzig begleitet fachlich das Vorhaben der Immeo, die Nachhaltigkeit als Bestandteil ihrer Firmenphilosophie sieht. Die Konstruktionsweise der Nisthilfen wurden von einem Projekt aus Zwickau abgeschaut. Der NABU Leipzig lieferte dazu eine Konstruktionszeichnung und begab sich auf die Suche nach einem regionalen Hersteller.

Prototyp der Nisthilfen, die Immeo in Grünau anbringen will. Foto: NABU Leipzig
Prototyp der Nisthilfen, die Immeo in Grünau anbringen will. Foto: NABU Leipzig

Die vorgesehene Konstruktion ist eine kleine Überdachung, welche den Anbau von Mehlschwalbennestern ermöglicht. Dachdeckermeister Matthias Gotthardt stellte sich der Herausforderung und fertigte sogar einen Prototyp an, der beim zweiten Treffen mit Immeo sogleich inspiziert wurde.

Die Installation der Nisthilfen ist im Frühling 2018 geplant.

 

Schwalben willkommen!

Landtagspräsident besuchte den NABU Leipzig

Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler (rechts) informierte sich über die ehrenamtliche Arbeit des NABU Leipzig. Foto: Beatrice Jeschke
Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler (rechts) informierte sich über die ehrenamtliche Arbeit des NABU Leipzig. Foto: Beatrice Jeschke

Am 4. Dezember 2017  hatte der NABU Leipzig einen nicht alltäglichen Gast. Sachsens Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler stattete gemeinsam mit dem Landesvorsitzenden des NABU Sachsen, Bernd Heinitz, der NABU-Naturschutzstation Leipzig einen Besuch ab. Er informierte sich über die Aktivitäten des NABU in Leipzig und sprach mit den Naturschützern über aktuelle Fragen des Biotop- und Artenschutzes sowie über die Situation in der Stadt Leipzig.

Besonders interessierte sich Dr. Rößler für die Arbeit der Wildvogelhilfe des NABU Leipzig, deren ehrenamtliche Arbeit mit einem hohen Zeitaufwand verbunden ist, aber auch mit hohen Kosten, insbesondere für die notwendigen Futterinsekten. Glücklicherweise sind alljährlich Vogelfreunde bereit, die Arbeit der Wildvogelhilfe mit einer Spende zu unterstützen und die intensive Arbeit so möglich zu machen.
Auch Dr. Rößler hat dem NABU für die Wildvogelhilfe eine großzügige Spende überreicht. Der NABU bedankt sich dafür sehr herzlich und freut sich über die mit der Spende und dem Interesse des Landtagspräsidenten verbundene Anerkennung des umfangreichen ehrenamtlichen Engagements.

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Angelköder verschluckt

Wildvogelhilfe konnte einen jungen Schwan retten und bittet Angler um Sauberkeit an Gewässern

Ein junger Höckerschwan hatte einen Angelköder verschluckt und brauchte dringend Hilfe. Der Vogel konnte eingefangen und der Angelköder herausoperiert werden. Fotos: NABU Leipzig

 

Ende November haben aufmerksame Spaziergänge beobachtet, wie sich ein junger Höckerschwan an den Schönauer Lachen mit einem verschluckten Angelköder quälte und nicht mehr fressen konnte. Sie informierten den NABU, sodass die Wildvogelhilfe das Tier einfangen konnte. Bei diesem Schwan war die verknotete Angelschnur bereits im Magen, konnte aber von Tierärzten der Universitätsklinik für Vögel und Reptilien unter Mithilfe der Universitätsklinik für Kleintiere entfernt werden. Nach zwei Tagen Aufenthalt in der Klinik konnte der NABU den Schwan zurück zu seiner Familie in den Schönauer Lachen bringen.

Von Anglern achtlos liegen gelassene oder auf dem Wasser verlorene Angelschnüre sind eine ernste Gefahr. Der NABU appelliert daher an Angler, sämtlichen Unrat von Gewässern wieder mitzunehmen. Wer Wasservögel in Not beobachtet, ruft bitte die Wildvogelhilfe Leipzig an: 01577 3252706.

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Lebensraumvielfalt in der Vorweihnachtszeit

Informativer Adventskalender der Lebendigen Luppe

Jedes Jahr im Advent gestaltet das Projekt "Lebendige Luppe" einen ganz besonderen Adventkalender – ohne Schokolade, dafür mit täglich neuen Informationshäppchen auf Facebook sowie im Schaufenster des Kontaktbüros in Gohlis und im Foyer des Naturkundemuseums Leipzig (Lortzingstraße 3).

In diesem Jahr wird Tag für Tag ein anderer Lebensraum der Leipziger und Schkeuditzer Auenlandschaft vorgestellt. Dabei geht es nicht nur um die Lebensraumvielfalt, die man im Wald, am Fluss oder auf der Wiese finden kann, auch Lebensräume in den Ortschaften werden vorgestellt, denn sie sind wichtige Rückzugsmöglichkeiten für die Tier- und Pflanzenwelt. Zudem reichen die Ausläufer der Aue bis in die Ortschaften und sind eng verzahnt mit der Stadtnatur, die aber gefährdet ist, denn viele Naturflächen in den Ortschaften gehen verloren.

Weitere Informationen

Biotop- und Artenvielfalt am Wegesrand

NABU Plaußig-Portitz startet neue Pflanzaktion

Fotos: Steffen Wagner

 

Die NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz hat 2013 das Projekt „Mehr Grün am Wegesrand“ gestartet. Jahr für Jahr wurden Feldgehölze an einem Weg bei Hohenheida in die Erde gebracht – ein wichtiger Beitrag für die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft. Nach Abschluss dieses mehrjährigen Pflanzprojektes wird es nun an neuer Stelle fortgesetzt: auf einem Grundstück am Ortsausgang von Plaußig. Diese Arbeiten werden ebenfalls über mehrere Jahre stattfinden, zum Auftakt kamen am 11. November 2017 38 Naturfreunde zur Pflanzaktion.

Der NABU bedankt sich bei allen für den erfolgreichen Arbeitseinsatz!

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Der Star ist der Star

NABU Leipzig informiert über den Vogel des Jahres 2018

Foto: NABU/Marc Scharping
Foto: NABU/Marc Scharping

Der Naturschutzbund NABU und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) haben den Star (Sturnus vulgaris) zum „Vogel des Jahres 2018“ gewählt.

Er ist ein Beispiel für eine Vogelart, die eigentlich noch häufig ist, aber in den letzten Jahren dennoch deutliche Bestandseinbrüche zu verzeichnen hat. Gründe für den Bestandsrückgang sind Verlust von Nahrungsquellen und von Nistmöglichkeiten. Eine Hauptursache ist die industrielle Landwirtschaft. In Leipzig herrscht Nistplatzmangel durch Bauvorhaben, Gebäudesanierungen und Baumfällungen sowie Nahrungsmangel durch Einsatz von Insektengiften, Flächenversiegelung, Beseitigung von städtischem Grün, von Hecken und Grünflächen. Der Schutz dieser innerstädtischen Lebensräume ist deshalb ein wichtiges Anliegen des NABU Leipzig.
Auch 2018 sind wieder einige Mitmachaktionen und Informations­veranstaltungen rund um den Vogel des Jahres geplant.

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Kinder brauchen Natur

Warum soll die Grünfläche Libertaplatz einem Kita-Bau geopfert werden?

Foto: NABU Leipzig
Foto: NABU Leipzig

Für immer neue Bauprojekte geht Stück für Stück die Stadtnatur verloren, die für das Wohlbefinden der Menschen, für das Stadtklima und für die Tier- und Pflanzenwelt notwendig ist. Vielfach wird für verlorene Lebensstätten geschützter Tierarten keinerlei Ersatz geschaffen. Oft wird die Natur zerstört, obwohl es bessere Alternativen gibt. Ein weiteres Beispiel ist der geplante Bau einer Kindertages­einrichtung in der Eigenheimstraße / Libertastraße im Stadtteil Dölitz. Bereits bei einer einfachen Begehung konnte der NABU Leipzig auf der Grünfläche zahlreiche höhlenreiche Bäume finden. Mindestens 12 Höhlen, die Lebensraum für Vögel und Fledermäuse und damit auch gesetzlich geschützt sind, wurden dabei festgestellt. Ökologisch weniger wertvolle Alternativflächen sind im Umfeld der geplanten Baumaßnahme vorhanden. Gemeinsam mit den Anwohnern fordert der NABU, diese Flächen für den Kita-Bau zu prüfen.

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Feuchtwiesenmahd

Die Papitzer Lehmlachen bei Schkeuditz sind ein ökologisch besonders wertvoller Teil der Leipziger Auenlandschaft. Die Kleingewässer und Wiesen sind Heimat für Tier- und Pflanzenarten, die auf solche Lebensräume angewiesen sind. Der NABU Leipzig kümmert sich intensiv um den Erhalt dieser Lebensräume, dazu zählt auch die jährliche Feuchtwiesenmahd, die 2017 am 21. und 22. Oktober stattfand. 15 fleißige Naturtäter kamen zum gemeinsamen Arbeitseinsatz, der auch immer Gelegenheit bietet, ins Gespräch zu kommen und die Natur zu beobachten.

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Foto: René Sievert
Foto: René Sievert

Sensen für die Schmetterlinge

Wiesenmahd auf der NABU-Streuobstwiese Knauthain

Am 23. September 2017 wurde die NABU-Streuobstwiese Knauthain gemäht, die im Rahmen des Tagfalterprojekts „Puppenstuben gesucht“ schmetterlingsfreundlich gepflegt wird. Zehn fleißige Helfer hatten sich dazu versammelt und mähten mit Handsensen einen Teil der Wiesenfläche. Zuvor gab es Informationen zum Umgang mit den Sensen, zu Geschichte und Gegenwart der Sensenmahd sowie zur Biotoppflege des NABU. Das Obst war leider schon von Anwohnern, Spaziergängern oder sonstigen Mundräubern geerntet, so dass sich die NABU-Mitstreiter nur noch zwei Äpfel teilen konnten, die aber dennoch sehr lecker waren. Am Ende waren alle glücklich über die getane Arbeit und den wertvollen Beitrag zur Biotoppflege.

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Arbeitseinsatz auf der Schmetterlingswiese. Fotos: Beatrice Jeschke

Müllsammlung am Elsterbecken

NABU beteiligte sich am Internationalen Küstenreinigungstag

Foto: René Sievert
Foto: René Sievert

Am 16. September 2017 hat sich der NABU Leipzig wieder am Internationalen Küstenreinigungstag (ICCD) beteiligt. Dazu fand eine Müllsammlung am Elsterbecken statt. 20 Naturtäter hatten sich dazu versammelt. Am Ende waren 17 große Müllsäcke mit Unrat gefüllt, das Gesamtgewicht des innerhalb von nur zwei Stunden gesammelten Mülls lag bei fast 200 Kilogramm.
Der ICCD findet jedes Jahr weltweit statt, um auf die Vermüllung der Weltmeere aufmerksam zu machen. Das Müllsammeln selbst ist dabei nur ein symbolischer Beitrag zum Schutz von Natur und Umwelt. Wichtig ist die ordnungsgemäße Abfallentsorgung und grundsätzliche Müllvermeidung. Der NABU Leipzig bittet alle, sich daran zu halten!

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Fledermäuse in der Stadt

Batnight und StadtNaturErleben 2017

Braunes Langohr. Foto: NABU/Dietmar Nill
Braunes Langohr. Foto: NABU/Dietmar Nill

Vom 25. bis zum 27. August drehte sich alles um „Fledermäuse in der Stadt“. Der NABU Leipzig hatte zum Veranstaltungswochenende StadtNaturErleben eingeladen und beteiligte sich damit an der Internationalen Batnight. Zum Auftakt gab es am Freitag einen Vortrag im Naturkundemuseum und anschließend eine kleine Fledermausexkursion, am Samstag fand ein Fledermausabend im Schloss Schönefeld statt, und am Sonntag konnten sich Fledermausfreunde bei einem Rundgang im Stünzer Park über den praktischen Fledermausschutz informieren.

Foto: Carola Bodsch
Foto: Carola Bodsch

Die internationale Batnight findet jedes Jahr statt, um über die bedrohten Nachtlebewesen zu informieren und für ihren Schutz zu werben. Hauptursache für die Gefährdung der heimischen Fledermausarten ist der Verlust von geeigneten Lebensräumen und Unterschlupfmöglichkeiten sowie Nahrungsmangel, da auch die Lebensräume der Insekten immer weiter zerstört werden. In Leipzig sorgt der Bauboom für besonders große Probleme, weil Baumhöhlen, Ritzen und Fugen in Gebäuden mehr und mehr verschwinden. Der NABU Leipzig wirbt für mehr Rücksicht auf die tierischen Nachbarn und fordert die Einhaltung des Bundesnaturschutzgesetzes, das diese Lebewesen schützen soll, aber oft missachtet wird.

Fledermausexkursion im Stünzer Park. Foto: René Sievert
Fledermausexkursion im Stünzer Park. Foto: René Sievert

Bürger aus Stünz nutzten die Gelegenheit, um mit den NABU-Vertretern und den anderen Exkursionsteilnehmern über den Schutz Leipziger Grünflächen ins Gespräch zu kommen. Vor allem sorgen sie sich um die Zukunft des Parks, der von einem großangelegten Verkehrsprojekt bedroht ist: Es gibt Pläne, eine breite Straße als Tangente für den Stadtverkehr durch den Park zu verlegen. Er würde damit seine Bedeutung für das Stadtklima, als Erholungsraum für Menschen und Lebensraum für Tiere verlieren. Der NABU lehnt die Verkehrsplanung als vollkommen verfehlt ab. Zusätzlicher Straßenverkehr wird die künftigen Mobilitätsprobleme der Stadt keinesfalls lösen. Hier sind umweltfreundliche und zukunftsweisende Lösungen dringend erforderlich. Außerdem wäre nach Ansicht des NABU Leipzig die Beeinträchtigung des Parks mit dem Naturschutzrecht unvereinbar.

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Leipziger Insektenvielfalt

Exkursion in die Welt der Sechsbeiner

Foto: Detlef Bischoff
Foto: Detlef Bischoff

Sie krabbeln, summen, flattern, hüpfen, sie sind wunderschön oder auch erschreckend, sehr nützlich oder auch gefährlich, sehr widerstandsfähig, aber auch zerbrechlich, sie sind Verwandlungskünstler und Rekordhalter und es sind vor allem sehr, sehr viele verschiedene Arten: Rund zwei Drittel der weltweit bekannten Tierarten sind Insekten.

Ihre unterschiedliche Lebensweise, Formenvielfalt und auch Schönheit ist beeindruckend. Einen kleinen Einblick in diese oft verborgene Welt der Krabbeltiere gab der NABU Leipzig am 23. Juli 2017 bei der Exkursion „Leipziger Insektenvielfalt“. Der Leipziger Insektenkundler Marcus Held hat die kleinen oder großen Sechsbeiner vorgestellt, die am Plagwitzer Bahnhof zuhause sind.

Es gab großes Interesse bei den Naturfreunden, rund 40 Teilnehmer kamen zu dem Ausflug in die Insektenwelt, bei dem besonders die Heuschrecken im Mittelpunkt standen. Ödlandschrecke, Büffelzikade und Grünes Heupferd gehörten zu den „Sehenswürdigkeiten“.

Zusätzlich zu der Insekten-Exkursion am 23. Juli bietet Marcus Held auch einen Vortrag zum Thema „Leipziger Insektenvielfalt“ an. Dazu lädt der NABU Leipzig am 6. September 2017, 19 bis 21 Uhr, ins Naturkundemuseum Leipzig ein.

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Der 4. Leipziger Mauerseglertag

NABU Leipzig bittet um Unterstützung beim Schutz der Nistplätze

Fotos: Carola Bodsch

 

Der Mauerseglertag 20017 begann am 5. Juli mit einem Vortragsabend im Naturkundemuseum. Dabei wurde die Arbeit der Wildvogelhilfe Leipzig vorgestellt, die jedes Jahr auch eine Vielzahl Mauersegler betreut.

Am 7. Juli konnten dann Interessierte die Pflegestelle für in Not geratene Mauersegler selbst besuchen und sich ein Bild von der aufwändigen Arbeit der freiwilligen Helfer machen.

Am Abend folgte eine Exkursion zu einer Mauersegler-Brutkolonie. Dabei konnten die Teilnehmer auch einem Blick auf die Nistkästen werfen, die vom NABU Leipzig betreut werden – im gesamten Stadtgebiet sind es mehr als 700 Mauerseglernisthilfen um die sich der Arbeitskreis Vogelschutz kümmert. Überraschend war die Entdeckung eines frisch geschlüpften Mauerseglers, der nun noch eine Nestlingszeit von 42 Tagen vor sich, während die meisten seiner Altersgenossen bereits in 10 bis 15 Tagen ausfliegen werden.

 

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Natur im Kleingarten

 

Kleingärten sind ein wichtiger Teil der Stadtnatur und können Lebensraum für viele Tiere sein. Tipps und Tricks für naturnahes Gärtnern gibt der NABU in einem neuen Faltblatt, das ab jetzt im NABU-Naturschutzbüro in Gohlis und beim Stadtverband der Kleingärtner in Plagwitz erhältlich ist.


Gebäudesanierung mit tödlichen Folgen

Rettung für junge Mauersegler in letzter Minute

In der wachsenden Stadt Leipzig wird an vielen Stellen gebaut und saniert. Leider werden dabei die Belange des Naturschutzes nicht ausreichend berücksichtigt, zum Teil werden Verstöße gegen den gesetzlichen Tier- und Artenschutz toleriert. Dabei spielen sich teilweise dramatische Szenen ab. So wurde die Wildvogelhilfe des NABU Leipzig zu einer Baustelle in der Angerstraße gerufen. Mieter hatten festgestellt, dass Mauersegler und Haussperlinge aufgeregt herumflogen und nicht mehr zu ihren Nestern konnten. Irgendwann hatten die Altvögel ihre Versuche dann aufgegeben. Die Mieter benachrichtigten die Wildvogelhilfe des NABU Leipzig, die feststellen konnte, dass Fugen mit Bauschaum verklebt wurden, hinter denen sich vermutlich die Vogelnester befanden. Nachdem die Hausverwaltung nicht erreichbar war blieb nur die Möglichkeit, die Polizei und die Feuerwehr zu rufen, um die unterkühlten jungen Mauersegler zu bergen. Sie werden nun in der Wildvogelhilfe Leipzig gepflegt. Ein weiteres Nest wurde entdeckt, in dem ein junger Haussperling bereits verhungert war.

Fotos: NABU Leipzig

 

Leider ist das nur ein Beispiel für viele ähnliche Rettungsaktionen, bei denen manchmal die Hilfe auch zu spät kommt. Noch mehr Fälle bleiben gänzlich unbemerkt, so dass man davon ausgehen muss, dass bei Bauarbeiten in Leipzig tagtäglich gesetzlich geschützte Tiere getötet werden und diese Gesetzesverstöße in den meisten Fällen folgenlos bleiben.

Oft werden Fugen verschlossen, obwohl die Nester mit den Jungvögeln sich noch dahinter befinden, so dass die Jungtiere qualvoll verhungern. Auch schlafende Fledermäuse werden oft bei lebendigem Leibe eingemauert. Das ist nicht nur unmenschlich, sondern ein klarer Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, gegen das Bundesnaturschutzgesetz und gegen Artenschutzvorschriften der Europäischen Union. Ritzen und Fugen müssen auf das Vorhandensein von Tieren, insbesondere auf Niststätten geschützter Arten kontrolliert werden!

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Praktischer Fledermausschutz

Spurensuche in der BatCity Leipzig

Suche nach Fledermausquartieren und -spuren in einer Leipziger Kirche. Foto: René Sievert
Suche nach Fledermausquartieren und -spuren in einer Leipziger Kirche. Foto: René Sievert

Nachdem es am ersten BatCity-Seminartag im April jede Menge theoretische Informationen zur Welt der Flattertiere gab, folgte am 13. Mai ein Praxistag für die Seminarteilnehmer. Bei einer Exkursion mit PKW steuerten sie zunächst ein Stadtviertel an, in dem verschiedene Artenschutzmaßnahmen an Gebäuden vorgestellt wurden; hier konnte man aber ebenso einige Negativbeispiele kennenlernen. Anschließend wurden Artenschutzmaßnahmen in Kirchen vorgestellt, die im Rahmen des Projekts „Lebensraum Kirchturm“ mit dem NABU Leipzig zusammenarbeiten. Es folgte ein Besuch auf dem Südfriedhof, auf dem der NABU Leipzig im Projekt „Lebendige Friedhöfe“ auch für den Fledermausschutz aktiv ist. Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung konnten die Seminarteilnehmer am Abend bei einer öffentlichen Fledermausführung im Schlosspark Lützschena kennenlernen. Zum eindrucksvollen Abschluss des Tages wurden Fledermäuse mit einem Stellnetz gefangen und untersucht. Beim gemeinsamen Abendessen im Innenhof der Auwaldstation Leipzig gab es Gespräche und Diskussionen und Zukunftspläne für den Fledermausschutz wurden geschmiedet.

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Buntes Grün

NABU Leipzig startet Projekt für Lebensräume in der Stadt


Während Leipzig wächst, schrumpft der Lebensraum in der Stadt für Tiere und Pflanzen. Die Stadtnatur wird dem Bauboom geopfert – das hat auch negative Folgen für das Stadtklima und das Wohlbefinden der Menschen. Deshalb appelliert der NABU Leipzig an Garten- und Grundstücksbesitzer, Inhaber von Firmengeländen oder von Wohnanlagen, an Stadtplaner, Bauherren und Architekten, auch an die tierischen Nachbarn und an die Stadtnatur zu denken. Gehölze oder Brachflächen sollten so weit wie möglich erhalten bleiben, bei Neubauprojekten sollte man auch die Schaffung neuer Biotope einplanen. Eine naturverträgliche Pflege von Grünanlagen sollte nicht nur verkündet, sondern tatsächlich praktiziert werden. Zum Ausgleich für verlorenes Grün, können an geeigneten Stellen Blühflächen und neue Gehölzgruppen angelegt werden. Der NABU bietet dabei seine Beratung und Mitarbeit an.

Um für mehr Grün und für den Schutz der Lebensräume in der Stadt zu werben und aktiv dabei mitzuhelfen, hat der NABU Leipzig das Projekt „Buntes Grün“ gestartet. Machen Sie mit: Schaffen Sie Lebensräume in der Stadt und informieren Sie den NABU, wenn Stadtgrün verloren geht!

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Tödliche Klebepaste

Bitte melden Sie Einsatzorte und verklebte Vögel!

Mit großer Sorge beobachten Vogelschützer bundesweit den Einsatz einer sogenannten "Vogelabwehrpaste". Dieser silikonartige Kleber wird auf Geländern, Fensterbrettern oder Dächern aufgebracht, um Vögel zu vertreiben. Von den Herstellern wird das Mittel als harmlos angepriesen, doch das ist es nicht. Es hat für die Vögel tödliche Folgen. Der NABU Leipzig fordert deshalb alle auf, dieses Mittel keinesfalls einzusetzen! Die Verwendung ist nach Auffassung des NABU gesetzeswidrig.

Wer Stellen kennt, an denen die gefährliche Klebepaste bereits verwendet wurde oder wer Vögel mit verklebtem Gefieder beobachtet, informiert bitte die Wildvogelhilfe des NABU Leipzig telefonisch unter 01577 32 52 706 oder per E-Mail.

An diesem Wohnhaus im Leipziger Zentrum wurde die gefährliche Klebepaste aufgetragen.
An diesem Wohnhaus im Leipziger Zentrum wurde die gefährliche Klebepaste aufgetragen.
Diese Kohlemeise ist an der Abwehrpaste kleben geblieben und qualvoll verendet, weil sie sich nicht mehr befreien konnte. Fotos: NABU Leipzig
Diese Kohlemeise ist an der Abwehrpaste kleben geblieben und qualvoll verendet, weil sie sich nicht mehr befreien konnte. Fotos: NABU Leipzig

Wenn die Tiere mit dem heimtückischen Gel in Kontakt kommen, bleiben sie kleben. Sie verenden qualvoll oder verkleben sich das Gefieder, so dass sie flugunfähig werden. Wenn sie nicht gefunden werden, verhungern diese Vögel. Sie von den Verklebungen zu befreien ist ein sehr aufwändiger Prozess. Leider sind in Leipzig und anderen deutschen Städten bereits Todesopfer zu beklagen, darunter Kohlmeisen und ein Turmfalke.

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Tourismus-Konzept im Leipziger Auwald

Gemeinsame Beschwerde der Naturschutzverbände

Der NABU Leipzig hat gemeinsam mit den Naturschutzverbänden BUND Sachsen, NuKLA und Ökolöwe bei der Landesdirektion Sachsen Beschwerde gegen das Wassertouristische Nutzungskonzept in der Region Leipzig (WTNK) eingelegt. Dass es ohne Umweltverträglichkeitsprüfung und ohne die notwendige Beteiligung der Öffentlichkeit realisiert wird, obwohl es erhebliche ökologische Auswirkungen hat, halten die Verbände für rechtswidrig.

Für das Leipziger Auenökosystem ist nur eine naturverträgliche Nutzung möglich, um es in seiner einzigartigen Bedeutung für Mensch und Natur zu erhalten. Das WTNK ist ohne Umweltverträglichkeitsprüfung entstanden, der fachliche und gesellschaftliche Diskurs fand nicht ausreichend statt. Angesichts der vorwiegend wirtschaftlichen Ziele bringt das WTNK die ohnehin bedrohte Artenvielfalt im Leipziger Auwald noch weiter in Bedrängnis. Damit diese Vorhaben unsere Auenlandschaft nicht zerstören und die grüne Vielfalt erhalten bleibt, haben die Naturschutzverbände die Landesdirektion Sachsen darum gebeten, die Rechtmäßigkeit des WTNK zu prüfen.

Der Leipziger Auwald als grünes Juwel in der wachsenden Großstadt ist für viele Leipzigerinnen und Leipziger ein Ort der Ruhe und Erholung. Gerade deswegen erfordert das WTNK eine angemessene Öffentlichkeitsbeteiligung. Daran fehlt es bislang.  

 

Prüfantrag     Pressemitteilung

Leipzig schrumpft

NABU beklagt Lebensraumverlust in der wachsenden Stadt

Leipzig wächst für die Menschen. Demnächst wird die Stadt wohl mehr als 580.000 Einwohner haben, bis 2030 werden gar 720.000 erwartet. An den vielen Baustellen ist gerade zu sehen, wie sich ein solches Wachstum auswirkt. Neue Wohnungen, Einkaufsmärkte und Gewerbegebiete werden gebaut.

Aber Leipzig schrumpft für die Wildtiere! Während die Stadt wächst, haben diese Stadtbewohner immer weniger Platz. Viele Brachflächen und Grünanlagen gibt es nicht mehr, Sträucher und Bäume wurden gerodet. Damit einher geht der Verlust von potenziellen Lebensräumen der Tiere. Immer mehr Menschen fällt auf, dass es beispielsweise weniger Sperlinge und Amseln gibt. Igel, Fledermaus, Schmetterling und Nachtigall, die zum lebendigen Stadtbild von Leipzig gehörten, werden immer seltener.

Darauf weist der NABU Leipzig hin, der allein im Jahr 2016 einen Flächenverlust von über 50 Hektar erfasst hat. Das sind Flächen, die lange von unseren tierischen Mitbewohnern genutzt wurden und die nun nicht mehr existieren. Eine Karte gibt einen entsprechenden Überblick über diese vom NABU registrierten Flächen – viele weitere sind in dieser Übersicht noch gar nicht enthalten.

Der NABU wirbt für einen verantwortungsvollen Umgang mit vorhanden Flächen. Bei Bauplanungen sollte man Lebensräume für tierische Nachbarn von Anfang an berücksichtigen.

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Tipps zum Artenschutz beim Gebäudeneubau

Neue Broschüre des NABU Leipzig basierend auf einer Bachelorarbeit an der HTWK

Gebäudebewohnende Vogel- und Fledermausarten sind Kulturfolger. Das heißt, ihre natürlichen Lebensräume sind heutzutage weitgehend verschwunden, sie sind auf den Menschen angewiesen, nisten und schlafen in Nischen, Hohlräumen und Spalten von Gebäuden. Allerdings werden Altbauten saniert oder abgerissen, sodass diese Unterschlupfmöglichkeiten verschwinden. In vielen Fällen könnte man den Tieren bei Sanierungsarbeiten oder beim Gebäudeneubau mit einfachen Mitteln helfen, meist aber denkt man nicht an diese Mitbewohner, obwohl sie von europäischen und bundesdeutschen Artenschutzvorschriften geschützt sind.

Wie man mit geringem Aufwand Vogelnistplätze und Fledermausquartiere in Gebäudeneubauten integrieren kann, zeigt jetzt die kleine Broschüre „Konstruktive Lösungsansätze für den Schutz gebäudebewohnender Vogel- und Fledermausarten im Gebäudeneubau“. Sie wurde vom NABU Leipzig zusammengestellt und gestaltet, und sie basiert auf der Bachelorarbeit von Jule Hinkel, die im September 2014 an der HTWK Leipzig eingereicht wurde.

Der NABU möchte damit Gebäudeplaner und Bauherren auf die Problematik aufmerksam machen und einfache konstruktive Lösungsansätze aufzeigen und steht als Ansprechpartner für Fragen zum baulichen Artenschutz gerne zur Verfügung.

Zur Integration in Ausführungsplanungen können die in der Broschüre dargestellten Konstruktionszeichnungen im .dwg-Format von der Internetseite www.NABU-Leipzig.de/Gebaeudeneubau kostenfrei heruntergeladen werden.

 

Pressemitteilung     Weitere Informationen

Zukunft des Wilhelm-Leuschner-Platzes

Positionspapier von BUND und NABU für den Erhalt des innerstädtischen Lebensraums

Der Wilhelm-Leuschner-Platz ist als Freifläche interessant für die Stadtentwicklung und Bebauung. Man darf aber nicht vergessen, dass er mit seinen Bäumen und Hecken auch ein wertvoller innerstädtischer Lebensraum ist, beispielsweise für geschützte Vogelarten. Die Tiere finden hier nicht nur Nistplätze, sondern auch Nahrung. Vergleichbare Flächen, die als Ersatz dienen könnten, sind in der Nachbarschaft nicht vorhanden, vielmehr sind in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche andere innerstädtische Vogellebensräume durch Bebauung oder zu intensive Gehölzpflege verloren gegangen. Um einen Ausgleich zwischen den Interessen des Artenschutzes und der Stadtentwicklung herbei zu führen, haben sich BUND Regionalgruppe Leipzig und NABU-Regionalverband Leipzig mit einem gemeinsamen Positionspapier an die Stadtverwaltung gewandt. Darin werden Informationen zum gegenwärtigen Zustand zur Verfügung gestellt, beispielsweise zu den vorhandenen Brutvögeln und Hecken. Außerdem werden Vorschläge skizziert, wie ein Erhalt der wertvollen Lebensräume möglich sein könnte. BUND und NABU hoffen, dass mit der Stadtverwaltung ein konstruktiver Dialog zu diesen Fragen zustande kommt.

Positionspapier     Weiterlesen

Wohnungsnot durch Bauboom 

Bei Gebäudesanierungen werden Nistplätze zerstört

NABU fordert Einhaltung der Artenschutzgesetze

In Leipzig wird gebaut und saniert – die Menschen in der Stadt brauchen bezahlbaren Wohnraum. Leider denken dabei viele nicht an die tierischen Mitbewohner, die in unseren Gebäuden ebenfalls zuhause sind: Mauersegler, Turmfalken, Haussperlinge, Fledermäuse und viele andere.

Obwohl es gesetzlich verboten ist, werden in vielen Fällen ihre Nistplätze absichtlich beseitigt, oder es wird nach Baumaßnahmen kein Ersatz für die tierischen Nachbarn angeboten. Der NABU bemüht sich darum, Nistplätze zu ermitteln und bei Störungen rechtzeitig die zuständige Behörde zu informieren. Dabei ist der NABU auch auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen.

Um auf das Problem aufmerksam zu machen, hat der NABU-Regionalverband Leipzig ein Informationspapier veröffentlicht.

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Informationspapier     Pressemitteilung

 

Baugerüste versperren Elternvögeln den Weg zum Nistplatz, die Jungen werden hinter Dämmplatten eingemauert – trauriger Alltag auf Leipziger Baustellen. Foto NABU Leipzig
Baugerüste versperren Elternvögeln den Weg zum Nistplatz, die Jungen werden hinter Dämmplatten eingemauert – trauriger Alltag auf Leipziger Baustellen. Foto NABU Leipzig

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Lustige Stofftiere, waschbar bis 40°C. Die Einnahmen werden für den Arbeitskreis Vogelschutz verwendet. Jedes Kuscheltier ist ein handgefertigtes Unikat aus Stoffresten und für 3 Euro erhältlich im NABU-Naturschutzbüro.
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