Nachwuchs bei den Schwänen

31. Mai 2026

Schwanenfamilie auf schwimmender Holzinsel im Froschteich. Foto: NABU Leipzig
Schwanenfamilie auf schwimmender Holzinsel im Froschteich. Foto: NABU Leipzig

Zum dritten Mal in Folge wurde unsere selbstgebaute schwimmende Holz-Insel im Froschteich von den dort lebenden Schwänen zur Brut genutzt. Die Insel wurde gebaut, nachdem das Schwanenpaar in der Vergangenheit mehrfach von Hunden attackiert wurde und keinen sicheren Standort für das Nest fand. Die Schwanenfamilie ist wohlauf, ihre fünf Jungen erkunden bereits die Umgebung. 

 

Das Rosental ist ein beliebter Rückzugsort für Spaziergänger, Familien, Jogger und Hundehaltende. Damit sich Mensch & Tier wohlfühlen, sollten einige Regeln beachtet werden. Wir bitten alle Hundebesitzer, ihre Hunde in der Brut- und Setzzeit zwischen März und September an der Leine zu führen. 

 

 

 

Positive Entwicklung am Baggersee in Thekla

Beim Wasserfest, welches traditionell Ende Mai am See stattfindet, wurde zum zweiten Mal auf Feuerwerk verzichtet. Lange hatten wir uns gemeinsam mit weiteren engagierten Tierfreunden dafür eingesetzt, eine umweltverträgliche Lösung zu finden. Zum zweiten Mal gab es eine Lasershow, die bei den Gästen des Festes ein Highlight war. Wir haben den Verlauf wieder aufmerksam begleitet und Danken allen Beteiligten für diese Änderung im Veranstaltungsprogramm.

 

Anders als das Feuerwerk leuchtet die Lasershow nur über dem nördlichen Abschnitt des Sees, so dass der überwiegende Gewässerteil dunkel und damit als Rückzugsort für die Wasservögel erhalten bleibt. Schreckmomente mit lautem Knall und Blitzen über dem gesamten See müssen die Tiere nicht mehr erleiden.


Wildvogelhilfestation am Limit

30. Mai 2026

Die Zeit der Nestlinge und Ästlinge bringt unsere Station immer wieder an die Kapazitätsgrenze. 178 Vögel haben wir dieses Jahr bereits aufgenommen. Mitnehmen oder draußen lassen - was ist richtig und wer nimmt die Vögel dann überhaupt auf? Die Frage ist für Vogelfinder nicht immer leicht zu beantworten. Häufig werden Wildvogel-Findlinge voreilig mit nach Hause genommen. Die Wildvogelhilfe-Station braucht ihr Pflegeplätze für wirkliche Notfälle, deshalb werden in jedem Beratungsgespräch die Fundumstände abgefragt. Wer sich mit einem gefundenen Vogel unsicher ist, kann sich gern bei der Wildvogelhilfe des NABU Leipzig oder einer anderen Stelle Rat suchen. 

 

Aktuell ist ein Stieglitz in der Station, der ein sogenannter Ästling ist: Er kann auf seinen Beinen stehen, hüpft hin und her und macht schon erste Flugübungen. Ästlinge können sich auf Ästen und Zweigen festhalten. Sie lernen außerhalb des Nestes fliegen und werden den Eltern noch mit Futter versorgt. Diese Jungvögel sollten auf keinen Fall voreilig aus der Natur entnommen werden. Bei diesem Stieglitz wurde nur 3 Minuten gewartet. Das ist zu kurz. Die Vogelmutter wird ihren Nachwuchs vermissen. Mindestens eine halbe Stunde sollte das Tier aus einiger Entfernung (etwa 20 Meter) beobachtet werden, bevor eingegriffen wird. So kann man sehen, ob sich die Vogeleltern um ihren Nachwuchs kümmern.

 

Zwei weitere Buchfinken hocken noch im Nest, es sind noch Nestlinge, die nach einem Sturz aus dem Nest nicht mehr von den Eltern versorgt werden. Ob es ratsam sein kann Nestlinge zurück ins Nest zu setzen solltet ihr ebenfalls mit Experten beraten. Häufig wiederholt sich ein Absturz.

 

Es ist nicht immer einfach "das richtige" zu tun. Eine gründliche Abwägung mit einer Wildvogelstation kann aber vermeiden, unnötiges Tierleid zu verursachen.


Aufnahmestopp bis 28. Mai

24. Mai 2026

Zwei Buntspechte sind die letzten Neuzugänge. Mehr geht nicht - wir arbeiten am Limit. Ab heute gilt ein Aufnahmestopp bis 28. Mai.

 

In diesem Jahr haben wir bereits folgende 154 Vögel stationär aufgenommen:

 

13 Amseln, 1 Blässhuhn, 15 Blaumeisen, 1 Buchfink, 6 Buntspechte, 1 Elster, 1 Graureiher, 1 Grünspecht, 1 Haubentaucher, 1 Haurotschwanz, 14 Haussperlinge, 17 Kohlmeisen, 3 Kormorane, 1 Krickente, 16 Mauersegler, 1 Mäusebussard, 4 Mönchsgrasmücken, 2 Rabenkrähen, 6 Ringeltauben, 1 Saatkrähe, 2 Singdrosseln, 7 Stadttauben, 4 Stare, 30 Stockenten, 1 Türkentaube, 1 Turmfalke, 2 Waldschnepfen, 1 Wintergoldhähnchen, 1 Zilpzalp.

 

Außerdem konnten wir bei vielen mobilen Einsätzen über 300 Vögel retten. Bei den aktuellen Benzinpreisen ist das eine enorme Herausforderung.