Die Stunde der Gartenvögel 2016

Beobachtungsergebnisse können noch bis zum 23. Mai an den NABU gemeldet werden.

Jedes Jahr im Mai lädt der NABU zur großen Vogelzählung ein. Menschen in ganz Deutschland sind dann aufgerufen, eine Stunde lang Vögel in der unmittelbaren Umgebung zu beobachten und die Ergebnisse dem NABU zu melden. So werden wertvolle Informationen für den Vogelschutz gesammelt.
In diesem Jahr wurde vom 13. bis 15. Mai gezählt. Der NABU-Regionalverband Leipzig hat am Aktionswochenende auch wieder Exkursionen angeboten.

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Feldsperling und Ringeltaube sind im Kommen

Zwischenergebnis der „Stunde der Gartenvögel“ 2015

Exkursion zur Stunde der Gartenvögel auf dem Südfriedhof. Foto: René Sievert
Exkursion zur Stunde der Gartenvögel auf dem Südfriedhof. Foto: René Sievert

Jedes Jahr im Mai lädt der NABU zur großen Vogelzählung ein. Menschen in ganz Deutschland sind dann aufgerufen, eine Stunde lang Vögel in der unmittelbaren Umgebung zu beobachten und die Ergebnisse dem NABU zu melden. So werden wertvolle Informationen für den Vogelschutz gesammelt.

In diesem Jahr wurde vom 8. bis zum 10. Mai gezählt, die Ergebnisse können noch bis zum 18. Mai übermittelt werden. Nach dem Aktionswochenende kann man aus den Meldungen aber bereits erste Zwischenergebnisse ablesen.

Demnach haben sich in ganz Deutschland bis zum Sonntagabend fast 19.000 Menschen an der Vogelzählung beteiligt, fast 500.000 Vogelbeobachtungen wurden dem NABU gemeldet. Dabei zeigt sich bei einigen Vogelarten eine Bestandszunahme verglichen zum Vorjahr. Das betrifft beispielsweise Feldsperling und Ringeltaube. Bundesweit landete der Haussperling auf Platz eins gefolgt von Amsel, Kohl- und Blaumeise.

Kleine und große Vogelfreunde bei der Stunde der Gartenvögel in Plaußig-Portitz. Foto: Mario Vormbaum
Kleine und große Vogelfreunde bei der Stunde der Gartenvögel in Plaußig-Portitz. Foto: Mario Vormbaum

Aus Leipzig und Umgebung wurden bis Sonntagabend fast 4.000 Vogelbeobachtungen gemeldet. Dabei belegt ebenfalls der Haussperling den ersten Platz, allerdings mit Verlusten von rund 30 Prozent. Im Umland landete der Feldsperling auf Platz zwei gefolgt von Amsel und Kohlmeise. Im Stadtgebiet von Leipzig liegen ebenfalls Amsel und Kohlmeise auf den Plätzen drei und vier; Platz zwei belegt hier allerdings der Mauersegler.

Diese Vogelart hat sich in den letzten Jahren zu einem Sorgenkind entwickelt. Vor allem haben die Mauersegler unter Nistplatzmangel zu leiden, da viele Gebäude ohne Rücksicht auf die Vögel saniert werden. Davon betroffen sind auch andere Gebäudebrüter. Der NABU Leipzig hat deshalb bereits im vorigen Jahr seine Bemühungen zum Schutz der Mauersegler verstärkt. Beim Mauersegleraktionstag wurde die Bevölkerung darüber informiert und um Hilfe gebeten. Auch 2015 wird der Mauerseglertag wieder am 7.7. stattfinden. Ein ähnliches Hilfsprogramm hat der NABU Leipzig in diesem Jahr auch für Schwalben gestartet.

Zur Stunde der Gartenvögel hatte der NABU Leipzig wieder mehrere Vogelexkursionen angeboten, bei denen man gemeinsam mit anderen an der Vogelzählung teilnehmen konnte, außerdem gab es dabei viel Interessantes über die heimische Vogelwelt zu hören. Solche Führungen fanden im Volksgarten Schönefeld, im Schönauer Park, in Plaußig und auf dem Südfriedhof statt. |||

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Nach den ersten Zwischenergebnissen der Stunde der Gartenvögel kann man bei Feldsperling (links) und Ringeltaube (rechts) eine Bestandszunahme beobachten. Fotos: NABU/Oscar Klose


Vogelbeobachtungen zur Stunde der Gartenvögel

Fotos: Daniela Dunger

Große deutschlandweite Vogelzählung

Machen Sie mit bei der „Stunde der Gartenvögel“

Foto: NABU/P. dos Santos
Foto: NABU/P. dos Santos

Zur „Stunde der Gartenvögel“ sind Naturfreunde in ganz Deutschland jedes Jahr im Mai aufgerufen, eine Stunde lang Vögel zu beobachten, alle Arten zu notieren und dem NABU zu melden. Man kann die Vögel in seiner Nähe beobachten – im Park, im Garten oder auf dem Balkon –, seine ornithologischen Kenntnisse steigern und auch tolle Preise gewinnen. Der Naturschutzbund bekommt durch die Aktion wichtige Daten über die Bestandsentwicklung einiger Vogelarten.

Weitere Informationen zu der großen NABU-Vogelzählung gibt es auch unter

www.Stunde-der-Gartenvoegel.de.

Leipzig als Stadt der Mauersegler

Ergebnisse der „Stunde der Gartenvögel“ 2014

Der NABU Leipzig hatte zur „Stunde der Gartenvögel“ wieder zu verschiedenen Exkursionen eingeladen; eine führte durch die Kleingartenanlage „Nordvorstadt“. Foto: Daniela Dunger
Der NABU Leipzig hatte zur „Stunde der Gartenvögel“ wieder zu verschiedenen Exkursionen eingeladen; eine führte durch die Kleingartenanlage „Nordvorstadt“. Foto: Daniela Dunger

In diesem Jahr fand die "Stunde der Gartenvögel" zum zehnten Mal statt und zwar vom 9. bis zum 11. Mai. Naturfreunde waren wieder gebeten, eine Stunde lang die Vögel in der Umgebung zu zählen – im Garten, im Park oder im eigenen Hof. Rund 43.000 Vogelfreunde haben in Deutschland mehr als eine Millionen Vögel gezählt. Dabei war der Haussperling der Gartenvogel Nummer 1.
Auch in diesem Jahr hat es der Haussperling deutschlandweit auf den ersten Platz geschafft, gefolgt von Amsel, Kohlmeise, Blaumeise und Star. Die Zahlen haben sich bei diesen Vogelarten im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert.


Grünfink (links) und Gartenrotschwanz konnten bei der NABU-Exkursion durch die Kleingartenanlage „Nordvorstadt“ beobachtet werden. Gut zu erkennen sind die unterschiedlichen Schnabelformen: Der Fink hat einen kräftigen Körnerfresserschnabel, der Gartenrotschwanz einen dünnen zum Insektenfangen.
Fotos: Daniela Dunger


Sorge um Schwalben und Grünfinken

In der Region Leipzig (Stadt und Landkreis) wurden mehr als 8.800 Vögel gemeldet. Auch hier liegt der Haussperling auf dem ersten Platz; es folgen im Landkreis Leipzig Amsel, Star und Kohlmeise. In der Stadt Leipzig belegt dagegen der Mauersegler den zweiten Platz und erst danach kommen Amsel, Kohlmeise und Star.
Bedeutend häufiger als im vorigen Jahr wurden in der Stadt Leipzig zum Beispiel Stieglitz, Lachmöwe, Graureiher und Kolkrabe gemeldet; im Landkreis waren es Stieglitz und Lachmöwe.
Viele Zugewinne und Verluste sind natürliche Schwankungen, es zeichnet sich aber ab, dass Buch- und Grünfinken deutschlandweit seltener geworden sind, in der Region Leipzig sind ihre Bestände jedoch verglichen zum Vorjahr weitgehend unverändert.
Mit Sorge betrachten die Experten auch die Entwicklung bei Mauersegler, Mehl- und Rauchschwalbe. Bei diesen Arten gab es bereits in den Vorjahren Verluste, und der Negativtrend setzt sich in diesem Jahr fort. Als Langstreckenzieher sind sie vielen Gefahren auf ihrer Reise ausgesetzt, als Gebäudebrüter finden sie immer weniger Nistplätze und als Insektenjäger leiden sie unter ungünstigem Wetter und Insektengiften. Neben diesen Problemen, gibt es noch zahlreiche weitere, die zum Rückgang bei diesen eleganten Fliegern führen können.
Auch in und um Leipzig wurden weniger Mehl- und Rauschschwalben gezählt als im Vorjahr. Mauersegler wurden dagegen häufiger gemeldet: Im Stadtgebiet gibt es bei dieser Art ein Plus von 17 und im Landkreis von 48 Prozent.

Vogelbeobachtungen mit dem NABU Leipzig in der Kleingartenanlage „Germanus“. Foto: René Sievert
Vogelbeobachtungen mit dem NABU Leipzig in der Kleingartenanlage „Germanus“. Foto: René Sievert

Der NABU Leipzig will sich verstärkt um den Schutz von Schwalben und Mauerseglern bemühen und hat dafür den Mauersegler-Aktionstag ins Leben gerufen, der jährlich am 7.7. stattfinden soll.
Zur „Stunde der Gartenvögel“ hatte der NABU-Regionalverband Leipzig auch wieder zu Veranstaltungen eingeladen, bei denen man die Vögel gemeinsam beobachten und viel über die Tiere und ihr Leben lernen konnte. Vogelexkursionen führten durch die Kleingartenanlagen „Nordvorstadt“ und „Germanus“, und am Sonntag hatte die NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz eine Radtour organisiert.

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Feld- und Haussperling können punkten

Stunde der Gartenvögel 2013

Rund 400 Vogelfreunde haben sich 2013 an der „Stunde der Gartenvögel“ in Leipzig und Umgebung beteiligt. Dabei wurden fast 9000 Vögel gezählt. Unangefochten auf Platz eins ist auch in diesem Jahr bei der „Stunde der Gartenvögel“ wieder der Haussperling gelandet. Im Stadtgebiet von Leipzig folgen Amsel, Mauersegler und Kohlmeise auf den weiteren Plätzen. Im Umland findet man aufgrund seiner Lebensweise den Mauersegler wesentlich seltener, dafür hat es hier der Star auf Platz zwei geschafft.

Überrascht waren Experten in diesem Jahr von Vogelarten wie Kernbeißer, Gimpel, Erlenzeisig und Eichelhäher. Hier gab es deutlich höhere Zahlen als im Vorjahr. Offenbar sind einige Vögel, die in Deutschland überwintert haben, dageblieben und haben hier zum Teil sogar mit der Brut begonnen.

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Wo sind die Mehlschwalben hin?

Stunde der Gartenvögel 2012

Unser häufigster Singvogel 2012 war der Haussperling (Passer domesticus). Bei der „Stunde der Gartenvögel“ wurden deutschlandweit 151.065 Exemplare gezählt, das sind etwa fünf Spatzen pro Garten. Foto: Nadine Wolf/LBV
Unser häufigster Singvogel 2012 war der Haussperling (Passer domesticus). Bei der „Stunde der Gartenvögel“ wurden deutschlandweit 151.065 Exemplare gezählt, das sind etwa fünf Spatzen pro Garten. Foto: Nadine Wolf/LBV
Bei der Mehlschwalbe (Delichon urbicum) wurde 2012 ein deutlicher Bestandsrückgang beobachtet – deutschlandweit um 17 Prozent, in der Stadt Leipzig sogar um 30 Prozent. Foto: NABU/Fotonatur
Bei der Mehlschwalbe (Delichon urbicum) wurde 2012 ein deutlicher Bestandsrückgang beobachtet – deutschlandweit um 17 Prozent, in der Stadt Leipzig sogar um 30 Prozent. Foto: NABU/Fotonatur

Im Jahr 2012 haben sich in der Stadt und im Landkreis Leipzig über 400 Vogelfreunde an der Zählung beteiligt und dem NABU insgesamt mehr als 8000 Vögel gemeldet. Das entspricht in etwa den Zahlen des Vorjahres.
Am häufigsten beobachtet wurde deutschlandweit wieder der Haussperling, gefolgt von der Amsel. Diese beiden Vogelarten belegen auch in der Region Leipzig die ersten beiden Plätze. Deutschlandweit liegt auf Platz drei die Kohlmeise, in der Stadt Leipzig jedoch nimmt diese Position der Mauersegler ein, im Landkreis Leipzig der Star.
Deutlich wurde, dass es offenbar immer weniger Mehlschwalben gibt. Deutschlandweit wurden bei der „Stunde der Gartenvögel“ 17 Prozent weniger gezählt, in der Stadt Leipzig sogar 30 Prozent weniger. Es ist unklar, ob es sich dabei um einen echten Bestandsrückgang handelt; ungünstiges Wetter könnte auch dazu geführt haben, dass weniger Mehlschwalben zu beobachten waren.

So hilft der NABU Leipzig den Mehlschwalben


Alle Zählergebnisse für die Stadt Leipzig und den Landkreis Leipzig kann man im Internet auf den Seiten des NABU-Bundesverbands finden.

Weitere Informationen


Veranstaltungen zur Stunde der Gartenvögel 2013

„Stunde der Gartenvögel“ vom 9. bis 12. Mai 2013
NABU-Regionalverband Leipzig lädt ein zur großen Vogelzählung
sdg_2013.pdf
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Stunde der Gartenvögel 2011

NABU-Führung in der Gartenanlage "Nordvorstadt"

Fotos: NABU Leipzig

Deutschlands größte Vogelzählung

Der NABU und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern hatten auch 2011 Naturfreunde dazu eingeladen, vom| 13. bis 15. Mai, zur „Stunde der Gartenvögel“, hinaus in Gärten und Parks zu gehen| und eine Stunde| lang Vögel zu beobachten, zu zählen und von jeder Vogelart die höchste Anzahl zu notieren, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig beobachtet wurde.
Aus den Ergebnissen vieler Jahre lassen sich Rückschlüsse auf die Verbreitung der Gartenvögel in unseren Dörfern und Städten und auf bestimmte Entwicklungstendenzen ziehen, zum Beispiel auf die Einflüsse des Klimawandels. In der Stadt und im Landkreis Leipzig wurden 2011 insgesamt in 261 Gärten von 398 Vogelfreunden 8927 Vögel gezählt. Der Haussperling ging hier und auch bundesweit als Sieger aus der Zählung hervor. Der Vogel des Jahres 2011 dagegen wurde in ganz Sachsen 266 Mal gesichtet, das heißt, dass nur in jedem fünften an der Aktion beteiligten sächsischen Garten ein Gartenrotschwanz zuhause ist. Der NABU rief deshalb dazu auf, im eigenen Garten „Oasen“ zu schaff en, in denen sich der schöne Vogel heimisch fühlen kann.

Auch einige Monate zuvor, nach der „Stunde der Wintervögel“ am 9. und 10. Januar, haben zahlreiche Vogelfreunde dem NABU-Bundesverband ihre Beobachtungen mitgeteilt. Dabei ging es um Vögel, die als Einheimische oder Gäste bei uns die kalte Jahreszeit verbringen. Spitzenreiter in der Leipziger Region wurde auch hier der Sperling, der es sachsenweit aber nur auf Platz zwei hinter der Kohlmeise schaffte, die am häufigsten beobachtet wurde.

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