Naturschutz mit Sense und Rechen

Feuchtwiesenmahd 2016

Kleingewässer und Wiesen gehören zu einer Auenlandschaft, sind aber nicht mehr häufig zu finden. Da heute die natürlichen Prozesse fehlen, kann nur praktischer Naturschutz mit viel Arbeitsaufwand dazu beitragen, diese ökologisch wertvollen Lebensräum zu erhalten. Im Gebiet der Papitzer Lehmlachen kümmert sich der NABU darum bereits seit vielen Jahren. Hier werden die früheren Lehmstiche als amphibische Lebensräume geschützt und gepflegt. Außerdem werden an den Ufern sowie im Umfeld der Lachen auch Wiesenflächen erhalten, unter anderem als Sommerlebensraum für Lurche, Eidechsen, Insekten und Spinnen. Dazu gehört eine Wiese, die vom NABU Leipzig jedes Jahr bei einem mehrtägigen Arbeitseinsatz mit Motor- und Handsensen gemäht wird. Das Schnittgut wird auf große Planen verladen, damit von der Fläche gezogen und am Rand kompostiert.

 

Am 15. und 16. Oktober hatte der NABU wieder zu diesem Biotoppflegeeinsatz eingeladen. Sieben Naturfreunde waren am Sonnabend im Einsatz, elf am Sonntag. Mit diesen fleißigen Arbeitern und dank guter Wetterbedingungen ist es gelungen, die Fläche an zwei Tagen zu mähen. Bisher waren dafür immer drei oder vier Tage nötig.

 

 

Die anstrengende Arbeit wird immer vom Erfolg belohnt, wenn die gemähte Fläche sich im nächsten Jahr wieder in ein blühendes kleines Pflanzenmeer verwandelt. Die gemeinsame Arbeit ist aber auch immer eine gute Gelegenheit für Naturbeobachtungen und Gespräche über verschiedene Naturschutzthemen. Deshalb sind einige jedes Jahr erneut mit Spaß dabei – andere haben in diesem Jahr zum ersten Mal Sense oder Rechen geschwungen.

 

Bei der Arbeit konnte man unter anderem Grasfrösche, Molche und verlassene Nester von Haselmäusen entdecken. Auch verschiedene Greif- und Singvögel kamen vorbei, ebenso ein Schwarm Blässgänse.

 

Der NABU bedankt sich bei allen Helfern und würde sich freuen, wenn sich auch 2017 wieder tatkräftige Naturfreunde an der Feuchtwiesenmahd beteiligen.

 

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von Detlef Nowarre

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