Spatzenbrut gerettet

Verschlossene Nisthöhle wieder geöffnet

Fotos: NABU Leipzig
Fotos: NABU Leipzig

Bei Sanierungsarbeiten in Wiederitzsch wurde eine Spatzenbruthöhle verschlossen. Dank aufmerksamer Anwohner konnte sie jedoch wieder geöffnet werden. Der Nistplatz in einem Lüftungsschacht wird seit Jahren genutzt, jetzt wurde plötzlich die Wand ausgebessert, gestrichen und ein Gitter vor den Schacht gesetzt. Zum Glück fiel das aufgeregte Anfliegen der Altvögel den Nachbarn auf. Die Wildvogelhilfe des NABU Leipzig konnte schnell nach dem Anruf vor Ort sein und konnte den Eigentümer des Gebäudes darauf hinweisen, dass die Höhle wieder geöffnet werden muss. Da das Gerüst noch stand, war die Niststätte problemlos zu erreichen. Gleich nach dem Entfernen des Gitters flogen die Haussperlinge wieder ein.

 

Leider kommt es immer wieder zu ähnlichen Zwischenfällen an Sperlingsnistplätzen, häufig auch aus Unkenntnis. Deshalb bittet der NABU Leipzig darum, Spatzennistplätze zu melden. Sie können dann besser geschützt werden. Weitere Informationen


Ostervögel

Kurz vor Ostern kamen noch einige neue Pflegevögel in die Wildvogelhilfe Leipzig: 1 Kernbeißer, 1 Ringeltaube und 1 Buchfink. Es sind vorerst die letzten – krankheitsbedingt können weitere Tiere derzeit nicht aufgenommen werden. Der Leiter der Wildvogelhilfe ist aufgrund einer Operation im Krankenhaus und im Anschluss ist eine längere Rehabilitation geplant. Deshalb ist auch das Notfalltelefon nur eingeschränkt erreichbar. Die NABU-Naturschutzstation Leipzig ist vertretungsweise bemüht, bei Vogelfunden zu beraten, dies ist aber vorübergehend nur montags, dienstags, donnerstags und freitags zwischen 8 und 16 Uhr möglich. Wir bitten um Verständnis.

Fotos: NABU Leipzig


Gefährliche Angelhaken

Immer wieder Rettungsaktionen für verfangene Vögel

Der Schwan konnte eingefangen und der Angelhaken entfernt werden. Foto: NABU Leipzig
Der Schwan konnte eingefangen und der Angelhaken entfernt werden. Foto: NABU Leipzig

Von Anglern achtlos liegen gelassene oder ins Wasser geworfene Angelschnüre sind eine ernste Gefahr für Wasservögel. Wenn sich Haken und Schnur am Körper verfangen, endet der Überlebenskampf mit Verletzungen, manchmal auch tödlich. Leider werden dem NABU Leipzig immer wieder solche Fälle gemeldet, nicht immer kann die Wildvogelhilfe den Tieren noch helfen. Tiere die nicht rechtzeitig gefangen werden, können sich tödlich verletzen. Der NABU appelliert an Angler, sämtlichen Unrat von Gewässern wieder mitzunehmen und insbesondere keine Haken und Schnüre zurückzulassen! Am 3. April 2020 wurde der NABU zu einem Schwan in Delitzsch gerufen. Bei ihm steckte der Angelhaken tief im Schnabelrand und die Schnur war um die Zunge gewickelt. Die Wildvogelhilfe Leipzig konnte den Haken erfolgreich entfernen. Weiterlesen     Pressemitteilung


Pflegevögel im März

Fotos: NABU Leipzig

 

Die warme Jahreszeit hat noch nicht ganz begonnen, doch die Wildvogelhilfe des NABU Leipzig hat schon reichlich zu tun. Seit einiger Zeit kümmert sie sich bereits um 3 Haussperlinge, 1 Heckenbraunelle, 1 Wacholderdrossel (Angriff durch Hauskatze) und 1 Buchfink (Kollision mit Fensterscheibe). Die Vögel verbringen noch einige Zeit bis zur Genesung in NABU-Obhut.

 

Im März kamen bisher folgende Pflegefälle hinzu: 1 Waldkauz, 1 Schwarzspecht (Kollision mit Auto), 1 Mittelmeermöwe (unbekannte Flügelverletzung), 1 Sommergoldhähnchen, 1 Eisvogel (Kollision mit Fensterscheibe), 1 Kohlmeise (Angriff von Hauskatze), 2 Amseln (Vergiftungserscheinung) und 2 Waldschnepfen (Anflug an Fassaden).

 

Der NABU Leipzig bittet um Spenden für die Arbeit der Wildvogelhilfe (bitte Verwendungszweck "Wildvogelhilfe" angeben).

Die Wildvogelhilfe Leipzig arbeitet ehrenamtlich, alle Kosten für die Pflege der Tiere werden ausschließlich aus Spenden finanziert. Der NABU Leipzig bedankt sich bei allen, die das bereits mit Spenden unterstützt haben! Auch für die neuen Pflegevögel entstehen Kosten, der NABU bittet daher um Spenden für die Versorgung der Tiere – jeder Betrag hilft! 

 

Rettungsaktion für einen Waldkauz

Waldkäuze sind seit Jahrhunderten Nachbarn der Menschen, denn sie leben auch in unseren Ortschaften, auch in Leipziger Parks oder Friedhofsanlagen. Sie brauchen große alte Bäume mit großen Höhlen, in denen sie ihre Nistplätze haben, und sie benötigen Flächen, auf denen sie nach ihren Beutetieren jagen können. Beides macht der Mensch ihnen in Leipzig jedoch mehr und mehr streitig. Leipzig schrumpft

 

Für den Schutz des Waldkauzes müssen in erster Linie höhlenreiche Altholzbestände sowie bekannte Brutbäume zu erhalten und gefördert werden. Eine ernste Fefahr ist aber nicht nur der Lebensraumverlust, Waldkäuze sind auch besonders häufige Verkehrsopfer. Im März wurde auch ein Waldkauz in der Wildvogelhilfe Leipzig gepföegt, der vermutlich bei seiner Jagd gegen ein Auto geflogen war – er wurde am Straßenrand gefunden. Er konnte sich in der Wildvogelhilfe erholen und an seinem Fundort wieder freigelassen werden.

 

Der Waldkauz konnte nach seiner Genesung am Fundort wieder freigelassen werden. Fotos: René Bauer

 

Um auf die Gefahren für den Waldkauz aufmerksam zu machen und für den Schutz seiner Lebensräume zu werben, hatte der NABU den Waldkauz 2017 zum Vogel des Jahres gekürt. Weitere Informationen


Tierrettung ist wieder mobil

Erfolgreiche Spendenaktion für ein Einsatzfahrzeug

Im neuen Hochdachkombi sind künftig alle Geräte, die für die Tierrettung benötigt werden immer mit an Bord. Foto: NABU Leipzig
Im neuen Hochdachkombi sind künftig alle Geräte, die für die Tierrettung benötigt werden immer mit an Bord. Foto: NABU Leipzig

DANKESCHÖN! - Die Wildvogelhilfe kann eine große Sorge hinter sich lassen: Ein neues Einsatzfahrzeug konnte angeschafft werden. Möglich machten das großzügige Spenden, die in sehr kurzer Zeit zusammenkamen. Nun ist die Wildvogelhilfe des NABU Leipzig wieder mobil und von nun an mit einem Citroën-Berlingo unterwegs.

 

Der NABU Leipzig bedankt sich für die großartige Unterstützung der Spender! Insgesamt haben bei der Aktion 154 Menschen über die Plattform betterplace gespendet. Weitere Spenden gingen über das Spendenkonto des NABU ein. Jeder einzelne Euro hat zum Ergebniss beigratragen. Herzlichen Dank dafür!

 

Besonders bedankt sich das Team der Wildvogelhilfe bei Anja Szilard, dem Vintagemädchen Vintage Blog, Black Pearl Island, Autohäuser Kühn, waterproof-systems GmbH und bei der GO Tankstelle Leipzig/Paunsdorf.

 

Motorschaden hat Wildvogelhilfe ausgebremst

Ob Wildvögel, Frösche, Fledermäuse oder Igel – seit 2013 kümmert sich die Wildvogelhilfe Leipzig mit rund 800 Einsätzen im Jahr um Wildtiere in unserer Stadt. Bei den Einsätzen kam es auch vor, dass sieben Schwäne, die sich auf einer Straße verirrt hatten, alle auf einmal transportiert werden mussten. Bei vielen Einsätzen müssen Leiter, Schlauchboot, Teleskopstangen, Kescher und Tiertransportboxen mitgebracht werden. Die Tierretter des NABU Leipzig sind also bei den meisten Notfällen auf ein Auto angewiesen. Das Auto, das bisher privat zur Verfügung gestellt wurde, musste mehrfach in die Werkstatt, dann war es nach einem Motorschaden gar nicht mehr zu benutzen. Die Wildvogelhilfe ist mit ihrer ehrenamtlichen und kostenfreien Arbeit für die Transportfahrten und Versorgung der Wildtiere komplett auf Spenden angewiesen, sodass ein alter


Gebrauchtwagen mit immer wieder anstehenden Reparaturarbeiten langfristig keine Lösung ist, weil auch dafür das Geld fehlt. Für ein zuverlässiges Fahrzeug, welches sobald Notfälle gemeldet werden jederzeit einsatzbereit ist hatte der NABU Leipzig daher eine Spendenaktion gestartet. Innerhalb weniger Wochen wurde sie erfolgreich beendet. Die Wildvogelhilfe Leipzig konnte nun ein neues Fahrzeug anschaffen, die Suche danach war erfolgreich.

 

Der NABU bedankt sich herzlich für die große Spendenbereitschaft!

 

Danke für die schnelle Hilfe

Foto: NABU Leipzig
Foto: NABU Leipzig

Schon gleich nach dem Start der Spendensammlung war die Wildvogelhilfe vorübergehend wieder mobil: Die Waterproof systems GmbH hatte leihweise einen Transporter zur Verfügung gestellt. Der NABU bedankt sich herzlich für diese schnelle Hilfe! Vielen Dank auch an die GO Tankstelle Leipzig-Paunsdorf – sie hatte die erste Tankfüllung gespendet!

 

Es ist wirklich schön zu erfahren, wie viele liebe Menschen helfen, damit der NABU Leipzig weiterhin für die Tiere im Einsatz sein kann. Die erste Fahrt mit dem Transporter galt einem Waldkauz, der sich in einer Reithalle verirrt hatte.

 

Inzwischen ist die Spendensammlung für ein neues Fahrzeug erfolgreich beendet. Schon innerhalb weniger Wochen fanden sich so viele Menschen, die mit einer Spende dafür sorgten, dass die Wildvogelhilfe Leipzig bald wieder ein eigenes Fahrzeug anschaffen kann. Dankeschön an alle, die gespendet haben! 

Dieser Waldkauz hatte sich in einer Reithalle verirrt. Fotos: NABU Leipzig


Neues Jahr – neue Pflegetiere

Das neue Jahr begann in der Wildvogelhilfe des NABU Leipzig mit diesen Bewohnern: 1 Eichelhäher, 1 Waldohreule, 2 Waldschnepfen, 1 Buchfink, 3 Haussperlinge, 1 Kohlmeise, 1 Sperber. Außerdem machen in der Pflegestation 6 Igel, die der NABU in Obhut genommen hat, ihren Winterschlaf.

 

Fotos: NABU Leipzig

 

Die Waldschnepfe hat einen heftigen Anflug mit einer Glasscheibe überlebt. Zu sehen ist eine schwere Augenverletzung (beide Augen im Vergleich) die mehrfach täglich mit Augentropfen behandelt wird. Kollisionen mit Glasscheiben sind im Winter die häufigsten Ursachen für Vögel, die dem NABU verletzt gemeldet werden. Dem Sperber ist das Gleiche widerfahren, danach wurde er von einer Katze geschnappt, was einem gesunden Greifvogel kaum passiert wäre.

 

Weitere Vögel kamen im Februar in die Wildvogelhilfe: 1 Heckenbraunelle, 1 Wacholderdrossel, 1 Saatgans und 1 Buntspecht.


Vintage and Charity

Spendenprojekt für die Wildvogelhilfe Leipzig

Am 19. Dezember 2019 waren Sophia und Victoria von Vintagemädchen Vintage Blog in der NABU-Naturschutzstation Leipzig und haben die Wildvogelhilfe mit unglaublich schönen Weihnachtsgeschenken überrascht. Bei einem Spendenprojekt, bei dem Fotografien von Sophia Molek (Hochzeitsfotografie aus Leipzig) auf Postkarten, Lesezeichen und Kalendern verkauft wurden, sind 1.600 Euro zusammengekommen und wurden dem NABU als Spendenscheck überreicht. Eine so große Summe ist wirklich ungewöhnlich und bringt uns zum Staunen – vielen Dank für die Unterstützung! Zusätzlich zur großzügigen Spendensumme gibt es auch noch 10 T-Shirts mit dem Logo der Wildvogelhilfe, damit geht überraschend ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung.  

 

Spendenscheck und T-Shirts für die Wildvogelhilfe – der NABU Leipzig bedankt sich für die schönen Weihnachtsgeschenke! Fotos: Sophia Molek

 

Als Sophia und Victoria am 5. September die Wildvogelhilfe Leipzig besuchten und mitteilten, dass sie für ihr Charityprojekt 2019 ausgewählt wurde, haben sich die ehrenamtlichen Vogelretter sehr gefreut. Bei einem Rundgang bekamen die „Vintagemädchen“ Einblicke in die Arbeit der Wildvogelhilfe. Weitere Informationen 

 

Besuch der „Vintagemädchen“ in der Wildvogelhilfe Leipzig. Fotos: Sophia Molek

 

2019 war finanziell kein leichtes Jahr für die Wildvogelhilfe Leipzig und zum Jahresende ist auch noch das Einsatzfahrzeug defekt. Deshalb ist es umso erfreulicher, dass es zahlreiche Unterstützer gibt! 


Keine Winterruhe

Auch in der kalten Jahreszeit werden hilfsbedürftige Tiere betreut

Außerhalb der Brutzeit gibt es in der Wildvogelstation des NABU Leipzig weniger Pflegegäste, aber auch in der kalten Jahreszeit kommt es immer wieder zu Notfällen, und hilfsbedürftige Vögel müssen gepflegt werden, bis sie wieder in die Freiheit entlassen werden können. So wurde ein mangelernährter Turmfalke aufgenommen, zwei  Haussperlinge kamen nach einem Katzenangriff in die Obhut des NABU, eine Mönchsgrasmücke nach Kollision mit einem Auto, ein Mäusebussard wurde zur Behandlung in die Vogelklinik der Universität Leipzig gebracht. Zudem gibt es im Winter auch Platz für einige hilfsbedürftige Igel, die in der Pflegestation überwintern können.

 

Fotos: NABU Leipzig

 

Für die ehrenamtliche Arbeit der Wildvogelhilfe bittet der NABU Leipzig um Spenden (bitte Verwendungszweck "Wildvogelhilfe" angeben), nur so können die Kosten für die Pflege der Tiere finanziert werden. Der NABU Leipzig bedankt sich bei allen, die bereits gespendet haben – jeder Betrag hilft!

 

Pflegetiere im November:

1 Sperber, 1 Eichelhäher, 1 Rabenkrähe, 1 Buntspecht, 2 Haussperlinge, 1 Buchfink, 6 Igel.

 

Pflegetiere im Dezember: 

1 Turmfalke, 2 Haussperlinge, 1 Mäusebussard, 1 Mönchsgrasmücke.

 

Der Sperber war zum Auskurieren des Traumas in einem geschlossenen Raum, nur zum Flugcheck kam er kurz in die Voliere, danach wurde er in die Freiheit entlassen. Foto: NABU Leipzig
Der Sperber war zum Auskurieren des Traumas in einem geschlossenen Raum, nur zum Flugcheck kam er kurz in die Voliere, danach wurde er in die Freiheit entlassen. Foto: NABU Leipzig

Im November kam auch ein Sperber in die Wildvogelhilfe des NABU Leipzig. Bei ihm wurde ein Anflugtrauma festgestellt. Es kommt leider im Winter häufiger vor, dass diese geschickten Jäger in unseren Städten verunglücken. Sie kommen mit der „modernen“ Bauweise nicht zurecht, die leider auf die Bedürfnisse der Wildtiere meist keinerlei Rücksicht nimmt. Auf der Jagd nach Kleinvögeln fliegen Sperber häufig gegen Glas, das sie als Hindernis nicht erkennen. Im Winter wird dem NABU Leipzig nahezu jede Woche ein verunfallter Sperber gemeldet, häufig allerdings als Turmfalke, mit denen die Sperber meist verwechselt werden. Weitere Informationen 


Einsatz in Brandenburg

NABU Leipzig hilft bei Rettung von Sperlingen und Nistplätzen

Hinter Gitterplatten eingeschlossener Haussperling. Rund 58 Nistplätze wurden bei Bauarbeiten "übersehen". Foto: NABU Leipzig
Hinter Gitterplatten eingeschlossener Haussperling. Rund 58 Nistplätze wurden bei Bauarbeiten "übersehen". Foto: NABU Leipzig

Zu einem ungewöhnlichen Hilfseinsatz reiste die Wildvogelhilfe Leipzig am 17. Dezember 2019 sogar nach Brandenburg zum Kaufpark Eiche in Ahrensfelde. Haussperlinge und Stadttauben würden dort hinter einer Zwischendecke aus Metallgittern eingeschlossen, wenn die Bauarbeiten nicht gestoppt werden, hatten Vogelfreunde vor Ort mitgeteilt. Es gab zwar eine Begehung durch die Naturschutzbehörde, diese hat beim Vororttermin aber keine Nistplätze festgestellt und den Bau freigegeben. Dadurch wurden Nistplätze verschlossen und auch zahlreiche Haussperlinge eingesperrt, die panisch versuchten, sich zu befreien. Die Wildvogelhilfe Leipzig konnte innerhalb von etwa 30 Minuten rund 58 Nistplätze von Haussperlingen zählen, die von der Naturschutzbehörde allesamt übersehen wurden. Die nochmals informierte Behörde war bereit, umgehend erneut zum Kaufpark zu kommen. In einem konstruktiven Gespräch konnte der NABU Leipzig beraten, wie die Tiere befreit und wie Ersatzniststätten geschaffen werden können. Weiterlesen


Vögel in Not

Neue Pflegegäste wurden im August aufgenommen

Fotos: NABU Leipzig

 

Im Juli war die Wildvogelhilfe des NABU Leipzig voll und es gab einen Aufnahmestopp. Ende August sind einige dieser Tiere noch immer in Pflege, sie warten noch auf die Auswilderung.  Doch langsam ist wieder Platz in den Volieren, sodass im August neue Vögel aufgenommen wurden: 1 Trauerschnäpper, 1 Star, 1 Schleiereule, 1 Madagaskarweber (aus dem Zoo entflogen), 1 Buchfink (der Finder probierte selbst die Handaufzucht mit falschem Futter, das Tier ist leider gestorben), 1 Grünfink, 1 Kernbeißer, 2 Mehlschwalben, 9 Haussperlinge, 4 Amseln, 4 Mauersegler, 2 Rauchschwalben, 2 Blaumeisen, 3 Kohlmeisen, 1 Turmfalke.  

 

Der NABU Leipzig bittet um Spenden für die Arbeit der Wildvogelhilfe (bitte Verwendungszweck "Wildvogelhilfe" angeben).

Die Wildvogelhilfe Leipzig arbeitet ehrenamtlich, alle Kosten für die Pflege der Tiere werden ausschließlich aus Spenden finanziert. Der NABU Leipzig bedankt sich bei allen, die das bereits mit Spenden unterstützt haben! Auch für die neuen Pflegevögel entstehen Kosten, der NABU bittet daher um Spenden für die Versorgung der Tiere – jeder Betrag hilft! 

 

Dieser Exot ist ein besonders ungewöhnlicher Gast in der Wildvogelhilfe: ein Madagaskarweber. Foto: NABU Leipzig 
Dieser Exot ist ein besonders ungewöhnlicher Gast in der Wildvogelhilfe: ein Madagaskarweber. Foto: NABU Leipzig 

Sehr viele Pflegevögel im Juli

Die meisten Vogelarten sind Insektenfresser, für die Futterinsekten in speziellen Zuchtbetrieben gekauft werden. Gegenwärtig entstehen wöchentlich Futterkosten von 150 bis 200 Euro. Deshalb bittet der NABU dringend um Spenden, bitte als Verwendungszweck „Wildvogelhilfe“ angeben! Jeder Euro hilft. Spenden 

 

Nur selten sind Vogelfinder bereit, selbst für die Versorgung der Tiere ein paar Euro dazu zu geben und sich an den Futterkosten zu beteiligen. Die Wildvogelhilfe sieht sich deshalb gezwungen, einen Unkostenbeitrag von 10 Euro zu erbitten, wenn jemand einen Vogel abgeben möchte. Damit ist wenigstens die Versorgung der Vögel einige Tage gewährleistet. Die Wildvogelhilfe Leipzig arbeitet kostenfrei und ehrenamtlich, aber Futterkosten und Benzin für Rettungseinsätze und andere Fahrkosten können die Mitstreiter nicht aus eigener Tasche bezahlen.

 

Der NABU bedankt sich herzlich bei allen Menschen, die die Arbeit der Wildvogelhilfe Leipzig bereits durch ehrenamtliche Mitarbeit oder durch Spenden unterstützt haben!

 

Fotos: NABU Leipzig

 

In der ersten Julihäfte wurden in der Wildvogelhilfe des NABU Leipzig 90 Pflegevögel betreut: 7 Turmfalken, 45 Mauersegler, 3 Hausrotschwänze, 10 Haussperlinge, 1 Feldsperling, 3 Stieglitze, 3 Amseln, 1 Singdrossel, 4 Mehlschwalben, 2 Rauchschwalben, 2 Grünspechte, 2 Buntspechte, 3 Kohlmeisen, 2 Rotkehlchen, 1 Fitis, 1 Mönchsgrasmücke.

 

Bis Ende Juli konnten weitere 62 Pflegevögel betreut werden. Darunter waren nach einer weiteren Hitzewelle auch wieder 31 Mauersegler und 12 Haussperlinge, außerdem 1 Kohlmeise, 2 Amseln, 2 Rauchschwalben, 5 Mehlschwal­ben und 5 Turmfalken. Solche Vogelarten werden regelmäßig in der Wildvogelhilfe Leipzig gepflegt, im Juli gab es aber auch wieder seltene Pflegegäste: 1 Grauschnäpper, 2 Neuntöter und 1 Wendehals. 

Fotos: NABU Leipzig

 

Geschwister für den Laternen-Spatz

Anfang Juli kam ein kleiner Haussperling-Nestling in einem ungewöhnlichen Transportbehältnis in die Wildvogelhilfe. Ein Elektromonteur erklärte das Unglück: Bei der Demontage von Straßenbeleuchtungen an einem Parkplatz wurden die defekten Laternen abgebaut. Erst nach dem Abbau bemerkte man durch lautes Tschilpen den Jungvogel in der Laterne. Der Jungspatz, der längere Zeit unversorgt war, bekommt in der Wildvogelhilfe neue Geschwister, die ebenfalls durch Unglücksfälle zu Pflegekindern wurden. Die neuen Lampen haben keine Öffnung mehr, sodass sie den Sperlingen auch keine Nistplätze mehr bieten. Der NABU sucht nun nach einer anderen Lösung, wo die Spatzen brüten können.

In einem ungewöhnlichen Transportgefäß kam ein junger Haussperling in die Wildvogelhilfe – in einer ausgemusterten Straßenlaterne. Fotos: NABU Leipzig  


Feuerwehreinsätze für den Vogelschutz

Rettung von zwei jungen Turmfalken

Die reusenartige Dachkonstruktion mit den umgebenden Netzen wurde für die Jungtiere zur Todesfalle. Fotos: NABU Leipzig

 

Netze, die Tauben abhalten sollen, werden oftmals zur Todesfalle für Vögel. Am 14. Juli 2019 gerieten in Grünau junge Turmfalken in diese Todesfalle. Zwei der Vögel rutschten vom Dach in einen Zwischenraum, der mit den Netzen verhangen war. Sie piepten um Hilfe, was glücklicherweise ein aufmerksamer Mieter bemerkte. Die Höhenrettung der Leipziger Feuerwehr kam zum Einsatz – der NABU bedankt sich herzlich dafür! 

 

 

 

Die Feuerwehrleute seilten sich vom Dach ab, um das Netz über dem Balkon des 6. Stocks zu erreichen. Dort schnitten sie auf Vorschlag des anwesenden Vogelschutzexperten des NABU Leipzig auf jeder Seite ein großes Loch hinein. Die Jungvögel wurden somit befreit, fanden ihre Eltern wieder und wurden mit Futter versorgt.

 

 

Durch das Loch im Netz flogen die jungen Falken in die Freiheit. Fotos: NABU Leipzig

 

Der NABU-Experte beobachtete den Abflug der Jungtiere. Zunächst sah alles wieder normal aus. Doch tägliche Kontrollen zeigten, dass ein Jungfalke nach dem Aufenthalt in der Falle geschwächt war. Die Altvögel hatten deshalb nur noch das andere Geschwister mit Nahrung versorgt. Nachdem der schwache Jungfalke bei weiteren Flugversuchen immer wieder abgestürzt ist, wurde er in die Wildvogelhilfe gebracht. Wenn er sich dort ausreichend Kraft anfuttern konnte, wird er wieder in die Freiheit entlassen.

 

Zudem hat der NABU die Wohnungsgenossenschaft über die Gefahr der Taubenabwehrnetze informiert und unverzüglich eine tierschutzkonforme Lösung gefordert. 

 

Mauerseglerrettung in der Innenstadt

Feuerwehreinsatz zur Rettung des verunglückten Mauerseglers.

 

Einen weiteren Feuerwehreinsatz gab es am 20. Juli 2019 im Leipziger Stadtzentrum. Ein aufmerksamer Tierfreund hatte einen hilfsbedürftiger Mauersegler beobachtet, der sich in kaum erreichbarer Höhe zwischen sogenannten Taubenabwehr-Spikes verfangen hatte. Die Feuerwehr konnte das Tier bergen – der NABU bedankt sich herzlich für den Einsatz!

 

Der Jungvogel war etwa 35 Tage alt und wog 28 Gramm, damit war er noch nicht flugfähig und überlebensfähig, weshalb er in die Wildvogelhilfe des NABU Leipzig gebracht wurde. Hier wird er betreut, bis er ein Startgewicht von etwa 40 Gramm erreicht hat. Mauersegler sind erst im Alter von 40 bis 44 Tagen flügge. 

 

Der Vogel hatte vermutlich seinen überhitzten Nistplatz verlassen, um sich abzukühlen, und war dabei in die Spikes geraten. Auch tausende andere Segler haben in den Hochsommertagen ähnliche Probleme. Mehrere abgestürzte Hitzeopfer werden gegenwärtig in der Wildvogelhilfe des NABU Leipzig betreut. Für ihre Versorgung bittet der NABU Leipzig herzlich um Spenden (bitte Verwendungszweck „Wildvogelhilfe“ angeben).

 

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Wildvogelhilfe des NABU Leipzig haben tagtäglich mit den Tieren alle Hände voll zu und sie sind auch zu zahlreichen Einsätzen unterwegs. Nebenher können sie leider nicht auch noch über alle Aktivitäten im Internet berichten oder die Einsätze mit Fotos dokumentieren. Deshalb sucht der NABU Leipzig Menschen, die Einsätze mit der Kamera begleiten, um Fotos zu machen oder zu filmen. Hilfswillige Kameraleute und Fotografen melden sich am besten per E-Mail
Vielen Dank! 

 

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