Die Spaßecke

Naturschutz mit Augenzwinkern

"Naturschützer brauchen eine hohe Frustrationstoleranz." Derartige Aussagen sind zu hören, wenn man über Erfolge und Misserfolge und die oftmals vergeblichen Bemühungen zum Schutz unserer Mitgeschöpfe spricht. Und es stimmt: Die ehrenamtliche Naturschutzarbeit ist meist ein Kampf gegen Windmühlen.

Aber die Arbeit des NABU ist nützlich und unverzichtbar, und es macht Spaß, sich gemeinsam für Mensch und Natur zu engagieren.

Einen besonderen Spaß erlauben wir uns jährlich am 1. April, wenn wir der Tradition folgen und kleine Lügengeschichten verbreiten, um die Mitmenschen humorvoll in den April zu schicken. Hier dokumentieren wir unsere mehr oder weniger gelungenen alljährlichen Versuche.

1. April 2017

Doppelköpfiger Mäusebussard - Ein lebender Wappenvogel?

Foto: Steffen Ettrich
Foto: Steffen Ettrich

Auf verschiedenen Wappen ist ein doppelköpfiger Adler abgebildet, zum Beispiel auf dem Staatswappen Russlands, er war aber auch auf dem Wappen des Heiligen Römischen Reiches zu sehen und fand schon vor mehr als 4000 Jahren im Byzantinischen Reich Verwendung. Man geht davon aus, dass es sich bei dem „Doppeladler“ um ein Symbol handelt, das noch mehr bedeutet als ein „einfacher“ Adler. Oder kann man doppelköpfige Greifvögel tatsächlich beobachten? Nördlich von Leipzig wurde am 1. April ein doppelköpfiger Mäusebussard fotografiert. Er könnte ein Beleg dafür sein, dass der „Doppeladler“ ein Vorbild in der Natur gehabt haben könnte.

Bei dem doppelköpfigen Mäusebussard könnte es sich nach Ansicht des NABU aber auch um eine besondere Anpassung an eine veränderte Umwelt handeln. Da die intensiv genutzte Agrarlandschaft ihre Artenvielfalt mehr und mehr verliert, bekommen viele Tierarten Probleme, Lebensräume und Nahrung zu finden. Vielleicht kann der doppelköpfige Mäusebussard einfach wesentlich erfolgreicher jagen und so die Verluste im Nahrungsspektrum ausgleichen.

Tiere - Gefangen und zur Schau gestellt

Fotos: Detlef Nowarre

 

Wenn man mit offenen Augen durch unsere Stadt geht, kann man furchtbare Dinge entdecken, aber auch furchtbar lustige: Da werden rote Elefanten auf kleinen Balkonen eingepfercht, diese sind auch noch mit Netzen zugehängt. Weißstörche werden mit Fahrradschlössern am Zug in den sonnigen Süden gehindert.

Die Fotos dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass Tierquälerei tatsächlich an der Tagesordnung ist. Vielmehr können sie anregen, darüber nachzudenken. |||

1. April 2016

Ultraschall-Hausnummern

Foto: René Sievert
Foto: René Sievert

In geeigneten Lebensräumen hat der NABU Leipzig Fledermauskästen installiert, um die Wohnungssituation für diese nachtaktiven Mitbürger zu verbessern. Aufmerksame Beobachter haben kritisiert, dass die "Hausnummern" dieser Kästen kaum zu erkennen sind.

Eine schwarze Ziffer auf einem schwarzen Kasten ist in der Tat für das menschliche Auge kaum lesbar. Man muss aber bedenken, dass Fledermäuse sich vorwiegend mit Ultraschall orientieren. Für sie ist es daher problemlos möglich, die einzelnen Zahlen zu erkennen. Außerdem hat der NABU für die Beschriftung der Kästen spezielle Farbstifte verwendet, die sich für die Ultraschallortung besonders gut eignen.

Innerstädtische Windenergieanlagen senken Fahrpreise für Busse und Bahnen

Pressemitteilung des NABU Sachsen

In der fächerübergreifenden Studie „Monitoring Raumordnung und Energieeffizienz im Innenbereich“ (MORI) wurden auch Flächen der Stadt Leipzig untersucht. Dabei trat das Phänomen zutage, dass an einigen Stellen in Leipzig verstärkte Thermiken auftreten, so auch im innerstädtischen Bereich Neues Rathaus / Propsteikirche St. Trinitatis.

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Regenerative Energien (IfRE) und der Gemeinde regte der NABU Sachsen deshalb ein Projekt zur Installation von Windenergieanlagen auf dem Kirchendach an. Nach zwei Jahren intensiver Forschung ist es nun soweit. Anlässlich des 100. Deutschen Katholikentages, der vom 25. bis 29. Mai 2016 in Leipzig stattfindet, wird die Anlage ihren Probebetrieb aufnehmen. Zur feierlichen Inbetriebnahme werden u.a. Mauro Villarini, der Energiebeauftragte des Kirchenstaats, der Oberbürgermeister der Stadt Burkhard Jung und NABU-Landesvorsitzender Bernd Heinitz erwartet. Laut NABU-Pressesprecherin Ina Ebert soll die erzeugte Energie in das Netz der Leipziger Verkehrsbetriebe eingespeist werden. „Dadurch erwarten wir uns eine Konstanz bzw. auch eine mittelfristige Senkung der Fahrpreise für Busse und Bahnen im LVB-Gebiet“, erklärte Ebert.

Die Probsteikirche in der Innenstadt von Leipzig bietet mit ihrer Statik gute Voraussetzungen für die Installation von zwei Windenergieanlagen auf dem Dach.  Fotomontage: Uwe Schroeder/NABU Sachsen
Die Probsteikirche in der Innenstadt von Leipzig bietet mit ihrer Statik gute Voraussetzungen für die Installation von zwei Windenergieanlagen auf dem Dach. Fotomontage: Uwe Schroeder/NABU Sachsen

1. April 2015

Nistkasten-TÜV

Foto: René Sievert
Foto: René Sievert

Wie jedes Jahr am 1. April wurden heute Vormittag unsere Vogelbruthilfen überprüft. Weil der NABU in Leipzig mehr als 600 solche Nistkästen in Parks und auf Friedhöfen betreut, ist die Überprüfung nur stichprobenartig möglich. Es gab auch in diesem Jahr keinerlei Beanstandungen vom TÜV-Prüfer.

1. April 2014

NABU schafft kugelsichere Westen für Wölfe an

Nachdem seit der Rückkehr der Wölfe im Jahr 2000 bereits der achte Wolf illegal in Deutschland erschossen wurde, plant der NABU die Anschaffung von kugelsicheren Westen zum Schutz der streng geschützten Tiere. Damit sollen die Muttertiere der 26 in Deutschland lebenden Rudel für die nun anstehende Welpenaufzucht vor illegalen Tötungen geschützt werden.

Die Aufklärungsrate bei illegalen Wolfstötungen – nur ein einziger Täter aus allen Fällen – ist beschämend gering und kann für Nachahmer daher nicht abschreckend wirken. Der NABU ist daher davon überzeugt, mit dieser Methode den Fortbestand der nach Deutschland zurückgekehrten Wölfe auf Dauer sichern zu können.

 

Erneut Wolf in der Lausitz erschossen     Projekt „Willkommen Wolf!“

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von Konrad Girke
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Für Biotop- und Artenschutz

Foto: Karsten Peterlein
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