Wiesenmahd mit Insekten, aber ohne Obst

Die NABU-Streuobstwiese Knauthain wird im Rahmen des sachsenweiten Schmetterlingswiesenprojekts "Puppenstuben gesucht" insektenfreundlich gepflagt. Dazu gehört auch eine schmetterlingsfreundliche Mahd, die 2018 am 23. September stattfinden sollte. Obwohl es praktisch im ganzen Jahr trocken und warm war, war ausgerechnet dieser Termin ein kühler Regentag. Die Mahd wurde daher auf den 30. September verschoben, und das Wetter war herrlich. Zehn Sensenmänner und -frauen kamen zum Arbeitseinsatz. Der NABU bedankt sich herzlich dafür!

 

Fotos: Beatrice Jeschke
Fotos: Beatrice Jeschke

Verbunden mit der Mahd ist für die Teilnehmer ein Sensenkurs. Und so wurde den Teilnehmern zunächst erklärt, wie das Dengeln funktioniert und wie man sich den Worb einstellt. Einige Sensenblätter mussten auch erstmal geschärft werden. Dann wurde gemäht, wobei nicht die ganze Fläche bearbeitet wird, ein Teil soll immer als

Dieser Zitronenfalter ist einer der Bewoner der Schmetterlingswiese.
Dieser Zitronenfalter ist einer der Bewoner der Schmetterlingswiese.

Rückzugsmöglichkeit für die Wiesenbewohner, insbesondere für Insekten, stehn bleiben. Angesichts des trockenen Jahres, gab es einige Stellen, wo nicht viel gewachsen und die Vegetation sehr niedrig war. Stellen mit Blühpflanzen blieben noch stehen, und auch einzelne Stauden wie Schafgarbe, Seifenkraut, Feinstrahl und eine große Distel wurden verschont, worauf gleich ein Admiral landete. Auch einige Brennnesseln am Rand der Wiese wurden belassen.

 

Einige Insekten haben ihre Wiese dann gleich inspiziert: Ein Admiral, zwei Zitronenfalter, eine Gammaeule und Kleine Kohlweißlige sowie mehrere Libellen und Hornissen konnte man am Rande des Arbeitseinsatzes beobachten. Wer sich auf eine kleine Apfelernte auf der Streuobstwiese gefreut hatte, wurde auch in diesem Jahr enttäuscht, denn Mundräuber hatten bereits alle Bäume geplündert.