Wildvogelhilfe Leipzig (ehrenamtlich), täglich erreichbar

April - September 7 bis 21 Uhr | Oktober - März 8 bis 18 Uhr

Telefon: 01577 32 52 706

Beim Fund hilfsbedürftiger Vögel oder bei Fragen zum Vogelschutz bitte anrufen!

„Verwaiste“ Jungvögel bitte nicht aufnehmen

Helfen Sie nur dort, wo es wirklich notwendig ist!

Foto: Rolf Handke/pixelio.de
Foto: Rolf Handke/pixelio.de
Jedes Jahr zur Brutzeit häufen sich Fundmeldungen über scheinbar hilflose Jungvögel und andere Tierkinder, die aus dem Nest gefallen sind. Man sollte solche Tiere auf keinen Fall gleich aufnehmen, sondern erst einige Zeit beobachten und sie an Ort und Stelle belassen. Im Zweifel bitte beim NABU Leipzig anrufen.

Um Menschen bei einem Vogelfund eine Orientierungshilfe zu geben, hat der NABU Leipzig eine Info-Grafik mit den wichtigsten Fragen und Antworten gestaltet. Sie ist im handlichen Flyerformat im NABU-Naturschutzbüro oder auch als Download erhältlich.

Osterküken im Stress

Junge Waldkäuze bitte nicht nach Hause mitnehmen!

Unternehmungslustige Waldkauz-Ästlinge. Fotos: NABU Leipzig

 

Ästlinge sind Jungvögel die gerade das Nest verlassen haben, noch nicht richtig fliegen können und außerhalb des Nestes noch einige Zeit von ihren Eltern versorgt werden. Häufig denken hilfsbereite Menschen, dass diese Tiere verwaist sind, nur weil sie am Boden oder in Sträuchern sitzen. Oft werden sie dann aus falsch verstandener Tierliebe ihren Eltern weggenommen. Bitte nehmen Sie Jungvögel nicht mit nach Hause! Beobachten Sie die Situation mit großem Abstand, meist kümmern sich die Vogeleltern um die Jungtiere. Im Zweifelsfall benachrichtigen Sie bitte die Wildvogelhilfe Leipzig: 01577 3252706! Der NABU berät Sie gerne und kümmert sich um das Tier, wenn es wirklich nötig ist. Hilfreich beim Fund eines Wildvogels ist auch eine Infografik, die der NABU Leipzig gestaltet hat.

Am Osterwochenende wurden gleich vier junge Waldkäuze von Spaziergängern mit nach Hause genommen. Gut, dass sich die Finder in allen Fällen schnell bei der Wildvogelhilfe des NABU Leipzig gemeldet haben, so dass eine Rückführung in die Natur immer zeitnah möglich war.

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Jungvögel als Opfer von Haustieren

Hunde- und Katzenhalter müssen das verhindern!

Im Auwald, auf Friedhöfen und im Stötteritzer Wäldchen haben die Leipziger Waldkäuze Bruterfolg: Hier konnten junge Käuzchen beobachtet werden. Leider werden die unternehmungslustigen Jungvögel häufig Opfer freilaufender Haustiere - Katzen und Hunde jagen sie und benutzen die Vögel als Spielzeug. So erging es auch diesem kleinen Kauz, der in der Wildvogelhilfe Leipzig aufgenommen wurde, nachdem ihn eine Hauskatze verletzt hatte. Es passiert aber genauso häufig, dass Hunde bei den Käuzen zuschnappen. Der NABU Leipzig bittet alle Tierhalter um Rücksicht auf die Wildtiere: Hunde gehören an die Leine und Hauskatzen nicht ins Freie! Das sollte man zumindest in der Vogelbrutzeit beachten. Gegen die freilaufenden Haustiere können sich die jungen Vögel oder auch andere kleine Wildtiere nicht wehren.  

Foto: NABU Leipzig
Foto: NABU Leipzig

Neue Sorge um Eisvogellebensraum

Stadt will Motorbootverkehr wieder zulassen

Am 16. März 2017 hat das Dezernat Umwelt, Ordnung, Sport der Stadt Leipzig zur Pressekonferenz eingeladen. Dabei wurde erklärt, dass es dem Eisvogel gut geht.
Die schlechte Nachricht: Die Behörde, die eigentlich für seinen Schutz zuständig ist, plant neue Störungen seines Lebensraums: "Unser Ziel ist es, möglicherweise elektromotor-angetriebene Boote auf dem Floßgraben zu bestimmten Zeiten fahren zu lassen", sagte Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal dem MDR-Fernsehen. Dabei müsste doch eigentlich das Ziel der Naturschutzbehörde sein, die Natur zu schützen, wundert sich der NABU Leipzig. Ruhe und klares Wasser im Floßgraben will nicht nur der Eisvogel. Motorboote würden hingegen das Gewässer trüben. Das war deutlich zu beobachten, als im Floßgraben solche Fahrten noch stattfanden. Unter anderem wird dadurch der Jagderfolg der Eisvögel verringert.

Wassertrübung im Floßgraben nach Durchfahrt eines Motorboots mit Elektroantrieb. Foto: NABU Leipzig
Wassertrübung im Floßgraben nach Durchfahrt eines Motorboots mit Elektroantrieb. Foto: NABU Leipzig

Dass es dem Eisvogel im Europäischen Vogelschutzgebiet Leipziger Auwald gut geht, sollte eigentlich selbstverständlich sein. Dafür existiert ja dieses Schutzgebiet. Um die sensible Natur im Floßgraben zu schützen, wäre es nötig, die Anzahl der Boote hier grundsätzlich zu begrenzen. Motorboote sind hingegen kein Beitrag zur naturverträglichen Auwaldnutzung.

Der Floßgraben ist ein wertvoller Teil des Auenökosystems und beliebt bei Paddelbootfahrern. Seine Nutzung als Wasserstraße für Motorboote lehnt der NABU ab. Es gibt für Bootstouren ausreichend Möglichkeiten, der Floßgraben hingegen ist für Motorboote ungeeignet. Mit gutem Gewissen kann hier kein Motorbootfahrer durch den Auwald fahren.
Durch den Bootsverkehr wird nicht nur der Eisvogel gestört, sondern die sensible Natur am Floßgraben insgesamt beeinträchtigt. So haben zum Beispiel auch Zaunkönig und Gebirgsstelze zu leiden, die hier ebenfalls brüten. Durch Motorboote würde zudem die Unterwasserflora stärker beeinträchtigt.
Wenn eine gesetzlich geschützte Tierart sich in einem Schutzgebiet gut entwickelt, darf das kein Anlass sein, den Schutz aufzuweichen. Leipzig könnte den Erfolg sogar vergrößern und das am Floßgraben existierende Naturschutzgebiet ausweiten. Das wäre mal wirklich eine gute Nachricht, ein echter Erfolg und ein echter Grund für eine Pressekonferenz.

 

Pressemitteilung

Tödliche Klebepaste

Bitte melden Sie Einsatzorte und verklebte Vögel!

Diese Kohlmeise blieb an der Vogelabwehrpaste kleben und verendete qualvoll. Foto: NABU Leipzig
Diese Kohlmeise blieb an der Vogelabwehrpaste kleben und verendete qualvoll. Foto: NABU Leipzig

Mit großer Sorge beobachten Vogelschützer bundesweit den Einsatz einer sogenannten "Vogelabwehrpaste". Dieser silikonartige Kleber wird auf Geländern, Fensterbrettern oder Dächern aufgebracht, um Vögel zu vertreiben. Von den Herstellern wird das Mittel als harmlos angepriesen, doch das ist es nicht. Es hat für die Vögel tödliche Folgen. Der NABU Leipzig fordert deshalb alle auf, dieses Mittel keinesfalls einzusetzen! Die Verwendung ist nach Auffassung des NABU gesetzeswidrig.

Wer Stellen kennt, an denen die gefährliche Klebepaste bereits verwendet wurde oder wer Vögel mit verklebtem Gefieder beobachtet, informiert bitte die Wildvogelhilfe des NABU Leipzig telefonisch unter 01577 32 52 706 oder per E-Mail.

Wenn die Tiere mit dem heimtückischen Gel in Kontakt kommen, bleiben sie kleben. Sie verenden qualvoll oder verkleben sich das Gefieder, so dass sie flugunfähig werden. Wenn sie nicht gefunden werden, verhungern diese Vögel. Sie von den Verklebungen zu befreien ist ein sehr aufwändiger Prozess. Leider sind in Leipzig und anderen deutschen Städten bereits Todesopfer zu beklagen, darunter Kohlmeisen und ein Turmfalke.

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