Naturschutz im Leipziger Nordosten

Die NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz

Haben auch Sie Interesse, den NABU im Leipziger Nordosten zu unterstützen?

Dann machen Sie doch im Rahmen Ihrer Möglichkeiten mit! Wir wollen uns tatkräftig für die Belange des Naturschutzes einsetzen.

Wir wollen Hecken, Klein-Biotope, Baumreihen, Vogelnist- und Fledermauskästen anlegen und pflegen, landwirtschaftliche Betriebe und Imker besuchen, Ausflüge machen und Kinder und Jugendliche für Umweltschutz begeistern. Wir wollen uns für sicherere Rad- und Fußwege, für Bus- und Bahnverkehr, gegen Autobahn- und Fluglärm engagieren.

Unser Veranstaltungsprogramm

Die Veranstaltungen der Ortsgruppe Plaußig-Portitz und ihrer Kindergruppe „Parthefrösche“ sind im Flyer gelb markiert.

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Vorstand der Ortsgruppe

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Kinder erkunden die Nachtnatur

Sommerabend der Parthefrösche am 17. Juni

Public Domain

Die nächste Veranstaltung der NAJU-Kindergruppe Parthefrösche findet am 17. Juni statt. Am Lagerfeuer wird die Zeit bis zum Einbrechen der Nacht schnell vergehen, um dann in einer hoffentlich lauen Sommernacht den Tanz der Glühwürmchen zu erleben. Einzelheiten zum Ablauf der Veranstaltung werden nach Anmeldung per E-Mail oder telefonisch unter 0341 6884477 bekanntgegeben. Und natürlich sind auch neue Interessenten im Grundschulalter gerne gesehen und herzlich willkommen!

Natur des Jahres 2017

Vortragsabend beim NABU Plaußig-Portitz

Gottesanbeterin, Insekt des Jahres 2017. Foto: Senckenberg/Thomas Schmitt
Gottesanbeterin, Insekt des Jahres 2017. Foto: Senckenberg/Thomas Schmitt

1971 ernannte der NABU erstmals einen „Vogel des Jahres“; damals war es der Wanderfalke. Seither wirbt jedes Jahr aufs Neue ein Vogel für den Schutz seines Lebensraums und damit intakter Ökosysteme. Viele andere Organisationen haben die Idee inzwischen ebenfalls aufgegriffen; neben dem Vogel des Jahres gibt es zahlreiche andere Tiere und Pflanzen des Jahres, ja sogar Landschaften oder einen „Boden des Jahres“. Sie alle sind Botschafter für den Schutz der Natur und der Biodiversität. Wenn man sich mit dieser „Natur des Jahres“ beschäftigt, erhält man ein breites Bild zu den bedrohten Lebensräumen und dem sensiblen Ökosystem, auf dessen Existenz auch der Mensch angewiesen ist.

Ein Ausflug in die „Natur des Jahres“ ist lehrreich, weil verschiedene Fachgebiete angesprochen werden, so wie beim Vortragsabend des NABU Plaußig-Portitz am 9. Mai 2017. Man konnte sich auf ein wahres Feuerwerk an Informationen freuen und das hatte Ralf Mäkert bei seinem Vortrag auch zu bieten. Er ist Mitarbeiter des NABU-Naturschutzinstituts Leipzig und Naturschutzbeauftragter der Stadt. Er stellte 30 ausgewählte und besonders schützenswerte Tiere, Pflanzen und Landschaften vor.

Der Mäusebussard als Greifvogel des Jahres war genauso interessant wie die Haselmaus als Wildtier des Jahres oder die Flunder als Fisch des Jahres. Insekt des Jahres ist die

Die Schöne Landdeckelschnecke, Weichtier des Jahres 2017. Foto: Haus der Natur - Cismar
Die Schöne Landdeckelschnecke, Weichtier des Jahres 2017. Foto: Haus der Natur - Cismar

Gottesanbeterin, sie macht oft kurzen Prozess mit ihrem männlichen Partner. Insekten sind auch die Goldene Acht, Schmetterling des Jahres, die Gemeine Keiljungfer, Libelle des Jahres und die Knautien-Sandbiene, Wildbiene des Jahres. Interessant sind auch das Weichtier des Jahres, die Schöne Landdeckelschnecke, oder die Spaltenkreuzspinne, Spinne des Jahres. Beeindruckende Informationen gab es zudem über Wasserpflanze, Alge, Flechte und Moos des Jahres - Lebewesen, von denen man selten etwas hört, die aber gleichwohl geschützt werden müssen.

Die Steckrübe als Gemüse, das Gänseblümchen als Heilpflanze, der Saat-Hafer als Arznei-Pflanze und das Tränende Herz als Giftpflanze des Jahres waren hingegen Vielen vom Namen her bekannt, dennoch gab es auch über sie noch viel Lehrreiches zu berichten. Besprochen wurden auch die Oranienbaumer Heide als Weidelandschaft und die Trave im Norden Deutschlands als Flusslandschaft des Jahres.

Die NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz bedankt sich bei Ralf Mäkert für den kurzweiligen Vortrag, der bei den begeisterten Zuhörern Interesse für die Natur weckte und das Wissen über ihre Besonderheiten erweitert hat.

Krötenführerschein für Parthefrösche

Kinder können beim Amphibienschutz helfen

Zur Zeit der Amphibienwanderung werden die „Parthefrösche“ zu Amphibienchauffeuren und dafür brauchen die jungen Naturschützer natürlich einen „Krötenführerschein“. Auch in diesem Jahr fand die Veranstaltung, die am sonnigen Nachmittag des 1. April stattfand, großen Anklang. Die Teilnehmer konnten viel über die Lurche in der Parthenaue erfahren.

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Fotos: Frieda Gabke

Frühjahrsputz in Plaußig-Portitz

Müllsammelaktionen mit dem NABU

Der NABU hat am Vormittag in Portitz Müll eingesammelt, nachmittags traf sich die NAJU-Kindergruppe "Parthefrösche" in Plaußig. Fotos: NABU Plaußig-Portitz

 

Zum Auftakt des Frühjahrsputzes der Stadt Leipzig hat sich am 18. März 2017 auch der NABU Plaußig-Portitz an dieser Aktion beteiligt.

Am Vormittag wurde in der Krätzbergsiedlung das Karree zwischen Melker Weg und Krätzbergstraße bzw. zwischen der Tauchaer Straße und der Eferdinger Straße vom Müll befreit. Der meiste Unrat wurde in den Straßengräben der Hauptstraße vorgefunden, während die Wege innerhalb der Siedlung erfreulicherweise weitestgehend müllfrei waren. Innerhalb von zwei Stunden konnten zwei Säcke mit Unrat gefüllt werden.

Bei der zweiten Müllsammelaktion am Nachmittag war insbesondere die NAJU-Kindergruppe im Einsatz. Fünf "Parthefrösche" und drei erwachsene haben sich an der Parthebrücke zwischen Plaußig und Portitz eingefunden und haben sich - wie schon die Jahre zuvor - die stark verunreinigten Randstreifen und Gräben beiderseits der Grundstraße in Richtung Portitz bis zum Ende des neuen Radwegs vorgenommen.

„Zeig mir deinen Müll, und ich sag dir, wer du bist“: Bei dem aufgesammelten Müll handelte es sich vorwiegend um Umverpackungen von Fast-Food-Produkten, Coffee-to-go, Zigarettenschachteln sowie Schnaps- und Bierflaschen; aus der Parthe wurden sogar zwei

Dieser Grasfrosch ist der erste in diesem Jahr, der von der NAJU-Kindergruppe "Parthefrösche" über die Straße gebracht wurde.
Dieser Grasfrosch ist der erste in diesem Jahr, der von der NAJU-Kindergruppe "Parthefrösche" über die Straße gebracht wurde.

große Müllsäcke mit Kabelummantelungen geborgen, die als vorsätzlich entsorgter Industriemüll aufgefasst werden können. Bilanz nach zwei Stunden: sieben Säcke und zwei große Eimer mit Altglas, welches im Anschluss gesondert und nach Farben sortiert im örtlichen Altglascontainer entsorgt wurde.

Ein Lichtblick für den beginnenden Frühling war der erste Grasfrosch dieses Jahres, der von den Parthefröschen sicher über die Straße getragen wurde und nun wieder freie Bahn auf seinem Weg zum Ablaichort hat.

Zaunbau für Kröten

Bald beginnt die Amphibienwanderung

Sobald es etwas milder wird, beginnen Frösche, Kröten und Co. wieder mit ihrer Wanderung zu den Laichgewässern, wobei der Straßenverkehr für sie eine tödliche Gefahr darstellt. Ein Wander- und Gefahrenschwerpunkt ist die Parthebrücke zwischen Plaußig und Portitz. Kurz vor dem Start der Wandersaison hat der NABU Plaußig-Portitz darum an dieser Stelle wieder einen mobilen Amphibienzaun aufgestellt.

Elf Helfer waren am Freitag (24. Februar 2017) dem Aufruf gefolgt und konnten den 100 Meter langen Krötenzaun in Rekordzeit errichten. Es war gerade rechtzeitig, denn in den vergangenen Tagen waren bereits zweistellige Tagestemperaturen zu verzeichnen, welche die ersten Grasfrösche zum Aufbruch zur Wanderung zu ihrem Laichgewässer animieren könnten.

Viele Frösche und Kröten versuchen die Laichgewässer im Plaußiger Wäldchen zu erreichen. In den Vorjahren wurden sie dann beim Versuch, die Straße an der Parthebrücke zu überqueren häufig Opfer des Straßenverkers. Deshalb hatte der NABU die mobile Leitanlage erstmals im vorigen Jahr aufgebaut. Damit konnte die Zahl der Opfer deutlich reduziert werden.

Der Zaun ist keine Fangeinrichtung, sondern leitet die Tiere auf einen sicheren Weg, der unter der Brücke am Ufer der Parthe entlangführt. Den Kauf des Zauns hatte eine Spende des BMW Group Werk Leipzig ermöglicht. Auch in diesem Jahr waren wieder vier BMW-Mitarbeiter gekommen, um beim Zaunbau zu helfen. An der Aktion beteiligt waren des Weiteren zwei NABU-Mitarbeiter, die im Rahmen des Bundesprogramms „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“ vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert werden.

Jedes Jahr im Frühling zählt der NABU die Amphibien an verschiedenen Laichgewässern. Dadurch konnte in Plaußig-Portitz ein bedenklicher Rückgang der Grasfroschpopulation festgestellt werden. Die Gründe dafür sind vielfältig liegen beispielsweise in Lebensraumzerstörung, Pestizid- und Streusalzeinsatz und Klimawandel. Umso wichtiger ist, dass sich möglichst viele Tiere im Frühjahr erfolgreich fortpflanzen können und nicht dem Straßenverkehr zum Opfer fallen. Der Zaun an der Parthebrücke ist deshalb ein wichtiger Beitrag zum Tier- und Artenschutz.

Der NABU bedankt sich bei allen Helfern sowie bei den Stadtforsten Leipzig und bei der Unteren Naturschutzbehörde für die freundliche Zusammenarbeit.

Kopfweidenschnitt

Für Kulturlandschaft und Artenvielfalt

Am Samstag, 18. Februar 2017, fanden sich auf den Plaußiger Wiesen zwischen Plaußig und Seegeritz 13 Helfer ein, um etwa 20 Kopfweiden zu schneiden. Der Schnitt wurde unter der fachkundigen Anleitung von Bernd Hoffmann durchgeführt. Ér hat vor vielen Jahren mit der Kindergruppe „Parthefrösche“ frische Weidenruten gesteckt, aus denen heute durch regelmäßige Pflegeschnitte stattliche Kopfweiden geworden sind. Die ausbleibende Nutzung der Kopfweiden ließ in der Region dieses Landschaftselement zunehmend verschwinden. Damit gingen auch begehrte Wohnstätten von inzwischen selten gewordenen Arten verloren, die zum Beispiel im knorrigen Geäst und in Baumhöhlen einen Unterschlupf finden.

Fotos: Mario Vormbaum

 

Zum Glück erfreut sich das Schnittgut mittlerweile als umweltfreundlicher, nachwachsender und kostengünstiger Rohstoff einer zunehmenden Beliebtheit. Er wird heute vorwiegend im Gartenbereich als Weidenzaun, Beetabgrenzung oder Hochbeeteinfassung eingesetzt. Ist der Untergrund feucht genug, treiben gesteckte Weidenhölzer leicht aus und können lebende Zäune, Weidentipis oder ähnliches bilden. Die geschälten dickeren und leicht gebogenen Weidenäste werden gerne als handfreundliche Stiele für diverse Gartengeräte genutzt. Traditionell wurden die Ruten zum Flechten von Körben verwendet. Das Schnittgut der 20 Weiden wurde in diesem Jahr vollständig verwertet und wurde wurde von Interessierten abgeholt.

Die Natur und die Landschaft profitieren von der regelmäßigen Pflege der Kopfweiden. Alle paar Jahre müssen sie geschnitten werden, damit der Stamm nicht unter der zunehmenden Last der immer dicker werdenden Weidenäste auseinanderbricht. Der ökologische Wert von Kopfweiden wird erst mit zunehmendem Alter deutlich, wenn neben Flechten und Pilzen Insekten und Kleinsäuger zur Untermiete einziehen und Spechte leichtes Spiel haben, in der absterbenden Kopfweide große Höhlen anzulegen, die bevorzugte Habitate von immer seltener werdenden Eulenarten wie dem Steinkauz sind.

Nistkastenbau in der Grundschule Portitz

Foto: NABU Plaußig-Portitz
Foto: NABU Plaußig-Portitz

An einem Samstag in die Schule gehen? Die Parthefrösche sagen: Aber gerne! 14 Kinder kamen am 28. Januar in den Werkraum der Grundschule Portitz. Hier schraubten, hämmerten und malten sie an zehn Nistkästen. Unterstützt wurde die NAJU-Kindergruppe dabei von drei Müttern, einem Großvater sowie Steffen Wagner und Mario Vormbaum vom NABU Plaußig-Portitz und natürlich von Frau Wahlich. Sie ist die Leiterin der Naturfreunde-AG des Schulhorts und hatte kräftig die Werbetrommel gerührt. Deshalb konnten so viele Kinder auch am Wochenende für diese gelungene Aktion gewonnen werden.

Die jungen Naturschützer erhielten Tipps zum Bau, Aufhängen und Reinigen von Nistkästen. Acht Kästen wurden von Kindern mit nach Hause genommen, zwei sollen demnächst in der Nähe der Grundschule aufgehängt werden.

Ein Dank geht auch an die Schulleiterin Frau Neefe-Schnabel, die ihre Schule für den Naturschutz öffnete.

Vogelzählung zum Mitmachen

Die Stunde der Wintervögel 2017

Foto: Karsten Peterlein
Foto: Karsten Peterlein

Jedes Jahr im Januar ruft der Naturschutzbund zur großen winterlichen Vogelzählung auf. Bei dieser „Stunde der Wintervögel“ kann jeder mitmachen, der sich eine Stunde Zeit nimmt. Man beobachtet die Tiere in der unmittelbaren Umgebung, notiert die Anzahl und die Vogelarten und meldet alles dem NABU. Dabei kann man Preise gewinnen, lernt etwas über die heimische Vogelwelt und hilft beim Vogelschutz. Denn die zahlreichen Daten aus ganz Deutschland liefern wertvolle Informationen über die Bestandsentwicklung bestimmter Vogelarten. 2017 fand die Stunde der Wintervögel vom 6. bis zum 8. Januar statt.

Der NABU hatte Führungen angeboten, bei denen man sich zusammen mit anderen an der Aktion beteiligen und Informationen über die Vögel bekommen konnte. So hatte auch der NABU Plaußig-Portitz zur Stunde der Wintervögel eingeladen. Wie auch schon in den vergangenen Jahren wurden auf den Parthewiesen zwischen Plaußig und Seegeritz die Vogelarten erfasst.

Außerdem beteiligten sich einige Familien bei der Gelegenheit gleich am Wintervogel-Wettbewerb des NABU Sachsen: Sie bauten lustige Wintervögel aus Schnee. Anschließend konnten sich alle bei Kakao und Gebäck in der Plaußiger Naturschutzstation aufwärmen.

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Für Biotop- und Artenschutz

Foto: Karsten Peterlein
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