Silvester ohne Lärm, Müll und Feinstaub

NABU Leipzig bittet um Rücksichtnahme auf Tier- und Umwelt

Auch in diesem Jahr werden die Menschen in Deutschland wieder Unsummen für das Silvesterfeuerwerk ausgeben. Man könnte dieses Geld sinnvoller einsetzen. Doch die Silvesterknallerei hat Tradition und bereitet vielen Menschen Freude. Der Naturschutzbund NABU Leipzig bittet jedoch darum, Rücksicht zu nehmen auf Mitmenschen, aber auch Natur und Umwelt. Im besten Fall verzichtet man auf jegliches Feuerwerk und startet mit einem guten Gewissen ins neue Jahr.

Bei Tieren löst die ungewohnte nächtliche Silvesterknallerei Panik aus. Deshalb bittet der NABU Leipzig darum, Feuerwerk zumindest in allen Schutzgebieten sowie auf Grünflächen und in Gartenanlagen zu unterlassen. Es gibt in der großen Stadt genügend betonierte und asphaltierte, baumfreie Plätze – das letzte bisschen Grün sollte man als Rückzugsgebiet der Tierwelt respektieren und nicht zur Partymeile machen.

Außerdem sollten sich alle bemühen, Grünflächen und Gewässer nicht in Abfallplätze zu verwandeln. Diese „Silvestertradition“ hat keine Existenzberechtigung.

Wenn auf allen Grünflächen geböllert wird, können beispielsweise Vögel nur in die Höhe flüchten. Dadurch verlieren sie viel Energie. Sie finden keinen Schlafplatz und fliegen bis zur Erschöpfung umher. Für viele Vögel, aber auch andere Tiere hat der Silvester-„Spaß“ der Menschen schlimme Folgen. Im Rosental sowie im Clara-Zetkin- und im Johannapark gibt es im Winter große Schlafgemeinschaften von Vögeln. Neujahr werden dort leider jedes Jahr tote und verletzte Tiere gefunden – Opfer menschlicher Rücksichtslosigkeit. Verbrennungen, Schockzustände, geschädigte Hörorgane und andere Verletzungen werden bei Tieren nach Silvester festgestellt.

Jede Silvesterrakete, die nicht gezündet wird, ist ein Gewinn für die Umwelt! Das Feuerwerk sorgt nicht nur für Abfall und Lärm, es ist auch eine extreme Feinstaubbelastung und damit gesundheitsgefährdend. Nach Angaben des Umweltbundesamts wurden 2016 in Deutschland durch Silvesterfeuerwerk rund 5.000 Tonnen Feinstaub sinnlos freigesetzt. Das entspricht 17 Prozent der Menge, die jährlich durch den Straßenverkehr entsteht. Um das auszugleichen, müssten also alle Kraftfahrzeuge 8 Wochen stillgelegt werden.

Um auf die Probleme hinzuweisen und die Menschen zu informieren, hat der NABU auch in diesem Jahr wieder in verschiedenen Parkanlagen Hinweisschilder aufgehängt.

Der NABU-Regionalverband Leipzig wünscht allen ein gesundes neues Jahr!

 

Aushang     Pressemitteilung

Silvester-Party-Opfer

Foto: NABU Leipzig
Foto: NABU Leipzig

Eine Ringeltaube, eine Saatkrähe, eine Rabenkrähe, ein Haussperling und dieser Wiesenpieper (Foto) sind von der Wildvogelhilfe des NABU Leipzig in der Silvesternacht 2017 in Leipzig verletzt geborgen worden. Andere, häufig Kleinvögel, werden nicht rechtzeitg gefunden um zu helfen, sondern erliegen ihren Verletzungen.

Der Wiesenpieper hatte Glück im Unglück weil er gefunden wurde. Mit seiner Schnabelverletzung nach Frontalaufprall könnte er nicht mehr fressen und würde verhungern. Der Unterschnabel ist an der Spitze gebrochen und der Oberschnabel deformiert. Das lässt sich in einem längeren Behandlungsprozess aber wieder richten.

Guter Vorsatz für 2018: Mehr Rücksicht auf Tier- und Umwelt - auf Silvesterfeuerwerk verzichten!

Landtagspräsident besuchte den NABU Leipzig

Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler (rechts) informierte sich über die ehrenamtliche Arbeit des NABU Leipzig. Foto: Beatrice Jeschke
Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler (rechts) informierte sich über die ehrenamtliche Arbeit des NABU Leipzig. Foto: Beatrice Jeschke

Am 4. Dezember 2017  hatte der NABU Leipzig einen nicht alltäglichen Gast. Sachsens Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler stattete gemeinsam mit dem Landesvorsitzenden des NABU Sachsen, Bernd Heinitz, der NABU-Naturschutzstation Leipzig einen Besuch ab. Er informierte sich über die Aktivitäten des NABU in Leipzig und sprach mit den Naturschützern über aktuelle Fragen des Biotop- und Artenschutzes sowie über die Situation in der Stadt Leipzig.

Besonders interessierte sich Dr. Rößler für die Arbeit der Wildvogelhilfe des NABU Leipzig, deren ehrenamtliche Arbeit mit einem hohen Zeitaufwand verbunden ist, aber auch mit hohen Kosten, insbesondere für die notwendigen Futterinsekten. Glücklicherweise sind alljährlich Vogelfreunde bereit, die Arbeit der Wildvogelhilfe mit einer Spende zu unterstützen und die intensive Arbeit so möglich zu machen.
Auch Dr. Rößler hat dem NABU für die Wildvogelhilfe eine großzügige Spende überreicht. Der NABU bedankt sich dafür sehr herzlich und freut sich über die mit der Spende und dem Interesse des Landtagspräsidenten verbundene Anerkennung des umfangreichen ehrenamtlichen Engagements.

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Angelköder verschluckt

Wildvogelhilfe konnte einen jungen Schwan retten und bittet Angler um Sauberkeit an Gewässern

Ein junger Höckerschwan hatte einen Angelköder verschluckt und brauchte dringend Hilfe. Der Vogel konnte eingefangen und der Angelköder herausoperiert werden. Fotos: NABU Leipzig

 

Ende November haben aufmerksame Spaziergänger beobachtet, wie sich ein junger Höckerschwan an den Schönauer Lachen mit einem verschluckten Angelköder quälte und nicht mehr fressen konnte. Sie informierten den NABU, sodass die Wildvogelhilfe das Tier einfangen konnte. Bei diesem Schwan war die verknotete Angelschnur bereits im Magen, konnte aber von Tierärzten der Universitätsklinik für Vögel und Reptilien unter Mithilfe der Universitätsklinik für Kleintiere entfernt werden. Nach zwei Tagen Aufenthalt in der Klinik konnte der NABU den Schwan zurück zu seiner Familie in den Schönauer Lachen bringen.

Von Anglern achtlos liegen gelassene oder auf dem Wasser verlorene Angelschnüre sind eine ernste Gefahr. Der NABU appelliert daher an Angler, sämtlichen Unrat von Gewässern wieder mitzunehmen. Wer Wasservögel in Not beobachtet, ruft bitte die Wildvogelhilfe Leipzig an: 01577 3252706.

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Mehlschwalben sind willkommen in Grünau

Kooperation des NABU mit der Immeo Wohnen Service GmbH

Seit Anfang 2017 verwaltet die Immeo Wohnen Service GmbH die Gebäude in der Mannheimer Straße in Grünau. Der Komplex ist gleichzeitig einer der letzten Hotspots der Mehlschwalbenkolonien im Westen von Leipzig. Bereits nach dem ersten Treffen mit dem

Ein sanierter Wohnblock der Wohnungsbaugenossenschaft Zwickau-Land e.G. mit künstlichen Nisthilfen für Mehlschwalben. Foto: Heiko Goldberg
Ein sanierter Wohnblock der Wohnungsbaugenossenschaft Zwickau-Land e.G. mit künstlichen Nisthilfen für Mehlschwalben. Foto: Heiko Goldberg

NABU stand fest: Immeo wird verschiedene Standorte an ihren Gebäuden für Schwalbennisthilfen zur Verfügung stellen. Im Ergebnis des zweiten Treffens wird die Immeo dazu den Bau von insgesamt elf Nisthilfen beauftragen.

Der NABU Leipzig begleitet fachlich das Vorhaben der Immeo, die Nachhaltigkeit als Bestandteil ihrer Firmenphilosophie sieht. Die Konstruktionsweise der Nisthilfen wurden von einem Projekt aus Zwickau abgeschaut. Der NABU Leipzig lieferte dazu eine Konstruktionszeichnung und begab sich auf die Suche nach einem regionalen Hersteller.

Prototyp der Nisthilfen, die Immeo in Grünau anbringen will. Foto: NABU Leipzig
Prototyp der Nisthilfen, die Immeo in Grünau anbringen will. Foto: NABU Leipzig

Die vorgesehene Konstruktion ist eine kleine Überdachung, welche den Anbau von Mehlschwalbennestern ermöglicht. Dachdeckermeister Matthias Gotthardt stellte sich der Herausforderung und fertigte sogar einen Prototyp an, der beim zweiten Treffen mit Immeo sogleich inspiziert wurde.

Die Installation der Nisthilfen ist im Frühling 2018 geplant.

 

Schwalben willkommen!

Lebensraumvielfalt in der Vorweihnachtszeit

Informativer Adventskalender der Lebendigen Luppe

Jedes Jahr im Advent gestaltet das Projekt "Lebendige Luppe" einen ganz besonderen Adventkalender – ohne Schokolade, dafür mit täglich neuen Informationshäppchen auf Facebook sowie im Schaufenster des Kontaktbüros in Gohlis und im Foyer des Naturkundemuseums Leipzig (Lortzingstraße 3).

In diesem Jahr wird Tag für Tag ein anderer Lebensraum der Leipziger und Schkeuditzer Auenlandschaft vorgestellt. Dabei geht es nicht nur um die Lebensraumvielfalt, die man im Wald, am Fluss oder auf der Wiese finden kann, auch Lebensräume in den Ortschaften werden vorgestellt, denn sie sind wichtige Rückzugsmöglichkeiten für die Tier- und Pflanzenwelt. Zudem reichen die Ausläufer der Aue bis in die Ortschaften und sind eng verzahnt mit der Stadtnatur, die aber gefährdet ist, denn viele Naturflächen in den Ortschaften gehen verloren.

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Biotop- und Artenvielfalt am Wegesrand

NABU Plaußig-Portitz startet neue Pflanzaktion

Fotos: Steffen Wagner

 

Die NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz hat 2013 das Projekt „Mehr Grün am Wegesrand“ gestartet. Jahr für Jahr wurden Feldgehölze an einem Weg bei Hohenheida in die Erde gebracht – ein wichtiger Beitrag für die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft. Nach Abschluss dieses mehrjährigen Pflanzprojektes wird es nun an neuer Stelle fortgesetzt: auf einem Grundstück am Ortsausgang von Plaußig. Diese Arbeiten werden ebenfalls über mehrere Jahre stattfinden, zum Auftakt kamen am 11. November 2017 38 Naturfreunde zur Pflanzaktion.

Der NABU bedankt sich bei allen für den erfolgreichen Arbeitseinsatz!

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Kinder brauchen Natur

Warum soll die Grünfläche Libertaplatz einem Kita-Bau geopfert werden?

Foto: NABU Leipzig
Foto: NABU Leipzig

Für immer neue Bauprojekte geht Stück für Stück die Stadtnatur verloren, die für das Wohlbefinden der Menschen, für das Stadtklima und für die Tier- und Pflanzenwelt notwendig ist. Vielfach wird für verlorene Lebensstätten geschützter Tierarten keinerlei Ersatz geschaffen. Oft wird die Natur zerstört, obwohl es bessere Alternativen gibt. Ein weiteres Beispiel ist der geplante Bau einer Kindertages­einrichtung in der Eigenheimstraße / Libertastraße im Stadtteil Dölitz. Bereits bei einer einfachen Begehung konnte der NABU Leipzig auf der Grünfläche zahlreiche höhlenreiche Bäume finden. Mindestens 12 Höhlen, die Lebensraum für Vögel und Fledermäuse und damit auch gesetzlich geschützt sind, wurden dabei festgestellt. Ökologisch weniger wertvolle Alternativflächen sind im Umfeld der geplanten Baumaßnahme vorhanden. Gemeinsam mit den Anwohnern fordert der NABU, diese Flächen für den Kita-Bau zu prüfen.

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Feuchtwiesenmahd

Die Papitzer Lehmlachen bei Schkeuditz sind ein ökologisch besonders wertvoller Teil der Leipziger Auenlandschaft. Die Kleingewässer und Wiesen sind Heimat für Tier- und Pflanzenarten, die auf solche Lebensräume angewiesen sind. Der NABU Leipzig kümmert sich intensiv um den Erhalt dieser Lebensräume, dazu zählt auch die jährliche Feuchtwiesenmahd, die 2017 am 21. und 22. Oktober stattfand. 15 fleißige Naturtäter kamen zum gemeinsamen Arbeitseinsatz, der auch immer Gelegenheit bietet, ins Gespräch zu kommen und die Natur zu beobachten.

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Foto: René Sievert
Foto: René Sievert

Naturschätze in der Stadt

NABU-Vortragsabend über Leipzigs Schutzgebiete am 15. Oktober in der Auwaldstation

Natur und Stadt werden oft als Gegenpole betrachtet – teilweise aber zu Unrecht, denn die Stadtnatur ist von einer großen Vielfalt geprägt, in der Stadt finden auch viele Tier- und Pflanzenarten ein Zuhause. Allerdings ist die Stadtnatur auch vielfältigen Bedrohungen und Interessenskonflikten ausgesetzt. Zu oft wird dieser ökologische Wert anderen,

kurzsichtigen Zielen geopfert, obwohl zahlreiche Flächen in der Stadt sogar unter gesetzlichem Schutz stehen.

Naturschutzgebiete, Naturdenkmäler, Geschützte Biotope, Landschaftsschutz­gebiete, FFH-Gebiet, SPA-Gebiet – es gibt verschiedene Arten von Schutzgebieten in Leipzig. Aber ist die Natur damit ausreichend geschützt?
Um die „Schutzgebiete in der Stadt“ geht es beim NABU-Vortragsabend am 15. Oktober 2017, 15 Uhr, in der Auwaldstation (Leipzig-Lützschena, Schlossweg 11).
Der NABU Leipzig möchte die verschiedenen Schutzgebiete und einige Beispiele vorstellen und darüber ins Gespräch kommen.
Alle Naturfreunde sind herzlich dazu eingeladen. Die Veranstaltung ist öffentlich, die Teilnahme ist kostenfrei.

Veranstaltungsplakat     Pressemitteilung

Leipzigs Flüsse

Vortragsabend über die Fließgewässer der Stadt am 4. Oktober, 19 - 21 Uhr

Zwei der zahlreichen Leipziger Flüsse: Hier fließt die Kleine Luppe in die Nahle. Foto: NABU Sachsen
Zwei der zahlreichen Leipziger Flüsse: Hier fließt die Kleine Luppe in die Nahle. Foto: NABU Sachsen

Leipzig wird oft „Pleißestadt“ genannt; doch die Pleiße ist nur einer von sehr vielen Flüssen – eigentlich ist Leipzig die „Stadt der 100 Flüsse“. Entstanden ist die Siedlung vor mehr als 1000 Jahren gar nicht an der Pleiße, sondern eher an der Parthe. Damals gab es unzählige Fließgewässer, die immer wieder über die Ufer traten und eine abwechslungsreiche Landschaft formten. Im Laufe der Zeit haben die Menschen diese Auenlandschaft aber grundlegend verändert. Durch Entwässerung und Deichbau ist über Jahrhunderte die Auendynamik mehr und mehr verloren gegangen, und der artenreiche Lebensraum ist zunehmend bedroht.
Trotzdem gibt es auch heute noch mehr als 100 Fließgewässer in und um Leipzig. Alle haben einen eigenen Namen, eine eigene Geschichte und eine eigene Funktion im Naturhaushalt, in der Landschaft oder in der Wasserwirtschaft.
Einige dieser Fließgewässer werden beim Vortragsabend des NABU Leipzig am 4. Oktober 2017, 19 bis 21 Uhr im Naturkundemuseum Leipzig (Lortzingstraße 3) vorgestellt. Uta Fröhlich, Mitarbeiterin des NABU Sachsen im Projekt „Lebendige Luppe“, wird über Geschichte und Gegenwart der Fließe sprechen und zur Diskussion über ihre Zukunft einladen. Denn viele der Fließgewässer befinden sich nicht in einem naturnahen, ökologisch guten Zustand. Bei der notwendigen Flussrenaturierung steht Leipzig deshalb noch vor großen Aufgaben.
Der Vortragsabend findet im Rahmen der monatlichen NABU-Veranstaltungsreihe „Der Natur zuliebe“ statt. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei.

Pressemitteilung     Veranstaltungsplakat

Sensen für die Schmetterlinge

Wiesenmahd auf der NABU-Streuobstwiese Knauthain

Am 23. September 2017 wurde die NABU-Streuobstwiese Knauthain gemäht, die im Rahmen des Tagfalterprojekts „Puppenstuben gesucht“ schmetterlingsfreundlich gepflegt wird. Zehn fleißige Helfer hatten sich dazu versammelt und mähten mit Handsensen einen Teil der Wiesenfläche. Zuvor gab es Informationen zum Umgang mit den Sensen, zu Geschichte und Gegenwart der Sensenmahd sowie zur Biotoppflege des NABU. Das Obst war leider schon von Anwohnern, Spaziergängern oder sonstigen Mundräubern geerntet, so dass sich die NABU-Mitstreiter nur noch zwei Äpfel teilen konnten, die aber dennoch sehr lecker waren. Am Ende waren alle glücklich über die getane Arbeit und den wertvollen Beitrag zur Biotoppflege.

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Arbeitseinsatz auf der Schmetterlingswiese. Fotos: Beatrice Jeschke

Mitgliederwerbung in Leipzig

Studententeam ist für den NABU unterwegs

Das NABU-Werbeteam: Angelika Bogdon, Lisa Richter, Raphael Kaupel, Nattaya Breier, Wiebke Strangfeld, David Scholz (v.l.n.r.). Foto: Ina Ebert
Das NABU-Werbeteam: Angelika Bogdon, Lisa Richter, Raphael Kaupel, Nattaya Breier, Wiebke Strangfeld, David Scholz (v.l.n.r.). Foto: Ina Ebert

Ein Studenten-Team macht ab 18. September 2017 in Leipzig mit Projekten des NABU Sachsen und des NABU Leipzig bekannt und wirbt Fördermitglieder. Sie informieren vor REWE-Märkten und Bioläden zum Beispiel über das Schwalbenprojekt, Fledermäuse in der Stadt, Natur im Kleingarten, die Wildvogelhilfe Leipzig und Streuobstwiesen.

Am Infostand erhält man auch Informationen zu anderen Naturschutzthemen sowie Veranstaltungsangeboten des NABU Leipzig für Groß und Klein. Unterstützer für die Naturschutzprojekte sind beim NABU herzlich willkommen. Mit einer NABU-Mitgliedschaft können diese Projekte langfristig gesichert werden.

Weitere Informationen beim NABU Sachsen unter 0341 337415-0 oder per E-Mail.

Müllsammlung am Elsterbecken

NABU beteiligte sich am Internationalen Küstenreinigungstag

Foto: René Sievert
Foto: René Sievert

Am 16. September 2017 hat sich der NABU Leipzig wieder am Internationalen Küstenreinigungstag (ICCD) beteiligt. Dazu fand eine Müllsammlung am Elsterbecken statt. 20 Naturtäter hatten sich dazu versammelt. Am Ende waren 17 große Müllsäcke mit Unrat gefüllt, das Gesamtgewicht des innerhalb von nur zwei Stunden gesammelten Mülls lag bei fast 200 Kilogramm.
Der ICCD findet jedes Jahr weltweit statt, um auf die Vermüllung der Weltmeere aufmerksam zu machen. Das Müllsammeln selbst ist dabei nur ein symbolischer Beitrag zum Schutz von Natur und Umwelt. Wichtig ist die ordnungsgemäße Abfallentsorgung und grundsätzliche Müllvermeidung. Der NABU Leipzig bittet alle, sich daran zu halten!

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700 Jahre Gohlis

NABU Leipzig war beim Stadtteilfest dabei

Fotos: Beatrice Jeschke

 

Am 12. August 2017 hat Gohlis, wo sich auch das NABU-Naturschutzbüro befindet, sein 700-jähriges Bestehen gefeiert. Zum großen Stadtteilfest hatte der Bürgerverein Gohlis eingeladen, und neben andere Vereinen und Initiativen war auch der NABU mit einem Informations- und Bastelstand dabei.

Es regnete nicht und die Temperaturen waren angenehm, es kamen wohl mehr als 1.500 Gäste, viele von ihnen umlagerten auch den NABU-Stand, wo es Informationen zu verschiedenen Naturschutzthemen und Quizfragen für Kinder gab.

NABU Leipzig beim Lützschenaer Schlossparkfest

Fotos: René Sievert

 

Am 3. September fand in Lützschena das 22. Schlossparkfest statt. Dazu hatten verschiedene Organisationen Informationsstände aufgestellt, auch der NABU Leipzig war dabei mit Informationsmaterial, Quizangeboten für Kinder und mit der Tierwohnungs­baustelle. Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit und kamen auch an den Stand des NABU Leipzig.

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Wild- und Heilkräuter auf der NABU-Streuobstwiese

Foto: René Sievert
Foto: René Sievert

Die NABU-Streuobstwiese in Knauthain wird im Rahmen des sachsenweiten Tagfalterprojekts „Puppenstuben gesucht“ insektenfreundlich gepflegt. Dazu gehört auch eine insektenfreundliche Mahd, die in diesem Jahr am 23. September stattfinden wird. Bevor es in einigen Wochen soweit ist, konnte man bei einer Exkursion mit Jens Franke am 20. August 2017 erkunden, welche Kräuter auf der Wiese zuhause sind.

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Fledermäuse in der Stadt

Batnight und StadtNaturErleben 2017

Braunes Langohr. Foto: NABU/Dietmar Nill
Braunes Langohr. Foto: NABU/Dietmar Nill

Vom 25. bis zum 27. August drehte sich alles um „Fledermäuse in der Stadt“. Der NABU Leipzig hatte zum Veranstaltungswochenende StadtNaturErleben eingeladen und beteiligte sich damit an der Internationalen Batnight. Zum Auftakt gab es am Freitag einen Vortrag im Naturkundemuseum und anschließend eine kleine Fledermausexkursion, am Samstag fand ein Fledermausabend im Schloss Schönefeld statt, und am Sonntag konnten sich Fledermausfreunde bei einem Rundgang im Stünzer Park über den praktischen Fledermausschutz informieren.

Foto: Carola Bodsch
Foto: Carola Bodsch

Die internationale Batnight findet jedes Jahr statt, um über die bedrohten Nachtlebewesen zu informieren und für ihren Schutz zu werben. Hauptursache für die Gefährdung der heimischen Fledermausarten ist der Verlust von geeigneten Lebensräumen und Unterschlupfmöglichkeiten sowie Nahrungsmangel, da auch die Lebensräume der Insekten immer weiter zerstört werden. In Leipzig sorgt der Bauboom für besonders große Probleme, weil Baumhöhlen, Ritzen und Fugen in Gebäuden mehr und mehr verschwinden. Der NABU Leipzig wirbt für mehr Rücksicht auf die tierischen Nachbarn und fordert die Einhaltung des Bundesnaturschutzgesetzes, das diese Lebewesen schützen soll, aber oft missachtet wird.

Fledermausexkursion im Stünzer Park. Foto: René Sievert
Fledermausexkursion im Stünzer Park. Foto: René Sievert

Bürger aus Stünz nutzten die Gelegenheit, um mit den NABU-Vertretern und den anderen Exkursionsteilnehmern über den Schutz Leipziger Grünflächen ins Gespräch zu kommen. Vor allem sorgen sie sich um die Zukunft des Parks, der von einem großangelegten Verkehrsprojekt bedroht ist: Es gibt Pläne, eine breite Straße als Tangente für den Stadtverkehr durch den Park zu verlegen. Er würde damit seine Bedeutung für das Stadtklima, als Erholungsraum für Menschen und Lebensraum für Tiere verlieren. Der NABU lehnt die Verkehrsplanung als vollkommen verfehlt ab. Zusätzlicher Straßenverkehr wird die künftigen Mobilitätsprobleme der Stadt keinesfalls lösen. Hier sind umweltfreundliche und zukunftsweisende Lösungen dringend erforderlich. Außerdem wäre nach Ansicht des NABU Leipzig die Beeinträchtigung des Parks mit dem Naturschutzrecht unvereinbar.

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Radeln und Raten

Die 3. Leipziger Fahrrad-Auwald-Rallye

Am 19. August ist es wieder soweit: Das Projekt „Lebendige Luppe“ lädt zur 3. Leipziger Fahrrad-Auwald-Rallye ein. Geplant ist eine spannende „Schnitzeljagd“ mit dem Fahrrad, es gibt verschiedene Mitmach- und Rätselstationen rund um Auwaldwissen.

Eine Station wird vom NABU Leipzig betreut, eine weitere vom Umweltbildungsteam der „Lebendigen Luppe“. Außerdem sind in diesem Jahr die Auwaldstation, das Naturkundemuseum, die Geowerkstatt, das Schulbiologiezentrum sowie das Umweltinformationszentrum dabei.

Bereits in den vergangenen zwei Jahren erfreute sich die Rallye großer Beliebtheit. Bei der 3. Auflage wird es nun eine neue Route durch das Leutzscher Holz geben. Start und Ziel der Strecke ist der Spielplatz an der Friesenstraße, nahe der Kleingartenanlage Waldluft. Starten kann man individuell zwischen 10 und 13 Uhr, die Teilnahme ist Kostenlos. Die 5 km lange Rallye ist mit eigenem GPS-Gerät oder mit einer Landkarte, die am Startpunkt verteilt wird, befahrbar und für Kinder gut geeignet. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich per E-Mail oder telefonisch unter 0341 86967550. Bei Regen fällt die Veranstaltung aus. Kurzfristige Informationen dazu gibt es unter 01578 233 33 83.

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Leipziger Insektenvielfalt

Exkursion in die Welt der Sechsbeiner

Foto: Detlef Bischoff
Foto: Detlef Bischoff

Sie krabbeln, summen, flattern, hüpfen, sie sind wunderschön oder auch erschreckend, sehr nützlich oder auch gefährlich, sehr widerstandsfähig, aber auch zerbrechlich, sie sind Verwandlungskünstler und Rekordhalter und es sind vor allem sehr, sehr viele verschiedene Arten: Rund zwei Drittel der weltweit bekannten Tierarten sind Insekten.

Ihre unterschiedliche Lebensweise, Formenvielfalt und auch Schönheit ist beeindruckend. Einen kleinen Einblick in diese oft verborgene Welt der Krabbeltiere gab der NABU Leipzig am 23. Juli 2017 bei der Exkursion „Leipziger Insektenvielfalt“. Der Leipziger Insektenkundler Marcus Held hat die kleinen oder großen Sechsbeiner vorgestellt, die am Plagwitzer Bahnhof zuhause sind.

Es gab großes Interesse bei den Naturfreunden, rund 40 Teilnehmer kamen zu dem Ausflug in die Insektenwelt, bei dem besonders die Heuschrecken im Mittelpunkt standen. Ödlandschrecke, Büffelzikade und Grünes Heupferd gehörten zu den „Sehenswürdigkeiten“.

Zusätzlich zu der Insekten-Exkursion am 23. Juli fand mit Marcus Held am 6. September 2017 auch ein Vortrag zum Thema „Leipziger Insektenvielfalt“ statt. Dazu hatte der NABU Leipzig ins Naturkundemuseum Leipzig eingeladen.

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Der 4. Leipziger Mauerseglertag

NABU Leipzig bittet um Unterstützung beim Schutz der Nistplätze

Fotos: Carola Bodsch

 

Der Mauerseglertag 20017 begann am 5. Juli mit einem Vortragsabend im Naturkundemuseum. Dabei wurde die Arbeit der Wildvogelhilfe Leipzig vorgestellt, die jedes Jahr auch eine Vielzahl Mauersegler betreut.

Am 7. Juli konnten dann Interessierte die Pflegestelle für in Not geratene Mauersegler selbst besuchen und sich ein Bild von der aufwändigen Arbeit der freiwilligen Helfer machen.

Am Abend folgte eine Exkursion zu einer Mauersegler-Brutkolonie. Dabei konnten die Teilnehmer auch einem Blick auf die Nistkästen werfen, die vom NABU Leipzig betreut werden – im gesamten Stadtgebiet sind es mehr als 700 Mauerseglernisthilfen um die sich der Arbeitskreis Vogelschutz kümmert. Überraschend war die Entdeckung eines frisch geschlüpften Mauerseglers, der nun noch eine Nestlingszeit von 42 Tagen vor sich, während die meisten seiner Altersgenossen bereits in 10 bis 15 Tagen ausfliegen werden.

 

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von Detlef Nowarre
von Detlef Nowarre

Für Mensch und Natur

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Für Biotop- und Artenschutz

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Lustige Stofftiere, waschbar bis 40°C. Die Einnahmen werden für den Arbeitskreis Vogelschutz verwendet. Jedes Kuscheltier ist ein handgefertigtes Unikat aus Stoffresten und für 3 Euro erhältlich im NABU-Naturschutzbüro.