Trinkstelle für Vögel

Hilft bei Trockenheit auch Insekten, Igeln und Co.

Bei Trockenheit leiden Wildtiere wenn sie zu wenig Wasser finden. Negativ machen sich Flächenversiegelung und Klimawandel bemerkbar, Hitze und fehlende Niederschläge sind ein häufiges Problem geworden. Man kann den Tieren leicht helfen, indem man Trinkstellen anbietet. Dabei sollte  man aber zum Schutz der Tiere einige Regeln beachten.

 

Empfehlenswert sind flache Wasserschalen, die man im Garten oder Park oder auf dem Balkon leicht aufstellen kann. Es eignen sich Tonuntersetzer aus dem Gartenmarkt. Sie lassen sich leicht reinigen. Der Wasserstand sollte nicht höher als 3 cm sein, damit Jungvögel und Kleintiere nicht darin ertrinken.

 

Unbeding auf Hygiene achten

Ein rauer Stein als Trinkhilfe für Insekten.
Ein rauer Stein als Trinkhilfe für Insekten.

Eine Wasserstelle sollte man nur einrichten, wenn man sie täglich pflegen kann und das Wasser mindestens zwei mal täglich (morgens und nachmittags) wechselt. Am besten plant man für die Einrichtung einer Wasserstelle 2 bis 3 Schalen, um diese täglich auswechseln zu können. Die gereinigten Schalen lässt man nach gründlicher Reinigung mit Spülmittel und Schwamm 24 Stunden trocknen, dadurch werden Krankheitserreger abgetötet. Die Hygiene ist besonders wichtig weil sich an Futter- und Wasserstellen Krankeiten unter den Vögeln leicht verbreiten. Wenn man kranke Vögel an einer Trinkstelle beobachtet, sollte man das Tränken einstellen, um die weitere Verbreitung einer Infektion zu verhindern.

 

Die Tränke möglichst schattig, also östlich oder nördlich von schützenden Bäumen oder Sträuchern aufstellen, damit die Sonne (hauptsächlich Mittagssonne von Süd und Nachmittags-/Abendsonne von West) das Wasser nicht unnötig aufheizt.

 

Eine Ausstiegshilfe aus Volierendraht kann Tiere vor dem Ertrinken in der Wassertonne schützen.
Eine Ausstiegshilfe aus Volierendraht kann Tiere vor dem Ertrinken in der Wassertonne schützen.

Damit auch Insekten einen sicheren Halt beim Trinken haben, eignet sich ein rauer keilförmiger Stein in der Wasserschale. Der Stein sollte mit entsprechend großer Grundfläche sicher liegen, nicht kippen und aus dem Wasser herausragen. Glatte, runde Kiesel sind daher nicht geeignet.


Da Tiere auf der Suche nach Wasser auch Brunnen oder Wassertonnen aufsuchen, ertrinken darin immer wieder Vögel, Eichhörnchen und Insekten. Bei Wassertonnen, die keinen Deckel haben, kann man als sichere Ausstiegshilfe Volierendraht in Höhe der Tonne passend schneiden und oben um den Rand biegen. Der Draht muss bis zum Boden der Tonne reichen, um bei jedem Wasserstand den Ausstieg zu ermöglichen. Bei Brunnen auf Friedhöfen hat der NABU Leipzig Trinkinseln einfach aufs Wasser gelegt. Hierfür kann man Dachlatten nehmen und einen Rahmen von 30 x 30 cm bauen, damit sie auch kippsicher schwimmen.

 

Eine einfach konstruierte Trinkinsel in Wasserbrunnen kann Tiere vor dem Ertrinken bewahren und ihnen beim Trinken helfen.

 

Auch im Winter kann man Vögeln mit einer Trinkstelle helfen, wenn ihnen bei Frost kein Wasser zur Verfügung steht. Wenn man handwarmes Wasser einfüllt, dauert es eine Zeit, bis es gefriert, solange steht es den Tieren zur Verfügung. Später muss man den Vorgang wiederholen.

 

Da durch Flächenversiegelung und Trockenheit kaum noch Wasserstellen zu finden sind, nutzen Vögel Trinkhilfen auch gerne für ein Bad. Foto: Jany Kosanetzky
Da durch Flächenversiegelung und Trockenheit kaum noch Wasserstellen zu finden sind, nutzen Vögel Trinkhilfen auch gerne für ein Bad. Foto: Jany Kosanetzky


WEITERE INFORMATIONEN


Foto: Karsten Peterlein
Foto: Karsten Peterlein

Vogelfütterung im Winter

 

Wer Vögel im Winter füttert, meint es gut und hat eine hevorragende Möglichkeit, Vögel am Futterhaus zu beobachten. Man sollte sich aber an ein paar wichtige Regeln halten. Beispielsweise sollte man für die verschiedenen Vogelarten geeignetes Futter verwenden. Auf keinen Fall sollte man Backwaren oder schimmliges Brot verfüttern, und Wasservögel, wie Enten und Schwäne, müssen grundsätzlich nicht gefüttert werden, teilweise ist es auch verboten. mehr



Foto: NABU Leipzig
Foto: NABU Leipzig

Beobachtung von Futterstellen

 

Der NABU Leipzig untersucht in sechs Leipziger Parks und Friedhöfen, welche Vogelarten im Jahreslauf an Futterstellen kommen. Wer selbst eine Futterstelle im Garten oder auf dem Balkon hat, kann seine Beobachtungen ebenfalls melden. Dabei bitte die Vogelart angeben, die Anzahl der Vögel, Datum, Uhrzeit sowie die Adresse, Straße und Postleitzahl des Beobachtungsortes Vogelschutz@NABU-Leipzig.de

 



Foto: René Sievert
Foto: René Sievert

Nistkästen gegen Wohnungsnot

 

Durch Naturzerstörung fehlen Vögeln oft Nahrungsquellen, aber auch Nistmöglichkeiten. Eine naturnahe Gestaltung von Grünflächen, Gärten und Parks ist daher notwendig. Einige Arten kann man zudem mit Nisthilfen unterstützen, sie haben jedoch unterschiedliche Ansprüche, weshalb es verschiedene Nistkastentypen gibt. Wichtig für eine erfolgrei­che Vogelbrut ist auch, dass der Nistkasten in der richtigen Umgebung und möglichst sicher vor Nesträubern angebracht wird. mehr



Foto: NABU/Sebastian Hennigs
Foto: NABU/Sebastian Hennigs

Beratung für naturnahe Kleingärten

Kleingärten können Naturoasen sein, wertvoller Lebensraum in der Stadt. Häufig werden die Vorschriften zur kleingärtnerischen Nutzung jedoch als Hindernis gesehen. Im Rahmen der Gesetze gibt es aber durchaus viele Möglichkeiten, einen Naturgarten zu gestalten. Der NABU Leipzig berät Kleingärtner gerne bei einem Vororttermin im Winterhalbjahr. Terminabsprache am besten per E-Mail

 



Foto: Hans-Joachim Kietz
Foto: Hans-Joachim Kietz

Buntes Grün

 

Während Leipzig wächst, schrumpft der Lebensraum in der Stadt für Tiere und Pflanzen. Die Stadtnatur wird dem Bauboom geopfert – das hat auch negative Folgen für das Stadtklima und das Wohlbefinden der Menschen. Zum Ausgleich für verlorenes Grün, können Blühflächen und neue Gehölzgruppen angelegt werden. Der NABU bietet dabei seine Beratung an. Machen Sie mit: Schaffen Sie Lebensräume in der Stadt! mehr

 



Foto: Sabrina Rötsch
Foto: Sabrina Rötsch

Bäume wässern

 

Der Klimawandel ist unübersehbar, aber nicht nur Hitze und Dürre machen den Stadtbäumen zu schaffen, sie leben unter schlechten Rahmenbe­din­gungen. Angesichts dessen ist es fast schon eine Verzweiflungstat, wenn man versucht, einzelne Bäume vor dem Vertrocknen zu retten. Gießen kann helfen, aber man muss es richtig machen, damit das kostbare Nass auch wirklich die Wurzeln erreicht und damit man kein Wasser verschwen­det. mehr