Amphibien auf Wanderschaft

Auf Initiative des NABU wurden an verschiedenen Straßen Verkehrsschilder aufgestellt, die Autofahrer zur Rücksichtnahme auf die wandernden Amphibien verpflichten. Foto: Karsten Peterlein
Auf Initiative des NABU wurden an verschiedenen Straßen Verkehrsschilder aufgestellt, die Autofahrer zur Rücksichtnahme auf die wandernden Amphibien verpflichten. Foto: Karsten Peterlein

Amphibien lieben milde feuchte Nächte, um sich vom Winterquartier auf den Weg zum Laichgewässer zu machen. Geregnet hat es in diesem Frühjahr, noch ist es aber etwas kühl. Doch sobald es auch mit den Temperaturen aufwärts geht, wird die Amphibienwanderung beginnen. Einige ungeduldige Kröten und Frösche haben sich sogar schon auf den Weg gemacht.
Doch leider endet dieser oft schon an der nächsten Straße, denn der Verkehr ist für die wandernden Tiere in tödliches Risiko. Deshalb bittet der NABU auch in diesem Jahr wieder alle Autofahrer, auf die wandernden Tiere Rücksicht zu nehmen. Auf entsprechenden Strecken sollte man nur langsam fahren. An einigen besonderen Wanderschwerpunkten wurden auf Initiative des NABU Leipzig Verkehrsschilder aufgestellt. Beobachtungen zeigen allerdings, dass die Autofahrer diese Schilder ignorieren.
Ein Risiko für die wandernden Amphibien sind aber auch Fahrradfahrer und Fußgänger. Um sie auf dieses Problem hinzuweisen, hat der NABU Leipzig an verschiedenen Wald- und Parkwegen Hinweisschilder aufgehängt. Hier sollten Fahrradfahrer nicht ohne Licht und Fußgänger mit einer Lampe unterwegs sein, um den Tieren ausweichen zu können.
An der Parthebrücke bei Plaußig hat der NABU wieder einen Amphibienleitzaun aufgebaut, um die Tiere von der gefährlichen Straße fernzuhalten. Sie werden hier auf einen sicheren Weg umgeleitet. An anderen Stellen hat der NABU stationäre Amphibienleiteinrichtungen überprüft. Dabei wurden die Amphibientunnel von Verstopfungen befreit und Müll eingesammelt. Die zuständigen Behörden werden über verschiedene Beschädigungen an den Leiteinrichtungen informiert, die dringend repariert werden müssen.

 

Mitmachen beim Amphibienschutz – Werden Sie Lebensretter!

An besonders gefährlichen Stellen werden an den kommenden Tagen wieder Naturschutzmacher des NABU Leipzig als Krötenretter im Einsatz sein. Die wandernden Amphibien werden vor den gefährlichen Straßen eingesammelt und im Eimer sicher über die Fahrbahn gebracht. Für solche Hilfseinsätze suchen die Amphibienretter des NABU Unterstützer. Wer sich abends dafür ein paar Stunden Zeit nehmen kann, ist herzlich dazu eingeladen. Helfer melden sich am besten per E-Mail oder telefonisch unter 0341 6884477. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Wetterangepasste, warme Kleidung ist ratsam; wer hat, kann eine Taschen- oder Stirnlampe oder auch einen sauberen Eimer mitbringen. Von den anwesenden NABU-Mitstreitern gibt es die notwendigen Fachinformationen für die Helfer oder auch Interessantes über die Lebensweise der Amphibien.

Pressemitteilung

 

Wanderfreudige Frühaufsteher

Fotos: Karsten Peterlein

 

Start der Amphibienwanderung

Am 19. März gab das Wetter den Startschuss für die Amphibienwanderung in Leipzig. Es wurde am Tag immer wärmer und Regenschauer kamen hinzu, da wollten viele Amphibien nicht länger warten. Mehr als 440 wandernde Tiere konnte der NABU Leipzig am Abend zählen und vielen von ihnen auf dem Weg zum Laichgewässer helfen. Am Wildpark (284 Erdkröten, 1 Molch), An den Theklafeldern (72 Erdkröten) und im Abtnaundorfer Park (85 Erdkröten) waren Naturschutzmacher des NABU Leipzig im Einsatz. Weitere Helfer sind herzlich willkommen!

Suchen

Wildvogel gefunden?

Bild der Woche

von Konrad Girke
von Konrad Girke

Für Mensch und Natur

Foto: NABU/Marcus Gloger
Foto: NABU/S. Zibolsky
Foto: NABU/F. Fender

Naturschutz online


Foto: NABU/Rolf Jürgens

Newsletter

Gemeinsam aktiv

Logo von www.tierische-logos.de

Für Biotop- und Artenschutz

Foto: Karsten Peterlein
Lustige Stofftiere, waschbar bis 40°C. Die Einnahmen werden für den Arbeitskreis Vogelschutz verwendet. Jedes Kuscheltier ist ein handgefertigtes Unikat aus Stoffresten und für 3 Euro erhältlich im NABU-Naturschutzbüro.
0,7 l  Bio-zertifizierter Apfelsaft von Streuobstwiesen • Direktsaft ohne Zuckerzusatz • 100 % Fruchtgehalt • 1,10 € + 0,25 € Pfand