Nistkästen für Gartenvögel

Für den Bau von Nistkästen lassen sich etwa 2 cm starke Lärchen oder Fichtenbretter gut bearbeiten. von Innen lässt man die Bretter sägerau (vor allem die Vorderseite mit Einflugloch muss an der Innenseite aufgeraut werden).

 

Da in Nistkästen ein anderes Klima als in natürlichen Baumhöhlen herrscht, ist auf ausreichende Maße zu achten. Die Grundfläche des Nistkastens für Vögel bis Sperlingsgröße muss mindestens 13 x 13 cm und für den Star 15 x 15 cm betragen. Die Nistkastenhöhe (Außenmaß) sollte wenigstens 26 cm betragen.

 

Damit das Nest für Marder, Katze oder Waschbär möglichst unerreichbar bleibt, sollte der Abstand vom Einflugloch bis zum Nistkastenboden 17 cm und der Dachüberstand über dem Einflugloch mindestens 6 cm betragen.

 

Den Nistkasten kann man von außen, mindestens aber das Dach mit Leinöl oder umweltfreundlicher Holzschutzlasur streichen und dadurch wetterfest machen. Die Vorderseite mit Einflugloch bitte nicht streichen.

 

Grundsätzlich sollen Nistkästen halbschattg in Bäumen hängen, vor allem in dunkel lasierten oder mit Dachpappe versehenen Nistkästen kann es durch Sonneneinstrahlung schnell zur Überitzung kommen.


Nistkästen kann man ganzjährig aufhängen. Sie beiten von März bis Juli Brutplatz und in den anderen Monaten Möglichkeit als Schlafquartier zu dienen.


Anhängen in mindestens 2 Meter Höhe für Meisen und Sperlinge, mindestens 3 Meter Höhe für Gartenrotschwanz und Trauerschnäpper und mindestens 4 Meter Höhe für Stare.


Das Einflugloch sollte Richtung Ost oder Südost zeigen. Vor dem Einflugloch dürfen im Abstand von mindestens 50 cm keine Äste, Zweige und Kletterpflanzen wachsen, da Fressfeinde dadurch einen besonders leichten Zugang zum Nest haben. Auf Sitzstangen am Nistkasten sollte man verzichten – sie sind ein sicherer Landeplatz für Elstern, aber für die Kastenbewohner unnötig.


Wer mehrere Nistkästen aufhängt, sollte auch verschiedene Kastentypen bzw. Einfluglochgrößen anbieten:

Blaumeise, Haubenmeise, Tannenmeise oder Sumpfmeise: 26 - 28 mm
 Kohlmeise, Kleiber, Feldsperling: 32 mm
Gartenrotschwanz, Trauerschnäpper oder Wendehals: 35 mm
Star: 45 mm

Jedes Brutpaar beansprucht ein eigenes Revier. Mehrere Nistkästen gleicher Art im mit gleich großem Lochdurchmesser sollten also in einem Abstand von mindestens 30 Metern aufgehängt werden. Bei mehreren Nisthilfen mit verschieden großen Einfluglöchern reicht ein Abstand von 15 Meter zwischen den verschiedenen Nistkastentypen.


Vorhandene und neue Nistkästen müssen jedes Jahr zwischen September und Februar gereinigt werden (Nest mit Spachtel entfernen und ausbürsten) und bei Bedarf repariert werden. Nester mit Haselmaus, Siebenschläfern im Winterschlaf bitte im Kasten belassen.

 

NABU-Nistkastenausstellung im Park an der Corinthstraße

 

Bauanleitungen für Nistkästen

 

Weitere Informationen


Nistkastenreinigung im Winterhalbjahr

 

Zwischen Oktober und Februar ist der Arbeitskreis Vogelschutz im Einsatz, um die Vogelnistkästen zu reinigen und für die neue Brutsaison vorzubereiten. Insgesamt betreut der NABU Leipzig über 800 Nist­kästen in Parkanlagen und auf Friedhöfen. Für die Teilnehmer gibt es interessante Informationen, unter anderem kann man anhand von Spuren und Nestern feststellen, welche Vögel gebrütet haben. Mithelfende und Gäste sind herzlich willkommen! Mitmachen beim Vogelschutz