Fotos: Beatrice Jeschke
Die Papitzer Lache Nummer 12 Ost ist durch Lehmabbau mit einem Schaufelradbagger entstanden. Daher gibt es erhöhte „Rippen“ und dazwischen tiefere Stellen. Im Winter ist die Lache ohne Wasser, ab dem Frühling füllen sich die Vertiefungen zwischen den Rippen. Die flachen Wasserstellen werden dann von Amphibien zum Laichen genutzt. Vor allem die seltenen Rotbauchunken lieben eine solche Art von Gewässer. Damit die Amphibien und ihr Nachwuchs sich wohlfühlen, sollten die Wasserstellen von der Sonne beschienen hell und warm sein.
Vor einigen Jahren war die Lache mit Gehölzen zugewachsen, die Wasserstellen lagen im Schatten und waren mit Laub gefüllt. Für die Amphibien war das Gewässerd amit ungeeignet. Mit Hilfe von Fördermitteln wurde die Gehölze entfernt, und bereits im folgenden Frühjahr waren die Rotbauchunken in dem Gewässer wieder zu finden und konnten sich dort erfolgreich fortpflanzen.
Die entfernten Gehölze wachsen jedoch wieder nach. Deshalb müssen alljährlich die jungen Schösslinge wieder abgeschnitten werden. Naturschtzmacher*innen des NABU Leipzig treffen sich dafür immer im Winter, wenn die Lache gut zu begehen ist.
Das Schnittgut wird auf einen PKW-Anhänger verladen und abtransportiert. Fotos: Beatrice Jeschke, Anne Bartelt
Am 17. Januar 2026 traf sich ein neunköpfiges Team in dem Naturschutzgebiet und machte sich an die Arbeit. Die Schösslinge wurden abgeschnitten, zu einem PKW-Anhäger getragen und abtransportiert. Das Schnittgut wird an Tiere im Leipziger Zoo verfüttert. Nun kann die Amphibienlaichsaison beginnen! Schon wenige Wochen später kann es soweit sein. Ab Mitte Februar öffnet der NABU Leipzig den Zulauf und Wasser fließt wieder aus der Weißen Elster in die Papitzer Lachen und füllt auch solche, die nicht direkt an den Zufkuss angebunden sind. Sobald das Frühlingswetter warm genug ist, kommen dann auch die Amphibien.
Videos: Beatrice Jeschke, Anne Bartelt Musik: winter wonderland dream by snoozy beats (Free Music Archive) [CC BY 4.0]