Arbeitseinsatz für die Schmetterlingswiese

Die NABU-Streuobstwiese Knauthain wird im Rahmen des sachsenweiten Tagfalterprojekts „Puppenstuben gesucht“ schmetterlingsfreundlich gepflegt. Dazu gehört auch die regelmäßige Mahd mit dem Ziel, gleichermaßen die Lebensgrundlagen für Schmetterlingsraupen und für die erwachsenen Falter zu fördern. Von dieser Wiesenpflege profitieren auch andere Tier- und Pflanzenarten dieser Lebensgemeinschaft. Die Arbeitseinsätze des NABU Leipzig sind also ein wertvoller, praktischer Beitrag zum Arten- und Biotopschutz.

Admiral auf der NABU-Streuobstwiese Knauthain. Fotos: Beatrice Jeschke
Admiral auf der NABU-Streuobstwiese Knauthain. Fotos: Beatrice Jeschke

Am 23. September 2017 hatten sich zur Sensenmahd wieder fleißige Helfer versammelt. Innerhalb weniger Stunden schafften sie es, die halbe Fläche zu mähen, wobei ein Teil der Pflanzen stets stehen bleibt, um den Bewohnern der Wiese weiterhin die nötigen Unterschlupfmöglichkeiten zu bieten.
Zum Beginn der Veranstaltung hatte Wolfgang Kulick vom NABU Leipzig den Teilnehmern den Umgang mit den Sensen erklärt und gab auch weitere Informationen zu Geschichte und Gegenwart der Sensenmahd sowie zur Biotoppflege des NABU. Verwendet wurden unterschiedliche, recht stabile Sensenblätter, da die Wiese zum großen Teil aus robusten Stauden besteht. Mit einer kraftschonenden Arbeitstechnik kommt man dennoch gut voran, sodass am Ende alle glücklich waren über die getane Arbeit und den wertvollen Beitrag zur Biotoppflege.

Enttäuscht waren die Teilnehmer, dass die NABU-Streuobstwiese kaum noch Obst im Angebot hatte. Die Früchte wurden bereits in den Wochen zuvor von Anwohnern, Spaziergängern oder sonstigen Mundräubern geerntet. Lediglich zwei Äpfel konnten noch gepflückt werden, die dann geschwisterlich unter den zehn Teilnehmern verteilt wurden. Entschädigt wurde man vom leckeren Geschmack und auch vom übrigen Naturgenuss und einigen interessanten Tierbeobachtungen. So kreisten beispielsweise drei Bussarde über der Wiese – vielleicht auch in der Hoffnung, auf der gemähten Fläche besser Beute zu machen. Ein Grünspecht war zu hören, der ebenfalls die Wiese regelmäßig zur Futtersuche nutzt, jedoch auf andere Beute aus ist, nämlich vor allem auf Ameisen. Auch einige Falter konnte man auf der Schmetterlingswiese sehen, darunter einen Admiral.

Demonstriert wurde auch das Dengeln und Schärfen der Sensenblätter.
Demonstriert wurde auch das Dengeln und Schärfen der Sensenblätter.
Anuschka beobachtete den Arbeitseinsatz und bewachte die Rucksäcke.
Anuschka beobachtete den Arbeitseinsatz und bewachte die Rucksäcke.

Der elfte Teilnehmer des Arbeitseinsatzes war übrigens Anuschka, ein Riesen-Hund, der verlässlich die Rucksäcke bewachte und mit dem alle viel Spaß hatten.
An der Veranstaltung war auch ein Mitarbeiter beteiligt, der im Rahmen des Bundesprogramms „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“ vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert wird. Der NABU bedankt sich bei allen fleißigen Unterstützern sowie bei der NABU-Naturschutzstation Teichhaus Eschefeld, die in diesem Jahr einige zusätzliche Sensen für den Arbeitseinsatz in Leipzig zur Verfügung stellte.

Die NABU-Streuobstwiese nach getaner Arbeit. Im nächsten Jahr können sich hier wieder die Schmetterlinge tummeln.
Die NABU-Streuobstwiese nach getaner Arbeit. Im nächsten Jahr können sich hier wieder die Schmetterlinge tummeln.

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