Tote und Verletzte nach der Silvesternacht

Rücksichtsloses Feuerwerk versetzt Tierwelt in Panik

Jedes Jahr hat man den Eindruck, dass die Silvesterknallerei noch lauter wird. Raketen überbieten sich in Attraktion und Leuchtkraft. Für die Menschen zählt der Spaß beim traditionellen Jahresausklang und Neujahresstart, doch für die wildlebenden Tiere in unseren Städten ist Silvester eine lebensbedrohliche Schocknacht.

 

Gerade für Vögel, die sich nicht im Laubhaufen oder Mäuseseloch verstecken können und oft in großen Schlafgemeinschaften versuchen die kalte Zeit gemeinsam zu überstehen, werden durch die Knall und Lichtefekte immer wieder aufgeschreckt und orientierungslos. Dabei verlieren sie in dieser einzigen Nacht sehr viel Energie, so dass sich das für einige Vögel auf die Fitness, auf ihre Lebensdauer auswirkt. Für verirrte Vögel, die gegen Gebäude oder Glasscheiben fliegen, endet die Nacht tödlich.

 

Der NABU bittet alle, beim Feierspaß auch an die Mitgeschöpfe zu denken und auf Raketen und Knaller zu verzichten.

 

Opfer der Silvesternacht. Fotos: NABU Leipzig
Opfer der Silvesternacht. Fotos: NABU Leipzig
Diese Ringeltaube steht noch unter Schock, ihr rechter Lauf und das linke Auge sind verletzt.
Diese Ringeltaube steht noch unter Schock, ihr rechter Lauf und das linke Auge sind verletzt.

Am Ringeltaubenschlafplatz im Johannapark wurden in der Silvesternacht die Vögel in Panik versetzt. Auf der kleinen Insel auf dem Parkteich haben rund 50 Leute gefeiert und nicht bemerkt, was sie dort anrichten. Schade, wie blind die Menschen werden, was ihre Umwelt betrifft. Auch Stockenten und Teichhühner sind orientierungslos umher geirrt. Bitte Feuerwerk in Park- und Waldnähe vermeiden! Wenigstens dort könnte man den Tieren einen ruhigen Rückzugsort lassen. An Gewässern spiegeln sich die Lichteffekte und versetzen die Wasservögel in Stress.


Bitte nur artgerechtes Vogelfutter verwenden!

Backwaren und Speisereste sind ungeeignet

Immer wieder kann man beobachten, dass Menschen aus falsch verstandener Tierliebe ihre Essensreste an Vögel verfüttern. Aber Brot, Kekse oder Kuchenreste sind kein geeignetes Vogelfutter! Es kann die Gesundheit der Vögel gefährden, wenn sie sich davon ernähren. Vor allem aber verderben diese Backwaren sehr schnell, Bakterien und Schimmelpilze verseuchen den Vogelfutterplatz, was dann auch für Menschen zu einem Gesundheitsrisiko werden kann.


Hygiene und artgerechtes Vogelfutter sind notwendig, wenn man den Tieren im Winter wirklich helfen möchte.
Tipps zur artgerechten Fütterung bekommt man beim NABU Leipzig, im Naturschutzbüro in der Corinthstraße 14 kann man auch geeignetes Vogelfutter kaufen.

 

Brot gehört nicht ins Futterhäuschen

Im Dezember auf dem Südfriedhof: An zwei Futterstellen wird Brot angeboten. Das schadet den Tieren, da es für sie keinen Nährwert hat und beim feuchten, frostfreien Wetter schnell schimmelt. Damit werden auch andere Futtermittel im Futterhäuschen verunreinigt.

Bitte nur natürliches Vogefutter (Samen, Früchte, Nüsse) füttern!

 

Der NABU freut sich, wenn Vogelfreunde zum Beispiel auf dem Südfriedhof die hier vorhandenen Futterplätze nutzen, um den Tieren bei winterlichem Nahrungsmangel, bei Frost und Schnee zu helfen. Dabei sollte aber nur geeignetes Vogelfutter verwendet werden, Brotreste und ähnliche Küchenabfälle gehören nicht dazu! Für das heimische Futterhäuschen gilt dasselbe, auch hier sollte man auf Hygiene achten und nur artgerechtes Vogelfutter verwenden. Fotos: NABU Leipzig

 

Artgerechtes Vogelfutter im Angebot

Foto: NABU Leipzig
Foto: NABU Leipzig

Wer Vögel im Winter füttert, meint es gut und kann den Tieren tatsächlich helfen, wenn man sich an ein paar wichtige Regeln hält. Tipps dazu gibt es beim NABU Leipzig. Beispielsweise sollte man für die verschiedenen Vogelarten geeignetes Futter verwenden. Der NABU erklärt Vogelfreunden gerne, wie man sich dieses selbst mischen kann, und außerdem haben wir ein paar Beutel mit Vogelfutter vorbereitet, die man im NABU-Naturschutzbüro in Gohlis kaufen kann.

Weitere Informationen


Nistkastenkontrollen zur Brutzeit sind wichtig

NABU sucht Helfer dafür

Nistkästen für Gebäudebrüter sind eine sinnvolle Ergänzung für Vogelarten die sich als Kulturfolger unsere Behausungen als Brutstätten ausgesucht haben und durch fortschreitende Sanierungen kaum noch Unterschlupf finden. Ob die gewählten Vogelschutzmaßnahmen sinnvoll sind, gilt es stets herauszufinden, deshalb bitten wir alle Vogelfreunde die Nistkästen bzw. Dachböden wo Einschlupfmöglichkeiten von außen nach innen bestehen jährlich mindestens einmal zur Brutzeit zu kontrollieren.


In Leipzig hat der Arbeitskreis Vogelschutz des NABU Leipzig die Patenschaft hunderter Nistkästen übernommen, um die sich in den letzten Jahren niemand mehr gekümmert hat. Dabei haben wir 2013 sehr viele tote Mauersegler und auch einige Haussperlinge und Stare in Dachböden gefunden die auf der Suche nach Brutplätzen durch kleine Öffnungen unter den Dächern oder durch defekte Nistkästen in die Dächer oder Drempel schlüpften und den Weg nicht wieder zurückfinden und sterben.

 

Tote Mauersegler, Haussperlinge und ein junger Star, die sich im Dachboden verirrt hatten. Foto: NABU Leipzig
Tote Mauersegler, Haussperlinge und ein junger Star, die sich im Dachboden verirrt hatten. Foto: NABU Leipzig

Auch an eingebauten Nistkästen für Mauersegler sind die Lücken neben den Kästen zum Teil so groß, dass dort Vögel in die Dachböden einfliegen aber nicht wieder nach draußen finden. Deshalb sollten Nistkästen immer passgenau eingebaut werden. Kontrollklappen an der Rückseite der Nistkästen sind für eine Reinigung der Kästen günstig, müssen aber nach der Reinigung immer wieder fest zugeschraubt werden. Bei einer Brutkolonie in Leipzig-Grünau waren viele ungeeignete Verschlussriegel angebracht, die die Klappen nicht sicher geschlossen halten. Durch offenstehende Klappen fliegen viele Vögel instinktiv an die tiefste und dunkelste Stelle und erkennen nicht, dass sie den Brutkasten in die falsche Richtung verlassen haben.


In einem anderen Gebäude war ein einziger Dohlenkasten inmitten einer Mauerseglerkolonie mit 25 Mauerseglerkästen eingebaut. Die Öffnungen zur Gebäudeaußenseite waren identisch so dass die Segler alle Kästen gleich interessiert anflogen. Dieser Kasten ist sicher gut gemeint aber sehr unsinnig an dieser Stelle. Die Mauersegler die in den Dohlenkasten einfliegen, fallen vom Einflugloch 25 cm in die Tiefe und können nicht wieder raus. Wenn Nistkästen für Dohlen an Gebäuden angebracht werden, wo auch viele Mauersegler zu erwarten sind, so muss unbedingt eine Ausstieghilfe (Kunststoffgitter/Gaze) von Innen angebracht werden.


Wer mithelfen möchte, Nistkästen und Brutstandorte von Gebäudebrütern in Leipzig zu kontrollieren, meldet sich einfach beim NABU-Regionalverband Leipzig.


Nistkastenreinigung auf dem Südfriedhof

Vor einem Jahr wurden auf dem Südfriedhof Nistkästen aufgehängt, die nun kontrolliert und gereinigt werden mussten. Am 19. Oktober 2013 hatte der NABU Leipzig deshalb zum Arbeitseinsatz eingeladen. Dabei konnten die Vogelfreunde feststellen, dass fast alle Bruthilfen auch angenommen wurden. Weiterlesen


Nisthilfen für den Zweinaundorfer Gutspark

Foto: Karsten Peterlein
Foto: Karsten Peterlein

Der Arbeitskreis „Vogelschutz in der Stadt“ hat zusammen mit Mitgliedern der NABU-Regionalgruppe Rietzschkeaue Vogelnisthilfen für den Zweinaundorfer Gutspark gebaut, die dort am 16. Oktober 2013 aufgehängt wurden. Insgesamt stehen in dem Park jetzt 23 vom NABU betreute Bruthilfen für die Vogelwelt zur Verfügung. Sie werden weiter gewartet und kontrolliert. Weiterlesen


NABU Leipzig beim Freiwilligentag in Grünau

Am Sonnabend (21. September 2013) fand der 10. Freiwilligentag – Gemeinsam für Grünau – statt. Fünf Leipziger Vereine hatten dabei zu Mitmachaktionen eingeladen, darunter der NABU-Regionalverband Leipzig, der in Grünau viele Bruthilfen für Mauersegler betreut. Fleißige Helfer waren eingeladen, den NABU-Arbeitskreis „Vogelschutz in der Stadt“ bei Wartung, Reinigung und Reparatur der Nisthilfen zu unterstützen. Daneben haben die Naturschützer noch Wissenswertes über die heimische Vogelwelt erzählt.


In der Zeit von 10 bis 15 Uhr ist es gelungen, 105 Mauerseglernistkästen zu reinigen. Natürlich war auch Zeit für einen kleinen Imbiss, den der NABU vorbereitet hatte.


Der Naturschutzbund bedankt sich bei allen freiwilligen Helfern. Wer dauerhaft beim Vogelschutz in der Stadt helfen möchte, ist dazu herzlich eingeladen und kann sich beim NABU Leipzig melden.

 

Veranstaltungsbericht     Informationen zum Mauerseglerprojekt

 


NABU-Auszeichnung für Matthäusgemeinde

„Lebensraum Kirchturm“: die Stephanuskirche in Mockau. Foto: Karsten Peterlein
„Lebensraum Kirchturm“: die Stephanuskirche in Mockau. Foto: Karsten Peterlein

Nistkästen für Mauersegler, Dohle, Turmfalke und Schleiereule, die vom NABU-Regionalverband Leipzig betreut werden, hängen in der Stephanuskirche Mockau, der Kirche Hohen Thekla und der Gedächtniskirche Schönefeld, die zur Evangelisch-Lutherischen Matthäusgemeinde gehören. Nach langjähriger Nutzung sind einige der Kästen in Mockau und Thekla defekt und müssen repariert werden. In der Stephanuskirche hat der Arbeitskreis „Vogelschutz in der Stadt“ im Jahr 2013 zwei neue Dohlennistkästen eingebaut, und auch der Turmfalkenkasten wird noch runderneuert. Im Gemeindehaus wurden unter den Rauschschwalbennestern Kotschutzbretter angebracht. Auch am NABU-Projekt „Lebendige Friedhöfe“ ist die Gemeinde beteiligt.
Für dieses Engagement im Artenschutz hat der Naturschutzbund NABU die Matthäusgemeinde am 15. September 2013 mit Urkunde und Plakette „Lebensraum Kirchturm“ ausgezeichnet.

 

Lebensraum Kirchturm     Weiterlesen


Debatte über „räuberische“ Elstern

Foto: NABU / Steffen Zibolsky
Foto: NABU / Steffen Zibolsky

Es ist verständlich, dass viele Naturfreunde bedauern, wenn ein Amselnest vor ihren Augen von Elstern ausgeräumt wird und sie hilflos zuschauen müssen. Es wirkt schon ungerecht, wenn die größeren Elstern ein Amselküken nach dem anderen aus dem Nest holen und die Amseleltern wehrlos zuschauen müssen. Dennoch darf man dafür die Elstern nicht verdammen.


Nachdem in Zeitungsartikeln und Leserbriefen das Thema heftig diskutiert wurde, hatte der NABU Leipzig sich entschlossen, zu einem Gesprächsabend über Elstern einzuladen, der am 17. Juli 2013 stattfand. Dabei kamen die NABU-Experten mit den Gästen über Vogelschutz im Garten und am Haus ins Gespräch. An praktischen Beispielen wurden sinnvolle Maßnahmen gezeigt, mit denen man Konflikte zwischen Elstern und Singvögeln verringern kann. Es wurde ein lebhafter Diskussionsabend über die Lebensweise der Elster und anderer Gartenvögel.

 

Fachbeitrag     Weitere Informationen zur Elster


Arbeitseinsatz für Mauersegler

NABU Leipzig betreut rund 800 Nisthilfen

In Leipzig Grünau existieren hunderte Bruthilfen für Mauersegler. Da sie jedoch seit vielen Jahren nicht betreut und gewartet wurden, waren viele davon unbrauchbar geworden. Einige waren sogar regelrechte Todesfallen, denn durch offene Wartungsklappen gelangten die Tiere ins Gebäudeinnere, von hier fanden sie keinen Ausweg mehr ins Freie und sie starben auf den Dachböden.


Der NABU-Regionalverband Leipzig hat deshalb im Oktober 2012 die Patenschaft für etwa 800 Mauerseglerbruthilfen übernommen, die vom Arbeitskreis „Vogelschutz in der Stadt“ betreut werden. Mit mehreren Arbeitseinsätzen wurden die Nistkästen für die Brutsaison 2013 vorbereitet – eine körperlich anstrengende und staubige Arbeit auf den Dachböden.


Darüber hinaus engagiert sich der NABU Leipzig für den Schutz der Mauersegler in der Stadt und bittet alle Vogelfreunde um Mithilfe beim Mauersegler-Projekt. Weiterlesen


Hilfsaktion für Rauchschwalbennester in Mockau

Foto: NABU Leipzig
Foto: NABU Leipzig

Jahrhunderte lang waren Rauch-schwalben gerngesehene Nachbarn. Sie haben ihre Nester an Wohngebäude oder in Stallanlagen gebaut, in rasantem Flug machen sie außerdem Jagd auf Insekten. Und Schwalben gelten auch als Wetter-boten: Bei schönem Wetter fliegen sie hoch, bei schlechtem fliegen die Schwalben tief; sie folgen mit diesem Verhalten dem Aufenthaltsort ihrer Beutetiere.


Heutzutage bekommen die Rauch-schwalben aber zunehmend Probleme. Flächenversiegelung sorgt dafür, dass es immer weniger Stellen gibt, an denen Schwalben Lehm für ihren Nestbau finden. Der Übermäßige Einsatz von Insektengiften führt außerdem zu Nahrungsmangel. Hinzu kommt, dass einige Menschen die gefiederten Nachbarn nicht haben wollen: Obwohl es streng verboten ist, werden immer wieder Nester zerstört. Ein Grund dafür ist Kot und Schmutz. Mit einem auf geeignete Art befestigten Kotfangbrett kann man dieses Problem aber leicht beseitigen.


Auch im Kirchgemeindehaus in Mockau wurden Rauchschwalben-Nester entfernt. Doch die Vögel haben versucht neue Nester zu bauen. Um sie zu schützen, hat der NABU- Arbeitskreis „Vogelschutz in der Stadt“ Kotfangbretter angebaut.

 

Schwalben willkommen!     Weitere Informationen über Rauchschwalben


Starthilfe für Mauersegler

Bei Unwetter mit Sturmböen wie am 22. Mai oder 20. Juni 2013 gehen hin und wieder Notrufe beim NABU ein. Es wird um Starthilfe für Mauersegler gebeten. Am Wintergarten-hochhaus im Leipziger Zentrum kommt es bei starken Westwind immer wieder vor, dass die Segler an der windgeschützten Ostseite an Mauerfugen zwischen den Balkonbrüstungen fliegen , um dort Schutz zu suchen. Zum Teil verfliegen die Vögel sich aber auch direkt auf den Balkonen. Von dort kommen sie aber hinter der hohen Brüstungsmauer nicht wieder hoch, da Mausergler für so einen steilen Start nach oben nicht geschaffen sind. Die Vögel die bei Schlechtwetterlagen meist großräumig ausweichen, und schon größere Strecken hinter sich haben suchen hohe Gebäude für eine Rast. Die meisten Vögel verirren sich zwischen 12. und 28. Obergeschoss. Martin Lindner und Karsten Peterlein vom Arbeitskreis Vogelschutz haben die unverletzten Vögel direkt von den Balkonen wieder starten lassen. In nur einem Fall waren wir unsicher ob das Tier in luftiger Höhe zurecht kommt so dass wir uns nach Wetterbesserung für einen Bodenstart entschieden haben. Auf einem Hügel über einer Wiese wo der Segler im Notfall weich landen könnte haben wir den Startversuch gewagt und das Tier startete selbsständig nach wenigen Momenten der Besinnung in die Freiheit. |||

Mauerseglerschutz

Fotos: NABU Leipzig


NABU und erleb-bar gemeinsam aktiv für den

Vogelschutz in Leipzig

Zu den Projekten des NABU-Regionalverbands Leipzig gehört die Pflege und Betreuung von Dohlennistkästen im Stadtgebiet von Leipzig. In den Wintermonaten wurden mehrere gereinigt, neugebaut und aufgehängt. Dabei hat sich auch eine Zusammenarbeit mit dem Leipziger Mitmachnetzwerk erleb-bar.de entwickelt. Gemeinsam wurden Dohlennistkästen gebaut und aufgehängt. |||

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Anbau eines Dohlennistkastens im Turm der Stephanus-Kirche Mockau. Foto: Peggy Kindermann-Weber
Anbau eines Dohlennistkastens im Turm der Stephanus-Kirche Mockau. Foto: Peggy Kindermann-Weber

Nistkastenbau mit dem NABU Leipzig

Kinder und andere Vogelfreunde haben Bruthilfen gezimmert

Am Sonnabend, dem 16. Februar 2013, hat der Naturschutzbund Leipzig darüber informiert, wie man Nistkästen richtig baut und aufhängt. Zahlreiche Naturfreunde haben das Angebot genutzt, um mit den NABU-Experten ins Gespräch zu kommen und sich beraten zu lassen, viele Vogelhäuschen wurden zusammengebaut, Kinder und Erwachsene hatten dabei gleichermaßen Spaß.

Ältere Vogelfreund haben ihren Häuschen dann oftmals einen traditionellen Schutzanstrich gegeben, Kinder dagegen haben ihre Häuschen auch bunt bemalt – damit sind sie nicht nur eine Bruthilfe, sondern auch ein hübscher, bunter Blickfang. Die neuen Nistkästen können nun zur beginnenden Brutsaison eine wertvolle Hilfe für die Vögel in Leipzig sein. |||

Foto: René Sievert
Foto: René Sievert

Wertvolle Daten über Dohlen in Leipzig

Der Vogel des Jahres 2012 wurde intensiv beobachtet

Fliegende Dohle. Foto: NABU/Christian Falk
Fliegende Dohle. Foto: NABU/Christian Falk

Nachdem die Dohle vom NABU zum Vogel des Jahres 2012 gewählt worden war, hatten Leipziger Ornithologen sich vorgenommen, alle Brutpaare in der Stadt zu erfassen. Das Ergebnis der intensiven Beobachtungen sind einmalige Zahlen über diese intelligenten kleinen Rabenvögel, die unsere Mitbürger sind.


Insgesamt konnten im Stadtgebiet 153 Dohlen an den Brutkolonien beobachtet und mit einem sicheren Nachweis 62 Brutpaare erfasst werden; außerdem hielten sich 29 Nichtbrüter bei den Kolonien auf.


Bei den in Leipzig brütenden Dohlen wurde bedauerlicherweise eine hohe Jungensterblichkeit festgestellt. Verantwortlich dafür ist vermutlich Nahrungsmangel, verursacht durch ungünstiges Wetter, aber auch durch Umweltverschmutzung und Naturzerstörung. |||

 

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Illegale Greifvogelfalle entdeckt

Foto: NABU Leipzig
Foto: NABU Leipzig

Am 21.01.2012 haben wir auf einem Taubenschlag in der Riesaer Straße eine illegale Fangvorrichtung für geschützte Greifvögel entdeckt. Nach telefonischer Beratung mit den Komitee gegen den Vogelmord haben wir uns über die rechtliche Situation beraten und bei der Polizei Anzeige erstattet. Kurze Zeit später war ein Streifenwagen vor Ort, dessen Besatzung die illegale Falle sicherstellte und ein Strafverfahren gegen den Taubenzüchter einleitete.
Um Habichte und andere Greifvögel in die Falle zu locken, hatte der Täter eine tote Zuchttaube in die Fangvorrichtung gelegt. Habichte gehören zu den streng geschützten Tierarten. |||

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VOGELSCHUTZ