Hier gibt's allgemeine Informationen zu unseren Pflanzaktionen.
Am 10. April 2025 traf sich eine gemischte Gruppe bestehend aus Mitgliedern von Leipzig Pflanzt, NABU Leipzig, KANU LVB und zwei Schülern der Leipzig International School am Schleußiger Weg, um das Vereinsgelände des Kanu-Vereins aufzuwerten.
Schnell hatten die beiden jungen Männer ein Pflanzloch für den Feldahorn ausgehoben. Um den Baum mit Ballen zu bewegen, brauchte es schon vier Leute, aber schließlich stand er aufrecht in der Grube und wurde an den Pflanzpfählen fixiert. Der Feldahorn als heimisches Gehölz ist anpassungsfähig, robust und ökologisch wertvoll. Gemeinsam wurde noch eine kleine Naschhecke aus roten und schwarzen Johannisbeeren gepflanzt. 30 Insektenarten nutzen diese Sträucher. Vögeln und Säugetieren schmecken die Beeren. Am Zaun werden sich zukünftig 5 Geißblätter empor ranken. Die Blüten locken vor allem Nachtfalter an, wovon dann auch Fledermäuse profitieren.
Damit wird das Trainingsgelände zwischen Elsterflutbett und Pleiße noch ein bisschen vielfältiger. Denn dort gibt es schon Benjeshecken, Laubhaufen, ungemähte Bereiche, viele Bäume mit natürlichen Höhlen und Nistkästen für Fledermäuse und Vögel. Auch das für alle zum Leben notwendige Wasser ist reichlich vorhanden.
Der NABU Leipzig bedankt sich bei allen Beteiligten für die schöne Aktion und bei der SG LVB e.V. für die Übernahme der Kosten für die Gehölze.
Am 26. April 2025 hat der NABU Leipzig gemeinsam mit dem Kleingartenverein Lindenthal West sowie Engagierten von „Leipzig pflanzt“ entlang der Albin-Benckenstein-Allee 20 Obstbäume in die Erde gebracht.
Die Pflanzlöcher waren am Vortag schon ausgehoben worden, und so begann der Einsatz damit, jedem Loch einen Baum zuzuordnen. Die Apfel-, Birnen- und Zwetschgenbäume in alten Sorten wurden abwechselnd aufgestellt. Klangvolle Namen wie „Wangenheimer Frühzwetschge“ oder „Roter Winter-Himbeerapfel“ waren darunter. Der Transport der Bäume war gar nicht so einfach. Eine Sackkarre leistete gute Dienste, denn die schweren Bäume mit Pflanzballen auf eine Schubkarre zu heben war nicht möglich.
Sabrina Rötsch vom NABU Leipzig gab eine kurze Pflanzeinweisung und dann ging es los. Pflanzpfähle wurden eingeschlagen, Bäume in die Gruben gehoben, Erde geschaufelt und festgetreten, Gießränder geformt. Mit fachmännischer Bindetechnik wurden die Bäume an den Pfählen mit Sisalseil fixiert. Der Spaß kam auch nicht zu kurz, vor allem beim Gießen. Die bunten Gießkannen wurden mit einem lustigen Wasserexpress gebracht. Nach vier Stunden standen alle Bäume an ihrem Platz. Alle hoffen nun auf gutes Anwachsen der Schattenspender und eine reiche Ernte in den nächsten Jahren. Darüber hinaus werden die Hochstämme zur Erhöhung der Artenvielfalt in der Kleingartenanlage beitragen.
(1) Kräuterrasen, (2) Wildblumenwiese, (3) Obstbäume, (4) Sträucher. Planung: Sabrina Rötsch
Sechs Pflanzhelfer von LEIPZIG pflanzt und NABU Leipzig unterstützen am 14.Oktober 2025 eine 6-köpfige Familie aus Markranstädt bei der Umsetzung ihres Streuobstwiesen-Projektes. Vorausgegangen war eine Beratung zu heimischen Gehölzen, welche mehr Insekten- und Vogelarten ernähren als eingeführte Sorten. Außerdem sollte auf dem ehemaligen Stück Acker eine Blühwiese entstehen.
Nachdem die ausgewählten Bäume und Sträucher geliefert wurden hieß es wieder einmal graben für die Artenvielfalt. Insgesamt kamen fünf Obstbaum-Hochstämme in historischen Sorten (Kirsche, Birnen, Zwetschgen) und eine Ligusterhecke in die Erde. An den Seiten, die schon mit Benjeshecken eingefasst sind, wird in Zukunft auf der einen Seite eine Brombeerhecke wachsen, auf der anderen Seite Holunder, Schlehe, Hasel, Felsenbirne und Schneeball. Und natürlich darf auch eine Naschecke mit Beeren nicht fehlen. Alle halfen mit, von der Oma bis zum Kleinkind. Jede/r fand seine Aufgabe, ob beim Holzhacken, Feuer machen, Kochen der Linsensuppe oder beim Mischen und Verteilen des Saatgutes, das nach dem Pflanzen der Gehölze ausgestreut wurde. Hier wird in Zukunft rund um den Bauwagen Kräuter- Klimarasen und eine Blühwiese wachsen. Das regionale Saatgut ist in der Artenzusammensetzung speziell auf die in Leipzig vorkommenden Wildbienen und Schmetterlinge abgestimmt und wird auch im Projekt "mein Biotop" verwendet. Damit wird die Insektenvielfalt gefördert, das nutzt den Obstbäumchen, die bestäubt werden und Tieren, die sich von Insekten ernähren.
Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für die schöne Aktion und sind gespannt, wie es in ein paar Jahren aussehen wird.
(1) Kräuterbeet, (2) Kräuterrasen, (3) Wildblumenwiese, (4) Kompost, (5) Totholz), (6) Heimische Sträucher, (7) Wasserstelle, (8) Trockenmauer und Steinhaufen. Planung: Sabrina Rötsch
In der Plaußiger Dorfstraße sanierte die Stadt im vergangenen Jahr das Gebäude der Naturschutzstation, in der auch der NABU Leipzig inzwischen ein kleines Büro hat. Im Vorgarten sollte ein Schaufläche entstehen, die nach den Kriterien von mein Biotop geplant und gestaltet wird. Das Ziel des Projektes - vielfältige Lebensräume schaffen - wird mit der Umsetzung von sechs Elementen erreicht: Steine, Totholz, Wasser, Sträucher, Bäume und Kräuter & Gräser.
Um die Fläche vorzubereiten waren bereits zwei Einsätze nötig, an denen neun Helfer*innen beteiligt waren. Die obere Bodenschicht musste abgetragen werden, um den Boden für Einsaaten vorzubereiten. Außerdem wurden zwei große Forsythien entfernt, die zwar hübsch aussehen, aber deren Blüten Insekten weder Nektar noch Pollen liefern. Deshalb wurden sie am Pflanztag durch Solitärsträucher wie Faulbaum, Pfaffenhütchen, Kornelkirsche, Kreuzdorn und die heimische Felsenbirne ersetzt. Weiterhin wurde eine Vogelschutzhecke gepflanzt, die zum Teil dornige Gehölze enthält, um sichere Brutplätze zu schaffen. Am Haus dürfen zwei Geißblätter nach oben klettern. Wenn sich das Fassadengrün etabliert hat, bietet es Verstecke, Brutplätze und Nahrung. Auch ein Kompost und eine Wasserstelle wurden angelegt. Des Weiteren wurden Kräuter-Klimarasen und die NABU-mein Biotop-Blühmischung eingesät, die auf die Leipziger Wildbienen und Schmetterlinge abgestimmt ist. Eine Trockenmauer und ein Steinhaufen waren bereits vorhanden. Diese Elemente bieten kleinen Tieren Unterschlupf und Versteckmöglichkeiten. Alle Elemente wurden mittels Beschilderung kenntlich gemacht.
Im Zentrum des Vorgartens werden noch Kräuter und Stauden in die Erde kommen. 2026 sollte sich das Schaubiotop soweit entwickelt haben, dass alle herzlich eingeladen sind, es sich anzuschauen und Ideen für den eigenen Garten zu holen.
(1) Streuobstwiese, (2) Laubbaum, (3) Wildobst-Naschpfad mit begleitender Beschilderung. Planung: Sabrina Rötsch
Am Samstag, den 18. Oktober, fanden sich im KGV Kaninchenfarm e.V. bei Sonnenschein rund 50 Menschen ein, welche die gemeinsame Pflanzaktion von NABU Leipzig, Leipzig pflanzt und Kleingartenverein unterstützten.
Es wurde ein Wildobst-Naschpfad entlang des Spielplatzes angelegt. Dafür wurden heimische Wildsträucher wie Kornelkirsche, Pimpernuss, Felsenkirsche und Wildapfel gepflanzt und kleine Schautafeln zur Art und ihrer Verwendung aufgestellt. Außerdem wurde eine kleine Streuobstwiese mit 8 Obstbäumen als Hochstamm angelegt. Dafür wurden alte Obstsorten zum Sortenerhalt gewählt, darunter z.B. „Thomasapfel“ und „Gellerts Butterbirne“.
Eine Rotbuche soll zukünftig Schattenplätze bieten und damit die Aufenthaltsqualität am Spielplatz erhöhen. Auch an den beiden Kompostbereichen wurden Haselsträucher gepflanzt, damit die Komposte zukünftig beschattet werden. Nach der Pflanzung gab es noch Heißes vom Grill, Obst und Getränke beim gemeinsamen Ausklang.
Wir bedanken uns herzlich für die gute Zusammenarbeit mit dem Kleingartenverein und Leipzig pflanzt.
links: Planung: Sabrina Rötsch (NABU Leipzig), rechts: Foto: Matthias Moraweg (KGV Am Kanal)
Am 22. Oktober 2025 wurde im KGV „Am Kanal“ e.V. eine kleine Wild-Streuobstwiese angelegt. Auf einer rund 200 m² großen Fläche fanden zwei Elsbeeren und eine Mispel ihren Platz – robuste, heimische Wildobstarten, die künftig Insekten und Vögeln wertvolle Nahrung und Lebensraum bieten.
Mit drei engagierten KGV-Mitgliedern war die Pflanzung bei sonnigem Herbstwetter schnell erledigt – natürlich inklusive gründlichem Angießen.
(1) heimische Laubbäume (2) Naschpfad aus Wildobst mit begleitender Beschilderung. Planung: Sabrina Rötsch
Am Samstag fanden sich etwa 13 Helfer*innen im KGV Naturheilkunde Gohlis ein, um gemeinsam Bäume und Sträucher zu pflanzen. Auf der Vereinswiese wurden 4 Obstbäume als Hochstamm gepflanzt, darunter z.B. alte Obstsorten wie die Apfelsorte „Oberlausitzer Muskatrenette“ und „Dönissens Gelbe Knorpelkirsche“. Ein Teil der Vereinswiese wurde mit einer Hecke aus Liguster abgegrenzt und auch eine Traubeneiche fand dort einen Platz.
Neben der Gaststätte entstand ein Wildobst-Lehrpfad. Dafür wurden Wildobststräucher wie Kornelkirsche, Mispel und Wildapfel gepflanzt und mit einer Schautafel ergänzt.
Auch auf dem Spielplatz wurde gepflanzt. Eine Hecke aus heimischen Sträuchern grenzt nun den Spielbereich vom Kompostplatz ab. Außerdem werden Feldahorn und die essbare Zuchtform der Eberesche zukünftig beschattete Bereiche bieten, damit Eltern und Kinder auch im Hochsommer den Spielplatz nutzen können.
Die gemeinsame Pflanzaktion klang bei Sekt und belegten Brötchen aus, welche vom Gartenverein bereitgestellt wurden. Wir danken dem Kleingartenverein und der Initiative „Leipzig pflanzt“ für die schöne Pflanzaktion.
(1) Hecken aus heimischen Sträuchern, (2) heimische Laubbäume, (3) Zaunbegrünung, (4) Kompost, (5) Totholz. Planung: Sabrina Rötsch
Am Dienstag, den 04. November, fanden sich in der Kita im Kirchgarten in Lindenthal 10 Erwachsene und viele interessierte Kinder der Einrichtung ein, um gemeinsam Obstbäume und Sträucher mit essbaren Früchten zu pflanzen.
Der Zaun wurde mit Kiwis und Hopfen bepflanzt, einzelne Spielbereiche wurden durch Rote und Schwarze Johannisbeeren gegliedert und eine Vogelschutzhecke mit dornigen Gehölzarten wurde im hinteren Bereich angelegt. Dort fanden heimische Arten wie Weißdorn, Schlehen, Wildrosen, Berberitzen und Stachelbeeren Platz. Alle Früchte können mit den Kindern verarbeitet oder direkt genascht werden. Gleichzeitig ist ein dichter Gehölzbereich entstanden, welcher Brutplatz, Nahrung und Versteck für Vögel, Igel und Insekten bietet.
Auch zwei Obstbäume wurden als Hochstamm gepflanzt, dafür wurden die Sorten „Thomasapfel“ und „Berner Rosenapfel“ gewählt. Die Äpfel können mit den Kindern zu Saft oder Kuchen verarbeitet oder einfach vom Baum genascht werden, die Baumkronen sollen den Spielbereich im Sommer zusätzlich beschatten. Es wurden auch Mispeln, Felsenbirnen, Kornelkirschen, Holunder, Quitten, Hasel, Brombeeren, Himbeeren und eine essbare Eberesche gepflanzt.
Ehrenamtlich Aktive des NABU Leipzig, Eltern und Großeltern der Kitakinder und Erzieher*innen der Kita sowie viele Kinder buddelten gemeinsam die Pflanzlöcher, der Pflanzschnitt wurde von den Erwachsenen vorgenommen und das Einpflanzen und Gießen wurde mit Unterstützung des Hausmeisters gemeinsam durchgeführt. Von Kindern und Eltern wurde das Laub zusammengerecht und als Winterschutz für das Igelquartier gesammelt. Nach der gemeinsamen Pflanzaktion gab es noch köstliche heiße Suppen, warmen Saft und Tee für Alle beim gemütlichen Ausklang.
Die Pflanzaktion ist Teil des Förderprojektes 1.000 Gärten Förderprojekt – einer Initiative zur naturnahen und insektenfreundlichen Umgestaltung der Außenflächen diakonischer Einrichtungen in Zusammenarbeit mit NABU-Ortsgruppen. Neben dem Schutz der Biodiversität und dem natürlichen Klimaschutz stärkt es die Vernetzung zwischen NABU-Gliederungen und diakonischen Einrichtungen. Der NABU Leipzig hat beraten und die Planung und Organisation der Pflanzaktion übernommen.
Es folgen noch Beratungen zum Thema Vögel und Fledermäuse inklusive der Bereitstellung von Kästen als Lebensraum für die Tiere auf dem Kitagelände sowie begleitende umweltpädagogische Angebote für die Kinder. Außerdem soll ein Balkenmäher für eine insektenfreundliche Mahd, Kompost und Hochbeete angeschafft werden.
Wir bedanken uns herzlich für die gute Zusammenarbeit mit der Kita am Kirchgarten und freuen uns auf die weiteren schönen Erlebnisse und Naturerfahrungen mit den Kindern und Erzieherinnen.
(1) Streuobstallee aus historischen Obstbaumsorten mit begleitender Beschilderung. Planung: Sabrina Rötsch
Im letzten Herbst gab es eine Pflanzaktion in Boyda vor den Toren von Leipzig. Bei den Mitwirkenden entstand der Wunsch, auch in Brinnis einen Feldweg mit Obstbäumen zu bepflanzen. Also schaute sich das Team aus 'Leipzig pflanzt' und NABU Leipzig die Fläche an und wählte 25 hochstämmige Bäume aus. Es wurden alte, regionale Sorten ausgewählt, um diese durch Pflanzung zu erhalten. So wurden zum Beispiel die Pflaumen 'Purpurgold' und
'Quillins Reneklode', die Apfelsorte 'Rote Sternrenette' und die 'Gellerts Butterbirne' bestellt.
Die Dorfgemeinschaft wurde aktiviert und am Samstag den 8. November, standen 25 Pflanzwillige mit Spaten bereit. Sogar der Bürgermeister war dabei! Die Pflanzlöcher waren schon mit dem Minibagger vorbereitet, sodass gleich mit dem Einschlagen der Pflanzpfähle begonnen werden konnte. Dann wurden die Bäume eingesetzt und die Pflanzlöcher zugeschaufelt. Nach dem Anbinden bekam jedes Gehölz noch eine kleine Stele mit einem Schild, worauf die Obstsorte, Erntezeit und Verwendung zu lesen ist. Anschließend fuhr der Traktor mit dem Wasserwagen vor, und es wurde ausgiebig gegossen. Zum Schluss wurden auch die Menschen mit Getränken und Grillgut versorgt, so dass alle an Leib und Seele gestärkt nach Hause gingen.
Wir bedanken uns bei den Pflanzhelfern aus Brinnis und bei 'Leipzig pflanzt' für die schöne Aktion! Besonderer Dank gilt der Familie Näther für die Organisation und Vorbereitung des Ganzen und 'Leipzig pflanzt' für die Übernahme der Kosten der Bäume. In den kommenden Jahren werden sie Nahrung und Lebensraum für Insekten und Vögel bieten, und auch Spaziergänger können Äpfel, Pflaumen, Birnen und Kirschen naschen.