Wildvogelhilfe Leipzig

Beim Fund hilfsbedürftiger Vögel oder bei Fragen zum Vogelschutz bitte anrufen!

Telefon: 03212 – 32 52 706

Erreichbar täglich 8 bis 18 Uhr, außer mittwochs.

Urlaubsbedingt ist die Wildvogelhilfe Leipzig vom 1. bis 30. September nicht erreichbar. Wir bitten um Verständnis.

(Es handelt sich um eine Sonderrufnummer, deren Zusatzfunktionen uns die tägliche Arbeit aller ehrenamtlichen Teammitglieder ermöglicht. Abhängig von Ihrem Telefonanbieter entstehen für Sie evtl. Zusatzkosten.)

 

Während der Vogelrettung oder -fütterung können Anrufe nicht angenommen werden. In diesem Fall bitte den Anrufbeantworter nutzen!

 

Die Wildvogelhilfe arbeitet ehrenamtlich, Menschen sind hier freiwillig und unentgeltlich in ihrer Freizeit aktiv für die hilfsbedürftigen Tiere. Wir können nur soweit helfen, wie Unterbringungskapazitäten, Arbeitskraft und Geld für Futter ausreichen. Da sich Anrufer im Minutentakt melden, können wir leider nicht jeden Anruf sofort entgegennehmen.

Alle Vogelfinder werden gebeten, die Wildvogelhilfe nach Möglichkeit mit einer Spende zu unterstützen.

„Verwaiste“ Jungvögel bitte nicht aufnehmen

Helfen Sie nur dort, wo es wirklich notwendig ist!

Foto: Rolf Handke/pixelio.de
Foto: Rolf Handke/pixelio.de
Jedes Jahr zur Brutzeit häufen sich Fundmeldungen über scheinbar hilflose Jungvögel und andere Tierkinder, die aus dem Nest gefallen sind. Man sollte solche Tiere auf keinen Fall gleich aufnehmen, sondern erst einige Zeit beobachten und sie an Ort und Stelle belassen. Im Zweifel bitte beim NABU Leipzig anrufen.

Um Menschen bei einem Vogelfund eine Orientierungshilfe zu geben, hat der NABU Leipzig eine Info-Grafik mit den wichtigsten Fragen und Antworten gestaltet. Sie ist im handlichen Flyerformat im NABU-Naturschutzbüro oder auch als Download erhältlich.

Vogelmord durch Fliegenfänger

Tödliche Klebefallen in Gärten, Ställen und Wohngebäuden

Gelbe Klebetafeln werden in Baumärkten und Gartencentern verkauft, um Obstbäume vor "Schädlingen" zu schützen. Vögel erkennen nicht, dass diese Tafeln eine Gefahr sind und können durch die starke Klebewirkung daran hängen bleiben. Eine ähnliche Gefahr sind lange Fliegenfänger, die häufig in Tierställen aufgehängt werden. An ihnen bleiben Schwalben kleben, die in den offenen Gebäuden brüten. Der harzartige Kleber führt entweder zum Verlust der Federn oder verklebt das Gefieder so stark, dass die Vögel flugunfähig sterben, wenn sie nicht gefunden und gerettet werden.

Die Vögel bleiben an den Klebefallen hängen und können sich in den meisten Fällen nicht selbst befreien. Fotos: NABU Leipzig

 

Drei Rauchschwalben, eine  Blaumeise, ein Gartenrotschwanz und ein Haussperling wurden dieses Jahr als Opfer von Insektenfallen in die Obhut der Wildvogelhilfe Leipzig gegeben. Es wird jedoch eine unbekannte Dunkelziffer geben, die weit höher liegt.

Tag der offenen Tür bei der Wildvogelhilfe Leipzig

Wie jedes Jahr am 8.8., gab der NABU Leipzig Interessierten wieder Gelegenheit, beim "Tag der offenen Tür" Einblick in die Arbeit der Wildvogelhilfe zu erhalten. Gleich zu Beginn gab es einen Notruf wegen eines vermutlich verletzten Höckerschwans auf einer Straße; umgehend fuhr ein ehrenamtlicher Mitstreiter zum Fundort, um zu helfen. Bei einem Rundgang wurden den Besuchern die gegenwärtigen Pflegevögel vorgestellt, darunter kleine Rauchschwalben-Nestlinge, die halbstündlich aus der Hand mit der Pinzette gefüttert werden müssen, außerdem junge Mehlschwalben, Haussperling, Feldsperling, Turmfalke und Türkentauben, die bereits selbständig Futter aufnehmen und in den Außenvolieren nur auf die Auswilderung vorbereitet werden.

Die Besucher konnten unter anderem miterleben, wie Rauchschwalben-Nestlinge mit der Pinzette gefüttert werden. Fotos: Marina Ide
Die Besucher konnten unter anderem miterleben, wie Rauchschwalben-Nestlinge mit der Pinzette gefüttert werden. Fotos: Marina Ide

Die Besucher erfuhren allerlei spannende Fakten rund um die Vogelwelt, beispielsweise über die Mauersegler, die in diesem Jahr einen neuen Hitzerekord erleben. Die langanhaltende Hochsommerhitze stört die natürliche Entwicklung der Jungvögel, viele klettern aus ihren Nistplätzen, um nach Abkühlung zu suchen und stürzen dabei zu Boden. 195 hilfebedürftige Mauersegler sind 2018 bereits in der Wildvogelhilfe aufgenommen worden.

Der NABU bedankt sich bei den Besuchern für die Spenden, mit denen für die jetzigen Pflegevögel die Futterkosten für vier Tage abgesichert werden können.

Heißer Sommer 2018

Viele Mauersegler wurden Opfer der Temperaturrekorde

Mauersegler in der Wildvogelhilfe Leipzig. Fotos: NABU Leipzig

 

Ungewöhnlich lange dauert 2018 die Sommerhitze. Die Jungvögel der Mauersegler sitzen unter den Dächern in überhitzten Nestern. Sie sind noch flugunfähig, fliehen aber vor den Temperaturen, sie klettern an den Nestrand und fallen kraftlos zu Boden. Viele Jungvögel, die nicht gefunden werden verhungern. Häufig werden abgestürzte Jungsegler abgemagert und dehydriert Tage nach dem Absturz gefunden und können noch gerettet werden.

2015 erlebte die Wildvogelhilfe des NABU Leipzig einen Mauerseglerhitzerekord mit 158 hilfebedürftigen Mauerseglern. In diesem Jahr wird dieser Rekord überschritten, Ende Juli waren es bereits 179 Mauersegler, die aus ganz Mitteldeutschland aufgenommen wurden.

Für die Betreuung der hilfsbedürftigen Vögel ist der NABU Leipzig dringend auf Spenden angewiesen (Stichwort „Wildvogelhilfe“).

Junge Mauersegler müssen in ihren Nestern auf ein vollständiges Gefieder warten, wenn sie die ungewöhnlich lang andauernde Hitze irgendwie aushalten. Die Tiere auf dem Foto können in 2 bis 3 Tagen starten.
Junge Mauersegler müssen in ihren Nestern auf ein vollständiges Gefieder warten, wenn sie die ungewöhnlich lang andauernde Hitze irgendwie aushalten. Die Tiere auf dem Foto können in 2 bis 3 Tagen starten.

Unter den Dächern heizen sich die Nistplätze nach tagelanger Sonnenbestrahlung auf 60 bis 80 Grad auf. Das liegt auch am generellen Nistplatzmangel. Mauersegler finden zu wenig Nistplätze, weitere gehen durch rücksichtslose Sanierungsarbeiten verloren, bei denen die gesetzlichen Vorgaben zum Niststättenschutz missachtet werden. Die Tiere nutzen daher auch weniger geeignete Nistplätze, zum Beispiel an der Südseite von Gebäuden.

Der Arbeitskreis Vogelschutz des NABU Leipzig bemüht sich, neue Nistplätze zu schaffen. Wer Hauseigentümer kennt, die der Anbringung von Nisthilfen für Mauersegler zustimmen, kann sich gern per E-Mail melden. Der NABU berät gerne, plant und konstruiert die Nistkästen so, dass es im Brutinnenraum nicht zu Überhitzung kommt.

 

Aufnahmestopp in der Wildvogelhilfe

Leider kann die Wildvogelhilfe keine weiteren Vögel aufnehmen, da sie mit der Betreuung der Tiere gegenwärtig ausgelastet ist. Auch die Telefone sind zeitweise nicht erreichbar, da die hohe Nachfrage mit bis zu 80 Anrufen in der Stunde nicht bewältigt werden kann.


Futterspenden werden dringend benötigt

Einige Vogelfinder bringen Futterspenden mit, (Kleinpackung Heimchen aus dem Zoogeschäft), doch das reicht maximal zwei Tage für einen Vogel. Die meisten Wildvögel, die bis zur Auswilderung gepflegt werden, sind Insektenfresser, wofür wöchentlich Futter für rund 200 Euro bei Insektenzuchtbetrieben bestellt werden muss. Angesichts der zusätzlichen Zahl pflegebedürftiger Mauersegler, steigen die wöchentlichen Futterkosten auf 300 bis 400 Euro. Spenden sind dafür erforderlich, da sie die einzige Finanzierung der Arbeit sind. Jeder Euro hilft, der NABU freut sich über kleine oder größere Spenden (Stichwort „Wildvogelhilfe“). Herzlichen Dank! Bitte auch bei PayPal-Spenden im Verwendungszweck „Wildvogelhilfe“ angeben.

 

Weitere Informationen

Am seidenen Faden

Gelungene Mauersegler-Rettung

Dieser Mauersegler hatte sich am Nistplatz in einem Faden verfangen. Fotos: privat
Dieser Mauersegler hatte sich am Nistplatz in einem Faden verfangen. Fotos: privat

Die aufmerksame Bewohnerin eines Wohnhauses in Möckern beobachtete nach verzweifelten Rufen und Anflügen des Partnervogels, dass ein Mauersegler an einem Faden direkt unter seinem Nistplatz hing und sich nicht befreien konnte. Der NABU Leipzig wurde verständigt und um Hilfe gebeten. Nach kurzer Überlegung gab es den Plan, durch ein winziges Toilettenfenster mithilfe eines an einer Metallstange befestigten scharfen Messers den Faden zu durchtrennen und mit dem Kescher den geschwächten Segler abzufangen. Der Plan ging auf. Der Faden, der sich am Bein verknotet hatte war zwar noch mehrmals um den Flügel gewickelt, hat aber keine Verletzung verursacht. Nach einem Tag Ruhe konnte der Segler, der einige Zeit brauchte um seine Federn wieder zu sortieren, auf einer großen übersichtlichen Wiese sicher in die Freiheit starten.

Lose Schnüre und Fäden sind immer wieder eine Gefahr für Vögel. Sie gehören in den Hausmüll und nicht in die Landschaft. Haussperlinge tragen neben trockenen Grashalmen auch Fäden als Nistmaterial in die Nester. Dieselben Nester werden später häufig von Mauerseglern genutzt und sind durch Verschnürungen dann in Gefahr.


Der Faden wurde durchschnitten und er Mauersegler konnte mit einem Kescher geborgen werden.
Der Faden wurde durchschnitten und er Mauersegler konnte mit einem Kescher geborgen werden.
Der Faden, der sich am Bein verknotet hatte war zwar noch mehrmals um den Flügel gewickelt, hat aber keine Verletzung verursacht.
Der Faden, der sich am Bein verknotet hatte war zwar noch mehrmals um den Flügel gewickelt, hat aber keine Verletzung verursacht.

Die Wildvogelhilfe des NABU Leipzig wird mehrmals täglich angerufen und ist im Einsatz, um Vögeln in Not zu helfen. Anders als in diesem Fall, ist es leider nur selten möglich, darüber zu berichten, denn meist fehlt dafür die Zeit, und meist gibt es auch keine Fotos. Umso mehr bedanken wir uns bei der aufmerksamen Melderin für die Hilfe beim Entschnüren und für die Fotos!

Sommer in der Wildvogelhilfe   

Im Juli wurden rund 90 Pflegevögel in der Wildvogelhilfe Leipzig betreut, darunter
40 Mauersegler, 2 Türkentauben, 2 Rauchschwalben, 2 Mehlschwalben, 4 Elstern,
5 Amseln, 6 Hausrotschwänze, 1 Gartenrotschwanz, 15 Haussperlinge, 2 Zaunkönige,
1 Kernbeisser, 1 Stieglitz, 2 Buchfinken, 1 Ringeltaube, 2 Feldsperlinge und 1 Star.

Anfang August waren in Pflege: 19 Mehlschwalben, 17 Rauchschwalben, 45 Mauersegler (seit Juli insgesamt 179 junge Mausersegler aus überhitzten Dächern), 2 Haussperlinge,
1 Feldsperling, 1 Grünspecht, 1 Turmfalke und 3 Türkentauben.

Fotos: NABU Leipzig

 

Die meisten Wildvögel, die bis zur Auswilderung in der Wildvogelhilfe gepflegt werden, sind Insektenfresser. Für ihre artgerechte Ernährung ist wöchentlich Futter für rund 200 Euro nötig. Um diese Kosten aufbringen zu können, ist der NABU Leipzig auf Spenden angewiesen (Verwendungszweck: Wildvogelhilfe). Jeder Euro hilft!

Mutter wird Verkehrsopfer

Ente endet auf der Straße

Immer wieder werden Wildtiere - gerade in der Stadt - Opfer des Straßenverkehrs. Wenn Elterntiere dabei getötet werden, ist der Tod der Jungen oft ebenfalls absehbar. Alle Verkehrsteilnehmer werden daher gebeten, rücksichtsvoll zu fahren und auf die Mitgeschöpfe zu achten!

Fotos: NABU Leipzig

 

Im Juli wurde der NABU Leipzig zu einem Unfallort gerufen, an dem eine Entenmutter von einem Auto überfahren wurde. Sieben Küken blieben zurück, irrten umher und wurden bereits von aufmerksammen Naturfreunden eingesammelt. Die Küken können in jeweils geringer Zahl (1-3) mit einem gewissen Risiko auf Misserfolg von anderen Enten mit Küken adoptiert werden. Der Wildvogelhilfe des NABU Leipzig gelingt es immer wieder, Junge auf diese Art zu retten und bei Adoptiveltern unterzubringen.

Hochbetrieb in der Wildvogelhilfe

Auch im Juni herrscht Hochbetrieb in der Wildvogelhilfe. In den ersten Tagen des Monats wurden 1 Baumläufer, 1 Sturmmöwe, 1 Grünspecht, 3 Buchfinken, 1 Gartenrotschwanz, 1 Mönchsgrasmücke, 2 Rabenkrähen, 6 Stare, 2 Buntspechte, 2 Mauersegler, 2 Kleiber, 5 Haussperlinge, 2 Amseln, 1 Eichelhäher, 3 Blaumeisen, 2 Kohlmeisen und 2 Stieglitze betreut.

Fotos: NABU Leipzig

 

Viele hilfsbedürftige Vögel im Mai

Jedes Jahr zur Brutzeit herrscht Hochsaison in der Vogelwelt und in der Wildvogelhilfe Leipzig. Vogelfreunde beobachten scheinbar hilflose Jungvögel, fangen sie ein und bringen sie zum NABU. Doch viele dieser Tiere sind gar nicht hilfsbedürftig, es handelt sich einfach um Jungvögel, die ihre ersten Erkundungstouren außerhalb des Nestes machen, aber die Eltern kümmern sich weiter um diese Tiere. Man sollte die Situation also immer in Ruhe beobachten und im Zweifel zunächst beim NABU anrufen, bevor man einen Vogel aufsammelt.

Weitere Informationen

Fotos: NABU Leipzig

 

Zahlreiche Vögel sind jedoch tatsächlich hilfsbedürftig und werden in der Wildvogelhilfe des NABU Leipzig gepflegt, bis sie wieder ausgewildert werden können. Im Mai gehörten zu den Pflegetieren: 7 Haussperlinge, 7 Amseln, 3 Grünfinken, 1 Mauersegler, 1 Singdrossel, 1 Eichelhäher, 1 Ringeltaube, 1 Mönchsgrasmücke, 3 Schwanzmeisen, 3 Blaumeisen, 4 Kohlmeisen, 1 Rauchschwalbe, 10 Stare, 2 Buchfinken, 4 Haussperlinge, 1 Wacholderdrossel, 1 Mauersegler, 1 Klappergrasmücke, 1 Stieglitz.

 

Wildvogelhilfe bittet um Spenden

Die Wildvogelhilfe arbeitet rein ehrenamtlich, alle Helfer kümmern sich unentgeltlich in ihrer Freizeit um die Pflegetiere. Da es auch keine staatliche Förderung gibt, ist der NABU auf Spenden angewiesen, insbesondere für artgerechtes Futter. Spenden können auf das Konto des NABU Leipzig überwiesen werden (Stichwort: Wildvogelhilfe).

Freude über Futterspende

Eine besondere Unterstützung erhielt die Wildvogelhilfe von einer Vogelfreundin, die in ganz Deutschland Spenden gesammelt hat. Sie konnte nun einen Futtergutschein über 150 Euro überreichen, der in einer Insektenfarm eingelöst werden kann. Angesichts der großen Zahl hungriger Pflegevögel kam der Gutschein genau zur rechten Zeit. Der NABU bedankt sich herzlich für diese Unterstützung!

 

Übergabe des Gutscheins für die Wildvogelhilfe. Foto: NABU Leipzig
Übergabe des Gutscheins für die Wildvogelhilfe. Foto: NABU Leipzig

Besonderer Pflegevogel

Fotos: NABU Leipzig

 

Immer wieder sind auch ungewöhnliche Vogelarten zu Gast in der Wildvogelhilfe. Dazu gehörte im Mai 2018 ein Graureiher. Er wurde benommen auf einer Straße gefunden und dem NABU übergeben. Nach kurzer Erholung in der Wildvogelhilfe konnte er in seinem natürlichen Lebensraum wieder in die Freiheit entlassen werden.

Mehr Platz für hilfsbedürftige Vögel

Weitere Volieren stehen in der Wildvogelhilfe zur Verfügung

Die Brutsaison der Vögel hat begonnen, das ist auch jedes Jahr eine besonders arbeitsreiche Zeit für die Wildvogelhilfe des NABU Leipzig. Denn oftmals können die Tiere eben nicht ungestört brüten, sondern werden Opfer von Unfällen. Ende April betreute die Wildvogelhilfe einen Haussperling, eine Mönchsgrasmücke, zwei Singdrosseln, ein Rotkehlchen und zwei Ringetauben (eine wurde aus einem Bürogebäude befreit, die andere ist Opfer eines Katzenangriffs). Außerdem kam eine Stockente in die Wildvogelhilfe, deren Schnabel leider so schwer verletzt war, dass er nicht operiert werden konnte. Das Tier wurde eingeschläfert.

Vögel in der Wildvogelhilfe Leipzig. Fotos: NABU Leipzig

 

Um dem jährlich steigenden Platzbedarf für Vögel in Not so gut es geht gerecht zu werden, gab es erneut Umbauarbeiten in der Wildvogelhilfe Leipzig: Zwei weitere Volieren wurden fertig und stehen nun für die Betreuung hilfsbedürftiger Vögel zur Verfügung. Der NABU Leipzig bedankt sich bei allen, die dabei geholfen haben!  

Neue Volieren in der Wildvogelhilfe Leipzig. Fotos: NABU Leipzig

Ringeltaube gerettet

Tagelang war die Ringeltaube in einem Bürogebäude gefangen. Fotos: NABU Leipzig

 

Vier Tage war eine Ringeltaube ohne Futter und Wasser in einem Treppenhaus eines Bürogebäudes eingesperrt. Sie ist vermutlich durch ein offenes Fenster in das Gebäude geflogen und fand den Weg nicht wieder hinaus. Sie wurde dort tagelang beobachtet, bis endlich die Wildvogelhilfe Leipzig benachrichtigt wurde. Die NABU-Mitstreiter konnten die Taube fangen, nun bleibt sie noch ein paar Tage in der Wildvogelhilfe, um dann wieder gestärkt in die Freiheit entlassen zu werden.

Es wäre möglich gewesen, der Taube bereits vor dem Wochenende zu helfen und dem Tier damit Leid zu ersparen. Der NABU Leipzig bittet darum, Beobachtungen hilfsbedürftiger Vögel möglichst schnell zu melden, damit ihnen rasch geholfen werden kann!  

Wintereinbruch überrascht die Zugvögel

16 Notfälle am Wochenende in Leipzig

Am Wochenende 17./18. März gab es mehr Notfälle als gewöhnlich. Die meisten Vögel haben es wegen der schneebedeckten Landschaft schwer, Nahrung zu finden. Zusätzlich gibt es zahlreiche Unfälle, bei denen wir Menschen - häufig unbewusst - eine Mitschuld tragen.

Rotkehlchen

Scheibenanflug

 

2 Waldschnepfen

Scheibenanflug mit Augen- und Schnabelverletzung

 

Bachstelze

untergewichtig von Windeböe gegen Gebäude geweht

 

Wacholderdrossel ()

gegen Glasscheibe geflogen

 

Heidelerche

 

Rotkehlchen

Katzenopfer

 

3 Kiebitze

untergewichtig und erschöpft aufgefunden

 

4 Singdrosseln

gegen Glasscheibe geflogen

 

Star

Schnabelbruch nach Kollision
mit einer Glasscheibe

 

Blaumeise

verletzter Flügel nach Katzenangriff

 


NABU bittet um Spenden

Einige Vögel bleiben längere Zeit in der Wildvogelhilfe. Um die hungrigen Vögel mit gutem Futter zu versorgen, ist der NABU auf Spenden angewiesen. Besonders teuer sind die Futterinsekten, die für viele Pflegevögel notwendig sind. Gegenwärtig entstehen Futterkosten von ca. 70 Euro pro Woche. Um diese Kosten zu finanzieren, ist jeder Beitrag hilfreich. Spenden sind auf das Konto des NABU Leipzig möglich, dabei bitte Verwendungszweck "Wildvogelhilfe" angeben.

Winter in Leipzig macht einige Vögel zu Notfällen

Wenn die Teiche zufrieren, suchen sich die Wasservögel offene Gewässer. Auf Bächen und Flüssen kommen sie normalerweise im Winter gut zurecht. Doch wenn sie auf ihrer Reise durch eine Stadt wie Leipzig kommen, endet ihre Reise oftmals. Schuld sind "moderne" Bauwerke mit riesigen Glasflächen. Die Vögel kollidieren mit den Scheiben.

Anfang März sind innerhalb weniger Tage ein Eisvogel, ein Zwergtaucher und eine Stockente gegen Glasscheiben geflogen. Nach tierärztlicher Untersuchung bleiben die Patienten bis zur Genesung in der Wildvogelhilfe des NABU Leipzig.

Gimpel
Fotos: NABU Leipzig

Auch ein Gimpel kollidierte mit einer Scheibe. Bei dem heftigen Zusammenstoß hat er sich den Schnabel verletzt.

Teichralle

Ein weiterer Pflegegast in der Wildvogelhilfe ist eine Teichralle. Sie hatte einen Unfall im Straßenverkehr.


Mutmaßlicher Tiermörder ermittelt

Monatelang hat er auf Vögel geschossen – mitten im Wohngebiet

Illegal erschossene Saatkrähe. Foto: NABU Leipzig
Illegal erschossene Saatkrähe. Foto: NABU Leipzig

Warum schießt jemand mitten in einem Wohngebiet in Leipzig, in der Nähe eines Kindergartens auf Vögel? Diese Frage wurde viele Wochen an der Straße des 18. Oktober gestellt, denn dort wurden immer wieder tote und angeschossene Krähen gefunden. Und noch wichtiger wurde die Frage: Wer ist der illegale Schütze?
Acht Wochen wurde das Wohngebiet immer wieder beobachtet, ehrenamtliche Mitarbeiter des NABU Leipzig verbrachten viel Zeit damit und konnten schließlich den mutmaßlichen Schützen bei seiner Straftat beobachten. Der Polizei wurde der Augenzeugenbeweis zusammen mit allen anderen während der Beobachtung gesammelten Beweismitteln übergeben. Die Staatsanwaltschaft hat gegen den Verdächtigen ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Auf der Röntgenaufnahme der erschossenen Krähe ist das tödliche Projektil zu erkennen.
Auf der Röntgenaufnahme der erschossenen Krähe ist das tödliche Projektil zu erkennen.

Erstmals wurden tote Krähen im Dezember 2017 dem NABU gemeldet. Mehrere konnte der NABU sicherstellen und in der Universitätsklinik für Vögel und Reptilien untersuchen lassen, auch die Polizei wurde hinzugezogen. Die Tiermediziner konnten Schussverletzungen als Todesursache feststellen, der NABU erstattete Anzeige, denn das Töten von Raben- und Saatkrähen ist ein Verstoß gegen das Tierschutz- und gegen das Bundesnaturschutzgesetz. Außerdem ermittelte die Polizei wegen Jagdwilderei. Drei Saatkrähen und zwei Rabenkrähen wurden nachweislich geschossen, zum Teil blieben die Projektile in den Körpern der Todesopfer stecken. Manche der Krähen verendeten qualvoll, andere wurden mit Schussverletzungen eingefangen und konnten nur noch eingeschläfert werden. Weitere zwölf Krähen, die seit Dezember in dem Gebiet gefunden wurden, sind möglicherweise auch den Schüssen zum Opfer gefallen, konnten aber keiner genaueren Untersuchung zugeführt werden, da sie von den Findern entsorgt wurden. Zudem könnte es eine Dunkelziffer verletzter oder getöteter Tiere geben, die gar nicht gefunden wurden.
Der NABU ist erleichtert, dass der mutmaßliche Täter ermittelt werden konnte und hoffentlich auch entsprechend bestraft wird. Dass ein Mensch ohne Respekt für das Leben dieser intelligenten, sozialen Vögel und für geltende Gesetze zur Schusswaffe greift, bleibt hoffentlich ein trauriger Extremfall, doch Naturentfremdung und Rücksichtslosigkeit gegenüber den Mitgeschöpfen ist leider weit verbreitet. Der NABU wird weiter für ein friedvolles Miteinander von Mensch und Natur arbeiten.

 

Medienecho

Pflegevögel im Januar

1 Wiesenpieper, 1 Wintergoldhähnchen, 2 Stadttauben, 1 Grünfink, 1 Waldschnepfe,
1 Sperber, 1 Saatkrähe, 2 Amseln (1 verstorben)

Illegale Vogelabwehr

NABU hat Gesetzesverstöße bei der Staatsanwaltschaft angezeigt

Mit verklebtem Gefieder verendete der Haussperling als Opfer der Vogelabwehrpaste.
Mit verklebtem Gefieder verendete der Haussperling als Opfer der Vogelabwehrpaste.

In der Nähe eines Leipziger Baumarkts wurde ein toter Haussperling gefunden und dem NABU übergeben. Er hatte ein vollkommen verklebtes Gefieder. Der Verdacht fiel auf Vogelabwehrpaste, die durch ihre Klebewirkung immer wieder zum qualvollen Tod verklebter Tiere führt. Der Einsatz solcher Klebepasten ist rechtswidrig! Dennoch wird sie von Gebäudebesitzern und Schädlingsbekämpfern verwendet. Der Baumarkt stand im Verdacht, und Nachforschungen des NABU haben ergeben, dass tatsächlich dort die illegale Klebepaste zum Einsatz kam. Außerdem gab es dort weitere tödliche Tierfallen.

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Die aufgebrachte Paste ist extrem klebrig. Fotos: NABU Leipzig
Die aufgebrachte Paste ist extrem klebrig. Fotos: NABU Leipzig

Tierschutzwidrige Vogelabwehrpaste kam ebenfalls in einer Passage in der Georg-Schumann-Straße zum Einsatz. In Nischen und auf Säulen wurden Dosen mit der Substanz zum Teil direkt neben bestehende Nester von Haussperlingen geklebt. Der NABU hat die mutmaßlichen Verstöße gegen das Tierschutzgesetz, gegen das Bundesnaturschutzgesetz und gegen die Bundesartenschutzverordnung bei der Staatsanwaltschaft angezeigt.

 

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Silvester-Party-Opfer

Foto: NABU Leipzig
Foto: NABU Leipzig

Eine Ringeltaube, eine Saatkrähe, eine Rabenkrähe, ein Haussperling und dieser Wiesenpieper (Foto) sind von der Wildvogelhilfe des NABU Leipzig in der Silvesternacht 2017 in Leipzig verletzt geborgen worden. Andere, häufig Kleinvögel, werden nicht rechtzeitg gefunden um zu helfen, sondern erliegen ihren Verletzungen.

Der Wiesenpieper hatte Glück im Unglück weil er gefunden wurde. Mit seiner Schnabelverletzung nach Frontalaufprall könnte er nicht mehr fressen und würde verhungern. Der Unterschnabel ist an der Spitze gebrochen und der Oberschnabel deformiert. Das lässt sich in einem längeren Behandlungsprozess aber wieder richten.

Guter Vorsatz für 2018: Mehr Rücksicht auf Tier- und Umwelt - auf Silvesterfeuerwerk verzichten!

Wildvogelhilfe | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014

Bild der Woche

von Detlef Nowarre
von Detlef Nowarre

Für Mensch und Natur

Foto: NABU/Marcus Gloger
Foto: NABU/S. Zibolsky
Foto: NABU/F. Fender

Naturschutz online


Foto: NABU/Rolf Jürgens

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Für Biotop- und Artenschutz

Foto: Karsten Peterlein
Lustige Stofftiere, waschbar bis 40°C. Die Einnahmen werden für den Arbeitskreis Vogelschutz verwendet. Jedes Kuscheltier ist ein handgefertigtes Unikat aus Stoffresten und für 3 Euro erhältlich im NABU-Naturschutzbüro.