Foto: NABU/Manfred Delpho
Foto: NABU/Manfred Delpho

Vogel des Jahres

Ein Botschafter für Biotop- und Artenschutz

Mit der Wahl zum "Vogel des Jahres" wird ein Vogel für ein Jahr Botschfter für Biotop- und Artenschutz. Der NABU möchte mit der Wahl auf den bedrohten Lebensraum aufmerksam machen und für den Artenschutz werben. Der NABU Leipzig beteiligt sich an den bundesweiten Aktionen mit eigenen Projekten in Leipzig und Umgebung.

1971 wurde erstmals ein Vogel des Jahres gekürt - es war der Wanderfalke. Damit waren der NABU und sein bayerischer Partner LBV die ersten, die durch die jährliche Ausrufung auf die Gefährdung von Arten und Lebensräumen aufmerksam gemacht haben. Inzwischen hat diese Idee viele Nachahmer gefunden.

Natur des Jahres


singende Feldlerche
Matthias Entelmann/naturgucker.de

NABU fordert neue Agrarpolitik

Die Feldlerche wurde zum „Vogel des Jahres 2019“ gekürt. Damit verbindet der NABU die Forderung nach einer grundlegenden Änderung der EU-Agrarpolitik. Die immer intensivere Landwirtschaft ist zum Hauptgrund für das Artensterben in Europa geworden. Die Feldlerche steht daher stellvertretend für andere Feldvögel, denen es zum Teil sogar noch schlechter geht. Der NABU fordert deshalb in der EU-Agrarpolitik ein radikales Umsteuern! mehr



Der Star ist der Star

NABU Leipzig informiert über den Vogel des Jahres 2018

Der Naturschutzbund NABU und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) haben den Star (Sturnus vulgaris) zum „Vogel des Jahres 2018“ gewählt.

 

Foto: NABU/Marc Scharping
Foto: NABU/Marc Scharping

Er ist ein Beispiel für eine Vogelart, die eigentlich noch häufig ist, aber in den letzten Jahren dennoch deutliche Bestandseinbrüche zu verzeichnen hat. Gründe für den Bestandsrückgang sind Verlust von Nahrungsquellen und von Nistmöglichkeiten. Eine Hauptursache ist die industrielle Landwirtschaft. In Leipzig herrscht Nistplatzmangel durch Bauvorhaben, Gebäudesanierungen und Baumfällungen sowie Nahrungsmangel durch Einsatz von Insektengiften, Flächenversiegelung, Beseitigung von städtischem Grün, von Hecken und Grünflächen. Der Schutz dieser innerstädtischen Lebensräume ist deshalb ein wichtiges Anliegen des NABU Leipzig.

 

Vortrag und Exkursion

Auch 2018 gab es wieder einige Mitmachaktionen und Informations­veranstaltungen rund um den Vogel des Jahres geplant. So hatte der NABU Leipzig zum Beispiel am 15. April 2018 unter dem Titel "So lebt ein Star" zu einem Vortrag in die Auwaldstation Leipzig eingeladen. Anschließend folgte eine vogelkundliche Exkursion durch verschiedene Lebensräume.  Weiterlesen


Der Waldkauz – Vogel des Jahres 2017

Botschafter für den Schutz von Höhlenbäumen

Der Waldkauz (Strix aluco) ist „Vogel des Jahres 2017“. Er wurde stellvertretend für alle Eulen gewählt. Der Naturschutzbund NABU und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) wollen damit für den Erhalt alter Bäume mit Höhlen im Wald oder in Parks werben und die Menschen für die Bedürfnisse höhlenbewohnender Tiere sensibilisieren.

Foto: Oliver Richter
Foto: Oliver Richter

Der NABU-Regionalverband Leipzig hat 2017 verschiedene Informations- und Mitmachaktionen zum Vogel des Jahres angeboten. So gab es eine abendliche Führung in den Lebensraum des Kauzes sowie verschiedene Veranstaltungen zum Thema "Natur nach Sonnenuntergang". Für den Waldkauz hat der NABU Leipzig zudem die bereits 2014 gestartete Höhlenbaumkartierung fortgesetzt. Weiterlesen


Der Stieglitz – Vogel des Jahres 2016

NABU-Veranstaltungen und „bunte“ Mitmachaktionen

Foto: NABU/Peter Kühn
Foto: NABU/Peter Kühn

Der Stieglitz (Carduelis carduelis) ist Vogel des Jahres 2016. Der Naturschutzbund NABU und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) haben den bunten Finken zum Botschafter für bunte Landschaften ernannt. Distelfink wird der kleine Vogel auch genannt, denn er ernährt sich von Pflanzensamen, beispielsweise von Distelsamen – aber wo kann er solche Pflanzen überhaupt noch finden? In monotonen, industriell genutzten Agrarlandschaften kann der Stieglitz nicht überleben, ein Schicksal, das er mit vielen anderen Tierarten teilt. Maßnahmen zum Schutz des Stieglitz‘ kommen also auch anderen Tier- und Pflanzenarten zugute.

Darauf möchte der NABU mit dem Vogel des Jahres aufmerksam machen. Außerdem sind alle Menschen aufgerufen, etwas für den Schutz der bunten Lebensräume zu tun. Man kann beispielsweise Blumenwiesen säen oder samentragende Stauden erhalten und so beim Artenschutz helfen.

Bei einem Vortragsabend am 2. Dezember 2015 im Naturkunde­museum hat der NABU-Regionalverband Leipzig den Vogel des Jahres 2016 vorgestellt. Dabei gab es Informationen zur Lebensweise des Distelfinken und zu Vogelschutzaktionen in Leipzig. Am 29. Mai 2016 waren alle Vogelfreunde erneut eingeladen, den Stieglitz näher kennen zu lernen: Nach einem Vortrag in der Auwaldstation ging es bei einer vogelkundlichen Exkursion auf die Suche nach dem Stieglitz. 

 

Mitmachaktion „Bunte Meter für den Stieglitz“

Der NABU setzt sich für eine naturnahe Pflege von Kleingärten, Parkanlagen und Grünflächen ein. Davon können viele Vogelarten, aber auch Insekten oder Igel profitieren. Außerdem ruft der NABU Leipzig wieder zu Mitmachaktionen auf: Die Leipziger werden gebeten, alle Stieglitz-Beobachtungen mit Angabe von Ort, Datum und Anzahl der Vögel zu melden. So wollen die Naturschützer feststellen, wie viele Distelfinken es in Leipzig überhaupt gibt, wie viele hier im Frühling brüten und wie viele den Winter in Leipzig und Umgebung verbringen. Außerdem hat der NABU die Aktion „Bunte Meter für den Stieglitz“ gestartet. Garten- und Grundstücksbesitzer sind aufgerufen, Blumenwiesen anzulegen und zu erhalten, auf denen Vögel Nahrung finden können. Dafür sind kleine oder größere Flächen im eigenen Garten geeignet, aber auch ein Pflanzkübel mit bunten Blüten und nahrhaften Sämereien auf der Terrasse können eine wertvolle Nahrungsquelle sein. Um neue vogel- und insektenfreundliche Flächen entstehen zu lassen, verteilt der NABU Leipzig kleine Samentütchen mit den passenden Pflanzenarten – natürlich sind auch Distelsamen dabei. Der Inhalt reicht für etwa einen bunten Quadratmeter. |||


Gegen illegale Jagd auf Greifvögel

Der Habicht ist Vogel des Jahres 2015

Der Habicht - Vogel des Jahres 2015. Foto: NABU/Wolfgang Lorenz
Der Habicht - Vogel des Jahres 2015. Foto: NABU/Wolfgang Lorenz

Der Grünspecht war Vogel des Jahres 2014. Der NABU Leipzig hat das zum Anlass genommen, diese Vogelart in der ganzen Stadt zu erfassen. Alle Vogelfreunde waren zur Mithilfe aufgerufen und haben viele Beobachtungen gemeldet. Außerdem hat der NABU ein Projekt zur Erfassung von Höhlenbäumen gestartet, um die Lebensräume des Grünspechts und damit auch zahlreicher anderer Tierarten in der Stadt besser zu schützen.

Über die Ergebnisse dieser Projekte hat der NABU am 3. November 2014 im Naturkundemuseum Leipzig informiert.

 

Bei dem Abend wurde auch der Vogel des Jahres 2015 vorgestellt, der Habicht. Der NABU-Bundesverband und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) hatten bekannt gegeben, dass dieser Greifvogel die Nachfolge des Grünspechts als Vogel des Jahres antritt. Er ist damit ein Jahr lang Botschafter für Vogel- und Biotopschutz. Vor allem soll er auf das Problem der illegalen Vogeljagd aufmerksam machen. |||

Pressemitteilung


Der Grünspecht ist Vogel des Jahres 2014

Helfen Sie dem NABU Leipzig beim Schutz seines Lebensraums!

Foto: NABU / R. Martin
Foto: NABU / R. Martin

Der Naturschutzbund NABU und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) haben den Grünspecht (Picus viridis) zum Vogel des Jahres 2014 gewählt. Damit wird ein Vogel gewürdigt, der auch in Leipzig nahezu im gesamten Stadtgebiet sowie im Umland anzutreffen ist. Helfen Sie dem NABU beim Schutz des Grünspechts in unserer Stadt! |||

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Vogel des Jahres 2013

NABU informierte über „Meckervogel“ und „Lachvogel“

Vogel des Jahres 2013: Die Bekassine. Foto: NABU / W. Rolfes
Vogel des Jahres 2013: Die Bekassine. Foto: NABU / W. Rolfes

Der Schnabel eines Vogels ist ein hochspezialisiertes Instrument. Die Bekassine, Vogel des Jahres 2013, nutzt ihn beispielsweise, um im Boden zu stochern, als Tastorgan und Pinzette, kann sogar schlucken, ohne den Schnabel aus dem Boden zu ziehen. Wie ist das möglich?
Diese Frage wollte der NABU Leipzig bei einem Vortragsabend am 4. November 2013 im Naturkundemuseum Leipzig beantworten. Der erfahrene Ornithologe, Tierarzt und Autor Dr. Richard Schöne klärte über „Die geschickten Schnäbel der Schnepfenvögel“ auf.

 

Bemerkenswert ist bei der Bekassine aber auch der Balzflug, bei dem sie mit den Schwanzfedern ein Geräusch erzeugt, was dem Vogel des Jahres 2013 den Namen „Meckervogel“ einbrachte. Die Nachfolge wird der Grünspecht antreten, der zum Vogel des Jahres 2014 gekürt wurde. Wegen seiner markanten Rufe wird er auch als „Lachvogel“ bezeichnet. Bei dem Vortragsabend wurde auch er kurz vorgestellt. Außerdem wurde darüber informiert, wie man den NABU beim Schutz des Grünspechts in Leipzig besonders unterstützen kann.

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Pressemitteilung


Wertvolle Daten über Dohlen in Leipzig

Der Vogel des Jahres 2012 wurde intensiv beobachtet

Fliegende Dohle. Foto: NABU/Christian Falk
Fliegende Dohle. Foto: NABU/Christian Falk

Nachdem die Dohle vom NABU zum Vogel des Jahres 2012 gewählt worden war, hatten Leipziger Ornithologen sich vorgenommen, alle Brutpaare in der Stadt zu erfassen. Das Ergebnis der intensiven Beobachtungen sind einmalige Zahlen über diese intelligenten kleinen Rabenvögel, die unsere Mitbürger sind.


Insgesamt konnten im Stadtgebiet 153 Dohlen an den Brutkolonien beobachtet und mit einem sicheren Nachweis 62 Brutpaare erfasst werden; außerdem hielten sich 29 Nichtbrüter bei den Kolonien auf.

 

Bei den in Leipzig brütenden Dohlen wurde bedauerlicherweise eine hohe Jungensterblichkeit festgestellt. Verantwortlich dafür ist vermutlich Nahrungsmangel, verursacht durch ungünstiges Wetter, aber auch durch Umweltverschmutzung und Naturzerstörung. |||

 

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Der Gartenrotschwanz in Leipzig

Vogel des Jahres 2011

Foto: Daniela Dunger
Foto: Daniela Dunger