Wildvogelhilfe Leipzig (ehrenamtlich), täglich erreichbar 8 bis 20 Uhr

Telefon: 01577 32 52 706

Beim Fund hilfsbedürftiger Vögel oder bei Fragen zum Vogelschutz bitte anrufen!

 

BFD in der Wildvogelhilfe Leipzig

Der NABU-Regionalverband Leipzig e.V. sucht eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter im Bundesfreiwilligendienst für die Wildvogelhilfe Leipzig. Arbeitsbeginn ist ab sofort möglich.

Weitere Informationen

„Verwaiste“ Jungvögel bitte nicht aufnehmen

Helfen Sie nur dort, wo es wirklich notwendig ist!

Foto: Rolf Handke/pixelio.de
Foto: Rolf Handke/pixelio.de
Jedes Jahr zur Brutzeit häufen sich Fundmeldungen über scheinbar hilflose Jungvögel und andere Tierkinder, die aus dem Nest gefallen sind. Man sollte solche Tiere auf keinen Fall gleich aufnehmen, sondern erst einige Zeit beobachten und sie an Ort und Stelle belassen. Im Zweifel bitte beim NABU Leipzig anrufen.

Um Menschen bei einem Vogelfund eine Orientierungshilfe zu geben, hat der NABU Leipzig eine Info-Grafik mit den wichtigsten Fragen und Antworten gestaltet. Sie ist im handlichen Flyerformat im NABU-Naturschutzbüro oder auch als Download erhältlich.

Mehr Platz für hilfsbedürftige Vögel

Weitere Volieren stehen in der Wildvogelhilfe zur Verfügung

Die Brutsaison der Vögel hat begonnen, das ist auch jedes Jahr eine besonders arbeitsreiche Zeit für die Wildvogelhilfe des NABU Leipzig. Denn oftmals können die Tiere eben nicht ungestört brüten, sondern werden Opfer von Unfällen. Ende April betreute die Wildvogelhilfe einen Haussperling, eine Mönchsgrasmücke, zwei Singdrosseln, ein Rotkehlchen und zwei Ringetauben (eine wurde aus einem Bürogebäude befreit, die andere ist Opfer eines Katzenangriffs). Außerdem kam eine Stockente in die Wildvogelhilfe, deren Schnabel leider so schwer verletzt war, dass er nicht operiert werden konnte. Das Tier wurde eingeschläfert.

Vögel in der Wildvogelhilfe Leipzig. Fotos: NABU Leipzig

 

Um dem jährlich steigenden Platzbedarf für Vögel in Not so gut es geht gerecht zu werden, gab es erneut Umbauarbeiten in der Wildvogelhilfe Leipzig: Zwei weitere Volieren wurden fertig und stehen nun für die Betreuung hilfsbedürftiger Vögel zur Verfügung. Der NABU Leipzig bedankt sich bei allen, die dabei geholfen haben!  

Neue Volieren in der Wildvogelhilfe Leipzig. Fotos: NABU Leipzig

Ringeltaube gerettet

Tagelang war die Ringeltaube in einem Bürogebäude gefangen. Fotos: NABU Leipzig

 

Vier Tage war eine Ringeltaube ohne Futter und Wasser in einem Treppenhaus eines Bürogebäudes eingesperrt. Sie ist vermutlich durch ein offenes Fenster in das Gebäude geflogen und fand den Weg nicht wieder hinaus. Sie wurde dort tagelang beobachtet, bis endlich die Wildvogelhilfe Leipzig benachrichtigt wurde. Die NABU-Mitstreiter konnten die Taube fangen, nun bleibt sie noch ein paar Tage in der Wildvogelhilfe, um dann wieder gestärkt in die Freiheit entlassen zu werden.

Es wäre möglich gewesen, der Taube bereits vor dem Wochenende zu helfen und dem Tier damit Leid zu ersparen. Der NABU Leipzig bittet darum, Beobachtungen hilfsbedürftiger Vögel möglichst schnell zu melden, damit ihnen rasch geholfen werden kann!  

Wintereinbruch überrascht die Zugvögel

16 Notfälle am Wochenende in Leipzig

Am Wochenende 17./18. März gab es mehr Notfälle als gewöhnlich. Die meisten Vögel haben es wegen der schneebedeckten Landschaft schwer, Nahrung zu finden. Zusätzlich gibt es zahlreiche Unfälle, bei denen wir Menschen - häufig unbewusst - eine Mitschuld tragen.

Rotkehlchen

Scheibenanflug

 

2 Waldschnepfen

Scheibenanflug mit Augen- und Schnabelverletzung

 

Bachstelze

untergewichtig von Windeböe gegen Gebäude geweht

 

Wacholderdrossel ()

gegen Glasscheibe geflogen

 

Heidelerche

 

Rotkehlchen

Katzenopfer

 

3 Kiebitze

untergewichtig und erschöpft aufgefunden

 

4 Singdrosseln

gegen Glasscheibe geflogen

 

Star

Schnabelbruch nach Kollision
mit einer Glasscheibe

 

Blaumeise

verletzter Flügel nach Katzenangriff

 


NABU bittet um Spenden

Einige Vögel bleiben längere Zeit in der Wildvogelhilfe. Um die hungrigen Vögel mit gutem Futter zu versorgen, ist der NABU auf Spenden angewiesen. Besonders teuer sind die Futterinsekten, die für viele Pflegevögel notwendig sind. Gegenwärtig entstehen Futterkosten von ca. 70 Euro pro Woche. Um diese Kosten zu finanzieren, ist jeder Beitrag hilfreich. Spenden sind auf das Konto des NABU Leipzig möglich, dabei bitte Verwendungszweck "Wildvogelhilfe" angeben.

Winter in Leipzig macht einige Vögel zu Notfällen

Wenn die Teiche zufrieren, suchen sich die Wasservögel offene Gewässer. Auf Bächen und Flüssen kommen sie normalerweise im Winter gut zurecht. Doch wenn sie auf ihrer Reise durch eine Stadt wie Leipzig kommen, endet ihre Reise oftmals. Schuld sind "moderne" Bauwerke mit riesigen Glasflächen. Die Vögel kollidieren mit den Scheiben.

Anfang März sind innerhalb weniger Tage ein Eisvogel, ein Zwergtaucher und eine Stockente gegen Glasscheiben geflogen. Nach tierärztlicher Untersuchung bleiben die Patienten bis zur Genesung in der Wildvogelhilfe des NABU Leipzig.

Gimpel
Fotos: NABU Leipzig

Auch ein Gimpel kollidierte mit einer Scheibe. Bei dem heftigen Zusammenstoß hat er sich den Schnabel verletzt.

Teichralle

Ein weiterer Pflegegast in der Wildvogelhilfe ist eine Teichralle. Sie hatte einen Unfall im Straßenverkehr.


Mutmaßlicher Tiermörder ermittelt

Monatelang hat er auf Vögel geschossen – mitten im Wohngebiet

Illegal erschossene Saatkrähe. Foto: NABU Leipzig
Illegal erschossene Saatkrähe. Foto: NABU Leipzig

Warum schießt jemand mitten in einem Wohngebiet in Leipzig, in der Nähe eines Kindergartens auf Vögel? Diese Frage wurde viele Wochen an der Straße des 18. Oktober gestellt, denn dort wurden immer wieder tote und angeschossene Krähen gefunden. Und noch wichtiger wurde die Frage: Wer ist der illegale Schütze?
Acht Wochen wurde das Wohngebiet immer wieder beobachtet, ehrenamtliche Mitarbeiter des NABU Leipzig verbrachten viel Zeit damit und konnten schließlich den mutmaßlichen Schützen bei seiner Straftat beobachten. Der Polizei wurde der Augenzeugenbeweis zusammen mit allen anderen während der Beobachtung gesammelten Beweismitteln übergeben. Die Staatsanwaltschaft hat gegen den Verdächtigen ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Auf der Röntgenaufnahme der erschossenen Krähe ist das tödliche Projektil zu erkennen.
Auf der Röntgenaufnahme der erschossenen Krähe ist das tödliche Projektil zu erkennen.

Erstmals wurden tote Krähen im Dezember 2017 dem NABU gemeldet. Mehrere konnte der NABU sicherstellen und in der Universitätsklinik für Vögel und Reptilien untersuchen lassen, auch die Polizei wurde hinzugezogen. Die Tiermediziner konnten Schussverletzungen als Todesursache feststellen, der NABU erstattete Anzeige, denn das Töten von Raben- und Saatkrähen ist ein Verstoß gegen das Tierschutz- und gegen das Bundesnaturschutzgesetz. Außerdem ermittelte die Polizei wegen Jagdwilderei. Drei Saatkrähen und zwei Rabenkrähen wurden nachweislich geschossen, zum Teil blieben die Projektile in den Körpern der Todesopfer stecken. Manche der Krähen verendeten qualvoll, andere wurden mit Schussverletzungen eingefangen und konnten nur noch eingeschläfert werden. Weitere zwölf Krähen, die seit Dezember in dem Gebiet gefunden wurden, sind möglicherweise auch den Schüssen zum Opfer gefallen, konnten aber keiner genaueren Untersuchung zugeführt werden, da sie von den Findern entsorgt wurden. Zudem könnte es eine Dunkelziffer verletzter oder getöteter Tiere geben, die gar nicht gefunden wurden.
Der NABU ist erleichtert, dass der mutmaßliche Täter ermittelt werden konnte und hoffentlich auch entsprechend bestraft wird. Dass ein Mensch ohne Respekt für das Leben dieser intelligenten, sozialen Vögel und für geltende Gesetze zur Schusswaffe greift, bleibt hoffentlich ein trauriger Extremfall, doch Naturentfremdung und Rücksichtslosigkeit gegenüber den Mitgeschöpfen ist leider weit verbreitet. Der NABU wird weiter für ein friedvolles Miteinander von Mensch und Natur arbeiten.

 

Medienecho

Pflegevögel im Januar

1 Wiesenpieper, 1 Wintergoldhähnchen, 2 Stadttauben, 1 Grünfink, 1 Waldschnepfe,
1 Sperber, 1 Saatkrähe, 2 Amseln (1 verstorben)

Illegale Vogelabwehr

NABU hat Gesetzesverstöße bei der Staatsanwaltschaft angezeigt

Mit verklebtem Gefieder verendete der Haussperling als Opfer der Vogelabwehrpaste.
Mit verklebtem Gefieder verendete der Haussperling als Opfer der Vogelabwehrpaste.

In der Nähe eines Leipziger Baumarkts wurde ein toter Haussperling gefunden und dem NABU übergeben. Er hatte ein vollkommen verklebtes Gefieder. Der Verdacht fiel auf Vogelabwehrpaste, die durch ihre Klebewirkung immer wieder zum qualvollen Tod verklebter Tiere führt. Der Einsatz solcher Klebepasten ist rechtswidrig! Dennoch wird sie von Gebäudebesitzern und Schädlingsbekämpfern verwendet. Der Baumarkt stand im Verdacht, und Nachforschungen des NABU haben ergeben, dass tatsächlich dort die illegale Klebepaste zum Einsatz kam. Außerdem gab es dort weitere tödliche Tierfallen.

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Die aufgebrachte Paste ist extrem klebrig. Fotos: NABU Leipzig
Die aufgebrachte Paste ist extrem klebrig. Fotos: NABU Leipzig

Tierschutzwidrige Vogelabwehrpaste kam ebenfalls in einer Passage in der Georg-Schumann-Straße zum Einsatz. In Nischen und auf Säulen wurden Dosen mit der Substanz zum Teil direkt neben bestehende Nester von Haussperlingen geklebt. Der NABU hat die mutmaßlichen Verstöße gegen das Tierschutzgesetz, gegen das Bundesnaturschutzgesetz und gegen die Bundesartenschutzverordnung bei der Staatsanwaltschaft angezeigt.

 

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Silvester-Party-Opfer

Foto: NABU Leipzig
Foto: NABU Leipzig

Eine Ringeltaube, eine Saatkrähe, eine Rabenkrähe, ein Haussperling und dieser Wiesenpieper (Foto) sind von der Wildvogelhilfe des NABU Leipzig in der Silvesternacht 2017 in Leipzig verletzt geborgen worden. Andere, häufig Kleinvögel, werden nicht rechtzeitg gefunden um zu helfen, sondern erliegen ihren Verletzungen.

Der Wiesenpieper hatte Glück im Unglück weil er gefunden wurde. Mit seiner Schnabelverletzung nach Frontalaufprall könnte er nicht mehr fressen und würde verhungern. Der Unterschnabel ist an der Spitze gebrochen und der Oberschnabel deformiert. Das lässt sich in einem längeren Behandlungsprozess aber wieder richten.

Guter Vorsatz für 2018: Mehr Rücksicht auf Tier- und Umwelt - auf Silvesterfeuerwerk verzichten!

Wildvogelhilfe | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014

Bild der Woche

von Detlef Nowarre
von Detlef Nowarre

Für Mensch und Natur

Foto: NABU/Marcus Gloger
Foto: NABU/S. Zibolsky
Foto: NABU/F. Fender

Naturschutz online


Foto: NABU/Rolf Jürgens

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Für Biotop- und Artenschutz

Foto: Karsten Peterlein
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