Für Biotop- und Artenvielfalt

Pflanzaktion der NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz

Es regnet frühmorgens am 11.11.2017, es ist kalt und windig. Doch pünktlich 9 Uhr wird das Wetter besser, der Regen hört auf und eine stattliche Anzahl naturliebender Menschen trifft sich am Ortsausgang von Plaußig Richtung Merkwitz, um gemeinsam Büsche und Bäume zu pflanzen.

Vorgeschaltet war eine Werbeaktion mit Plakaten und Informationen im Gemeindeboten und viel Mundpropaganda. Der Erfolg war grandios: 38 Naturfreunde kamen zur neuen Pflanzaktion. Sie wurden von Steffen Wagner, Vorstandsmitglied des NABU Plaußig-Portitz, begrüßt, anschließend gab es eine fachliche Einweisung durch Dr. Michael Richter und Informationen zum Ziel der Aktion.

Das Pflanzgut wurde bereits am Vortag bereitgelegt, auch die tiefen Pflanzlöscher für die Bäume waren bereist ausgebaggert. Mit dieser guten Vorbereitung konnten die Naturtäter schnell mit den Arbeiten beginnen. In Kürze waren die ersten Pfähle für die Bäume eingeschlagen und die ersten Büsche gepflanzt. Um 9.30 Uhr rückte die Feuerwehr mit Wasserwagen und langen Schlauchsystemen an, um die ersten Pflanzlöcher zu bewässern.

 

Fotos: Mario Vormbaum

 

26 Bäume, alles alte einheimische Sorten wie „Gravensteiner“, „James Grieve“ und „Goldparmäne“ wurden gesetzt und 200 Büsche der Arten „Heckenrose“, „Pfaffenhütchen“, „Schlehdorn“, „Schneeball“ und „Felsenbirne“ ausgebracht. Zusätzlich wurden in die Pflanzmuster der Büsche noch 60 Wildobstpflanzen, die der Stadtforst bereitgestellt hat, eingesetzt, mit Wachshilfen umgeben und mit Stabilisierungsstab versehen.

Trotz intensiver Arbeit, die Allen richtig Spaß machte, wurde eines nicht vergessen: Pünktlich um 11.11 Uhr versammelten sich alle fleißigen Helfer, um den von Dr. Anne Richter und Brigitte Wagner aufgebauten „Versorgungsstand“ mitten auf der Pflanzwiese. Es gab heißen Kaffee und Tee, Apfelsaft, selbstgemachte Brote mit Kräuterbutter, Fett- und natürlich Pfannkuchen. Lustige Gespräche wurden geführt, Kontaktadressen ausgetaucht und festgestellt, dass die Teilnehmer auch aus den umliegenden Ortschaften herbeigeeilt waren.

Aber schon nach wenigen Pausenminuten trieb es Alle wieder an die Arbeit. Es galt noch die Bäume mit Baumgurt an den Pfählen zu fixieren, damit böse Winde den jungen Stämmen nichts anhaben können. Außerdem musste ein riesiger Berg Schreddermaterial an den Büschen und Baumscheiben verteilt werden, ein Reisighaufen aus altem Holz und Ästen wurde aufgeschichtet, der Kleintieren Schutz bietet.

Gegen 13 Uhr war alles geschafft und jeder Teilnehmer war stolz auf die gelungene Aktion. Allen hat es Spaß gemacht und viel Lob gab es für die gute Vorbereitung und Organisation. Der NABU bedankt sich bei allen Unterstützern!

Ein Besonderer Dank geht an den Kooperationspartner BMW Group Werk Leipzig, an Frau Rühl von der Leipziger Kistenfabrik als großzügiger Sponsor, an die Plaußiger Feuerwehr und an die Anliegerfamilien Meier und Richter.

 Alle sind herzlich eingeladen, sich auch den nächsten Mitmachaktionen des NABU Plaußig-Portitz zu beteiligen!

 

Mehr Grün am Wegesrand

2013 hatte die NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz erstmals zu einer Pflanzaktion eingeladen. An einem Feldweg wurden heimische Bäume und Sträucher gepflanzt, sodass hier ein artenreicher Gehölzstreifen entstehen kann, der die Landschaft bereichert. Jährlich versammelten sich im Herbst fleißige Helfer, um die Arbeit fortzusetzen. 2016 wurde diese mehrjährige Pflanzaktion abgeschlossen. Damit hat der NABU ein Zeichen gesetzt gegen Flächenverbrauch und Artenschwund in der Agrarlandschaft, die heute mehr und mehr verödet. Feldgehölze sind wichtige Kleinbiotope, wertvolle „Trittsteine“ für die Tier- und Pflanzenwelt und ein Beitrag zum Klima- und Landschaftsschutz. In diesem Jahr wurde nun eine neue Etappe im Projekt „Mehr Grün am Wegesrand“ gestartet. Auf dem Grundstück am Ortsausgang von Plaußig werden zwischen den bereits vorhandenen Laubbäumen Wildsträucher gepflanzt, auf einer anderen Fläche werden Obst- und Wildobstbäume in die Erde gebracht, und auch eine Blühwiese soll angelegt werden. Diese Arbeiten werden ebenfalls über mehrere Jahre realisiert.

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