Der Johannapark ist eine rund elf Hektar große Grünanlage – ein zentrumsnaher Ort für Erholung, Klimaanpassung und Stadtnatur. Im Jahr 2025 hat der NABU Leipzig die Vogelarten im Johannapark erfasst sowie Insektenarten auf den beiden 2021 neu angelegten Wiesenflächen. Insgesamt wurden 27 Vogelarten sowie 82 Insektenarten aus 10 Artengruppen aufgefunden. Die Ergebnisse veröffentlicht der NABU Leipzig zum Tag der Artenvielfalt am 22. Mai 2026 in der Broschüre „Artenvielfalt im Johannapark“. Sie ist im Format DIN A4 als Druckexemplar beim NABU Leipzig erhältlich und steht auch zur Verfügung als Download.
Der Johannapark ist eine rund elf Hektar große Grünanlage. Der Leipziger Bankier Wilhelm Theodor Seyfferth (1807 - 1881) hatte 1858 einige Wiesenflächen an der Alten Pleiße gekauft und später durch Flächentausch ergänzt. Zur Erinnerung an seine jung verstorbene Tochter, Johanna Natalie (1836 - 1858), ließ Seyfferth auf eigene Kosten einen Park anlegen, dem er den Namen Johannapark gab. Das Denkmal für seine älteste Tochter sollte „nicht bloß ihren Namen, sondern auch die vorherrschende Richtung ihres Charakters ‚Andern Freude zu machen‘ verewigen“. Der Legende nach hatte sich Johanna Natalie nach einer Zwangsheirat aus Liebenskummer mit 21 Jahren das Leben genommen. Historisch belegt ist das so aber nicht. Nach dem Tod seiner Tochter Johanna kontaktierte Seyfferth den preußischen Gartendirektor Peter Joseph Lenné (1789 - 1866), der im Mai 1858 den Standort besichtigte und einen Entwurf für den Park präsentierte, der dem Stil der englischen Landschaftsgärten folgte, der im 19. Jahrhundert sehr beliebt war. Zwischen 1861 und 1863 entstand auf den von Seyfferth erworbenen Flächen ein rund sechs Hektar großer Park. Die Gestaltung übernahm der Leipziger Ratsgärtner Otto Wittenberg. Wie es im Stil von Lenné üblich war, wurden zahlreiche exotische Baumarten gepflanzt, wodurch der Park teilweise den Charakter eines botanischen Gartens erhielt. Im Mittelpunkt der Anlage wurden ein Teich mit einer kleinen Insel sowie zwei Brücken angelegt.
In seinem Testament vom 6. Oktober 1879 stiftete Seyfferth der Stadt Leipzig den Park unter der Bedingung, dass „dieses Grundstück für immer der Bebauung entzogen bleibt und seinen jetzigen Namen behält“, als öffentlicher Erholungsort, der „allen Leipziger Bürgern und Gästen der Stadt Freude bereiten“ sollte. Durch die Zusammenlegung mit den Gärten und Grundstücken einiger im Zweiten Weltkrieg zerstörter Gebäude kam der Park zu seiner heutigen Größe von rund elf Hektar.
Aus heutiger Sicht war die Sicherung des Johannaparkes als Grünanlage eine weitsichtige Entscheidung, denn so wurde ein zentrumsnaher Ort für Erholung, Klimaanpassung und Stadtnatur geschaffen. Noch heute können Spaziergänger*innen und Radfahrende „durchs Grüne“ von der Innenstadt nach Süden bis zum Connewitzer Holz sowie nach Norden über den Palmengarten zum Leutzscher Holz und weiter in die Naturschutzgebiete der Leipziger Aue gelangen.
An Wilhelm Theodor Seyfferth erinnert ein Denkmal im nordöstlichen Teil des Johannaparks. Die weiße Marmorbüste wurde nach einem Entwurf des Leipziger Bildhauers Melchior zur Strassen im Jahr 1896 durch den Bildhauer Otto Schütze angefertigt. Sie steht auf einem grauen Granitsockel, auf dem sich eine Gravur befindet mit den Worten „Dem Stifter des Johannaparks. Die dankbare Stadt.“ Am 17. September 1896 wurde das Seyfferthdenkmal enthüllt.
Der Johannapark und der Clara-Zetkin-Park stehen unter Landschaftsschutz und sind fast vollumfänglich Teil des europäischen Schutzgebietssystems Natura 2000, sie liegen mit 95 % ihrer Fläche
innerhalb des europäischen Vogelschutzgebietes „Leipziger Auwald“ (Gesamtfläche Auwald 4.952 Hektar, Anteil der Parkanlagen: 1,3 %). Nur ein schmaler Streifen im Osten entlang der Karl-
Tauchnitz-Str. wird nicht umfasst.
Die Schutzgebietsverordnung der Stadt Leipzig enthält spezifische Vorgaben und Ziele, um die biologische Vielfalt und die natürlichen Ressourcen zu erhalten und zu fördern. Ein gemeinsamer
Natura-2000-Managementplan für das SPA- und FFH-Gebiet dient als Grundlage für die Erhaltungsmaßnahmen. Er enthält allgemeine, für die Parkanlagen relevante Behandlungsgrundsätze, die in der
sächsischen Natura-2000-Managementplanung den erforderlichen Erhaltungsmaßnahmen zugeordnet sind.
Für definierte Zielarten wie z.B. die Fledermausarten Mopsfledermaus und Großes Mausohr sowie für einige Vogelarten des Siedlungsbereiches, welche im Johannapark nachgewiesen wurden, sind
spezifische Maßnahmen festgeschrieben, wie z.B. die Förderung standort- und gebietsheimischer Gehölzarten auch in parkartig gestalteten Bereichen, das Belassen von Falllaub im Gehölzbereich, das
Belassen von Totholz, eine zweischürige, rotierende Wiesenmahd, eine naturnahe Gewässergestaltung und viele Weitere.
Die Pläne sind verbindliche Handlungsleitlinien, die festgelegten Erhaltungsziele und -maßnahmen müssen berücksichtigt werden.
Das Biotopkataster der Stadt Leipzig (Stand Januar 2022) weist im Teich des Johannaparkes zwei gesetzlich geschützte Röhrichtflächen am Ufer des Gewässers aus. Die insgesamt 463 Bäume im
Johannapark umfassen 84 Biotopbäume, davon sind 39 Bäume gesetzlich geschützte „höhlenreiche Einzelbäume".
Die Stadt Leipzig hat zudem 2010 die Deklaration „Biologische Vielfalt in Kommunen“ unterzeichnet und sich damit verpflichtet, die Vielfalt der Arten und Lebensräume dauerhaft zu bewahren und zu
schützen.
Clara-Zetkin-Park und Johannapark sind außerdem als Kulturdenkmäler der Stadt Leipzig nach dem Sächsischen Denkmalschutzgesetz gelistet. Für den Johannapark liegt eine denkmalpflegerische
Zielstellung aus dem Jahr 1998 vor, welche sich auf historische Aufzeichnungen und Überlieferungen stützt. Im Rahmen der Erstellung des Parkpflegekonzeptes sollen diese mit dem Ziel der
Wiederherstellung berücksichtigt werden.
Aufgrund der verschiedenen Zielstellungen im Naturschutzrecht und dem Denkmalschutz können Konflikte entstehen, da die Ziele des historischen Erhalts und die Ziele des Naturschutzes oft im
Widerspruch stehen .
Während der Denkmalschutz die historische Struktur des Gartens bewahren will, fordert der Naturschutz zeitgemäße Anpassungen zur Förderung der Biodiversität und des Klimaschutzes.
Die Lösungsfindung erfordert Zusammenarbeit und Informationsaustausch, Konfliktfelder sollten analysiert und angemessen gegeneinander abgewogen werden. Das vom Amt für Stadtgrün und Gewässer
gemeinsam mit den Naturschutzverbänden, darunter dem NABU Leipzig, erarbeitete Parkpflegekonzept soll dazu einen Beitrag leisten.
Die intensive Nutzung der Parkanlagen hinterlässt inzwischen sichtbare Spuren und führt mancherorts zu Nutzungskonflikten. Daher formulierte das Amt für Stadtgrün und Gewässer bereits 2013 den
Bedarf nach einem tragfähigen Entwicklungskonzept. Nach der fachlichen Erarbeitung des Entwurfs begann 2014 ein breit angelegter Beteiligungsprozess mit mehreren Gesprächsrunden und einer
Parkwerkstatt. Die eingegangenen Hinweise wurden geprüft, abgewogen und in die Entwicklungsziele integriert. 2017 verabschiedete der Stadtrat schließlich das Ergebnis aus drei Jahren gemeinsamer
Arbeit von Verwaltung, Fachämtern, Vereinen sowie engagierter Bürgerschaft.
Für eine nachhaltige und ausgewogene Nutzung des Johannaparkes wurde im Entwicklungskonzept der Stadt Leipzig für Clara-Zetkin-Park und Johannapark eine Zonierung nach Nutzungsarten, sogenannte
Vorrangbereiche vorgenommen. Die Vorrangfestlegung begrenzt Naturschutzmaßnahmen nicht auf diese Bereiche von 4 % der Fläche des Johannaparks. Auch in anderen Vorrangbereichen können sie im
Rahmen des Nutzungsschwerpunkts und der Natura-2000-Planung umgesetzt werden.
Bereits im Entwicklungskonzept wurden spezifische Ziele formuliert und beschlossen, darunter die Entwicklung naturnaher Gewässerränder, Wiesen und Gehölzsaumbereiche, die Verdichtung der
Strauchgruppen und der Umgang mit Laubstreu.
Das beschlossene Entwicklungskonzept umfasst sieben Teilbereiche. Besonders hervorzuheben ist Teilkonzept 6 „Nachhaltige Nutzung“. Der Stadtrat hatte beschlossen, die Biodiversität im
Clara-Zetkin- und Johannapark unter Beteiligung der Naturschutzverbände zu untersuchen, die Ergebnisse zu veröffentlichen und darauf aufbauend Empfehlungen für eine nachhaltige Pflege der
Grünflächen und Gehölze zu erarbeiten.
Zwei Röhrichtflächen am Ufer in der Mitte und am nordöstlichen Rand des Teiches im Johannapark sind ebenso wie die Röhrichte am Becken Anton-Bruckner-Allee gesetzlich geschützte Biotope. Es gibt verbindliche Vorgaben zum Erhal und zur Pflege dieses wertvollen Lebensraumes. Dennoch wurde der geschützte Schilfgürtel im Johannapark bei „Pflegearbeiten“ vollständig entfernt.
Aufgrund des Stadtratsbeschlusses erarbeitet das Amt für Stadtgrün und Gewässer der Stadt Leipzig seit 2019 gemeinsam mit den Naturschutzverbänden NABU-Regionalverband Leipzig e.V., BUND Leipzig
und Ökolöwe Leipzig e.V. ein Parkpflegekonzept.
Ziel ist, Biodiversität und Klimawandelanpassung stärker in der Praxis zu berücksichtigen und die gesellschaftliche Wertschätzung des Stadtgrüns zu erhöhen. Das Parkpflegekonzept soll
sicherstellen, dass Biodiversität, Natur- und Klimaschutz stärker berücksichtigt werden, ohne den Denkmalschutz oder die Erholungsnutzung der Parks zu vernachlässigen.
Dafür wurden im Rahmen eines Fachbeitrages vorhandene Daten zusammengeführt und Kenntnislücken durch ergänzende Erfassungen geschlossen sowie ableitend Empfehlungen für eine nachhaltige
Grünflächenpflege erarbeitet.
Der Fachbeitrag des Institutes für Vegetationskunde und Landschaftsökologie wurde 2022 mit Beteiligung des Amtes für Stadtgrün und Gewässer, Abteilung Gartendenkmalpflege sowie den
Naturschutzverbänden fertiggestellt und soll Bestandteil des Pflegekonzeptes sein. Das Pflegekonzept soll gleichzeitig übertragbare Ergebnisse für die Aktualisierung der Pflegegrundsätze für die
Bewirtschaftung der Flächen des öffentlichen Grüns der Stadt Leipzig insgesamt beinhalten.
Im April 2019 wurden Blühstreifen in verschiedenen Parkanlagen in Leipzig eingesät. Langjährig als Rasen gepflegte Flächen werden seitdem weniger oft gemäht. Mittels einer rosafarbenen Stehle wurden diese Maßnahmen gekennzeichnet. Eine fachliche Abstimmung mit dem Naturschutzverbänden dazu erfolgte nicht. Die Blühstreifen sind mittlerweile überwachsen und vergrast, die Extensivierung lange überpflegter Flächen bringt ebenfalls nicht die gewünschte Artenvielfalt.
Seit 2019 fanden sporadische Treffen der Umweltverbände gemeinsam mit dem Amt für Stadtgrün und Gewässer, der Gartendenkmalpflege des Amtes für Stadtgrün und Gewässer und dem Institut für Vegetationskunde und Landschaftsökologie zum Parkpflegekonzept statt. Da eine Fertigstellung des Parkpflegekonzeptes immer wieder verschoben wurde und praktische Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt fehlten, gleichzeitig jedoch ohne Beteiligung der Naturschutzverbände Planungen im Clara-Zektin-Park (Sanierung Bassin Anton-Bruckner-Allee, Bepflanzung der Parterreflächen Anton Bruckner-Allee) weiter vorangetrieben wurden, wuchs die Unzufriedenheit bei den Umweltverbänden.
Im September 2021 wurden dann auf Drängen der Naturschutzverbände zwei Blumenwiesen im Johannapark neu eingesät, eine fachliche Abstimmung zu Bodenvorbereitung, Saatgut und Pflege fand diesmal statt. Die botanische Entwicklung der beiden Wiesen westlich des Teiches wird von der Hochschule zu Anhalt begleitet. Damit könnten die erarbeiteten Inhalte zur Entwicklung und Pflege von Blumenwiesen auf andere Grünflächen im gesamten Stadtgebiet übertragen werden.

Um das Thema Hecken und Sträucher zu fokussieren, erfolgte im Frühjahr 2022 eine Pflanzaktion an einer Strauchgruppe im Johannapark, initiiert vonseiten der Stadtreinigung Leipzig, gemeinsam mit dem Amt für Stadtgrün und Gewässer und Ehrenamtlichen des NABU Leipzig. Es wurden ca. 50 heimische Gehölze gepflanzt, Totholz platziert und ein Schild „Lebensraum Totholz“ aufgestellt. Das Totholz wurde später aus Gründen des Denkmalschutzes leider wieder beräumt. Ergänzend wurden 2023 durch eine Fachfirma drei Totholzhaufen im Johannapark angelegt sowie weitere Sträucher gepflanzt. Erstmalig wurden auch Säume entlang der Gehölze eingesät. Leider wird im Rahmen der Pflege noch immer das Laub aus den Gehölzflächen entfernt.
Im April 2023 verfassten die Naturschutzverbände einen gemeinsamen Offenen Brief, welcher eine klimaangepasste und biodiversitätsfördernde Grünflächenpflege in den Parkanlagen fordert.
Mit der Broschüre „Artenvielfalt im Johannapark“ möchte der NABU Leipzig zeigen, dass sich die biologische Vielfalt bereits durch einfache Maßnahmen wirksam fördern lässt. Der dramatische Rückgang der Artenvielfalt ist seit Jahren wissenschaftlich belegt, doch Reaktionen darauf fallen erschreckend halbherzig aus. Ein an Biodiversität orientiertes Pflegekonzept für Grünflächen in Leipzig hat verwaltungsintern keine Priorität, bis heute fehlen in der Praxis verbindliche Maßnahmen und ihre konsequente Umsetzung. Der NABU fordert deshalb: Das Parkpflegekonzept inklusive der erarbeiteten Pflanzlisten muss nun endlich veröffentlicht werden und zur praktischen Anwendung kommen. Ziel ist es, die darin festgelegten Maßnahmen in allen Leipziger Parkanlagen umzusetzen, damit die Förderung der Artenvielfalt flächendeckend und dauerhaft erfolgen kann.
Die beiden Wiesen westlich des Teiches wurden 2021 neu eingesät, da aufgrund der vorherigen Pflege artenarme Rasenflächen vorhanden waren. Die nördlich gelegene Wiese wurde mit einer auf Leipzig abgestimmten Blumenwiesenmischung eingesät, die südlich gelegene Wiese wurde mittels Mahdgutübertrag und ergänzend mit Regiosaatgut angelegt.
Im Jahr 2025 hat der NABU Leipzig die Vogelarten im Johannapark erfasst sowie Insektenarten auf den beiden 2021 neu angelegten Wiesenflächen.
Die Erfassung von Insekten fand insgesamt an sechs Tagen, zweimal im April und je einmal Anfang Juni, Juli, August und September statt. Alle Tage waren warm und sonnig oder leicht bewölkt. Die
Temperatur lag im Mittel bei 19,5 Grad Celsius.
Die Vogelarten wurden mittels Sichtbeobachtung mit Fernglas sowie durch akkustisches Verhören im gesamten Johannapark an insgesamt drei Tagen im April und Juni erfasst. Aufgrund der wenigen
Beobachtungstage zeigen die Ergebnisse der Erfassungen der Vögel lediglich einen Ausschnitt der vorhandenen Arten. Bereits 2018 wurden vom NABU Leipzig die Brutvögel in Clara-Zetkin-Park und
Johannapark nach Methodenstandards erfasst, die Daten wurden der Stadt Leipzig zur Verfügung gestellt.
Die Insektenarten wurden auf den beiden 2021 neu eingesäten Wiesen westlich des Teiches beim Blütenbesuch erfasst. Die nördlich gelegene Wiese wurde mit einer auf Leipzig abgestimmten
Blumenwiesenmischung eingesät, die südlich gelegene Wiese wurde mittels Mahdgutübertrag und ergänzend mit Regiosaatgut angelegt.
Bei der Erfassung kamen keine Tiere zu Schaden oder wurden getötet. Eine Vielzahl an Insektenarten ist anhand eines Belegbildes nicht eindeutig bis auf Artniveau bestimmbar, z.B. viele
Wildbienenarten. Die nicht bis auf Artniveau bestimmbaren Arten wurden in der Gesamtauswertung als unbestimmt berücksichtigt.
Insgesamt wurden 27 Vogelarten sowie 82 Insektenarten aus 10 Artengruppen aufgefunden.
C Sicheres Brüten / Brutnachweis
Amsel, Blässhuhn, Blaumeise, Buntspecht, Gartenrotschwanz,
Kohlemeise, Rabenkrähe, Ringeltaube, Star, Stockente, Teichhuhn,
Zilzalp
B Wahrscheinliches Brüten/ Brutverdacht
Bachstelze, Buchfink
A Mögliches Brüten, Brutzeitfeststellung
Gartenbaumläufer, Nachtigall, Gelbspötter, Grünspecht,
Kleiber, Turmfalke, Mandarinente, Mönchsgrasmücke,
Sommergoldhähnchen
Nahrungsgäste
Graugans, Graureiher, Haussperling, Lachmöwe, Nilgans
Wildbienen
Andrena gravida Weiße Bindensandbiene
Andrena hattorfiana Knautien-Sandbiene
Andrena ovatula/wilkella Kleesandbiene
Andrena viridescens Blaue Ehrenpreissandbiene
Anthophora plumipes Frühlings-Pelzbiene
Bombus hypnorum Baumhummel
Bombus lapidarius Steinhummel
Bombus pascuorum Ackerhummel
Bombus terrestris Dunkle Erdhummel
Bombus sp. Kuckuckshummel
Halictus scabiosae Gelbbinden-Furchenbiene
Nomada bifasciata Rotbäuchige Wespenbiene
Osmia cornuta Gehörnte Mauerbiene
Panurgus calcaratus Stumpfzähnige Zottelbiene
Xylocopa violacea Blaue Holzbiene
Wanzen
Carpocoris fuscispinus Nördliche Fruchtwanze
Dolycoris baccarum Beerenwanze
Graphosoma italicum Streifenwanze
Harpocera thoracica Frühe Eichen-Weichwanze
Lygus pratensis Gemeine Wiesenwanze
Notostira elongata Gras-Weichwanze
Pyrrhocoris apterus Gemeine Feuerwanze
Falter
Aglais io Tagpfauenauge
Anthocharis cardamines Aurorafalter
Aricia agestis Kleiner Sonnenröschen-Bläuling
Autographa gamma Gammaeule
Chiasmia clathrata Klee-Gitterspanner
Cupido argiades Kurzschwänziger Bläuling
Geometridae Spannerraupe
Gonepteryx rhamni Zitronenfalter
Lycaena phlaeas Kleiner Feuerfalter
Maniola jurtina Großes Ochsenauge
Melanargia galathea Schachbrett
Polyommatus icarus Hauhechelbläuling
Pieris rapae Kleiner Kohlweißling
Pieris napi/rapae Weißling
Pyralidae Zünsler
Vanessa cardui Distelfalter
Wespen
Ichneumonidae Schlupfwespe
Polistes dominula Haus-Feldwespe
Tiphia femorata Gemeine Rollwespe
Vespa crabro Europäische Hornisse
Vespula germanica Deutsche Wespe
Vespula vulgaris Gemeine Wespe
Libellen
Enallagma cyathigerum Gemeine Becherjungfer
Orthetrum cancellatum Großer Blaupfeil
Sympecma fusca Gemeine Winterlibelle
Zikaden
Aphrophora alni Erlenschaumzikade
Euscelidius variegatus Bunte Brachzirpe
Heuschrecken
Acrididae Grashüpfer
Chorthippus dorsatus Wiesen-Grashüpfer
Ensifera sp. Langfühlerschrecke
Tettigonia viridissima Grünes Heupferd
Käfer
Anthaxia nitidula Glänzender Blütenprachtkäfer
Anthrenus verbasci Wollkraut-Blütenkäfer
Buprestidae Prachtkäfer
Coccinella septempunctata Siebenpunkt-Marienkäfer
Curculio glandium/venosus Eichelbohrer
Galeruca tanaceti Rainfarn-Blattkäfer (Gelege)
Mordellidae Stachelkäfer
Oedemera podagrariae Echter Schenkelkäfer
Oxythyrea funesta Trauer-Rosenkäfer
Psylliodes sp. Erdfloh-Käfer
Pyrochroa coccinea Scharlachroter Feuerkäfer
Trichius gallicus Glattschieniger Pinselkäfer
Elateridae Schnellkäfer
Zweiflügler
Bombyliidae Wollschweber
Conopidae Dickkopffliege
Chrysotoxum bicinctum Zweiband-Wespenschwebfliege
Chymomyza amoena Quergebänderte Taufliege
Episyrphus balteatus Hainschwebfliege
Eristalis tenax Mistbiene
Lucilia sp. Goldfliege
Melanostoma scalare Matte Schwarzkopf-Schwebfliege
Myathropa florea Totenkopfschwebfliege
Sarcophagidae Fleischfliege
Sicus ferrugineus Gemeine Breitstirnblasenkopffliege
Sphaerophoria sp. Stiftschwebfliege
Syrphidae Schwebfliege
Syrphus ribesii Große Schwebfliege
Tachina fera/magnicornis Igelfliege
Tephritidae Bohrfliege
Tipulidae Schnake
Xanthogramma pedissequum Späte Gelbrandschwebfliege
Die Natur in der Stadt ist wichtig nicht nur als Lebensraum für die Tier- und Pflanzenwelt, sondern auch für das Stadtklima und die menschliche Gesundheit und Erholung. Dem NABU Leipzig ist es daher seit jeher ein Anliegen, dass Parkanlagen möglichst naturnah gestaltet werden. Bereits mit einfachen Maßnahmen lässt sich die Artenvielfalt wirksam fördern. Um dazu Daten zu sammeln, hat der NABU Leipzig 2025 im Johannapark die Vogelarten erfasst sowie Insektenarten auf den beiden 2021 neu angelegten Wiesenflächen. Insgesamt wurden 27 Vogelarten sowie 82 Insektenarten aus 10 Artengruppen aufgefunden. Die Ergebnisse veröffentlicht der NABU Leipzig zum Tag der Artenvielfalt am 22. Mai 2026 in der Broschüre „Artenvielfalt im Johannapark“. Sie ist im Format DIN A4 als Druckexemplar beim NABU Leipzig erhältlich und steht auch zur Verfügung als Download: