Am 7. März wurde an den Gernitzer Lachen kräftig angepackt: Rund 20 engagierte Helferinnen und Helfer unserer Arbeitsgruppe Kiebitzschutz trafen sich zu einem Arbeitseinsatz, um eine wichtige Schutzmaßnahme für den Kiebitz umzusetzen. Innerhalb weniger Stunden entstand auf einer etwa zwei Hektar großen Brachfläche ein rund 500 Meter langer Schutzzaun.
Der Kiebitz gehört zu den Vogelarten, deren Bestände in den letzten Jahrzehnten dramatisch zurückgegangen sind. Auch im Leipziger Raum sind geeignete Brutflächen selten geworden. Umso wertvoller sind die wenigen Gebiete, in denen der charakteristische Wiesenvogel noch regelmäßig Brutversuche unternimmt. Unsere Arbeitsgruppe betreut derzeit vier solcher Flächen: Großdeuben, die Gärnitzer Lachen, am Bienitz und Rötha.
Die Gärnitzer Lachen sind dabei ein besonders wichtiges Brutgebiet. In den vergangenen Jahren konnten wir hier immer wieder Kiebitze beobachten, die versuchten zu brüten. Leider gingen viele Gelege durch Prädation verloren. Um die Brutchancen der Vögel zu verbessern, wurde in diesem Jahr erstmals eine gezielte Schutzmaßnahme umgesetzt.
Dank der Unterstützung eines kooperierenden Landwirts, der eine
zwei Hektar große Fläche für mehrere Jahre aus der Nutzung genommen hat, sowie der finanziellen Unterstützung durch den NABU Sachsen konnte diese Brachfläche nun mit einem Schutzzaun gesichert werden. Der Zaun soll vor allem bodenlebende Prädatoren fernhalten und den Kiebitzen damit bessere Bedingungen für eine erfolgreiche Brut bieten.
Der Arbeitseinsatz selbst war geprägt von viel Teamgeist und guter Stimmung. Während einige den Zaun aufstellten, transportierten andere Material oder verankerten die Heringe im Boden. Von 10 bis etwa 13 Uhr wurde gemeinsam gearbeitet – und anschließend bei einem kleinen Mittagessen noch zusammengesessen.
Jetzt heißt es Daumen drücken, dass die Kiebitze die Fläche annehmen und erfolgreich brüten können.
Unsere Arbeitsgruppe freut sich übrigens immer über weitere Unterstützerinnen und Unterstützer – besonders beim Monitoring der Brutgebiete im Leipziger Raum. Wer Interesse hat, sich für den Schutz des Kiebitzes zu engagieren, ist herzlich willkommen.
Kontakt: Annett Kußmann ([email protected])