Willkommen beim NABU Leipzig!

Wir sind aktiv für Mensch und Natur in Leipzig und Umgebung

Foto: Karsten Peterlein

Vogel des Jahres 2017

Der Waldkauz ist Botschafter für den Schutz von Höhlenbäumen

Foto: Uwe Schroeder

Stunde der Gartenvögel

Vogelzählung zum Mitmachen vom 12. bis 14. Mai 2017

Public Domain

Leipzig schrumpft

Dramatischer Lebensraumverlust in der Stadt


Leipziger Insektenvielfalt

Exkursion in die Welt der Sechsbeiner am 23. Juli

Foto: Petra Radtke
Foto: Petra Radtke

Sie krabbeln, summen, flattern, hüpfen, sie sind wunderschön oder auch erschreckend, sehr nützlich oder auch gefährlich, sehr widerstandsfähig, aber auch zerbrechlich, sie sind Verwandlungskünstler und Rekordhalter und es sind vor allem sehr, sehr viele verschiedene Arten: Rund zwei Drittel der weltweit bekannten Tierarten sind Insekten.

Ihre unterschiedliche Lebensweise, Formenvielfalt und auch Schönheit ist beeindruckend. Der NABU Leipzig möchte einen kleinen Einblick in diese oft verborgene Welt der Krabbeltiere geben. Alle Naturfreunde sind am Sonntag, 23. Juli 2017, 15 bis 17 Uhr eingeladen zur Exkursion „Leipziger Insektenvielfalt“. Treffpunkt ist die Haltestelle Plagwitz (Linie 14 oder S-Bahn).

Der Leipziger Insektenkundler Marcus Held wird die kleinen oder großen Sechsbeiner vorstellen, die am Plagwitzer Bahnhof zuhause sind. Die Teilnahme ist kostenlos.

 

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Der 4. Leipziger Mauerseglertag

NABU Leipzig bittet um Unterstützung beim Schutz der Nistplätze

Fotos: Carola Bodsch

 

Der Mauerseglertag 20017 begann am 5. Juli mit einem Vortragsabend im Naturkundemuseum. Dabei wurde die Arbeit der Wildvogelhilfe Leipzig vorgestellt, die jedes Jahr auch eine Vielzahl Mauersegler betreut.

Am 7. Juli konnten dann Interessierte die Pflegestelle für in Not geratene Mauersegler selbst besuchen und sich ein Bild von der aufwändigen Arbeit der freiwilligen Helfer machen.

Am Abend folgte eine Exkursion zu einer Mauersegler-Brutkolonie. Dabei konnten die Teilnehmer auch einem Blick auf die Nistkästen werfen, die vom NABU Leipzig betreut werden – im gesamten Stadtgebiet sind es mehr als 700 Mauerseglernisthilfen um die sich der Arbeitskreis Vogelschutz kümmert. Überraschend war die Entdeckung eines frisch geschlüpften Mauerseglers, der nun noch eine Nestlingszeit von 42 Tagen vor sich, während die meisten seiner Altersgenossen bereits in 10 bis 15 Tagen ausfliegen werden.

 

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Auf der Suche nach den Leuchtkäfern

Glühwürmchen-Exkursion im Leipziger Auwald

Glühwürmchen sind ungewöhnliche Geschöpfe: Sie können leuchten. Die Männchen, die fliegen können senden damit Signale an die Weibchen, die flügellos am Boden sitzen und mit Leuchtsignalen antworten. Der NABU Sachsen sammelt seit 10 Jahren mit Hilfe der Bevölkerung Informationen über Glühwümchen-Vorkommen; Sachsen ist deshalb die am besten untersuchte Glühwürmchen-Region. Auwälder sind der ideale Lebensraum für diese Insekten, aber sie sind auch auf Wiesen, in Gärten und Parks zu finden. Am 1. Juli 2017 hatte der NABU Leipzig zur Glühwürmchen-Exkursion eingeladen.

Fotos: Dr. Fabian Haas
Fotos: Dr. Fabian Haas

Das Wetter war kühl und regnerisch, wenig geeignet für die Glühwürmchen, dennoch kamen viele Gäste, um die Leuchtkäfer im Auwald zu suchen. Und auch die Tiere ließen sich vom Wetter nicht abschrecken, sie funkelten und flogen durch die Dunkelheit, was die Exkursionsteilnehmer mit „Ohs“ und „Ahs“ quittierten. NABU-Mitstreiter Dr. Fabian Haas erzählte Wissenswertes über die Glühwürmchen und ihre Lebensweise und führte den kleinen Nachtspaziergang an.

 

 

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Natur im Kleingarten

 

Kleingärten sind ein wichtiger Teil der Stadtnatur und können Lebensraum für viele Tiere sein. Tipps und Tricks für naturnahes Gärtnern gibt der NABU in einem neuen Faltblatt, das ab jetzt im NABU-Naturschutzbüro in Gohlis und beim Stadtverband der Kleingärtner in Plagwitz erhältlich ist.


Gebäudesanierung mit tödlichen Folgen

Rettung für junge Mauersegler in letzter Minute

In der wachsenden Stadt Leipzig wird an vielen Stellen gebaut und saniert. Leider werden dabei die Belange des Naturschutzes nicht ausreichend berücksichtigt, zum Teil werden Verstöße gegen den gesetzlichen Tier- und Artenschutz toleriert. Dabei spielen sich teilweise dramatische Szenen ab. So wurde die Wildvogelhilfe des NABU Leipzig zu einer Baustelle in der Angerstraße gerufen. Mieter hatten festgestellt, dass Mauersegler und Haussperlinge aufgeregt herumflogen und nicht mehr zu ihren Nestern konnten. Irgendwann hatten die Altvögel ihre Versuche dann aufgegeben. Die Mieter benachrichtigten die Wildvogelhilfe des NABU Leipzig, die feststellen konnte, dass Fugen mit Bauschaum verklebt wurden, hinter denen sich vermutlich die Vogelnester befanden. Nachdem die Hausverwaltung nicht erreichbar war blieb nur die Möglichkeit, die Polizei und die Feuerwehr zu rufen, um die unterkühlten jungen Mauersegler zu bergen. Sie werden nun in der Wildvogelhilfe Leipzig gepflegt. Ein weiteres Nest wurde entdeckt, in dem ein junger Haussperling bereits verhungert war.

Fotos: NABU Leipzig

 

Leider ist das nur ein Beispiel für viele ähnliche Rettungsaktionen, bei denen manchmal die Hilfe auch zu spät kommt. Noch mehr Fälle bleiben gänzlich unbemerkt, so dass man davon ausgehen muss, dass bei Bauarbeiten in Leipzig tagtäglich gesetzlich geschützte Tiere getötet werden und diese Gesetzesverstöße in den meisten Fällen folgenlos bleiben.

Oft werden Fugen verschlossen, obwohl die Nester mit den Jungvögeln sich noch dahinter befinden, so dass die Jungtiere qualvoll verhungern. Auch schlafende Fledermäuse werden oft bei lebendigem Leibe eingemauert. Das ist nicht nur unmenschlich, sondern ein klarer Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, gegen das Bundesnaturschutzgesetz und gegen Artenschutzvorschriften der Europäischen Union. Ritzen und Fugen müssen auf das Vorhandensein von Tieren, insbesondere auf Niststätten geschützter Arten kontrolliert werden!

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Nachtschwärmer auf dem Südfriedhof

NABU-Abendexkursion beim Wave-Gotik-Treffen

Fotos: Carola Bodsch

 

Beim Wave-Gotik-Treffen 2017 hatte der NABU Leipzig wieder zur Abendexkursion auf dem Südfriedhof eingeladen, zu der in diesem Jahr rund 250 Teilnehmer kamen. Im Mittelpunkt standen die Fledermäuse, aber es gab auch Informationen zum Friedhofsgelände, zum Artenschutz in der Stadt und zum NABU-Projekt „Lebendige Friedhöfe“.

Startpunkt war der Westeingang des Südfriedhofs, es folgte ein Rundgang, der hinter dem Krematorium endete. Dort hatten Fledermausexperten der Ökologischen Station Borna-Birkenhain und vom NABU-Naturschutzinstitut Leipzig verschiedene Info-Stationen aufgestellt: Man konnte sich über die Pflege hilfsbedürftiger Fledermäuse informieren, über verschiedene Fledermauskästen, Fangtechnik für wissenschaftliche Untersuchungen und über Fledermausdetektoren, mit denen dann auch die vorbeifliegenden Tiere erfasst werden konnten. Außerdem wurden in kleinen Gruppen Führungen ins Fledermaus-Winterquartier angeboten, das der NABU Leipzig vor rund einem Jahr unter den Freitreppen im Columbarium eingerichtet hatte. Am Infostand des NABU gab es außerdem zahlreiche nützliche Broschüren und Faltblätter.  

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NABU-NachtnaTOUR am 20. Mai

Abendexkursion am Grünen Bogen

Der Waldkauz ist Vogel des Jahres 2017. Wie lebt dieser nachtaktive Vogel, wie sieht die Natur nach Sonnenuntergang aus? Um sich damit genauer zu beschäftigen, lädt der NABU in diesem Jahr zur NachtnaTOUR ein. Geplant sind deutschlandweit verschiedene Veranstaltungen, insbesondere am bundesweiten Tag der NachtnaTOUR, am 20. Mai. Auch der NABU Leipzig beteiligt sich mit mehreren Veranstaltungen an der NABU-NachtnaTOUR.

Am 20. Mai hatte der NABU Leipzig zum Beispiel zur Abendexkursion am Grünen Bogen Paunsdorf eingeladen, rund 20 Naturfreunde kamen und konnten beim Dunkelwerden Interessantes über die Tierwelt, über das Gebiet und die Arbeit des NABU erfahren. Zum Beispiel konnten die "Nachtschwärmer" gleichzeitig drei verschiedene Fledermausarten beobachten.  

Fotos: Carola Bodsch

 

An der Veranstaltung waren zwei Mitarbeiter beteiligt, die im Rahmen des Bundespro­gramms "Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt" gefördert werden.

Stunde der Gartenvögel 2017

Die deutschlandweite Vogelzählung zum Mitmachen

Foto: Karsten Peterlein
Foto: Karsten Peterlein

Jedes Jahr im Mai lädt der NABU zur großen Vogelzählung ein. Menschen in ganz Deutschland sind dann aufgerufen, eine Stunde lang Vögel in der unmittelbaren Umgebung zu beobachten und die Ergebnisse dem NABU zu melden. So werden wertvolle Informationen für den Vogelschutz gesammelt.
2017 wurde vom 12. bis 14. Mai gezählt, die Ergebnisse kann man noch bis zum 22. Mai an den NABU melden. Der NABU-Regionalverband Leipzig hatte am Aktionswochenende auch wieder Exkursionen zur Stunde der Gartenvögel angeboten, die für Kinder und Erwachsene geeignet waren. Allein bei diesen NABU-Veranstaltungen zählten rund 50 Vogelfreunde 183 Vögel aus 37 Vogelarten. Insgesamt wurden aus Leipzig und Umgebung bis Sonntagabend mehr als 5.000 Vogelbeobachtungen gemeldet. Deutschlandweit hatten sich zu diesem Zeitpunkt rund 125.000 Vogelfreunde an der NABU-Aktion beteiligt, sie zählten rund 670.000 Vögel.

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Praktischer Fledermausschutz

Spurensuche in der BatCity Leipzig

Suche nach Fledermausquartieren und -spuren in einer Leipziger Kirche. Foto: René Sievert
Suche nach Fledermausquartieren und -spuren in einer Leipziger Kirche. Foto: René Sievert

Nachdem es am ersten BatCity-Seminartag im April jede Menge theoretische Informationen zur Welt der Flattertiere gab, folgte am 13. Mai ein Praxistag für die Seminarteilnehmer. Bei einer Exkursion mit PKW steuerten sie zunächst ein Stadtviertel an, in dem verschiedene Artenschutzmaßnahmen an Gebäuden vorgestellt wurden; hier konnte man aber ebenso einige Negativbeispiele kennenlernen. Anschließend wurden Artenschutzmaßnahmen in Kirchen vorgestellt, die im Rahmen des Projekts „Lebensraum Kirchturm“ mit dem NABU Leipzig zusammenarbeiten. Es folgte ein Besuch auf dem Südfriedhof, auf dem der NABU Leipzig im Projekt „Lebendige Friedhöfe“ auch für den Fledermausschutz aktiv ist. Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung konnten die Seminarteilnehmer am Abend bei einer öffentlichen Fledermausführung im Schlosspark Lützschena kennenlernen. Zum eindrucksvollen Abschluss des Tages wurden Fledermäuse mit einem Stellnetz gefangen und untersucht. Beim gemeinsamen Abendessen im Innenhof der Auwaldstation Leipzig gab es Gespräche und Diskussionen und Zukunftspläne für den Fledermausschutz wurden geschmiedet.

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Ein Orchideen-Jahr

NABU-Vortragsabend über Blütenpflanzen und ihre Lebensräume

Fotos: Dr. Rainer Hoyer
Fotos: Dr. Rainer Hoyer

Die Toten Täler bei Freyburg sind ein überregional bekanntes Naturschutz­gebiet. Sie sind alles andere als „tot“, sondern ein ausgesprochen wertvoller Lebensraum – unter anderem für Orchideen. Ein Kenner des Gebietes ist Dr. Rainer Hoyer. Er hat die Pflanzen in prächtigen Fotos festgehalten. Beim NABU-Vortragsabend am 3. Mai 2017 hat er die Orchideen der Toten Täler vorgestellt, aber auch Pflanzen der weiteren Umgebung, die er zu verschiedenen Jahreszeiten fotografieren konnte.

Im voll besetzten Veranstaltungsraum hatten sich viele Orchideen- und Naturfreunde versammelt, die zum Teil selbst die Fundorte und die gezeigten Pflanzen kannten. Daraus entwickelten sich nach dem Vortrag noch einige angeregte Fachgespräche.

Der NABU Leipzig bedankt sich herzlich bei Dr. Hoyer, der schon mehrfach mit seinen interessanten Vorträgen bei NABU-Veranstaltungen zu erleben war.

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Osterküken im Stress

Junge Waldkäuze bitte nicht nach Hause mitnehmen!

Unternehmungslustige Waldkauz-Ästlinge. Fotos: NABU Leipzig

 

Ästlinge sind Jungvögel die gerade das Nest verlassen haben, noch nicht richtig fliegen können und außerhalb des Nestes noch einige Zeit von ihren Eltern versorgt werden. Häufig denken hilfsbereite Menschen, dass diese Tiere verwaist sind, nur weil sie am Boden oder in Sträuchern sitzen. Oft werden sie dann aus falsch verstandener Tierliebe ihren Eltern weggenommen. Bitte nehmen Sie Jungvögel nicht mit nach Hause! Beobachten Sie die Situation mit großem Abstand, meist kümmern sich die Vogeleltern um die Jungtiere. Im Zweifelsfall benachrichtigen Sie bitte die Wildvogelhilfe Leipzig: 01577 3252706! Der NABU berät Sie gerne und kümmert sich um das Tier, wenn es wirklich nötig ist. Hilfreich beim Fund eines Wildvogels ist auch eine Infografik, die der NABU Leipzig gestaltet hat.

Am Osterwochenende wurden gleich vier junge Waldkäuze von Spaziergängern mit nach Hause genommen. Gut, dass sich die Finder in allen Fällen schnell bei der Wildvogelhilfe des NABU Leipzig gemeldet haben, so dass eine Rückführung in die Natur immer zeitnah möglich war.

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Frühblüherexkursion auf der NABU-Streuobstwiese

Foto: Beate Kahl
Foto: Beate Kahl

Überall sind die Frühblüher zu sehen und künden vom Beginn der warmen Jahreszeit. Oft sind sie auffällige Farbtupfer, an anderen Stellen muss man genauer hinsehen, um die Frühblüher zu entdecken. So ist das auch auf der NABU-Streuobstwiese Knauthain, die im Rahmen des sachsenweiten Tagfalterprojekts „Puppenstuben gesucht“ insektenfreundlich gepflegt wird. Der NABU Leipzig hatte am 1. April 2017 zur Frühblüherexkursion eingeladen.

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Buntes Grün

NABU Leipzig startet Projekt für Lebensräume in der Stadt


Während Leipzig wächst, schrumpft der Lebensraum in der Stadt für Tiere und Pflanzen. Die Stadtnatur wird dem Bauboom geopfert – das hat auch negative Folgen für das Stadtklima und das Wohlbefinden der Menschen. Deshalb appelliert der NABU Leipzig an Garten- und Grundstücksbesitzer, Inhaber von Firmengeländen oder von Wohnanlagen, an Stadtplaner, Bauherren und Architekten, auch an die tierischen Nachbarn und an die Stadtnatur zu denken. Gehölze oder Brachflächen sollten so weit wie möglich erhalten bleiben, bei Neubauprojekten sollte man auch die Schaffung neuer Biotope einplanen. Eine naturverträgliche Pflege von Grünanlagen sollte nicht nur verkündet, sondern tatsächlich praktiziert werden. Zum Ausgleich für verlorenes Grün, können an geeigneten Stellen Blühflächen und neue Gehölzgruppen angelegt werden. Der NABU bietet dabei seine Beratung und Mitarbeit an.

Um für mehr Grün und für den Schutz der Lebensräume in der Stadt zu werben und aktiv dabei mitzuhelfen, hat der NABU Leipzig das Projekt „Buntes Grün“ gestartet. Machen Sie mit: Schaffen Sie Lebensräume in der Stadt und informieren Sie den NABU, wenn Stadtgrün verloren geht!

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NABU lehnt Motorbootpläne im Floßgraben ab

Die Stadtverwaltung plant offenbar, im Floßgraben wieder Motorboote fahren zu lassen. Der NABU Leipzig lehnt diese Pläne ab. Ruhe und klares Wasser im Floßgraben will nicht nur der Eisvogel. Motorboote würden das Gewässer trüben und damit unter anderem den Jagderfolg der Eisvögel verringern. Der Floßgraben ist für Motorboote ungeeignet.
Zudem darf der gegenwärtig gute Bruterfolg der Eisvögel nicht als Rechtfertigung dafür dienen, seinen Schutz zu verringern und zusätzliche Störungen herbeizuführen. Vielmehr sind weitere Schutzbemühungen notwendig, um den erfolgreichen Eisvogelschutz weiter zu garantieren oder sogar noch zu auszuweiten. Dieses Ziel sollte man im Europäischen Vogelschutzgebiet Leipziger Auwald anstreben; eine Förderung des Motorbootverkehrs dient hingegen nicht den Schutzzielen und auch nicht den Interessen einer naturverträglichen Auwaldnutzung.  

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Die Bunte Mischung

Jetzt aussäen und Lebensraum schaffen!

Der NABU setzt sich für eine naturnahe Pflege von Kleingärten, Parkanlagen und Grünflächen ein. Davon können viele Vogelarten, aber auch Insekten oder Igel profitieren. Garten- und Grundstücks­besitzer, Inhaber von Firmengeländen oder von Wohnanlagen sind aufgerufen, Blumenwiesen anzulegen und zu erhalten, auf denen diese Tiere Nahrung finden können. Dafür sind kleine oder größere Flächen geeignet, aber auch ein Pflanzkübel mit bunten Blüten und nahrhaften Sämereien auf der Terrasse können eine wertvolle Nahrungsquelle sein. Um neue vogel- und insektenfreundliche Flächen entstehen zu lassen, verteilt der NABU Leipzig auch in diesem Jahr wieder kleine Samentütchen mit den passenden Pflanzenarten. Der Inhalt reicht für etwa einen bunten Quadratmeter Lebensraum in der Stadt.  

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Veränderungen in der Leipziger Schmetterlingswelt

NABU-Vortragsabend im Naturkundemuseum

Foto: NABU/Marco Frank
Foto: NABU/Marco Frank

Schmetterlinge gelten als die Edelsteine der Luft, ihr Anblick erfreut viele Naturfreunde, doch der Mensch behandelt die Schmetterlinge nicht entsprechend. Den Insekten gehen immer mehr Lebensräume verloren. Klimawandel, Pestizide, Landschaftszerstörung sorgen dafür, dass viele Arten bedroht sind. Und für die Schmetterlinge sind die Probleme oft doppelt groß, denn die erwachsenen Falter und ihre Larven haben unterschiedliche Ansprüche an die Lebensräume.

Schmetterlingsexperte Ronald Schiller beim NABU-Vortragsabend im Naturkundemuseum. Foto: Ludo Van den Bogaert
Schmetterlingsexperte Ronald Schiller beim NABU-Vortragsabend im Naturkundemuseum. Foto: Ludo Van den Bogaert

Wenn man in die Vergangenheit blickt, stellt man fest, dass die Schmetterlingsfauna auch in Leipzig früher anders aussah als heute. Nicht für alle Arten sind die Veränderungen negativ, einige profitieren sogar davon. Am 1. März 2017 standen die Schmetterlinge im Mittelpunkt eines NABU-Vortragsabends im Naturkundemuseum. Der Leipziger Schmetterlingsexperte Ronald Schiller gab einen Einblick in „Die Leipziger Schmetterlingswelt und die Veränderungen in den letzten 200 Jahren“. zahlreiche Schmetterlings- und Naturfreunde waren zu dem Veranstaltungsabend gekommen und diskutierten auch über das Für und Wider von Naturschutzmaßnahmen, die nicht immer auch für die Schmetterlinge von Vorteil sind.

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Tödliche Klebepaste

Bitte melden Sie Einsatzorte und verklebte Vögel!

Mit großer Sorge beobachten Vogelschützer bundesweit den Einsatz einer sogenannten "Vogelabwehrpaste". Dieser silikonartige Kleber wird auf Geländern, Fensterbrettern oder Dächern aufgebracht, um Vögel zu vertreiben. Von den Herstellern wird das Mittel als harmlos angepriesen, doch das ist es nicht. Es hat für die Vögel tödliche Folgen. Der NABU Leipzig fordert deshalb alle auf, dieses Mittel keinesfalls einzusetzen! Die Verwendung ist nach Auffassung des NABU gesetzeswidrig.

Wer Stellen kennt, an denen die gefährliche Klebepaste bereits verwendet wurde oder wer Vögel mit verklebtem Gefieder beobachtet, informiert bitte die Wildvogelhilfe des NABU Leipzig telefonisch unter 01577 32 52 706 oder per E-Mail.

An diesem Wohnhaus im Leipziger Zentrum wurde die gefährliche Klebepaste aufgetragen.
An diesem Wohnhaus im Leipziger Zentrum wurde die gefährliche Klebepaste aufgetragen.
Diese Kohlemeise ist an der Abwehrpaste kleben geblieben und qualvoll verendet, weil sie sich nicht mehr befreien konnte. Fotos: NABU Leipzig
Diese Kohlemeise ist an der Abwehrpaste kleben geblieben und qualvoll verendet, weil sie sich nicht mehr befreien konnte. Fotos: NABU Leipzig

Wenn die Tiere mit dem heimtückischen Gel in Kontakt kommen, bleiben sie kleben. Sie verenden qualvoll oder verkleben sich das Gefieder, so dass sie flugunfähig werden. Wenn sie nicht gefunden werden, verhungern diese Vögel. Sie von den Verklebungen zu befreien ist ein sehr aufwändiger Prozess. Leider sind in Leipzig und anderen deutschen Städten bereits Todesopfer zu beklagen, darunter Kohlmeisen und ein Turmfalke.

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Unterschriftensammlungen für Mensch und Natur

Europäische Bürgerinitiative

Stopp Glyphosat!

Petition an den Landtag


Mehr Grün für Leipzig

Leipzig wächst und überall werden Bäume und Sträucher gerodet, um Häuser und Parkplätze zu bauen. Dadurch verschwinden grüne Inseln und Lebensräume für Tiere und Pflanzen.

Um das zu ändern, hat der Umwetlbund Ökolöwe einen Appell an den Stadtrat verfasst. Der NABU Leipzig unterstützt diese Initiative: Helfen Sie mit und unterschreiben Sie jetzt den Appell für mehr Grün in Leipzig!

Tourismus-Konzept im Leipziger Auwald

Gemeinsame Beschwerde der Naturschutzverbände

Der NABU Leipzig hat gemeinsam mit den Naturschutzverbänden BUND Sachsen, NuKLA und Ökolöwe bei der Landesdirektion Sachsen Beschwerde gegen das Wassertouristische Nutzungskonzept in der Region Leipzig (WTNK) eingelegt. Dass es ohne Umweltverträglichkeitsprüfung und ohne die notwendige Beteiligung der Öffentlichkeit realisiert wird, obwohl es erhebliche ökologische Auswirkungen hat, halten die Verbände für rechtswidrig.

Für das Leipziger Auenökosystem ist nur eine naturverträgliche Nutzung möglich, um es in seiner einzigartigen Bedeutung für Mensch und Natur zu erhalten. Das WTNK ist ohne Umweltverträglichkeitsprüfung entstanden, der fachliche und gesellschaftliche Diskurs fand nicht ausreichend statt. Angesichts der vorwiegend wirtschaftlichen Ziele bringt das WTNK die ohnehin bedrohte Artenvielfalt im Leipziger Auwald noch weiter in Bedrängnis. Damit diese Vorhaben unsere Auenlandschaft nicht zerstören und die grüne Vielfalt erhalten bleibt, haben die Naturschutzverbände die Landesdirektion Sachsen darum gebeten, die Rechtmäßigkeit des WTNK zu prüfen.

Der Leipziger Auwald als grünes Juwel in der wachsenden Großstadt ist für viele Leipzigerinnen und Leipziger ein Ort der Ruhe und Erholung. Gerade deswegen erfordert das WTNK eine angemessene Öffentlichkeitsbeteiligung. Daran fehlt es bislang.  

 

Prüfantrag     Pressemitteilung

Leipzig schrumpft

NABU beklagt Lebensraumverlust in der wachsenden Stadt

Leipzig wächst für die Menschen. Demnächst wird die Stadt wohl mehr als 580.000 Einwohner haben, bis 2030 werden gar 720.000 erwartet. An den vielen Baustellen ist gerade zu sehen, wie sich ein solches Wachstum auswirkt. Neue Wohnungen, Einkaufsmärkte und Gewerbegebiete werden gebaut.

Aber Leipzig schrumpft für die Wildtiere! Während die Stadt wächst, haben diese Stadtbewohner immer weniger Platz. Viele Brachflächen und Grünanlagen gibt es nicht mehr, Sträucher und Bäume wurden gerodet. Damit einher geht der Verlust von potenziellen Lebensräumen der Tiere. Immer mehr Menschen fällt auf, dass es beispielsweise weniger Sperlinge und Amseln gibt. Igel, Fledermaus, Schmetterling und Nachtigall, die zum lebendigen Stadtbild von Leipzig gehörten, werden immer seltener.

Darauf weist der NABU Leipzig hin, der allein im Jahr 2016 einen Flächenverlust von über 50 Hektar erfasst hat. Das sind Flächen, die lange von unseren tierischen Mitbewohnern genutzt wurden und die nun nicht mehr existieren. Eine Karte gibt einen entsprechenden Überblick über diese vom NABU registrierten Flächen – viele weitere sind in dieser Übersicht noch gar nicht enthalten.

Der NABU wirbt für einen verantwortungsvollen Umgang mit vorhanden Flächen. Bei Bauplanungen sollte man Lebensräume für tierische Nachbarn von Anfang an berücksichtigen.

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Tipps zum Artenschutz beim Gebäudeneubau

Neue Broschüre des NABU Leipzig basierend auf einer Bachelorarbeit an der HTWK

Gebäudebewohnende Vogel- und Fledermausarten sind Kulturfolger. Das heißt, ihre natürlichen Lebensräume sind heutzutage weitgehend verschwunden, sie sind auf den Menschen angewiesen, nisten und schlafen in Nischen, Hohlräumen und Spalten von Gebäuden. Allerdings werden Altbauten saniert oder abgerissen, sodass diese Unterschlupfmöglichkeiten verschwinden. In vielen Fällen könnte man den Tieren bei Sanierungsarbeiten oder beim Gebäudeneubau mit einfachen Mitteln helfen, meist aber denkt man nicht an diese Mitbewohner, obwohl sie von europäischen und bundesdeutschen Artenschutzvorschriften geschützt sind.

Wie man mit geringem Aufwand Vogelnistplätze und Fledermausquartiere in Gebäudeneubauten integrieren kann, zeigt jetzt die kleine Broschüre „Konstruktive Lösungsansätze für den Schutz gebäudebewohnender Vogel- und Fledermausarten im Gebäudeneubau“. Sie wurde vom NABU Leipzig zusammengestellt und gestaltet, und sie basiert auf der Bachelorarbeit von Jule Hinkel, die im September 2014 an der HTWK Leipzig eingereicht wurde.

Der NABU möchte damit Gebäudeplaner und Bauherren auf die Problematik aufmerksam machen und einfache konstruktive Lösungsansätze aufzeigen und steht als Ansprechpartner für Fragen zum baulichen Artenschutz gerne zur Verfügung.

Zur Integration in Ausführungsplanungen können die in der Broschüre dargestellten Konstruktionszeichnungen im .dwg-Format von der Internetseite www.NABU-Leipzig.de/Gebaeudeneubau kostenfrei heruntergeladen werden.

 

Pressemitteilung     Weitere Informationen

Zukunft des Wilhelm-Leuschner-Platzes

Positionspapier von BUND und NABU für den Erhalt des innerstädtischen Lebensraums

Der Wilhelm-Leuschner-Platz ist als Freifläche interessant für die Stadtentwicklung und Bebauung. Man darf aber nicht vergessen, dass er mit seinen Bäumen und Hecken auch ein wertvoller innerstädtischer Lebensraum ist, beispielsweise für geschützte Vogelarten. Die Tiere finden hier nicht nur Nistplätze, sondern auch Nahrung. Vergleichbare Flächen, die als Ersatz dienen könnten, sind in der Nachbarschaft nicht vorhanden, vielmehr sind in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche andere innerstädtische Vogellebensräume durch Bebauung oder zu intensive Gehölzpflege verloren gegangen. Um einen Ausgleich zwischen den Interessen des Artenschutzes und der Stadtentwicklung herbei zu führen, haben sich BUND Regionalgruppe Leipzig und NABU-Regionalverband Leipzig mit einem gemeinsamen Positionspapier an die Stadtverwaltung gewandt. Darin werden Informationen zum gegenwärtigen Zustand zur Verfügung gestellt, beispielsweise zu den vorhandenen Brutvögeln und Hecken. Außerdem werden Vorschläge skizziert, wie ein Erhalt der wertvollen Lebensräume möglich sein könnte. BUND und NABU hoffen, dass mit der Stadtverwaltung ein konstruktiver Dialog zu diesen Fragen zustande kommt.

Positionspapier     Weiterlesen

Wohnungsnot durch Bauboom 

Bei Gebäudesanierungen werden Nistplätze zerstört

NABU fordert Einhaltung der Artenschutzgesetze

In Leipzig wird gebaut und saniert – die Menschen in der Stadt brauchen bezahlbaren Wohnraum. Leider denken dabei viele nicht an die tierischen Mitbewohner, die in unseren Gebäuden ebenfalls zuhause sind: Mauersegler, Turmfalken, Haussperlinge, Fledermäuse und viele andere.

Obwohl es gesetzlich verboten ist, werden in vielen Fällen ihre Nistplätze absichtlich beseitigt, oder es wird nach Baumaßnahmen kein Ersatz für die tierischen Nachbarn angeboten. Der NABU bemüht sich darum, Nistplätze zu ermitteln und bei Störungen rechtzeitig die zuständige Behörde zu informieren. Dabei ist der NABU auch auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen.

Um auf das Problem aufmerksam zu machen, hat der NABU-Regionalverband Leipzig ein Informationspapier veröffentlicht.

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Informationspapier     Pressemitteilung

 

Baugerüste versperren Elternvögeln den Weg zum Nistplatz, die Jungen werden hinter Dämmplatten eingemauert – trauriger Alltag auf Leipziger Baustellen. Foto NABU Leipzig
Baugerüste versperren Elternvögeln den Weg zum Nistplatz, die Jungen werden hinter Dämmplatten eingemauert – trauriger Alltag auf Leipziger Baustellen. Foto NABU Leipzig

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