Umweltminister Günther zu Besuch in der Wildvogelhilfe

Vor rund einem Monat hat die Famile von Sachsens Umweltminister Wolfram Günther zwei Ringeltaubenküken aufgefunden. Sie kamen in die Wildvogelhilfe des NABU Leipzig, wo sie sich unterdessen soweit entwickelt haben, dass sie in ein selbständiges Leben entlassen werden können.

Die zwei Ringeltauben einige Tage vor ihrer Freilassung. Fotos: NABU Leipzig
Die zwei Ringeltauben einige Tage vor ihrer Freilassung. Fotos: NABU Leipzig

Familie Günther wollte dabei sein, wenn die beiden Tauben in die Freiheit starten, und so besuchte sie am 19. Juli 2020 die Wildvogelhilfe Leipzig. Sie freuten sich über die gute Entwicklung der beiden Vögel. Diese wurden aus der Voliere geholt und dann freigelassen. Eine Taube ließ der Leiter der Wildvogelhilfe, Karsten Peterlein, fliegen, die andere Taube wurde von Minister Günther in die Freiheit entlassen.

Die Freilassung der Ringeltauben macht auch dringend benötigten Platz in der Wildvogelhilfe frei. Die Voliere wird für drei kleine Mehlschwalbenküken benötigt. Deren Nest wurde illegal von einem Gebäude abgeschlagen, weil es als störend empfunden wurde. Nistplatzmangel ist ein wachsendes Problem für die heimischen Vögel. Ein weiteres Problem ist der zunehmende Verlust von Lebensräumen, worüber der NABU Leipzig bei dieser Gelegenheit mit dem Minister ins Gespräch kam. Diese Missstände bringen immer wieder Vögel in Not, sodass die Wildvogelhilfe eingreifen muss. Die fortschreitende Flächenversiegelung ist auch ein ernstes Klimaschutzproblem. Dabei ist das Problem meist nicht, dass gebaut wird, sondern wie gebaut wird. Natur wird rücksichtslos zerstört, niemand bemüht sich, sie soweit wie möglich zu erhalten oder neu zu schaffen. Bei vielen Bauvorhaben ließen sich Naturräume ganz einfach mitplanen.

 

Bereits im Landtagswahlkampf hatte der NABU auf den in Sachsen zu geringen Baum- und Strauchschutz hingewiesen und hatte die neue Regierung aufgefordert, den Kommunen wieder eine Gehölzschutzsatzung möglich zu machen. Wenige Tage nach dem Besuch des Ministers in der Wildvogelhilfe Leipzig wurde die entsprechende Novelle des Naturschutzgesetzes beschlossen. Auch die beiden freigelassenen Tauben werden sich freuen, wenn sie einen geeigneten Lebensraum mit vitalem Baumbestand vorfinden.


Spendenscheck für Futterinsekten

Wildvogelhilfe bedankt sich herzlich für die Unterstützung!

Maria und Thomas übergaben den Spendenscheck an Karsten Peterlein (Mitte) von der Wildvogelhilfe Leipzig. Foto: René Bauer
Maria und Thomas übergaben den Spendenscheck an Karsten Peterlein (Mitte) von der Wildvogelhilfe Leipzig. Foto: René Bauer

Bereits das fünfte Jahr in Folge unterstützen Vogelfreundin Maria und ihre Freunde mit einer Futterspende die Arbeit der Wildvogelhilfe Leipzig. Diesmal hat sie 250 Euro gesammelt und den Spendenscheck überreicht. Mithilfe der großzügigen Spende kann der NABU Leipzig für die aktuellen Pflegevögel für etwa zwei Wochen sorgenfrei Futterinsekten bestellen.


Herzlichen Dank an Maria und Thomas aus Leipzig, Rita und Klemens aus Königswinter, Stefan aus Leipzig, Nicole aus Leipzig, Susanne aus Leipzig,
Maria und Marcel aus Pforzheim, Sven und Andrea aus Leipzig und an Petra aus Kitzscher!


Pflegetiere im Juli

Die Wildvogelhilfe Leipzig hat wieder alle hände voll zu tun: Mitte Juli wurden 58 Vögel betreut: 6 Turmfalken, 4 Hausrotschwänze, 1 Girlitz, 1 Singdrossel, 2 Amseln, 9 Haussperlinge, 2 Stockenten, 2 Ringeltauben, 19 Mauersegler, 2 Eisvögel, 4 Rauchschwalben, 4 Mehlschwalben, 1 Buntspecht, 1 Elster.

Fotos: NABU Leipzig

 

Die Wildvogelhilfe braucht Hilfe!

Die Wildvogehilfe Leipzig arbeitet ehrenamtlich, Menschen sind hier unentgeltlich in ihrer Freizeit aktiv für die hilfsbedürftigen Tiere. Futter und Material werden aus Spenden finanziert. Vögel können nur aufgenommen werden, solange Unterbringungskapazitäten, Arbeitskraft und Geld für Futter ausreichen. Die Tiere werden von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang im Stundentakt versorgt. Die Fütterung der Pflegetiere erfolgt überwiegend mit Insekten, deren Kauf mit recht hohen Kosten verbunden ist. Daher müssen je nach Alter und Gesundheitszustand der Vögel Futterkosten von ca. 10 bis 20 Euro pro Tier und pro Woche finanziert werden. Der NABU Leipzig bittet dafür um Spenden unter dem Stichwort „Wildvogelhilfe“ – Vielen Dank!


Vogeltod an Glasscheiben

Wohnungsgenossenschaft will Muster aufkleben

Immer wieder kommt es in Leipzig bei Gebäuden mit Glasflächen zu Vogelschlag (Anflugtrauma, häufig mit Todesfolge). Vögel können transparente Glasflächen oder spiegelnde Scheiben nicht rechtzeitig als Hindernis erkennen, sie nehmen nur die sich im Glas spiegelnde Landschaft wahr und kollidieren häufig in voller Fluggeschwindigkeit mit der Scheibe, oft mit tödlichem Ausgang. Die Wildvogelhilfe des NABU Leipzig betreut jedes Jahr viele Anflugopfer, einige überleben die Unfälle, viele sterben. Dieses Tierleid wäre vermeidbar, wenn die Eigentümer für Vögel sichtbare Hindernisse auf die Glasscheiben aufbringen. Dazu sind sie sogar verpflichtet, denn sobald es durch das Glas zu einem signifikant erhöhten Tötungsrisiko kommt, handelt es sich um einen Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz. Viele Fälle bleiben unbemerkt, in einigen anderen ist es für den NABU ein langwieriges Unterfangen, Behörden und Eigentümer zum handeln zu bewegen. Umso erfreulicher ist es, wenn es auch einmal eine gute Nachricht gibt.

In der Hainbuchenstraße wurden in diesem Jahr Gebäude saniert und dabei wurden großflächig verglaste Fahrstühle angebaut. Nachfolgend gab es mehrere tödliche Kollisionen von Vögeln. Wie auf den Fotos zu erkennen ist, spiegeln sich die Bäume in den Glasflächen. Vögel sehen dort ihren Lebensraum, den sie gezielt ansteuern und dann mit der Scheibe kollidieren. Wie jetzt bekannt wurde, hat eine Anwohnerin bereits im Juni sechs tote Haussperlinge gefunden. Anfang Juli wurde schließlich die Wildvogelhilfe zu einem eben angeflogenen Grünspecht gerufen. Für ihn kam jedoch jede Hilfe zu spät.

Tödlich verunglückt: ein Grünspecht (links) und mehrere Sperlinge. Fotos: NABU Leipzig


Vermutlich wurden einige Todesopfer nicht entdeckt, weil sie auf den Vordächern der Eingangsbereiche landeten. Das konnte der NABU bei der Nachsuche mit Hilfe einer Leiter feststellen. Beim Einsatz am 15. Juli 2020 wurden von einem solchen Vordach noch einen Haussperling und eine Mönchsgrasmücke tot geborgen.

Der NABU Leipzig hat dem Gebäudeeigentümer die Todesfälle gemeldet, Informationsmaterial zu Vogelschlag zugesandt und um schnelle Abhilfe gebeten. Außerdem wurde die Situation der Naturschutzbehörde gemeldet. Erfreulicherweise antwortete die Wohnungsgenossenschaft noch am selben Tag und sagte zu, die Scheiben vollflächig mit für Vögel sichtbaren Mustern auszustatten, die von Vögeln als Hindernis wahrgenommen werden. Der NABU begrüßt das schnelle Handeln zum Schutz der Tiere!


Verhängnisvolles Nistmaterial

Vögel in Not bitte ohne Zeitverzug melden!

In Gohlis beobachtete eine Anwohnerin am Haus gegenüber unter einer Dachrinne einen Mauersegler. Er hate sich offenbar verfangen, flatterte verzweifelt, konnte sich aber nicht befreien. Die Frau meldete sich beim NABU Leipzig, und es war klar, dass schnelles handeln nötig ist, um das Tier zu befreien. Als das Team der Wildvogelhilfe eintraf, wurde es bereits dunkel. Vor Ort wurde klar, dass auch die feuerwehr nicht helfen konnte, da es sich um die Rückseite eines Hauses handelte, wo man mit der Drehleiter nicht hinkommt. Also klingelten die Vogelretter bei verschiedenen Wohnungen im Dachbereich, bis ein geeignetes Fenster gefunden war, von dem aus man gesichert an einem Kletterseil den Segler befreien konnte. Es zeigte sich, dass es sich nicht nur um einen Altvogel handelte, der sich an einer Schnur verfangen hatte, sondern auch um sein Jungtier, welches wohl durch Hunger und Ruflaute angelockt nach draußen kletterte und dort ebenfalls hilflos am Eingang des Nistplatzes hing.

 

 

Beide Tiere wurden geborgen. Beim Altvogel war die Schnur um den Hals gewickelt und konnte vorsichtig entfernt werden. Der Altsegler war jedoch durch die Strangulation schwer verletzt, sodass er vom Tierarzt von seinem Leiden erlöst werden musste. Das Jungtier kam in die Wildvogelhilfe des NABU Leipzig. Es hat sich inzwischen von seinem Schock erholt, sitzt in Gesellschaft mit vier weiteren in Not gefunden jungen Mauerseglern gemeinsam in einer Box und wird nun aufwändig von Hand großgezogen.

Das gerettete Jungtier wird in der Wildvogelhilfe Leipzig zusammen mit weiteren jungen Mauerseglern von Hand großgezogen. Fotos: NABU Leipzig
Das gerettete Jungtier wird in der Wildvogelhilfe Leipzig zusammen mit weiteren jungen Mauerseglern von Hand großgezogen. Fotos: NABU Leipzig

Netze und Schnüre werden häufige zum Todesurteil für Vögel. Sie werden achtlos in der Natur entsorgt, und dann von Vögeln für den Nestbau verwendet. Diese Vögel selbst, oder Mitnutzer der Brutstätten, wie die Mauersegler, können sich mit Beinen, Kopf oder Flügel verfangen. Wenn sie nicht rechtzeitig gefunden werden, endet das meist tödlich.

 

Der NABU Leipzig bittet deshalb, verdächtige Vogelunfälle unverzüglich zu melden, damit den Tieren geholfen werden kann. In solchen Fällen ist schnelles Handeln nötig. Der tödlich verunglückte Mauersegler hing bereits seit dem Vortag in seiner Falle, sodass die Hilfe leider zu spät kam.

 

Schon wieder ein verschnürter Mauersegler

Bereits zwei Tage später meldete eine Anwohnerin erneut einen verfangenen Mauersegler – diesmal in Großzschocher. Sie beobachtete, wie ein Mauersegler an seinem Höhleneingang festhing und panisch flatterte. Für die Tierretter vom NABU Leipzig war die Stelle unereichbar, weshalb die Feuerwehr um Hilfe gebeten wurde, die dann innerhalb weniger Minuten eintraf. Um das Tier vorsichtig zu befreien und um im Nistplatz nach weiteren Vögeln zu schauen, durfte Karsten Peterlein von der Wildvogelhilfe Leipzig auf der Drehleiter mit hochfahren.

Der Segler hatte sich bereits die Flügel blutig geschlagen, der Jungvogel muss schrecklich gelitten haben. Das abgeschnürte Bein war nicht mehr dort wo es hingehört. Mauersegler brauchen beide Beine um Nistplätze erklettern zu können. Der Segler musste aufgrund seiner schweren Verletzungen leider erlöst werden. Ein weiterer Fall, wie Tiere durch unsere Abfälle in Not geraten. Die Schnur und die Plastikfolie, die in diesem Nest gefunden wurden, gehören dort nicht hin. Solches Nestbaumaterial führt häufig zum Tod der Vögel.

Fotos: NABU Leipzig


Eine Rettungsinsel für Wasservögel

Arbeitseinsatz im Pleißemühlgraben

Foto: René Bauer
Foto: René Bauer

Wasservögel brüten an allen möglichen und ungünstigen Orten in unserer Stadt. Oft wissen sie nicht, dass sie ihren Nachwuchs damit in Gefahr bringen, viele Gewässer sind zudem naturfern gestaltet und für die Jungvögel eine gefährliche Falle. Seit mehreren Jahren ist der NABU Leipzig immer wieder am Pleißemühlgraben im Einsatz, um Küken von Rallen und Enten vor der Strömung zu retten, die sie abtreibt. Schon mehrfach gab es mit einigem Aufwand Umsiedlungen der kompletten Brut an sichere Gewässer. Anwohner bitten Jahr für Jahr um Hilfe für die Küken, die immer wieder in Lebensgefahr geraten. Es wurde klar, dass es eine langfristige Lösung geben muss. Deshalb hat der NABU beantragt, mehrere Rettungsinseln aus Holz zu installieren. Die erste wurde am 9. Juli 2020 mit schweren Betonplatten im Gewässer verankert. Weiterlesen


Spatz aus Netz befreit

Vogelabwehrnetze sind eine Gefahr für Vögel

Fotos: NABU Leipzig
Fotos: NABU Leipzig

In der Lippendorfer Straße ist eine Wohnbebauung geplant. Dafür wurden auf dem Baugrundstück bereits alle vorhandenen Hecken und Klettergehölze entfernt. Die hier lebenden Vogelarten haben ihre Lebensräume ersatzlos verloren. Die Bäume, die noch gerodet werden sollen, wurden wohl bereits im Februar 2020 eingenetzt, um zu verhindern, dass Vögel dort brüten. Gehölze sind nicht nur wertvoller Lebensraum für Tiere, sie bereichern auch das Wohnumfeld und sind unverzichtbar für ein gesundes Stadtkima. Artensterben und Klimanotstand werden aber leider ignoriert und der Lebensraumverlust in der Stadt geht immer weiter: Leipzig schrumpft!

 

Am 8. Juli 2020 haben Anwohner den NABU Leipzig informiert, dass sich in einem solchen Netz ein Haussperling befindet. Die Wildvogelhilfe fuhr hin und hat an mehreren Stellen Löcher in das Netz geschnitten, sodass der Vogel nach einer Weile den Weg in die Freiheit fand.

 

Vogelabwehrnetze egal ob an Gebäuden oder an Bäumen sind immer eine Gefahr für Vögel. Den Firmen die solche Netze anbringen ist oft nicht bewusst, welche Vogelfallen sie in den Lebensräumen der Vögel installieren. Die Netze bewegen sich im Wind, wachsende Baumkronen lassen Netze einreißen, Spannleinen sind temperaturabhängig nicht immer gleichbleibend straff, verschleißen schnell und werden nicht regelmäßig nachgespannt, sodass häufig Lücken entstehen, wodurch die Vögel an ihren vertrauten Platz zurückkehren können.

Die Haussperlinge, die dort im Efeu ihre Schlafplätze hatten, sind weiterhin bemüht an ihre Lebensstätten zu kommen. Man kann standorttreue Vögel nicht einfach aussperren, wenn man ihnen nicht angemessene Ersatzpflanzungen in räumlicher Nähe anbietet. Desalb sind solche Ersatzmaßnahmen nach dem Bundesnaturschutzgesetz vorgeschrieben, was aber in Leipzig immer wieder ignoriert wird. Der NABU Leipzig hat die Naturschutzbehörde über den Vorfall informiert.

Vögel finden häufig noch kleinste offene Stelle in Netzen, jedoch dann den Ausgang nicht wieder, sodass sie häufig dort verhungern. Um das zu verhindern, sollte auf solche Netze verzichtet werden, oder man muss gewährleisten, dass sie täglich kontrolliert und gewartet werden!


Nach Krankheit:

Wildvogelhilfe Leipzig wieder im Einsatz

Nach längerer Krankheit des Leiters ist die Wildvogelhilfe Leipzig seit Anfang Juli wieder im Einsatz. In der Zeit der eingeschränkten Tätigkeit wurde deutlich, wie groß der Bedarf an Hilfseinsätzen ist, die in dieser Zeit aber nicht möglich waren. Einige Hilfesuchende hatten dafür leider kein Verständnis. Immer wieder gibt es Missverständnisse, was die ehrenamtlich tätige Wildvogelhilfe des NABU Leipzig leisten kann. Tatsächlich sind die Vogelretter nahezu rund um die Uhr im Einsatz, aber sie tun das in ihrer Freizeit!

Die Wildvogehilfe Leipzig arbeitet ehrenamtlich, Menschen sind hier unentgeltlich in ihrer Freizeit aktiv für die hilfsbedürftigen Tiere. Futter und Material werden aus Spenden finanziert. Vogelfinder werden gebeten, die Wildvogelhilfe nach Möglichkeit mit einer Spende zu unterstützen.

Wir bitten um Verständnis, dass wir nur Vögel aufnehmen können, solange Unterbringungskapazitäten, Arbeitskraft und Geld für Futter ausreichen.

Verletzte Vögel können in der Wildvogelhilfe Leipzig nicht medizinisch versorgt werden. Offensichtlich verletzte Vögel deshalb bitte einem Tierarzt vorstellen, in Leipzig ist das beispielsweise in der Universitätsklinik für Vögel und Reptilien oder in der Kleintierklinik Dr. Jähnig möglich.

Fundvögeln bitte kein Wasser in den Schnabel geben! Es kann in die Atemwege der Vögel gelangen und führt dann zum Ertrinken.

Die Wildvogelhilfe Leipzig ist erreichbar 9 - 12 und 15 - 18 Uhr, außer mittwochs und sonntags.
Beim Fund hilfsbedürftiger Vögel oder bei Fragen zum Vogelschutz bitte anrufen: 0341 927 62 027

Bitte den Anrufbeantworter nutzen! Wir bemühen uns zurückzurufen, sofern es das Arbeitsaufkommen zulässt. Während Vogelrettung und Fütterung sind Telefonate leider nicht möglich. Zur Vogelbrutzeit kann aufgrund der Vielzahl von Anrufen und Rettungseinsätzen ein Rückruf nicht garantiert werden.

Die NABU-Naturschutzstation in der Corinthstraße ist keine Annahmestelle für Fundtiere. Bitte die Wildvogelhilfe anrufen!

Hier gibt es weitere Informationen, wenn die Wildvogelhilfe Leipzig nicht erreichbar ist:
Vogel gefunden
Mauersegler gefunden

 

Pflegevögel in den ersten Julitagen

1 Mönchsgrasmücke, 2 Turmfalken, 6 Haussperlinge, 12 Mauersegler, 2 Buntspechte, 2 Ringeltauben, 3 Rauchschwalben, 4 Mehlschwalben, 6 Hausrotschwänze, 2 Stare, 1 Eichelhäher, 1 Stieglitz.

Fotos: NABU Leipzig

 

Die Wildvogelhilfe Leipzig braucht Futterspenden!

Die Versorgung der Pflegetiere erfolgt überwiegend mit Insekten, deren Kauf mit recht hohen Kosten verbunden ist. Daher müssen je nach Alter und Gesundheitszustand der Vögel Pflege- und Futterkosten von ca. 10 bis 20 Euro pro Tier und pro Woche finanziert werden.
Der NABU Leipzig bittet dafür um Spenden unter dem Stichwort „Wildvogelhilfe“ – Vielen Dank!


Nistkastenbetreuer werden!

 

Der NABU Leipzig kümmert sich um rund 700 Vogelnistkästen auf Grünanlagen sowie um rund 1.000 Nistkästen für Gebäudebrüter. Für die regelmäßige Betreuung in den verschiedenen Jahreszeiten werden Nistkastenbetreuer gesucht! Der Arbeitsaufwand ist überschaubar. Es geht um die Beobachtung und Wartung der Kästen. Im Team findet eine Einarbeitung statt, viel Wissenswertes über die heimische Vogelwelt ist garantiert. mehr



Pflegetiere im Juni

Wildvogelhilfe kann nur eingeschränkt arbeiten

Ende Juni war die Wildvogelhilfe krankheitsbedingt noch immer eingeschränkt im Einsatz. Hauptsächlich wurden Anrufer beraten, was beim Fund eines hilfebedürftigen Vogels zu beachten ist, ob der Findling in der Natur bleiben kann, zum Tierarzt oder in eine Pflegestation gebracht werden sollte. Bis zu 80 Anrufe erreichten de NABU Leipzig dazu täglich, am Pfingstwochenende waren es 200 aus ganz Deutschland. Es ist Brutzeit und viele Vogelküken wurden und werden am Boden sitzend beobachtet. Nicht jeder Vogel am Boden ist ein Notfall.
Informationen für Vogelfinder

 

Fotos: NABU Leipzig

 

Einigen Tieren konnte der NABU Leipzig in den letzten Wochen sofort helfen oder auch stationär betreuen: Eine Feldlerche wurde an einer Straße gefunden, wurde nicht mehr versorgt und anschließend zur Wildvogelhilfe gebracht. Ein Kernbeißer im Ästlingsalter wurde von einer Katze angegriffen. Eine erwachsene Rauchschwalbe wurde in einem Eimer gefunden, vermutlich ist sie gegen eine Scheibe geflogen und dort hinein gestürzt. Ein erwachsener Graureiher stand regungslos, vermutlich nach Kollision mit einem LKW auf einer Straße, die Polizei informierte den NABU und hat um Hilfe. Im Mai gab es besonders viele Meldungen von flüggen Buntspechten, vier wurden der Wildvogelhilfe gebracht, zwei wurden von Katzen angegriffen, ein Specht flog gegen ein Auto und ein weiterer gegen eine Fensterscheibe. Beim Grünspecht ist der Fundumstand unbekannt. Ein junger Turmfalke ist aus seinem Nistkasten abgestürzt. Aufmerksame Bewohner eines Hochhauses, wo sich der Nistplatz befindet, haben den NABU informiert. Da die meisten Nistplätze dem Arbeitskreis Ornithologie und Vogelschutz des NABU Leipzig bekannt sind und der Falke unverletzt war, konnte er in den Nistkasten zu seinen 4 Nestgeschwistern zurückgesetzt werden. Eine Dohle wurde geschwächt und durchnässt an einer stark befahrenen Straße gefunden, Altvögel versorgten das Tier nicht. Die Dohlen haben an fast allen Kolonien durch zunehmende Flächenversiegelung in Leipzig immer schlechtere Bedingungen, Nahrung zu finden. Die Eltern schaffen es kaum, ihre Jungen ausreichend zu versorgen. Die Rückführung bei besserem Wetter an einen geschützten Hinterhof hat geklappt.

Neun Stockentenküken mit Mutter wurden aus einem begrünten aber vollständig umbauten Innenhof in Plagwitz befreit und zum Karl-Heine-Kanal gebracht. Enten brüten im ganzen Stadtgebiet fernab von Gewässern. Zur Brutzeit ist der NABU Leipzig zur Entenrettung zeitweise im Dauereinsatz.

 

Gelegentlich kommen noch weitere Tierrettungseinsätze hinzu. So waren drei Grünfrösche in einen Betonschacht gefallen, an den glatten Wänden kamen sie nicht wieder heraus. Mit langen Keschern konnten Mitstreiter des NABU Leipzig sie befreien, und sie haben vor dem Überlauf ein Gitter installiert, um die Gefahr zu veringern.

 

Fotos: NABU Leipzig

 

Feldlerche, Kernbeisser, Rauchschwalbe, Graureiher, Grünspecht und zwei Buntspechte konnten wieder in die Natur entlassenwerden, die beiden anderen Buntspechte sind leider gestorben.

Die Aufnahme von Vögeln ist in der Wildvogelhilfe Leipzig erst im Juli wieder möglich. Wir bitten um Verständnis!

 

Der NABU Leipzig bedankt sich bei allen Unterstützern und Helfern sehr herzlich!

Ohne ehrenamtlich Aktive und ohne Spenden wäre die Arbeit der Wildvogelhilfe nicht möglich!
Wer die Arbeit unterstützen möchte, kann das durch aktive Mithilfe oder durch Spenden.
Wer Interesse an einer ehrenamtlicher Mitarbeit hat, kann sich gerne per E-Mail melden.
Die Arbeit der Wildvogelhilfe wird ausschließlich aus Spenden finanziert – jeder Euro hilft. Bei der Überweisung bitte den Verwendungszweck „Wildvogelhilfe“ angeben!

 


Spatzenbrut gerettet

Verschlossene Nisthöhle wieder geöffnet

Fotos: NABU Leipzig
Fotos: NABU Leipzig

Bei Sanierungsarbeiten in Wiederitzsch wurde eine Spatzenbruthöhle verschlossen. Dank aufmerksamer Anwohner konnte sie jedoch wieder geöffnet werden. Der Nistplatz in einem Lüftungsschacht wird seit Jahren genutzt, jetzt wurde plötzlich die Wand ausgebessert, gestrichen und ein Gitter vor den Schacht gesetzt. Zum Glück fiel das aufgeregte Anfliegen der Altvögel den Nachbarn auf. Die Wildvogelhilfe des NABU Leipzig konnte schnell nach dem Anruf vor Ort sein und konnte den Eigentümer des Gebäudes darauf hinweisen, dass die Höhle wieder geöffnet werden muss. Da das Gerüst noch stand, war die Niststätte problemlos zu erreichen. Gleich nach dem Entfernen des Gitters flogen die Haussperlinge wieder ein.

 

Leider kommt es immer wieder zu ähnlichen Zwischenfällen an Sperlingsnistplätzen, häufig auch aus Unkenntnis. Deshalb bittet der NABU Leipzig darum, Spatzennistplätze zu melden. Sie können dann besser geschützt werden. Weitere Informationen


Ostervögel

Kurz vor Ostern kamen noch einige neue Pflegevögel in die Wildvogelhilfe Leipzig: 1 Kernbeißer, 1 Ringeltaube und 1 Buchfink. Es sind vorerst die letzten – krankheitsbedingt können weitere Tiere derzeit nicht aufgenommen werden. Der Leiter der Wildvogelhilfe ist aufgrund einer Operation im Krankenhaus und im Anschluss ist eine längere Rehabilitation geplant. Deshalb ist auch das Notfalltelefon nur eingeschränkt erreichbar. Die NABU-Naturschutzstation Leipzig ist vertretungsweise bemüht, bei Vogelfunden zu beraten, dies ist aber vorübergehend nur montags, dienstags, donnerstags und freitags zwischen 8 und 16 Uhr möglich. Wir bitten um Verständnis.

Fotos: NABU Leipzig


Gefährliche Angelhaken

Immer wieder Rettungsaktionen für verfangene Vögel

Der Schwan konnte eingefangen und der Angelhaken entfernt werden. Foto: NABU Leipzig
Der Schwan konnte eingefangen und der Angelhaken entfernt werden. Foto: NABU Leipzig

Von Anglern achtlos liegen gelassene oder ins Wasser geworfene Angelschnüre sind eine ernste Gefahr für Wasservögel. Wenn sich Haken und Schnur am Körper verfangen, endet der Überlebenskampf mit Verletzungen, manchmal auch tödlich. Leider werden dem NABU Leipzig immer wieder solche Fälle gemeldet, nicht immer kann die Wildvogelhilfe den Tieren noch helfen. Tiere die nicht rechtzeitig gefangen werden, können sich tödlich verletzen. Der NABU appelliert an Angler, sämtlichen Unrat von Gewässern wieder mitzunehmen und insbesondere keine Haken und Schnüre zurückzulassen! Am 3. April 2020 wurde der NABU zu einem Schwan in Delitzsch gerufen. Bei ihm steckte der Angelhaken tief im Schnabelrand und die Schnur war um die Zunge gewickelt. Die Wildvogelhilfe Leipzig konnte den Haken erfolgreich entfernen. Weiterlesen     Pressemitteilung


Pflegevögel im März

Fotos: NABU Leipzig

 

Die warme Jahreszeit hat noch nicht ganz begonnen, doch die Wildvogelhilfe des NABU Leipzig hat schon reichlich zu tun. Seit einiger Zeit kümmert sie sich bereits um 3 Haussperlinge, 1 Heckenbraunelle, 1 Wacholderdrossel (Angriff durch Hauskatze) und 1 Buchfink (Kollision mit Fensterscheibe). Die Vögel verbringen noch einige Zeit bis zur Genesung in NABU-Obhut.

 

Im März kamen bisher folgende Pflegefälle hinzu: 1 Waldkauz, 1 Schwarzspecht (Kollision mit Auto), 1 Mittelmeermöwe (unbekannte Flügelverletzung), 1 Sommergoldhähnchen, 1 Eisvogel (Kollision mit Fensterscheibe), 1 Kohlmeise (Angriff von Hauskatze), 2 Amseln (Vergiftungserscheinung) und 2 Waldschnepfen (Anflug an Fassaden).

 

Rettungsaktion für einen Waldkauz

Waldkäuze sind seit Jahrhunderten Nachbarn der Menschen, denn sie leben auch in unseren Ortschaften, auch in Leipziger Parks oder Friedhofsanlagen. Sie brauchen große alte Bäume mit großen Höhlen, in denen sie ihre Nistplätze haben, und sie benötigen Flächen, auf denen sie nach ihren Beutetieren jagen können. Beides macht der Mensch ihnen in Leipzig jedoch mehr und mehr streitig. Leipzig schrumpft

 

Für den Schutz des Waldkauzes müssen in erster Linie höhlenreiche Altholzbestände sowie bekannte Brutbäume zu erhalten und gefördert werden. Eine ernste Fefahr ist aber nicht nur der Lebensraumverlust, Waldkäuze sind auch besonders häufige Verkehrsopfer. Im März wurde auch ein Waldkauz in der Wildvogelhilfe Leipzig gepföegt, der vermutlich bei seiner Jagd gegen ein Auto geflogen war – er wurde am Straßenrand gefunden. Er konnte sich in der Wildvogelhilfe erholen und an seinem Fundort wieder freigelassen werden.

 

Der Waldkauz konnte nach seiner Genesung am Fundort wieder freigelassen werden. Fotos: René Bauer

 

Um auf die Gefahren für den Waldkauz aufmerksam zu machen und für den Schutz seiner Lebensräume zu werben, hatte der NABU den Waldkauz 2017 zum Vogel des Jahres gekürt. Weitere Informationen


Tierrettung ist wieder mobil

Erfolgreiche Spendenaktion für ein Einsatzfahrzeug

Im neuen Hochdachkombi sind künftig alle Geräte, die für die Tierrettung benötigt werden immer mit an Bord. Foto: NABU Leipzig
Im neuen Hochdachkombi sind künftig alle Geräte, die für die Tierrettung benötigt werden immer mit an Bord. Foto: NABU Leipzig

DANKESCHÖN! - Die Wildvogelhilfe kann eine große Sorge hinter sich lassen: Ein neues Einsatzfahrzeug konnte angeschafft werden. Möglich machten das großzügige Spenden, die in sehr kurzer Zeit zusammenkamen. Nun ist die Wildvogelhilfe des NABU Leipzig wieder mobil und von nun an mit einem Citroën-Berlingo unterwegs.

 

Der NABU Leipzig bedankt sich für die großartige Unterstützung der Spender! Insgesamt haben bei der Aktion 154 Menschen über die Plattform betterplace gespendet. Weitere Spenden gingen über das Spendenkonto des NABU ein. Jeder einzelne Euro hat zum Ergebniss beigratragen. Herzlichen Dank dafür!

 

Besonders bedankt sich das Team der Wildvogelhilfe bei Anja Szilard, dem Vintagemädchen Vintage Blog, Black Pearl Island, Autohäuser Kühn, waterproof-systems GmbH und bei der GO Tankstelle Leipzig/Paunsdorf.

 

Motorschaden hat Wildvogelhilfe ausgebremst

Ob Wildvögel, Frösche, Fledermäuse oder Igel – seit 2013 kümmert sich die Wildvogelhilfe Leipzig mit rund 800 Einsätzen im Jahr um Wildtiere in unserer Stadt. Bei den Einsätzen kam es auch vor, dass sieben Schwäne, die sich auf einer Straße verirrt hatten, alle auf einmal transportiert werden mussten. Bei vielen Einsätzen müssen Leiter, Schlauchboot, Teleskopstangen, Kescher und Tiertransportboxen mitgebracht werden. Die Tierretter des NABU Leipzig sind also bei den meisten Notfällen auf ein Auto angewiesen. Das Auto, das bisher privat zur Verfügung gestellt wurde, musste mehrfach in die Werkstatt, dann war es nach einem Motorschaden gar nicht mehr zu benutzen. Die Wildvogelhilfe ist mit ihrer ehrenamtlichen und kostenfreien Arbeit für die Transportfahrten und Versorgung der Wildtiere komplett auf Spenden angewiesen, sodass ein alter


Gebrauchtwagen mit immer wieder anstehenden Reparaturarbeiten langfristig keine Lösung ist, weil auch dafür das Geld fehlt. Für ein zuverlässiges Fahrzeug, welches sobald Notfälle gemeldet werden jederzeit einsatzbereit ist hatte der NABU Leipzig daher eine Spendenaktion gestartet. Innerhalb weniger Wochen wurde sie erfolgreich beendet. Die Wildvogelhilfe Leipzig konnte nun ein neues Fahrzeug anschaffen, die Suche danach war erfolgreich.

 

Der NABU bedankt sich herzlich für die große Spendenbereitschaft!

 

Danke für die schnelle Hilfe

Foto: NABU Leipzig
Foto: NABU Leipzig

Schon gleich nach dem Start der Spendensammlung war die Wildvogelhilfe vorübergehend wieder mobil: Die Waterproof systems GmbH hatte leihweise einen Transporter zur Verfügung gestellt. Der NABU bedankt sich herzlich für diese schnelle Hilfe! Vielen Dank auch an die GO Tankstelle Leipzig-Paunsdorf – sie hatte die erste Tankfüllung gespendet!

 

Es ist wirklich schön zu erfahren, wie viele liebe Menschen helfen, damit der NABU Leipzig weiterhin für die Tiere im Einsatz sein kann. Die erste Fahrt mit dem Transporter galt einem Waldkauz, der sich in einer Reithalle verirrt hatte.

 

Inzwischen ist die Spendensammlung für ein neues Fahrzeug erfolgreich beendet. Schon innerhalb weniger Wochen fanden sich so viele Menschen, die mit einer Spende dafür sorgten, dass die Wildvogelhilfe Leipzig bald wieder ein eigenes Fahrzeug anschaffen kann. Dankeschön an alle, die gespendet haben! 

Dieser Waldkauz hatte sich in einer Reithalle verirrt. Fotos: NABU Leipzig


Neues Jahr – neue Pflegetiere

Das neue Jahr begann in der Wildvogelhilfe des NABU Leipzig mit diesen Bewohnern: 1 Eichelhäher, 1 Waldohreule, 2 Waldschnepfen, 1 Buchfink, 3 Haussperlinge, 1 Kohlmeise, 1 Sperber. Außerdem machen in der Pflegestation 6 Igel, die der NABU in Obhut genommen hat, ihren Winterschlaf.

 

Fotos: NABU Leipzig

 

Die Waldschnepfe hat einen heftigen Anflug mit einer Glasscheibe überlebt. Zu sehen ist eine schwere Augenverletzung (beide Augen im Vergleich) die mehrfach täglich mit Augentropfen behandelt wird. Kollisionen mit Glasscheiben sind im Winter die häufigsten Ursachen für Vögel, die dem NABU verletzt gemeldet werden. Dem Sperber ist das Gleiche widerfahren, danach wurde er von einer Katze geschnappt, was einem gesunden Greifvogel kaum passiert wäre.

 

Weitere Vögel kamen im Februar in die Wildvogelhilfe: 1 Heckenbraunelle, 1 Wacholderdrossel, 1 Saatgans und 1 Buntspecht.

Der NABU Leipzig bittet um Spenden für die Arbeit der Wildvogelhilfe (bitte Verwendungszweck "Wildvogelhilfe" angeben).

Die Wildvogelhilfe Leipzig arbeitet ehrenamtlich, alle Kosten für die Pflege der Tiere werden ausschließlich aus Spenden finanziert. Der NABU Leipzig bedankt sich bei allen, die das bereits mit Spenden unterstützt haben! Auch für die neuen Pflegevögel entstehen Kosten, der NABU bittet daher um Spenden für die Versorgung der Tiere – jeder Betrag hilft!